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BENUTZERHANDBUCH Angriffe zur "Übernahme" - Diese Angriffe zielen auf die "Übernahme" des Systems ab. Dies ist der gefährlichste Angriffstyp, weil das System bei erfolgreichem Angriff dem Angreifer gegenüber vollkommen wehrlos ist. Dieser Angriff wird benutzt, um von einem Remote-Computer vertrauliche Informationen zu stehlen (beispielsweise Kreditkartennummern und Kennwörter). Ein weiteres Ziel kann darin bestehen, sich im System einzunisten, um später die Rechnerressourcen für die Zwecke des Angreifers zu nutzen (das angegriffene System wird in einem Zombie-Netzwerk oder als "Brückenkopf" für neue Angriffe verwendet). Zu dieser Gruppe gehört eine große Anzahl von Angriffen. Sie lassen sich abhängig von dem Betriebssystem, das auf einem Computer installiert ist, in drei Kategorien unterteilen: Angriffe auf Microsoft Windows-Systeme, Angriffe auf Unix-Systeme und eine allgemeine Gruppe für Netzwerkdienste, die in beiden Betriebssystemen verwendet werden. Die meistverbreiteten Arten von Angriffen, die auf Netzwerkdienste eines Betriebssystems zugreifen, sind: Angriffe mit dem Ziel des Pufferüberlaufs. Ein Pufferüberlauf tritt durch fehlende (oder unzureichende) Kontrolle bei der Arbeit mit Daten-Arrays auf. Dieser Typ von Schwachstellen gehört zu den ältesten und lässt sich am leichtesten von Angreifern ausnutzen. Angriffe, die auf Fehlern in Formatzeilen beruhen. Formatzeilenfehler treten auf, weil die Eingabeparameter von Formatfunktionen des Typs printf(), fprintf(), scanf() und anderer Standardbibliotheken der Sprache C unzureichend kontrolliert werden. Wenn diese Sicherheitslücke in einem Programm vorhanden ist, kann ein Angreifer die vollständige Kontrolle über das System übernehmen, wenn es ihm gelingt, speziell erstellte Anfragen zu senden. Wenn solche Schwachstellen auf dem Benutzercomputer vorhanden sind, werden sie vom Detektionssystem für Angriffe in den gebräuchlichsten Netzwerkdiensten (FTP, POP3, IMAP) automatisch analysiert und ihre Verwendung wird verhindert. Angriffe, die sich auf das Betriebssystem Microsoft Windows richten, beruhen auf der Verwendung von Sicherheitslücken der auf einem Computer installierten Software (beispielsweise solcher Programme wie Microsoft SQL Server, Microsoft Internet Explorer, Messenger, sowie Systemkomponenten, die über ein Netzwerk erreichbar sind: DCom, SMB, Wins, LSASS, IIS5). Als weiterer häufig anzutreffender Typ von Übernahmeangriffen lässt sich die Verwendung unterschiedlicher Arten von schädlichen Skripts nennen. Dazu zählen auch Skripts, die von Microsoft Internet Explorer verarbeitet werden, sowie die Variationen des Helkern-Wurms. Bei einem Helkern-Angriff werden spezielle UDP-Pakete mit ausführbarem schädlichem Code an einen entfernten Computer gesendet. SCHUTZ VOR NETZWERKANGRIFFEN AKTIVIEREN UND DEAKTIVIEREN Der Schutz vor Netzwerkangriffen ist standardmäßig aktiviert und arbeitet im optimalen Modus. Bei Bedarf können Sie den Schutz vor Netzwerkangriffen deaktivieren. Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Schutz vor Netzwerkangriffen zu aktivieren oder zu deaktivieren: 1. Öffnen Sie das Programmhauptfenster. 2. Klicken Sie im oberen Bereich des Fensters auf den Link Einstellungen. 3. Wählen Sie auf der linken Fensterseite unter Schutz-Center die Komponente Schutz vor Netzwerkangriffen. 4. Deaktivieren Sie auf der rechten Fensterseite das Kontrollkästchen Schutz vor Netzwerkangriffen aktivieren, um die Komponente auszuschalten. Aktivieren Sie dieses Kontrollkästchen, um die Komponente einzuschalten. PARAMETER FÜR DAS BLOCKIEREN ÄNDERN In der Grundeinstellung blockiert der Schutz vor Netzwerkangriffen die Aktivität eines angreifenden Computers für eine Stunde. Sie können das Blockieren für einen bestimmten Computer aufheben oder die Sperrdauer ändern. 156