Download Komplettes Magazin als E-Paper

Transcript
G 59522 • 10. Jahrgang • EUR 4,–
2/2011
April/Mai
DAS FACHMAGAZIN für innovatives
Fuhrpark- und Mobilitätsmanagement
E-Mobility: Erste Restwerte
Exklusiver Test: Neuer Audi A6
DienstReise: Nachhaltiges Reisen
Special: Logistik und
Wiedervermarktung
Neue Klasse:
Test Peugeot 508
Ford-Offensive:
Design, Effizienz, Nutzwert
KRAFTSTOFF SOGAR DA ANTREFFEN,
WO MAN NIEMANDEN SONST ANTRIFFT.
Wir sind auf dem bfp-FORUM 2011
vom 25.–26.05. am Nürburgring.
Kommen Sie auf eine Runde vorbei!
Einer der führenden Tankkartenanbieter mit flächendeckendem Akzeptanznetz.
Über 20.000 Akzeptanzen in 36 Ländern bedeuten: mit einer Tankkarte von euroShell hat man so gut wie überall Gelegenheit zum Auftanken. Nur ist dies dank der Shell FuelSave Kraftstoffe, exklusiv an Shell Stationen, gar nicht so oft erforderlich.
Denn damit sinkt der Verbrauch bis zu 1 Liter pro Tank* und die Motoreffizienz steigt – bei jedem Fahrzeug im Fuhrpark.
Ohne Aufwand, ohne extra Kosten, ohne Sucherei. www.euroshell.de
*Shell FuelSave Super: Auf Basis einer 50-Liter-Tankfüllung. Vergleich zwischen einem Kraftstoff mit den gleichen Eigenschaften wie das bisherige Shell Super Benzin und demselben Kraftstoff mit unserer neuen Formel
für sofortige Kraftstoffeinsparung. Tatsächliche Einsparung kann je nach Fahrzeug, Fahrbedingungen und Fahrstil variieren. Shell FuelSave Diesel: Auf Basis einer 50-Liter-Tankfüllung. Aufgrund neuer Testergebnisse für
Stadtfahrten im Vergleich zwischen einem Kraftstoff mit den gleichen Eigenschaften wie herkömmlich additivierter Diesel und demselben Kraftstoff mit unserer Formel für sofortige Kraftstoffeinsparung. Tatsächliche Einsparung kann je nach Fahrzeug, Fahrbedingungen und Fahrstil variieren.
200 Stationen
998 Spezialisten
1996 Hände
365 Tage im Jahr
24 h am Tag
Ralph Wuttke,
Chefredakteur
Flottenmanagement
und immer
100% für Sie da!
Etikettenschwindel
Für die Einführung des neuen Kraftstoffes
E10 mag es viele Gründe geben. Die Reduzierung der Abhängigkeit von den stets krisengebeutelten Ölförderländern vielleicht, oder
die Schaffung von lokalen Arbeitsplätzen in
der Biosprit-Industrie. Vielleicht soll auch
einfach nur die Importquote gesenkt werden. Aber eines kann es sicher nicht gewesen sein: Ökologische Gründe. Denn die Einführung von einem höheren „Bio“-Anteil im
Sprit führt, glaubt man der Studie von neun
großen Umweltverbänden, eher zu mehr
Schadstoffausstoß – weltweit. Denn für
die ganze Biomasse braucht es erst einmal
landwirtschaftliche Nutzfläche, und zwar
sehr viel davon. Diese muss dann intensiv
bewirtschaftet werden, mit Pestiziden und
schwerem Gerät und allem was dazu gehört.
Da bleibt nicht mehr viel „Bio“ im Bio-Sprit
E10, im Gegenteil: Aus ökologischer Sicht
hat E10 eher Nachteile.
Für die Fuhrparkleiter wird die Unsicherheit, ob ihre Fahrzeuge E10 vertragen, eher
weniger eine Rolle spielen: Überwiegend
wird ohnehin mit Diesel gefahren, und die
Benziner sind meist nur wenige Jahre alt,
die vertragen E10. Bleibt aber die ethischmoralische Komponente: Der weltweite Run
auf „Bio“-Sprit lässt nicht nur Regenwälder
brennen, er verteuert auch die Grundnahrungsmittel. Weltweit. Zum Ärger der Verbraucher in Europa, aber mit verheerenden
Konsequenzen für die Bevölkerung in ärmeren Ländern.
Aber Etikettenschwindel sind wir Autofahrer ja gewohnt, ich erinnere an dieser Stelle
gern noch einmal an die Umweltplakette,
die eigentlich nur ein bürokratisches Monster geschaffen hat und für die Umwelt selbst
nichts bewirkt. Wie auch – der Feinstaub in
der Luft besteht nun einmal nur zu einem
kleinen Prozentsatz aus dem, was ein Auto
aus dem Auspuff bläst und weigert sich
obendrein beständig, nicht durch das ganze Land zu fliegen. Regionale Umweltzonen
bringen also per se herzlich wenig.
Nun müssen wir aufpassen, dass wir mit
dem Elektroauto nicht der nächsten Täuschung aufsitzen: Denn jedes Elektroauto
kann nur so sauber fahren wie der Strom ist,
der dafür erzeugt wurde. Strom aus Kohle
macht hierbei überhaupt keinen Sinn, und
über die Zukunft der zwar sauberen aber mit
erheblichen Sicherheits- und Endlagerproblemen behafteten Atomkraftwerke wird ja
aus traurigem Anlass gerade wieder neu diskutiert. Bleibt Strom aus Sonne, Wind und
Wasser – das macht sicher Sinn, wird aber
nicht so schnell gehen, dass hieraus die
gewünschte eine Million Elektroautos bis
2020 betankt werden kann. Denn hier verhält es sich wie beim E10: Es macht keinen
Sinn, rechnerisch die Elektroautos „sauber“
zu betanken, dafür aber die Industrie und
Privathaushalte verstärkt mit Kohle-Strom
zu beliefern. Das wäre dann der nächste
Etikettenschwindel. Anders schaut es schon
aus, wenn die Unternehmen selbst, lokal
vor Ort, beispielsweise mit Solarpanels, ihren eigenen sauberen Strom für die eigenen
Elektrofahrzeuge erzeugen – dann wird es
rund.
Ralph Wuttke
Chefredakteur
freecall
0800 586 48 33
W i d d e r s d o r f e r S t r. 2 0 5 I 5 0 8 2 5 K ö l n
w w w. j u n i t e d . d e I i n f o @ j u n i t e d . d e
Eine Marke der Daimler AG
Nachhaltige Effizienz, bleibender Eindruck.
%FS&JOTUJFHJOFJOFFGGJ[JFOUFSF'MPUUF%JFOFVF(FOFSBUJPO$,MBTTFNJUTQBSTBNFS#MVF&''*$*&/$:
5FDIOPMPHJFCJFUFUBMT'JSNFOXBHFOWJFMF7PSUFJMFoHBO[HMFJDIPCBMT-JNPVTJOFPEFSQSBLUJTDIFT
5.PEFMMNJUJOOPWBUJWFO-BEFSBVNMÚTVOHFOwww.mercedes-benz.de/grosskunden
,SBGUTUPGGWFSCSBVDILPNCJOJFSUoM LN$0₂&NJTTJPOLPNCJOJFSUoH LN
Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.
Inhalt
12
Jörn Ziethmann,
Merck KGaA in
Darmstadt (re.)
und Marius Gredel,
Alphabet Frankfurt,
berichteten über
gemeinsam erzielte
Fortschritte im
Fuhrparkmanagement bei Merck
24
Klaus Sawallisch, Manager Fleet (li.), und Alexander Sackczewski, Leiter Flottenmarketing,
bei Ford in Köln verzeichnen stark gestiegene Auftragseingänge im Flottengeschäft
Praxis
34
Das Audi Zentrum
Koblenz, das zur
Löhr & Becker AG
gehört, ist das
weltweit erste seiner Art. Wir waren
zu Besuch
12
„Besondere Herausforderungen gemeistert“
Alphabet als Partner des Pharmakonzerns Merck
Leasing
16
Nachrichten Leasing / Management
18
In den Griff bekommen
Bei den Leasinggebern ist in punkto Fahrzeugrückgabe Ruhe eingekehrt
User Chooser
22
Auf Heller und Pfennig
Kostenkalkulation in Zusammenhang mit der Dienstwagenwahl
Management
38
Beim BME-Thementag trafen
sich Hersteller,
Stromanbieter,
Leasinggesellschaften und Fuhrparkverantwortliche
zu Vorträgen,
Diskussionen und
Probefahrten rund
um das Thema alternative Antriebe
24
Design und Funktionalität
Interview mit Klaus Sawallisch (Manager Fleet and Remarketing Operations)
und Alexander Sackczewski (Leiter Flottenmarketing) bei Ford in Köln
28
15 Prozent sind drin – Spritsparmaßnahmen im Fuhrpark
34
„Ein Partner, der punktgenau versteht“
Zu Besuch im Audi-Zentrum Koblenz, bei der Löhr & Becker AG
38
Elektrische Impulse – Exklusiv-Bericht zum BME-Thementag
„Nachhaltiges Fuhrparkmanagement“
42
Gelungener Start
Erstes, offenes Verbandsmeeting des Bundesverbandes
Fuhrparkmanagement in Berlin
Alternative Antriebe
62
Am Anfang und
Ende der Dienstwagen-Laufzeit fallen
Ein- und Aussteuerungsprozesse an,
die wir ausführlich
im Special Logistik
& Wiedervermarktung unter die Lupe
nehmen
44
Nachrichten
46
Ein Anfang
EurotaxSchwacke und Flottenmanagement werfen einen ersten Blick
auf die Restwerte von Elektrofahrzeugen
48
Komprimiertes praxisgerechtes Wissen
Interview mit Thomas Arabin, Leiter des Geschäftsbereiches Eigenveranstaltungen der Messe Münster, zur Messe econfleet 2011
Recht
50
Unfallverhütungsvorschriften im Fuhrpark
Zur Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Fahrzeuge“ BGV D 29
Extra
80
Optimales Mobilitätsmanagement:
Die Nutzung des
ZubucherModells
bei Bayer Business
Services am Standort Leverkusen
www.flotte.de
6
57
Special Logistik & Wiedervermarktung
62
Nachrichten
63
Einleitung
64
Hin und weg – Aspekte, auf die der Fuhrparkmanager bei der
Fahrzeugein- und Aussteuerung besonders achten muss
70
Garantiert keine Ladenhüter!
Die professionelle Wiedervermarktung von Kauffahrzeugen
74
Flottenmanagement 2/2011
And the winner is...? Kostenvergleich Kleintransporter
Outsourcen lohnt sich
Es spricht nichts dagegen, auch die Kfz-Zulassung auf einen Dienstleister
zu übertragen
Test
94
Big Business – Der Audi A6
96
Ganz große Nummer – Der Peugeot 508
98
Mitteschön – Der BMW 525d
Fahrberichte
100
Multi-Talent-Show – Die Mercedes Benz R-Klasse
Fahrtelegramme
94
101
Ford Focus / Volkswagen Jetta
102
Mercedes Benz C-Klasse / Nissan Micra
Marktübersicht
Design, Materialien, Komfort – in einem exklusiven Test des neuen Audi A6 konnten
wir erfahren, wie die Ingolstädter Premium-Anspruch definieren
103
Iveco ja, aber welche? Flottenrelevante Fahrzeuge von Iveco
Reifen
76
78
Dienstleistung aus einer Hand
Gutachter-Organisationen warten mit breiten DienstleistungsSpektren für Fuhrparkbetreiber auf
106
Individuell und nach Maß
108
Die Ausstattung von neuen Transportern in professionellen Händen
DienstReise
80
Nachrichten
81
Einleitung
83
Management – Allround-Talent Mobilitätsmanager
84
Recht – Bonusmeilen und Compliance
86
Alternative Technologien lösen das Ersatzrad künftig wahrscheinlich ab
Nachrichten
Transporter
109
Nachrichten
Kommunikation
110
Nachrichten
111
Erfahrung zahlt sich aus!
Interview mit Dietmar T. Spiess, Geschäftsführer von Securysat Deutschland
Rubriken
Praxis
Starke Partner: Bayer Business Services und Schaefer Mobility Group
89
Ade fünftes Rad ?
Green Travel
Interview mit Maarten Markus, NH Hoteles
90
Grünes Travel Management als zukunftsorientiertes Gesamtkonzept
93
Kurzübersicht: Grüne Zertifikate
3
Editorial
8
Nachrichten
56
Salon
112
Kolumne
114
Gastkommentar/Impressum
FREISPRECHEINRICHTUNG
MIT ÜBERRAGENDEM KLANG
FÜR FAHRZEUGE
JABRA CRUISER2
Mit der Jabra CRUISER2 Bluetooth®-Freisprecheinrichtung wird das Telefonieren im Auto zum Kinderspiel. Zunächst sind
da die einfach verständlichen Sprachanweisungen in 9 Sprachen. Ihr Telefonbuch wird heruntergeladen und die Jabra
CRUISER2 sagt den Namen von Kontakten an, wenn diese anrufen. Anschließend befestigen Sie die Freisprecheinrichtung
einfach an Ihrer Sonnenblende. Die Noise Blackout™-Technologie und das Dualmikrofonsystem sorgen für einen optimalen
Klang. Mit dem integriertem FM Transmitter können Sie Ihr Gespräch auch über die Autolautsprecher hören.
www.jabra.com/cruiser2
Erhältlich bei WM Fahrzeugteile oder Ihrem lokalen KFZ-Händler
www.wm-fahrzeugteile.de/Cruiser2
JABRA EASY FEATURE
Name des Anrufers wird angesagt
(vom Telefon abhängig)
8
Nachrichten
+++ in Kürze +++
+++ Markteinführung +++
Im Frühsommer startet die Markteinführung des Citroën DS4. Der
zweite Vertreter der neuen DS-Linie
zeichnet sich durch charakteristische Design- und Stilelemente
sowie eine raffinierte Ausstattung
aus.
+++ Schutz-Paket +++
Der Skoda Versicherungs-Service
bietet für alle Skoda Fabia und
Skoda Roomster umfassenden Versicherungsschutz zum Festpreis.
In Verbindung mit einem Finanzierungs- oder Leasingvertrag gibt es
die Haftpflichtversicherung bereits
für monatlich 19,90 Euro. Für weitere fünf Euro pro Monat lässt sich die
Mobilität durch eine Vollkaskoversicherung absichern.
+++ Sparfüchse +++
Für besonders umweltbewusste Autofahrer stehen nun auch zwei neue
Volvo DRIVe Versionen bereit: der
Volvo S60 DRIVe und der Volvo V60
DRIVe. Der Durchschnittsverbrauch
liegt laut Hersteller bei 4,3l / 4,5l
auf 100 Kilometer; die Preise für
den S60 beginnen bei 22.640 Euro
netto, für den V60 bei 23.450 Euro
netto.
Luxusklasse
Mit dem Panamera S Hybrid schlägt die Dr. Ing. h.c. F.
Porsche AG ein neues Kapitel der Porsche Intelligent
Performance auf. Ohne Verzicht auf Sportlichkeit und
Eleganz verbindet der neue Gran Turismo laut Hersteller eine Gesamtleistung von 380 PS (279 kW) mit einem
Verbrauch von lediglich 6,8 Liter auf 100 Kilometer
im NEFZ. Diese Werte erziele der Porsche Panamera S
Hybrid mit optionalen Allwetter-Reifen, deren Rollwiderstand nochmals verringert wurde (serienmäßige
Bereifung 7,1 l/ 100 Km). Die rein elektrische Reichweite liege bei rund zwei Kilometern, elektrisches
Fahren sei je nach Fahrsituation bis zu 85 km/h möglich. Der Hybridantrieb ermöglicht darüber hinaus die
Erschließung von weiteren Verbrauchspotenzialen in höheren Geschwindigkeitsbereichen durch das sogenannte Segeln auf Autobahnen und Landstraßen; dabei wird bis zu Tempo 165 km/h ohne Antriebsleistung
der Verbrennungsmotor vom Antriebsstrang abgekoppelt und abgeschaltet. Serienmäßig ist der Panamera
S Hybrid mit einer adaptiven Luftfederung inklusive adaptivem Dämpfersystem PASM, mit Servotronic und
Heckscheibenwischer ausgestattet. Der Porsche Panamera S Hybrid kommt im Juni auf den Markt und kostet
86.009,85 Euro netto.
Kooperation
Mit einer neuen Autogas-Tankstelle an der TOTAL-Raststätte Michendorf-Nord (an der A10 bei Potsdam) hat die
Westfalen AG die vorerst letzte Anlage aus insgesamt 80 vereinbarten Stationen an TOTAL Tankstellen in Betrieb
genommen. Vor zwei Jahren hatten das Münsteraner Unternehmen und die TOTAL Deutschland einen Rahmenvertrag unterzeichnet: Westfalengas liefert die technischen Komponenten, installiert diese und versorgt sie
langfristig mit einem hochwertigen Autogas-Gemisch aus Propan und Butan in jahreszeitlich angepasster Qualität. Insgesamt betreibt TOTAL 300 Stationen mit Autogasangebot in Deutschland. Die Westfalen AG beliefert
derzeit rund 900 der über 6.200 öffentlichen Autogas-Tankstellen in Deutschland.
+++ Fördermitglied +++
Die Dataforce GmbH ist seit Februar
Fördermitglied im Bundesverband
Fuhrparkmanagement, der die
fachlichen,
betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Belange in
Bezug auf das Fuhrparkmanagement vertritt.
+++ Zufrieden +++
Mazda hat laut Umfrage-Portal
Motor-Talk die zufriedensten Autofahrer. 89,6 Prozent der befragten
Mazda Fahrer gaben an, dass sie
mir ihrem Fahrzeug 2010 „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“ waren.
An der Umfrage beteiligten sich
13.273 Nutzer.
+++ Cleverness +++
Volkswagen bietet 2011 zusammen
mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) in vielen Städten ein
unentgeltliches Spritspartraining
an. Pro Trainingstag sollen etwa
36 Teilnehmer lernen, wie man
durch eine effiziente Fahrweise den
Spritverbrauch um bis zu 25 Prozent
senkt. Interessenten wenden sich
an die Volkswagen Partner oder die
lokale NABU-Gruppe.
+++ Tankschutz +++
Bei sieben Diesel-Modellen von
Peugeot – im 207, 207 cc, 207 SW,
3008, 5008, 508, 508 SW – gibt es
nun einen serienmäßigen Peugeot
Fehlbetankungsschutz. Die Innenklappe des Einfüllstutzens erkennt
den richtigen Zapfhahn.
Flottenmanagement 2/2011
Ökostromer
Neuaufstellung
Mit einer neuen Struktur und einer neuen Führung ist die euroShell Deutschland GmbH ins Jahr
2011 gestartet. euroShell hat im Rahmen einer
globalen Unternehmensstrukturierung die Bereiche Commercial Road Transport und Fleet zu einer
„Commercial Fleet Organisation“ vereint. Damit
werden nun alle gewerblichen Fuhrparkkunden
aus einer Hand bedient. Mit der Verschmelzung
sollen Synergien genutzt und das gewerbliche
Tank- und Servicekarten-Geschäft von Shell weiter ausgebaut werden. Dirk Schroers trägt weiterhin als Geschäftsführer die Verantwortung für
den Finanzbereich, Andreas Grobler ist ebenfalls
weiterhin Geschäftsführer der euroShell Deutschland und wird in dieser Funktion zusätzlich als
3rd Party Partnership Manager die globale Verantwortung für alle Verträge mit Netz-, FremdTankkarten- und Road-Service-Partnern im neu
zusammengeführten Commercial Fleet Geschäft
übernehmen. Grischa Sauerberg übernimmt als
neuer Commercial Fleet Sales Manager die Verantwortung für den Vertrieb der euroShell Tank- und
Servicekarten in Deutschland. (Bild v. l. n. r.)
Im Haus der Multimediaproduzenten in Ottensen
und im Parkhaus der Carl-Schneider-Passagen in
Eimsbüttel (Hamburg) können von cambio-Kunden neben konventionellen Fahrzeugen die ersten
Elektroautos gebucht werden. Die Fahrkosten für
das eMobil betragen 3,30 Euro pro Stunde und 20
Cent pro Kilometer. Den Fahrstrom für die eMobile
liefert die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy. Für cambio steht neben der Umweltbilanz in
den nächsten Monaten auch die Alltagstauglichkeit von Elektrofahrzeugen im CarSharing-Betrieb
auf dem Prüfstand. Joachim Schwarz, Geschäftsführer von cambio Hamburg: „Für die kurzen
Strecken in der Stadt ist das Elektroauto ideal. Es
ist leise, klimafreundlich, und auch der Spaß beim
Fahren kommt nicht zu kurz.“ cambio CarSharing
und Greenpeace Energy betreiben das Pilotprojekt
„CarSharing mit echtem Ökostrom“ gemeinsam.
DER A.T.U-RUNDUM-SERVICE
FÜR ALLE FUHRPARKS
Jetzt neu: Reifenpauschale für Kauf- und Leasingfahrzeuge
Riesiges Sortiment an Reifen
und Felgen in der A.T.U- Filiale
Kompetente Beratung rund um
das Thema Reifen und Felgen
Schnelles Umstecken der
Räder - ohne lange Wartezeiten
Professionelle Reifenmontage
in jeder A.T.U-Filiale
Reifeneinlagerung in jeder
A.T.U-Filiale vor Ort
In allen 600 A.T.U-Meisterwerkstätten bieten wir eine große Anzahl
an Reifen und Felgen führender Hersteller. Wir bereifen Ihren
PKW oder LLKW Fuhrpark effizient und preiswert.
Für weitere Informationen schreiben Sie uns ([email protected]) oder
rufen Sie uns an (0180 - 5 33 44 00*)
Natürlich akzeptieren wir auch die euroShell Card als Zahlungsmittel.
Spezielle Angebote für euroShell Card Inhaber finden Sie
auf unserer Homepage unter www.atu.de/b2b.
(*0,14 Euro/Min.
, aus dt. Festnetz, Mobil max. 42 Ct./Min. )
10
Nachrichten
Personalien
Andreas Hacker wurde vom Aufsichtsrat der A. T. U Auto-TeileUnger Holding GmbH als neues
Mitglied in die Geschäftsführung
berufen. Seit 1. April verantwortet er die Ressorts Vertrieb und
Marketing.
Stefan Schäfer ist seit Februar
neuer Direktor Flotten der Renault Deutschland AG. Er ist seit
1993 für Renault Deutschland
tätig und war zuletzt regionaler
Vertriebsdirektor in Hamburg. Er
folgt auf Bernd Adelsbach, der
sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellt.
Andreas Knörr ist seit Mitte Februar neuer Leiter Vertrieb bei der
Hiepler + Partner GmbH. Zuletzt
war er für die Münchner Full-Service-Leasinggesellschaft „Mobility Concept GmbH“ als Regionalleiter im Flottengeschäft tätig.
Kaare Neergaard leitet seit März
als Brand Country Manager für
Fiat Professional die Direktion
der Transportersparte der Fiat
Group Automobiles Germany AG.
Seit 2000 war der Däne Neergaard
in verschiedenen Positionen bei
der Fiat Group tätig, zuletzt als
Leiter von Fiat Professional in Dänemark und Schweden.
Leihzeit
Anfang März öffnete der car2go Shop in Hamburg am Jungfernstieg 50 seine Pforten. Das
innovative Mobilitätskonzept, das in Hamburg
gemeinsam von Daimler und Europcar betrieben
wird, bietet seit Anfang April 300 smart fortwo
Fahrzeuge zu kostengünstigen Minutenpreisen
zur Miete an. Im Mietpreis von 29 Cent je Minute (maximal 14,90 Euro je Stunde) sind alle
anfallenden Kosten für Kraftstoff, Versicherung,
gefahrene Kilometer, Steuern und Parken auf
städtischen Parkplätzen oder in ausgewiesenen Parkhäusern bereits enthalten. Lediglich für die Registrierung wird einmalig ein Betrag von 29 Euro fällig. Für weitere Mobilitätsbedürfnisse sowie
längere Fahrten können car2go-Kunden auf das Angebot von Europcar zurückgreifen.
Patentrezept
Für die Fuhrparkbeschaffung und das
Fahrzeugleasing hat die Carano Software Solutions GmbH im vergangenen
Jahr den Software-Service EASY+ auf
den Markt gebracht. Panopa Flottenmanagement in Duisburg ist der erste
Kunde, der eine Erweiterung von EASY+
einsetzt. Ganz neu sind neben PKWs in
EASY+ nun auch Nutzfahrzeuge bis 7,5t
konfigurierbar. Die Aufbauten können
entsprechend direkt an die Fahrzeuge
angefügt werden. Damit sollen komplexe
und aufwändige Beschaffungsprozesse
für PKWs und Nutzfahrzeuge optimiert
und mit nur einer Software-Lösung abgebildet werden.
Seit Anfang April ist Karl-Friedrich Stracke neuer CEO von Opel/
Vauxhall und damit neuer Vorstandsvorsitzender der Adam Opel
AG. Stracke folgt auf Nick Reilly,
der weiterhin sein Amt als GM Europe Präsident ausüben wird.
Michael Nickenig bietet neben
seiner selbstständigen Beratertätigkeit für Unternehmen nun
auch eine unabhängige Flottenberatung für Nutzfahrzeuge und
Busse an. Als Mitgesellschafter
der Flottenberater GmbH mit Sitz
in Saarbrücken berät er Fuhrparks
mit leichten Nutzfahrzeugen und
PKW- Flotten.
Flottenmanagement 2/2011
Die BMW Group und PSA Peugeot Citroën haben eine
Vereinbarung über den Aufbau eines Joint Venture mit dem Namen „BMW Peugeot Citroën Electrification“ geschlossen und damit ein neues Kapitel
ihrer Zusammenarbeit begonnen. Beide Konzerne
konzentrieren sich auf die Entwicklung und Produktion von Hybrid-Komponenten einschließlich
Hochvolt-Speichern, E-Motoren, Generatoren,
Leistungselektronik und Ladegeräten sowie die
Entwicklung von Software für Hybridsysteme. Ziel
dieser Initiative sei es vor allem, standardisierte
Hybridkomponenten für die Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotten zu entwickeln. Vorbehaltlich
der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden
wird erwartet, dass das Joint Venture im zweiten
Quartal 2011 seine Arbeit aufnimmt. Fahrzeuge
beider Konzerne werden ab 2014 mit den neuen
Hybridkomponenten ausgestattet.
Frühlingsgefühle
Vincent Wijen ist seit Anfang April neuer Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH. Er tritt
damit die Nachfolge von Andreas
Gabriel an, der zurück in die Zentrale des Allianzpartners Renault
wechselt.
Markus Grathwohl ist als Head of
Business Developement bei Cybit
tätig. Im Fokus seiner Aufgaben
steht die Forcierung der Produktlinie Fleetstar mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit in Flotten.
Joint Venture
Jagdfieber
Noch bis zum 30. Juni erhalten alle Jäger, die in einem Landesjagdverband
organisiert sind, der dem Deutschen
Jagdschutzverband e. V. angehört,
beim Kauf eines VW Amarok mit Aktionsausstattung einen Preisvorteil
in Höhe von 1.500 Euro netto auf den
Listenpreis gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung für ein vergleichbar ausgestattetes Serienmodell.
Die auf Jäger zugeschnittenen Aktionsausstattungen bestehen aus einer
Anhängerkupplung plus wahlweise einer Laderaumauskleidung oder einer
Laderaumbeschichtung.
Mit dem Frühlingsbeginn steht der Reifenwechsel für Fahrzeughalter wieder bevor. Der Kfz-Service-Dienstleister A. T. U nennt die wichtigsten
Gründe für einen Wechsel auf Sommerreifen. So
sei der kürzere Bremsweg mit Sommerreifen ein
entscheidender Faktor. Zudem könne die sommerliche Temperatur die Winterreifen an den
Laufflächen und Seitenwänden schädigen. Der
Sommerreifen habe einen geringeren Rollwiderstand und sei damit umweltfreundlicher. Die Materialien des Sommerpneus böten einen höheren
Fahrkomfort und ein besseres Handling. Aufgrund der Sommerreifenknappheit 2011 auf dem
Markt – bedingt durch die Winterreifenpflicht
und damit verbundene Engpässe in der Reifenproduktion – empfiehlt A. T. U den Reifenwechsel
noch vor Ostern.
Bei 4,3 l steht einer Beförderung nichts im Weg.
Athletisches Design, innovative Technologien und exzellente Fahrdynamik. Und auch
in puncto Effizienz ist er kaum zu übertreffen: Der neue Ford Mondeo ECOnetic mit 1,6 lTDCi-Motor mit 85 kW (115 PS), Start-Stopp-System und einem kombinierten Verbrauch
von 4,3 l/100 km – wer würde diese Beförderung ausschlagen?
ford.de/firmenkunden
Kraftstoffverbrauch (in l/100km nach VO (EC) 715/2007): 5,0 (innerorts), 3,9 (außerorts), 4,3 (kombiniert).
CO2-Emissionen: 114 g/km (kombiniert). Abbildung zeigt Wunschausstattung gegen Mehrpreis.
12
Praxis
Das Pharma- und Chemieunternehmen Merck wird im
Fuhrparkmanagement durch
die Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH unterstützt
„Besondere
Herausforderung
gemeistert“
„Ein stabiles Element in den Beratungen mit dem Kunden war seine stetige Forderung nach hoher Transparenz
und Zuverlässigkeit in allen Abwicklungen“: Jörn Ziethmann, Fuhrparkverantwortlicher bei Merck, und Marius
Gredel, Gebietsleiter Flotte bei Alphabet in Frankfurt
(v.re.) (re.)
Besucher-Eingang am Hauptsitz der Merck KGaA in
Darmstadt (li.)
Die Merck KGaA mit Hauptsitz in Darmstadt ist
ein weltweit tätiges Pharma- und Chemieunternehmen mit einer Geschichte seit bereits 1668.
Das begann einmal damit, dass Friedrich Jacob
Merck seinerzeit die Engel-Apotheke erwarb.
Rund 150 Jahre später baute Heinrich Emanuel
Merck die Firma vom Apothekerhandwerk zum
forschenden Industrieunternehmen aus, seit
1900 befindet sich Merck auf allen fünf Kontinenten. Derzeit arbeiten rund 40.000 Mitarbeiter in
67 Ländern für Merck, sie haben 2010 einen Jahresumsatz von rund 9,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Am Unternehmen ist die Familie Merck
gegenwärtig immer noch zu rund 70 Prozent mittelbar beteiligt.
Der Merck-Fuhrpark in Deutschland besteht momentan aus rund 650 Fahrzeugen insgesamt,
davon entfallen 522 Einheiten auf den PkwBereich. Außerdem sind 25 Transporter, 41 Lkw
und 51 Feuerwehr-Fahrzeuge im Einsatz (Stand
Februar 2011). Wesentlich handelt es sich hierbei
um einen geleasten Fuhrpark, teils sind die Fahrzeuge aber auch gekauft, wenn sie im Fuhrpark
auf höhere Laufzeiten bis hin – in Einzelfällen zu zehn Jahren kommen.
Zweidrittel aller Fahrzeuge laufen im klassischen
Full Service-Leasing
Im reinen Pkw-Fuhrpark sind gegenwärtig ausschließlich deutsche Fabrikate unterwegs, verteilt auf die Marken Mercedes (28 Prozent),
Volkswagen (24 Prozent), Audi (19 Prozent),
BMW (18 Prozent) und Opel (11 Prozent). Während die Opel-Versionen als funktionale Abteilungs-Fahrzeuge zum Zuge kommen und durchFlottenmanagement 2/2011
aus auch von mehreren Mitarbeitern bewegt
werden, handelt es sich bei den anderen um
Außendienst- und Management-Fahrzeuge. Im
Außendienst werden in 36 Monaten Laufzeit im
Durchschnitt 150.000 Kilometer Gesamlaufleistung erreicht, die Innendienst-Fahrzeuge erreichen in 48 Monaten durchschnittlich 120.000
Kilometer, die Abteilungs-Fahrzeuge kommen im
Mittel auf 100.000 Kilometer Gesamtlaufleistung
in 60 Monaten.
Im Hinblick auf die Finanzierungsarten und die
Ausgestaltung der Verträge im einzelnen ergibt
sich derzeit folgendes Bild: Zweidrittel aller
Fahrzeuge (68 Prozent) laufen im klassischen
Full Service-Leasing inklusive Versicherung. Der
einzige Baustein, der hier aktuell nicht enthalten
ist, ist die Abwicklung der Kfz-Steuer. Die andere
Handhabung bei Merck auf diesem Gebiet liegt
begründet in Erfahrungen aus der Unternehmens-Historie. 17 Prozent der Fahrzeuge laufen
im reinen Finanzleasing, zwei Prozent der Verträge enthalten Teile des Full Service-Leasing. 13
Prozent des Fuhrparks sind gekauft.
„Leasing ist nicht in jedem Fall die sinnvolle
Methode“, schlüsselt Jörn Ziethmann, Fuhrparkverantwortlicher bei Merck auf. „Bei langen
Laufzeiten und niedrigen Laufleistungen kann es
nicht in Frage kommen. Im übrigen setzen wir
einige Fahrzeuge ohne Zulassung ausschließlich
auf dem Werksgelände ein und betreiben zudem
hier eine eigene Kfz-Werkstatt, schon allein aus
dem Grunde, weil wir auch Lkw- und FlurförderFahrzeuge in Betrieb haben.“
Größere Vorteile in Geschäftsbeziehungen mit
Captives
Im Nachgang zur Finanzkrise beschloss Merck zu
Beginn des Jahres 2010 im Hinblick auf die Leasinggesellschaften einen größeren Wechsel. Bis
dahin wurde das Unternehmen wesentlich durch
einen herstellerunabhängigen Anbieter beraten
und betreut. Bedingt durch die Ereignisse des
Jahres 2009 wurden nunmehr aber größere Vorteile in Geschäftsbeziehungen mit herstellerabhängigen Captives gesehen. Dadurch verschoben
sich auch noch einmal die Anteile der einzelnen
Fahrzeughersteller im Fuhrpark.
Im Zuge dessen fiel die Auswahl auch auf die Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH mit Sitz in
München, eine hundertprozentige Tochter der
BMW AG, als markenübergreifenden Anbieter in
den Bereichen Finanzierung, Full Service-Leasing sowie Fuhrpark- und Flottenmanagement.
Alphabet agiert europaweit und hat es sich zur
Kern-Aufgabe gemacht, individuelle und nachhaltige Lösungen zu entwickeln sowie ein hohes
Maß an Transparenz, die ganzheitliche Betrachtung der Fuhrparkkosten, vielfältige Full ServiceLeistungen und andere Fuhrparkmanagementund Fuhrparkverwaltungs-Produkte zu bieten.
Zur Umsetzung der Kundennähe operiert Alphabet im Bundesgebiet über sieben Geschäftsstellen und betreut heute international betrachtet
markenübergreifende Pkw-Flotten in 13 Ländern. Die Kunden können einzelne oder vernetzte Service-Leistungen wählen für eine individuelle Gesamtfuhrparklösung aus einer Hand.
Insbesondere verweist der Dienstleister auch auf
Praxis
13
Merck KGaA
ausgefeilte Online-Tools, wie beispielsweise den
AlphaConfigurator oder die Online Schadensprozesssteuerung mit den Schadenreporting-Tools
ESR und GSR.
„Wir haben von Alphabet für alle Marken sehr
gute Angebote bekommen“
„Letztendlich hat hier die Kosten-Struktur den
Ausschlag gegeben“, motiviert Jörn Ziethmann
das Zustandekommen der Geschäftsbeziehung
mit Alphabet. „In unserem Unternehmen ist der
Fuhrpark der Abteilung Einkauf angegliedert, der
Fokus liegt also stark auf den Kosten. Ob es vorn
einen Großmengenrabatt von 20 Prozent oder
hinten einen Restwert von 45 Prozent gibt, das
sind für uns sekundäre Größen. Entscheidend
sind die Total cost of ownership der Fahrzeuge
betrachtet über die Laufzeit, wir schauen uns die
monatlichen Gesamtraten an. Hier haben wir von
Alphabet für alle Marken sehr gute Angebote bekommen. “
Die Merck KgaA in Darmstadt ist ein weltweit engagiertes Pharma- und Chemieunternehmen. Derzeit
arbeiten rund 40.000 Mitarbeiter in 67 Ländern
für Merck, sie haben 2010 einen Jahresumsatz von
rund 9,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Am Unternehmen ist die Familie Merck gegenwärtig immer
noch zu rund 70 Prozent mittelbar beteiligt. Das
Unternehmen ist weltweit mit einer breiten Angebotspalette von sehr bekannten Arzneimitteln und
Vitamin-Präparaten auf dem Markt. Dazu gehören
unter anderem auch Nasivin® gegen Schnupfen und
Erkältungsbeschwerden, Bion® als erstes probiotisches Multivitaminprodukt mit Mineralien oder auch
Cebion® als Klassiker unter den Vitamin C-Präparaten. Der Unternehmensbereich Merck Chemicals ist
spezialisiert auf hochwertige Industrie- und Laborchemikalien, LC’s & Emerging Technologies entwickelt permanent kundenspezifische Flüssigkristallmischungen (LCD-Materialien). Darüber hinaus liefert Merck auch Kosmetikprodukte, Reinigungs- und
Hygiene-Lösungen und Produkte für die Automobil-,
Verpackungs- und Hightech-Industrie.
Theoretisch könnte man sich bei Merck die Abwicklung der Bereiche Wartung und Reparatur
sowie Reifenmanagement auch entbündelt vorstellen, „wir liebäugeln allerdings“, so Ziethmann
weiter, „eher mit einem klar kalkulierbaren Gesamtpaket. Tatsächlich wird die Finanzierung für
Mercedes derzeit über die DaimlerFleet geliefert.“
„Zudem stand bei Entscheidung für Alphabet im
Vordergrund, „ ergänzt Marius Gredel, Gebietsleiter Flotte bei der Alphabet-Geschäftsstelle in
Frankfurt und direkter Betreuer des Firmenkunden Merck, „dass für die Mitarbeiter dieses Unternehmens eine insgesamt einheitliche
Leasing-Abwicklung geschaffen wurde. So können alle Nutzer ihre Fahrzeuge fabrikatsübergreifend über Alphabet kalkulieren und unabhängig von der finalen Fahrzeugmarkenwahl
auf unsere einheitlichen Service-Bausteine wie
den Alphabet Technik Service und den Alpha
Fuel Service zurückgreifen.“
„Jedes andere Handling ist ja auch aufwendiger,
und es ist immer auch ein Frage des Aufwandes“
bestätigt Jörn Ziethmann. „Wir bekommen hier
DB Rent. Mobilitätsmanagement für die Zukunft.
Die DB Rent GmbH, eine Tochtergesellschaft der
Deutschen Bahn AG, bietet maßgeschneiderte,
intelligente, kostensparende und umweltfreundliche
Mobilitätskonzepte für Unternehmen an.
Unser Portfolio:
❚ Fuhrpark- und Flottenmanagement
❚ Fullserviceleasing
❚ Poolfahrzeuge
❚
❚
❚
❚
Flinkster – Mein Carsharing
Call a Bike
Chauffeurservice
Neu- und Gebrauchtwagenverkauf
www.dbfuhrpark.de
14
Praxis
die Kalkulationsdaten unentgeltlich (Konfigurator) zur Verfügung gestellt und konnten so nahezu den gesamten Bestell-Prozess in die Hände
der Nutzer auslagern. Zudem geben wir ihm ein
Fahrerhandbuch mit auf den Weg. Vom Prinzip
her haben wir eine Leasinggesellschaft gesucht,
die eine einheitliche Betreuung und einen markenübergreifenden Angebotsprozess darstellen
kann. Wichtig war uns eine Kosten-Matrix, die
alle Finanz-Faktoren liefert, um Angebotstransparenz und Kalkulations-Sicherheit über die gesamte Leasinglaufzeit zu gewährleisten.“
„Hohe Transparenz und Zuverlässigkeit in allen
Abwicklungen“
„Unsere Geschäftsbeziehung zu Merck ist Mitte
2009 entstanden“, geht Marius Gredel anschließend auf die historische Entwicklung näher ein.
„Ganz am Anfang stand das reine Finanz-Leasing
im Vordergrund, das aber dann seitens Merck
relativ schnell in Richtung Full Service-Leasing
ausgebaut wurde. Wir konnten uns von vornherein über eine sehr offene und partnerschaftliche Kommunikation und Verhandlungen freuen,
es gab im Vorfeld viele Abstimmungsprozesse
mit Merck und mit den Alphabet-Fachbereichen
in der Zentrale. Es war immer wieder sorgfältig
zu prüfen, was wünscht sich der Kunde, was
können wir anbieten, was können wir vielleicht
auch nicht oder momentan noch nicht anbieten.
Ein stabiles Element in den Beratungen mit dem
Kunden war seine stetige Forderung nach hoher
Transparenz und Zuverlässigkeit in allen Abwicklungen. Diese Abstimmungsprozesse werden
permanent auf allen Ebenen fortgesetzt mit dem
Ziel, gemeinsam weitere Verbesserungs-Potenziale zu erschließen.“
Zu den wesentlichen gemeinsamen Entwicklungen in der Zusammenarbeit mit dem Kunden
gehörten seither unter anderem die Abbildung
der Finanz-Faktoren eines anderen Finanz-Leasinggebers (Daimler Fleet) sowie die Individualisierung des Car-Konfigurators für die verschiedenen Untergesellschaften des Unternehmens
Merck mit den jeweils unterschiedlichen Berechtigungsstufen sowie Fahrzeugausstattungsvorgaben und -Ausschlüssen. „Merck ist in dieser
Beziehung vergleichsweise schon kein einfacher
Kunde,“ attestiert Jörn Ziethmann, „weil es in
unserem Unternehmen durchaus unterschiedliche Car Policies mit noch unterschiedlichen Referenzfahrzeugen und Regelungen gibt. Alphabet hat sich dieser besonderen Herausforderung
gestellt und sie ausgezeichnet gemeistert.“ Und
Marius Gredel ergänzt: „Wir konnten hier unseren
Car Konfigurator nach den Prämissen aller Beteiligten auf ein sehr anspruchsvolles Niveau bringen und permanent weiterentwickeln.“
Auch für Merck ist die CO2-Optimierung im Fuhrpark jetzt ein Thema. „Es gibt ständig neue
Entwicklungen, und es ist grundsätzlich nicht
einfach im Hinblick auf die Konzeption der Car
Policy damit Schritt zu halten“, beschreibt Jörn
Ziethmann. „Was wir wohl bereits integriert haben, sind entsprechende Malus-Regelungen für
bestimmte Mitarbeiter-Gruppen dahingehend,
dass der Mitarbeiter pro g CO2 über 180 g/km fünf
Euro pro Monat zuzahlen muss. Das Management
konnte grundsätzlich auch Benziner fahren, hat
aber Abstand dazu genommen, weil vergleichbare Benziner vom CO2-Ausstoß hier höher liegen
als die entsprechenden Diesel-Versionen.“
„Ein Fuhrparkmanagement-Dienstleister steht
und fällt mit den Menschen“
Grundsätzlich ist der Fuhrparkverantwortliche
bei Merck auch beeindruckt von der Betreuung
durch Alphabet, insbesondere auch von der
täglichen operativen Kundenbetreuung durch
die festen Ansprechpartner in der Alphabet Geschäftsstelle Frankfurt: „Ein Fuhrparkmanagement-Dienstleister steht und fällt auch mit den
Menschen, die für ihn arbeiten. Wenn unsere Mitarbeiter nicht richtig informiert werden, sind sie
nicht motiviert und können auch schon einmal
die Lust verlieren.“ Marius Gredel unterstreicht
hierzu: „Das ist auch für uns ein ganz wichtiger Punkt im Alltagsgeschäft. Die einwandfreie
Funktionstüchtigkeit des operativen Handelns
ist immer wieder auch abhängig von den jeweiligen Schnittstellen, und da kommt immer wieder der Mensch ins Spiel. Zudem können wir bei
Informatives Fachgespräch in Darmstadt: Jörn
Ziethmann (Merck), Marius Gredel (Alphabet) und
Erich Kahnt (FM, v.re.) (o.)
Marius Gredel: „Wir konnten uns von vornherein
über eine sehr offene und partnerschaftliche Kommunikation und Verhandlungen freuen, es gab im
Vorfeld viele Abstimmungsprozesse mit Merck und
mit den Alphabet-Fachbereichen in der Zentrale.“
(li.)
Jörn Ziethmann: „Merck ist vergleichsweise schon
kein einfacher Kunde, weil es in unserem Unternehmen durchaus unterschiedliche Car Policies mit noch
unterschiedlichen Referenzfahrzeugen und Regelungen gibt.“ (re.)
Flottenmanagement 2/2011
Alphabet
Fuhrparkmanagement GmbH
1997 in Großbritannien gegründet, ging Alphabet
als hundertprozentige BMW-Tochter bereits ein Jahr
später in Deutschland an den Start und betreut heute
in insgesamt 13 relevanten Ländern markenübergreifende Pkw-Flotten. Gegenwärtig sind hierzulande
etwa 105.000 Fahrzeuge unter Vertrag. Die sieben
bundesweiten Geschäftsstellen in Hamburg, Berlin,
Hannover, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München sollen Kundenähe, Servicequalität, individuelle
Beratung und Analyse mit festen Ansprechpartnern
garantieren. Alphabet setzt erklärtermaßen auf
höchste Transparenz, ganzheitliche Betrachtung der
Fuhrparkkosten, vielfältige Full Service-Leistungen
und qualitativ hochwertige Dienstleistungs-Produkte. Das Unternehmen unterstreicht seine Innovationskraft unter Verweis auf spezielle Onlinetools,
wie beispielsweise den AlphaConfigurator und die
Online Schadensprozesssteuerung mit den Schadenreporting-Tools ESR und GSR. Ziel ist, in allen relevanten europäischen Ländern grenzüberschreitend
Produkte und Services für das Flottenmanagement
auf höchstem Niveau anzubieten.
Merck auch auf bereits jahrelang eingespielte
und bewährte Händlerpartnerschaften für alle im
Fuhrpark vertretenen Marken zurückgreifen, was
sich immer wieder für alle Beteiligten auszahlt.“
Gegenwärtig denken beide Seiten darüber nach,
wie sich dieses in Deutschland gut eingeführte
und gut geführte Fuhrparkmanagement-System
auf andere Länder übertragen lässt. Die Überlegungen sind insoweit zum Ergebnis gekommen,
als dass nicht der größte Vorteil darin gesehen
wird, auf nationaler oder auch internationaler
Ebene mit lediglich einer Leasinggesellschaft zusammen zu arbeiten, weil die Gegebenheiten in
den einzelnen Ländern zu unterschiedlich sind.
„Wir sind aber zuversichtlich, mit Alphabet unter anderem einen geeigneten Leasinggeber für
derartige Herausforderungen an unserer Seite zu
wissen.“
DAS HERZ SAGT: JA.
DER KOPF SAGT: STIMMT GENAU.
DER RENAULT MÉGANE GR ANDTOUR
ALS FIRMENWAGEN.
MÉGANE GRANDTOUR EXPRESSION DCI 90 FAP ECO2 66 KW (90 PS)
Leasingsonderzahlung: 0,– `
Monatl. Rate: 219,– `*
Laufzeit: 36 Monate
Gesamtlaufleistung: 30.000 km
OHNE ANZAHLUNG:
219,– %/Monat*
www.renault.de
ZEIT FÜR VER ÄNDERUNG .
Der Renault Mégane Grandtour, die schönste Verbindung von Vernunft und Vergnügen.
Auf den ersten Blick ein aufregend attraktiver Kombi mit bis zu 1.595 Litern Stau raum. Auf den zweiten ein sparsamer und
wirtschaftlicher Reisewagen – was auch sein Sieg im Kostenvergleich der Zeitschrift Flottenmanagement ** eindrucksvoll
bestätigt. Ein besonderes Highlight ist der dynamische dCi 110 FAP eco2 Motor mit Doppelkupplungsgetriebe EDC: nur 4,2 l
Verbrauch (kombiniert) auf 100 km und lange Wartungsintervalle. Für ein jederzeit angenehmes Geschäfts reiseklima sorgt
die serienmäßige Klimaanlage und das integrierte Navigationssystem Carminat TomTom lässt Sie stets gut ankommen***.
Der Renault Mégane Grandtour mit relax pro Leasing jetzt schon ab 219,– %* monatlich, inkl. 3 Jahren Wartung, VerschleißAutoflotte**
reparaturen und Garantie.
Renault
empfiehlt
Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 4,4–4,2; CO2-Emissionen (g/km): 115–109 (Werte nach EU-Norm-Messverfahren).
* Preise sind Nettoangaben zzgl. gesetzlicher USt. Enthalten ist ein Renault Komfort Service-Vertrag: Anschlussgarantie nach der Neuwagengarantie inkl. Mobilitätsgarantie sowie aller Wartungskosten und Verschleißreparaturen für die Vertragsdauer (36 Monate bzw. 30.000 km
ab Erstzulassung). Ein Angebot der Renault Leasing für Gewerbekunden. Bei allen teilnehmenden Renault Partnern. ** Flottenmanagement 3/2010; Autofl otte 5/2010: Renault Mégane – Sieger bei der Importwertung in der Kompaktklasse beim Flottenaward 2010.
*** Serienmäßig oder optional. Abbildung zeigt Mégane GT. Renault Deutschland AG, Postfach, 50319 Brühl.
Management /Leasing
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
16
Relaunch
Full-Service
Mazda bietet ab sofort auch für Kunden ab dem ersten Fahrzeug ein FullService-Leasing-Angebot. Inklusive ist eine GAP-Versicherung, die bei
Diebstahl oder Totalschaden die Lücke zwischen dem Ablösewert und
dem Wiederbeschaffungswert schließt. Optional können Wartungskosten, Reifen-Service und Hauptuntersuchung bei der monatlichen Rate
hinzugebucht werden. Prämien für die Haftpflichtversicherung und
Kaskoversicherung können auf Wunsch ebenfalls eingebunden werden.
Alle Full-Service-Leasing-Leistungen erhält der Kunde bei seinem Mazda Händler vor Ort.
Garantieverlängerung
Die Volkswagen Finanzdienstleister starten eine bisher auf dem deutschen Markt einmalige Garantieverlängerung für die Marken Volkswagen, Skoda und Seat. Diese Produktneuheit soll das komplette
Leistungsspektrum der Herstellergarantie abdecken und Neuwagenkäufern einen Rundumschutz von bis zu fünf Jahren bieten. Je nach
Fahrverhalten, Fahrzeugtyp und Laufzeit wird mit dem neuen Tarifmodell die Höhe des Beitrags festgelegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob
das Fahrzeug finanziert, geleast oder bar gekauft wird.
Mitte April führt Daimler Fleet Management einen
Relaunch seiner Online-Lösung xFleet für Flottenkunden durch. Mit neuem Design, nutzerfreundlicher Menü-Führung und zahlreichen Funktionen
wird sich xFleet präsentieren. Es folgt außerdem
eine sukzessive Erweiterung, die im nächsten
Schritt einen Ausbau der Händleranbindung beinhaltet. Darüber hinaus bietet xFleet Kunden sowie
Verkäufern eine Vielzahl von Informationen und Prozessen rund um Themen wie Konfiguration, Kalkulation, Reporting und Flottenfahrzeug-Bestellung.
Ab Mitte April kann der Verkäufer direkt während
dem Gespräch mit dem User Chooser bei der Dienstwagenauswahl von Mercedes-Benz-Modellen mittels
Online-Konfigurator gezielt auf die Kundenwünsche
eingehen. Das Abrufen des Bestellstatus sowie die
Konfiguration selbst sollen damit für den Dienstwagennutzer mit wenigen Klicks möglich sein.
Expertengremium
Die Führungsebene der Arval Deutschland GmbH positioniert sich auf ihrer Web-Site www.arval.de zu aktuellen
Fuhrparkthemen, die Entscheider, Fuhrparkmanager sowie Fahrer mit wenigen Klicks einsehen können. Auch
der direkte Austausch per E-Mail zu allen Fragen rund um
Fahrzeugflotten und Full-Service-Leasing ist mit Experten
möglich. Die neue Seite auf der Homepage ist eine Weiterentwicklung des bereits im Sommer 2010 überarbeiteten
Web-Auftritts. Ziel sei es, Kunden und Fahrer schnell mit
allen notwendigen Informationen zu versorgen und Interessierten zugleich einen Einblick in die Vorteile des FullService-Leasing zu bieten.
Rettungskarten
Der Unternehmensbereich ASL Fleet Services von GE
Capital rüstet jetzt alle Kundenfahrzeuge, die über
die ASL Logistic Center bundesweit ausgeliefert
werden, mit den neuen ADAC-Rettungskarten aus.
Diese erfassen die Besonderheiten eines Fahrzeugtyps grafisch, in Form einer Skizze mit farbig hervorgehobenen Spots. Befestigt wird die Rettungskarte idealerweise unter der Lasche der Sonnenblende. Die Helfer werden damit genauestens über
das Airbag- und Antriebssystem des verunglückten
Fahrzeugs informiert und vermeiden mittels gezielter Hilfemaßnahmen eine zusätzliche Gefährdung
des Unfallopfers.
Maßgeschneidert
Seit Februar gibt es bei Renault die Business Wochen 2011. Im Mittelpunkt stehen die Firmenkunden-Modelle Clio, Mégane Grandtour und
Laguna Grandtour sowie die neue Master Familie. Renault bietet im
Rahmen dieser Aktion Leasing- und Finanzierungsmodelle, die unter
anderem auch einen individuellen Komfort-Service „Relax Pro“ enthalten. In diesem Leasingkomplettpaket können individuelle Laufzeiten und Leistungen gewählt werden; auch das Full-Service-Angebot
Renault Fleet Services bietet der Hersteller seinen Firmenkunden an.
Eine Neugründer-Offensive der Renault Bank unterstützt zudem junge
Unternehmen und ermöglicht auch dieser Zielgruppe die Anschaffung
eines Firmenwagens.
Flottenmanagement 2/2011
www.vw-leasing-fleet.de
Mit Sicherheit dauerhafte Mobilität.
Die Dienstleistung
Wartung & Verschleiß.
Eine reibungslos funktionierende Fahrzeugflotte zu fest
kalkulierbaren Kosten ist im Fuhrparkmanagement unentbehrlich. Sichern Sie sich deshalb mit einer immer gleichbleibend
günstigen Leasing-Rate dauerhafte Mobilität durch den Einschluss unserer Dienstleistung Wartung & Verschleiß in einen
neuen Leasing-Vertrag mit der Volkswagen Leasing GmbH zum
Preisvorteil von bis zu 50 %*. Weitere Informationen
erhalten Sie unter: www.vw-leasing-fleet.de
Folgende Leistungen sind in der Dienstleistung
Wartung & Verschleiß inklusive:
ƒ Inspektionen
ƒ HU-Gebühren (inkl. Abgasuntersuchung)
ƒ Werkstattleistungen infolge Verschleiß
ƒ Abschlepp- und Bergungskosten im Pannenfall
ƒ Umweltplakette
ƒ Ersatzmobilität**
ƒ Neu seit dem 01.01.2011: Dokumentierte Fahrzeugprüfung gemäß UVV § 57 BGV D29
** Zum Normalpreis der Dienstleistung Wartung & Verschleiß.
** Diese Leistung umfasst den Anspruch auf eine begrenzte Kostenübernahme für Ersatzmobilität (z. B. Mietwagen) bei geplanten Werkstattaufenthalten, die über die Konzernhandelsorganisation bezogen werden kann. Die Ersatzmobilität gilt nur in Zusammenhang
mit Leistungen, die durch die Dienstleistung Wartung & Verschleiß abgedeckt werden.
Die Dauer der Ersatzmobilität richtet sich nach der vereinbarten Gesamtfahrleistung.
18
Leasing
In den Griff bekommen
Bei den Leasinggebern ist an der Fahrzeugrückgabe-Front Ruhe eingekehrt.
Die „Faire Fahrzeugbewertung“ des VMF ist auch über den Einflussbereich
des Verbandes hinaus zumindest Richtschnur geworden, auch andernorts ist
die Thematik mit vordefinierten Schaden-Katalogen bereits Gesprächsgegenstand bei den Vertragsverhandlungen
Wirklich für einmal nur ganz grob gesprochen:
Ein drei Jahre altes Leasing-Fahrzeug ist eben
drei Jahre alt, es kann nicht mehr neu sein, es
hat dann vielleicht 120.000 Kilometer auf dem
Tacho. Einmal unterstellt, es handele sich bei
Fahrzeugrückgabe an den Leasinggeber um ein
unfallfreies Fahrzeug mit auch ansonsten keinen, auf den ersten Blick sichtbaren Beschädigungen, steht nach 36 Monaten ein dementsprechender Restwert zu Buche, der im übrigen
von der Leasinggesellschaft im Vorhinein so
kalkuliert wurde. Und der Fuhrparkbetreiber
wiederum hat mit den Leasingraten diesen
Wertverlust bereits bezahlt. Das klingt doch eigentlich einfach – Ende der Durchsage?
So simpel war das aber längere Zeit nicht, gerade die Fahrzeugrückgabe bei Ende des Leasingvertrages war vor einigen Jahren noch häufiger
der Zankapfel an sich zwischen beiden Parteien, wenn die Leasinggesellschaft nach BegutFlottenmanagement 2/2011
achtung des Gebrauchtwagens dem Kunden
umfangreichere finanzielle Nachbelastungen
in Rechnung stellte. Forderungen in vierstelliger Höhe konnten dann im Nachhinein schnell
einmal einen dicken Strich durch die Rechnung
eines ehemals kostengünstig erscheinenden
Leasingvertrages machen.
Mehr noch aber als dieses unausweichliche Procedere selbst beklagten auch die Fuhrparkbetreiber seinerzeit wiederholt die unterschiedlichen Bewertungs-Kriterien der einzelnen Leasinggesellschaften. Was der eine Leasinggeber
ohne Konsequenzen durchgehen ließ, konnte
andernorts 500 oder 1.000 Euro kosten. Es gab
weder einheitliche Maßstäbe, noch irgendwelche allgemeingültigen Orientierungshilfen.
Und so war die Fahrzeugzustandsbewertung
durch den Leasinggeber der unkalkulierbare
Parameter im Leasingvertrag.
Es ist das Verdienst des Verbandes markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften
(VMF), hier mit dem Bewertungskriterien-Katalog „Faire Fahrzeugbewertung“ in Kooperation
mit dem RWTÜV einen sehr praktikablen Leitfaden entwickelt und vorgegeben zu haben, der
inzwischen auch weit über den Einflussbereich
des VMF hinaus eine akzeptierte Richtschnur
geworden ist. Sie ist durch die TÜV Nord Cert
GmbH und die DEKRA zertifiziert. In diesem
Katalog werden die bei Fahrzeugrückgabe festgestellten Schäden zunächst einmal grundsätzlich in so genannte „Laufleistungsanaloge
Schäden“, die von den VMF-Mitgliedern akzeptiert und daher nicht berechnet werden, und so
genannte „nicht Laufleistungsanaloge Schäden“, die nicht akzeptiert und daher berechnet
werden, unterschieden.
Bewertet werden danach Schäden in den Bereichen Bereifung, Felgen, Lackierung, Karosserie,
Verglasung, Innen-/Laderaum, Ein-/Ausbau,
Mechanik und Sonstiges. Je nach Schadenart
und -höhe erfolgt dann durch die VMF-Mitglieder (herstellerunabhängige Dienstleister) eine
anteilige, vollständige oder gar keine Nachbelastung des Kunden, bezogen jeweils auf die zu
veranschlagenden Instandsetzungskosten.
Dass es in der Bewertung der größeren, nicht
Laufleistungsanalogen Schäden noch zu Abstu-
fungen kommen kann, mag beispielsweise die Handhabung seitens der
LeasePlan Deutschland GmbH in Neuss verdeutlichen. LeasePlan bringt
hier insofern noch ein Element der Kulanz unter, als die Bewertungen je
nach Gesamtlaufleistung gestaffelt ausfallen. So liegen die Prozentsätze
für die Anrechnung der zu veranschlagenden Instandsetzungskosten bei
einer Laufzeit von 36 Monaten beispielsweise zwischen 75 Prozent (bei
Gesamtlaufleistungen bis 50.000 Kilometer) und 45 Prozent bei Gesamlaufleistungen jenseits von 150.000 Kilometer.
Diese Form der Fahrzeugzustandsbewertung am Ende eines Leasingvertrages, die in ähnlichen Varianten auch vielerorts außerhalb des VMFVerbandes adaptiert wurde, hat doch merklich dazu beigetragen, dass
an dieser Front Ruhe eingekehrt ist. Das Konzept hat Verunsicherungen,
aber auch Verdachtsmomente weitestgehend ausgeräumt, es bietet eine
klar definierte Plattform, auf die sich beide Vertragspartner zurückziehen können. Bei den größeren Leasinggesellschaften, die im Fuhrparkgeschäft engagiert sind, ist der Hinweis auf die Fahrzeugzustandsbewertung längst Gesprächsgegenstand bei den Vertragsverhandlungen. Wie
sie in dieser Beziehung aktuell aufgestellt sind, hat Flottenmanagement
in einer Umfrage ermittelt.
6WHXHUQVSDUHQ
EHLP$XWRIDKUHQ
Flottenmanagement: Welche wichtigen Entscheidungen sind in Ihrem Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit auf diesem Feld gefallen, wie motivieren Sie diese? Nach welchen Kriterien bewertet Ihr Unternehmen den Fahrzeugzustand, wenden Sie gegebenenfalls Ermessens-Spielräume an, innerhalb derer
Sie auch schon einmal ein Auge zudrücken?
Arval: Wir legen zu 100 Prozent die vom VMF entwickelten Richtlinien der
„Fairen Fahrzeugbewertung“ zugrunde und stellen somit immer weniger
Probleme am Ende der Laufzeit fest. Zudem wird der Rücknahmeprozess
in regelmäßigen Audits durch die TÜV Nord Cert GmbH zertifiziert. So
stellen wir sicher, dass alle Fahrzeuge aller Kunden nach den gleichen
Kriterien fair bewertet werden. Das ist auch in unseren Leasingverträgen
entsprechend geregelt. Unser bebilderter Schadenkatalog zeigt anschaulich, welche Schäden sich wertmindernd auswirken und welche als herkömmliche Gebrauchsspuren akzeptiert werden.
Business Partner (Ford Bank): Es gelten klare Kriterien für die Fahrzeugrückgabe, die bereits zu Vertragsabschluss fest fixiert sind. Eine ausführliche Broschüre enthält alle Bewertungskriterien. Darüber hinaus
wird die Fahrzeugrücknahme exakt protokolliert. Die Bewertung wird
ausschließlich durch neutrale und unabhängige Sachverständige anerkannter Organisationen unter Berücksichtigung von Einsatzzweck, Einsatzdauer und Fahrleistung durchgeführt. Hierbei werden die Minderwerte festgelegt.
Hannover Leasing Automotive: Es ist uns sehr wichtig, dass von Beginn an
Transparenz über die Zustandsbewertung der Fahrzeuge nach Ablauf der
&/7LPH
(OHNWURQLVFKHV)DKUWHQEXFK
9HUZDOWXQJVSURJUDPP%85<7LPH6XLWHLQNOXVLYH
*36)DKUWHQEXFKGDWHQ±HOHNWURQLVFKH(UIDVVXQJYRQ
)DKUWHQEXFKGDWHQLQJDQ](XURSD
*HIDKUHQ]RQHQZDUQHU±UHFKW]HLWLJHDNXVWLVFKHXQGRGHU
YLVXHOOH:DUQXQJYRU*HIDKUHQ]RQHQDXVGHU6&'%'DWHQEDQN
)DKUWHQEXFKIKUXQJ±lX‰HUVWJHQDXH)DKUWHQEXFKIKUXQJ
KLQVLFKWOLFKGHU/HQN]HLWHQ6WDUW6WRSSGHV0RWRUV
.DUWHQPDWHULDO±]XU9LVXDOLVLHUXQJGHUJHIDKUHQHQ6WUHFNHQ
)DKUWHQEXFK±VFKQHOOHXQGHLQIDFKH(UVWHOOXQJYRQ
)DKUWHQEFKHUQDP5HFKQHU
8PVFKDOWXQJYRQ3ULYDW'LHQVWXQG$UEHLWVZHJPRGXV
EHL3ULYDWPRGXVNHLQH3RVLWLRQVDXI]HLFKQXQJ
SmartRepair kann eine sinnvolle Maßnahme vor Rückgabe sein
ZZZEXU\FRP
20
Leasing
Lassen sich Beulen durch eine
1Euro-Münze abdecken oder nicht?
Kilometerstand des Fahrzeugs ermittelt. Die
Bewertung wird dem Kunden dann mit allen
Details vorgelegt.
Business Partner (Ford Bank): Dies sollte bei
vertragsgemäßer Nutzung kein Thema werden,
sofern lediglich die üblichen Gebrauchsspuren
vorhanden sind.
Hannover Leasing Automotive: Weist das Fahrzeug im Rahmen der Fahrzeugzustandsbewertung keine Schäden entsprechend den von uns
angewandten Kriterien der „Fairen Fahrzeugbewertung“ auf, ist die Fahrzeugzustandsbewertung irrelevant. Mehrkilometer werden entsprechend dem vertraglich vereinbarten Mehr-Kilometer-Satz mit dem Kunden abgerechnet.
LeasePlan: Sie kann dann nicht mehr Thema
werden, wenn es tatsächlich keine anderen
Schäden oder fehlende Teile am Fahrzeug gibt
als die für Laufzeit und Laufleistung üblichen
laufleistungsanalogen Schäden. Diese werden
aber überhaupt nicht berechnet.
Leasingzeit herrscht. Deshalb haben wir jüngst
das HLA-Rückgabe-Konzept entworfen, welches
einerseits den Kunden bei der Rückgabe sehr
flexibel hält und ihm gleichzeitig zu Beginn
des Leasingverhältnisses die Transparenz und
Sicherheit gibt, auf welcher Basis der Fahrzeugzustand bei Rückgabe bewertet wird. Die
Bewertungskriterien basieren auf der „Fairen
Fahrzeugbewertung“ des VMF.
LeasePlan: Transparenz gegenüber unseren
Kunden ist uns sehr wichtig. Wir setzen daher
schon lange die Kriterien der „Fairen Fahrzeugbewertung“ des VMF ein. Diese legen fest, in
welchem Rahmen Beschädigungen berechnet
werden, beispielsweise Beulen, die nicht durch
eine 1 Euro-Münze abgedeckt werden können.
Bereits vor Vertragsbeginn können sich unsere
Kunden mittels der Bewertungskataloge Pkw
und Transporter auf unserer Internetseite detailliert informieren. Seit einigen Jahren erhalten die Fuhrparkverantwortlichen unserer Kunden außerdem genaue Online-Schadenreports
unseres unabhängigen Gutachters SGS. Diese
Reports enthalten unter anderem eine Fotodokumentation aller angerechneten Schäden, so
dass die Bewertungsergebnisse leicht nachvollziehbar sind.
Mercedes-Bank: Bereits seit einigen Jahren
läuft unser Rücknahmeprozess nach den Richtlinien der „fairen Bewertung“ ab. Hierbei handelt es sich um ein vom Mercedes-Benz Vertrieb
Deutschland aufgesetztes Regelwerk, orientiert
an VMF- Standards. Die Bewertung erfolgt nach
den mit dem Kunden im Vorfeld definierten und
vereinbarten Bewertungs- und Rücknahmekriterien. Für unsere Kunden halten wir dazu
einen bebilderten Schadenkatalog bereit. Aufgrund berechtigter Gründe kann davon abgewichen werden. In diesen Fällen ist eine Einzelfallentscheidung erforderlich.
RCI Banque Deutschland (Renault): Es gibt klare Kriterien bei uns, die bereits zu Vertragsabschluss fest fixiert sind. Die Fahrzeugrücknah-
Flottenmanagement 2/2011
me wird protokolliert, die Bewertung erfolgt
ausschließlich durch neutrale und unabhängige Sachverständige anerkannter Organisationen unter Berücksichtigung von Einsatzzweck,
Einsatzdauer und Fahrleistung. Es werden keine Reparaturkosten, sondern lediglich Minderwerte angesetzt.
VR Leasing: Die Beurteilung von Rücknahmeschäden erfolgt auf Basis der Bewertungskriterien der „Fairen Fahrzeugbewertung“, die
daraus resultierenden Minderwert- beziehungsweise Reparaturkostenansätze sind dokumentiert. Dieses vom TÜV Nord zertifizierte Verfahren bietet dem Leasingnehmer größtmöglche
Transparenz und Sicherheit hinsichtlich der
abrechenbaren Schäden und wird unseren Leasingnehmern bereits bei Vertragsabschluss zur
Verfügung gestellt.
Flottenmanagement: Nun weist ein Fahrzeug
beispielsweise bei 120.000 Kilometer (vereinbarter) Laufleistung nach drei Jahren – einmal keine
Schäden unterstellt – höchstens die üblichen Gebrauchsspuren auf. Überzieht der Kunde die vereinbarte Laufleistung, wird gewöhnlich eh noch eine
finanzielle Nachbelastung fällig. Ansonsten ist der
Wertverlust entsprechend Laufleistung bereits in
die Leasingrate einkalkuliert. Warum kann selbst
dann noch die Zustands-Bewertung Thema werden?
Arval: Wir bieten den Kunden ausschließlich
Full Service-Leasingverträge mit Kilometervertrag an, der Wertverlust ist per se in die Leasingrate eingebaut. Da unseren Kunden bereits
zu Vertragsbeginn alle Bewertungskriterien
bekannt sind, sollten Zustandsbewertung und
eventuelle Wertminderungen kein Thema sein.
Dennoch beobachten wir beispielsweise, dass
bei Rückgabe des öfteren Reserveschlüssel, die
zweite Reifengarnitur oder Fahrzeugdokumente fehlen. Das führt dann zu Nachbelastungen.
Sollte der Gutachter bei Laufzeitende Schäden
feststellen, die die üblichen Gebrauchsspuren
überschreiten, wird die Höhe der Wertminderung unter Berücksichtigung von Alter und
Mercedes-Bank: Der Fahrzeugzustand ist immer
ein Thema, er wird immer in Relation zur Laufzeit & Laufleistung Kombination bewertet.
RCI Banque Deutschland (Renault): Das sollte
eigentlich bei vertragsgemäßer Nutzung kein
Thema werden, sofern lediglich übliche Gebrauchsspuren vorhanden sind.
VR Leasing: Die Fahrzeuge werden grundsätzlich
hinsichtlich optischen und technischen Zustands
sowie auf eventuelle Fehlteile überprüft. Liegen
keine über normalen Verschließ hinausgehenden
Beschädigungen vor, hat der Kunde keine Nachbelastung aus Rücknahmeschäden zu erwarten.
Flottenmanagement: Welche Maßnahmen empfehlen Sie Ihren Firmenkunden, um die Fahrzeugrückgabe im Hinblick auf die Zustandsbewertung
zu entschärfen, was hören Sie aus Ihrem Kundenkreis, inwieweit hier schon präventiv agiert wird? Ist
beispielsweise SmartRepair eine geeignete Methode, die sich rechnen kann?
Arval: Wir empfehlen unseren Flottenkunden,
firmenintern eine Dienstwagenrichtlinie aufzusetzen, die den richtigen Umgang mit dem
Fahrzeug, das heißt auch die Pflege, verbindlich regelt. Die sorgfältige Fahrzeugpflege und
das Einhalten der Inspektionsintervalle helfen,
den vermeintlichen Ärger im Keim zu ersticken.
Sollte es zu Schäden kommen, sollten diese behoben werden. Wir empfehlen, diese Punkte in
die Dienstwagenrichtlinie aufzunehmen, denn
die Einhaltung hilft, bares Geld zu sparen. Smart
Repair ist eine Reparatur-Methode, welche wir
befürworten.
Business Partner (Ford Bank): Die Rückgabe des
Fahrzeugs in gewaschenem, gereinigten Zustand
sollte an einem ausreichend beleuchteten Platz,
der überdacht und frei zugänglich ist, stattfinden. Sie sollte immer im Beisein der hierzu autorisierten Personen durchgeführt werden, die
einen ausreichenden Zeitraum für die Rückgabe
einplanen.
Hannover Leasing Automotive: Bereits heute ist in vielen Car Policies
der verantwortungsvolle Umgang mit dem überlassenen Fahrzeug
geregelt. Teilweise werden dabei sogar Bonus- und Malusregelungen
angewandt, die sowohl für Fuhrparkbetreiber, wie auch für verantwortungsvolle Nutzer wirtschaftlich sinnvoll sind. Eine Aufbereitung
von Fahrzeugen vor der Rückgabe kann in bestimmten Fällen sinnvoll
sein. Die kostenschonenden Smart Repair-Methoden kommen bei uns
bereits heute im Rahmen der „Fairen Fahrzeugbewertung“ des VMF
zum Ansatz.
LeasePlan: Wir empfehlen von vornherein die entsprechende Kommunikation an die Fahrer, das Fahrzeug pfleglich zu behandeln. Je
nach Unternehmensphilosophie können Fahrer auch finanziell an
nicht laufleistungsanalogen Schäden beteiligt werden. Smart Repair
rechnet sich in der Regel nicht, da wir lediglich die laufzeit-/laufleistungsabhängigen Minderwerte berechnen, nicht aber die vollen
Reparaturkosten.
Mercedes-Bank: Es liegt selbstverständlich in unserem Interesse, zufriedene Kunden langfristig an unser Haus und die Marke MercedesBenz zu binden. Ziel ist es daher stets, unsere Flottenkunden im Sinne fairer, transparenter Regelungen bereits bei Vertragsabschluss für
die Bewertungs-Kriterien bei Rückgabe zu sensibilisieren. Wir empfehlen einen eindeutig definierten Fahrzeug-Überlassungsvertrag
mit klaren Rechten und Pflichten. Darüber hinaus ist es wichtig, die
Nutzer dahingehend zu sensibilisieren, dass jeder Mitarbeiter eine
Sorgfaltspflicht hat – auch für Dinge, die ihm überlassen werden und
nicht sein Eigentum sind. Unter Umständen ist Smart Repair eine
denkbare Lösung. Nur ist in diesem Zusammenhang entscheidend,
dass sich der Kunde für einen nachweislich kompetenten Dienstleister entscheidet.
RCI Banque Deutschland (Renault): Die Fahrzeugrückgabe sollte in
einem gewaschenen, gereinigten Zustand und an einem ausreichend
beleuchteten Platz, der überdacht und frei zugänglich ist, erfolgen.
Sie sollte immer im Beisein hierzu autorisierter Personen stattfinden.
Für die Rückgabe sollte ein ausreichender Zeitraum zur Verfügung
stehen.
VR Leasing: Wir empfehlen unseren Kunden die Instandsetzung vor
Fahrzeugrückgabe im Rahmen des Smart Repair-Verfahrens beziehungsweise Teillackierungen nicht. In der Regel werden im Rahmen
dieser Vorabinstandsetzung auch Beschädigungen instandgesetzt,
die im Rahmen der „Fairen Fahrzeugbewertung“ nicht abrechnungsrelevant gewesen wären. Neben dem Zeitaufwand entstehen dem
Kunden somit zusätzliche Kosten. Da optische Schäden, die über
den normalen Verschleiß hinausgehen, nur als Minderwert oder als
Kosten für eine Smart-Repratur in Ansatz gebracht werden, ist eine
Rückgabe in „beschädigtem“ Zustand somit für den Kunden die wirtschaftlichere Alternative.
Entscheidend für einen reibungslosen und fairen Rücknahmeprozess sind aus unserer Sicht vielmehr die Transparenz und die Nachvollziehbarkeit einer möglichen Schadenbelastung. Hierzu gehören
insbesondere die Übergabe eines gereinigten Fahrzeuges, ein entsprechend qualifiziertes Rücknahmeprotokoll sowie die umfassende Dokumentation der festgestellten Schäden im Rahmen einer Zustandsprüfung.
Wieviel Geld Fuhrparkbetreiber mit zertifizierten Rückgabe-Prozessen
einsparen können, mag auch eine jüngst erschienene Studie des Center
Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen belegen;
hierbei wurden im Auftrag des VMF mehr als einhundert Unternehmen
nach ihren Erfahrungen mit Leasing-Rückläufern befragt. Danach müssen die Unternehmen im Durchschnitt mit Nachzahlungen von rund
700 Euro pro Fahrzeug rechnen. Während herstellergebundene Gesellschaften (Captives) mit durchschnittlich 729 Euro gut fünf Prozent
über dem Durchschnitt lagen, verlangten die nach den VMF-Richtlinien
arbeitenden Non-Captives im Mittel lediglich 523 Euro (21 Prozent unter Schnitt). Nicht zertifizierte Non-Captives lagen mit 1.113 Euro im
Durchschnitt allerdings noch weit weg davon.
4LOY:PJOLYOLP[TP[
LPULTZ[HYRLU7HY[ULY
0:=-SLL[:LY]PJLZ.TI/!
‹,\YVWH^LP[L+PLUZ[SLPZ[\UNLUY\UK\T
-VYKLY\UNZTHUHNLTLU[0URHZZV\UK
AHOS\UNZ…ILY^HJO\UN
‹,\YVWH^LP[L-HOYaL\NZPJOLYZ[LSS\UNLU
‹,\YVWH^LP[L;YHUZWVY[L\UK3VNPZ[PR
H\JO:VUKLYMHOYaL\NL
‹-\SS:LY]PJL9LTHYRL[PUN\UK
ZWLaPLSSL:LY]PJLRVUaLW[L
‹ -HOYaL\NLPU\UKH\ZZ[L\LY\UN
‹ 2Ma:THY[9LWHPY
‹,\YVWH^LP[L:[HUKHYKZaLY[PÄaPLY[UHJO
+05,50:6 4LOY0UMVYTH[PVULU\U[LY!
^^^PZ]ÅLL[ZLY]PJLZKL
;LS! -H_! L4HPS!PUMV'PZ]ÅLL[ZLY]PJLZKL
22
User-Chooser
Auf Heller
und Pfennig
In einer Auswahl von ausgestatteten
Dienstwagen zeigen wir auf, welche Extras wie viel Geld mehr kosten und wie
sich die Leasingrate dadurch nach oben
entwickelt.
In der letzten Ausgabe haben wir zum Einstieg
in unsere neue Rubrik „User Chooser” verschiedene Bilder von den Fahrerinnen oder den Fahrern gezeichnet, die die typischen User Chooser ausmachen. Den sportlichen Typ, der gerne
100 Euro und mehr aus eigener Tasche für sein
Fahrzeug dazu zahlt, um ein dynamisches Fahren zu erleben. Den Sicherheitsdenker, der eigenes Geld gibt, um zusätzlichen Komfort und
Sicherheit zu erhalten. Bei beiden Typen kann
es passieren, dass, wenn der neue Dienstwagen
konfiguriert wird, der Neue doch teurer werden
könnte, als das Budget es hergibt beziehungsweise als die Vernunft es zulässt.
Audi Q5 2,0 TDI quattro 125 kW
6-Gang Schaltgetriebe
163 g/km CO2,
6,2 L/100 km
monatl. Rate nettoinkl.
Kraftstoff/ Anteil*
Listenpreis netto
bei 36 Mon./ 30.000
km jährl.
33.109,24
830,87
39.400,–
Farbe uni
–
830,87
39.400,–
Stoff Steppe
–
830,87
39.400,–
1.764,71
870,24
42.400,–
Multifunktionslederlenkrad
151,26
870,24
42.400,–
Einparkhilfe Plus (nur i. V. m. Radio o. Navi.)
655,46
870,24
42.400,–
Bluetooth Schnittstelle
252,10
873,92
42.400,–
179 g/km CO2,
6,8 L/ 100 km
monatl. Rate netto
inkl. Kraftstoff/ Anteil
Basis geldwerter
Vorteil
Listenpreis netto
bei 36 Mon./ 30.000
km jährl.
34.915,97
876,47
41.500,–
Farbe uni
–
876,47
41.500,–
Stoff Steppe
–
876,47
41.500,–
1.764,71
915,84
44.600,–
Multifunktionslederlenkrad
151,26
915,84
44.600,–
Einparkhilfe Plus (nur i. V. m. Radio od. Navi)
655,46
915,84
44.600,–
Bluetooth Schnittstelle
252,10
919,77
44.600,–
Paket Design Leder Milano (nur i. V. m. Sitzh.)
1.638,66
949,23
46.900,–
Sitzheizung
294,12
949,23
46.900,–
Audi side assist/ lane assist (nur i. V. m. Licht- u.
Regensensor, Innenspiegel autom. abblendend)
890,76
967,78
48.300,–
Licht- u. Regensensor u. Fernlichtassistent
113,45
967,78
48.300,–
Innenspiegel automatisch abblendend
205,88
967,78
48.300,–
Xenon Plus mit LED Heckleuchten
882,35
981,41
49.400,–
*jede weitere Zusatzausstattung erhöht die Leasingrate kumulativ,
zu lesen von oben nach unten
Basis geldwerter
Vorteil in Euro
vorgegebenen zusätzliche Ausstattung:
MMI Navigation (nur i. V. m. Multifunktionslenkrad)
Wunschfahrzeug Fahrer:
Audi Q5 2,0 TDI quattro Stronic
125 kW, 7 Gang Automatikgetriebe
vorgegebene zusätzl. Ausstattung:
Wir haben hier einmal verschiedene Dienstwagen zusammengestellt, wie sie von den unterschiedlichen Nutzertypen gewählt werden
könnten. Im direkten Vergleich mit der Version, die durch die Car Policy vorgeschriebene
Serien- und Extraausstattungen enthält, steht
die durch Eigenanteil erweiterte individuelle
User Chooser-Variante. Bei dieser haben wir auf
Basis unseres auch beim Kostenvergleich verwendeten Musterfuhrparks die jeweiligen Leasingraten (mit freundlicher Unterstützung von
LeasePlan) und die für Zusatzausstattungen
anfallenden monatlichen Mehrkosten ermittelt.
Somit lässt sich auf einen Blick beispielhaft
erkennen, welche beliebten Extras mit wie viel
Euro (in der LeasePlan-Kalkulation) zusätzlich zu Buche schlagen. Des Weiteren muss der
Dienstwagennutzer immer noch die Versteuerung nach der 1-Prozent-Methode darauf rechnen, sofern nicht nach Fahrtenbuch versteuert
wird. Die Basis dafür liest sich in der rechten
Tabellenspalte. Dazu kommen noch die individuellen Wegstrecken zur Arbeitsstätte.
Für den Sicherheitsliebenden haben wir ein
kleines SUV, nämlich den Audi Q5 2.0 TDI, ersonnen, das ihm in der hypothetischen Car Policy zugestanden wird, allerdings in der Version
mit Schaltgetriebe. Allein für die Version mit
Flottenmanagement 2/2011
MMI Navigation (nur i. V. m. Multifunktionslenkr.)
Eigenanteil Fahrer
Sitze, Vordersitze elektrisch einstellbar
852,94
Geschwindigkeitsregelanlage
50.400,–
997,77
50.600,–
172,27
1.000,59
50.800,–
1.134,45
1.023,71
52.200,–
Fixierset
Panoramadach
994,25
226,89
dem Stronic 7-gang Automatikgetriebe zahlt
der User Chooser freiwillig 30 Euro netto pro
Monat dazu. Die Liste der komfort- und sicherheitssteigernden Extras mag vielleicht etwas
lang sein – dennoch liegt der Eigenanteil nicht
höher als 185 Euro – aber sie zeigt unter anderem, dass Ausstattungen, die nur in Verbindung
mit anderen Ausstattungen gewählt werden
können, die Leasingrate und ebenfalls die Basis
für den geldwerten Vorteil nicht erhöhen.
User-Chooser
BMW 320d DPF Edition Fleet 120 kW Lim.
6-Gang Schaltgetriebe
*jede weitere Zusatzausstattung erhöht die Leasingrate kumulativ,
zu lesen von oben nach unten
125 g/km CO2,
4,7 L/ 100 km
monatliche Rate netto
inkl. Kraftstoff/ Anteil*
Basis geldwerter
Vorteil in Euro
Listenpreis netto
bei 36 Mon./ 30.000
km jährl.
28.067,23
701,44
33.400,–
–
701,44
33.400,–
vorgegebene zusätzl. Ausstattung:
Unilackierung
Stoffpolsterung Vertex
–
701,44
33.400,–
1.990,–
733,84
38.400,–
500,–
741,93
39.900,–
125 g/km CO2,
4,7 L/ 100 km
monatl. Rate netto
inkl. Kraftstoff/
Anteil
Basis geldwerter
Vorteil
Listenpreis netto
bei 36 Mon./ 30.000
km jährl.
32.605,04
808,25
38.800,–
–
808,25
38.800,–
Großkundenpaket Navigation (beinhaltet
Klimaautom., Regensensor, Xenon u. Navi Business)
Großkundenpaket Basic (beinhaltet Park Distance
Control v + h, Durchladesystem und Servotronic)
Wunschfahrzeug Fahrer:
BMW 320d DPF Edition Fleet Sport
120 kW, Lim. 6-gang Schaltgetriebe
vorgegebene zusätzl. Ausstattung:
Metalliclackierung serie
Stoff Alcantara
Der hier als zweites ausgewählte vom Unternehmen und deren Car Policy gewährte imaginäre
Dienstwagen beschränkt sich auf das BMW Modell 320 DPF in der Edition Fleet mit einer zusätzlichen Ausstattung von Navigation, Klimaautomatik sowie Einparkhilfe, welche zwei von
BMW angebotene Großkundenpakete beinhalten.
Diese senken zwar die monatliche Rate, erhöhen
aber gleichzeitig den Listenneupreis als Basis für
den geldwerten Vorteil. Im Vergleich zu den jeweiligen Einzelposten liegt die Leasingrate rund
23 Euro netto niedriger, der Listenneupreis hingegen steigt um 1.900 Euro brutto, das heißt 19
Euro monatlich mehr zu versteuern, weil nicht
der Paketpreis, sondern die einzelnen Komponenten preislich zugrunde gelegt werden. Der
User Chooser bevorzugt hier ein sportlicheres
Modell und wählt die Sport Variante, was ohne
Eigenanteil bereits eine Differenz von 106 Euro
netto zusätzlich ausmacht. Mit den darüber hinaus gewählten Extras erhöht sich die Rate auf
907 Euro inklusive Kraftstoff, was einen Eigenanteil von 165 Euro ausmachen würde. Der als
geldwerte Vorteil zu versteuernde Betrag liegt
bei 496 Euro monatlich, in Relation zu 399 Euro
bei der „Firmen-Basisvariante“.
Das Fahrzeug, das der preisbewusste User Chooser
wählt, soll hier einmal der neue Ford Focus Turnier in der Motorisierung 1.6 TDCI mit 85 kW/116
PS sein. Die firmenseitig vorgegebene Ausstattung beinhaltet unter anderem ein Navigations-
–
808,25
38.800,–
1.990,–
840,14
43.800,–
500,–
848,25
45.300,–
Polster Leder Dakota (nur in Verbindung mit
Sitzheizung)
1.260,–
873,41
47.100,–
Sitzheizung
310,92
873,41
47.100,–
–
873,41
47.100,–
Sitzverstellung vorne elektrisch
1.084,03
890,82
48.400,–
harman/kardon Surround Sound
1.000,–
906,78
49.600,–
Großkundenpaket Navigation (beinhaltet
Klimaautomatik, Regensensor, Xenonlicht und Navi
Business)
Großkundenpaket Basic (beinhaltet Park Distance
Control v + h, Durchladesystem und Servotronic)
Eigenanteil Fahrer
Xenonlicht im Paket Navigation enthalten
system, Einparkhilfe sowie laut UVV vorgeschrieben ein Sicherheitsnetz für den Gepäckraum. Zur
vom Unternehmen übernommene Rate von rund
510 Euro netto inklusive Kraftstoff wählt der
User Chooser lediglich eine Anhängerkupplung,
die die Rate monatlich um 10 Euro netto erhöht,
sowie eine Sitzheizung für die Vordersitze, was
zusätzliche 2,47 Euro netto monatlich ausmacht.
Der bescheidene Dienstwagennutzer zahlt somit
12,47 Euro netto aus eigener Tasche hinzu, der
zu versteuernde Betrag liegt bei 259 Euro monatFord Focus Turnier 1,6 TDCI Trend 85 kW, 6-Gang
Schaltgetriebe
lich, 251 Euro wären es ohne die selbst gewählten
Extras.
Die Fahrzeugkonfiguration gehört, wie wir schon
zitiert haben, zu den liebsten Beschäftigungen
des User Choosers. Daher kann es nicht schaden,
lange bevor der Leasingvertrag tatsächlich ausläuft, zu schauen, was man will, was man darf
und was man sich leisten kann und will. Meistens
deckelt die Car Policy oder letztlich der Fuhrparkverantwortliche, wenn die Rate auszuufern
droht.
109 g/km CO2,
4,2 l/ 100 km
monatl. Rate netto
inkl. Kraftstoff/ Anteil*
Listenpreis netto
bei 36 Mon./ 30.000
km jährl.
19.201,68
477,72
22.800,–
Farbe uni
–
477,72
22.800,–
Stoffpolsterung
–
477,72
22.800,–
*jede weitere Zusatzausstattung erhöht die Leasingrate kumulativ,
zu lesen von oben nach unten
Basis geldwerter
Vorteil
vorgegebene zusätzl. Ausstattung:
Ford Navigations-System
773,11
487,38
23.700,–
Paket Easy Driver (Außenspiegel elektr. Anklappbar,
Park Distance Control hinten)
378,15
491,90
24.200,–
Paket Trend Style Paket 1 (Scheiben hinten stark
getönt, Nebelscheinwerfer, Leichtmetallräder 16“)
630,25
506,01
24.900,–
Sicherheitstrennetz für Gepäckraum
172,27
510,01
25.100,–
Anhängerkupplung fester Kugelkopf
428,57
520,–
25.600,–
Sitzheizung Fahrer- und Beifahrer
214,29
522,47
25.900,–
Eigenanteil Fahrer
Flottenmanagement 2/2011
23
24
Management
Kommt jeden Moment
auf den Markt: Klaus
Sawallisch (li.) und
Alexander Sackczewski
neben dem neuesten
Ford Focus in Köln
Interview mit Klaus Sawallisch (Manager Fleet and Remarketing Operations) und Alexander Sackczewski
(Leiter Flotten Marketing
& Direktverkauf) bei der
Ford-Werke GmbH in Köln
Design &
Funktionalität
Flottenmanagement: 2010 – das Licht am Ende
des Tunnels war Licht. Auch das Flottengeschäft
in Deutschland ist wieder gewachsen, um einen
zweistelligen Prozent-Wert. Wie haben Sie bei
Ford den Übergang 2009/2010 erlebt, führen Sie
das Wachstum des Flottenmarktes eher auf die
Erholung der allgemeinen Wirtschaftslage insgesamt zurück oder darauf, dass die 2009 vielerorts
geübte Kaufzurückhaltung aus Vorsicht letztes
Jahr ad acta gelegt wurde?
Sawallisch: Sicher hat das allgemeine Wirtschaftswachstum auch dazu beigetragen. Zum
anderen haben aber die Leasinggesellschaften,
die vormals die Verträge verlängerten, nun wieder verstärkt neue Fahrzeuge angefragt. Kurzum:
Es war absehbar, dass Neufahrzeuge früher oder
später bestellt werden müssten. Für Ford entwickelte sich die Auftragseingangslage ab April/
Mai 2010 sowohl im Pkw-, als auch im Nutzfahrzeugbereich sehr gut. Deshalb sind wir mit unserem Geschäftsjahr 2010 insgesamt recht zufrieden.
Flottenmanagement: Wie hat sich Ihr Flottengeschäft 2010 im einzelnen entwickelt, in welchen
Fahrzeugkategorien und -klassen konnten Sie
nach vorn marschieren, wo wünschen Sie sich
noch mehr Erfolg, worauf können Sie in Bezug
auf die Fahrzeuge selbst zu Beginn des neuen
Jahres setzen?
Flottenmanagement 2/2011
Sawallisch: Der Ford Focus, die nächste Modellgeneration kommt im April 2011 auf den Markt,
hat sich letztes Jahr prima gehalten. Das war
schon einmal eine gute Basis. Enorme Zuwächse
konnten wir bei unseren großen Modellen Mondeo, S-MAX und Galaxy erzielen. Beim Ford SMAX verbuchten wir einen Auftragseingang von
51 Prozent über Vorjahr, beim Ford Galaxy war es
ein Plus von fast 25 Prozent, und der Ford Mondeo lag in den vergangenen Monaten wieder auf
dem Rekord-Niveau von 2008.
Sackczewski: Dem neuen Ford S-MAX und
dem neuen Ford Galaxy haben die Produktneuerungen im vergangenen Jahr sehr gut
getan – dies bezieht sich nicht nur auf das
Design, sondern auch auf die Motoren,
Getriebe und die flottenrelevanten FahrerAssistenzsysteme, die wir in diesen Baureihen nun anbieten. Zudem ist in einem
Fahrzeugsegment mit einem Diesel-Anteil
von über 90 Prozent das Thema Verbrauch –
und damit auch das Thema CO2 – sehr wichtig. Auch auf diesem Feld setzen die neuen
Ford S-MAX- und Ford-Galaxy-Varianten
Bestmarken. Außerdem erhielt der Ford
Mondeo im vergangenen Herbst eine gründliche
Überarbeitung im Design, im Innenraum und in
punkto neue Fahrer-Assistenzsysteme. Deswegen
sprechen wir hier gerne von unserem neuen Ford
Mondeo.
Sawallisch: Zudem haben wir Ende des Jahres
den neuen Ford C-MAX und das Schwestermodell
Ford Grand C-MAX auf den Markt gebracht. Für
diese Baureihe stellt sich die AuftragseingangsSituation ebenfalls sehr erfreulich dar – hier liegen wir deutlich über unseren selbst gesteckten
Zielen. Auch unser SUV-Modell, der Ford Kuga,
hat sich nach einem eher verhaltenen Start inzwischen im Flotten-Segment durchgesetzt. Die
Bestellungen bewegen sich mittlerweile auf einem konstanten, hohen Niveau. Und um das Bild
Klaus Sawallisch:
„Es war absehbar,
dass Neufahrzeuge
früher oder später
bestellt werden
müssten. Für Ford
entwickelte sich die
Auftagseingangslage
ab April/Mai 2010.“
abzurunden: Auch bei unseren Nutzfahrzeugen
entwickelt sich das Geschäft mit unseren Großkunden sehr gut, bezogen auf die Auftragseingänge lagen wir im vergangenen Jahr 22 Prozent
über 2009.
Ford Focus Turnier
Ford Fiesta
Ford S-MAX
Ford C-MAX
Ford Galaxy
Ford Mondeo Turnier
Flottenmanagement: Jeden Moment ist der neue
Ford Focus in dritter Generation auf dem Markt,
ein ganz klassisches Zugpferd im Ford-Flottengeschäft. Der Focus trifft hier traditionell vor allem
auf die harte Konkurrenz von zwei anderen deutschen Anbietern. Welche Maßnahmen müssen
Sie gegebenenfalls im Flottengeschäft zusätzlich
ergreifen, um dieses an sich schon hoch akzeptierte Produkt im Flottenmarkt in eine schlagkräftige Angriffsposition für 2011 zu bringen?
Sawallisch: Das Produkt spricht für sich selbst.
Wenn man die Summe seiner für Flottenbetreiber
wichtigen Vorteile betrachtet – wirtschaftliche,
moderne Motoren, hohe Sicherheitsausstattung,
sinnvolle Fahrer-Assistenzsysteme, ausgezeichnetes Fahrwerk, exzellente Verarbeitung, um nur
einige Beispiele zu nennen – dann bedarf es eigentlich keiner außergewöhnlicher Maßnahmen.
Wir sind davon überzeugt, dass auch der neue
Ford Focus seinen Weg gehen wird.
Sackczewski: Zu erwähnen ist die sehr gute Restwertprognose der EurotaxSchwacke-Experten.
Hier liegt der neue Ford Focus nicht nur deutlich
über dem Vorgänger-Modell, sondern auch mit an
der Spitze des Kompaktwagen-Segments. In diesem Zusammenhang werden auch flottenrelevante Aspekte wie beispielsweise das KofferraumVolumen und die Anhängelasten berücksichtigt.
Letztendlich geht es auch darum, das Fahrzeug
bezüglich der Leasingangebote richtig zu positionieren. Wir befinden uns mit dem neuen Ford
Focus mit all seinen Vorteilen zum Beispiel bei
den total costs of ownership oder bei den Kosten
pro Kilometer im grünen Bereich. Und genau das
erwartet der Firmenkunde.
Flottenmanagement: Ford achtet in der Modellpolitik seit einigen Jahren auch streng darauf,
stets mit einer vom Design her jungen, bisweilen
futuristisch anmutenden Modellpalette anzutreten. Wie reagieren die Flottenkunden auf diese
generelle Hausphilosophie bei Ford, inwieweit
spielt das in den Kundengesprächen eine Rolle?
Sawallisch: Ich glaube, das muss man in zwei
Ebenen betrachten. Der User Chooser agiert ähn-
lich oder sogar genauso wie der Privatkunde, das
heißt: Für ihn spielen Emotionen bei der Wahl
seines Fahrzeugs eine nicht zu unterschätzende
Rolle, also Aspekte wie Design oder fortschrittliche Technologien. Im klassischen Segment
der Funktionsflotten dagegen geht es fast ausschließlich um rationale Kriterien. Emotionen
oder Design spielen eine weniger wichtige Rolle,
hier stehen das konkurrenzfähige Angebot, die
Zuverlässigkeit und die Wirtschaftlichkeit im
Vordergrund.
Sackczewski: Wenn der Kunde für eine identische
Leasingrate oder ein identisches Preis-Niveau ein
schickes Auto bekommen kann,
wird es ihm sicher nicht schwer
fallen, sich dafür zu entscheiden. Wichtig ist, die Balance
zwischen Design und Funktionalität zu treffen. Das Erstaunliche
am neuen Ford Focus Turnier ist
beispielsweise, dass er trotz einer sehr dynamischen Linienführung das gleiche Lade-Volumen
hat wie das Vorgänger-Modell
– das ist dem neuen Ford Focus
Turnier auf Anhieb gar nicht anzusehen.
Flottenmanagement:
Können
Sie bitte einmal zusammenfassen, was für den Pkw-Flottenbetreiber 2011 besonders im Fokus
steht?
Sawallisch: Das sind im Wesentlichen die gleichen Themen wie
im Vorjahr: Der Flottenbetreiber
will wettbewerbsfähige Fahrzeuge mit günstigen Betriebskosten. Immer stärker an Gewicht
gewinnt das Thema CO2-Reduzierung und damit auch das Thema
Kraftstoffverbrauchssenkung.
Sackczewski: Darüber hinaus
scheinen die Fahrer-Assistenzsysteme im Kommen zu sein.
Außerdem beobachten wir einen
Trend hin zu Multimedia und zur Vernetzung im
Auto – das Fahrzeug als rollendes Büro mit Kommunikation, Navigation und mobilem Zugang
zum Internet, um nur einige Beispiele zu nennen.
Flottenmanagement: Ford gehört zu den wenigen Anbietern, die seit langem parallel auch auf
dem Nutzfahrzeug-Sektor erfolgreich Flottengeschäft generieren. Welche Neuigkeiten können
Sie hier am Beginn des neuen Jahres melden,
und inwieweit können Sie möglicherweise von
Synergie-Effekten oder Wechselwirkungen zwischen Pkw- und Transporter-Schiene profitieren?
Die HLA HELP App:
Der hilfreiche Begleiter für unterwegs
H öchste
L eistung für die
A utoflotte
Jetzt kostenlos downloaden!
www.hla.de
H ochmodern
E ffizient
L eistungsstark
P raktisch
In medias res in Köln: Alexander Sackczewski, Klaus
Sawallisch (beide Ford-Werke GmbH), Erich Kahnt und
Bernd Franke (beide FM, v. li.)
stand kümmert, verstärkt. Wir setzen hier jetzt
bundesweit elf Mitarbeiter und einen VollzeitLeasing-Koordinator für die großen Leasinggesellschaften ein. Zusätzlich haben wir einen
Spezialisten für Wohlfahrtsverbände, Taxiunternehmen und Fahrschulen eingestellt. Außerdem haben wir demnächst fünf so genannte
Gewerbeberater, die unsere Händler bundesweit
bei allen Fragen rund um das Gewerbegeschäft
beraten und schulen werden.
Flottenmanagement: Auf welche aktuellen Besonderheiten für Flottenkunden möchten Sie
auf den Feldern Garantiebedingungen und Service-Pakete verweisen?
Sawallisch: Wir sind einer der Vollsortimenter im
Markt und können unseren Kunden sowohl Pkw
als auch Nutzfahrzeuge anbieten. Hier arbeiten unsere Nutzfahrzeug- und Flottenorganisationen sehr eng zusammen. Bei Großkunden
verkaufen unsere Flottenrepräsentanten die
gesamte Modellpalette, das heißt: Der Kunden
hat hier nur einen einzigen Ansprechpartner.
Sollte es bei Nutzfahrzeugen knifflige technische Fragen geben, wird der Produktspezialist
hinzugezogen. Im Gewerbekundengeschäft
sind unsere Ford-Handelspartner die ersten Ansprechpartner.
Sackczewski: Als Neuerungen bringen wir in den
kommenden Wochen den Ford Fiesta Van auf
den Markt, im Spätsommer folgt der Ford Transit mit neuen Euro 5-Motoren und – als echte
Produktneuheit – der Ford Ranger. Dieses Pickup-Modell kommt voraussichtlich Ende des Jahres auf den deutschen Markt. Außerdem wird
mit dem Ford Transit Connect Electric ebenfalls
in diesem Jahr auch unser erstes reinrassiges
Ford-Flottengeschäft 2010
Elektrofahrzeug hier in Deutschland verfügbar
sein. Auf dem Feld der Nachhaltigkeit engagiert
sich Ford ohnehin traditionell sehr stark. Es ist
unsere erklärte Strategie, möglichst viele „grüne“ Antriebstechnologien zu entwickeln, da es
keinen Königsweg zur Nachhaltigkeit gibt und
niemand mit Bestimmtheit sagen kann, wohin
die Reise letztendlich gehen wird. Was wir uns
in diesem Zusammenhang von der Politik wünschen, sind steuerliche Anreize zum
Kauf von Elektrofahrzeugen. Die Szenarien der Bundesregierung lassen
momentan aber nur einen Schluss zu:
steuerliche Kaufanreize für Elektrofahrzeuge nein, Förderung von Forschung und Entwicklung ja.
Sawallisch: Jede alternative Technologie muss am Ende des Tages bezahlbar sein. Und gerade bei Elektrofahrzeugen sind noch einige, durchaus
flottenrelevante Fragen abschließend
zu beantworten, wie zum Beispiel die
Rest wer tent w icklung, die Praxis-Reichweite
und die Ladedauer.
Verkaufte Einheiten Jan.-Nov. 2010
90.332 Stück
Prozentuale Veränderung zum Vorjahr
+ 5,4 %
Verteilung des Flottengeschäfts in %
Kleinstwagen
Kleinwagen
Kompaktwagen
Mittelklasse
Kleine Vans (C-MAX / Grand C-MAX)
Große Vans (S-MAX / Galaxy)
SUV
Transporter
2,5 %
13,9 %
26,9 %
14,1 %
3,8 %
10,7 %
5,7 %
22,4 %
Topseller im Flottengeschäft
1. Focus 2. Transit 3. Mondeo
Flottenrelevante Produktneuheiten in
den nächsten 12 Monaten
neuer Ford Focus / Transit mit Euro 5-Motoren
Anteile Leasing / Kauf in Prozent
Großkunden: 80/20, Gewerbekunden: 50/40 (10 Finanz.)
Garantiebedingungen
Neuwagengarantie von 2 auf 5 Jahre erweiterbar
Inspektionsintervalle
modellabhängig, 20.000 - 30.000 km
Kooperationspartner / Banken
Carsten Salchow
Ansprechpartner Großkunden
Michael Sazinger
Internetseite für Flottenkunden
www.ford.de/Firmenkunden
Flottenmanagement 2/2011
Flottenmanagement: Abgesehen von der geeigneten
Modellpalette für das Flottengeschäft, die Ford zweifellos
aufbieten kann, spielt hier
auch das Konzert der Rahmenbedingungen eine große
Rolle, wie beispielsweise auch
das Beziehungsmanagement
gegenüber den Kunden, das
Zusammenspiel der Kräfte
Autohaus/Fahrzeughersteller. Wie ist Ford hier, wie ist
Ihr Team aufgestellt?
Sawallisch: Wir haben uns im
letzten Jahr im Bereich „Major Fleet“, die sich um Kunden
mit 50 und mehr Autos im Be-
Sawallisch: Exklusiv unseren gewerblichen
Kunden bieten wir das Ford Flatrate II LeasingPogramm an. Die Kunden profitieren bei diesem
Service-Paket von den Vorteilen der Ford Flatrate in Kombination mit einem Leasingvertrag.
Die Leistungsbausteine sind: der Ford Protect
Garantieschutzbrief plus, die Ford Assistance
Mobilitätsgarantie sowie wahlweise zwei bis
fünf Inspektionen beziehungsweise Wartungen. Ergänzt wird dieses Angebot durch attraktive Leasing-Konditionen der Ford Bank.
Letztes Jahr haben wir die Ford Flatrate Full
Service auf den Markt gebracht. Die beiden
Alexander Sackczewski:
„Wenn der Kunde für
eine identische Leasingrate oder ein identisches Preis-Niveau ein
schickes Auto bekommen
kann, wird es ihm sicher
nicht schwer fallen, sich
dafür zu entscheiden.“
Kernbestandteile des Angebots: zum einen attraktive Leasingkonditionen mit individuell
kalkulierten, konstanten Monatsraten für alle
Pkw- und Nutzfahrzeug-Modellreihen von Ford
inklusive der Sondermodelle und der Fahrzeuge mit alternativen Antriebstechnologien mit
Laufzeiten von 24 bis 60 Monaten bei freier
Wahl der Gesamtfahrleistung. Zum anderen
geht es um ein so genanntes Full-Service-Technik-Paket, das folgende Leistungen umfasst:
alle Wartungs- und Inspektionsarbeiten gemäß
Herstellervorgaben sowie Reparaturarbeiten ausgenommen Unfall-/Versicherungsreparaturen,
alle anfallenden Verschleißreparaturen inklusive
der Verbrauchsmaterialien, Übernahme der Abschleppkosten bei Verschleiß bis zur nächsten
Vertragswerkstatt sowie Kostenübernahme für
die fällige Haupt- und Abgasuntersuchung. Auf
Wunsch kann dieses Leistungspaket um weitere
Bausteine ergänzt werden. Vorteil für den Gewerbetreibenden: Kosten- und Planungssicherheit.
CITROËN BUSINESS
www.citroen-c5Business.de
DA KOMMEN SOGAR
CONTROLLER INS SCHWÄRMEN.
CITROËN C5 TOURER HDI 140 BUSINESS CLASS
EASY BUSINESS
LEASING
339,– €
MTL. RATE ZZGL. MWST.*
DER CITROËN C5. BUSINESS AS UNUSUAL.
Was den einen freut, ist des anderen Vergnügen – das gilt zumindest für CITROËN C5 Fahrer und für Controller.
Denn dynamisches Design und innovative Technologie gibt es jetzt dank Easy Business Leasing nicht nur besonders günstig, sondern auf Wunsch auch besonders komfortabel: mit dem HYDRACTIVE III+ Fahrwerk.
Überzeugen Sie sich selbst bei einer Probefahrt. Jetzt reservieren: 08 00 / 5 55 05 05.
* Unverbindliches Kilometer-Leasingangebot der CITROËN BANK für den CITROËN C5 TOURER HDi 140 Business Class für Gewerbetreibende zzgl. MwSt. und Überführungs- und Zulassungskosten. Gültig für bis zum
30.04. 2011 abgeschlossene Leasingverträge für das ausgewiesene Modell, ohne Anzahlung, Laufzeit 36 Monate, Laufleistung/Jahr: 15.000 km. Bei allen teilnehmenden CITROËN Vertragshändlern. Abb. zeigt evtl.
Sonderausstattung/höherwertige Ausstattung
Kraftstoffverbrauch innerorts 7,3 l/100 km, außerorts 4,5 l/100 km, kombiniert 5,5 l/100 km. CO2-Emission kombiniert 143 g/km (VO (EG) 715/2007).
28
Management
15 Prozent sind drin
Spritspar-Maßnahmen im Fuhrpark
So schwer das Krisenjahr 2009 für größere Teile
der deutschen Wirtschaft auch war, zumindest
ein Gutes hatte es zeitweise: Die Spritpreise lagen deutlich niedriger als heute. Nach Statistiken des ADAC kostete zu Beginn jenes Jahres
ein Liter Diesel im Bundesdurchschnitt 1,06
Euro, ein Liter Super damals 1,19 Euro. Bis jetzt
sind diese Werte auf 1,34 beziehungsweise 1,47
Euro gestiegen (Stand Februar 2011). Das macht
eine Verteuerung innerhalb von nur zwei Jahren von sage und schreibe 26,4 beziehungsweise 23,5 Prozent aus. Es dürfte wohl kaum ein
anderes Feld rund um den Einsatz von Fahrzeugen im Fuhrpark geben, auf dem Preiserhöhungen so kurzfristig in solchen Dimensionen zu
Buche schlagen können. Und es dürfte kaum
ein anderes Feld geben, auf dem auch der Fuhrparkbetreiber den Fakten so relativ machtlos
ausgeliefert ist.
Dabei ist es auf Dauer müßig, darüber zu orakeln, wer hier jeweils gerade wieder um wieviel
an der Preisschraube gedreht hat. Das lässt sich
nur ganz selten eindeutig ermitteln und wird
stets kontrovers diskutiert. Schließlich bleibe,
stellte das Bundeskartellamt im letzten Jahr
wieder fest, was zwischen Ölfeld und Zapfsäule geschehe, weitgehend im Dunkeln. Das liege
vor allem daran, dass die Ölkonzerne alle Stufen
der Wertschöpfungskette – von der Förderung
Flottenmanagement 2/2011
über die Verarbeitung bis zu den Tankstellen –
im Rahmen einer starken vertikalen Integration selbst in der Hand hätten. Auch wenn aber
der ADAC 2010 noch einmal darauf hingewiesen
hat, dass die Mineralölkonzerne keinen Versuch auslassen würden, ihre Gewinne auf dem
Rücken der Autofahrer zu steigern – eine aufmerksamere Betrachtung wird immer zu differenzierten Ergebnissen führen.
So hat beispielsweise die Bundesregierung
schon vor zwei Jahren noch einmal darauf verwiesen, dass der Anstieg der Spritpreise vor
allem von höheren Rohölkosten abhänge und
diese Kosten hauptsächlich deshalb wachsen
würden, weil auf dem Weltmarkt immer mehr
Rohöl nachgefagt werde, das Angebot aber
nicht steige. Besonders aufstrebende Staaten
wie China würden die Nachfrage zusätzlich in
die Höhe treiben. Im übrigen sei in Deutschland seit 2003 die Energiesteuer auf Kraftstoffe nicht mehr erhöht worden, bei Diesel sei der
Steueranteil am Preis von 1999 bis 2006 gar von
72 auf 54 Prozent gefallen. Es bestehe auch gar
kein Interesse des Staates an hohen Kraftstoffpreisen, weder im Hinblick auf die Konjunktur,
noch im Hinblick auf Steuereinnahmen.
Dessen ungeachtet sah 2010 das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bereits
einen deutlichen Anstieg der Benzinpreise als
Folge der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
richtig voraus, da die Ölförderung in der Tiefsee
in Amerika zeitweise ausgesetzt werden sollte.
Ohne Tiefsee-Bohrungen würde aber auch in
den kommenden Jahren die steigende Nachfrage nicht gedeckt werden können. Kurzum,
größere Preisbewegungen nach oben hin, auch
mehr oder weniger kurzfristig, scheinen weitgehend unvermeidbar.
Wie groß kann die Problematik im Fuhrpark
sein?
Einmal verglichen für 17 flottenrelevante, geleaste Mittelklasse-Diesel-Kombis (bei 36 Monaten Laufzeit und 30.000 Kilometer jährliche
Laufleistung) können die TreibstoffkostenAnteile schon auf Basis der Herstellerangaben
zu den Verbräuchen zwischen rund 13 und rund
20 Prozent der jeweiligen Gesamtbetriebskosten (inklusive Versicherung) liegen und damit
im Durchschnitt dann bei immerhin rund 17,5
Prozentpunkten. Nun hat aber bespielsweise
die herstellerunabhängige Leasinggesellschaft
LeasePlan in einem Fuhrpark mit 1.100 Fahrzeugen zwischen Quartal I 2007 und Quartal
IV 2008 bei Öko-Fahrtrainings ermittelt, dass
die Realverbräuche der Dienstwagennutzer bei
jeweiligem Trainingsstart um durchschnittlich
22,6 Prozent über den Werksangaben der Her-
—¸¥¶¯©·d‹©·§¬Ąª¸·±³¨©°°r
FK¦IWV
,KU*HV RUWHLOELV]X
Y
NXQGHQ
ȡ
(LQVWDUNHU&KDUDNWHUPLWQRFKVW¦UNHUHQ$UJXPHQWHQGHU7R\RWD$YHQVLV%XVLQHVV(GLWLRQ
*HVFK£IWVNXQGHQNµQQHQVLFKMHW]WDXIHLQHQ)LUPHQZDJHQGHU([WUDNODVVHIUHXHQGHQ$YHQVLV%XVLQHVV(GLWLRQ
6HLQHXPIDQJUHLFKH$XVVWDWWXQJ»EHU]HXJWPLWYLHOHQKRFKZHUWLJHQXQGNRPIRUWDEOHQ'HWDLOV2E/HGHUVLW]H
6LW]KHL]XQJI»U)DKUHUXQG%HLIDKUHU6'.DUWHQ1DYLJDWLRQVV\VWHPPLW5»FNIDKUNDPHUD5HJHQXQG/LFKW
VHQVRURGHUGLHEHKHL]EDUH6FKHLEHQZLVFKHUDEODJHŘDXI,KUHU*HVFK£IWVUHLVHLVWI»UDOOHVJHVRUJW8QGGDV
I»UHLQHJDQ]HQWVSDQQWQLHGULJH/HDVLQJUDWHYRQŹ'HU$YHQVLV%XVLQHVV(GLWLRQ,QMHGHU+LQVLFKWHLQ
VWDUNHU&KDUDNWHU:HLWHUH,QIRUPDWLRQHQEHL,KUHP7R\RWD3DUWQHURGHUXQWHU
WR\RWDIXKUSDUNGH
.UDIWVWRƩ YHUEUDXFKNRPELQLHUWŘONPLQQHURUWVŘODXžHURUWVŘOEHL&2 (PLVVLRQHQNRPELQLHUWYRQŘJNPQDFK
GHPYRUJHVFKULHEHQHQ(80HVVYHUIDKUHQ
3URƪWLHUHQ6LHEHLP6RQGHUPRGHOO$YHQVLV%XVLQHVV(GLWLRQYRP.XQGHQYRUWHLOŹEHLO9DOYHPDWLFO9DOYHPDWLFXQGO''Ź
EHLO''&RPELJHJHQ»EHUHLQHPYHUJOHLFKEDUDXVJHVWDWWHWHQ$YHQVLV6RO
1XUEHLWHLOQHKPHQGHQ7R\RWD9HUWUDJVK£QGOHUQ(LQ)XKUSDUN/HDVLQJ$QJHERWGHU7R\RWD/HDVLQJ*PE+DEHLQHP)DKU]HXJLP%HVWDQGI»UGHQ7R\RWD
$YHQVLV%XVLQHVV(GLWLRQO''PLW*DQJ6FKDOWJHWULHEH)DKU]HXJSUHLVŹH[NO0Z6W]]JO›EHUI»KUXQJ/DXI]HLWPRQDWOLFKH
5DWHQŸŹ/DXƫHLVWXQJNP-DKU$OOH$QJHERWHJHOWHQEHL$QIUDJHXQG*HQHKPLJXQJELV]XP'LHVHP$QJHERWOLHJWGLHXQYHU
ELQGOLFKH3UHLVHPSIHKOXQJGHU7R\RWD'HXWVFKODQG*PE+SHU0£U]]XJUXQGH
30
Management
steller lagen. Werden solche tatsächlichen Verbräuche in obige Rechnung einkalkuliert, läge
der durchschnittliche Treibstoffkosten-Anteil
an den Gesamtbetriebskosten (inklusive Versicherung) gar bei rund 20,6 Prozentpunkten.
Der VW Golf 1.6 TDI BlueMotion spart nach
Werksangaben 8,9 Prozent Treibstoff
Das ist dann schon ein Fünftel aller Kosten
im Fuhrpark und damit ein sehr augenfälliger
Kostenpunkt. Im Vergleich dazu erreichen die
durchschnittlichen Versicherungskosten beispielsweise bei den ausgewählten Fahrzeugen
nicht einmal 10 Prozent. Und das heißt nicht
mehr und nicht weniger, als dass in einem 500
Wagen-Fuhrpark mit Mittelklasse-Diesel-Kombis bei 36 Monaten Laufzeit und 30.000 Kilometer jährlicher Laufleistung die realen Treibstoffkosten pro Jahr gegenwärtig mehr als 1,1
Millionen Euro jährlich ausmachen (rund 2.300
Euro pro Fahrzeug)!
Konsequenter Einsatz verbrauchsoptimierter
Fahrzeuge und Fahrweise
Nun gehören aber gerade auch die Treibstoffkosten zu den variablen Kosten im Fuhrpark,
die von mehreren Parametern abhängig sind
und vom Fuhrparkbetreiber teils auch direkter
beeinflusst werden können. Hingegen müssen manche Fixkosten, wie beispielsweise Inpektions- und Wartungskosten, Kfz-Steuer,
der Wertverlust, bis zu einem gewissen Grad
auch die Reifen- und Versicherungskosten vergleichsweise erst einmal als gegeben hingenommen werden. Bei den Treibstoffkosten allerdings ergeben sich vornweg die Ansatzpunkte Motorisierung, Fahrweise – und auf Dauer
– die Routenoptimierung.
Mercedes mit nahezu ausschließlicher „Blue“Modellpalette kaum noch möglich – stellen sie
nach den jeweiligen Werksangaben Treibstoffkosten-Ersparnisse zwischen aktuell 6,6 und
13,2 Prozent in Aussicht, im Durchschnitt also
rund 10 Prozentpunkte. Allein der konsequente
Einsatz solcher Modelle im eingangs zitierten
Beispiel-Fuhrpark mit 500 Mittelklasse-DieselKombis mag also bereits eine jährliche Treibstoffkosten-Ersparnis von mehr als 100.000
Euro generieren.
Seitens der Fahrzeughersteller sind die verbrauchsoptimierten so oder anders genannten
„Blue“-Versionen – zumeist geht es dabei um
optimierte Diesel-Fahrzeuge – der letzte Schrei.
Wo sie derzeit noch mit adäquaten, herkömmlich angetriebenen Modellen verglichen werden
können – das ist beispielsweise bei BMW und
Die Fahrweise: Schon vor mehr als zehn Jahren
hat ein Entwicklungsingenieur von Volkswagen
Nutzfahrzeuge festgestellt, um nicht zu sagen,
prophezeit, es nehme etwa zehn bis 15 Jahre
Entwicklungszeit in Anspruch, den Verbrauch
durch konstruktive Maßnahmen auch nur um
einen halben Liter pro 100 Kilometer zu senken,
hingegen habe der Fahrer durch die Fahrweise
sofort 1,5 bis zwei Liter in der Hand. Das war damals eine Aussage für das Transporter-Segment,
die offenbar aber auch viele Körnchen Wahrheit
für den Pkw-Sektor enthielt, vielleicht mit dem
Unterschied, dass hier durch konstruktive Lösungen etwas mehr und durch den Gasfuß des
Fahrers etwas weniger drin ist.
Das belegen jedenfalls die seit drei, vier Jahren
von verschiedenen Anbietern durchgeführten
Öko-Fahrtrainings speziell auch für Fuhrparkbetreiber. Hierbei geht es um die möglichst
nachhaltige Schulung einer ganz bestimmten
Fahrweise, die auf ausgesuchten Strecken nachgewiesenermaßen nicht langsamer macht, aber
deutlich weniger Treibstoff kostet. Diese Schulungen beherzigen in Theorie und Praxis, von
Detail-Variationen im Stundenplan abgesehen,
wesentlich die Vermittlung folgender Spartipps:
Grundsätzlich niedertourig fahren: Kein Gas geben beim Starten – im ersten Gang nur anfahren, dann sofort in den zweiten Gang schalten,
bei etwa 2.000 Umdrehungen in den dritten
Gang. Mit 40 km/h im vierten Gang oder mit 50
km/h im fünften Gang zu fahren, ist nicht untertourig, sondern ökonomisch. Frühes Hochschalten spart Sprit, das gilt ganz besonders für
die kleinen Gänge, in denen der Fahrer schnell
in einen hohen Drehzahlbereich kommt. Die
Autos sind heute mit Motoren ausgestattet, die
den optimalen Drehzahlbereich selbst regulieren, daher so lange wie möglich in hohen Gängen fahren. Wer auf die Ampel zufährt, sollte
nicht durch Herunterschalten bremsen.
Gleichmäßiges Fahren ist ökonomisch: Um möglichst wenig zu bremsen und später nicht wieder Gas geben zu müssen, sollte der Fahrer vorausschauend fahren und stets die Bremslichter
der Vorderfahrzeuge im Blick haben.
Der Audi A4 Avant 2.0 TDI DPF in der 120 g-Version
spart nach Werksangaben 11,5 Prozent Treibstoff
Flottenmanagement 2/2011
Nicht im Leerlauf den Berg herunter- oder auf
eine Ampel zufahren: Durch das Kuppeln muss
www.volkswagen.de/grosskunden
,+5(),50$,6792//(5,'((1
:$5801,&+7$8&+,+5),50(1:$*(1"
0HKUDOVHLQH,GHHYRUDXV
'HUQHXH3DVVDW9DULDQW
Um in der Geschäftswelt bestehen zu können, muss man innovativ sein und
dabei trotzdem ökonomisch denken. Genauso wie der neue Passat. Seine
Müdigkeitserkennung1) oder die dynamische Fernlichtregulierung „Dynamic
Light Assist“ 2) sind Technologien, die sich zum ersten Mal in einem Auto
seiner Klasse finden. Und auch sein geringer Verbrauch von durchschnittlich nur
4,4 Litern auf 100 Kilometer 3) wird sowohl die Fahrer als auch die Controller
überraschen. Mehr Informationen unter www.volkswagen.de/grosskunden.
1) Aufgeführte Innovationen sind optional.
gern.
2) Ist zu einem späteren Zeitpunkt optional erhältlich. Ihr Volkswagen Händler informiert Sie
3) Passat Variant, 1,6-l-TDI BlueMotion Technology, 77 kW (105 PS), Dieselpartikelfilter, Kraftstoffverbrauch, l/100 km, innerorts 5,3/
außerorts 4,0/kombiniert 4,4; CO2-Emission, kombiniert 116 g/km. Gemäß RL 1999/100/EG, abhängig von Fahrweise, Straßen- und Verkehrsverhältnissen. Abbildung zeigt Sonderausstattung gegen Mehrpreis.
32
Management
der Motor eine zusätzliche Leistung erbringen
und verbraucht dabei im Schnitt weitere 1,8 Liter Treibstoff.
Den Motor abstellen lohnt sich schon bei einer
Minute Stillstand: Mit dem sonst verbrauchten
Benzin kann man 400 Meter fahren. Theoretisch
rechnet es sich schon nach drei Sekunden, den
Zündschlüssel zu drehen. Praktisch ist das aber
nur bei längerem Stehen an Baustellen-Ampeln
oder Bahnübergängen.
Die Zahlen sprechen für sich
Bei LeasePlan wurden zwischen dem ersten
Quartal 2007 und dem vierten Quartal 2008
veranstaltete Öko-Fahrtrainings mit Dienstwagennutzern aus Kunden-Fuhparks mit drei- und
vierstelligen Flottengrößen statistisch ausgewertet. Danach lagen schon auf Anhieb die
erzielten Einsparungen durch verbrauchsoptimierte Fahrweise im Durchschnitt aller Trainings-Teilnehmer bei 4,9 Prozent. Das würde
auf den oben zitierten Beispiel-Fuhrpark projeziert noch einmal eine Treibstoffkosten-Ersparnis von mehr als 56.000 Euro im Jahr bedeuten.
Das eigentliche Potenzial solcher Maßnahmen
liegt aber wohl noch deutlich höher: Denn die
jeweils besten Fahrer des Trainings – zugegeben
Einzelfälle – lagen im Durchschnitt sogar noch
7,3 Prozentpunkte unter den Werksangaben
der Hersteller! Bezogen auf den Realverbrauch
im Fuhrpark vor Trainingsbeginn bestünde somit sogar ein theoretisches Einspar-Potenzial
von nahezu 25 Prozent und damit im BeispielFuhrpark von mehr als 280.000 Euro jährlich
– theoretisch, nicht sofort, nicht durch jeden
Fahrer. Wenn aber die Öko-Trainings nachhaltig
veranstaltet würden, wäre schon die Hälfte dieses Betrages ein lohnenswertes Ziel, das im übrigen sogar auch noch über dem Ergebnis läge,
das durch eine technologische Optimierung des
Fuhrparks erzielt werden könnte.
Nachhaltige Veranstaltung der Ökotrainings ist
wichtig
Es ist denn auch so, dass die LeasePlan-Ergebnisse andernorts ihre Bestätigung fanden. So
meldete 2010 einer der größten Flottenbetreiber in Deutschland, die Telekom, ebenfalls ganz
klare Resultate im Hinblick auf die Sensibilisierung der Fahrer. Bereits 2009 seien 4.000 Fahrer
über Öko-Fahrtrainings für die Umsetzung der
Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in
punkto CO2 -Reduzierung geschult worden, bis
Ende 2010 sollten noch einmal 9.000 weitere
Fahrer folgen. Dabei wäre nach den Fahrerschulungen im Schnitt der Kraftstoffverbrauch der
Fahrzeuge um rund 10 Prozent reduziert worden.
Hochgerechnet auf die gesamte Flotte ergebe
sich dadurch bei den aktuellen jährlichen Kraftstoffkosten von rund 80 Millionen Euro ein Einsparpotenzial von jährlich acht Millionen Euro.
Zudem dürfe seit April 2010 bei der Telekom
kein Dienstwagen mehr angeschafft werden,
der laut Herstellerangaben mehr als 190 g CO2/
km emittiere. Im Dezember 2010 erhielt das Un-
Flottenmanagement 2/2011
Der Volvo V 70 DRIVe spart nach Werksangaben
10,9 Prozent Treibstoff
ternehmen für seine Nachhaltigkeits-Strategie
das „Bluefleet“-Zertifikat des TÜV Rheinland.
Anderes Beispiel: Die Stadt Darmstadt hatte
bereits 2006 im Sinne des Klimaschutzes damit
begonnen, ihre Mitarbeiter mit ökologischen
Fahrtrainings zu energiesparendem Autofahren
anzuleiten. Durch das Öko-Fahrtraining wären
hier zehn bis 20 Prozent der Betriebskosten
eingespart worden. Insgesamt will die Stadt
bis 2015 den Gesamtausstoß an Kohlendioxid
um weitere 20 Prozent verringern. Die FahrerErfahrungen aus dem Öko-Fahrtraining hier:
Ersparnis von etwa einem Liter Sprit pro 100 Kilometer auf der gewohnten Fahrstrecke.
In Summe lässt sich also grob festhalten: Durch
Spritspar-Trainings, die allerdings auch nachhaltiger durchgehalten werden müssen und
sinnvollerweise durch Spritspar-Wettbewerbe
im Unternehmen ergänzt werden sollten, sind
auf Anhieb etwa fünf bis zehn Prozent Kostenersparnis zu erzielen, durch konsequenten Einsatz
von so genannten „Blue“-Modellen etwa weitere 10 Prozent. Damit dürften insgesamt etwa
15 bis 20 Prozent Treibstoffkosten-Ersparnis
drin sein. Schon diese Werte würden bei dem
eingangs zitierten 500 Wagen-Beispiel jährlich
rund um die 200.000 Euro Einsparung ausmachen, die das Unternehmen mehr in sein Kerngeschäft investieren könnte.
Nicht zu vergessen die längerfristige Wirkung,
wenn denn möglichst viele Fuhrparks diese
Maßnahmen anwenden würden: Eine sinkende
Nachfrage nach Treibstoffen mag ja auch helfen, deren Preise auf Dauer im Rahmen zu halten – oder gar zu senken.
Spritspar-Trainings können auf Anhieb zwischen
fünf und zehn Prozent Kosten-Ersparnis einbringen
EASY PROFESSIONAL LEASING*
www.peugeot-professional.de
OHNE ANZAHLUNG INKL.
3 Jahren Garantie
3 Jahren Übernahme aller Wartungskosten
und Verschleißreparaturen
3 Jahren Mobilitätsgarantie „Professional Assistance“
Zeit, beides zu verbinden.
Kraftstoffverbrauch kombiniert: 5,0–4,5 l/100 km. CO2-Emission: 130–116 g/km. Nach Messverfahren RL 80/1268/EWG.
*
Zusätzlich zur Herstellergarantie gelten für 36 Monate bzw. eine Laufleistung von max. 90.000 km die Bedingungen des optiway-ServicePlus-Vertrages. Easy Professional Leasing-Angebote
sind auch mit einer Laufzeit von bis zu 48 Monaten und einer Laufleistung von bis zu 120.000 km möglich.
PEUGEOT 508 SW BUSINESS LINE.
Der neue PEUGEOT 508 SW Business Line begeistert die Jury des red dot design
awards und Ihre Mitarbeiter gleichermaßen: Mit neuem, dynamischem Design
und der hochwertigen Komfort-Ausstattung, zahlreichen technischen Extras
wie Einparkhilfe, Sitzheizung vorne sowie Navigations- und Telematiksystem
u. v. m. Darüber hinaus profitieren Sie von guten Angebotskonditionen, niedrigen
Verbrauchswerten und einem hohen Wiederverkaufswert.
34
Management
Zu Besuch im
Audi Zentrum Koblenz, bei der
Löhr & Becker AG
Ein Partner
der punktgenau versteht
„Die Kundenbetreuung steht immer im Mittelpunkt“: Empfang des Audi Zentrums Koblenz
Morgens um neun war die Welt in jenem Audi
Zentrum, das zur Löhr & Becker AG in Koblenz
gehört, bemerkenswert in Ordnung am 11. März.
Das Fachgespräch „Audi im Flottenmarkt an der
Front“ fand in lockerer Atmosphäre und bei guter
Stimmung statt. Es war insbesondere auch den
beiden Vertretern eines Audi-Firmenkunden an
diesem Tag anzumerken, dass sie sowohl mit
den Audi-Produkten im Fuhrpark, als auch mit
der Betreuung durch das Audi Zentrum Koblenz
hochzufrieden sind. Und es mag bisweilen auch
für einen Automobilhersteller und ein Autohaus
nichts Schöneres geben, als wenn der Kunde das
sagt.
„Firmenwagen sind einerseits etwas Repräsentatives, für uns sind die Fahrzeuge auch in
der Außenwirkung gegenüber unseren Kunden
wichtig, wir wollen uns auch darüber professionell darstellen“, begründet eingangs Anthony M. Blencowe, Geschäftsführer der Videojet
Technologies GmbH in Limburg, die Wahl der
Marke Audi für seinen User Chooser-Fuhrpark.
„Andererseits müssen sie aber auch Nutzfahrzeuge in Anführungszeichen sein, BewegungsInstrumente für unsere Außendienst-Mitarbeiter. Die legen natürlich Wert darauf, sicher und
zuverlässig zu fahren. Ein zuverlässiges Fahrzeug bringt sie sicher zum Kunden und wieder
nach Hause, sie können ihre Termine einhalten,
und wir können unsere Geschäfte abschließen.
Somit spiegelt sich die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs hernach auch in der betriebswirtschaftlichen Betrachtung wider.“
Mit derzeit weltweit über 275.000 installierten
Systemen zählt sich Videojet Technologies zu
den erfolgreichsten Anbietern von industrielFlottenmanagement 2/2011
1988 als weltweit erstes Audi Zentrum eröffnet
len Kennzeichnungssystemen. Das Sortiment
umfasst Klein- und Großschrift-Tintenstrahldrucker, Laser-Kennzeichnungssysteme, Thermotransfer-Drucksysteme, Codier- und Etikettier-Systeme. Das Unternehmen befindet sich
seit über 40 Jahren im Markt, der Fuhrpark in
Limburg umfasst momentan rund 120 Fahrzeuge. In der Unternehmensgruppe sind es zirka
1.200.
„Bei allen Kriterien, die im Flottenmarkt besonders relevant sind, die sich in Zahlen,
Daten, Fakten aufführen lassen,“ ergänzt
Ralf Weichselbaum, Leiter Verkauf an Großkunden bei der AUDI AG, aus Sicht des Fahrzeugherstellers einleitend, „belegen unsere
Marktforschungen aber auch: Das Automobil
ist auch hier ein sehr emotionales Thema.
Die Dienstwagen-Beschaffung ist für Unternehmen deshalb immer auch eine Frage der
Arbeitgeber-Attraktivität. Auch aus diesem
Grund setzen unsere Kunden auf Audi.“
Die Marke habe in den vergangenen Jahren
eine bemerkenswerte Entwicklung erreicht
und setze ihren Weg an die Spitze des Premiumsegments konsequent fort. „Heute hat
Audi einen einzigartigen Marken-Klang“,
führt Weichselbaum weiter aus. „Audi ist der
Erfinder des quattro, wir sind TDI-Pionier und
haben den Aluminium-Leichtbau in die Großserie gebracht. Audi steht für Vorsprung durch
Technik, den wir mit jedem unserer Modelle
aufs Neue belegen.“
„Mit unserem Kunden Videojet sitzt ein sehr
erfolgreiches Unternehmen mit am Tisch sitzt,“
beleuchtet Hans-Jürgen Persy, Vorstandsvorsit-
zender der Löhr & Becker AG, noch einen weiteren Aspekt, „das richtet die Markenwahl nicht
nur an Zuverlässigkeit und Effizienz des Produktes aus, sondern auch an der Innovationskraft der Marke. Ein Unternehmen wie Videojet
sucht natürlich auch erfolgreiche Partner, erfolgreiche Kunden kaufen auch gern bei Gewinner-Marken. Wir bei Löhr & Becker haben uns
bereits 1973 ganz bewusst für Audi entschieden
und 1988 das weltweit erste Audi Zentrum eröffnet. Audi bietet unseren Kunden nicht nur
Ralf Weichselbaum,
AUDI AG:
„Das Automobil ist
ein sehr emotionales
Thema. Die Dienstwagenbeschaffung
ist deshalb auch eine
Frage der Arbeitgeber-Attraktivität.
Auch aus diesem
Grund setzen unsere
Kunden auf Audi.“
technologisch unheimlich viel, sondern auch
eine starke, faszinierende Marke.“ Hier spielt
auch das wegweisende Design aus Ingolstadt
eine entscheidende Rolle: „Solch emotionale Autos fahren zu können, ist auch für einen
Dienstwagen-Nutzer eine inspirierende Erfahrung.“
Persy unterstreicht die lange Löhr & Becker-Tradition, geht auf die Unternehmens-Gründung
Management
35
„Unser Ziel ist in jeder Hinsicht eine Premium-Dienstleistung“: Ralf Weichselbaum (Audi AG), Anke Wirth (Löhr &
Becker), Anthony M. Blencowe (Videojet), Jens Janßen
(Videojet), Hans-Jürgen Persy (Löhr & Becker) und Mike
Mahr (AUDI AG, v. li.)
im Jahr 1892 ein und berichtet, dass Carl Löhr schon Anfang des 20. Jahrhunderts Werksfahrer für Adler gewesen sei. „In unserem Archiv finden
Sie noch viele faszinierende Bilder aus dieser Zeit; bei Löhr & Becker ist
über die Jahrzehnte eben auch viel Marken-Substanz gewachsen“, betont
der Vorstandsvorsitzende. „Heute betreiben wir vier der 194 Leistungszentren des Volkswagen-Konzerns, in denen Audi neben den anderen
starken Marken unser Premium-Dach ist. Welche Faszination von den vier
Ringen heute ausgeht, sehen wir gerade bei unseren mehrtägigen Fahrevents. Das Interesse, eines der Audi-Modelle intensiv erleben zu können,
ist überwältigend.“
„Bei Audi steht neben dem Produkt seit jeher immer die Kundenbetreuung im Mittelpunkt“, ergänzt Mike Mahr, Regionalleiter der Audi Region
West. „Persönlicher, individueller Service – darauf können die Menschen
bei Audi zählen. In unseren fünf Vertriebs-Regionen arbeitet unser qualifizierter Außendienst sehr intensiv mit den Kunden und den Händlern
zusammen und trägt dafür Sorge, dass unsere Begeisterung beim Kunden
ankommt.“
„In dieser Beziehung sind wir auch mit unseren 14 Gebietsleitern für das
Großkundengeschäft in Deutschland sehr gut aufgestellt“ pflichtet Ralf
Weichselbaum bei. „Kundenbetreuung ist ein entscheidendes Thema,
heute mehr denn je. Sie müssen mehr als den Namen des Kunden kennen,
auf seine Bedürfnisse und Wünsche individuell eingehen können, ihm
mit schnellem und zuverlässigem Service zur Seite stehen. Überall dort,
wo der Kunde mit der Marke in Berühung kommt, wollen wir unser Premium-Versprechen mehr als erfüllen – wir wollen ihn positiv überraschen.“
„Die Marke hat eine bemerkenswerte Entwicklung erreicht“: Showroom des Audi Zentrums Koblenz bei Löhr & Becker (o.)
„Überall dort, wo der Kunde mit der Marke in Berührung kommt...“: NeufahrzeugKonfigurator im Foyer (u.)
„Natürlich ist das treibende Moment das Image, einen Audi fahren zu
können”, unterstreicht Anthony M. Blencowe für den Kunden Videojet.
„In unserer Geschäftsleitung wurde traditionell immer gern Audi gefahren, das gilt nach wie vor. Das Schöne daran ist – das wird auch von den
Mitarbeitern so zur Kenntnis genommen –, dass alle Modelle, in unserem Fall vom A4 bis zum A6 in den verschiedenen Motorisierungen und
Ausstattungsvarianten, durchweg überzeugen: Die Fahrzeuge sind sehr
hochwertig, ganz gleich, in welchem Fahrzeugsegment, das ist ein durchgängiges Konzept. Außerdem setze ich mich in einen Audi hinein und
fühle mich wohl. Schließlich ist es für mich als Unternehmensleitung inFlottenmanagement 2/2011
36
Management
teressant zu beobachten, dass meine Mitarbeiter beim Auftritt vor dem Kunden mit solchen
Fahrzeugen auch die Wertigkeit unserer Marke
widerspiegeln.“
„Wie ein Mensch, der einen Raum betritt, sofort
bemerkt, ob er sich wohl fühlt, so ist das auch
beim Auto”, pflichtet Ralf Weichselbaum bei.
„Der Mitarbeiter verbringt viel Zeit in diesem
Auto, er möchte komfortabel Platz haben, sich
aber auch nicht im Auto verlieren. Er wünscht
sich ansprechende Materialien und dass sich
alle Bedien-Funktionen an dem Platz befinden
und so funktionieren, wie er es intuitiv erwartet.“
Anschließend vertiefen die Gesprächsteilnehmer das Thema Kundenbetreuung durch die
Löhr & Becker AG. „Das ist grundsätzlich schon
ein sehr spannendes Dreiecksverhältnis, dass
Sie immer wieder in der Balance halten wollen”, führt Anthony M. Blencowe die Sicht des
Kunden ein. „Auf der einen Seite haben Sie den
Mitarbeiter, der sein Wunsch-Fahrzeug haben
möchte, auf der anderen Seite leben Sie die
Unternehmens-Philosophie, selbst so wenig wie
möglich mit den Fahrzeugen zu tun haben zu
wollen. Wir sind nun einmal industrieller Kennzeichner und kein professioneller Fahrzeughalter. In einer solchen Situation brauchen Sie einen Partner, der das punktgenau versteht und
ernst nimmt. Dieses Dreiecksverhältnis muss
immer wieder kultiviert und gepflegt werden,
dass es nicht aus der Balance gerät. Und das gelingt den Mitarbeitern von Löhr & Becker, glaube ich, sehr gut.”
Anthony M. Blencowe,
Videojet:
„Firmenwagen sind
einerseits etwas Repräsentatives, für uns sind
die Fahrzeuge auch in der
Außenwirkung gegenüber
unseren Kunden wichtig,
wir wollen uns auch darüber professionell darstellen. Andererseits müssen
sie aber auch Nutzfahrzeuge in Anführungsstrichen
sein.“
„Wir hatten früher mit einem Lieferanten zu
tun, bei dem es zu sehr vielen Rückfragen kam”,
erinnert sich Jens Janßen, Fuhrparkverantwortlicher bei Videojet. „Wenn ich dagegen bei
Löhr & Becker entsprechende Aufträge ins Haus
gebe, läuft nach einer kurzen Abstimmung alles
reibungslos. Es ist für mich im Tagesgeschäft
wichtig, dass ich so wenig wie möglich Berührungspunkte habe. Die nächste Kontaktaufnahme besteht dann darin, dass das Fahrzeug
von hier aus direkt zum Mitarbeiter geliefert
wird. Ausschlaggebend für die Geschäftsbeziehung zu Löhr & Becker waren letztlich das
komplette Konzept, das uns hier geboten wurde, und die relative Nähe zu unserem Hauptsitz
in Limburg. Schon bei den ersten Besuchen der
Mitarbeiter der Löhr-Gruppe kam auf unserer
Seite ein gutes Bauch-Gefühl hoch, daher fiel
im Januar 2009 die Entscheidung zu Gunsten
dieses Lieferanten.”
Flottenmanagement 2/2011
„Flottenmarkt an der
Front“ in Koblenz: Bernd
Franke (FM), Ralf Weichselbaum (AUDI AG), Mike
Mahr (AUDI AG), Hans-Jürgen Persy (Löhr & Becker),
Jens Janßen (Videojet),
Anthony M. Blencowe (Videojet), Anke Wirth (Löhr
& Becker) und Erich Kahnt
(FM, v. li.)
„Das Verhältnis muss
immer wieder kultiviert und gepflegt
werden“ (re.)
„Als wir die ersten Gespräche mit
Videojet führten,
bemerkten wir recht schnell den hohen
Anspruch, dem wir unbedingt gerecht werden sollten“, bestätigt Anke Wirth, Leiterin
Vertrieb Groß- und Firmenkunden bei der
Löhr & Becker AG. „Um auf die Bedürfnisse
der in Deutschland verteilten Videojet-Gesellschaften optimal eingehen zu können,
haben wir für diesen Kunden ein eigenes
Betreuungs-Team zusammengestellt. Die Großkundenabteilung besteht aus zertifizierten
Flottenmanagementberatern, die auch für
Prozess-Optimierungen zuständig sind. Weiter
spielen Themen wie UVV, Ladegut-Sicherung
oder Führerscheinkontrolle eine wichtige Rolle.
Unser Ziel ist in jeder Hinsicht eine PremiumDienstleistung. Diese bieten wir mit qualifizierten Ansprechpartnern (Großkunden-Berater und
Verkäufer) für den Kunden, von denen jeder auf
seinem Gebiet Spezialist ist. Damit für alle Beteiligten ein optimaler Informationsfluss gegeben ist, führen wir eine stetig aktualisierte
Online-Akte.“
„Im Hinblick gerade auch auf die Betreuungsqualität begannen wir 1998 mit einer neuen
Konzeption”, ergänzt Hans-Jürgen Persy. „Wir
setzen seither neben qualifizierten Großkunden-Verkäufern auch ein Team von professi-
onellen Keyaccountern ein. Es geht ganz entscheidend auch darum, für den Kunden Fuhrparkmanagement-Aufgaben zu lösen mit einem
funktionierenden Dialog auf hohem Niveau.“
Stellt sich noch die Frage, wie letztlich sichergestellt werden kann, dass der DienstwagenNutzer, der User Chooser, der alle drei oder vier
Jahre die relativ freie Auswahl im Rahmen der
Car Policy hat, dann auch der Marke treu bleibt.
„Die Ergebnisse unserer Marktforschung zeigen,
dass je größer die Wahlfreiheit ist, umso eher
entscheidet sich der User Chooser für Audi”, verdeutlicht Ralf Weichselbaum. „Der entscheidende Punkt ist dabei der direkte Draht zum User
Chooser, in diesem Fall im Hause Löhr & Becker.
Hier vor Ort lässt er sich beraten über Ausstattungsvarianten und Lieferbedingungen, hier
wird für ihn das konkrete Angebot erstellt, und
hier genießt er individuellen, zuvorkommenden
Service.“
„Ich kann das so nur bestätigen”, pflichtet Anke
Wirth für das Audi Zentrum Koblenz bei. „Wenn
der Kunde mit seinem Audi, mit unserem Service und Betreuungskonzept zufrieden war,
wenn wir unseren Job gut gemacht haben, ist
die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er wieder Audi wählt.”
#DQ$@FKD% RXLLDSQHBLHS BSHUD!Q@JHMF3DBGMNKNFHD
+ÓKHUHU6WUD¼HQNRQWDNW
EHLP%UHPVHQ
*HZLFKWVRSWLPLHUWHU
$XIEDX
*ŘQYDQDQ!QDLRVDF
@TESQNBJDMDQTMC
M@RRDQ%@GQA@GM
5DQADRRDQSD
*Q@ESRSNEEDEkYHDMY
%HVVHUH7UDNWLRQXQG
+DIWXQJDXIWURFNHQHUXQG
QDVVHU)DKUEDKQ
(UKÓKWHJOHLFKPÁ¼LJH
'UXFNYHUWHLOXQJ
5DQADRRDQSDR'@MCKHMFADH
-ĖRRDTMC3QNBJDMGDHS
VVVFNNCXD@QCD
!DRTBGDM2HDTMRADHE@BDANNJBNL&NNCXD@Q#DTSRBGK@MC
!DRRDQD!QDLRDHFDMRBG@ES
TMCLDGQ&QHO@TE
SQNBJDMDQ%@GQA@GM
38
Management
ElektrischeImpulse
Gedanken zu Alternativantrieben:
Exklusivbericht vom BME-Thementag
„Nachhaltige Fuhrparkkonzepte“
Am 7. Februar war es wieder soweit: Fuhrparkverantwortliche, Autohersteller, Leasinganbieter sowie Stromanbieter trafen sich auf dem BME-Thementag in Sulzbach/ Taunus, um über das brandaktuelle Thema „Nachhaltige Fuhrpark-Konzepte“
zu diskutieren.
Dass natürliche Ressourcen wie Erdöl zur Neige
gehen, ist kein Geheimnis. Das Patent von 1855
auf die Herstellung von Kerosin aus Kohle oder
Erdöl, das dem kanadischen Mediziner Abraham
T. Gesner in den USA erteilt wurde, gilt als Startschuss der Epoche der modernen Erdölindustrie. Ursprünglich suchte man nach alternativen,
preisgünstigen Brennstoffen zu Walöl. Stand
heute: Erdöl ist der wichtigste Energieträger auf
unserem Planeten sowie Ausgangsstoff für die
chemische Industrie. Die Debatte über das Verschwinden der Erdölvorräte alarmiert Industrie
und Wirtschaft: Welches Szenario offenbart sich
der Menschheit, wenn das Erdöl alle ist?
Beim BME-Thementag „Nachhaltige Fuhrparkkonzepte – diskutieren und erleben!“ bekamen
Flottenverantwortliche mittels verschiedener Experten- und Praxisberichte einen interessanten
Einblick über neue, mögliche sowie flottentaugliche Technologien, die sogar während der Pausen
via Probefahrt praktisch erprobt werden konnten.
Die Absenkung von Kraftstoffverbrauch und Abgasemissionen gehörte in den letzten Jahren zu
den Hauptaufgaben in der Fahrzeugentwicklung.
Während laut Bundesregierung 2012 65 Prozent
der Neuwagen auf einen Wert von 130 Gramm
CO2 pro Kilometer kommen müssen, sollen 2015
100 Prozent der Fahrzeuge diesen Emissionswert
nicht überschreiten. Können die Hersteller diesen
Grenzwert nicht erreichen, drohen Geldbußen.
Flottenmanagement 2/2011
Für den Flottenbetreiber steht die Fuhrparksteuerung deshalb ganz unter dem Stern Umwelt plus
Nachhaltigkeit.
Peter Stamm, Leiter Flottenmanagement und
Personentransfer bei der Boehringer Ingelheim
Pharma GmbH & Co. KG und Mitglied der BMEFachgruppe Fuhrparkmanagement, begrüßte
zu Beginn die Teilnehmer und lud diese zu aufschlussreichen Vorträgen über Umweltaspekte im
Fuhrpark, alternative Antriebe sowie viele weitere
„Pro-grüne-Flotte“-Themen ein. Mit „Steuerung
eines Fuhrparks unter Umweltaspekten“ eröffnete
Oliver Dehne, Leiter Consulting bei der Car Professional Fuhrparkmanagement und Beratungsgesellschaft mbH & Co. KG in Hamburg die Vortragsrunde. Warum sich Unternehmen zunehmend für
eine grüne Flotte entscheiden, sei offensichtlich:
Das Unternehmensimage solle in allen Geschäftsbereichen verbessert werden – es gelte, sich für
ein umweltfreundlicheres Handeln und Denken
zu engagieren. In Bezug auf die Unternehmensflotte könnten engagierte Fuhrparkmanager eine
Verbesserung der Restwerte sowie damit verbundene, attraktivere Leasingraten langfristig erzielen. „Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich der
In der Pause tauschten sich Helene Lindh, Mitglied der
Geschäftsleitung bei der Carano Software Solutions
GmbH, und Patrizia Kaluza (Flottenmanagement),
über die vielen, aufschlussreichen Ergebnisse des BMEThementages aus (o.)
Gunter Glück, Geschäftsmitglied Kundenbetreuung
LeasePlan Deutschland GmbH, reflektierte den Interessenkonflikt „Umwelt – Kosten – Motivation“ mit dem
Ziel, Kunden auf dem Weg zu einer grünen Flotte erfolgreich zu begleiten (li.)
Markt letztendlich entwickelt“, so Oliver Dehne,
denn eine umweltfreundlichere Flotte nütze umweltbewussten Flottenbetreibern nichts, wenn
sich dabei das falsche Fahrverhalten der Dienstwagenfahrer nicht ändere. Grenzwertdefinitionen
sowie ein so genanntes Bonus-Malus-System –
ein „Belohnsystem“ – für die Dienstwagenfahrer
könnten diese dahingehend sensibilisieren, sich
für ein verbrauchsarmes Fahrzeug zu entscheiden. Die Umsetzung einer grünen Flotte sei ein
Vorhaben, an dem alle – Fuhrparkleiter, Personalabteilung, Marketingabteilung, Einkauf, Vertrieb,
Geschäftsführung aber auch der Dienstwagenfahrer – teilnehmen müssen, um auch erfolgreich zu
sein.
seat.de
VIEL RAUM. KNAPP KALKULIERT.
DER SEAT ALHAMBRA, IBIZA ST KOMBI UND EXEO ST KOMBI FÜR IHRE FLOTTE.
SEAT ALHAMBRA 318 €/MONAT 1
inklusive Business-Paket Reference
SEAT IBIZA ST KOMBI 180 €/MONAT 2
inklusive Business-Paket Reference
SEAT EXEO ST KOMBI 270 €/MONAT 3
inklusive Business-Paket Reference
SEAT sorgt für schlanke Betriebskosten in Ihrem Fuhrpark. Dazu gehören günstige Monatsraten und komfortable Business-Pakete* z.B. mit Climatronic, Bluetooth®Schnittstelle inkl. integrierter Freisprechanlage, Gepäckraum-Paket, Geschwindigkeitsregelanlage u.v.m. Fehlt eigentlich nur noch eins: Die SEAT-Flotte näher kennen
zu lernen. Weitere Informationen zu unseren Flottenlösungen erhalten Sie telefonisch unter: 01805-208383** oder per Mail an: fi[email protected].
SEAT Alhambra 2.0 TDI Ecomotive, 103 kW (140 PS), Kraftstoffverbrauch (l/100 km): innerorts 6,9, außerorts 5,0, kombiniert 5,7; CO2-Emissionswerte (g/km): kombiniert 149.
SEAT Exeo ST 2.0 TDI CR, 88 kW (120 PS), Kraftstoffverbrauch (l/100 km): innerorts 7,4, außerorts 4,1, kombiniert 5,3; CO2-Emissionswerte (g/km): kombiniert 139.
SEAT Ibiza ST 1.2 TDI CR E-Ecomotive, 55 kW (75 PS), Kraftstoffverbrauch (l/100 km): innerorts 4,1, außerorts 3,0, kombiniert 3,4; CO2-Emissionswerte(g/km): kombiniert 89.
1
Z. B. der SEAT Alhambra 2.0 TDI CR Ecomotive Reference, 103 kW (140 PS), auf Basis der unverbindlichen Preisempfehlung von 26.252,10 € zzgl. MwSt.: 318 € monatl. Leasingrate bei 36 Monaten Laufzeit und jährlicher Laufleistung
von 30.000 km. 2Z. B. der SEAT Ibiza ST Reference 1.2 TDI CR E-Ecomotive, 55 kW (75 PS), auf Basis der unverbindlichen Preisempfehlung von 14.764,71 € zzgl. MwSt.: 180 € monatl. Leasingrate zzgl. MwSt. bei 36 Monaten Laufzeit
und jährlicher Laufleistung von 30.000 km. 3 Z. B. der SEAT Exeo ST Reference 2.0 TDI CR, 88 kW (120 PS), auf Basis der unverbindlichen Preisempfehlung von 21.840,34 € zzgl. MwSt.: 270 € monatl. Leasingrate bei 36 Monaten
Laufzeit und jährlicher Laufleistung von 30.000 km. Ein Angebot der SEAT Leasing für gewerbliche Kunden mit Großkundenvertrag, zzgl. Überführungskosten, gültig bis zum 31.12.2011. Die abgebildeten Fahrzeuge enthalten Sonderausstattung gegen Mehrpreis. *Je nach Modell unterschiedlich. **14 Cent/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG, maximal 42 Cent/Min. pro Minute aus den Mobilfunknetzen.
EINE MARKE DER VOLKSWAGEN GRUPPE
40
Management
Bernd Große Holtforth, Referent Business Development EMobility Fleet bei der RWE Effizienz GmbH, im Gespräch
mit Patrizia Kaluza (Flottenmanagement) über das mögliche Stromtankstellennetz der Zukunft (li.)
Peter Stamm, Leiter Flottenmanagement & Personentransfer bei der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
sowie Mitglied der BME-Fachgruppe Fuhrparkmanagement, übernahm den fachlichen Vorsitz und die Moderation beim BME-Thementag (re.)
Udo Lambrecht, Fachbereichsleiter Verkehr und
Umwelt, IFEU – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH, unterstrich die
bedeutende Wirkung aber auch die Folgen, die
durch den Einsatz verbesserter und alternativer
Antriebe entstehen könnten. Bei der Diskussion über die Notwendigkeit alternativer Antriebe
müsse sich die Menschheit auch mit dem Problem
der zunehmenden Verkehrsdichte befassen. Zwar
sei die Elektromobilität zusammen mit erneuerbaren Energien ein Pro für die Umwelt, doch man
müsse sich auch mit den Fragen rund um das
Thema Herstellung, Nutzen sowie Recycling der
Batterien beschäftigen. Umweltfreundlichkeit bedeute schließlich auch, dass die Hersteller eine
differenzierte Berücksichtigung auf die spätere
Entsorgung der Fahrzeuge – sprich auf die Materialien und die Batterie – schon heute in Angriff
nehmen müssen.
Zu Wort kamen auch die Hersteller. So luden Michael Christof und Frank Kemmerer, beide Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland in Berlin, zum
Vortrag „Powertrain Strategy“ ein, bei dem es um
nachhaltige Energiekonzepte und Mobilitätswege sowie alternative Antriebe bei Mercedes-Benz
ging. Dabei unterstreicht der Hersteller, dass die
Umsetzung einer „grünen Technologie“ und einer
pro-aktiven CO2-Steuerung eine Herausforderung
sei und Mercedes-Benz insbesondere auf seine
neuen Motorengenerationen ab 2011 setze. Faszination wolle man dabei stets auch mit Verantwortung verknüpfen, so Michael Christof. Auch der
Hersteller Mercedes-Benz hebt hervor, dass ein
grünes Energie-Management nicht allein durch
die Anschaffung von verbrauchsoptimierten Modellen zum Erfolg führ, sondern auch die Fahrer
beispielsweise durch Fahrertrainings eingebunden werden müssen. Großes Ziel des Herstellers
sind ein serienmäßiges Start-Stopp-System sowie
ein Direkteinspritzsystem, das auch über eine Direktstartfunktion des Motors verfügt. Sprit sparen, CO2-Reduktion, Materialneuheiten und technische Innovationen stehen hier im Vordergrund.
Dirk Breuer, Pressesprecher Technik bei der Toyota Deutschland GmbH in Köln, schnitt das
Thema nachhaltige Mobilität in Verbindung mit
einer Null-Emissions-Strategie an, und stellte damit den Weg des Herstellers Toyota mit dem richtigen Fahrzeugkonzept zur richtigen Zeit anhand
des Beispiels Toyota Prius als Plug-in-HybridModell für das Flottengeschäft der Zukunft vor.
Bereits seit 1997 beschäftigt sich der japanische
Hersteller mit der Vollhybridtechnik. Erfolgreiche
Flottenmanagement 2/2011
Strategien sind das Ergebnis von Forschung und
Technologienentwicklung, die sich in der Hybridtechnologie des Prius niederschlagen – wer an
dieser Stelle misstrauisch war, konnte sich auf
dem Gelände des Dorint Hotels in den Pausen ein
erstes Bild mittels Probefahrt mit dem Prius machen. Somit präsentiert Toyota durchaus als wettbewerbsfähiger Importeur ein Modell, das sich
für eine grüne Flotte eignen könnte. Letztendlich
kommt es künftig immer auf den Bedarfszweck
und die Nutzungskapazität solcher Alternativantriebe in einem Fuhrpark an.
„Elektromobilität mit Wasserstoff und Brennzelle“
schreibt sich die Adam Opel AG auf die Agenda.
Dr. Lars Peter Thiesen, Leiter Einführungsstrategie Wasserstoff und Brennstoffzelle Europa bei
der Adam Opel AG, erläutert den Teilnehmern
die Strategie der Rüsselsheimer, CO2-Emissionen
zu reduzieren und Alternativantriebe zu fördern
– dabei steht der Entwicklungsstand der Brennstoffzellentechnologie am Beispiel Opel Ampera
im Vordergrund, der Ende 2011 in den regulären
Verkauf gehen soll. Warum Brennstoffzelle? Am
Beispiel des Testmodells Opel HydroGen4 – ein
Brennstoffzellensystem der vierten Generation
– könne der Hersteller bereits jetzt hohe Reichweiten, ohne Einschränkungen bei der Fahrzeuggröße oder Funktionalität hinnehmen zu müssen,
Null-Emissionen, Alltagstauglichkeit, Dynamik,
Systemhaltbarkeit und selbst einen Betrieb bei
Minustemperaturen als Ergebnis hervorheben.
Offen bleibt – wie bei den meisten alternativen
Antriebstechnologien –, wie sich dieses Konzept
in der Gesamtstrategie der Alternativantriebe in
Zukunft einordnen wird.
Gunter Glück, Geschäftsleitungsmitglied Kundenbetreuung LeasePlan Deutschland GmbH aus
Neuss, vertrat die Leasing-Branche auf dem BMEThementag. „Elektromobilität unter Aspekten der
Total Costs of Ownership”, lautete sein Vortrag.
LeasePlan ist bereits seit 2007 aktiv dabei, mit
einem so genannten Greenplan das Umweltengagement von Flottenbetreibern zu fördern; bedeutsam sei auch ein wirksames Incentive-Programm:
Fahrertrainings mit dem Ziel „eco-Driver“. Thomas Dera, Abteilungsleiter Gebäudemanagement
der Stadtwerke Kiel AG und LeasePlan-Referenzkunde, skizzierte die Umsetzung der einzelnen
Maßnahmen: gezielte Fuhrparkanalyse und –Beratung, sinnvolle Kostenbewertung und regelmäßige Reportings, die Einblendung bisheriger
Negativ-Erfahrungen, die Unterstützung bei der
Fahrzeugbeschaffung und last but not least, die
Bereitstellung intelligenter Nutzungs- und Abrechnungskonzepte. So könnten Fuhrparkverantwortliche diesen schwierigen Balance-Akt zwischen Umwelt, Kosten und Motivation dauerhaft
und erfolgreich halten.
Und woher kommt die Energie unserer mobilen
Zukunft? René Caplan, Leiter Business Developement B2C RWE E-Mobility von der RWE AG
mit Sitz in Essen, schloss die Runde mit seinem
Vortrag „Zukunft Elektromobilität mit RWE“ und
interessanten Ansätzen und Fakten aus Sicht der
Energieversorger. Für RWE ist Elektromobilität ein
wichtiger Schritt in Richtung klimafreundliche
Mobilität. Letztendlich hinge der Erfolg dieses
Alternativantriebs von einer ausgereiften Bündelung aus grünem Strom und intelligenter Infrastruktur ab.
So endete ein informativer und aufschlussreicher
BME-Thementag, bei dem das Plenum interessiert
und angeregt diskutierte – nicht nur nachträglich zu den Vorträgen, auch während der Pausen
nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, Erfahrungen und Meinungen auszutauschen. Selbstverständlich steht das Thema noch am Anfang.
Doch die ersten Schritte in die richtige Richtung
sind getan. Elektromobilität sowie alternative
Antriebe sind aufgrund der Tatsache, dass der
fossile Brennstoff Erdöl unaufhaltsam zur Neige
geht, notwendig, um ein Mobilitätsnetz, das mit
der Weltbevölkerung wachsen wird, ermöglichen
zu können. Alle Beteiligten sind auf gutem Wege
– am Ende sind Verbraucher sowie Fuhrparkmanager als Kunden und Abnehmer für die alternative Antriebe gefragt. Denn ohne sie verpufft jede
technologische Innovationsidee. 2011 als Jahr
der Elektromobilität – ein guter Gedanke, den
jeder für sich einmal in den Vordergrund stellen
sollte. Schließlich werden unsere Gedanken auch
durch elektrische Impulse geleitet.
Frank Kemmerer und Michael Christof (v. li.), beide
Mercedes-Benz Vertrieb Berlin, stellten die
Powertrain Strategy von Mercedes-Benz vor (li.)
Es gibt mehr im Leben als Kostenminimierung.
Es gibt die Freude der AD-Mitarbeiter, das
Lob des CFO, das Gefühl, einen kleinen Beitrag
zum Umweltschutz zu leisten, und das Lächeln
beim Blick zurück in der Tiefgarage. Deshalb
gibt es den Volvo V60 oder Volvo S60 DRIVE.
ab 23.487,39 € *
Sparsam, effizient – und vor allem attraktiv. Die neuen Volvo S60 und Volvo V60 DRIVe Modelle sind nun auch schon mit
besonders günstiger Einstiegsmotorisierung erhältlich. Die Dieselmotoren mit Common-Rail-Direkteinspritzung und
84 kW (115 PS)* ermöglichen so noch ökonomischeres Fahren.
Dabei beeindrucken die exklusive Limousine und der vielseitige Sportkombi nicht nur durch ihren geringen Verbrauch,
sondern bringen auch eine Menge Fahrspaß in die gehobene Mittelklasse.
Erleben Sie den Volvo V60 DRIVe und den Volvo S60 DRIVe live bei einer Probefahrt, direkt bei Ihrem
Volvo Partner oder unter www.volvocars.de/fleet-DRIVe
* Unverbindliche Preisempfehlung der Volvo Car Germany GmbH ohne Überführungskosten für den Volvo S60 DRIVe 84 kW (115 PS):
Kraftstoffverbrauch im Testzyklus: innerorts 5,1, außerorts 3,9 und kombiniert 4,3 l/100 km; CO2-Emissionen im kombinierten
Testzyklus: 114 g/km.
Alle Preisangaben zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer. Angebot gültig bis 30. April 2011.
42
Management
Gelungener Start
Der Bundesverband Fuhrparkmanagement lud zum ersten offenen Verbandsmeeting ein, und über 90 Gäste kamen nach Berlin
Berlin – geplant war eine regionale Informationsveranstaltung, geworden ist es ein ausgebuchtes Event mit über 90 Gästen aus dem
gesamten Bundesgebiet. Der Bundesverband
Fuhrparkmanagement hatte am 07. Februar
2011 nach Berlin geladen. Ziel war es, den Verband und seine Ziele vorzustellen und die Gelegenheit zu geben, sich über die Verbandsarbeit
zu informieren. Daneben wurden den Teilnehmern auch aktuelle Fachvorträge angeboten.
Der Bundesverband hat seinen Sitz in Mannheim und damit in der Stadt, in der vor 125
Jahren von Carl Benz das Automobil erfunden
wurde. Dies, so Axel Schäfer, Geschäftsführer
des Verbandes, sei sicher nicht der Grund für die
Wahl des Verbandssitzes gewesen, aber so gesehen sei Mannheim ein glücklicher Zufall. Und
Carl Benz, so Schäfer weiter, hätte sich sicher
seinerzeit nicht träumen lassen, welche Dimension das Thema Mobilität einmal haben würde.
Die Ideal Versicherung a.G., als Gastgeber und
Gründungsmitglied, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort des Vorsitzenden der
Vorstände, Rainer M. Jacobus: „Es ist eigentlich erstaunlich, dass es bis Ende letzten Jahres
noch keinen solchen Verband für Fuhrparkbetreiber gab“, und „es war überfällig, den Bundesverband zu gründen.“ Damit traf er sicherlich den Nerv der Anwesenden und nicht zuletzt
vieler Mitglieder, die ebenfalls nach Berlin gekommen waren.
Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, MarcOliver Prinzing, skizzierte in seinem Vortrag
nochmals die Ziele und Hintergründe der Verbandsgründung. „Wir haben von Anfang an offene Türen eingerannt“, so seine Feststellung.
Bereits in der kurzen Zeit seit der Gründung
hat der Verband eine erfreuliche Entwicklung
erfahren. Geschäftsführer Axel Schäfer hat
Flottenmanagement 2/2011
mit Unterstützung der Vorstände und einzelner Mitglieder eine erfolgversprechende organisatorische Basis für die weitere Entwicklung
des Verbandes geschaffen. Neben der bereits
gestarteten intensiven Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde inzwischen die Homepage
um einen eigenen Bereich für die Mitglieder
erweitert. Neben Mitgliedern mit Fuhrparks
aller Größenklassen haben sich auch erste bekannte Fördermitglieder wie DEKRA, Dataforce
und Daimler Fleet Management dem Verband
angeschlossen. Zu den Beweggründen einer
Fördermitgliedschaft teilt DEKRA zum Beispiel
mit: „Wenn es um die sichere Mobilität von
Gütern und Menschen geht, vertrauen unsere
Kunden und Mitglieder auf die technische und
betriebswirtschaftliche Kompetenz und Erfahrung eines inzwischen weltweit tätigen Unternehmens. Mit diesem Know how wird DEKRA
künftig auch die Entwicklung und die Arbeit
des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement
unterstützen.“
Wie die Erwartung des Verbandes an die Mitglieder aussieht, stellte Prinzing in seiner Rede
nochmals klar: „Wir wollen Ihren Beitrag! Und
damit meine ich nicht Ihren Mitgliedsbeitrag
in Euro, sondern Ihre aktive Mitarbeit im Verband.“
Einer der nächsten Schritte ist eine stärkere
Orientierung in Richtung Nutzfahrzeugfuhrparks. Diese stehen ebenso im Fokus der Verbandsarbeit, wie die PKW-Fuhrparks. Hierzu
hatte der Vorstand am Morgen vor der Veranstaltung einen aus der Mitgliedschaft initiierten Beschluss gefasst. Eine Arbeitsgruppe unter
Leitung von Vorstandsmitglied Torsten Sievert
und den Verbandsmitgliedern Christian Reiter
und Thomas Diwersi wird sich gezielt um den
Aufbau der Leistungen für diese Mitgliedergruppe kümmern.
Eine der Leistungen des Verbandes, die bereits
seit Beginn angeboten wird, ist die kostenfreie
Rechtauskunft. Und so war es naheliegend,
dass zwei der mittlerweile sieben Verbandsjuristen in Kurzvorträgen einen Einblick in das
vorhandene Themenspektrum gaben. Rechtsanwalt Peter Rindsfus aus Hamburg gab einen
kurzen Einblick über das, was an Neuerungen
auf die Fuhrparkbetreiber in 2011 zukommen
wird. Zur Überraschung vieler zeigte im zweiten Vortrag Rechtsanwältin Inka Pichler aus
Wiesbaden auf, wie man sich die Kosten für
die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten
erstatten lassen kann. Das war auch für viele
anwesende Fuhrparkprofis eine überraschende
Neuigkeit. Im Mitgliederbereich der VerbandsHomepage stehen dafür bereits Musterformulare zum Download bereit. Den Mitgliedern des
Verbandes soll laut Mitteilung des Vorstandes in
kurzer Zeit eine umfassende Auswahl an Standardfomularen angeboten werden. Hierzu zählt
auch eine vom Juristen geprüfte Nutzungsvereinbarung für Dienstfahrzeuge.
Dass sich Fuhrparkmanager auch mit neuen
Themenbereichen befassen und an der kommenden E-Mobilität interessiert sind, aber noch
vorsichtig um bereits am Markt erhältliche alternative Antriebe kreisen, führte Marc A. Odinius, Dataforce, aus. So könnte man eines der
Ergebnisse der Fuhrparkleiterbefragung und
der E-Car-Studie der Dataforce zusammenfassen.
Marc A. Odinius, Geschäftsführer von Dataforce,
konnte mit einer Vielzahl interessanter Aussagen
und Zahlen zum aktuellen Fuhrparkgeschehen in
seinem Vortrag aufwarten. Dataforce, das jüngste Fördermitglied des Verbandes, hat eine umfassende Zusammenarbeit mit dem Bundesverband
vereinbart.
Am Ende gab Axel Schäfer noch einen kurzen
Überblick über die Möglichkeiten und den Nutzen einer Mitgliedschaft im Bundesverband.
Die regen Gespräche und Diskussionen nach
dem offiziellen Ende der Veranstaltung haben
gezeigt, dass eine der Ideen, die zur Verbandsgründung geführt haben, offensichtlich gerne
angenommen wird – nämlich unter anderem
auch eine Plattform für die fachliche und offene Kommunikation von Fuhrparkverantwortlichen und Fuhrparkdienstleistern zu bieten. Das
nächste offene Verbandsmeeting findet am 01.
April 2011 in Stuttgart statt. Dortige Schwerpunktthemen werden Dienstwagen-Nutzungsverträge und die Besteuerung von Firmenwagen sein, gerade vor dem Hintergrund der
geänderten Lohnsteuerrichtlinien (Unfälle mit
Firmenwagen) ein spannendes Thema. Informationen und kostenfreie Anmeldungen sind über
die Homepage des Verbandes www.fuhrparkverband.de zu erhalten.
SELEZIONE
Es gibt viele gute Gründe, sich für die Flottenspezialisten zu entscheiden: wirtschaftliche, geräumige, sportliche,
elegante. Und natürlich sparsame – schließlich ist unsere Flotte die CO2-ärmste Europas*. Mit unserer einzigartigen
Modellpalette und vielfältigen Serviceleistungen bieten wir für jeden Fuhrpark die optimale Lösung. Auch für Ihren.
WIR HABEN DAS ANGEBOT. SIE HABEN DIE WAHL.
* JATO-Studie: volumengewichteter durchschnittlicher
CO 2 -Ausstoß (g/km) unter Europas Top-10 der meistverkauften Automobilmarken 2010. www.jato.com.
Alternative Antriebe
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
44
Schweden-Power
Auf dem Genfer Automobil-Salon präsentierte der schwedische Premium-Hersteller eine seriennahe Version des ersten Diesel-Plug-in-Hybrids des Modells Volvo V60, die bereits 2012 in den Markt eingeführt
werden soll. Das Fahrzeug ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit
zwischen der Volvo Car Corporation und dem Energielieferanten Vattenfall. Der V60 Diesel-Plug-in-Hybrid kann sowohl ausschließlich mit Diesel als auch rein elektrisch gefahren werden. Als Elektrofahrzeug könne er eine Reichweite von 50 Kilometern erzielen. An der Hinterachse
arbeitet ERAD (Electric Rear Axle Drive) in Form eines Elektromotors
mit 70 PS, der seine Kraft aus einer zwölf kWh Lithium-Ionen-Batterie
bezieht und sie über ein Sechsgang-Automatikgetriebe überträgt.
Bi-Exzellenz
Der VW Polo BiFuel schafft laut Hersteller mit seinem
neuen Motor bis zu 1.400 Kilometer mit einer Tankfüllung. Der bivalente Antrieb des VW Polo BiFuel spare
Kraftstoffkosten und senke die CO2 -Emissionen. Der
neue 60 kW/ 82 PS starke 1,6 Liter-Vierzylinder benötige 7,6 Liter Autogas auf 100 Kilometer (123g / km CO2).
Der Gastank ist platzsparend in der Reserveradmulde
untergebracht. Im LPG-Betrieb könne er Reichweiten
von zirka 680 Kilometer erzielen; in Kombination mit
dem Benzin-Betrieb eine Gesamtreichweite von bis zu
1.400 Kilometer. Der Polo BiFuel ist in den Versionen
Trendline, Comfortline und Highline ab einem Preis
von 13.690 Euro netto erhältlich.
E-Projekt
Premiere
Ein Jahr nach Beginn des Elektromobilitätsprojektes „cologneE-mobil“
leitete Harry Kurt Voigtsberger, NRW-Minister für Wirtschaft, Energie,
Bauen, Wohnen und Verkehr, gemeinsam mit Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford Werke GmbH, mit symbolischem
Betanken des ersten Ford Transit Connect Electric einen weiteren Abschnitt des Feldversuches ein. Partner dieses Gemeinschaftsprojektes
sind neben den Ford-Werken die Stadt Köln, die RheinEnergie AG sowie die Universität Duisburg-Essen. Die Untersuchungen konzentrieren
sich auf den Alltag von batteriebetriebenen Fahrzeugen im innerstädtischen Lieferverkehr. Neben den zehn batteriebetriebenen Ford Transit
BEV kommen jetzt weitere zehn Ford Transit Connect Electric zum Einsatz. Fünf Ford Focus Electric folgen im Laufe des Jahres und komplettieren den Testfuhrpark.
Ab Ende 2011 wird von Renault der Kangoo Rapid Maxi
Z.E. die Elektrofahrzeugpalette des französischen Herstellers ergänzen. Die maximale Laderaumlänge beträgt
2,90 Meter mit umgeklapptem Beifahrersitz. Kunden
können den Renault Kangoo Rapid Maxi Z.E. mit den
gleichen Ausstattungsoptionen ordern, die für die Variante mit Verbrennungsmotor erhältlich sind. Darüber
hinaus ist eine Version mit fünf Sitzplätzen möglich. Der
Elektromotor
des Kangoo
Rapid Maxi
Z.E.
leistet
44 kW/ 60
PS. Je nach
Nutzungsbedingungen
könne
der
T r anspor ter
eine maximale Reichweite von bis zu 170 Kilometer erreichen. Das
Fahrzeug kann von Kunden ganz konventionell gekauft
oder geleast werden, lediglich die Lithium-Ionen-Akkus werden zu einem Pauschalpreis von 72 Euro netto
monatlich vermietet. Eine Batterieladung kostet laut
Hersteller durchschnittlich vier Euro.
Vorbestellung
Seit März können sich Kunden in elf europäischen Ländern eines der ersten 300 Exemplare des neuen Peugeot 3008 HYbrid4 sichern. Die Löwenmarke lanciert damit
eine Limited Edition eines Full-Hybrid-Diesels, der ab Herbst dann offiziell in den
Verkaufsstart geht. Der 3008 HYbrid4 verfügt über einen 120 kW/ 163 PS starken
HDi-Motor sowie einen 27 kW/ 37 PS starken Elektromotor, der die Hinterräder antreibt. Er verfügt über eine Lackierung in Perlmuttweiß sowie verchromte Türgriffe.
Schwarze Scheinwerfer-Masken mit speziellen LED-Leuchten, eine Lederausstattung
im Innenraum in Biton-Optik sowie eine lederüberzogene Armaturentafel sollen für
ein hochwertiges Ambiente sorgen. Panorama-Glasdach und eine vordere Parkhilfe
runden das Serienausstattungs-Paket des Peugeot 3008 HYbrid4 Limited Edition ab.
Flottenmanagement 2/2011
5=XYHUOÁVVLJ5:LUWVFKDIWOLFK5&2DUP
tGLH+\XQGDL)ORWWHQPRGHOOH
),50(1$872
'HU+\XQGDL+&DUJR6LW]HU
'HU]XYHUOÁVVLJH7UDQVSRUWHU
'HU+\XQGDLL[
'HUG\QDPLVFKH&LW\URDGHU
PLW:'RGHU:'
'HU+\XQGDLLFZ
'HUYLHOIÁOWLJH.RPSDNW.RPEL
0LWGHQ+\XQGDL)ORWWHQPRGHOOHQVLQG6LHIÙUDOOH+HUDXVIRUGHUXQJHQEHVWHQVDXIJHVWHOOW2EVHFKVVLW]LJHU7UDQVSRUWHUDOV
)LUPHQDXWRGHV-DKUHVDXVJH]HLFKQHWHU&LW\URDGHURGHUYLHOVHLWLJHU.RPSDNW.RPELtKLHUƄQGHQ6LHLPPHUKRFKZHUWLJH
4XDOLWÁWYHUHLQWPLWJHULQJHQ%HWULHEVNRVWHQXQGRSWLPDOHU$XVVWDWWXQJ0HKU,QIRUPDWLRQHQ]XXQVHUHQ)ORWWHQPRGHOOHQDXI
ZZZK\XQGDLƅHHWGH
(LQ$QJHERWIÙUGHQL[VRZLHDE(UVW]XODVVXQJIÙUGHQLFZPLW-DKUHQ)DKU]HXJJDUDQWLHRKQH.LORPHWHUEHJUHQ]XQJ-DKUHQ0RELOLWÁWVJDUDQWLHPLWNRVWHQORVHP3DQQHQXQG$ EVFKOHSSGLHQVWXQGtQXU
EHLWHLOQHKPHQGHQ+ÁQGOHUQt:DUWXQJHQLQELV]X-DKUHQQDFK+\XQGDL:DUWXQJV*XWVFKHLQKHIWJHPÁ¼GHUHQ%HGLQJXQJHQ
6LHJHU,PSRUWZHUWXQJ˜.OHLQHXQGNRPSDNWH*HOÁQGHZDJHQ689ˆL[&5'L
46
Alternative Antriebe
Ein Anfang
Das Elektroauto war und ist das beherrschende Thema, wenn es um die potenzielle Zukunft des Automobils geht. Das
Elektroauto hat, obwohl lange nur angekündigt, in vielen Fuhrparks – völlig zu
Unrecht – die Themen Erdgas, Autogas
und Hybrid vollständig verdrängt. War
die Diskussion lange nur rein theoretischer Natur, sind zwischenzeitlich die ersten Elektroautos im Markt verfügbar. In
Kooperation mit EurotaxSchwacke haben
wir uns die TCO, die Total Cost of Ownership, für die beiden kaufbaren Modelle
Citroën C-Zero und Misubishi i-MiEV einmal angeschaut.
Der Mitsubishi i-MiEV, der Peugeot iOn und
der Citroën C-Zero sind im wesentlichen baugleich, jedoch preislich leicht unterschiedlich
positioniert. Verglichen haben wir die TCO
der beiden Elektroautos mit dem aus unserer
Sicht vergleichbaren Citroën C1.
Folgende Annahmen wurden dabei von uns
für die erwarteten Service- und Maintenancekosten getroffen:
1. Die Service- und Wartungskosten fallen zirka 35% niedriger aus als bei vergleichbaren
Modellen mit Verbrennungsmotor (beispielsweise keine Motorölwechsel, keine Zahnriemenwechsel)
2. Durch das rekuperative Bremssystem der
Elektromobile gehen wir von rund 20% niedrigeren Verschleißkosten bei den Bremsen aus
3. Angenommene Kraftstoffpreise für diese
Analyse Super: 1,45 Euro / l
Strom: 0,2545 Euro / kWh
Flottenmanagement 2/2011
Gegenübergestellt haben wir die erwarteten
Gesamtkosten für eine Laufzeit von drei und
vier Jahren bei einer Jahreslaufleistung von
10.000 und 20.000 Kilometern. Wobei 20.000
Jahres-Kilometer wohl auch schon die Grenze
des überhaupt Machbaren darstellt bei einem
Fahrzeug, das rund 100 Kilometer mit einer
Stromfüllung fahren kann und ohnehin eher
in die Rubrik Kleinstfahrzeug einzuordnen
ist – also eher für regionale Fahrten und
Stadtfahrten einsetzbar.
Die Kostenübersicht zeigt: Elektrisch fahren
kostet derzeit rund das Doppelte als mit einem vergleichbaren Verbrenner. Vor allem der
rund dreieinhalbmal so hohe Kaufpreis macht
das Elektroauto heute noch unrentabel. Da
hilft es auch nicht, dass sowohl die Wartung
als auch die Kraftstoffkosten deutlich günstiger sind – der höhere Kaufpreis wird dadurch
nicht einmal ansatzweise aufgefangen; dazu
müssten viel mehr Kilometer gefahren werden
können.
So kostet der Kilometer im C1 bei einer Jahresfahrleistung von 10.000 Kilometern je
nach Haltedauer zwischen 39 und 41 Cent
(alle Preise netto) pro Kilometer, elektrisch
betrieben kostet der Kilometer dann jedoch
schon zwischen 74 und 86 Cent. Auch bei
Alternative Peugeot iOn
Peugeot verkauft seine Elektroautos nicht, sondern bietet diese als reines Leasingmodell an. Für
499 Euro netto monatlich gibt es den iOn bei einer
Laufzeit von 48 Monaten und maximal 10.000 Kilometern pro Jahr, Wartung inklusive. Hinzu kommt
dann nur noch der Strom und die Versicherung.
Bei dieser Variante, für gewerbliche Kunden unter
http://www2.peugeot.de/ion-auswahl/ zu finden,
trägt Peugeot dann auch gleich das Restwertrisiko.
Der Peugeot iOn würde dann bei 48 Monaten Laufzeit und 40.000 Kilometern Gesamtfahrleistung
monatlich 618 Euro kosten, ist also auf die Laufzeit
geringfügig günstiger als die Kaufvariante des CZero und des iMiEV. Dafür hat der Kunde dann aber
auch nicht die Wahl, den Wagen gegebenenfalls zu
behalten.
47
7&29HUJOHLFK0RQDWOLFKH.RVWHQQHWWR
/LVWHQSUHLV
.UDIWVWRIINRVWHQ
=LQVNRVWHQSD
-DKUHNPSD
5HVWZHUWLQ
$EVFKUHLEXQJ
605
9HUVLFKHUXQJ
.I]6WHXHU
.UDIWVWRII
0RQDWOLFKH.RVWHQ
.RVWHQSHUNP
&LWURsQ
0LWVXELVKL
&LWURsQ
&=HUR
L0L(9
&
¼ ¼ ¼
¼N:K
¼N:K
¼O
&LWURsQ
0LWVXELVKL
&LWURsQ
&=HUR
L0L(9
&
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
&LWURsQ
0LWVXELVKL
&LWURsQ
-DKUHNPSD
&=HUR
L0L(9
&
5HVWZHUWLQ
$EVFKUHLEXQJ
¼ ¼ ¼
605
¼ ¼ ¼
9HUVLFKHUXQJ
¼ ¼ ¼
.I]6WHXHU
¼ ¼ ¼
.UDIWVWRII
¼ ¼ ¼
0RQDWOLFKH.RVWHQ ¼ ¼ ¼
.RVWHQSHUNP
¼ ¼ ¼
einer deutlich höheren Jahresfahrleistung
von 20.000 Kilometern – für so ein kleines
Fahrzeug mit langen Ladezyklen wie erwähnt
schon recht optimistisch – wäre die Differenz
noch bei 23 bis 25 Cent versus 41 bis 48 Cent
pro Kilometer.
Dennoch: Als Test für den Praxiseinsatz im
Alltag ist ein Elektroauto in jeder größeren
Flotte gut aufgehoben. Ein Anfang muss einmal gemacht werden, denn wenn jeder nur
abwartet, gibt es weder echte Praxiserfahrungen noch eine motivierte Weiterentwicklung der Technologie.
-DKUHNPSD
5HVWZHUWLQ
$EVFKUHLEXQJ
605
9HUVLFKHUXQJ
.I]6WHXHU
.UDIWVWRII
0RQDWOLFKH.RVWHQ
.RVWHQSHUNP
&LWURsQ
0LWVXELVKL
&LWURsQ
&=HUR
L0L(9
&
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
-DKUHNPSD
5HVWZHUWLQ
$EVFKUHLEXQJ
605
9HUVLFKHUXQJ
.I]6WHXHU
.UDIWVWRII
0RQDWOLFKH.RVWHQ
.RVWHQSHUNP
&LWURsQ
0LWVXELVKL
&LWURsQ
&=HUR
L0L(9
&
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
¼ ¼ ¼
Warum so hohe Restwerte für die Elektrofahrzeuge?
EurotaxSchwacke hat die Restwerte für die Elektrofahrzeuge relativ hoch angesetzt, prozentual vergleichbar mit denen eines analogen Verbrenners. Wir haben nachgefragt, wie EurotaxSchwacke zu dieser Einschätzung kommt:
1. Wir gehen davon aus, dass sich die Batterietechnologie nur langsam entwickeln wird und in 3 bis 4 Jahren die Reichweiten noch nicht
signifikant größer und die Kosten noch nicht signifikant niedriger geworden sein werden. Das heißt, die ersten Elektrofahrzeuge werden
auch dann noch einigermaßen attraktiv sein.
2. Wir gehen davon aus, dass es in den nächsten Jahren zu einem
Nachfrageüberschuss auf dem Gebrauchtwagenmarkt kommen wird.
Wie bereits derzeit auf dem Neuwagenmarkt sind die Hersteller derzeit
(noch) nicht in der Lage die Nachfrage zu befriedigen, das Angebot ist
zu klein.
3. Wir gehen davon aus, dass sich die Situation in den nächsten Jahren
ändern wird, dass a) circa ab 2013 das Angebot auf dem Neuwagenmarkt die Nachfrage befriedigen kann, dass auf dem Neuwagenmarkt
erste Sättigungseffekte auftreten, und dass b) ab circa 2015 auch auf
dem Gebrauchtwagenmarkt ein ausreichendes Angebot verfügbar sein
wird und die Restwerte (in Euro) dann unter Druck geraten werden.
Flottenmanagement 2/2011
Quelle: EurotaxSchwacke
Alternative Antriebe
48
Alternative Antriebe
Vom 18. bis 19. Oktober findet in Münster die econfleet statt,
die neue Messe für nachhaltiges Fuhrparkmanagement. Flottenmanagement sprach mit Thomas Arabin, Leiter des Geschäftsbereiches Eigenveranstaltungen der Messe Münster.
Komprimiertes
praxisgerechtes Wissen
Flottenmanagement: Im Oktober findet die neue
Messe econfleet statt. Wie sind Sie darauf gekommen, warum braucht Deutschland noch eine Veranstaltung zum Thema alternative Antriebe?
Thomas Arabin: Wir sehen gerade aktuell in der
Diskussion um den neuen Kraftstoff E10, wie
schwer es ist, neue Produkte im Bereich der Mobilität zu etablieren. In Deutschland entfallen
rund 60 Prozent aller Neuzulassungen auf Gewerbe- und Flottenkunden, und diese große Zahl
an Firmenwagen sind nach wie vor überwiegend
konventionell angetrieben. Es ist aus unserer
Sicht wichtig, dass man insbesondere dieser Käufergruppe Innovationen näher bringt. Denn die
nachhaltige Verwendung von Energie und Ressourcen in der Mobilität ist ein ganz wichtiger
Faktor, wenn wir wirklich etwas für unsere Umwelt tun wollen.
Derzeit scheinen die entsprechenden Informationen bei den Gewerbe- und Flottenkunden aber
noch nicht so breit gestreut zu sein, dass eine
vernünftige – nachhaltige – Entscheidung für
die Wahl der Flottenfahrzeuge getroffen werden
kann. Die econfleet arbeitet diese Themen auf
und präsentiert alternative Antriebsmethoden
ebenso wie effiziente, günstige und sparsame,
konventionelle Fahrzeuge
Flottenmanagement: Nun gibt es ja schon einige
Veranstaltungen, die sich mit dem Thema alternative Antriebe beschäftigen, bis hin zu dem Arbeitskreis Elektromobilität der Bundesregierung.
Flottenmanagement 2/2011
Was hat Ihnen denn bei den bisherigen Veranstaltungen gefehlt, was will die econfleet anders
oder besser machen?
Thomas Arabin: Die econfleet geht nicht mit dem
Konzept der Elektromobilität ins Rennen, sondern die econfleet orientiert sich an dem Jetzt
und Heute. Und jetzt und heute gibt es eine Reihe von Alternativen, die nicht die Rolle spielen,
die sie spielen könnten: Es gibt bereits Erdgas
und Autogas als alternative Kraftstoffe und auch
die Hybrid-Technologie. Das alles wird aber kaum
mehr diskutiert; die Elektromobilität überstrahlt
alle Diskussionen. Dabei wissen wir alle: Die Elektromobilität ist nicht die Antwort auf die heutigen Fragen, sondern vielleicht die Lösung für die
mittlere Zukunft.
Das Konzept der Bundesregierung geht von einer
Million Elektrofahrzeuge bis 2020 aus. Die Frage
aber ist – unabhängig davon, dass das ja auch
nur eine geschätzte Zielvorgabe ist: Was kann
ich bis dahin tun, um den Fuhrpark effizient und
nachhaltig zu gestalten? Oder mache ich einfach
nichts und warte ab? Wir denken, das ist der
falsche Weg. Der Weg, den wir mit der econfleet
anbieten wollen, ist die richtige beziehungsweise
nachhaltige Fahrzeugwahl aus heutiger Sicht.
aus dem Einzugsgebiet in Norddeutschland und
dem Ruhrgebiet bis hin zu dem nordhessischen
Raum; dafür ist die Lage in Münster ideal. Aber
auch der Süden ist durch den Flughafen Münster/Osnabrück gut angebunden. Für die Ausstellung erwarten wir darüber hinaus Firmenchefs
aus der Region, die ihre Flotte ökologischer gestalten möchten.
Flottenmanagement: Jetzt haben Sie gerade zwischen der Messe und der Konferenz getrennt, und
die Konferenz als eher für den Flottenmanager relevant dargestellt. Was erwartet den Fuhrparkleiter denn auf der Konferenz?
Thomas Arabin: Ihn erwartet ein breites Angebot
an Vorträgen und Round-tables, bei dem die ökologischen Komponenten des Flottenmanagements
in den Vordergrund gestellt werden, darunter die
Nutzung der Fahrzeuge, die Anschaffung und die
Finanzierung. Darüber hinaus werden Leasinggesellschaften ihre Leasingkonzepte für alternativ
angetriebene Fahrzeuge vorstellen. Parallel dazu
werden Flottenmanager, die ihre Flotte bereits
ganz oder teilweise umgestellt haben, über ihre
praktischen Erfahrungen berichten.
Flottenmanagement: Wer ist denn die Zielgruppe der econfleet? Welche Besucher erwarten Sie,
wen möchten Sie als Besucher haben?
Flottenmanagement: Geht es bei der econfleet
nur oder überwiegend um CO2-Emmission, also
um Ökologie, oder geht es hier auch um die Kosten?
Thomas Arabin: Wir erwarten auf der econfleetKonferenz die Flottenmanager mit Schwerpunkt
Thomas Arabin: Das eine geht nicht ohne das
andere. Wir wissen, dass eine Entscheidung für
Alternative Antriebe
ein bestimmtes Antriebskonzept nicht nur eine ökologische Entscheidung sein kann, sondern dass es immer auch eine wirtschaftliche Entscheidung sein muss. Wir werden in den einzelnen Schwerpunkten – von Erdgas und Autogas bis zur Elektromobilität – die Themen Wirtschaftlichkeit und Ökologie gleichzeitig beleuchten. Ein Fuhrparkmanager möchte ganz klar für
seine Entscheidungen auch die Sparpotenziale, aber auch die
Risiken aufgezeigt bekommen. Die Restwertdiskussion ist bei
den Elektrofahrzeugen beispielsweise ein ganz heißes Thema.
Flottenmanagement: Wird es bei der econfleet nur um Theorie
gehen, oder gibt es auch die Möglichkeit, alternativ angetriebene Fahrzeuge selbst zu testen?
Thomas Arabin: Das wird der Kern der Ausstellung sein. Auf der
econfleet wird es eine breite Auswahl an alternativ angetriebenen Fahrzeugen zum Praxistest geben. Wir machen Gasfahrzeuge, Hybridfahrzeuge und auch Elektrofahrzeuge direkt erlebbar.
Flottenmanagement: Wie unterscheidet sich die econfleet sonst
noch von anderen Messen oder Veranstaltungen zum Thema alternative Antriebe? Was wird auf der econfleet gezeigt, was es
nicht schon in Genf, Leipzig oder Frankfurt schon zu sehen war?
Thomas Arabin: Ich bin mir sicher, dass das entsprechende Know
how auf den großen Messen, insbesondere in Frankfurt auf der
IAA, ebenfalls zur Verfügung steht. Der Vorteil auf der econfleet
ist, dass der Fuhrparkleiter die Informationen hier kompakter
und direkt anwendbar erhält. Wir sind keine Fahrzeugshow, auf
der das Automobil im Vordergrund steht, sondern eine praxisnahe Informationsveranstaltung für Flottenmanager zum Thema
alternative Antriebsformen. Bei den großen Veranstaltungen
steht niemals die Praxis in der Flotte im Vordergrund – bei uns
ist genau das der Schwerpunkt.
49
Statements zur Messe econfleet – Konferenz und Messe für nachhaltiges
Fuhrparkmanagement: Die Messe econfleet 2011 soll Fuhrparkverantwortliche sowie
umwelt- und kostenbewusste Firmeninhaber ansprechen. Warum ist diese Messe Ihrer Meinung nach sinnvoll, was versprechen Sie sich persönlich davon, wie sind Ihre Erwartungen
und warum unterstützen Sie eine solche Veranstaltung?
Jürgen Erwert, Prokurist Westfalen AG, Münster:
Antriebstechniken und -energien werden immer vielfältiger. Deshalb müssen Flottenmanager und Fuhrparkverantwortliche in Zukunft mehr als in der Vergangenheit abwägen, unter welchen Bedingungen und zu welchem Zweck
ihre Firmenfahrzeuge eingesetzt werden. Daraus ergibt
sich dann, ob der gute alte Diesel die richtige Wahl ist,
Autogas oder Erdgas, ein Hybridfahrzeug oder vielleicht
sogar ein Elektromobil. Diesen Prozess wollen wir unterstützen, weil wir aus Kosten- und Umweltgründen seit langem für Alternativkraftstoffe aufgeschlossen sind. Und
ich bin mir sicher, dass uns diese Thematik noch zehn bis
15 Jahre begleiten wird.
Peter Meyer, Leiter Vertrieb erdgas mobil GmbH,
Berlin:
Solche Veranstaltungen sind für uns sehr wichtig, da
gerade für Flottenkunden ERDGAS und BIO-ERDGAS als
Kraftstoff von großem Interesse sind. Das liegt zum einen
an den günstigen Treibstoffkosten, aber auch bei der
KFZ-Steuer kann gespart werden. Die Modellpalette ist in
den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und bietet
inzwischen vom Cityflitzer über die elegante Limousine
bis hin zum schweren Nutzfahrzeug für alle Ansprüche
das richtige Fahrzeug. Zudem profitieren Unternehmen
vom Imagetransfer – viele Firmen verfolgen schon seit
Jahren eine Green Car Policy, die durch Erdgasfahrzeuge
umgesetzt werden kann.
Die spinnen ja …
… so eine versponnene Anzeige zu schalten, nur um aufzufallen! Wie Sie sehen, hat es aber funktioniert. Und wo Sie sich
gerade so mit uns beschäftigen – informieren Sie sich doch einmal über unseren auffallend guten Flotten- und Leasing-Service.
Unser Netzwerk besteht aus über 360 Servicestationen in Deutschland und Österreich mit kompetentem Reifen- und Autoservice.
Tel.: +49 (0) 160 90 76 04 09, Herr Andreas Kuhl.
www.efr-online.de
50
Recht
Unfallverhütungsvorschriften
im Fuhrpark
– Zur Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Fahrzeuge“ (BGV D 29)
Fuhrparkleiter fragen häufiger danach, ob die Dienstwagen-Pkws in ihrem Fuhrpark eigentlich einer jährlichen Prüfung nach Unfallverhütungsvorschriften unterliegen. Mit dieser
scheinbar lapidaren Frage nach einer
sogenannten UVV-Prüfung wird das
mitunter durchaus recht heikle Thema der Unfallverhütungsvorschriften
im Fuhrpark angesprochen.
Heikel ist das Thema vor allem deshalb, weil
die Berufsgenossenschaft unter Umständen
die Versicherungsleistung verweigern kann,
wenn sich ein Arbeitsunfall im Zusammenhang
mit einem Dienstwagen-Pkw ereignet hat und
dies auf eine Missachtung der einschlägigen
Unfallverhütungsvorschriften zurückzuführen
ist. Denn entsprechend den Bestimmungen
des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) sind der
Dienstwagen, ein Bus oder ein LKW ein Arbeitsplatz – ebenso wie ein Bildschirmarbeitsplatz
am Schreibtisch mit Drehstuhl, so dass die ArFlottenmanagement 2/2011
beitsschutzbestimmungen voll eingreifen. Der
Arbeitgeber ist deshalb verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen,
die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen, vgl. § 3 ArbSchG. Dies kann im schlimmsten Falle sogar zu
einem Bußgeld unter anderem gegen den Fuhrparkverantwortlichen führen. Fuhrparkleiter
sollten daher in diesem Bereich zumindest den
Überblick bewahren.
Rechtscharakter von Unfallverhütungsvorschriften und BG-Regeln
Unfallverhütungsvorschriften? BG-Regeln? Was
ist darunter zu verstehen? Und welchen Rechtscharakter haben sie?
Unfallverhütungsvorschriften (UVVen) gehören
zum Vorschriften- und Regelwerk der Sicherheit
und des Gesundheitsschutzes. Grundsätzlich
hat zwar das staatliche Arbeitsschutzrecht Vorrang. Die Bereiche, in denen die staatlichen Arbeitsschutzvorschriften durch ein umfassendes
technisches Regelwerk konkretisiert werden,
bedürfen im Regelfall keiner weiteren Ergänzung oder Konkretisierung durch Unfallverhütungsvorschriften. Hier sind dann praktisch
das staatliche Recht und das autonome Recht
der Unfallversicherung verknüpft.
Soweit die Fachausschüsse der Unfallversicherungsträger einen Bedarf sehen, das Technische Regelwerk durch eigene Regeln (BG-Regeln
oder GUV-Regeln) zu ergänzen oder zu konkretisieren, findet die Abstimmung nach dem
Kooperationsmodell statt. BG-Regeln sind von
der Vertreterversammlung der Berufsgenossenschaft erlassene Regeln für die Unfallverhütung
in der Praxis. Dies bedeutet, dass die BG-Regeln
in einem bestimmten Rechtsbereich zwar nachrangig zu den technischen Regeln anzuwenden
sind, dass sie aber mit gleicher Rechtsverbindlichkeit die technischen Regeln ergänzen und
konkretisieren, und zwar hinsichtlich des mindestens zu realisierenden Schutzniveaus. Die
BG-Regeln werden in den Fachausschüssen der
Unfallversicherungsträger erarbeitet und nach
einem festgelegten Stellungnahmeverfahren
mit den beteiligten Kreisen in der Fachzeitschrift „die BG“ veröffentlicht.
BG-Regeln sind also letztlich Konkretisierungen von staatlichen Arbeitsschutzvorschriften
(Gesetze, Verordnungen) und/oder Berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (Unfallverhütungsvorschriften, UVVen). Sie richten sich
in erster Linie an den Unternehmer und sollen
ihm eine Hilfestellung bei der Umsetzung seiner Pflichten geben. Der Unternehmer kann
Recht
bei Beachtung der in den BG-Regeln enthaltenen Empfehlungen davon ausgehen, dass er die
in Unfallverhütungsvorschriften geforderten
Schutzziele erreicht. Die Unfallverhütungsvorschriften müssen jedem Betriebsangehörigen
zugänglich gemacht werden - beispielsweise
durch Aushang im Betrieb. Bei Nichtbeachtung
droht ein Bußgeld.
Damit ist schon eine wesentliche Prämisse
als Unterscheidungsmerkmal geklärt, das der
Fuhrparkleiter kennen sollte: die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) betreffen die Arbeitsicherheit, haben also mit der Verkehrssicherheit
im Fuhrpark nichts zu tun. Die Frage der Verkehrssicherheit von Fahrzeugen des Fuhrparks
wird über die vorgeschriebene Hauptuntersuchung bestimmt.
Die UVV „Fahrzeuge“ (BGV D 29) und ihr Anwendungsbereich
Doch zurück zur Frage, ob Dienstwagen im
Fuhrpark einer jährlichen UVV-Prüfung unterliegen. Um das Ergebnis vorwegzunehmen:
Die Unfallverhütungsvorschrift Fahrzeuge vom
01.10.1990, in der Fassung vom 01.01.1997 mit
Durchführungsanweisungen vom 01.01.1997
(BGV D 29, vormals VBG 12) schreibt in ihrem §
57 vor, dass Fahrzeuge bei Bedarf, mindestens
jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen
zu lassen sind. Das gilt also für Pkw-Fuhrparks,
also auch für Dienstwagen, aber eben doch
nicht in jeder Hinsicht. Doch dazu später mehr.
Fahrzeuge im Sinne der BGV Dv29
Zunächst muss der Anwendungsbereich des
Vorschriftenkatalogs der UVV „Fahrzeuge“ BGV
D 29 geklärt werden. Nach der Begriffsbestimmung des § 1 Abs.1 BGV D 29 gilt diese Unfallverhütungsvorschrift für Fahrzeuge.
Nach der Begriffsbestimmung in § 2 Abs.1 BGV
D 29 ist ein Fahrzeug im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift definiert als maschinell
angetriebenes, nicht an Schienen gebundenes
Landfahrzeug und deren Anhängefahrzeuge.
Fahrzeug im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift ist nach § 2 Abs.2 BGV D 29 auch der
fahrzeugtechnische Teil von Arbeitsmaschinen
und Arbeitseinrichtungen, sofern sie selbstfahrend oder als Anhängefahrzeuge verfahrbar
sind.
Der Begriff „Fahrzeuge“ umfasst daher unter
anderem Personenkraftwagen, Lastkraftwagen,
Speziallastkraftwagen (wie Feuerwehrfahrzeuge, Kommunalfahrzeuge, Dumper, Wechselbehälter-Umsetzfahrzeuge), Kraftomnibusse, Zugmaschinen, einspurige Kraftfahrzeuge
(Krafträder) und deren Anhängefahrzeuge.
Die UVV Fahrzeuge gilt nach § 1 Abs.2 BGV D 29
jedoch ausdrücklich nicht für:
1. maschinell angetriebene Fahrzeuge mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 8 km/h
und deren Anhängefahrzeuge,
2. Bagger, Lader, Planiergeräte, Schürfgeräte
51
+++ Rechtsprechung +++
Keine Dienstwagennutzung nach Kündigung
Erhält ein Arbeitnehmer seine Kündigung, muss er
seinen Dienstwagen sofort abgeben. Daran ändert
sich laut Arbeitsgericht (ArbG) Stuttgart auch
nichts, wenn der Arbeitnehmer gerichtlich gegen
die Kündigung vorgeht und ihre Rechtmäßigkeit
noch strittig ist.
Nach der fristlosen Kündigung eines Arbeitnehmers verlangte der Arbeitgeber, er solle seinen
Dienstwagen zurückgeben. Der Arbeitnehmer
wollte vor Gericht im Eilverfahren feststellen lassen, dass er den Dienstwagen weiterhin privat
nutzen darf.
Ohne Erfolg, entschied das ArbG Stuttgart. Nach
Ansicht des Gerichts ist ein Dienstwagen nach einer außerordentlichen fristlosen Kündigung auch
dann zurückzugeben, wenn der Arbeitnehmer vor
Gericht gegen die Kündigung klagt. Einer ausdrücklichen Regelung im Arbeitsvertrag bedürfe
es nicht. Es folge aus der Natur der Sache, dass
ein für die Ausübung der Arbeit überlassenes Fahrzeug grundsätzlich spätestens mit der Beendigung
des Arbeitsverhältnisses zurückgegeben werden
muss. Nur wenn eine Kündigung offensichtlich
unwirksam ist, sei eine Ausnahme zu machen und
der Arbeitnehmer könne den Dienstwagen weiter
privat fahren.
Eine Kündigung sei solange als „schwebend wirksam“ zu behandeln, bis ein erstinstanzliches ArFortsetzung S. 52
Kurze Bremswege, wenn es drauf ankommt.
www.continental-reifen.de
Wechseln Sie auf Sommerreifen von Continental.
52
Recht
+++ Rechtsprechung +++
beitsgericht die Unwirksamkeit feststellt, so die
Richter. Dies treffe den Arbeitnehmer auch nicht
unverhältnismäßig. Bei einer rechtswidrigen Kündigung sei es dem Arbeitnehmer ohne Weiteres zumutbar, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Zunächst jedoch müsse er auf eigene Kosten
für Mobilität sorgen und diese Kosten später als
Schaden einklagen.
ArbG Stuttgart, Urteil vom 18.05.2010, Az. 16 Ga
50/10 (Quelle: ARGE Arbeitsrecht DAV)
Fristlose Kündigung bei Verstoß gegen die Reisekostenordnung
Verstößt ein Arbeitnehmer mehrfach gegen die
in seiner Firma übliche Reisekostenregelung, riskiert er die fristlose Kündigung. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt kürzlich in einem bekannt
gewordenen Urteil vom 16.06.2010 entschieden.
Die Richter wiesen die Klage eines Sicherheitsmitarbeiters gegen eine Spedition zurück. Der Mann
hatte von seinem Wohnort in Rheinland-Pfalz bis
zur Arbeitsstelle in Frankfurt hin und zurück rund
250 Kilometer zu bewältigen. Obwohl er wusste,
dass er für diese Fahrten keinen Kostenersatz beanspruchen konnte, reichte er mehrfach unrichtige Abrechnungen über angebliche Dienstfahrten
von seinem Wohnsitz aus ein. Eine Überprüfung
ergab, dass ihm deshalb mindestens rund 958
Euro zu Unrecht an Benzingeld gezahlt worden
waren. Die Vorgesetzten nahmen dies zum Anlass,
das Arbeitsverhältnis fristlos zu kündigen. Laut
Urteil wurde der Mann mehrfach auf die geltenden Regeln der betrieblichen Reisekostenordnung
hingewiesen. Die Firma müsse keinen Mitarbeiter
weiter beschäftigen, der sich beharrlich nicht
daran hält und damit einen nicht unerheblichen
finanziellen Schaden anrichtet. Die fristlose Kündigung sei deshalb eine angemessene Sanktion.
Arbeitsgericht Frankfurt a.M., Urteil vom
16.06.2010, Az.7 Ca 10541/09 (dpa)
Keine erneute Fahrtenbuchauflage bei unterbliebener Vorlage eines Fahrtenbuchs
Wird der Halter eines Fahrzeugs wegen der Nichtaufklärbarkeit eines Verkehrsverstoßes mit einer Fahrtenbuchauflage belegt und legt er nach
Ablauf des hierfür vorgesehenen Zeitraums das
Fahrtenbuch nicht vor, so kann gegen ihn keine
erneute Fahrtenbuchauflage verhängt werden.
Diese Rechtsfolge sieht das Gesetz für die Nichtvorlage eines Fahrtenbuchs gerade nicht vor. Die
Regelung in § 31 a Abs. 1 Satz 1 StVZO bietet keine Rechtsgrundlage für eine Fahrtenbuchauflage
wegen Nichtvorlage des Fahrtenbuchs.
Vielmehr stellt die Rechtsordnung für ein derartiges als rechtswidrig und vorwerfbar gewertetes
Verhalten ausdrücklich eine Sanktion zur Verfügung. Gemäß § 69 a Abs. 5 Nr. 4 a StVZO handelt ordnungswidrig im Sinne des § 24 StVG, wer
vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 31 a Abs.
3 StVZO ein Fahrtenbuch nicht aushändigt oder
nicht aufbewahrt. Ein derartiger Verstoß wird bei
fahrlässiger Begehung gemäß § 1 Bußgeldkatalogverordnung - BKatVO - i. V. m. Nr. 190 der
Anlage (BKat) mit einer Geldbuße in Höhe 50,00
EUR geahndet; im Falle vorsätzlicher Begehung
ist eine Verdoppelung des Bußgeldes möglich (§ 3
Abs. 4 a BKatV O). Der Verstoß ist nach der Punktbewertung in Nr. 7 der Anlage 13 zu § 40 FeV mit
einem Punkt bewertet und führt zu einer entsprechenden Eintragung im Verkehrszentralregister.
Das Unterlassen der vom Antragsgegner angeFortsetzung S. 53
Flottenmanagement 2/2011
und Spezialmaschinen des
Erdbaues (Erdbaumaschinen),
3. Straßenwalzen und Bodenverdichter,
4. Flurförder-Fahrzeuge und
deren Anhänger,
5. Bodengeräte der Luftfahrt,
6. land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge,
7. Pistenraupen,
8. Fahrzeuge, die ihrer Bauart
nach dazu bestimmt sind,
im Schaustellergewerbe
– dem Publikum zum Selbstfahren zur Verfügung gestellt zu werden,
– für Vorführungen verwendet zu werden,
9. Versuchsfahrzeuge und deren Erprobung,
10. Fahrzeuge, bevor sie erst
mals in Verkehr gebracht
werden,
11. Fahrzeuge, die zur Verwendung außerhalb der
Bundesrepublik Deutschland bestimmt sind,
12. dienstlich oder geschäftlich genutzte Privatfahrzeuge, (Hervorhebung durch
Verfasser)
13. Krankenfahrstühle.
Auch die Ausstattung mit Warnwesten wird
bei der UVV vorgeschrieben
Voraussetzung für die Anwendung der UVV
Fahrzeuge ist also, dass das Fahrzeug im Sinne
der oben genannten Begriffsbestimmung ein
Betriebsmittel des Unternehmens ist. Damit ist
klargestellt, dass die von einem Unternehmen
gestellten Dienstwagen und die Dienstfahrzeuge aus einem Fahrzeugpool jedenfalls vom
Fahrzeugbegriff der BGV D 29 erfasst sind. Zu
beachten ist jedoch, dass Privatfahrzeuge, die
zu dienstlichen oder geschäftlichen Zwecken
eingesetzt werden, hiervon ausdrücklich unberührt bleiben, vgl. § 1 Abs.2 Nr.12 BGV D 29.
Daneben können für Fahrzeuge in Abhängigkeit von Fahrzeugart, -aufbau, -einrichtungen,
Ausrüstung, Verwendungszweck und Einsatzbereich noch weitere Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften, BG-Regeln und BG-Informationen zu beachten sein, die in der Durchführungsanweisung zu § 1 BGV D 29 aufgeführt
sind, so beispielsweise die für alle Fahrzeuge
geltende Betriebssicherheitsverordnung.
Fuhrparkrelevante Regelungen der UVV
Fahrzeuge
Folgende Regelungen der UVV Fahrzeuge sollte
man im Fuhrparkbereich kennen
% Warnwestenpflicht (Warnkleidung, §§
31, 56 Abs.6 BGV D 29)
% Ladungssicherung (Be- und Entladen,
§ 37 Abs.4 BGV D 29)
% Fahrzeugprüfung durch Fahrpersonal
(Zustandskontrolle, Mängel an Fahrzeugen, § 36 BGV D 29)
% Fahrzeugprüfung durch Sachkundige
(§ 57 BGV D 29)
Was gehört zur Fahrzeugprüfung durch das
Fahrpersonal?
Nach § 36 BGV D 29 hat der Fahrzeugführer vor
Beginn jeder Arbeitsschicht die Wirksamkeit
der Betätigungs- und Sicherheitseinrichtungen
zu prüfen und während der Arbeitsschicht den
Zustand des Fahrzeuges auf augenfällige Mängel hin zu beobachten. Er hat ferner festgestellte Mängel dem zuständigen Aufsichtführenden,
bei Wechsel des Fahrzeugführers auch dem
Ablöser, mitzuteilen. Bei Mängeln, die die Betriebssicherheit gefährden, hat der Fahrzeugführer den Betrieb einzustellen.
Kontrollen in diesem Bereich betreffen üblicherweise:
% Allgemeine Schadenfreiheit inklusive
Sauberkeit,
% Vorhandensein von Betriebsanleitung
und -anweisungen,
% Warndreieck, Verbandskasten, Warnweste,
% Vorhandensein des erforderlichen Zubehörs wie Unterlegkeile und ähnliches,
% Sichtbare Beschädigungen von Reifen;
ausreichende Profiltiefe der Räder,
% Funktionsfähigkeit lichttechnischer
Einrichtungen,
% Funktionsfähigkeit der Bremsen,
% Prüfung von Motor und Antrieb auf
ausreichend Kraftstoff, Öl, Kühlflüssigkeit und im Winter auch auf Frostschutzmittel,
% Führerhaus, Aufbau/Ladung, Rückspiegel (unbeschädigt), Sicherheitsgurte, Scheiben und Sichtfeld, Sicherheitsgurte, Lesbarkeit des amtlichen
Kennzeichens,
% Korrekte Ladungssicherung,
Recht
%
%
funktionstüchtige Kupplung bei Anhänger-/Aufliegerbetrieb,
im Winter zusätzlich: Hilfsmittel zur
Reinigung vereister Scheiben, gegebenenfalls Schneeketten.
Der Fuhrparkverantwortliche sollte in diesem
Zusammenhang zumindest selbst eine WinterCheckliste parat halten, um unabhängig von
der Prüfung der Dienstfahrzeuge durch die einzelnen Nutzer zumindest im Hinblick auf Poolfahrzeuge zu prüfen, ob die Fahrzeuge (Lkws,
Firmen-Pkws) wintertauglich sind in Bezug auf
Bereifung (gegebenenfalls mit Schneeketten),
Frostschutz und Beleuchtung. Bei Fahrzeugen,
die einzelnen Dienstwagennutzern zur ständigen Benutzung zugewiesen sind, können diese
Aufgaben im Rahmen des Nutzungs-Überlassungsvertrages auch auf den Fahrer delegiert
werden. Gleichwohl muss der Fuhrparkverantwortliche zur Absicherung einer wirksamen
Pflichtendelegation hier durchaus Stichproben
zu Kontrollzwecken machen.
Am Rande bemerkt: der Winter betrifft nicht
nur die Fahrzeuge. Soweit dies mit in den Verantwortungs- oder Aufgabenbereich des Fuhrparks fällt, muss zumindest in Bezug auf die
Parkplätze der Dienstwagen, gegebenenfalls
auch den Betriebshof und die Ladeflächen sowie die angrenzenden Gehwege und Außentreppen ein Räum- und Streuplan vorhanden sein,
in dem in zeitlicher Hinsicht geklärt wird, wann
und wie oft geräumt/gestreut wird und ferner
auch durch wen (eigene Mitarbeiter oder externe Firma).
Fahrzeugprüfung durch Sachkundige
Nach § 57 BGV D 29 sind Fahrzeuge bei Bedarf,
mindestens jedoch einmal jährlich, durch einen Sachkundigen auf ihren betriebssicheren
Zustand prüfen zu lassen. Näheres ergibt sich
insoweit aus dem Wortlaut des § 57 BGV D 29
und den dazu ergangenen Anweisungen. Dieser
lautet:
§ 57 BGV D 29 - Prüfung
(1) Der Unternehmer hat Fahrzeuge bei Bedarf,
mindestens jedoch einmal jährlich, durch einen
Sachkundigen auf ihren betriebssicheren Zustand prüfen zu lassen.
(2) Die Ergebnisse der Prüfung nach Absatz 1
sind schriftlich niederzulegen und mindestens
bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren.
Für die Prüfung von Fahrzeugen bestehen besondere Grundsätze, so beispielsweise der BGGrundsatz „Prüfung von Fahrzeugen durch
Sachkundige“ (BGG 916, bisherige ZH 1/282.2).
Die Prüfung des betriebssicheren Zustandes
durch den Sachkundigen umfasst sowohl den
verkehrssicheren als auch den arbeitssicheren
Zustand des Fahrzeuges.
Die Prüfung des verkehrssicheren Zustandes
des Fahrzeuges ist auch erbracht, wenn ein
mängelfreies Ergebnis einer Sachverständigenprüfung nach der Straßenverkehrs-ZulassungsOrdnung vorliegt.
Für Personenkraftwagen und Krafträder gelten Sachkundigenprüfungen als durchgeführt,
wenn über die in den vom Hersteller vorgeschriebenen Intervalle ordnungsgemäß durchgeführten Inspektionen mängelfreie Ergebnisse einer autorisierten Fachwerkstatt vorliegen.
Zusätzlich zur fahrzeugtechnischen Prüfung
kann die Prüfung von Aufbauten und Einrichtungen erforderlich sein, wenn dies durch
Verordnung, Unfallverhütungsvorschrift oder
Richtlinie bestimmt ist, beispielsweise bei der
innerstaatlichen und grenzüberschreitenden
Beförderung gefährlicher Güter auf Straßen
(Gefahrgutverordnung Straße – GGVS; nähere
Einzelheiten ergeben sich hier aus den Durchführungsanweisungen zur BGV D 29.
Doch wer ist Sachkundiger im Sinne dieser
BG-Regelung? Sachkundiger ist, wer aufgrund
seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung
ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der
+++ Rechtsprechung +++
ordneten Vorlage des ordnungsgemäß geführten
Fahrtenbuchs wird durch eine Geldbuße geahndet, wobei es zur Eintragung eines Punktes in der
Verkehrssünderkartei in Flensburg kommen kann.
VG Hannover, Beschluss vom 18.01.2011 , Az. 5
B 4932/10
Kein Schadenersatzanspruch gegen Autowaschanlagenbetreiber für Schäden an schief
eingestellten Fahrzeugen
Der Kläger verlangte vom beklagten Betreiber
einer Autowaschanlage Schadensersatz für die
Beschädigung seines Pkw. Er unterlag in beiden
Instanzen. Das Landgericht verneinte Ansprüche
auf Ersatz des am Pkw entstandenen Schadens.
Bei dem Vertrag über die Reinigung des Fahrzeugs
handele es sich zwar um einen Werkvertrag gem.
§ 631 BGB, in dessen Rahmen der beklagte Betreiber der Autowaschanlage eine Schutzpflicht i.S.
der §§ 280 Abs.1, 241 Abs. 2 BGB verletzt habe,
weil das Fahrzeug des Klägers unstreitig während
der automatischen Reinigung beschädigt worden sei. Der Betreiber der Autowaschanlage sei
verpflichtet, sich so zu verhalten, dass fremde
Rechtsgüter durch die Waschanlage nicht verletzt
werden; hier bestand die erfolgsbezogene Pflicht,
einen Schaden wie den eingetretenen zu verhindern.
Der Betreiber der Waschanlage konnte sich aber
hinsichtlich seines Verschuldens entlasten. An
diesen Entlastungsbeweis dürfen grundsätzlich
keine zu hohen Anforderungen gestellt werden.
Der Betreiber einer Autowaschanlage hat nach
zutreffender Ansicht auch ein nicht sachgemäßes Verhalten der Benutzer in Betracht zu ziehen,
sofern dieses nicht völlig ungewöhnlich und grob
unsachgemäß ist. Im vorliegenden Fall besteht
die Besonderheit darin, dass der Kläger mit dem
linken Vorderreifen auf die Führungsschiene gefahren war und in jedem Fall sowohl taktil als
auch vor allem aufgrund der sich hieraus ergebenden horizontalen Schieflage hätte merken müsFortsetzung S. 54
M_hieh][d\”hc[^h<h[_hWkc
Wer hätte gedacht, dass eine
professionelle Fahrzeugeinrichtung
für Kleintransporter praktisch und
preiswert zugleich sein kann!
simpleco sorgt oben für Ordnung
und lässt Ihnen unten viel Platz für
sperriges Ladegut.
Alle Informationen und
Bestellmöglichkeiten
sind nur ein paar
Klicks entfernt.
mmm$i_cfb[Ye$Z[
POWERED BY SORTIMO
53
54
Recht
Schwerpunkt der UVV ist immer wieder die korrekte Ladungssicherung
Fahrzeugtechnik hat und mit
den einschlägigen staatlichen
A rbeit sschut z vorsch r i f ten,
Unfallverhütungsvorschriften
und allgemein anerkannten
Regeln der Technik (wie BGRegeln, DIN-Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten
der Europäischen Union oder
anderer Vertragsstaaten des
Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum) so
weit vertraut ist, dass er den
arbeitssicheren Zustand von
Fahrzeugen beurteilen kann.
+++ Rechtsprechung +++
sen, dass er sein Fahrzeug nicht vorschriftsgemäß
abgestellt hatte. Es musste jedermann einleuchten, dass eine derartige Position nicht ordnungsgemäß, sondern schadensträchtig war. Das völlig
atypische Verhalten des Klägers setzte sich nach
dem Waschvorgang fort, als er einfach davonfuhr,
weil er dem „Knallen“ und „Rammen“, welches er
wahrgenommen hatte, keine Aufmerksamkeit geschenkt hatte.
Die Rangieranweisungen durch die Autowaschanlage betrafen hingegen offensichtlich nur das
Vor- und Zurückfahren und nicht die mittige Stellung zwischen den Führungsschienen. Der Kläger
durfte daher nicht darauf vertrauen, seinen Pkw
ordnungsgemäß in der von dem Beklagten betriebenen Autowaschanlage abgestellt zu haben. Das
Verhalten des Klägers war dermaßen ungewöhnlich
und unsachgemäß, dass der Beklagte hiergegen
keine Vorsorge treffen musste. Ihn trifft daher kein
Verschulden.
LG Krefeld, Urteil vom 30.07.2010, Az. 1 S 23/10
Diese Entscheidung kann in der Rechtsprechungsdatenbank des Landes NRW unter www.nrwe.de im
Volltext kostenlos abgerufen werden.
Kollision nach Rotlichtverstoß mit PKW aus
Grundstückseinfahrt
Eine Lichtzeichenanlage bezweckt regelmäßig
nicht auch den Schutz des aus angrenzenden
Grundstücken auf die Straße einfahrenden Fahrzeugverkehrs.
Grundsätzlich tritt, wenn kein Verschulden des Unfallgegners nachgewiesen wird, die Betriebsgefahr
seines Fahrzeugs hinter einen schuldhaften Verstoß der anderen Seite gegen § 10 StVO zurück.
(Leitsätze)
Bei der Abwägung der beiderseitigen Verursa-
Flottenmanagement 2/2011
chungsbeiträge ist auf Seiten des aus der Grundstückseinfahrt auf die Straße einfahrenden PKW
neben der Betriebsgefahr ein Verstoß gegen § 10
StVO zu berücksichtigen. Wer aus einem Grundstück auf die Fahrbahn einfahren will, hat sich
dabei so zu verhalten, dass eine Gefährdung
anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.
Kommt es im Zusammenhang mit dem Auffahren
auf die Straße über die Gefährdung eines anderen Verkehrsteilnehmers hinaus zu einem Unfall,
so spricht der Beweis des ersten Anscheins dafür,
dass der in den fließenden Verkehr hineinfahrende
Kraftfahrer die ihm dabei obliegende gesteigerten Sorgfaltspflichten nicht beachtet hat. Dieser
Anscheinsbeweis ist hier nicht erschüttert. Selbst
wenn der Unfallgegner die Kreuzung bei Rotlicht
durchfahren hat, so hätte der aus dem Grundstück auf die Straße fahrende PKW-Führer sein
Herannahmen angesichts der nahezu geraden
Strecke bemerken müssen und hätte sich nicht –
im Vertrauen darauf , dass kein Verkehr von links
kommen könne – gleich über zwei Fahrstreifen
hinweg auf den in Fahrtrichtung liegenden ganz
linken Richtungsfahrstreifen wechseln dürfen. Die
Grundstücksausfahrt liegt nicht im unmittelbaren
Kreuzungsbereich und der Ausfahrende hätte auch
aus anderem Grund mit Verkehr rechnen müssen.
Eine Lichtzeichenanlage bezweckt im Übrigen regelmäßig nicht den Schutz des aus angrenzenden
Grundstücken auf die Straße einfahrenden Fahrzeugverkehrs. Grundsätzlich tritt dann, wenn kein
sonstiges Verschulden des Unfallgegners nachgewiesen werden kann, die Betriebsgefahr seines
Fahrzeugs hinter den schuldhaften Verstoß der
anderen Seite zurück.
OLG Hamm, Urteil vom 20.09.2010, Az. I-6 U
222/09
Fortsetzung S. 55
Die Ergebnisse der Prüfung
nach § 57 Abs.1 BGV D 29 sind
schriftlich niederzulegen und
mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren.
Die Prüfbefunde müssen vom
Prüfer und vom Unternehmen
abgezeichnet werden. Diese
Forderung ist beispielsweise erfüllt, wenn die
Ergebnisse in einem Prüfbuch, einer Prüfkartei oder einem Prüfbericht nachgewiesen sind
(vergleiche dazu auch dem BG-Grundsatz „Prüfung von Fahrzeugen durch Sachkundige“ (BGG
916). Alternativ lassen sich die Ergebnisse auch
auf der Inspektionsrechnung einer Fachwerkstatt dokumentieren.
Wenn man also im Fuhrpark die vorgeschriebene Hauptuntersuchung nur alle 2 Jahre durchführt, dann muss darauf geachtet werden, dass
zumindest jedes Jahr Kfz-Inspektionen der
Fuhrparkfahrzeuge durchführt werden. Wird
die vorgeschriebene jährliche Prüfung nicht
vorgenommen, dann stellt dies eine vorsätzliche oder fahrlässige Ordnungswidrigkeit nach §
209 Abs.1 Nr.1 SGB VII i. V. m. § 58 BGV D 29 dar,
so dass ein Bußgeld hier auch den Fuhrparkleiter treffen kann. Nach § 209 Abs.3 SGB VII
kann eine solche Ordnungswidrigkeit mit einer
Geldbuße bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
In diesem Zusammenhang werden auch immer wieder Fälle angesprochenen, in denen
Fahrer wegen des Tragens nicht ordnungsgemäßen Schuhwerks (Sandalen, Socken) während der Fahrt mit Bußgeldern belegt werden
(OLG Bamberg, Beschluss vom 15.11.2006 , Az.
2 Ss OWi 577/06: Autofahren nur mit Socken
keine OWi; OLG Celle, Beschluss vom 13.03.2007,
Az. 322 Ss 46/07: Fahren mit Sandalen darf
nicht mit einem Bußgeld geahndet werden).
Grundsätzlich ist es zwar mit den Pflichten eines
sorgfältigen Kraftfahrzeugführers unabhängig
von der Frage der Bußgeldbewehrung unvereinbar, ein Kraftfahrzeug ganz ohne Schuhwerk
oder mit hierfür ungeeignetem Schuhwerk zu
führen. Das Fahren ohne geeignetes Schuhwerk
kann nämlich zu einer Fehlbedienung der Pedale oder zu einem Abrutschen von den Pedalen
mit erheblichen Risiken führen. Deshalb sollten
Recht
Fuhrparkleiter die Fahrer auf die Notwendigkeit des Tragens von geeignetem Schuhwerk hinweisen. Strafrechtlich oder bußgeldrechtlich relevant wird das Ganze aber immer nur dann, wenn auch etwas passiert,
sprich wenn es durch fehlendes oder ungeeignetes Schuhwerk in kausaler Weise dazu kommt, dass ein von der Rechtsordnung missbilligter Erfolg (Unfall) herbeigeführt wird, was insbesondere bei der Gefährdung
oder Schädigung Dritter im Sinne von § 1 Abs. 2 StVO der Fall ist.
In den beiden vom OLG Bamberg und OLG Celle entschiedenen Fällen
kam auch eine Verurteilung nach §§ 209 Abs. 1 Nr. 1, 15 Abs. 1 SGB VII
i.V.m. §§ 44 Abs. 2, 58 und 32 der UVV „Fahrzeuge“ (BGV D 29) nicht in
Betracht. Zwar heißt es in § 44 Abs. 2 BGV D 29, dass der Fahrzeugführer
zum sicheren Führen des Fahrzeugs den Fuß umschließendes Schuhwerk tragen muss. Als Unfallverhütungsvorschrift kann § 44 Abs.2 BGV
D 29 aber nur im Rahmen eines Versicherungsverhältnisses nach dem
SGB VII Geltung beanspruchen. Dementsprechend richtet sich der Bußgeldtatbestand des § 58 BGV D 29 im hier maßgeblichen Regelungsbereich über die Verweisung auf § 32 BGV D29 nur an Unternehmer (und
damit im Rahmen der Pflichtendelegation auch an Fuhrparkleiter) und
Versicherte als Normadressaten.
55
DAS BESTE VORWEG!
KEINE EXTRA-KOSTEN FÜR DIE
FLEET FACTORY SERVICES
‡%HNOHEXQJHQ
‡(LQEDXWHQ
‡=XODVVXQJHQ
Fuhrparkleiter sind deshalb gut beraten, wenn sie das Thema Unfallverhütungsvorschriften auch zu ihrem eigenen Thema machen; sich
hier entsprechend weiterbilden und informieren, notfalls auch durch
eine rechtskundige Stelle beraten lassen. Hier sind die Berufsgenossenschaften in erster Linie Ansprechpartner für kostenfreie Auskünfte.
‡7HOHIRQ1DYL
‡:LQWHUUHLIHQ
XQGYLHOHVPHKU
Rechtsanwalt Lutz D. Fischer, Lohmar
Kontakt: kanzlei@fischer-lohmar.de
Internet: www.fischer-lohmar.de
+++ Rechtsprechung +++
Missachtung von Sicherheitsvorschriften muss vor Kündigung abgemahnt werden
Ein Busfahrer hatte die arbeitsvertraglichen Sicherheitsbestimmungen
missachtet und mit offener Fahrertür einen Streckenabschnitt zwischen
zwei Haltestellen zurückgelegt, obwohl sich unstreitig Fahrgäste im Türbereich aufhielten. Mit diesem Fehlverhalten hat der Fahrer gegen eine
Dienstanweisung („Die Türen sind während der Fahrt geschlossen zu halten.“) verstoßen und auch Pflichten aus seinem Arbeitsvertrag verletzt.
Der Arbeitnehmer ist arbeitsvertraglich zur Beachtung von Sicherheitsvorschriften verpflichtet. Das gilt unabhängig davon, ob Arbeitsschutz- und
Sicherheitsvorschriften schriftlich niedergelegt oder in den Arbeitsvertrag
aufgenommen sind. Der Arbeitnehmer ist generell verpflichtet, alles zu
unterlassen, was Leben und Gesundheit von Arbeitskollegen oder Dritten
sowie das Eigentum des Arbeitgebers gefährden kann. Ein Verstoß gegen
diese Verpflichtung ist grundsätzlich geeignet, eine ordentliche Kündigung zu rechtfertigen, wobei ihr in der Regel eine Abmahnung vorauszugehen hat.
Diese Pflichtverletzung des Fahrers rechtfertigt trotz ihres Gewichts eine
verhaltensbedingte Kündigung allerdings noch nicht. Vielmehr hätte es
vor ihrem Ausspruch einer einschlägigen Abmahnung bedurft, die aber
unterblieben ist. Die Abmahnung war auch nicht entbehrlich. Pflichtwidrigkeiten im Leistungs- oder Verhaltensbereich muss grundsätzlich eine
Abmahnung vorausgehen, ehe sie zum Anlass einer Kündigung genommen
werden können. Eine Abmahnung ist erforderlich, wenn es sich um ein
steuerbares Verhalten handelt, das bisherige vertragswidrige Verhalten
noch keine klare Negativprognose zulässt und deswegen von der Möglichkeit zukünftigem vertragsgerechten Verhaltens ausgegangen werden
kann. Bei der Beachtung von Sicherheitsvorschriften handelt es sich um
ein steuerbares Verhalten. Ein Busfahrer, der die arbeitsvertraglichen Sicherheitsbestimmungen missachtet hat, indem er mit offener Fahrertür
einen Streckenabschnitt zurücklegt hat, ist somit vor Ausspruch einer ordentlichen Kündigung zunächst abzumahnen.
LAG Schleswig-Holstein, Urteil vom 15.09.2010, Az. 6 Sa 47/10
VOM HERSTELLER DIREKT AUF DIE INSEL
VON DER BESCHAFFUNG BIS ZUR AUSLIEFERUNG
Sie wollen
• einen Ansprechpartner für alle Fahrzeugmarken
• alle Fahrzeuge über einen einheitlichen Prozess
• minutengenauen Online-Einblick in den Bearbeitungsstand
Sie sollten
schnellstens Kontakt mit uns aufnehmen!
Fleet Factory GmbH
Kattwykweg 7 – 21107 Hamburg
www.fleet-factory.com
Tel: +49.(0).40.752.797.450
56
Salon
Volkstiger
Der neue Tiguan von Volkswagen ist wahlweise in einer Onroad-orientierten oder
einer Offroad-orientierten Version mit den Ausstattungen „Track & Style“ oder
„Sport & Style“ erhältlich. Neue Assistenzsysteme wie Müdigkeitserkennung, das
Fernlichtsystem Dynamic Light Assist sowie der Spurhalteassistent Lane Assist
ergänzen das Ausstattungsspektrum; weitere Neuheit ist die elektronische Differenzialsperre XDS. Drei neue Vierzylinder-Direkteinspritzer-Motoren und vier
Benziner, die auf TSI-Technologie basieren, stehen für den europäischen Markt
zur Verfügung. Die TDI-Diesel decken das Spektrum von 81 kW/110 PS bis 125
kW/170 PS ab, während die TSI-Benziner von 90 kW/122 PS bis 155 kW/210 PS reichen. Optional steht ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung.
Die Tiguan-Modelle mit BlueMotion Technologies (BMT) verfügen über ein StartStopp-System. Der Grundpreis für den VW Tiguan beginnt bei 19.582 Euro netto.
D-Segment Newcomer
Der Mittelklasse-Kombi Hyundai i40 feierte auf dem Genfer Salon Weltpremiere. Der 4,77
Meter lange, 1,82 Meter breite und 1,47 Meter hohe Hyundai i40 ist in erster Linie an seinem Hexagonalgrill zu erkennen. Motorenseitig stehen zwei Benzin-Direkteinspritzer
mit 1,6 Liter 99 kW/135 PS und 2,0 Liter 130 kW/ 177 PS zur Wahl sowie ein 1,7-LiterCommon-Rail-Diesel, der in zwei Leistungsstufen mit 85 kW/116 PS und 100 kW/ 136
PS angeboten wird. Die Motoren sind an ein manuelles Sechsgang-Getriebe gekoppelt,
optional gibt es auch eine Sechsstufen-Automatik. Für niedrige Verbrauchswerte im
städtischen Verkehr soll eine Start-Stopp-Automatik als Bestandteil eines blue-Paketes
sorgen; hierzu zählen auch rollwiderstandsarme Reifen und ein intelligentes BatterieLademanagement. Serienmäßig erleichtert die Berganfahrhilfe das Anfahren an steilen
Passagen, das Parken unterstützt ein Smart Parking Assist-System. Ab Juli beginnt der
Verkaufsstart für das Kombi-Modell; Ende des Jahres folgt die viertürige StufenheckLimousine des Hyundai i40.
All-In
Auch Peugeot feierte in Genf sein Debüt mit der neuen Modellgeneration des Peugeot
308. Antriebseitig verfügt er über die Micro-Hybrid-Technologie e-HDi. Er wird in
Deutschland in den Ausstattungen Access, Active und Allure angeboten. Mit Peugeot
Connect unterstützt die Löwenmarke die aktive und passive Sicherheit im neuen
Peugeot 308. Bereits ab der Einstiegsversion Access sind Tagfahrlicht, Nebelscheinwerfer, sechs Airbags, ABS, ESP mit ASR, eine elektronische Bremskraftverteilung
EBV sowie ein Notbremsassistent mit Einschaltautomatik für die Warnblinkleuchten
serienmäßig vorhanden. Für den 4,5 Meter langen 308 SW gibt es abhängig von der
Ausstattungslinie in der zweiten Reihe eine klassische Rückbank oder verschiebbare Einzelsitze. Optional können zwei Einzelsitze für die dritte Sitzreihe bestellt
werden. Insgesamt acht Motoren von 68 kW/ 92 PS bis 147 kW/ 200 PS sowie drei
Getriebevarianten stehen zur Verfügung. Anfang Mai erfolgt seine Einführung in
den deutschen Handel.
Allzweck-Van
Mitte des Jahres erfolgt die Markteinführung des neuen Vans Fiat Freemont. Mit einem Radstand von 2,89 Meter und Karosserie-Dimensionen von 4,89 Meter Länge, 1,88
Meter Breite und 1,72 Meter Höhe verfügt der neue Fiat Freemont über einen großen
Innenraum. Bis zu sieben Sitze sind in drei Reihen angeordnet; erhöhte, hintere Sitzreihen sorgen für genügend Sichtverhältnisse für alle Insassen. Der neue Van wird in
zwei Ausstattungslinien angeboten, die serienmäßig über Dreizonen-Klimaautomatik,
schlüssellose Zentralverriegelung, Tempomat, Bordcomputer, Reifendruckkontroll-System, Nebelleuchten sowie eine Audioanlage mit Bildschirmsteuerung und Fernbedienung mittels Regler am Lenkrad verfügen. Zwei von Fiat Powertrain Technologies (FPT)
entwickelte Multijet-Turbo-Diesel mit zwei Liter Hubraum 103kW/140 PS beziehungsweise 120 kW/170 PS stehen mit einem Handschaltgetriebe zur Wahl. Das serienmäßige
Sicherheitspaket beinhaltet sieben Airbags, ABS, ESP mit integrierter Berganfahrhilfe
und einer Electronic Roll Mitigation, die einem möglichen Überschlag durch gezielte
Eingriffe in die Motorensteuerung und Bremsen entgegen wirken soll.
Flottenmanagement 2/2011
Extra
57
57
...der Skoda Praktik 1.6 TDI
in der 52. Folge der großen
Flottenmanagement-Vergleichsserie, Diesel-Kleintransporter. Der Kostenvergleich
basiert wesentlich auf den Full
Service-Leasingraten und den
Treibstoffkosten.
And
the winner is...
Das Segment der Diesel-Kleintransporter gehört
zu den überschaubaren im Flottenmarkt, zudem
weisen hier die einzelnen Produkte in ihren konstruktiven Grundzügen inzwischen ein hohes Maß
an Homogenität auf. Bei den Basis-Versionen ist
ein maximales Ladevolumen von rund dreieinhalb
Kubikmeter Standard, die Nutzlast-Werte bewegen
sich im Durchschnitt bei etwas unter 600 Kilogramm.
Flottenmanagement-Vorgabe
Mindestausstattung
• Airbag
• Navigation
• Nebenscheinwerfer
• Radio/CD-Wechsler
• Telefon mit Freisprechanlage
Um den Ballast flotter von A nach B zu liefern, empfiehlt sich schon eine Motorleistung von etwa 90
PS (66 kW), die derzeit alle flottenrelevanten Hersteller im Programm haben. Dann läuft ein Kleintransporter eine Spitze zwischen etwa 155 und 170
Sonderwertung
max. Ladevolumen in Liter
Sonderwertung
Nutzlast in kg
km/h bei Durchschnittsverbräuchen zwischen 4,7
und 6,0 Liter auf 100 Kilometer (Werksangaben).
Das sind ideale, relativ kostengünstige ZubringerFahrzeuge mit dem Fahrkomfort eines Pkw, die im
Verkehr gut mitschwimmen können.
Dieses Flottenmarkt-Segment teilen sich gegenwärtig acht Hersteller, von denen sechs schon länger auf diese Fahrzeug-Kategorie spezialisiert sind,
2003 kam Ford mit dem Transit Connect dazu, 2007
Skoda mit dem Praktik. Die Netto-Listenpreise bewegen sich um die 15.000 Euro, der Opel Combo und
der Skoda Praktik liegen deutlicher darunter, der
VW Caddy Blue Motion deutlicher darüber. Zu den
Standards in der Serienausstattung gehören wei-
Sonderwertung
Verbrauch in Liter/100 km
3.700
1. Fiat Doblo Cargo 263.122.0 DPF Start&Stop SX
675
1. Skoda Praktik 1.6 TDI
3.700
2. Skoda Praktik 1.6 TDI
640
2. Fiat Doblo Cargo 263.122.0 DPF Start&Stop SX 4,8
3. Renault Kangoo Rapid 1.5 dCi FAP Extra
3.500
3. VW Caddy 1.6 TDI Blue Motion Technology
589
3. VW Caddy 1.6 TDI Blue Motion Technology 4,9
4. Ford Transit Connect kurz DPF Basis
3.400
4. Renault Kangoo Rapid 1.5 dCi FAP Extra
588
4. Renault Kangoo Rapid 1.5 dCo FAP Extra
1. VW Caddy 1.6 TDI Blue Motion Technology
Peugeot Partner 1.6 HDi 90 L1 FAP Komfort
Fiat Doblo Cargo 263.122.0 DPF Start&Stop SX 3.400
5. Ford Transit Connect kurz DPF Basis
577
6. Peugeot Partner 1.6 HDi 90 L1 FAP Komfort
551
4,7
Opel Combo 1.7 CDTI
5,2
5,2
6. Citroen Berlingo L1 1.6 HDi 90 FAP Niveau A 5,3
6. Citroen Berlingo L1 1.6 HDi 90 FAP Niveau A
3.300
7. Opel Combo 1.7 CDTI
3.200
7. Citroen Berlingo L1 1.6 HDi 90 FAP Niveau A
548
7. Peugeot Partner 1.6 HDi 90 L1 Komfort
5,8
8. Skoda Praktik 1.6 TDI
1.900
8. Opel Combo 1.7 CDTI
520
8. Ford Transit Connect kurz DPF Basis
6,0
Flottenmanagement 2/2011
58
Kostenvergleich Diese
Extra
Ein Service von
Kosten Netto in Euro
(bei einer Laufleistung von
36 Monaten ohne Anzahlung)
Skoda
Praktik
1.6 TDI
Renault
Kangoo Rapid
1,5 dCi
Fiat
Doblo Cargo DPF
Start&Stop SX
Volkswagen
Caddy 1,6 TDI Blue Motion
Kasten
377,29
450,93
602,07
347,85
425,03
586,78
386,36
461,13
618,90
481,89
557,99
718,63
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
296,61
329,93
400,39
258,50
291,03
363,43
304,01
337,63
413,05
397,71
431,74
508,20
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
80,68
121,00
201,68
89,35
134,00
223,35
82,35
123,50
205,85
84,18
126,25
210,43
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
4.337/1.684/1.650
66
13,3
171
4,7
1.170
1.900
640
124
1.340
4.213/1.829/1.844
66
16
160
5,2
1.154
3.500
588
137
1.400
4.390/1.832/1.895
66
k.A.
158
4,8
1.250
3.400
675
126
828
4.406/1.794/1.812
75
12,2
170
4,9
1.224
3.700
589
129
2.500
2
3
12
30.000 km /
2 Jahre
2
3
12
30.000 km /
2 Jahre
2
3
8
20.000 km
2
3
12
nach Serviceanzeige
ABS, ASR,
Fahrer- u. Beifahrer-Airbag
ABS mit EBV,
Zentralverriegelung
ABS m. EBD, elektr.
Fensterheber,
Zentralverriegelung
ABS & ASR,
Zentralverriegelung,
Verzurrösen
(netto; ohne Sonderausstattung)
12.755
14.930
15.350
16.875
Restwert
(36 Mon. / 30.000 km p.a.)
32,75 %
35,75 %
37,25 %
35,75 %
Ausstattungsserie
Betriebskosten mtl.
(inkl. Treibstoffkosten)
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Fullservice-Leasingrate mtl.
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Treibstoffkosten mtl.
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Technische Daten*
Außenmaße (LxBxH)
Motorleistung kW
Beschleunigung 0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Durchschnittsverbr. in L/100 km
Reichweite in km
max. Kofferraumvolumen in L
Zuladung in kg
CO2-Ausstoß in g/km
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
Fahrzeug
Lack
Rost
Inspektion/Wartung
Ausstattungsplus/Serie
Listenpreis
Flottenmanagement 2/2011
= Plätze 1 bis 3 / bzw. alles lieferbar
= Plätze 6 bis 8 / bzw. nicht alles lieferbar
(* Herstellerangaben)
l-Kleintransporter
Extra
59
Ein Service von
Citroen
Berlingo L1
1,6 HDi
Opel
Combo
1,7 CDTI Kasten
Ford
Transit Connect
kurz DPF Basis
Peugeot
Partner
1,6 HDi Komfort
Kosten Netto in Euro
(bei einer Laufleistung von
36 Monaten ohne Anzahlung)
Betriebskosten mtl.
(inkl. Treibstoffkosten)
378,76
459,19
626,96
412,41
490,50
650,59
409,01
494,01
671,38
419,37
503,55
679,74
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Fullservice-Leasingrate mtl.
287,74
322,69
399,44
323,06
356,50
427,24
305,99
339,51
413,86
319,85
354,30
430,97
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Treibstoffkosten mtl.
91,02
136,50
227,52
89,35
134,00
223,35
103,02
154,50
257,52
99,52
149,25
248,77
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
Schaltgetriebe 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Automatik 20.000 km
30.000 km
50.000 km
Technische Daten*
4.380/1.810/1.828
66
k.A.
160
5,3
1.132
3.300
548
140
732
4.322/1.892/1.801
74
12,5
170
5,2
1.000
3.200
520
140
1.945
4.324/1.795/1.837
66
17,4
154
6
1.000
3.400
577
159
1.926
4.380/1.181/1.805
66
13,8
159
5,8
1.034
3.700
551
151
814
2
3
12
20.000 km /
2 Jahre
2+1
2
12
30.000 km /
1 Jahr
2
2
12
25.000 km /
1 Jahr
2
3
12
20.000 km /
2 Jahre
ABS m. EBD,
Verzurrösen
ABS mit Bremsassistent
ABS m. EBD,
Verzurrösen
ABS m. EBD,
Verzurrösen
15.300
13.940
15.150
15.700
(netto; ohne Sonderausstattung)
34,25 %
27,50 %
34,25 %
32,00 %
Restwert
(36 Mon. / 30.000 km p.a.)
Außenmaße (LxBxH)
Motorleistung kW
Beschleunigung 0-100 km/h
Höchstgeschwindigkeit
Durchschnittsverbr. in L/100 km
Reichweite in km
max. Kofferraumvolumen in L
Zuladung in kg
CO2-Ausstoß in g/km
Dichte Servicenetz
Garantiebedingungen
Fahrzeug
Lack
Rost
Inspektion/Wartung
Ausstattungsplus/Serie
Listenpreis
Flottenmanagement 2/2011
60
Extra
testgehend beispielsweise auch ABS, Airbag
für Fahrer und Beifahrer, dritte Bremsleuchte, höhenverstellbare Servolenkung, Verzurrösen im Laderaum und Wegfahrsperre. Wenn
diese Fahrzeuge auch seltener dachhoch beladen werden, so sind die Ladedaten doch offenbar ein wichtiges Auswahl-Kriterium, sind
doch hier und da auch schon in dieser kleinen
Transporter-Klasse Versionen mit langem Radstand (und noch mehr Ladevolumen und Nutzlast) optional verfügbar.
Um aber möglichst viele Konkurrenten vergleichen zu können, wählte Flottenmanagement
für diese Folge die Standard-Versionen aus.
Hier liegen dann beim maximalen Ladevolumen sechs der acht Konkurrenten überdurchschnittlich (also über 3.263 Liter), bei der
Nutzlast noch vier (also über 586 Kilogramm).
In beiden Kriterien überdurchschnittlich liegen der Fiat Doblo Cargo, der Renault Kangoo
Rapid und der VW Caddy. Wer also häufiger
dachhoch und dann noch relativ schwer beladen muss, wird wohl diese drei Konkurrenten
in seine engere Auswahl einbeziehen. In einer
Index-Wertung, als Durchschnitt ermittelt aus
den Platzierungen in den beiden entsprechenden Sonderwertungen Ladedaten, rangiert der
VW Caddy auf Platz eins (2,0) vor dem Fiat Doblo
Cargo (2,5), dem Peugeot Partner (3,5) und dem
Renault Kangoo Rapid (3,5).
Über alle Vergleichskriterien betrachtet setzt
sich am Ende aber der Skoda Praktik durch, der
wohl bei den Ladedaten ein etwas uneinheitliches Bild zeigt, liegt doch einerseits das maximale Ladevolumen bei lediglich 1.900 Liter,
die Nutzlast dann aber mit 640 Kilogramm relativ hoch (Rang zwei in der Sonderwertung).
Schweres Gut kann also transportiert werden.
Sonderwertung
monatl. Betriebskosten* in Euro
Sonderwertung
Restwerte in Prozent*
1. Renault Kangoo Rapid 1.5 dCi Fap Extra
425,03
1. Fiat Doblo Cargo 263.122.0 DPF Start&Stop SX 37,25
2. Skoda Praktik 1.6 TDI
450,93
2. VW Caddy 1.6 TDI Blue Motion Technology 35,75
Renault Kangoo Rapid 1.5 dCi FAP Extra 35,75
3. Citroen Berlingo L1 1.6 HDi 90 FAP Niveau A 459,19
4. Ford Transit Connect kurz DPF Basis
4. Fiat Doblo Cargo 263.122.0 DPF Start&Stop SX 461,13
34,25
Citroen Berlingo L1 1.6 HDi 90 FAP Niveau A 34,25
5. Opel Combo 1.7 CDTI
490,50
6. Ford Transit Connect kurz DPF Basis
494,01
7. Peugeot Partner 1.6 HDi 90 L1 Komfort
503,55
7. Peugeot Partner 1.6 HDi 90 L1 FAP Komfort 32,00
8. VW Caddy 1.6 TDI Blue Motion Technology
557,99
8. Opel Combo 1.7 CDTI
* = 36 Monate; 30.000 km p.a.
Auf jeden Fall aber brilliert der Tscheche in
allen Kostenkriterien, mit 12.755 Euro ist der
Netto-Listenpreis mit Abstand der niedrigste,
bei den Treibstoffkosten liegt er ebenfalls ganz
vorn und bei den Gesamtbetriebskosten auf
Rang zwei. Auch bei den Garantiebedingungen
und den Inspektionsintervallen nimmt er Spitzenpositionen ein. Das ergab den Sieg.
Ganz nahe kommt ihm der Renault Kangoo
Rapid auf dem Ehrenplatz. Im Vergleich zum
Skoda liegt hier aber der Netto-Listenpreis
mehr als 2.000 Euro höher, außerdem schafft
der Franzose im Gegensatz zum Tschechen bei
And the winner is...
Skoda Praktik 1.6 TDI
6. Skoda Praktik 1.6 TDI
32,75
27,50
* = 36 Monate; 30.000 km p.a.
den Treibstoffkosten, der Reichweite und der
Nutzlast keinen Podiumsplatz. In den Gesamtbetriebskosten liegt er aber noch rund 25 Euro
monatlich tiefer. Wer also ein höheres Ladevolumen braucht, für den wird auch der Renault
Kangoo Rapid eine starke Alternative sein.
Auf dem dritten Platz im Gesamtklassement
rangiert mit dem Fiat Doblo Cargo ebenfalls
noch ein Importfabrikat. Er liegt aber beim
Netto-Listenpreis für diese Klasse mit 15.350
Euro schon relativ hoch und kommt bei den Gesamtbetriebskosten erst bei recht hohen jährlichen Laufleistungen unter die ersten Drei,
die in der Kategorie der Zubringer-Fahrzeuge
eher seltener erzielt werden. Ansonsten liegt
er auch bei den Garantiebedingungen und Inspektionsintervallen unterdurchschnittlich.
LeasePlan Full-Service-Leasing
Die LeasePlan Deutschland mt Sitz in Neuss bietet dem Kunden
ein umfassendes betriebliches Fuhrparkmanagement, auch für die
internationale Flotte. In der offenen Kalkulation übernimmt LeasePlan das Risiko für Instandhaltung/Instandsetzung, Sommerreifen
und Restwert und schüttet Überschüsse aus diesen Bereichen vollständig an den Kunden aus. Die genannten Full Service-Raten beinhalten folgenden Dienstleistungsumfang in der Offenen Kalkulation
und werten ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen:
•
•
•
•
•
•
Instandhaltung/Instandsetzung
Sommerreifen unlimitiert
Ein Satz Winterreifen
Kfz-Steuer
GEZ-Gebühr
Gebühren für zwei Tankkarten, jedoch ohne Kraftstoffkosten
Außerdem ist der Haftungstransfer mit einer durchschnittlichen
Stückzahlprämie enthalten. Dabei handelt es sich um eine Alternative zur Kaskoversicherung, die im vollen Umfang die Versicherungssteuer spart. Die Nutzung der Online-Konfiguratoren und –Kalkulatoren sowie des Online-Kostenreportings ist kostenfrei enthalten,
ebenso Beratungsleistungen und Entwicklung der Car Policy. Die
Kraftstoffkosten werden mit ihrem über drei Jahre kalkulierten Nettowert, also ohne Mehrwertsteuer, angesetzt.
LeasePlan Deutschland GmbH
Hellerbergstr. 10b • 41460 Neuss
Tel.: 02131/132-200 • Fax: 02131/132-688200
[email protected] • www.leaseplan.de
Flottenmanagement 2/2011
www.volkswagen-nutzfahrzeuge.de/grosskunden
%HYRU6LHGDVDOOHVGXUFKOHVHQKLHUGDV:LFKWLJVWHLQ.¾U]H
'HUQHXH&DGG\VSDUWLQ,KUHP)XKUSDUNULFKWLJYLHO*HOG
Der neue Caddy® bietet noch geringere Betriebskosten über die gesamte Nutzungsdauer. So ist er
nicht nur in der Summe seiner Eigenschaften, sondern auch unterm Strich: 'HUEHVWH&DGG\DOOHU=HLWHQ
Geringer Verbrauch durch neue Motoren mit moderner TSI- und Common-Rail-Technologie
Günstige Versicherungseinstufung
Erfüllt Euro-5-Abgasnorm für niedrige Kfz-Steuer
Geringe Wartungs- und Inspektionskosten
Verlängerte Wartungsintervalle
Der Produktname Caddy ® ist eine eingetragene Marke von Caddie S. A. und wird von Volkswagen Nutzfahrzeuge mit freundlicher Genehmigung von Caddie S. A. benutzt.
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
62
Special Logistik & Wiedervermarktung
Rundum-Paket
„HARTMANN FLEET-Professionals (HFP) wurde 1986 als Logistikunternehmen HML für Dienstleistungen rund um das gewerblich
genutzte Fahrzeug gegründet. Zur Durchführung und Steuerung der eigenen Geschäftsaktivitäten entstand damals ein selbst
entwickeltes Software-Paket, das mit sich ändernden Anforderungen an die Prozesse auch einer stetigen Weiterentwicklung
unterworfen war. Heute ist der FLEET-CONTROL-MONITOR (FCM) als „Software für Flottenmanagement und Remarketing“ ein
eigenständiges Produkt, mit dem sämtliche Prozesse im Flottenmanagement abgebildet werden können. Schwerpunkt ist
die IT-gestützte Abwicklung der Ein-, Um- und Aussteuerung von Fahrzeugen. Auf Plattform des FCM und auf Basis eines zuvor definierten Workflow werden alle Leistungen und Prozesse von der Auftragseinsteuerung über Fahrzeuglogistik,
Floor-Check, Sicherstellung, Begutachtung, Briefverwaltung, Archivierung bis hin zur Überführung in das Remarketing abgedeckt und logisch miteinander verknüpft. Auf Kunden und Partner abgestimmt, bekommt jeder User seine maßgeschneiderte
Bearbeitungsoberfläche. Das managing und monitoring der Aufträge erfolgt online und in Echtzeit.
Kooperation
Premiere
Die ersten gebrauchten Volvo S60 der neuesten Generation wurden
am 15. März im Rahmen einer Vor-Ort-Auktion vermarktet, zu der die
Volvo Car Germany GmbH gemeinsam mit BCA Deutschland die Volvo
Partner in das BCA Auktionszentrum in Neuss eingeladen hatte. Die
Mittelklasse-Limousine Volvo S60 wurde im September 2010 auf den
Markt gebracht. Die bei der Auktion erzielten Restwerte bewegten sich
auf hohem Niveau: Spitzenreiter war dabei der schwarze Volvo S60
DS mit 151 kW/ 205 PS, für den mit 72,6 Prozent des ursprünglichen
Listenpreises das beste Tagesergebnis erzielt wurde. An der PremierenAuktion nahmen 117 Volvo-Händler teil, über 60 davon waren in Neuss
vor Ort; über 40 nahmen zusätzlich per BCA Internet-Biet-System
LiveOnline teil. Volvo Car Germany vermarktet seit Oktober 2010 seine
Dienst- und Mietwagen-Rückläufer über BCA Deutschland. Zu diesem
Zweck wurde ein Volvo B2B-Online-Portal eingeführt.
Übertragung
Der weltweit operierende Chemiekonzern Huntsman, dessen Flotte in
Europa in acht Ländern operiert, hat Fleet Logistics nach einem erfolgreichen RfP (Request for Proposal) unter verschiedenen europäischen
Leasingfirmen und Flottenmanagern das Fuhrparkmanagement übertragen. Neben der operativen Betreuung der Flotte liege das Augenmerk
auf einer Reduktion der Total Cost of Ownership um zehn bis 15 Prozent,
deren Umsetzung durch eine Reihe von strategischen Ansätzen ermöglicht werden soll.
Der unabhängige Prozessdienstleister PS-Team Deutschland GmbH
hat die Plattform PS DataCollect entwickelt und gleicht damit die
Fahrgestellnummern der Fahrzeuge, die von teilnehmenden Instituten
finanziert werden, anonym und treuhänderisch ab. Auf rund 1,1
Millionen Datensätze hat das Unternehmen aus Walluf derzeit im
Rahmen von PS DataCollect Zugriff, die auch anhand von Informationen
aus datenschutzrechtlich unbedenklichen Datenbanken überprüft
werden. Allein in drei Monaten ergaben sich knapp 500 Hinweise
auf Doppelfinanzierungen. Seit Einführung des Systems konnten laut PS-Team Schäden in Höhe von über einer Million Euro
präventiv verhindert werden. Das System wird zur Sicherung von
Eigentumsrechten von acht Kreditinstituten intensiv genutzt. Neben
Banken können Eigentümer gewerblich genutzter Fahrzeuge und
Leasinggesellschaften der Schutzgemeinschaft beitreten.
eHammer-Auktion
In den vergangenen acht Monaten
hat die Online-Auktionsplattform
Autorola über 450 Fahrzeuge in den
Ford Spezial Auktionen versteigert.
Alle Fahrzeuge fanden unter regelmäßiger Beteiligung von mehr
als 700 registrierten Bietern einen
neuen Besitzer. Unter den elektronischen Hammer kommen junge
Gebrauchtwagen aus Vermietung
und Flottengeschäft. Das Angebot
umfasst Fahrzeuge der Kompaktsowie Mittelklasse, aber auch Vans
und SUV. Mit Beginn des Jahres wurde die Pilotphase erfolgreich
abgeschlossen, und die Auktionen starten ab sofort im vierzehntägigen Rhythmus mit rund 100 Fahrzeugen monatlich. Ziel der gemeinsamen Auktionen in 2011 sei die erfolgreiche Vermarktung von
bis zu 1.200 Einheiten.
Kontroll-System
Das Münchner Technologieunternehmen VISPIRION hat das elektronische
Fahrtenbuch-Management-System CarSync-Log entwickelt. Durch den Einsatz
des GPRS und GSM gestützten Telematik-Systems wird die manipulationssichere Erfassung aller Fahrdaten und Geopositionen sichergestellt. Damit erfüllt das System laut Hersteller die Anforderungen der Finanzämter. Mit der
Anonymisierung von Privatfahrten gelang es ihnen gleichzeitig, selbst skeptische Betriebsräte zu überzeugen. Das neueste Angebot ist die integrierte
Führerscheinkontrolle. Für Unternehmen und deren Flottenmanager entfallen mit der automatisierten Führerscheinkontrolle aufwendige, bürokratische Prozesse. Der Flottenmanager kann via Web-Portal zu jedem Zeitpunkt
nachweisen, dass seine Fahrer im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sind.
Flottenmanagement 2/2011
Nichts
für Laien
Å*UQHU
ZLUG¶VQLFKW´
*UHHQ(3URFXUHPHQW
*UHHQ0DQDJHPHQW
)/((7 LO
U
DE$S
Bei der Frage nach der Wiedervermarktung
von Fahrzeugen aus dem Kauffuhrpark
leuchtet es am ehesten ein: Es braucht
Spezialisten, nicht nur um einen guten Preis für den Gebrauchten zu erzielen. Schließlich sollen auch die
Standzeiten gering, der organisatorische
Aufwand niedrig und die Transparenz
über alle Prozesse hoch sein. Ach ja,
und Revisionssicherheit wäre auch noch
toll. Daher bedienen sich immer mehr
Fuhrparkleiter der Dienste von spezialisierten Wiedervermarktern. Denn wenn
selbst immer mehr Hersteller ihre eigenen
Gebrauchten und Leasingrückläufer von
diesen Dienstleistern vermarkten lassen, wird der Aufwand für den einzelnen
Fuhrparkleiter wohl auch eher zu hoch
sein – oder der Ertrag zu niedrig. In unserem Special haben wir ab Seite 70 einige
nutzwertige Informationen über die entsprechenden Dienstleister für Sie zusammengetragen.
Auch die Logistik rund um die Ein- und
Aussteuerung der Dienstfahrzeuge, die Anund Abmeldung, die Terminüberwachung,
der Transport sowie die dokumentierte
Übergabe an den Mitarbeiter bis hin zur
UVV-konformen Einweisung ist inzwischen eine Wissenschaft für sich. Dafür
kann der Fuhrparkleiter natürlich auch
intern entsprechende Strukturen schaffen, fraglich ist jedoch, ob das wirklich
die effektivste Lösung ist. Denn es gibt
auch hier inzwischen eine Reihe spezialisierter Logistiker, die den gesamten
Prozess nicht nur steuern, sondern auch
lückenlos und online dokumentieren kön-
nen. Ab Seite 64 und 74 erfahren Sie mehr
über die Möglichkeiten, die Dienstleister
zwischenzeitlich offerieren.
Logistik und Wiedervermarktung berühren auch immer wieder die individuelle Fahrzeugausstattung, speziell
für Transporter und Service-Fahrzeuge.
Denn der Umbau der Fahrzeuge muss organisiert, die Mitarbeiter müssen eingewiesen, und vor allem muss der Einbau
passgenau mit dem Tagesgeschäft abgestimmt werden. Die Fahrzeugeinrichter,
die wir ab Seite 78 vorstellen, bieten oft
nicht nur den individuellen Umbau der
Dienstfahrzeuge, sondern auch gleich
noch die Logistik-Kette dazu.
Zwischen der Ein- und Aussteuerung der
Flottenfahrzeuge kommt es immer wieder einmal zu Schäden am Fahrzeug oder
zu Unfällen. Hier gilt es, den Schaden
schnell, kompetent und revisionssicher
zu dokumentieren und in das unternehmensinterne Prozessmanagement einzubinden. Die großen Gutachter-Gruppen,
die wir ab Seite 76 vorstellen, haben sich
deutschlandweit, teilweise sogar EG-weit
aufgestellt und bieten die Begutachtung
von Fahrzeugen nach einheitlichen
Kriterien in übersichtlichen Online-Tools
an. Denn auch hier gilt: Der Aufwand
für den Schadenprozess kann leicht die
Kosten für den Schaden selbst übersteigen, ist man nicht professionell in ein
Prozessmanagement-Tool eingebunden.
Wichtig dabei ist, dass der Gutachter dabei auch die individuellen Bedürfnisse
des Unternehmens abbilden kann.
ZZZFDUDQRGH
64
Special Logistik & Wiedervermarktung
Hin und weg
Dienstwagen kommen, Dienstwagen gehen. Damit der
Dienstwagennutzer der einzige bleibt, der dabei emotional bewegt
ist, sollten die Prozesse, die für Ein- und Aussteuerung nötig sind, gut
durchorganisiert sein. Worauf der Fuhrparkleiter achten sollte, und
welche Dienstleister er sich als Unterstützung ins Haus holen kann,
haben wir hier zusammengestellt.
Wenn der Zeitpunkt des Fahrzeugwechsels ansteht,
scharrt der Dienstwagenutzer gerne schon einmal
mit den Füßen. „Da die Fahrzeugkonfiguration
eines der liebsten Themen des Außendienstlers
ist, steht dieser schon rechtzeitig auf der Matte,
um sein neues Fahrzeug mitzukonfigurieren“,
weiß ein Fuhrparkleiter zu berichten. Das ist quasi
der Beginn der Fahrzeugein- und aussteuerung,
und sicher nicht der leichteste Prozess, aber
einer, der hauptsächlich im Fuhrpark ausgeführt
werden kann. Wie bei allen Fuhrparkverwaltungsangelegenheiten kann der Fuhrparkleiter dann
aber auch bei sämtlichen weiteren Vorgängen der
Fahrzeugein- und aussteuerung wählen, wie viele
Leistungen er einkauft, einzeln oder im Paket, oder
auch selbst organisiert. Wichtig dabei ist stets die
Stabilität der Prozesse, denn jede Neugestaltung
kostet bekanntlich Geld. Die Fahrzeugein- und
Flottenmanagement 2/2011
aussteuerung besteht aus einer Vielzahl von
Einzelvorgängen (siehe Checkliste S. 68), die
unterschiedliche Bereiche betreffen. Hier muss
ebenfalls beachtet werden, dass keine zeitlichen
Brüche in der Prozesskette eintreten.
Prozesssteuerung
Am Beispiel einer Leasinggesellschaft, die ja
auch als Flottenbetreiber gilt, sieht man wie
dort die Ein- und Aussteuerung der verleasten
Fahrzeuge organisiert ist. Die meisten arbeiten
mit spezialisierten Dienstleistern zusammen, die
beispielsweise für die Fahrzeugzulassung und
–abmeldung oder die Überführung eingesetzt
werden. Die Digitalisierung ermöglicht eine permanente Überwachung und zeitnahe Steuerung
der Prozesse. So sind alle Prozessbeteiligten vom
Händler über den Zulassungs- und Überführungs-
dienst bis hin zum Gutachter und Remarketingdienstleister über eine Software eingebunden.
Bei LeasePlan pflegen die NeuwagenhändlerPartner den Liefertermin direkt in das Webportal
des Dienstleisters für die Zulassung. Wird ein
angegebener Liefertermin verändert, erstellt die
Leasinggesellschaft automatisch ein Schreiben an
den Kunden beziehungsweise Fahrer, das über den
neuen Liefertermin informiert. Über die Leasingund Fuhrparkmanagementgesellschaften kann der
Flottenbetreiber sämtliche Leistungen, die die Einund Aussteuerung betreffen, beziehen. Vorteil ist
hierbei, dass die Vorgänge zentral gesteuert sind
und aus einer Hand kommen. Die Leasing- und
Fuhrparkmanagementgesellschaften kümmern
sich um die Beschaffung kompetenter Dienstleister, zudem überwachen sie stets die Qualität und
Kosten sowie die zeitlichen Vorgaben.
Es lassen sich aber auch alle wesentlichen Prozesse der Ein- und Aussteuerung in Eigenregie,
alternativ mit einem oder mehreren Dienstleistern
durchführen. In den Checklisten (S. 68) haben wir
die wichtigsten Punkte, die es zu beachten gibt, zusammengestellt. Anlieferung, Kennzeichenreservierung und Zulassung beziehungsweise Abholung
und Abmeldung erledigen für einige Fuhrparks die
Autohändler, wie uns die Fuhrparkleiter berichteten. Entstehen zeitliche Lücken bei der Neufahrzeugauslieferung lassen sich ganz praktisch
Special Logistik & Wiedervermarktung
Ein digitales Protokoll bei der Fahrzeugübergabe oder –rücknahme ist Standard
Per Online-Tool lassen sich
sämtliche Vorgänge in Echtzeit
überwachen
Lösungen finden. Bei Lieferverzögerung bleiben
in der Regel viele alte Verträge solange aktiv, bis
das Neufahrzeug eingetroffen ist. Einige Leasing- und Fuhrparkmanagementgesellschaften,
beispielsweise Arval, ASL, Hannover Leasing Automotive (HLA), HPI Fleet oder LeasePlan, helfen
mit Interimsfahrzeugen aus eigener Flotte oder
von Mietwagenpartnern. Die HLA hat jüngst ein
Rückgabe-Konzept erstellt, das den Kunden mehr
Flexibilität und Transparenz bieten soll. Der Kunde kann den Rückgabeort selbst wählen oder die
Rückläufer an einem TÜV-Büro abgeben.
Logistik Koordination
Für die Logistik-Koordination, das heißt, die direkten Prozesse die Ein- und Aussteuerung betreffend, greifen die Leasing- und Fuhrparkmanagementgesellschaften wiederum auf spezialisierte
Partner zurück, die wir in unserer Tabelle auf Seite
70 mit dem entsprechenden Dienstleistungsangebot übersichtlich aufgelistet haben. Dort finden
sich Anbieter, die das gesamte Logistikportfolio
rund um die Überführung neuer und alter Firmenwagen anbieten. Nicht nur für Kauffuhrparks,
auch für große oder dezentral aufgestellte Leasingfuhrparks kann es interessant sein, dieses
direkt in Anspruch zu nehmen, denn damit kauft
der Fuhrparkleiter revisionssichere, durchdachte
Prozesse ein von Unternehmen, die sich auf die
Ein- und Aussteuerung spezialisiert haben. Bei der
Fahrzeugübergabe muss eine Einweisung in den
neuen Dienstwagen gemäß Sicherheitsvorschriften
erfolgen. Dies übernehmen auf Anweisung auch die
Überführungsfahrer, die stets ebenso vertraut mit
vielen aktuellen Fahrzeugmodellen und einer Vielzahl von technischen Ausstattungen sein müssen.
Wir finden den
richtigen Käufer.
In über 30 Ländern.
Standard und ein
wichtiges Mittel
stellt der Computer dar, um auf dem
elektronischen
Wege sämtliche
Informationen
revisionssicher,
schnell und für alle Beteiligten belegbar zu übermitteln. Die Bandbreite reicht von Smartphones
über Handhelds bis zu den so genannten TabletPCs. Zustandsbericht und digitale Bilder, die den
Zustand des Fahrzeugs zusätzlich dokumentieren,
können unmittelbar dem Fahrzeug zugeordnet
und auch dem Fuhrparkleiter zur Verfügung
gestellt werden. Per Online-Anweisung können
automatisch weitere Prozessschritte ausgelöst
werden, wie beispielsweise die Beauftragung von
Gutachtern, sofort oder später die Abmeldung und
der Kontakt zum Spediteur et cetera. Dennoch hat
das Papier nicht ausgedient. Es gilt bei einigen
Unternehmen weiterhin als wichtiges Originaldokument, das durch die digitale Dokumentation
ergänzt wird. Zum Beispiel kann es bei einem Unfall
entscheidend sein, ob das Fahrzeug um 13:25 Uhr
übergeben wurde, wie es handschriftlich auf dem
Papier dokumentiert wurde, und nicht um 13:29
Uhr, wie das Smartphone mit falsch eingestellter
Uhrzeit festgehalten hat. Was die marktführenden
Unternehmen im Dienstleistungsangbot haben,
stellen wir hier einmal ausführlicher vor:
Carmago GmbH
Das Leistungsangebot von Carmago dreht sich rund
um die Fuhrparkverwaltung, die Dienstleistungen
erstrecken sich dabei nicht nur über ein breit
aufgestelltes und erprobtes Leistungsspektrum,
das Unternehmen sieht sich als Dienstleister, der
aufgrund seiner Spezialisierung gerade besondere,
individuelle Anforderungen von Flottenkunden
erfüllen kann. Neben Prozess- und Kostenoptimierung übernimmt das Darmstädter Unternehmen ebenso Aufgaben rund um die Lieferung von
Firmenfahrzeugen. „Schnell und zuverlässig“
lautet das Motto mit definierten und garantierten
Standards. Dazu gehört die termingerechte Übergabe sowie die Sichtung und Funktionsprüfung
des Autos und seiner Ausstattungskomponenten.
Der Transport-Service mit eigens geschultem
Personal beinhaltet zusätzlich die Innen- und Außenwäsche, das Betanken sowie die Erstellung und
Verwaltung einwandfreier Übergabedokumente.
Bei Bedarf kann eine Einweisung der Kunden in die
Fahrzeuge erfolgen. Zum Angebot zählt zudem die
Realisierung von Sonderumbauten in Kleinserie,
Inspektion sowie Flottenausrüstungen in firmeneigener Fachwerkstatt, außerdem die Übernahme
von Fahrzeugaufbereitungen. Mittels eines webbasierten Rücknahme-Tools kann beispielsweise
auch der Leasingkunde bei der Online-Abfrage über
seine Leasinggesellschaft auf den Leistungsstand
von Carmago zugreifen. Das Tool zeichnet sich
unter anderem dadurch aus, dass voll automatisch
Beauftragungen versendet werden. So erfolgt bei
,KU$QVSUHFKSDUWQHU
3HWHU-HQV
9HUWULHEVOHLWXQJ
SMHQV#DXNWLRQPDUNWGH
7HORR
$XI$XWRELGGHZDUWHQPHKUDOVUHJLV
WULHUWH+lQGOHUDXVJDQ](XURSDDXI,KUH)DKU
]HXJH6SUHFKHQ6LHMHW]WPLWXQVEHU,KUHQ
9HUPDUNWXQJVHUIROJEHL)DKU]HXJÀRWWHQ
7HOHIRQ
)D[ ZZZ$XWRELGGH_ZZZ$XNWLRQ0DUNWGH
$.7,(1*(6(//6&+$)7
65
DIE KFZ-ONLINE-AUKTION
66
Special Logistik & Wiedervermarktung
Speditionen erledigen Großmengen-Transporte für sechs bis acht Fahrzeuge
der Terminierung der Anlieferung von Fahrzeugen
automatisch der Versandauftrag der Kennzeichen
oder der Auftrag an den Zulassungsdienst. Bei
Rücknahmeterminierung erhält der TÜV automatisch Bescheid und selbstverständlich auch der
Überführungsfahrer.
Checkliste Fahrzeugeinsteuerung
• Neufahrzeugkonfiguration
• Abstimmung Laufzeiten Alt- und
Neufahrzeug
• Eventuell Interimsfahrzeug organisieren
• Koordinierung der Auslieferung:
- über Autohaus
- über Leasinggesellschaft
- über Zustelldienst
- Werksabholung
• Vorbereitung des Fahrzeugs mit Einbauten,
Beklebung, Reifen
• Terminierung der Auslieferung
• Kennzeichenreservierung
• Zulassung
• Auslieferung an welche Adresse
• Übergabe des Fahrzeugs und Einweisung
des Fahrers
• Übergabeprotokoll
• Dokumentenverteilung
• Dokumentenverwaltung
Flottenmanagement 2/2011
DAD Deutscher Auto Dienst GmbH
Zum Portfolio der DAD Deutscher Auto Dienst GmbH
gehören ganzheitliche und IT- gestützte Prozesse
rund um Fahrzeugflotten, wie die komplexe und
termingenaue Fahrzeugein- und -aussteuerung,
inklusive zentraler Zulassung großer Fahrzeugbestände, regionaler Einzelzulassungen, Fahrzeugum- oder -abmeldungen, Terminüberwachungen
und -koordination beispielsweise zwischen
Leasinggesellschaft, Hersteller und Kunde, Zulassungslogistik vom Wunschkennzeichen bis hin
zur Feinstaubplakette oder auch die notwendigen
regelmäßigen UVV-Prüfungen. Darüber hinaus
übernimmt der Dienstleister das umfangreiche
Informations- und Dokumenten-Management,
darunter die Beschaffung fehlender Dokumente
wie CoC-Bescheinigungen, ZB I oder II sowie die
sichere Lagerung von Original-Fahrzeugpapieren
sowie fahrzeugrelevanten Materialien wie Zweitschlüssel, Navigations-CDs oder Radiocodes. Zu
den Services im Bereich der Fahrzeuglogistik
zählen unter anderem Fahrzeugauslieferungen
und -rückholungen auf eigener oder Fremdachse
inklusive qualifizierter und via Tablet-PC elektronisch protokollierter Übergabe mit fotografischer
Schadensdokumentation, bei Bedarf auch mit
Erstellung umfangreicher Gutachten oder weiterer
Services wie dem Winterreifentausch auf dem Weg
zum Zielort bis hin zur Koordination notwendiger
Einbauten. Mit einem bundesweiten Fahrerpool von
200 Fahrern kann die Fahrzeuglogistik zügig und
reibungslos umgesetzt werden, ebenso hilft das
Netz von 500 Standorten der Christoph Kroschke
GmbH als Muttergesellschaft an nahezu jeder Zulassungsstelle in Deutschland. Über eine zentrale
Plattform und Schnittstellen für die Beauftragung
und das Reporting mit Dokumentation bietet der
DAD seinen Kunden größtmögliche Transparenz
und ständige Kontrolle des Auftragsstatus.
Hartmann Fleet-Professionals GmbH
Im Zentrum der Arbeit der Hartmann Fleet-Professionals GmbH (HFP) steht die selbst entwickelte
Steuerungsplattform Fleet-Control-Monitor (FCM),
mit der alle logistischen Anforderungen kundenindividuell gesteuert werden können. Das heißt, alle
Checkliste Fahrzeugaussteuerung
• Terminierung Abholung
- über Autohaus
- über Leasinggesellschaft
- über Transportdienst
• Dokumentensammlung
• Zubehör wie Winterräder
• Eventuell Smart Repair/ Aufbereitung im
Vorfeld
• Begutachtung
• Rücknahmeprotokoll
• Abmeldung
• Remarketing
Special Logistik & Wiedervermarktung
67
Die Papierform des Rücknahmeprotokolls ist nicht immer altmodisch,
sondern ein wichtiges Original
Daten und Fakten werden eingepflegt, miteinander verbunden und in logische
Prozesse umgesetzt. Zu den Dienstleistungen, die der Fuhrparkleiter aus der
Hand von HFP erwarten kann, gehören beispielsweise Terminierung mit dem
Nutzer, Logistik, Fahrzeugrücknahme, Abmeldung, Fahrzeugaufbereitung,
Zulassung, Reparatur- beziehungsweise Gutachten-Vorbereitung, Briefverwaltung, Zweitschlüsselverwaltung und bei Bedarf Stellung eines Implant-Mitarbeiters zur Unterstützung. Die direkte Logistik bei der Ein- und Aussteuerung
betrifft sowohl Auslieferungen ab Werk oder Händler per Lader, gesteuert vom
Werk, Fuhrpark oder auf Wunsch auch von HFP. Einzelabholungen erfolgen
mit beigestellten Überführungskennzeichen durch den HFP-Außendienst
inklusive Fahrzeug-Einweisung des Kunden. Ein Übernahmeprotokoll dokumentiert den Komplettzustand und ein Zubehörcheck die Ausstattung des
Fahrzeuges. Die Rücknahme wird nach Kundenwunsch abgewickelt und verläuft inklusive Protokoll und Schadenskatalog mit Unterscheidung zwischen
laufleistungsanalogen Gebrauchsspuren, Beschädigungen, Unfallschäden
und Fehlteilen. Der Auftraggeber kann jederzeit online und in Echtzeit den
Stand seines Auftrages auf der Plattform des FCM verfolgen.
PS-Team Deutschland GmbH & Co. KG
Das PS-Team gehört ebenfalls zu den größten Mobilitätsdienstleistern in
Deutschland. Laut eigener Aussage hat das Wallufer Unternehmen in den
letzten 25 Jahren Standards entwickelt, die heute in der Branche verbindlich sind. So können über die PS Logic von der Bestellanforderung über die
Auftragsbestätigung bis zum Liefertermin die Prozesse überwacht werden.
Gleiches gilt für die Aussteuerung. Bereits bei der Fahrzeugbestellung werden die Fahrzeugdaten in eine Systemplattform eingespeist und stehen so
für den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs zur Verfügung. Alle Services
die Einsteuerung betreffend werden kundenindividuell vereinbart, die
Koordination der Händlerauslieferung, Werksabholung Fremdachse über
Speditionen sowie die exklusive Auslieferung per eigener Achse erfolgt über
das PS-Team. Wird ein Fahrzeug ausgesteuert, protokollieren die PS-TeamMitarbeiter alle wichtigen Daten, die den optischen und technischen Zustand
des Fahrzeugs dokumentieren. Ferner sind Zubehördaten, Ausstattung und
Winter-/Sommerreifenabfragen vorhanden. Dann nehmen die PS-Team
Mitarbeiter die Zulassungsbescheinigung I und das amtliche Kennzeichen
entgegen und melden es über das webbasierte PS Logic ab. Sie koordinieren
die Rückgabe zwischen Händler, Nutzer, Gutachter und Spediteur. Auch die
bisher beauftragten Dienstleister eines Fuhrparks können in den Gesamtprozess integriert werden.
Wenn die Überführung der Fahrzeuge nicht in Einzelmengen stattfinden soll,
übernehmen Speditionen, mit denen auch die Logistikdienstleister zusammenarbeiten. Mit Fahrzeugtransportern für beispielsweise sechs bis acht
Fahrzeuge wie sie bei der Firma Hess Fahrzeuglogistik GmbH im Einsatz sind,
68
Special Logistik & Wiedervermarktung
Ein Teil der Ein- und Aussteuerung ist die An- und Abmeldung, die ebenfalls zum Portfolio der Dienstleister gehört
können Überführungen, aber auch geschlossene, Eil- oder
Spezialtransporte bewerkstelligt werden. Ebenso kann das
Unternehmen einen Einlagerungsservice anbieten für bis
zu 600 Fahrzeuge. Weitere Leasinggesellschaften arbeiten
mit den Speditionen Egerland und ARS AG zusammen. Ein
wesentlicher Punkt nach dem Abtransport ist die Fahrzeugstationierung. Wichtig sein sollte, wie die Sammelstellen
organisiert sind, zum Beispiel mit 24h-Wachdienst, vi-
Anbieter
Logistikdienstleistungen
Fahrzeugein- und aussteuerung
B&F
AUTOmobil GmbH
Carmago
GmbH
DAD
Deutscher Auto Dienst
GmbH
HARTMANN
FLEET-Professionals
GmbH
Überführungen eigene Achse/
fremde Achse
ja / ja
ja / ja
ja / ja
ja / ja
Zulassung
ja
ja
ja
ja, zentral/dezentral,
eigener
Schilderprägeservice
Stilllegung/ Abmeldung
nein
ja
ja
ja
Liefertermin-Überwachung
nein
ja
ja
ja
Dokumentenverwaltung
nein
ja Briefverwaltung über
externen Partner
ja
ja, physisch und
elektronisch in
abgenommer
Sicherheitsumgebung
Rücknahme Protokoll,
wesentliche Aspekte
ja
ja
ja (in elektronischer
oder Papierform;
kundenindividuell)
ja, eigenes oder
kundenspezifisches
Protokoll, digitale
Erfassung per TabletPC vor Ort und direkte
elektronische Übermittlung
an den FCM
Online Dokumentation
der Prozesse
nein
ja
ja
ja, selbst entwickelte
und administrierte
Steuerungsplattform,
der Hartmann FLEETCONTROL-MONITOR (FCM)
Begutachtung
nein
ja (externer Partner )
ja mit Partnern
ja mit Partnern
Fahrzeugreinigung /
-aufbereitung
ja / nein
ja / ja
ja / ja (Organisation)
ja / ja, beides im eigenen
Fleet Center
RemarketingProzessunterstützung
nein
ja
ja
ja, auf Basis der
Steuerungsplattform
in Kooperation
Inkassoservice
nein
ja bedingt
ja, Sicherstellung und
Abmeldung von Fahrzeugen
ja, Steuerung,
Überwachung und
Abwicklung
Anzahl Stützpunkte
in Deutschland
2
z.Zt. 7
Zentrale + 2
Niederlassungen, ca. 500
Standorte in der KroschkeOrganisation
1 Zentrale
Hauptverwaltung,
3 Stützpunkte kundennah
in Eigenregie
Überführungen in D/ Jahr
9.000
12.000
ca. 25.000
70.000
Kontakt für Fuhrparkleiter
Andreas Scholten
Tel.: 0171-5728924
[email protected]
Melanie Stary
Tel.: 06151-500060
[email protected]
DAD-Vertriebsteam:
Tel.: 04102-804-400
[email protected]
Tel.: 06625-9209-0
[email protected]
Flottenmanagement 2/2011
deoüberwacht und alarmgesichert. Bei Anlieferung und
Abholung erfolgt ebenfalls die genaue Protokollierung der
Fahrzeugzustände. Der Auftragsstatus kann auch direkt
über die Speditionen per Kundenlogin abgefragt werden.
Für die meisten Fuhrparkkunden werden diese logistischen
Meisterleistungen und Koordinationen im Verborgenen
ablaufen. Denn im Idealfall und hauptsächlich wohl im Re-
Hess
Fahrzeuglogistik
GmbH
PS-Team
Deutschland GmbH &
Co. KG
ja / ja
ja / ja
in Kooperation
ja, europaweit
in Kooperation
ja
ja
ja, mit SMS und EmailService
in Kooperation
ja inkl. Treuhandservice
ja
ja VMFRücknahmestandard
elektr. Protokollierung
ja
ja, PS-Logic Webservice
ja
ja, durch
Technologiepartner
ja / ja
ja / ja, beides durch
Technologiepartner
in Kooperation
ja, durch
Technologiepartner
ja
ja, durch
Technologiepartner
2
10
15.000
180.000
Patrick Hess
Tel.: 06625-9248130 oder
0151-19040002
[email protected]
Eric Wirtz
Tel.: 06123 - 9999 -994
[email protected]
gelfall geht alles reibungslos vonstatten. Selbst wenn nicht, wird der Ansprechpartner beim Dienstleister alle
Hebel in Bewegung setzen, um dem
Kunden die gewünschten Leistungen
zu erfüllen. Die Leasing- und Fuhrparkmanagementfirmen setzen wie
schon erwähnt bei vielen Logistikdienstleistungen auf die Kooperation
mit den externen, spezialisierten
Unternehmen. ASL Fleet Services
verweist auf die sechs unternehmenseigenen Logistik-Center, über die
alle Rückläufer und Neufahrzeuge
abgewickelt und bei denen Einbauten,
Beklebungen sowie die Reifenlogistik
umgesetzt werden können. 90 eigene qualifizierte Fahrer erledigen die
Überführungen auf Achse oder per
Transporter.
Ein weiteres Unternehmen, das in der
Fahrzeugbeschaffung und damit auch
als Teil davon in der Fahrzeuglogistik
neue Wege gehen will, ist die Fleet
Factory GmbH. Hier sollen alle Fahrzeugmarken, die in für einen Fuhrpark
bestellt werden, von ihren Fertigungsorten ohne Umweg über das Autohaus
direkt auf den Zielbahnhof in Hamburg
gesteuert werden, an dem sie komplettiert werden, beispielsweise mit
Einbauten, Beschriftungen oder der
Erstinpektion. Von dort werden die
Fahrzeuge an die endgültigen Zielorte
bei den Kunden ausgeliefert, hier auch
mithilfe der erwähnten spezialisierten
Dienstleister. Die Fleet Factory bietet
die Prozess-Fortschrittskontrolle in
Echtzeit via Internet in Fleet Factory
Online, zu dem alle Prozessbeteiligten
Zugang haben. Sämtliche Auftragsbestätigungen, Zulassungsbescheinigungen und Übergabeprotokolle kann
der Nutzer online abrufen.
Fahrzeugein- und aussteuerung ist
weit mehr als nur ein Fahrzeug in
Empfang nehmen oder abgeben, das
haben wir hier herausgestellt. Diese
sensiblen Prozesse können, wenn
sie falsch laufen, viel Geld und zeitlichen Aufwand kosten, beispielsweise
Versicherung und Steuern, so lange
das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß
abgemeldet ist, die Halterhaftung
läuft weiter und und und. Ebenso fällt
auf, dass es Prozesse sind, mit denen
nicht einfach irgendwer betraut werden sollte. Sie erfordern langjährige
Erfahrung und Spezialisierung, damit
sie gut ablaufen. Es sind eben Jobs für
die Profis, dann kann sich der Fuhrparkverantwortliche voll und ganz auf
seine Kernaufgaben konzentrieren.
Den eigenen
Fuhrpark können
Sie sich sparen!
cambio CarSharing ist mit
knapp 30.000 Kunden
und einer Flotte von
800 Fahrzeugen in zwölf
deutschen Städten vertreten.
45 Prozent aller cambioFahrten werden für dienstliche oder gewerbliche
Zwecke genutzt.
www.cambio-CarSharing.de
70
Special Logistik & Wiedervermarktung
Bei der Wiedervermarktung von
Flottenfahrzeugen, die in einem
Kauffuhrpark unterwegs waren, gibt es hauptsächlich zwei
Optionen für den Fuhrparkmanager:
Er hat die Wahl zwischen dem
Vertragshändler und professionellen
Wiedervermarktern. Worin bei beiden
Optionen die Vorteile bestehen, lesen Sie im folgenden Beitrag.
Garantiert
keine Ladenhüter!
Wenn sich die Laufzeit der Fuhrparkfahrzeuge
dem Ende neigt, kommen auf den
Fuhrparkbetreiber mehrere, organisatorische
Aufgaben zu. Schließlich hat er es im Falle
eines Kauffuhrparks mit Eigentum zu tun,
das beim Wiederverkauf noch möglichst gute
Restwerte erzielen sollte. Nach einer durchschnittlichen Laufzeit der Kauffahrzeuge von
drei bis sechs Jahren steht die Aussteuerung
bevor. Hat der Fuhrparkverantwortliche
eine Rückkaufvereinbarung mit seinem
Fahrzeughändler getroffen, sollte diese in
jedem Falle mit einem realistischen, garantierten Restwert versehen und juristisch so
formuliert sein, dass der Flottenbetreiber
kein Nachsehen hat. Dieser einmal vereinbarte Restwert setzt aber voraus, dass sich das
Fahrzeug bei Rückgabe auch in einem dement-
sprechenden Zustand befindet. So nicht, sind
ärgerliche Verhandlungen mit dem Händler vorprogrammiert, die in aller Regel letztlich darin
münden, dass der einmal erwartete Restwert
dann doch nicht erzielt wird beziehungsweise
werden kann. In solchen Fällen mutiert dann
die Fahrzeugrückgabe zu einem zeitaufwändigen und kostenträchtigen Übel. Ein solcher
Aufwand mag in einem kleinen Fuhrpark mit
zehn oder wenigen Fahrzeugen noch händelbar
sein, im Großfuhrpark ist dieses Szenario am
Ende der Laufzeit der Fahrzeuge nicht zu empfehlen.
Professionell – in jedem Fall!
Doch wenn es um den Verkauf der Fahrzeuge
geht, muss ein Fuhrparkmanager nicht gänzlich im Alleinsein diese Bürde meistern.
Mittlerweile haben sich einige Unternehmen in
Deutschland – die meist auch europa- oder weltweit tätig sind – auf die Flottenvermarktung
spezialisiert. Der Kunde – in dem Fall also der
Flottenbetreiber – kann vom nationalen und
internationalen Netzwerk der Anbieter sowie
deren strukturellen, organisatorischen und
logistischen Möglichkeiten im Hinblick auf
eine professionelle, schnelle, reibungslose und
erfolgreiche Abwicklung der Vermarktung von
Kauffahrzeugen profitieren. Mittlerweile spielt
an dieser Stelle das Medium Internet eine entscheidende und vorteilhafte Rolle. Hat der Laie
primär das Bild einer klassischen physischen
Auktion vor Augen, so erfolgt eine solche heute sehr oft parallel in Echtzeit und wird live
Flottenmanagement 2/2011
Special Logistik & Wiedervermarktung
71
über das Internet übertragen – reine OnlineAuktionen gehören dabei auch zum alltäglichen
Standard in diesem Geschäft.
Der Hammer fällt – rund um die Uhr
Die Vorteile der Online-Versteigerungen liegen wie der Hammer in/auf der Hand: Der
Fuhrparkbetreiber kann auf den Service diverser Anbieter zurückgreifen. Sein Fuhrpark beziehungsweise der Teil davon, der zum Verkauf
stehen soll, kann ganz gleich wann oder wo
auf den jeweiligen Internet-Plattformen angeboten werden. Was fällt hier gänzlich weg? Die
Standkosten, der Aufwand, der bei einer physischen Auktion anfällt, oftmals anfallende
Nachverhandlungen, aber auch die zeitintensive und kostspielige Administration. Anbieter
wie AUTOonline verfügen über eine eigens entwickelte Software „FLEETonline“, die speziell für
die Vermarktung von Flotten konzipiert wurde.
Der Anbieter Auktion & Markt bietet wie die meisten
Auktionsunternehmen sowohl die klassische, physische
als auch die beliebte Online-Auktion an (linke Seite u.)
Via Notebook kann der Kunde jederzeit an OnlineAuktionen teilnehmen oder diese in Echt-Zeit auf seinem Desktop verfolgen (o.)
In 14 Ländern veranstaltet BCA jedes Jahr über
6.500 Business-to-Business GebrauchtwagenAuktionen in 45 allein für diesen Zweck betriebenen
Autoauktionszentren (li.)
Der Fuhrparkmanager kann seine Fahrzeuge bei
AUTOonline via Internet einstellen. Gutachten
werden automatisch ausgelesen, spezielle
Reportings werden geboten, die Fahrzeuge
werden strukturiert verwaltet. Diese Just-inTime-Vermarktung spart Zeit und Geld – passé
sind lange Standzeiten und Logistikaufwände.
Dem Kunden werden revisionssichere trans-
+6#/+0'(Ü4*4'0
7*42#4-^
4670)55;56'/'/$©0*#.6'464TF©IMNKG#//©xHMjNkFGLEgGNKNLN©
xHMjNkFGLEgGNKNLHI©+0(1u(.''66'%T&'©999T(.''66'%T&'
72
Special Logistik & Wiedervermarktung
parente Prozesse dargestellt, und selbst nach
einer Gebotsrunde hat dieser eine letzte
Entscheidungsfreiheit. BCA Autoauktionen
bieten ebenfalls einen LiveOnline-Service an.
Zudem erstellt der Anbieter auf Kundenwunsch
eine IST-Analyse des Fuhrparks und ermittelt
Savings sowie den optimalen Prozess in punkto
Revisionssicherheit plus Kostenoptimierung.
Strategie nach Maß
Um die Gebrauchtwagen optimal zu vermarkten,
ist es sinnvoll, wenn Fuhrparkbetreiber mehrere,
verschiedene Verkaufskanäle im Blick behalten.
Auch der Gedanke „Wie kann ich einen effektiven Mehrwert meiner Kauffahrzeuge erzielen?“
ist sicherlich nicht verkehrt. Zu berücksichtigen
sind alle werterhöhenden und wertmindernden
Faktoren bei der Fahrzeugbegutachtung, die
vor dem eigentlichen Verkauf vorgenommen
werden sollte. Ob es die Laufleistung, spezielle Sonderausstattungen, die Reifenqualität,
vergangene Reparaturen, fehlende Teile einer Serienausstattung oder die Marktlage des
Fahrzeugs ist: all diese Punkte üben einen großen Einfluss auf den tatsächlichen Restwert
aus. Fuhrparks mit einem Bonus-Malus-System
im Hinblick auf die pflegliche Behandlung des
Fahrzeugs haben längst erkannt, dass dieser zu
mehr Sensibilisierung der Dienstwagenfahrer
geführt hat – der Flottenbetreiber kann hier
von besseren Restwerten profitieren.
Wer bietet mehr?
Die Auktions-Experten übernehmen in den
meisten Fällen einen Großteil der Vor- und
Nachbereitung – sofern dies der Kunde wünscht.
Die Auktion & Markt AG bietet einen Service,
der eine europaweite Fahrzeugbegutachtung,
Fahrzeugaufbereitung, aber auch die Auktion
Auktion & Markt AG
AUTOonline GmbH
BCA Autoauktionen GmbH
Manheim Deutschland
GmbH
1988
2006
1997
USA 1946, BRD 2008
verkaufte Fahrzeuge 2009/2010 (BRD)
100.000
140.000
112.626 (2010)
siehe Angaben EU
verkaufte Fahrzeuge 2010/2011 (EU)
30.000
200.000
1,3 Millionen
(weltweit jährlich 10 Mio.
Fahrzeuge)
Standorte in Deutschland
8 Auktionszentren, 4
Logistikzentren
Neuss und Online-Markt
9 Auktionszentren
2 Auktionszentren
Standorte in Europa
1 Auktionszentrum in
Riga/ Lettland
26
45 Standorte in 14
europäischen Ländern
39 Standorte: UK, BRD, BEL,
F, IT, P, ESP, TR
Name des Unternehmens
Seit wann im Flottengeschäft?
Verkaufsschwerpunkte
Service, Programme und
Dienstleistungen für Flottenkunden
24-h-Service
Ansprechpartner Flottenkunden
Adresse des Unternehmens
Flottenmanagement 2/2011
PKW, Nfz, Baumaschinen,
Motroräder
Fahrzeuge aller Hersteller,
PKW, Transporter, Nfz, Zweiräder Transporter, Schwer-LKW,
Motorräder, Unfallfahrzeuge.
PKW, Nutzfahrzeuge, Leasingund Flottenfahrzeuge
EU-weite Fahrzeugbegutachtung,
Auslagerung, Transport,
Aufbereitung, OnlineAuktion, Auktion direkt vom
Standort des Einlieferers,
Inkasso & Exportabwicklung,
Abmeldung, Preisberatung/
Vor-Ort-Betreuung, statistische
Auswertung
Webbasierte Plattform für
Fuhrparkmanagement/ OnlineRemarketing: Vermarktung
von Gebrauchtwagen und
Unfallfahrzeugen, 4.000 angeschlossene Sachverständige,
internationaler Verkauf ohne
Umsatzsteuerrisiko, standortunabhängiger Verkauf, kostenfreie
Fahrzeugabholung durch Käufer
Rundum-Service zur
Ausgliederung/ Rücknahme
von Fuhrparkfahrzeugen darunter fallen Übernahme des
Altfahrzeugs zur nächsten
BCA-Niederlassung, Abmeldung,
Gutachten, Verkauf, Reporting
via Fleet Control Monitor im
Livetime-Modus, elektronische
Fahrzeugakte, Online-Auktionen
und Telesales
nein
ja
ja; E-Mail und Fax
ja
Marc Berger
Florian-F. Stumm
Jannes Wellnitz
Markus Utke
Auktion & Markt AG,
Sandbornstraße 2,
65197 Wiesbaden,
[email protected],
www.autobid.de
www.auktion-markt.de,
Tel. 0611 205160,
Fax: 0611 2051655
AUTOonline GmbH
BCA Autoauktionen,
Informationssysteme,
Floßhafenstraße 5, 41460 Neuss,
Hammfelddamm 6, 41460 Neuss, [email protected],
[email protected],
www.bca-europa.de,
www.autoonline.de,
Tel. 0151 27658793,
Tel. 02131 7180 261
Fax: 02131 3100351
Fax: 02131 7180 400
Full-Service-Dienstleister
für Flottenkunden, von
der Flottenaussteuerung
über die Aufbereitung bis
zur Vermarktung, LogistikSteuerung, Export-Abwicklung,
individuelle Erstellung von
Vermarktungs-Konzepten,
revisionssichere Vermarktung
zu Tagespreisen bei physischen/ Online-Auktionen,
Direktvermarktung, Vorabvermarktung, reine B2BDienstleistungen
Manheim Deutschland GmbH,
Zülpicher Straße 150,
52349 Düren,
[email protected],
www.manheim.de,
Tel. 02421 55490,
Fax: 02421 5549296
73
vom Standort des Einlieferers beinhaltet. Für Flottenkunden bietet die Manheim
GmbH ein Full-Service-Angebot, das bei der
Flottenaussteuerung beginnt und sich je
nach Kundenwunsch bis hin zur LogistikSteuerung sowie Exportabwicklung erstreckt.
Besteht beim Kunden der Anspruch, so erstellt Manheim an dieser Stelle individuelle Vermarktungskonzepte, um eine nahtlose Integration in die bestehenden Prozesse
zu realisieren. Und AUTOonline bietet für
Flottenkunden den Service einer internationalen Abwicklung ohne Umsatzsteuerrisiko.
Die Firma Fleet Factory betreut und berät beispielsweise Fuhrparkbetreiber – auch bei der
Wiedervermarktung von Flottenfahrzeugen –
im Hinblick auf die verschiedenen Abläufe und
zielt dabei auf mehr Transparenz bei den einzelnen Prozesse ab.
Physisch, live dabei
Große Fuhrparks, die mit höheren Aussteuerungsraten konfrontiert sind, profitieren von den physischen Auktionen; oft gängig im Kommunalwesen, in dem so einiges
versteigert wird. Beispiele für erfolgreiche
Fahrzeugauktionen liefern Auktion & Markt sowie BCA Autoauktionen. Mittels ausgeklügelter Marketingstrategien schaffen es solche
Profis, breite Schichten als GebrauchtwagenKäufer zu gewinnen. So können beispielsweise Autohändler dank Katalogsystemen eine
Vorauswahl treffen und die Objekte der Begierde
vor Ort in Augenschein nehmen. Manheim
ist an dieser Stelle überwiegend transatlantisch aktiv. Der größte Flottenvermarkter in
Deutschland ist derzeit BCA; dieser kombiniert
die Live-Übertragung via Internet mit seinen
physischen Auktionen und gewinnt dadurch
einen internationalen Bieterkreis. Regionale,
physische Auktionen bei BCA können in neun
deutschen Niederlassungen besucht werden; bei entsprechender Stückzahl wird die
Auktion auch optional beim Kunden durch-
geführt. Detlef Hochgeschurz, National Sales
Manager bei BCA, verweist auf weitere sinnvolle
Dienstleistungen: „Der Flottenkunde kann aus
einem Paket Services wie Individuallogistik,
Fahrzeugaufbereitung, Kfz-Briefverwaltung,
Gutachterwesen, Schadensmanagement und
Remarketing wählen, die wir mit marktführenden Dienstleistern in einer Alliance anbieten.“ Die Vorteile der physischen Auktion
liegen auf der Hand: Fahrzeuge können vor
Ort besichtigt werden, der Preis ist steigerungsfähig, Flottenkunden können von
den Dienstleistungspaketen der AuktionsGeschäftspartner profitieren. Allerdings bedingen physische Auktionen eine gewisse
Mindestanzahl von Fahrzeugen, darüber hinaus
sind sie in der Regel standort- und auch termingebunden.
Fazit: Für das Geschäft nach dem
Flottengeschäft – in diesem Fall die
Wiedervermarktung von Kauffahrzeugen - gibt
es professionelle Anbieter, die auf jahrelange Erfahrungen und ein entsprechendes Know
how zurückblicken. Fuhrparkmanager, die der
Rückkaufvereinbarung mit ihrem Autohändler
aus dem Wege gehen wollen, finden für Onlineaber auch für physische Auktionen Experten,
die sich auf das Geschäft mit dem Verkauf
von Gebrauchtwagen vollends spezialisiert
haben. Sie sind für die Wiedervermarktung
von Kauffahrzeugen ideale Geschäftspartner
und können für gute Restwerte sowie für das
Vermeiden von Ladenhütern sorgen. In unserer Tabelle finden Sie Anbieter, die sich auf
den Verkauf von Flottenfahrzeugen und den
Fuhrparkmanager als Kunden mit seinen individuellen Wünschen und Ansprüchen spezialisiert haben.
SPEEDonline ist eine neue Software von AUTOonline
für professionelle Käufer und Verkäufer von
Gebrauchtwagen (u.)
Wir finden
den Weg...
25
...seit
Jahren
hEHUIKUXQJHQ
‡ :LUOLHIHUQMXVWLQWLPHXQG]X
YHUOlVVLJ ± ]X MHGHU 8KU]HLW DQ
MHGHQ 2UW$OOH )DKU]HXJH VLQG
GXUFKXQVYROONDVNRYHUVLFKHUW
‡ 6SlWHVWHQV6WXQGHQQDFK
$XIWUDJVHLQJDQJ HUUHLFKW MHGHV
)DKU]HXJ LQQHUKDOE 'HXWVFK
ODQGVGHQJHZQVFKWHQ=LHORUW
‡ $XI :XQVFK IHUWLJHQ ZLU GH
WDLOOLHUWH=XVWDQGVEHULFKWHDQ
‡ 6LH HUKDOWHQ HLQH DXI ,KUHQ
%HGDUI LQGLYLGXHOO DEJHVWLPPWH
3UHLVOLVWH)U*UR‰NXQGHQJHO
WHQ6RQGHUNRQGLWLRQHQ
*HUQH HUVWHOOHQ ZLU ,KQHQ
,KULQGLYLGXHOOHV$QJHERW
%)$872PRELO*PE+
(OLVDEHWKVWUD‰H
'VVHOGRUI
3KRQH
)D[
H0DLOLQIR#EIDXWRPRELOGH
:HEZZZEIDXWRPRELOGH
74
Special Logistik & Wiedervermarktung
Es spricht wirklich nichts dagegen,
auch die Kfz-Zulassung auf einen
Dienstleister zu übertragen
Outsourcen lohnt sich
Zwar hat die Einführung der elektronischen Versicherungsbestätigung
(eVB) im März 2008 den eigentlichen Zulassungs-Vorgang insofern etwas
beschleunigt, als der Fahrzeughalter zuvor nun nicht mehr bei seinem Autoversicherer die berühmte sogenannte „Doppelkarte“ als dessen vorläufige
Haftpflicht-Deckungszusage einholen muss. Seither erhält der Kunde eine
individuelle Zahlenkombination zugeteilt; unter dieser eVB-Nummer werden die Daten, die bisher auf der Deckungskarte anzugeben waren, in einer
zentralen Datenbank gespeichert. Bei der Zulassung werden sie von der Zulassungsbehörde abgerufen und sind sofort verfügbar. Und wie oft konnte
man erleben, dass jemand seine Deckungskarte vergessen hatte und sich
noch schnell eine beim Schilderdienst besorgen musste.
Ob sie aber bundesweit operieren oder nicht, schränkt das Feld auch dieser
potenziellen Dienstleister wieder auf wenige, in Frage kommende ein. Sie
propagieren die grundsätzliche Zielsetzung, die Ein- und Aussteuerung von
Fahrzeugflotten so unbürokratisch und schnell wie möglich zu gestalten,
damit die Kunden Zeit, Aufwand und Nerven sparen würden und durch Auslagerung renditeschwacher Bereiche ihre Produktivität erhöhen könnten.
Es kommt hinzu, dass ein bundesweit operierender Kfz-Zulassungsservice
für Firmenkunden sein Angebot und die dazugehörige Logistik beispielsweise über Synergieeffekte bereits so weit ausgefeilt hat, dass er auch in
den Konditionen für die jeweils anstehenden Dienstleistungen einen regional agierenden Konkurrenten noch unterbieten kann.
Aber der Rest der relativ zeitaufwendigen Prozedur auf dem Straßenverkehrsamt ist ja geblieben. Da mag sich der Inhaber eines Handwerksbetriebes mit fünf Transportern und zwei privaten Pkw diesen Verwaltungsvorgang vor Ort noch einmal im Jahr antun – ein Fuhrparkbetreiber mit
dreistelliger Flottengröße und permanenten Fahrzeugwechseln über das
Jahr wird sinnvollerweise auch noch diese Tätigkeit outsourcen. Das Internet beispielsweise ist mit entsprechenden Angeboten nur so gespickt.
Hier tauchen natürlich vornweg auch viele markengebundene Autohäuser
auf, deren Service allerdings höchstens für den regional engagierten Kleinflottenbetreiber mit ebenfalls markengebundenem Fuhrpark praktikabel
ist. Darüber hinaus haben sich aber auch viele unabhängige Dienstleister
auf dem Markt etabliert, die teilweise sogar ihre Angebotspalette für den
Firmenkunden über die Bearbeitung der Kfz-Zulassungen hinaus deutlich
ausgebaut haben.
Es kann im ersten Moment in den konkreten Angebots-Auflistungen der
entsprechenden Dienstleister leicht überlesen werden, aber nicht jeder Anbieter offeriert ausdrücklich den Hol- und Bring-Dienst für die ZulassungsDokumente. Wo das nicht aufscheint, sollte der Fuhrparkbetreiber danach
fragen. Es kann sein, dass der Zulassungsservice lediglich die „Bereitstellung der Unterlagen zu den definierten Abholzeiten“ im Programm hat. Andere Dienstleister schreiben hinein, „bei Bedarf können sie auch unseren
persönlichen Abhol- und Bringservice in Anspruch nehmen“. Wieder andere
holen zwar die Unterlagen ab, bringen sie aber nicht automatisch zurück.
Darüber hinaus sind nicht in jedem Portfolio erklärtermaßen die Überprüfung der Zulassungsdokumente auf ihre Richtigkeit und die Kontrolle der
Unterlagen auf Vollständigkeit enthalten, obwohl die Beauftragung eines
hier spezialisierten Dienstleisters diesen Service eigentlich per se beinhalten sollte.
Flottenmanagement 2/2011
Überhaupt differieren bei genauer Prüfung die ausdrücklich formulierten Dienstleistungsangebote stärker, so dass das Nachhaken beim einzelnen Zulassungsservice generell anzuraten ist. So können zwar auf
den ersten Blick 15 oder gar 20 Positionen aufgelistet sein, die dann
aber nicht unbedingt alle direkt mit der Fahrzeug-Anmeldung, -Abmeldung, -Ummeldung oder vorübergehenden Fahrzeug-Stillegung zu tun
haben müssen. Manche Anbieter haben ihr Portfolio über die Zeit auch
auf andere, vielleicht gerade nicht benötigte FuhrparkmanagementDienstleistungen ausgedehnt, was erst einmal das Herausfiltern der
gewünschten Zulassungs-Kern-Leistungen erforderlich macht. Was der
Zulassungsservice für Fuhrparkbetreiber idealerweise beinhalten sollte,
lässt sich auf Basis dessen, was standardmäßig im Angebot ist so aufzeichnen:
- Bundesweiter Zulassungsservice
- Hol- und Bringservice für die Zulassungsdokumente
- Überprüfung der Zulassungs-Dokumente auf Richtigkeit und Vollständigkeit
- Der Zulassungsservice überwacht alle Termine und sorgt dafür,
dass sie eingehalten werden
- Der Zulassungsservice organisiert die Zuteilung von Wunsch- oder
Serienkennzeichen
- Der Zulassungsservice organisiert die Feinstaubplaketten
- Der Zulassungsservice übernimmt alle An-, Ab- und Ummeldungen
der Fahrzeuge sowie gegebenenfalls die vorübergehende Stillegung
- Vorfinanzierung der behördlichen Gebühren durch den Dienstleister
- Der Zulassungsservice sorgt dafür, dass alle Dokumente an den
erforderlichen Standorten verfügbar sind.
Bei manchen Anbietern, wie beispielsweise dem TÜV Rheinland, können auch Zoll-Vorführungen und –Abwicklungen vereinbart werden.
Darüber hinaus bietet der TÜV Rheinland integrierte Logistikkonzepte
an. Der eine oder andere stellt Überführungsfahrten – auf eigener Achse oder/und per Transporter – zu allen gewünschten Orten des Fuhrparkbetreibers zur Verfügung. Der TÜV Süd verweist unter anderem auf
sein Internet-Modul, über das der Kunde jederzeit Zugriff auf die Zulassungsvorgänge erhalten und Status-Informationen abfragen könne.
Wiederum andere übernehmen auf Wunsch zusätzlich die Rückführung
von Leasingfahrzeugen und können dabei gleich auch Gutachten erstellen. Die German Car Logistic beispielsweise bietet Servicemitarbeiter an,
die im Auftrag und im Hause des Kunden die komplette Zulassungsabwicklung übernehmen können.
Seit 1986 ist das PS-Team mit Sitz in Walluf bei Wiesbaden auch traditionell auf diesem Dienstleistungsfeld unterwegs und hat es neben anderen Fuhrparkverwaltungs- und Fuhrparkmanagement-Konzepten innovativ weiterentwickelt. PS Logic ist hier das Modul, das mit einer Lösung
alle Prozessbeteiligten einer Fahrzeugein- und –aussteuerung zentral
koordiniert, alle notwendigen Informationen bündelt und den nächsten
Schritt im voraus plant. PS-Team verweist darauf, dass die Leistungen
prozessorientiert auch nach individuellen Vorgaben des Kunden entfaltet werden können.
Ebenfalls seit 25 Jahren steht die HARTMANN FLEET-Professionals GmbH
in Niederaula mit heute 180 Mitarbeitern Fuhrparkbetreibern bundesweit unter anderem für zentrale und dezentrale Zulassungs- und Abmeldevorgänge zur Verfügung. Der Logistik-Dienstleister betont, dass
auch hier Sicherheit bei allen Prozessen nicht zuletzt auf einer einwandfreien und lückenlosen Dokumentation beruhten. „Individuelle
Vorgehensweisen erfordern ein hohes Maß an Erfahrung zur Steuerung
dieser Leistungen“, verdeutlicht Geschäftsführer Wolfgang Hartmann.
„Und wir verfügen einfach über eine enorme Erfahrung in diesen oft
unterschiedlich gehandhabten Prozessen.“
Was die Dauer der Vorgänge anbetrifft, geben die Anbieter, je nach
Umfang der Dienstleistungen zum Zulassungsservice, mit oder ohne
Überführung und der individuellen Öffnungszeiten der Behörden, zwischen einem und fünf Tagen an. Die Preisangaben für Standard-Pakete
(Hol- und Bringdienst, Unterlagenprüfung, Zulassungsservice, zwei Eurokennzeichen und StVA-Gebühren) schwanken zwischen ungefähr 50
und 80 Euro netto pro Pkw. Wunschkennzeichen und Anbringung der
Feinstaubplakette können den Betrag jenseits von 100 Euro netto ansiedeln. Ein extra, beispielsweise auf 400 Euro-Basis eingestellter Mitarbeiter für diese Dienste kommt in aller Regel teurer.
IOHHW
.21)(5(1=81'0(66()Ÿ5
1$&++$/7,*(6)8+53$5.0$1$*(0(17
z2NW
0Ÿ167(5
'LHHUVWH0HVVHXQG.RQIHUHQ]
I¸UGHQJHVDPWHQ)LUPHQXQG)ORWWHQPDUNW
3U£VHQWLHUHQ6LH,KUH3URGXNWHXQG'LHQVWOHLVWXQJHQJOHLFK
]HLWLJ³NRORJLVFKLQWHUHVVLHUWHQ)ORWWHQXQG)XKUSDUNPDQD
JHUQVRZLH)LUPHQZDJHQEHVLW]HUQXQG*HZHUEHWUHLEHQGHQ
7KHPHQ
f žNRORJLVFKH(QWZLFNOXQJHQEHL
QHXHVWHQ)DKU]HXJPRGHOOHQ
0RWRUHQXQG$QWULHEV
NRQ]HSWHQ
f 2SWLPDOH)LQDQ]LHUXQJ
XQG9HUPDUNWXQJ
I¸U&2UHGX]LHUWH)ORWWHQ
f žNRORJLVFKH'LHQVWZDJHQRUGQXQJ
f :DUWXQJ5HSDUDWXUXQG6HUYLFH
EHLDOWHUQDWLYHQXQGNRQYHQ
WLRQHOOHQ0RWRUHQ
f 0RWLYDWLRQI¸U)DKUHUXQG
)XKUSDUNEHWUHLEHU
f (UIDKUXQJVEHULFKWHXQG7UHQGV
f 3UREHIDKUWHQ
,QIRVXQWHU
ZZZHFRQIOHHWGH
3URMHNWOHLWXQJ0HVVHXQG$XVVWHOOHUEHWUHXXQJ
J
7KRPDV$UDELQ
7HO
)D[
(0DLODUDELQ#KDOOHPXHQVWHUODQGGH
3DUWQHU
76
Special Logistik & Wiedervermarktung
Dienstleistung aus einer Hand
begutachten und Zustandsberichte umgehend fertig zu stellen. Wir können
beispielsweise an einem Tag über 150 Fahrzeuge aufnehmen, welche dann
innerhalb von zwei Tagen fertig in unserem System multilingual zur Verfügung stehen. Über eine Online-Schnittstelle ist der Kunde ständig in der
Lage, mit uns zu kommunizieren und sich über den Zustand seiner Aufträge
zu informieren.“ Dabei würden die unterschiedlichen Anforderungen von
Fuhrparkbetreibern und Privatkunden immer wieder zu neuen innovativen
Ideen führen. „Daraus resultierend“, verdeutlicht Arndt Hüsges, „bekommt
der Fuhrparkbetreiber gegebenenfalls mehrere
Gutachten für diverse Verwendungszwecke, wie
etwa Gutachten für die Vermarktung mit HEK/
Anbieter
HVK oder mit Angabe zu Reparaturkosten oder
Minderwerten. Jede Darstellung ist möglich, um
Seit wann in dieser Form auf dem
Markt?
dem Kunden ein Höchstmaß an Individualisierung zur Freistellung interner, neuer Ressourcen
Ist Ihre Organisation bundesweit/
an die Hand zu geben.“
regional aufgestellt?
Die großen Gutachter-Organisationen agieren bundesweit, setzen
auf schnelle, transparente Leistungs-Erbringung für den Kunden
und warten mit einem ausgefeilten Dienstleistungs-Spektrum für
den Fuhrparkbetreiber auf.
Lässt sich aus der Tatsache, dass Privatwagen nicht gleich Firmenwagen
ist, auch folgern, dass Gutachten nicht gleich Gutachten für Fuhrparkbetreiber ist? Das kann so nicht pauschal beantwortet werden, denn zunächst
einmal unterliegen Gutachten gesetzlichen Vorgaben. So hat beispielsweise
das Institut für Sachverständigenwesen in Köln, das seit 1995 auch als Zertifizierungsstelle auf diesem Feld fungiert, die so genannten „Mindestanforderungen auf dem Sachgebiet ‚Kraftfahrzeugschäden und –bewertung’“
herausgegeben. Im einzelnen gibt dieser Katalog als standardmäßige Inhalte eines Kfz-Schaden-Gutachtens vor:
-
-
Auftrag, Besichtigung,
Technische Daten des Fahrzeugs und alle Zustands-Angaben,
Ermittlung des Fahrzeugwertes zum bestimmten, anzugebenden
Stichtag,
Feststellung der Unfallschäden, voraussichtliche unfallbedingte
Instandsetzungskosten, Reparatur- bzw. WiederbeschaffungsDauer,
Stellungnahme zur Wertminderung mit Begründung oder Begründung, warum diese unterbleibt, Angaben zum Wertausgleich
Abzüge „neu für alt“ (Kasko-Schaden) oder Wertverbesserungen
(Haftpflichtschaden)
Anzahl Seiten und Fotos des Gutachtens, Ort, Datum der Fertigstellung des Gutachtens, Stempel und Unterschrift des Sachverständigen
Insofern ist also ein gewisser Rahmen fest definiert, und insofern ist Gutachten auch gleich Gutachten. Die wesentlichen Unterschiede – und damit
kommt das Thema beim Fuhrparkbetreiber an -, können in der Detail-Ausführung, abgestimmt auf einen vom Firmenkunden vorgegebenen Verwendungzweck, im Tempo der Erstellung, in einer für den Kunden möglichst
hohen Transparenz sowie in zusätzlichen, Gutachten-verwandten oder gar
Gutachten-fremden Angeboten der Gutachter-Organisation liegen. Fuhrparkbetreiber wünschen sich tendenziell eine Überschaubarkeit an Dienstleistern und neigen dazu, sinnvolle, kostengünstige Dienstleistungs-Pakete
mit wenigen Anbietern zu vereinbaren. Es kommt hier nicht zuletzt auch auf
die Professionalität der jeweiligen Gutachter-Organisation im Umgang mit
Flottenbetreibern an, bundesweit hohe Standards und eine gewisse Manpower an angeschlossenen, bestens qualifizierten Gutachtern.
„Wir setzen die selbst entwickelte Begutachtungs- und Dispositions-Software CarData 24 kombiniert mit einer PDA-Lösung für den Sachverständigen
ein,“ erklärt beispielsweise Bernd Hüsges für die Hüsges Gruppe in Willich,
„mithilfe derer wir in der Lage sind, große Fahrzeugvolumina zeitnah zu
Flottenmanagement 2/2011
Um die Gutachten vergleichbar und standardisiert erstellen zu können, entwickelte die Hüsges
Gruppe einen „Quality-Pass“ für Pkw und Lkw mit
dokumentierten Schäden, aufgebaut auf bundesweit einheitlicher Bewertungsgrundlage. „Unsere
eigentliche Stärke besteht jedoch darin, dass wir
die Schadenkataloge der Herstellerkunden oder
Leasinggesellschaften digital in unser System
CarData24 einlesen, so dass unsere Sachverständigen vor Ort direkt die jeweiligen Bewertungskriterien berücksichtigen können, ohne den
Schadenkatalog in Papierform mit sich führen zu
müssen.“
Seit 1993 ist auch der TÜV Rheinland über das
Partner-Unternehmen FSP-SWD GmbH auf diesem
Feld professionell unterwegs, und zwar nicht nur
in Deutschland, sondern auch in den angrenzenden EG-Ländern. Die Dienstleistungern werden
von 300 Angestellten sowie Franchise-Partnern
umgesetzt. Neben den klassischen Schaden- und
Wertgutachten bietet die FSP-SWD GmbH unter
anderem Rechnungsprüfungen von Reparaturrechnungen, Technische Gutachten beispielsweise für Aggregatschäden, Lackschaden-Gutachten,
Begutachtung von Diebstahl- und Brandschäden
sowie Gebrauchtwagenbegutachtungen. Zu den
Gutachten-fremden Angeboten zählen auch Flotten- und Schadenmanagement, Prozessberatungen, so genannte Light-Produkte wie Telekalkulation und Telezustandsbericht sowie Unfallanalytik, Fahrerschulungen, Riskmanagement oder
auch diverse amtliche Prüfungen.
Seit 40 Jahren und seit Mitte der 90er Jahre bundesweit ist hier die GKK Gutachtenzentrale mit
Hauptsitz in Düsseldorf, sieben Bereichsniederlassungen und 70 Home-Offices engagiert. Hier
bedienen sich die 130 personenzertifizierten, fest
angestellten Sachverständigen der webbasierten
Managementplattform HelpData2010, die für den
Fuhrparkverantwortlichen Echtzeit Auftragstracking, detaillierte Gutachten- und Rechnungsinformationen, direkte Beauftragung sowie weitestgehende Transparenz vorhält. Die Software
soll eine lückenlose Laufzeitenüberwachung und
die Möglichkeit bieten, praktisch per Mausklick
zutreffende Angaben über den jeweiligen „Live“Bearbeitungsstand eines Produktes erhalten. Die
Wieviele Gutachter sind
angeschlossen?
Welche Dienstleistungen bieten Sie
rund um die Gutachten-Erstellung
generell?
Ggf. Unterschiede in der GutachtenErstellung Fuhrparkbetreiber/
Privatkunden?
Sonderkonditionen für
Fuhrparkbetreiber, wenn ja, wovon
im einzelnen abhängig?
Welche anderen Dienstleistungen
bieten Sie für Fuhrparkbetreiber?
a) Gutachten-verwandte
b) nicht Gutachten-verwandte
Sonstige Anmerkungen
Vollständige Anschrift;
Ansprechpartner für
Fuhrparkbetreiber mit Kontaktdaten
Special Logistik & Wiedervermarktung
Laufzeiten sind individuell, entsprechend der mit dem Kunden getroffenen
Vereinbarungen, hinterlegt. Wesentliche Motive für die Entwicklung von
HelpData2010 waren auch hier stetig höhere Ansprüche der Kunden an kürzere Erstellungszeiten und ein hohes prozessuales Qualitätsverständnis. Darüber hinaus bietet HelpData2010 vielfältige Auswertungsmöglichkeiten für
die Fuhrparksteuerung, wie beispielsweise, ob ein bestimmter Fahrzeugtyp
häufiger anfällig für bestimmte Schäden ist.
In der Erstellung der Gutachten setzt die GKK bundesweit auf Tablet-PCs
mit angeschlossenem Backoffice. „Für unsere Flottenkunden zählt in erster
Linie die Geschwindigkeit in der Auftragsbearbeitung“, verdeutlicht GKKGeschäftsführer Michael Vollrodt. „Je schneller wir ein Fahrzeug besichtigt
FSP-SWD GmbH
(TÜV Rheinland)
DEKRA Automobil GmbH
haben, desto schneller hat der Kunde auch die beauftragte Dienstleistung
vorliegen.“ Im Hinblick auf besondere Dienstleistungen verweist das Unternehmen zudem unter anderem auf die „GKK Live-Rückgabe“, den „GKK FairReturnCheck“ als Prüfung der Wirtschaftlichkeit einer SmartRepair-Lösung
vor Fahrzeugrückgabe oder auch die ausgefeilte Dienstleistung Schadenmanagement. Darüber hinaus sind Kalkulationsprüfungen, Reparatur- beziehungsweise Aufbereitungsbestätigungen, UVV-Abnahmen und Führerscheinkontrollen im Sortiment.
Drei Beispiele von mehreren – was die Gutachten-Dienstleister im einzelnen
anbieten, hat Flottenmanagement in der unten stehenden Tabelle zusammengefasst.
GKK Gutachtenzentrale
GmbH
GTÜ
Hüsges Gruppe
seit 1925
seit 05.07.1993
seit 40 Jahren, seit Mitte 90er Jahre
bundesweit
1989
Familienunternehmen seit 1957
bundesweit, 500 Lokationen
bundesweit, inklusive angrenzende
EG-Länder
bundesweit 7 Bereichsniederlassungen, mehr als 70 Home-Offices
ja
bundesweit 8 Niederlassungen, über
160 Prüfstandorte
rund 2.500
ca. 300 Angestellte, Franchise-Partner
130 überwiegend personenzertifizierte, fest angestellte Sachverständige
720 Ingenieur-Büros bundesweit
über 425 Sachverständige bundesweit
Schadengutachten,
Reparaturkalkulation, FahrzeugBewertungen, Zustandsberichte
Flotten- und Schadenmanagement, Telekalkulationen, Telezustands-Bericht,
Prozessberatung
Komplett-Dienstleister, begonnen
bei Einsteuerung eines Neufahrzeugs
ü. Fuhrparkmanagement, UVVund Führer-scheinprüfungen bis
zur Rückgabe, Abmeldung und
Remarketing, auch im Schadenfall
– von der Aufnahme bis zur
Rechnungsprüfung – für Kunden tätig
HU
„Full Service“-Dienstleister,
Bindeglied zwischen Kunde und
seinen Dienstleistungsanf. an diff.
Prozesse, einheitlich, auf Kunden
indiv. Lösungskonzepte, angeschl.
Dienstleister organisiert in unserer
Steuerungs-Software CarData24, eine
Soft-ware u. ein Ansprechpartner für
Kunden
Abweichungen vom Stand nach
Absprache mit den Kunden
Privat keine Light-Produkte
Sorgf. Bearb. für Fuhrparkbetreiber
und Privatkunden, bei GutachtenInhalten geb. an gesetzl. Vorg.,
innerhalb dieser Regelungen
versuchen wir, kundenspezif.
Anfragen zu entsprechen, eigene
Schadenkataloge garantieren bundesweit einheitl. Bewertungsgrundlage
GK Konditionen (mengenabhängig)
Wir befolgen gesetzl. Rahmenbed.,
dennoch Höchstmaß an Qualität und
Indiv. für Kunden, unterschiedliche
Anf. Firmen-/Privatkunden führen
zu neuen Innovationen, daraus
resultieren ggf. mehrere Gutachten für unterschiedliche Zwecke
Fuhrparkbetreiber
Abhängig vom Mengengerüst und
Stückzahlen pro Termin
Ja, je nach Art des Produktes Mengenrabatt
Je nach Anforderung/Bedürfnis
indiv. Rahmenverträge mit Kunden;
Fuhrparkgröße, Vertragslaufzeit u.
Dienstlei-stungsumf. beeinflussen
Preisbildung
Großkunden Konditionen
(mengenabhängig)
Betreff Fuhrparkgröße und
unterschiedliche Rahmenbedingungen
sind kostenoptimierte Vereinb. in
Preisgestaltung möglich und sinnvoll
Schadenmanagement; GKK
Live-Rückgabe (elektrisches
Rückgabeprotokoll); GKK
FairReturnCheck (Prüfung
SmartRepair-Lösung vor Rückg.);
KompetenzCenter Nutz- und
Sonderfahrzeuge
Bewertungen/Unfallschaden-GA
CarData24 - Die Bewertungssoftware,
CarReturn24 - faire Rücknahmegutachten vor Vertragsende, CarCheck24 - Die
Onlinekalkulationen, CarAccidentManager24 - Die SchadenmanagementSoftware, CarRemarketing24 - an
Auktionsunternehmen angeschlossene
Verkaufsplattform, CarPix24 - prof.
Verkaufsbilder, digitales Rücknahmeprotokoll m. PDA und Unterschrift
HU SP/ISO Anlagensicherheit
Nach detaillierter Bedarfsanalyse
filtern wir die Themenkreise für
unsere Kunden, erstellen mit unseren
Dienstleistungspartnern aus Logistik,
Abmeldung, Inkasso und Vermarktung
zielorientierte Produkte und begleiten
bis zur erfolgreichen Umsetzung
EDV-gestützer Fahrzeugzustandsbericht; Gutachten Ausfall-, Vorhalte- u.
Reservekosten; Prüfdokumentation
Gebrauchtwagen DEKRA-Siegel; Wertgutachten Nfz
Schaden-, Fuhrparkmanagement,
Light-Produkte wie Telekalkulation,
Telezustandsbericht
Unfallanalytik
77
Kostenoptimierung im Fuhrpark, optimale Fuhrparkstruktur, günstigster
Ersatzzeitpunkt, Vergleichsrechnungen
Fahrerschulung, Riskmanagement,
amtliche Prüfungen
Für sachverständigenfremde
Dienstleistungen Rückgriff auf
Netzwerk professioneller Partner; wir
koordinieren Termine und begleiten
Abläufe für die Kunden
–
–
Qualitätssicherung, Flexibilität u.
Schnelligkeit durch vollelektr. Datenaufn. m. Tablet PCs, zentralgesteuerte, digitalisierte Routenplanung,
direkte Kundenanb. ü. HelpData
DEKRA e.V., Handwerkstr. 15, 70565
Stuttgart, Tel.: 0711/7861-0, Fax:
0711/7861-2240, E-mail: info@
dekra.com
Hans Glaentzer,
E-mail: [email protected]
GKK Gutachtenzentrale GmbH,
Lindemannstr. 47, 40237
Düsseldorf, Tel.: 0211/68 78 06 0,
www.gutachtenzentrale.de
Die Hüsges Gruppe ist eine
zertifizierte und unabh.
Sachverständigenorganisa-tion, ein
mittelständisches Unternehmen m.
hoher Flexibilität u. Innovationskraft
GTÜ, Vor dem Lauch 25, 70567
Stuttgart, Tel.: 0711/97676-0,
E-mail: [email protected]
Hüsges Gruppe, Halskestr. 20,
47877 Willich, Tel.: 02154/953
50 26, www.huesges.com,
Ansprechpartner:
Arndt Hüsges, Managing Director,
E-mail: [email protected]
Flottenmanagement 2/2011
78
Special Logistik & Wiedervermarktung
Individuell
Je nach Nutzen der Transporter,
die für einen Fuhrpark neu geordert werden, muss auch eine
entsprechende Inneneinrichtung
her, damit die Mitarbeiter für ihr
Einsatzgebiet optimal ausgestattet sind. Ob im Handwerk, bei
Energieversorgern, Paketdiensten
oder anderen, die passende
Inneneinrichtung muss vorhanden
sein, denn im Außendienst sollte
alles jederzeit griffbereit und sicher
verstaut sein.
und nach Maß
Spezialisten für die Innenausstattung von Transportern und
Kombifahrzeugen sind durch ihre jahrelangen Erfahrungen und ihr adäquates Know how auf Flottenkunden gut vorbereitet. Ob es um simplere, günstigere Komponenten, wie Fachböden oder Unterflurmodule bei
Kleintransportern geht oder um komplexere Einheiten bei Transportern
mit 2,8t bis 3,5t – je nach Kundenanspruch werden Ausstattungswünsche
auch individuell erfüllt.
Was für den Flottenkunden wirklich im Vordergrund steht, liegt auf der
Hand: Services wie Hol- und Bring-Service, die Rücksprache bei der
Vorplanung – nicht selten werden mehrere Fahrzeuge bestellt, deshalb
muss auch berücksichtigt werden, dass der Liefertermin immer vom
Fahrzeughersteller abhängen kann –, die Produktpalette muss mit den
Ansprüchen der Mitarbeiter, die den Transporter später im Außendienst
bewegen, kongruent sein aber auch ein All-Inklusive-Paket zählt zu den
Bedürfnissen des Flottenkunden. Die Einbauzeiten für die Einrichtungen
hängen meist von der Einrichtung selbst ab; im Schnitt ist hier von
Zeitfenstern zwischen wenigen Stunden bis maximal drei bis fünf Tagen
die Rede.
Die Wenzel GmbH bietet für verschiedene Handwerks- und Industriebereiche „ServiceSystem Fahrzeugeinrichtungen“ (u.li.)
Auch für Paketdienste hat Sortimo ideale Innenausstattungen für den Laderaum (u.re.)
Flottenmanagement 2/2011
„Hier werden Sie geholfen“
Die Sortimo International GmbH verfügt über ein flächendeckendes
Vertriebsnetz mit Stationen und Niederlassungen, die dem Kunden einen Einbaupartner in Ortsnähe offerieren. Die Einrichtungen bei Sortimo
sind in der Regel für Flotten standardisiert und werden ab Werk komplett vormontiert, so dass der eigentliche Einbau der Module relativ
schnell möglich sein soll. Für Flottenkunden bietet das Unternehmen
einen Rundum-Service für jedes Fahrzeug, herstellerunabhängig gibt es
Boden- und Service-Verkleidungen im Programm; das Globelyst-System
von Sortimo kann für jedes Fahrzeug passend zusammengestellt und eingebaut werden. Auch Boxensysteme, die beispielsweise im Elektrobereich
für Kleinteile gefragt sind, bietet Sortimo unter den Produktnamen
T-BOXX oder L-BOXX an.
Die bott GmbH offeriert dem Flottenkunden Zusatzdienstleistungen wie
Fahrzeugverbringung, Beklebung, Zulassung, das Einbringen von externen Beistellteilen, Reifen-Service; selbst die Erstinspektion zählt zum
optionalen Service. Auch bott bietet Module und Einrichtungskonzepte,
die herstellerunabhängig sind; keine Standard-Ausstattungen, sondern Kunden-Standards stehen hier im Vordergrund. Das modulare
System bott vario kann für jegliche kunden- und branchenindividuellen
Lösungen konfiguriert werden. Einzelne, häufig verwendete Optionen,
wie ein Schraubstock, das Unterflurmodul (doppelter Boden) für
Special Logistik & Wiedervermarktung
Kleinkastenwagen oder ein gedrehter Schubladenschrank im Bereich der
Schiebetüren sollen schnellen und leichten Zugriff auf das Arbeitsmaterial
ermöglichen.
Einen Full-Service und ein All-Inklusive-Paket offeriert auch die PlastipolScheu GmbH. Bundesweit erfolgt die Abholung der einzelnen Fahrzeuge auf
Kundenwunsch binnen drei bis fünf Tage; danach wird das fertige Fahrzeug
79
Bei bott werden die Transporter fachkompetent ausgestattet (li.)
Das Unternehmen Sortimo verfügt über individuelle Lösungen, die je nach Anspruch
des Kunden professionell eingebaut werden (Mitte)
Von der Plastipol-Scheu GmbH gibt es das Produkt Profi-Line als universelle
Fahrzeugeinrichtung für alle Dienstleistungsbereiche (re.)
in den Vordergrund. Nach
Absprache werden Fahrzeuge
bott GmbH & Co. KG
Wenzel GmbH
hier in der Regel nach zwei
Tagen wieder dem Kunden
Bahnstraße 17,
Industriestraße 9,
Dreilindenstraße 5,
Altendorfer Tor 23,
übergeben; Vorlaufzeiten so74405 Gaildorf,
35799 Merenberg,
86441 Zusmarshausen,
37547 Einbeck,
www.bott.de,
www.plastipol-scheu.de,
www.sortimo.com,
www.service-system.de,
wie Kapazitäten müssen [email protected], [email protected],
[email protected],
[email protected],
türlich berücksichtigt werden.
Kundenteam
Verkaufsleiter: Wieland Veil
ufl[email protected]
Jürgen Wentzel,
Kleintransporter werden häuFahrzeugeinrichtungen
Ansprechpartner: Uwe Flath
fig mit den Aktionsmodulen
2011 und Unterflurschränken
Seit wann im Flottengeschäft?
seit 30 Jahren
seit über 35 Jahren
seit über 20 Jahren
zirka 7 Jahre
mit zwei Böden ausgestattet.
Hingegen werden Transporter
mit 2,8t bis 3,5t mit dem
wieder zugestellt. Individuelle Wünsche wie Laderaumverkleidung, Modul Profi-Aktion 2011, aber auch oft mit individuellen Lösungen ausLüftungssysteme oder umfangreiche Elektroausstattungen werden mit- gestattet.
tels High-End-Lösungen erfüllt; streng organisierte Arbeitsabläufe sind
daher bei Plastipol-Scheu unabdingbar. Als einer der ältesten Anbieter Fazit
auf dem deutschen Markt bietet das Unternehmen Bedarfsanalysen vor Großkunden mit Transportern in ihrem Fuhrpark, aber auch kleiOrt, fahrzeugspezifische Einbauten, den Einbau von Fleetmanagement- ne Flotten regionaler Handwerksbetriebe haben viele Möglichkeiten,
Systemen und weitere IT/—Kommunikations-Lösungen im Fahrzeug. um ihre Fahrzeuge ideal, professionell und individuell auszustatten.
Selbst die TÜV-Fahrzeugabnahme kann hier als optionale Dienstleistung Neben den zahlreichen Modulen, Einbausystemen, Boxen sind auch
Sicherheitssysteme mögliche Ausstattungselemente für den Transporter.
bei der Flottenabwicklung in Anspruch genommen werden.
Der kundenorientierte Service und das vielfältige Angebot lassen kaum
Auch die Wenzel GmbH stellt für Flottenkunden das Konzept „Beratung noch Wünsche im Interieur eines Service-Fahrzeugs offen. Guter Service
– Planung – Einbau“ der Reihe nach mit anschließender Dokumentation nach Außen beginnt beim guten Service von Innen.
Anbieter
Fahrzeugeinrichtungen
Plastipol-Scheu GmbH &
Co. KG
Sortimo International
GmbH
Die neue bott vario Fahrzeugeinrichtung
Und was machen Sie morgen?
Gut, dass Sie sich jetzt auf Ihre Aufgaben von morgen
konzentrieren können. Mit bott vario werden Gedanken an
Sicherheit, Gewichtsreduzierung, Ladungssicherung oder
Suchzeitenreduzierung zu Themen von gestern.
Entdecken Sie die neue Basis Ihrer Effizienz.
bott.de
Flottenmanagement 2/2011
80
DienstReise
Die Zweite
4
Am Flughafen Berlin-Tegel gibt es für airberlinPassagiere ab sofort eine neue exklusive Lounge
am Terminal C. Wer topbonus Silver- oder Goldstatus besitzt, kann die Zeit bis zum Anschlussflug mit Heiß- und Kaltgetränken, Zeitungen
und Zeitschriften, TV-Nachrichten und Arbeit
am Laptop überbrücken. Airberlin bietet ihren
topbonus-Mitgliedern damit zwei Lounges auf
dem Flughafen Berlin-Tegel. Bereits 2009 wurde
am Terminal A ein exklusiver Wartebereich für
airberlin-Kunden eröffnet.
Diesel bevorzugt
Y
Rundumversorgt
Geschäftsreisende haben bei Derag Hotel and Living die Option, nicht nur Hotelzimmer, sondern
auch Serviced Apartments zu buchen. Damit
bietet der Spezialist für Langzeitaufenthalte Kunden in Berlin, Bonn, Frankfurt, München, Nürnberg, Weimar, Wien und weiteren Städten die
Möglichkeit, bei einem Aufenthalt von mehr als
vier Tagen auf diese Alternative zu traditionellen
Hotelunterkünften zurückzugreifen. Wer schnell
und unkompliziert über die Homepage (www.
deraghotels.de) bucht, bekommt eines von mehr
als 2.400 Zimmern oder Apartments zur besten
verfügbaren Rate. Die Serviced Apartments können mit individuell wählbaren Zusatzleistungen
direkt gebucht werden. Sogar für diejenigen Reisenden, die den Langzeitaufenthalt mit Familie
planen, ist gesorgt; auch Familienapartments
sind erhältlich. Weitere Pluspunkte: Für längerfristige Aufenthalte stehen ermäßigte Raten zur
Verfügung, Vielflieger sammeln beim DeragAufenthalt Germanwings-Boomerang-Punkte,
zeitlich begrenztes kostenfreies Surfen ist für
Gäste inklusive.
4
Wer über Avis ein Fahrzeug anmietet, kann ab
sofort bei der Buchung verbindlich ein Dieselfahrzeug reservieren. Das Angebot gilt für alle
Fahrzeugkategorien außer für Kleinwagen. Geschäftskunden mit Rahmenvereinbarungen zahlen pro Miettag einen Aufschlag von 2,26 Euro
bis maximal 31,64 Euro brutto, andere Kunden
zahlen 3 Euro bis maximal 42 Euro brutto. Avis
reagiert mit diesem neuen Angebot auf die verstärkte Nachfrage nach Dieselfahrzeugen sowie
auf den Wunsch der Kunden, nicht nur den Verbrauch senken, sondern auch die Umweltbelastung reduzieren zu wollen.
Pro Sicherheit
4
Immer weiter vernetzt
Lufthansa FlyNet, der erste Breitband-Internetzugang an Bord, etabliert sich auf immer mehr
Langstreckenflügen. Bisher auf vielen Nordatlantikflügen nutzbar, soll der Online-Zugang bis
Ende 2011 auf einem Großteil des gesamten
Langstreckennetzes der Airline verfügbar sein.
Egal ob WLAN-fähiger Laptop oder Smartphone,
in allen Reiseklassen können so E-Mails versendet, SMS und MMS empfangen und verschickt
sowie auf das Virtual Private Network eines Unternehmens zugegriffen werden.
Flottenmanagement 2/2011
Die Lufthansa City Center (LCC) kooperieren ab
sofort mit International SOS, dem weltweit führenden Dienstleister für medizinische Assistance und
Sicherheit für Unternehmen. Geschäftsreisende,
die in Länder reisen, in denen es gesundheitliche
und auf die Sicherheit der Reisenden bezogene
Risiken gibt, können nun über LCC den Kontakt zu
International SOS herstellen. Das auf Travel Risk
Management spezialisierte Unternehmen verfügt
unter anderem über eine Flotte von 10 Ambulanzflugzeugen für Evakuierungen, 970 Ärzte und 200
Sicherheitsexperten, 32 eigene Kliniken und 28
Alarmzentralen weltweit. LCC hat sich zur Kooperation mit International SOS entschlossen, um so
den Wünschen ihrer Kunden nachzukommen, die
in Bezug auf ihre Sicherheit einen umfassenderen
Service verlangen. Länder- und städtespezifische
Informationen sowie die medizinische und sicherheitsrelevante Expertise von International SOS
würden Geschäftsreisenden dabei helfen, sich auf
ihre Reise vorzubereiten und vor Ort entsprechende Unterstützung zu erhalten, sofern dies notwendig sei, so Dominik Schaerer, Geschäftsführer von
International SOS in Zentraleuropa.
Y
Flexibel am Flughafen
billiger-mietwagen.de reagiert auf die Tatsache,
dass 97 Prozent der Website-Nutzer bereits am
Flughafen einen Mietwagen anmieten wollen.
Ab sofort steht den Kunden die Option zur Verfügung, Fahrzeuge gezielt danach auszuwählen,
ob sie bereits am Flughafen übernommen werden können. Dank neuer Filterfunktion werden
die passenden Angebote aufgezeigt; außerdem
können die Nutzer so einsehen, wie groß die
Preisdifferenz zwischen der Anmietung eines
Wagens am Flughafen und der Anmietung eines
Fahrzeugs in der Stadt ist.
Mitgezogen
Die Business Travel Alliance AG bietet Kleinunternehmen und Mittelständlern mithilfe eines neu
aufgelegten Programmes die Option, auf attraktive Konditionen und Modelle der Geschäftsreiseplanung zuzugreifen. So soll die Transparenz
auf dem deutschen Geschäftsreisemarkt verbessert und die Ausgrenzung kleiner und mittlerer
Unternehmen von einem kostengünstigen und
kundenorientierten Travel Management verhindert werden. Mit Sonderraten für Flug, Hotel und
Mietwagen soll vor allem der Mittelstand genauso von Kostenvorteilen und einem flexiblen, modernen Travel Management profitieren wie Großunternehmen. Vertrieben wird das Programm
über teilnehmende Reisebüros.
Neubesetzung
4
Emirates hat in Frankfurt/Main ab sofort einen
neuen National Key Accounts Manager: Johannes Falck verantwortet nun die Verkaufsaktivitäten im Bereich Reisebüroketten und MICE. Mit
langjährigen Erfahrungen in der Luftfahrtbranche und profunder
Marktkenntnis solle
Johannes Falck zum
weiteren Erfolg und
zum Wachstum von
Emirates in Deutschland beitragen, so
Gunnar Maier, Emirates Verkaufsleiter
Deutschland.
DienstReise
81
(Grüne) Daumen hoch
Nachhaltigkeit – ein Thema, das seinen festen Platz in einem zeitgemäßen,
verantwortlichen Unternehmensmanagement haben sollte.
Judith Kadach,
Redakteurin DienstReise
Die Zahl der Unternehmen, die nachhaltiges Wirtschaften als festen Bestandteil ihrer Firmenphilosophie ansehen, wächst stetig. Nicht mehr nur bei
Großunternehmen, sondern auch bei kleinen und
mittelständischen wird die Bedeutung, sich dieser
Verantwortung zu stellen, zunehmend erkannt.
xisbericht zu sehen ist: Nachhaltiges Handeln
beginnt beim Einkauf und der richtigen Wahl der
Leistungsträger. Kluge Ideen und innovative Konzepte sind gefragt. Mit geringem Aufwand kann
viel erreicht werden. Und das sogar ganz ohne
Mehrkosten.
Rufe nach einer neuen Mobilitätskultur werden
immer lauter. Unternehmen sollten nicht davor
zurückschrecken, Nachhaltigkeit in ihrem Mobilitätsmanagement einen festen Platz einzuräumen.
Was zunächst nach einem aufwändigen Unterfangen aussieht, ist so kompliziert nicht. Von heute
auf morgen ist es zwar nicht möglich, eine Nachhaltigkeitsstrategie in sämtlichen Prozessen zu
verankern. Die Umsetzung kann jedoch nach und
nach erzielt werden, denn wie heißt es so schön:
Jede Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Bekannte Unternehmen machen es vor – Bayer
Business Services beispielsweise, wie im Pra-
Genauso selbstverständlich, wie ökonomische
Faktoren schon immer die Steuerung vieler Unternehmen beeinflusst haben, sollte dies auch künftig vermehrt bei Themen wie Nachhaltigkeit und
damit auch Corporate Social Responsibility der
Fall sein. Denn nachhaltige und soziale Interessen
sind nicht minder wichtig als wirtschaftliche, im
Gegenteil. Und – nicht zu vergessen: Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen, betrifft uns
alle. ‚Die anderen’ agieren zu lassen, selbst an
alten Strukturen festzuhalten und nur kurzfristig
zu denken, ist heutzutage längst nicht mehr angebracht.
† )LPUMYLPOLP[PTA\N
† (YTMYLPOLP[ILPT
-S\N
Ein unbeschwerter
Hotelaufenthalt,
der Ihre Geldbörse
nicht belastet.
† -YLPYH\TPTAPTTLY
/V[LSZH\MKPL=LYSHZZPZ[!
Park Inn.
SM
Adding Color to Life
_
PU+L\[ZJOSHUK
WHYRPUUKL
82
DienstReise
4
Grüne Verantwortung
Umfassend gelöst
Die für ihr Engagement in Sachen Umweltschutz
bekannte Airline Finnair informiert ab sofort auf
ihrer Website darüber, was Passagiere und
Fluggesellschaften unternehmen können, um
Nachhaltigkeitsprojekte zu unterstützen und
verantwortungsvoll zu handeln. Laut Kati Ihamäki, Verantwortliche für nachhaltige Entwicklung bei Finnair, habe die Fluggesellschaft vor,
so zur ersten Wahl für umwelt- und qualitätsbewusste Reisende zu werden. Die Airline hat sich
das Ziel gesetzt, bis 2017 ihre KohlendioxidEmissionen um 24 Prozent pro Sitz zu senken. In
der Zeit von 1999 bis 2009 konnte bereits eine
Reduktion um 22 Prozent erreicht werden; die
Gesamtemissionen pro Sitz sollen von 1999 bis
2017 um 41 Prozent gesenkt werden. Mithilfe
einer der modernsten Flotten der Welt, einem
Durchschnittsalter der Maschinen von weniger
als sieben Jahren und den kürzesten Routen
zwischen Europa und Asien ist es der Airline gelungen, Kraftstoffverbrauch und Flugkilometer
gering zu halten.
Die auf Unternehmen zugeschnittene Zahlungslösung „vPayment“ von American Express ist
mit dem Innovationspreis für IT-Lösungen ausgezeichnet worden. Die Bewertung erfolgt nach
den Kriterien Innovationsgehalt, Praxisrelevanz
und Eignung für den Mittelstand und wird von der
unabhängigen „Initiative Mittelstand“ einmal im
Jahr für innovative Produkte und Lösungen vergeben, die Mittelständlern Impulse zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit geben. „vPayment“ erleichtert es besonders Mittelständlern,
trotz einer hohen Anzahl von Einzeltransaktionen
ihre Zahlungsströme unter Kontrolle zu halten.
Zahlungshöhe und Ausführungszeitpunkt lassen sich vorab festlegen, Referenzinformationen
können mit dem Vorgang verknüpft werden, was
zu einer schnellen Zuordnung im System führt
und Unternehmen außerdem Zeit und Kosten
einsparen lässt.
Ausgezeichneter
Tagunsspezialist
Wer professionell tagen möchte, hat in Berlin
gleich zwei Maritim-Hotels hierfür zur Auswahl,
eines davon sogar ausgezeichnet als zehntbestes
Tagungshotel Deutschlands. Im Vier-Sterne-Superior-Haus in der Stauffenbergstraße können bis
zu 5.500 Gäste auf mehr als 4.000 m2 tagen. 21
Konferenz- und Seminarräume und drei Foyers in
direkter Anbindung an die Sääle stehen zur Verfügung, zusätzlich 41 Konferenzsuiten für Tagungen
in kleinerem Umfang, an denen zwischen acht
und 24 Gäste teilnehmen können. Auch das Maritim proArte in der Friedrichstraße ist preisgekrönt,
allerdings in einer anderen Kategorie: Die AgroÖko-Consult Berlin GmbH hat das Haus bio-zertifiziert; die Produkte für Frühstück und Mittagessen kommen aus ökologischem Anbau. Tagungen
beliebiger Größenordnung in beiden Häusern zu
planen und durchzuführen ist seit dem Relaunch
der Website noch einfacher: Budgetkalkulator,
individuell erweiterbare Tagungspauschalen und
eine Onlinebankettmappe sowie Imagefilme der
beiden Hotels erleichtern das Procedere deutlich.
Flottenmanagement 2/2011
Steilflug
Corporate Rates Club, die Hotelbuchungsplattform für Geschäftsreisende, kann für das Jahr
2010 ein Umsatzplus von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen: 7,3 Millionen
Euro und ein Gewinn von Steuern im sechsstelligen Bereich. Für das Jahr 2011 wird eine Steigerung auf mehr als 10 Millionen Euro erwartet.
Verantwortlich für die Umsatzsteigerung ist vor
allem der Gewinn vieler Neukunden bei CRC.
Y
Ganz weit oben
Eine weitere Auszeichnung für Europcar: Der
Autovermieter wurde mit dem Business Traveller Award als beste Autovermietung in Europa
ausgezeichnet. Gepunktet hat Europcar mit den
besten Ergebnissen in den Kategorien Qualität
und Pflegezustand der Autos, Modellvielfalt,
Abrechnungsprozesse, Personalkompetenz und
-freundlichkeit sowie Preis-Leistungs-Verhältnis. Dr. Bernd Schmaul, Geschäftsführer Vertrieb
und Marketing bei Europcar, sieht den Gewinn
des Preises darin begründet, dass das Leistungsspektrum für Geschäftsreisende sehr vielfältig ist, Europcar permanent in neue Standards
investiert und zudem Themen wie Umweltschutz
und Nachhaltigkeit feste Bestandteile der Unternehmensphilosophie sind.
4
USA ganz einfach
Zum Jahresende 2010 wurden 800 Firmenkunden als Nutzer verzeichnet, was einem Zulauf
von 200 Neukunden seit Mai 2010 entspricht.
CRC nennt als Grund für den Neukundengewinn
das Einsparpotenzial von bis zu 60 Prozent bei
über das CRC-Portal getätigten Buchungen.
Seit dem vergangenen Jahr stehen Nutzern
unter anderem ein Messekalender zur besseren Planung von Reisezeiten und -kosten, die
Integration von Abrechnungsinformationen im
Buchungsjournal und eine neue Sprachauswahl
vor der Buchung zur Verfügung. Für 2011 sind
weitere Projekte geplant, unter anderem Anpassungen in der Profilverwaltung zur Erleichterung
des Abrechnungsprozesses, die Vereinfachung
des Gruppenbuchungsprozesses im Veranstaltungssektor und die Erweiterung des Hotelangebots durch die Integration von Schnittstellen
zu zusätzlichen Hotelreservierungssystemen.
Reisende, die mit Delta Air Lines in die USA fliegen, können in Zukunft ab Berlin, Düsseldorf,
Frankfurt/Main, München und Stuttgart per
eBoarding einchecken. Damit bietet die Airline
ihren Kunden die Option, in 52 Städten weltweit
papierlos einzuchecken. Wer ein mobiles Endgerät besitzt, erhält seine Bordkarte auf das Display
und kann so die Sicherheitskontrollen passieren
und an Bord gehen. Laut Bob Kupbens, Vice President e-Commerce bei Delta Air Lines, werde so
dem Wunsch der Fluggäste nachgekommen, Zeit
beim Check-In zu sparen und komfortabler zu
reisen. Zukünftige Projekte sind in Planung: Für
Bordprodukte, Serviceleistungen und Flughafeneinrichtungen sollen bis 2013 mehr als zwei Milliarden US-Dollar investiert werden – beispielsweise für neue Terminalbereiche für international
Reisende an den Drehkreuzen New York-JFK und
Atlanta, individuelle Bordunterhaltungsprogramme in allen Klassen bei den Großraumjets und
horizontale Schlafsitze in der Business Class bei
mehr als 100 Großraumflugzeugen.
DienstReise
83
$OOURXQG
Neue Herausforderungen
machen aus klassischen
Geschäftsreiseplanern
zukünftig
Mobilitätsmanager
Talent
Über 145 Millionen Geschäftsreisen deutscher Unternehmen pro Jahr führen zu Ausgaben in Höhe von mehr
als 41 Milliarden Euro. Ein Geschäftsreisender gibt durchschnittlich 140 Euro pro Tag aus – das ist mehr
als das Doppelte im Vergleich zu Privatreisenden. Dieser immense Kostenblock will gut organisiert sein.
Im Unternehmen liegt diese Aufgabe meist auf dem Tisch des Geschäftsreiseplaners, dessen offizielle Aufgabe es ist, Rahmenbedingungen zur Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse im Unternehmen zu entwickeln
und zu organisieren. Geschäftsreisen müssen als Investition in den Unternehmenserfolg verstanden werden, nicht nur als Begleiterscheinung, mit der
man in schlechteren Zeiten schnelle Erfolge bei Einsparungen erzielen kann.
Dies gilt es als Verantwortlicher für die Geschäftsreiseplanung entsprechend
bei den Entscheidern des Unternehmens zu platzieren.
In den letzten Monaten haben sich in dem großen Wust von Sparmaßnahmen, Innovationen und Verhandlungen schleichend noch weitere wichtige Aufgaben und Trends hinzugesellt. Jetzt, wo wieder Luft
bleibt für den Blick über den Tellerrand, gilt es diese mit voller Kraft zu
berücksichtigen und voranzutreiben, um für die Zukunft optimal aufgestellt und vorbereitet zu sein. Themen sind beispielsweise Unbundling – die Defragmentierung von Preisen und Leistungen – und Ancillary Services, Return on Investment der Geschäftsreise, Smartphones.
Koordinationsfähigkeit ist gefragt:
Immer mehr neue Aufgaben fallen
in den Zuständigkeitsbereich des
Mobilitätsmanagers
In Zeiten von Apps & Co. kommen immer häufiger auch Aufgaben auf den
Travel Manager zu, die nicht in den klassischen Bereich der Reisestelle fallen; Veranstaltungsmanagement, Fuhrparkleitung oder Sicherheitsmanagement beispielsweise. Je nach Umfang des Reisevolumens kann auch mobile
Kommunikation oder der so genannte Relocation Service hinzukommen, die
Organisation längerfristiger Ortswechsel von Mitarbeitern also. Andersherum kommen auf den klassischen
Fuhrparkleiter ebenfalls mehr und mehr neue Aufgaben zu – sämtliche Aufgabengebiete rund um das Thema Mobilitätsmanagement wachsen zusehends zusammen.
Diese Entwicklungen, neue technische Möglichkeiten und bereits absehbare Marktveränderungen in naher
Zukunft machen Veränderungen der bestehenden Prozesse erforderlich. Für den Travel Manager ergeben
sich ganz neue Herausforderungen. Der klassische Geschäftsreiseplaner, der
dabei ist, sich zum Mobilitätsmanager zu wandeln, wird zusätzlich noch zum
Kommunikationsspezialisten. Mögliche Konsequenzen sind eine drastische
Verlagerung der bisherigen Zuständigkeiten – aber auch eine Stärkung des
Mobilitätsmanagements im Unternehmen und im Markt.
Eine Aufgabe für den Travel- und damit auch für den Mobilitätsmanager wird
sein, als ganzheitlicher Kommunikationsberater zu fungieren. Gerade wenn
neue Technologien dazu führen, dass Kommunikation zunehmend außerhalb
der bisherigen Prozesse stattfindet, müssen Wege gefunden werden, um
diese Kanäle zu konsolidieren und zu integrieren.
Aktuelle Informationen, ständige Weiterbildung und Vorbilder wie beispielsweise Branchenkollegen sind Begleiter auf dem Weg zu einem erfolgreichen
Mobilitätsmanagement. Wer geschickt handelt und frühzeitig reagiert, kann
sich als Dienstleister entlang der gesamten Prozesskette positionieren. Wache und handlungsbereite Mobilitätsmanager sind gefragt.
Dirk Gerdom, Präsident des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR):
„Wer geschickt handelt und frühzeitig reagiert, kann sich als Dienstleister
entlang der gesamten Prozesskette positionieren“
Flottenmanagement 2/2011
1/2011
84
DienstReise
BonusmeilenG
Q
XCompliance
Viel ist seitdem über dieses Thema in der Fachpresse geschrieben
worden. Fakt ist: Bis heute besteht
offensichtlich in den Unternehmen
eine erhebliche Rechtsunsicherheit
darüber, wie tatsächlich, rechtlich
und steuerrechtlich mit Bonusmeilen
umzugehen ist.
Kaum ein Urteil hat in der Geschäftsreisebranche in
den vergangenen Jahren so für Furore gesorgt wie
das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 11.04.2006,
in dem der Verkaufsleiter eines Unternehmens dazu
verpflichtet wurde, die von ihm erflogenen Meilen
an seinen Arbeitgeber abzutreten (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 11.04.2006, Az. 9 A ZR 500/05).
Das Urteil
Der Kläger hatte als Verkaufsleiter im Ausland seit 1993 an einem Bonusmeilenprogramm teilgenommen, wovon das beklagte Unternehmen im Jahr 2002
Kenntnis erlangte. Im Januar 2003 untersagte das beklagte Unternehmen dem
Verkaufsleiter die private Nutzung der Meilen und verlangte von ihm, diese nur für
geschäftliche Zwecke zu verfliegen. Gegen diese Anweisung klagte der Verkaufsleiter durch sämtliche Instanzen. Während des Prozesses war das Meilenkonto
auf 350.000 Meilen angewachsen, was einem Wert von ungefähr 9.700 Euro
entspricht.
Das Landesarbeitsgericht hatte die Klage des Verkaufsleiters abgewiesen; die
Revision gegen das Urteil wurde ebenfalls als unbegründet abgewiesen.
Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat das Urteil im Wesentlichen damit begründet,
dass die Parteien weder eine ausdrückliche, arbeitsvertragliche Vereinbarung darüber abgeschlossen hatten, wem die Nutzung der Meilen zustand, noch bestand
eine betriebliche Übung dergestalt, dass der Verkaufsleiter die Meilen ausschließlich privat nutzen durfte. Laut BAG setzt eine betriebliche Übung voraus, dass der
Arbeitgeber durch die regelmäßige Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen
den Arbeitnehmern signalisiert, dass ihnen eine Leistung oder Vergünstigung auf
Dauer gewährt wird; dadurch lassen sich Rechtsansprüche auf solche Leistungen begründen. Selbst wenn das Unternehmen als Arbeitgeber Kenntnis darüber
hatte, dass einzelne Arbeitnehmer privat die erworbenen Meilen nutzen, reichte
dies jedoch nicht aus, eine betriebliche Übung anzunehmen.
Auch ein Anspruch auf die erworbenen Meilen aus Auftragsrecht stand dem Verkaufsleiter nicht zu. Im Gegenteil, vielmehr ist der Beauftragte gemäß § 667,
Flottenmanagement 2/2011
2. Alt. BGB verpflichtet, alles, was
er aus der Geschäftsbesorgung
erlangt, herauszugeben. Dies
schließt die Vorteile aus erworbenen Meilen mit ein. Der Arbeitnehmer soll neben der vereinbarten
Arbeitsvergütung keine weiteren
materiellen Vorteile aus der Arbeitsleistung erlangen.
Die weiteren Ausführungen des BAG sind vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über Compliance und Corporate Governance insofern von höchst aktueller Bedeutung, da das BAG nicht verhehlt, dass mit der Gewährung von Meilen
eine Vorteilsgewährung verbunden ist, die diese Leistungen sogar in die Nähe
eines Vergleichs mit Schmiergeldern rückt. Denn der von der Rechtsprechung geforderte innere Zusammenhang zwischen der Diensttätigkeit des Arbeitnehmers
und der Herausgabe der Zuwendung an den Arbeitgeber wird insbesondere dann
angenommen, wenn die objektive Gefahr besteht, die Vorteilsgewährung könnte
dazu führen, dass der Beauftragte die Interessen seines Geschäftsherrn außer
Acht lässt. Im Klartext: „Eine solche Gefährdung der Interessen des Auftraggebers könnte darin bestehen, dass der beauftragte Vielflieger möglicherweise bei
der Wahl der Fluggesellschaft nicht die für den Auftraggeber günstigste Wahl
trifft, sondern sich von den ihm gewährten Vorteilen leiten lässt.“
Gerade das letzte Glied in der Argumentationskette des BAG hatte seinerzeit sehr
viel Furore gemacht und stellt bis heute in der betrieblichen Praxis ein großes
Problem dar. Fluggesellschaften versuchen mit ihren Vielfliegerprogrammen und
den Rahmenvereinbarungen von zwei Seiten auf das Buchungsverhalten der Unternehmen und deren Mitarbeiten Einfluss zu nehmen – ein Unterfangen, das
nicht nur von der Rechtsprechung kritisch gesehen wird.
Folgen für die Praxis
Welche Folgen ergeben sich daraus für die Praxis? Hierbei sind rechtliche, steuerrechtliche und betriebsverfassungsrechtliche Fragestellungen zu berücksichtigen.
Zuallererst ist jedoch darauf hinzuweisen, dass in der praktischen Umsetzung
DienstReise
85
des Urteils des BAG bis auf den heutigen Tag in den Unternehmen ganz unterschiedliche Lösungen im Umgang mit den Meilen bestehen. Diese reichen von
einer Nichtregelung beziehungsweise vom Ignorieren dieses Problems über Regelungen in Reiserichtlinien oder entsprechenden Betriebsvereinbarungen, in denen den Mitarbeitern die private Nutzung quasi als Ausgleich für den in der Regel
nicht bezahlten Reiseaufwand überlassen bleibt, bis hin zu Regelungen, in denen
den Mitarbeitern bis ins Detail vorgeschrieben wird, wie sie die erworbenen Meilen für berufliche Zwecke einzusetzen haben.
Folgende rechtliche Regelungen können aus dem Urteil des BAG abgeleitet
werden:
1. Das Unternehmen kann als Arbeitgeber im Rahmen seines Weisungs- und
Direktionsrechtes anordnen, dass die erworbenen Meilen ausschließlich für geschäftliche Zwecke zu nutzen sind. Dieser Grundsatz gilt auch dann, wenn es
hierüber bisher weder in der Reiserichtlinie noch im Rahmen einer betrieblichen
Vereinbarung eine Regelung zur privaten Nutzung von Meilen gab. Wichtig ist:
Der Grundsatz, wonach der Arbeitnehmer alles im Rahmen einer Dienstreise Erlangte an den Arbeitgeber herauszugeben hat, betrifft auch sämtliche Entschädigungsfälle, in denen der Arbeitnehmer aufgrund der FluggastrechteVO oder dem
Fahrgastrechtegesetz Entschädigungen von Verkehrsträgern erlangt hat.
2. Will sich ein Arbeitnehmer gegen die Anordnung wehren, muss er darlegen,
dass eine betriebliche Übung bezüglich der Zulässigkeit der privaten Nutzung von
Meilen besteht. Die Frage, ob dies der Fall ist oder nicht, kann nicht allgemeinverbindlich beurteilt werden.
3. Es besteht eine Pflicht des Arbeitnehmers bei privater Meilennutzung, dem Arbeitgeber den Inhalt der Prämienkonten in Bezug auf die dienstlich veranlassten
Flüge offenzulegen. Sollte sich ein Arbeitnehmer dem verweigern, so kann ihn
der Arbeitgeber abmahnen.
4. Wird in einem Unternehmen den Arbeitnehmern erlaubt, die erworbenen Prämien privat zu nutzen, so sollte dies klar geregelt sein. Der Arbeitgeber sollte sich
müssen, da der zur Übertragung verpflichtete Arbeitnehmer damit regelmäßig
gegen entsprechende Regelungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der
Meilenprogramme verstoßen würde.
Steuerliche Aspekte
Werden beruflich erlangte Prämien geschäftlich eingesetzt, so hat dies keinerlei
steuerrechtliche Folgen. Anders sieht es bei der privaten Verwendung aus, da
hier – steuerlich betrachtet – geldwerte Vorteile als Sachbezug entstehen, die zu
besteuern sind. Die Besteuerung setzt dann ein, wenn die Prämie in Anspruch
genommen wird und nicht bereits zu dem Zeitpunkt, an dem die Prämie auf das
Meilenkonto gutgeschrieben wird.
Das Unternehmen sollte aufgrund seiner steuerlichen Verpflichtungen die Arbeitnehmer darüber informieren, dass sie verpflichtet sind, diese Prämien dem Arbeitgeber zu melden, da dieser hierauf die Steuern abzuführen hat. Die Meldung
muss sich auf den Monat beziehen, in dem die Prämie in Anspruch genommen
wurde. Macht der Mitarbeiter die Angaben nicht oder nicht richtig, so hat der
Arbeitgeber dies dem Betriebsfinanzamt mitzuteilen. Wie häufig solche Mitteilungen zu erfolgen haben, wird in der Praxis von den Finanzämtern unterschiedlich
gehandhabt.
Übersteigen die Sachprämien pro Kalenderjahr nicht den Betrag von 1.080 Euro,
so sind diese gemäß § 3 Nr. 38 EStG steuerfrei. Fluggesellschaften ist es auf
Antrag möglich, gemäß § 37 a Abs. 1 EStG pauschal die Lohnsteuer für den
Sachbezug mit derzeit 2,25 Prozent für den Arbeitnehmer abzuführen; hierüber
sollte der Arbeitnehmer informiert werden.
vorbehalten, diese Regelung jederzeit ändern zu können. Bei Arbeitsverträgen mit
neu eingestellten Mitarbeitern sollte im Arbeitsvertrag klar geregelt sein, wie die
dienstlich erworbenen Prämien genutzt werden dürfen.
Compliance
Das BAG hat in seinem Urteil vom 11.04.2006 nicht ohne Grund darauf verwiesen, dass die Gewährung der privaten Nutzung von Bonusmeilen eine gewisse
Nähe zu Schmiergeldern aufweist. Es gibt seit langem im Arbeits-, Wettbewerbsund Strafrecht eine intensive Diskussion darüber, ob solche Programme womöglich den Tatbestand der Vorteilsannahme erfüllen. Vergleicht man die Werte in
den heute üblichen Compliance- und Corporate Governance-Regeln, wonach nur
noch so genannte sozialadäquate Zuwendungen im Wert von 30 bis 35 Euro als
zulässig angesehen werden, mit den Werten, die hier bei Vielfliegerprogrammen
zur Debatte stehen, dann ist offensichtlich, dass hier vom heutigen ComplianceStandard in erheblicher Weise abgewichen wird. Unternehmen sind daher gut
beraten, wenn sie das Thema Bonusprogramm mit in ihre Compliance-Regeln
aufnehmen, um die Schlüssigkeit ihrer Compliance-Kultur aufrecht zu erhalten.
5. Das Unternehmen kann seine Arbeitnehmer verpflichten, an Bonusprogrammen teilzunehmen.
6. Die Anordnung, privat erworbene Meilen ausschließlich für dienstliche Zwecke
zu nutzen, unterliegt nicht der Mitbestimmungspflicht gemäß § 87 BetrVG. Allerdings ist eine Regelung, die den Arbeitnehmern zugesteht, dienstlich erworbene
Meilen privat zu nutzen, mitbestimmungspflichtig im Sinne von § 87 Abs. 1 Nr. 10
BetrVG, da die Prämie als Lohnbestandteil gewertet werden kann.
7. Der Arbeitgeber kann nicht anordnen, dass die von einem Arbeitnehmer
dienstlich erworbenen Meilen auf einen anderen Arbeitnehmer übertragbar sein
RA Dieter Koeve
Lehrbeauftragter FH Worms, FB Touristik/Verkehrswesen
Koeve + Koeve Rechtsanwälte PartG
Hessenring 120
61348 Bad Homburg
Flottenmanagement 2/2011
1/2011
86
DienstReise
Jürgen Schaefer und Claire Landsmann (beide
Schaefer Mobility Group) mit Lutz Hansen (Bayer
Business Services) neben einem der Fahrzeuge,
die im Rahmen des ZubucherModells am Standort
Leverkusen eingesetzt werden
Schritt
(LQHQ
voraus
Transfer Services – ein Thema, das bisher
kaum behandelt wird in Fachmagazinen
rund um das Thema Mobilitätsmanagement.
Warum eigentlich nicht? Fakt ist, dass
die Zahl der Unternehmen, die Transfer
Services bereits für ihre Mitarbeiter in
Anspruch nehmen, stetig wächst. Fakt ist
auch, dass kaum noch an diesem Angebot
vorbeikommt, wer langfristig denkt und
Kernpunkte wie Ökologie und Ökonomie
sinnvoll kombinieren möchte.
Das beste Beispiel dafür, dass genau dies möglich ist, liefern Bayer Business
Services, das globale Kompetenz-Zentrum des Bayer Konzerns für IT- und
Business Services, und die Schaefer Mobility Group GmbH. Gemeinsam haben sie
ein Projekt erarbeitet und umgesetzt, das diese beiden wesentlichen Punkte in den
Fokus rückt: Das ZubucherModell.
Wie oft kommt es vor, dass mehrere Unternehmensmitarbeiter zu ähnlichen
Zeitpunkten an einem Flughafen oder Bahnhof ankommen, um sich dann jeder
für sich ein Taxi zu nehmen und zum Unternehmen zu fahren. Aufgrund der
einzeln getätigten Fahrten entstehen mindestens die doppelten Transferkosten,
bei mehreren getrennt Reisenden sogar entsprechend mehr – von der Belastung
für die Umwelt einmal ganz abgesehen.
Flottenmanagement 2/2011
Das ZubucherModell bietet die Möglichkeit, Mehrfachbelastungen in
beide Richtungen zu vermeiden. Die Transferbedürfnisse mehrerer
Unternehmensmitarbeiter werden vor dem Hintergrund, Kosten einzusparen und
gleichzeitig umweltbewusst zu handeln, zusammengelegt. Einzige Bedingung ist,
dass die Mitarbeiter ein- und demselben Unternehmen angehören und mit der
Zubuchung des jeweils anderen Reisenden einverstanden sind. Anstelle der durch
getrennte Fahrten anfallenden doppelten Kosten kommt für den dazugebuchten
Mitarbeiter lediglich ein geringer Zubucher-Betrag hinzu.
Folgende Grafik veranschaulicht, wie das Modell funktioniert (Zahlen sind
fiktiv):
DienstReise
87
Lutz Hansen, Lead Buyer Fleetmanagement bei Bayer
Business Services: „Unser Ziel ist es, Ökologie und
Ökonomie so miteinander zu kombinieren, dass keiner
der beiden Aspekte zu kurz kommt“
und desselben Unternehmens sollen gemeinsam eine
Fahrt antreten, Fahrstrecken und Fahrzeiten sollen
flexibel gestaltet werden – mit dieser Idee kamen die
Schaefer Mobility Group und Bayer Business Services
zusammen.
Lutz Hansen, Lead Buyer Fleetmanagement bei
Bayer Business Services, bringt auf den Punkt,
worauf es ihm als Verantwortlichem hauptsächlich
ankommt: „Unser Ziel ist es, Ökologie und Ökonomie
so miteinander zu kombinieren, dass keiner der
beiden Aspekte zu kurz kommt.“ Nicht nur für die
gesamte Flotte des Bayer-Konzerns ist Lutz Hansen
federführend verantwortlich, sondern auch im
Rahmen des Bayer-Klimaprogramms für die Initiative
Eco-Fleet, deren in 2007 gesetztes Ziel es ist, bis Ende
des Jahres 2011 20 Prozent CO2-Reduktion durch
intelligent ausgewählte, für den Nutzer optimierte
Fahrzeuge zu erzielen.
„Man kann von einer vierfachen win-Situation
sprechen“, so Jürgen Schaefer, Geschäftsführer
der Schaefer Mobility Group. Der offensichtlichste
Gewinn: Kosteneinsparungen beim Unternehmen.
Hiervon profitiert auch die Kostenstelle, der zweite
Gewinner. Gewinner Nummer drei ist die Umwelt; ein
einfacher CO2-Ausstoß ist weniger umweltbelastend
als mehrfache es sind. Und schließlich hat auch der
Dienstleister selbst etwas vom Ganzen: Zwar könnte
man denken, dass durch die Zubuchung weniger
Umsatz gemacht wird. Fakt ist aber auch, dass ein
höherer Durchschnittserlös pro Kilometer erzielt wird,
was die Rentabilität steigert.
Die Idee, auf die das ZubucherModell und auch generell
das Vorhaben, Mobilität zu optimieren, zurückzuführen
ist, ist bereits 15 Jahre alt. Begonnen hatte für die
Schaefer Mobility Group alles mit der Idee, dass die
Verbindung zwischen einem Verkehrsknotenpunkt,
einem Flughafen oder Bahnhof also, und einem
Unternehmen kosten- und umweltfreundlich
gestaltet werden sollte. Zusammen mit einem großen
deutschen Telekommunikationsanbieter hat die
Schaefer Mobility Group 1997 einen Shuttleservice
ins Leben gerufen, der die Mitarbeiter des Konzerns
zu festen Zeiten von A nach B transportiert hat.
Immense Kosten ließen sich so einsparen, die
Umweltbelastung
konnte
zurückgeschraubt
werden. Bis zum Jahr 2009 wurden bereits mehr
als eine Million Unternehmensmitarbeiter mit dem
Shuttleservice transportiert – das Konzept hatte sich
somit bereits ausgezahlt.
Einziger Haken des erfolgreichen ShuttleserviceModells: Es wird nur eine feste Strecke zu festen Zeiten
bedient. Was ist aber mit den Mitarbeitern, deren
Ziel außerhalb dieser Strecke liegt? Und was ist mit
den Fahrten, die strikt nach Fahrplan unternommen
werden, obwohl die Auslastung gering ist, so wie zur
Mittagszeit beispielsweise? „Wir wollten vor diesem
Hintergrund das Konzept entsprechend anpassen,
dynamisieren“, erklärt Jürgen Schaefer. Autos
sollen sich nur dann bewegen, wenn sie wirklich
gebraucht werden, möglichst viele Mitarbeiter ein-
„Das Thema Shuttleservice haben wir sowohl
wirtschaftlich als auch explizit auf den Schwerpunkt
Ökologie hin geprüft. Dabei haben wir die Punkte
CO2-Ausstoß und alternative Antriebstechnologien
berücksichtigt und auch die Kosten betrachtet“,
erklärt Lutz Hansen. „Ein klares Manko wurde dabei
schnell deutlich: Ein Fahrzeug, das nicht ausgelastet
ist, wird unwirtschaftlich. Problematisch war auch,
dass alle Fahrten in einem Paket gekauft werden
müssen, was sich oft schlichtweg nicht lohnt. Also
mussten wir ein dynamisches System finden, mit
dem so viele Reisende hinzugebucht werden können,
bis das Fahrzeug fährt – wobei die Wahl des Autos
bewusst dem Dienstleister obliegt, um die Effektivität
im Fahrzeug weitestmöglich zu erhöhen.“
Mithilfe einer Neuausschreibung fiel die Wahl auf der
Suche nach einem geeigneten Kooperationspartner
dann auf die Schaefer Mobility Group, die am BayerStandort in Leverkusen als Dienstleister eingesetzt
wurde. Mittlerweile arbeiten beide Unternehmen seit
mehr als 12 Monaten zusammen.
Auch wenn die zugebuchten Fahrten bisher nur
wenige Prozent aller insgesamt getätigten Fahrten
bei Bayer Business Services ausmachen, zeichnet
sich der Erfolg des Modells bereits ab. „Die Rate der
Zubucher steigt kontinuierlich; wir sind auf einem
sehr guten Weg“, resümiert Lutz Hansen. Bisher
wurden rund 9.000 Euro eingespart, genau wie eine
Tonne CO2. Für dieses Jahr kann von 1,3 Tonnen
ausgegangen werden – beziehungsweise sogar von
2,6 Tonnen, wenn die Standorte mit eingerechnet
werden, an denen das ZubucherModell ebenfalls
eingeführt werden soll.
Wie kommt eine Zubuchung überhaupt zustande? „Der
Unternehmensmitarbeiter kann selbst entscheiden,
ob er die Option des Zubuchens zu- oder abwählt.
Per se wird das Modell aber als Muss gesetzt – wer
es abwählt, dem wird so aufgezeigt, dass er sich
bewusst gegen die Ökologie entscheidet und gegen
die ökonomische Auslastung des Fahrzeugs. Somit
muss der Mitarbeiters eine Negativentscheidung
treffen – was aber die wenigsten machen“, erklärt
Lutz Hansen. Umdenken, Akzeptanz und Verständnis
auf Seiten der Mitarbeiter für die Grundidee, die hinter
dem ZubucherModell steht, sind eine wesentliche
Voraussetzung für dessen Erfolg. Das Konzept
funktioniert, die Mitarbeiter nehmen das Modell gut
an – und nutzen die gemeinsam im Auto verbrachte
Zeit auch zum Networken, ein weiteres Plus, das
die zusammen getätigten Fahrten mit sich bringen.
Bisher gab es keine einzige Negativrückmeldung, wie
Lutz Hansen erklärt.
Genauso wichtig wie das Umdenken in den Köpfen der
Nutzer ist allerdings das Umdenken in den Köpfen der
Anbieter. „Die Dienstleister mussten und müssen sich
neu aufstellen. Exzessive Mobilität gilt es dringend
zu vermeiden, auch wenn diese Aussage aus dem
Mund eines Dienstleisters zunächst seltsam, weil
widersprüchlich klingen mag. Aber: Wer fortschrittlich
denkt, ist sich dessen bewusst, dass nicht nur die
Umwelt, sondern auch die Reisenden selbst nur
Bayer Business
Services GmbH
Bayer Business Services ist das globale
Kompetenz-Zentrum des Bayer-Konzerns für
IT- und Business Services mit Hauptsitz in
Leverkusen. Das Angebot konzentriert sich
auf Dienstleistungen in den Kernbereichen
IT-Infrastruktur und -Anwendungen, Einkauf
und Logistik, Personal- und Managementdienste sowie Finanz- und Rechnungswesen.
Die Leistungsstufen reichen von der Beratung
über die Entwicklung und den Betrieb von
Systemlösungen bis hin zu der Übernahme
vollständiger Geschäftsprozesse. Mit weltweit 5.813 Mitarbeitern erwirtschaftete Bayer
Business Services im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 1.091 Millionen Euro. Wichtige internationale Standorte sind Pittsburgh,
São Paulo, Hongkong, Newbury, Mumbai, Barcelona, Singapur und Berlin.
Flottenmanagement 2/2011
88
DienstReise
Bei Bayer Business Services in Leverkusen: Lutz Hansen (Bayer Business Services) im Gespräch mit Claire Landsmann, Jürgen Schaefer
(beide Schaefer Mobility Group) und Judith Kadach (Flottenmanagement, v.re.) über die Optimierung von Mobilität im Unternehmen
endlich belastbar sind“, erklärt Jürgen Schaefer.
„Die negativen Auswirkungen einer permanenten
Reisetätigkeit machen sich beim Mitarbeiter physisch
und psychisch bemerkbar. Wir als Dienstleister
sehen aktive Mobilitätsvermeidung nicht negativ
und plädieren für die intelligente Nutzung des
vorhandenen Angebots. Der Dienstleister selbst
kommt hierbei nicht zu kurz“, so Jürgen Schaefer
weiter.
Lutz Hansen ergänzt: „Jeder unnötige Kilometer,
der nicht gefahren wird, ist ein Gewinn. Es kommt
heute mehr denn je darauf an, Mobilität möglichst
intelligent zu nutzen. Das heißt: Ressourcen- und
Effizienzgesichtspunkte werden immer wichtiger, und
dies sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer
Hinsicht.“ Der Fokus liegt darauf, so viel ineffiziente
Mobilität zu vermeiden wie möglich und ansonsten
auf dem smartesten Weg einzukaufen, um den
Bedarf zu decken. Das bedeutet auch, sich Gedanken
darüber zu machen, ob ein Fahrzeug wirklich
gebraucht wird, sprich ob die Flotte aufgestockt
werden muss oder ob Dienstleistungen hinzugekauft
werden können – und wenn ja, wo und wie diese
eingesetzt werden können. Wesentlich auch: „Vor
allem sollte verstanden werden, dass das Thema
Schaefer Mobility
Group GmbH
Schaefer Mobility Group GmbH ist ein Bonner
Unternehmen, das die Gesamtzusammenhänge Geschäftsreise, Veranstaltungen und
Sicherheit sowohl in Ihrer Firmenphilosophie
als auch in den Produkten verbindet. Der 1999
gegründete Dienstleister setzt neben den ursprünglichen Schwerpunkten Travel Management und Online Tools heute auch die Personenbeförderung mit Limousinen und Bussen,
komplette Fahrdienstleistungen und die logistische Umsetzung von Großveranstaltungen
gleichwertig nebeneinander. Das Unternehmen beschäftigt 24 Mitarbeiter.
Flottenmanagement 2/2011
Jürgen Schaefer, Geschäftsführer bei Schaefer
Mobility Group: „Wir als Dienstleister sehen aktive
Mobilitätsvermeidung nicht negativ und plädieren für die
intelligente Nutzung des vorhandenen Angebots;
der Dienstleister selbst kommt hierbei nicht zu kurz“
Mobilitätsmanagement ganzheitlich begriffen und
nicht nur auf den Flottenbereich begrenzt werden
sollte, denn dies ist kein losgelöstes Thema, sondern
es handelt sich hierbei um ein Teilgebiet der Mobilität,
zu dem natürlich beispielsweise auch Flugreisen
gehören“, führt Lutz Hansen aus.
Entwicklungspotenzial ist da; auch in Zukunft kann
viel unternommen werden in Sachen Einsparungen
bei Umweltbelastungen und Kosten. „Verschiedene
Themen, die zurzeit noch nicht im Fokus stehen,
werden künftig relevant sein“, so Lutz Hansen.
„CO2 ist das Thema, das momentan alle immens
beschäftigt“, erklärt er, „aber auch Schadstoffe
wie Stickoxide müssen mit ins Kalkül genommen
werden.“ Deshalb führt kein Weg daran vorbei, Erdgas
und in ferner Zukunft auch Wasserstoff als alternative
Antriebe heranzuziehen, wie er findet. Auch Jürgen
Schaefer sieht Erdgas – trotz des momentan noch
bestehenden Problems in Sachen Reichweite – als
wichtigen Treibstoff, der schon bald nicht mehr
zu umgehen sein wird. Er ist optimistisch, in den
nächsten Monaten diesbezüglich die ersten Schritte
in Richtung Flottenumstellung angehen zu können.
Wie sieht die zukünftige Zusammenarbeit zwischen
beiden Unternehmen aus? Das ZubucherModell soll
weiter optimiert werden; ständig findet ein Austausch
zwischen den Kooperationspartnern statt, um das
gemeinsame Projekt weiter voranzubringen. Hierbei
spielt auch das Thema Transparenz eine große Rolle:
Mithilfe von online einsehbaren Missed Saving Reports
und nachvollziehbaren Profilen beispielsweise lässt
sich aufzeigen, wo die Hauptfahrstrecken liegen,
welche Auffälligkeiten es gibt, die aufgegriffen
werden müssen, wo Handlungsbedarf besteht und
welche Prozesse in Zukunft optimiert werden können,
um ökologisch und ökonomisch noch sinnvoller zu
agieren. Wichtig an den Missed Saving Reports ist
auch, dass dem einzelnen Reisenden so schwarz auf
weiß vor Augen geführt wird, was er vor allem der
Umwelt zumutet, wenn er sich gegen die Nutzung des
Modells entscheidet.
In Planung ist auch, dass der Mitarbeiter die
Reise von seinem Zuhause bis zum eigentlichen
Geschäftstermin in einem System buchen kann.
Entsprechende Ergänzungen im Online-Tool sollen
vorgenommen werden, sodass übergreifend gebucht
werden kann. Auch soll das ZubucherModell an
weiteren Bayer-Standorten implementiert werden,
um den Service weiter auszudehnen.
Das Modell zeigt, dass mit geringem Aufwand für
den Nutzer viel Positives erreicht werden kann.
Unternehmen wie Bayer Business Services leben
vor, dass mittlerweile nicht mehr die Entscheidung
gefällt werden muss, ob Ökonomie oder aber
Ökologie im Fokus stehen soll, sondern dass beide
Themen sich gleich gewichten und entsprechend
sinnvoll kombinieren lassen. Lutz Hansen schließt:
„Jedes Gramm CO2-Einsparung bedeutet weniger
Spritverbrauch und weniger Kosten. Bewusst Geld in
neue Projekte zu investieren lohnt sich – vor allem
dann, wenn belegt werden kann, dass wie im Falle des
ZubucherModells keine Mehrkosten entstehen. Doch
selbst wenn dies der Fall wäre, sollte das nicht von
der Investition abhalten, wenn es um Nachhaltigkeit
geht – Unternehmen können es sich heutzutage nicht
mehr leisten, nur kurzfristig zu denken. Und diese
Sichtweise zahlt sich langfristig aus.“
DienstReise
89
Kurzinterview mit Maarten Markus, Geschäftsführer/Business
Unit Director Central Europe, NH Hoteles
,P)RNXV
Umwelt
Maarten Markus, Geschäftsführer/Business
Unit Director Central Europe, NH Hoteles:
„Heutzutage sollte jedes Unternehmen die
Verantwortung dafür übernehmen, dass das
Gleichgewicht zwischen Wirtschaftlichkeit und
Umweltschutz gewährleistet ist“
Flottenmanagement: Welchen Stellenwert nimmt das Thema Nachhaltigkeit in der Unternehmensphilosophie von NH Hoteles ein? Welche grünen
Projekte gibt es bereits, welche Pläne gibt es für die Zukunft?
M. Markus: NH Hoteles misst den Themen Nachhaltigkeit und Umwelt eine
strategisch wichtige Bedeutung zu und richtet sein Hauptaugenmerk auf
einen ökologischen und nachhaltigen Ansatz im gesamten Geschäftskreislauf – von der Planung über das Design bis hin zur Umsetzung im täglichen
Hotelbetrieb. So haben wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen
und Maßnahmen entwickelt und in den Hotels weltweit umgesetzt. Dazu
zählen beispielsweise die Umstellung auf biologisch abbaubare Verpackungen für die unternehmenseigene Pflegelinie „Agua de la Tierra“, die Bereitstellung von Aufladestationen für Elektroautos in den Parkgaragen der
Hotels – so zum Beispiel im NH Nürnberg City oder im NH Berlin Mitte –
und das „Relamping“, also der Austausch herkömmlicher Glühbirnen durch
moderne Energiesparlampen und LED-Leuchtmittel. Auch Energie- und
Wassereinsparungen sind in unseren Häusern wesentlich: Seit Einführung
des Umweltplanes im Jahr 2008 konnten wir weltweit unseren Wasserverbrauch um insgesamt 27,7 Prozent reduzieren. Darüber hinaus wurde der
Energieverbrauch um mehr als 18 Prozent und die Abfallproduktion um 17
Prozent verringert.
Auch zukünftig werden wir sowohl international als auch auf deutscher
Ebene weiter an unserem Ziel arbeiten, den Energie- und Wasserverbrauch
zu reduzieren. Dabei werden wir auch hier in Deutschland zunehmend auf
erneuerbare Energien zurückgreifen.
Ein ebenfalls wesentliches Projekt: Bis Ende 2011 werden alle Hotels
in Deutschland nach ISO 14001 zertifiziert sein. Mit dieser Norm soll ein
Gleichgewicht zwischen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz geschaffen
werden, was dadurch erreicht werden kann, dass sich das gesamte Unternehmen entsprechend engagiert.
Flottenmanagement: Weshalb denken Sie, dass es so wichtig ist, nachhaltig zu wirtschaften?
M. Markus: Mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit zu handeln bedeutet für uns,
dass wir als Unternehmen heute und in Zukunft eine Menge leisten müssen,
um unseren Planeten besser und sauberer zu machen, sprich umweltverantwortlich zu agieren. Dabei glauben wir fest daran, dass wir selbst handeln und Verantwortung übernehmen müssen, um Schritt für Schritt unsere
Ziele umzusetzen.
Ökologisches Wirtschaften im Haus wird
groß geschrieben: Das NH Dresden Altmarkt steht exemplarisch für sämtliche
Hotels der NH-Familie
F
Flottenmanagement:
Welche grünen Angebote bieten Sie Geschäftsreisenden, sodass diese
sich dazu entschließen sollten, in einem Ihrer Hotels abzusteigen? Weshalb
sollten Unternehmen Meetings und Tagungen in einem NH-Hotel abhalten?
M. Markus: Ende 2009 haben wir mit dem Veranstaltungsprodukt „Ecomeeting“ ein wegweisendes, neues Produkt für das MICE-Segment auf den
Markt gebracht. „Ecomeeting“ ist mittlerweile in allen Hotels in Deutschland
verfügbar und basiert auf einem nachhaltigen Konzept, das den respektvollen Umgang mit den Energieressourcen beinhaltet. So werden zum Beispiel
Produkte genutzt, die entweder aus dem Fair Trade-Handel stammen oder
deren Produktion einen geringen Einfluss auf die Umwelt hat.
Alle mit einem „Ecomeeting“ verbundenen Prozesse werden auf Basis der
Umweltverantwortung gesammelt und analysiert. Dabei stehen Energie-,
Strom- und Wassereinsparungen im Vordergrund, wie beispielsweise Nutzung von Energiesparlampen und LED-Bildschirmen, die Installation von
Druckregulatoren und Wassersparern in Wasserhähnen und Toilettenspülungen sowie – soweit möglich – die Nutzung von Solar- beziehungsweise
„sauberer“ Energie.
Außerdem können Kunden mit uns Geld sparen: NH Hoteles bietet in Kooperation mit der Deutschen Bahn attraktive Sonderkonditionen für Zugtickets
an. So kostet beispielsweise die Hin- und Rückfahrt innerhalb Deutschlands
zu einer in einem NH-Hotel stattfindenden Veranstaltung aktuell 99 Euro pro
Person in der 2. Klasse und 159 Euro pro Person in der 1. Klasse.
Flottenmanagement: Wie reagieren Unternehmen und Geschäftskunden
auf Ihr Engagement in Sachen Nachhaltigkeit? Denken Sie, dass dieses Engagement eine Rolle spielt bei den Kriterien, nach denen Geschäftskunden
ein Hotel auswählen?
M. Markus: Ganz bestimmt interessieren sich immer mehr Geschäftskunden für diese Thematik und hinterfragen im Hotel umgesetzte Maßnahmen,
beispielsweise solche bezüglich Wassereinsparungen oder den Einsatz von
Fair Trade-Produkten. Das sehen wir als sehr positives Zeichen. Sicherlich
ist unser Engagement hinsichtlich Nachhaltigkeit und Umweltschutz für viele
Kunden bisher (noch) nicht das entscheidende Kriterium für eine Buchung,
doch ein solches Engagement rückt immer mehr in den Mittelpunkt – vor
allem, wenn immer mehr erfolgreiche Maßnahmen und neue Technologien
für diese Thematik vorgestellt werden.
Flottenmanagement 2/2011
90
DienstReise
Die Zukunft
ist grün
Grünes Travel Management als
zukunftsorientiertes Gesamtkonzept
Das Buchen von grünen Hotels, Tagungen und Mietwagen, die Kooperation mit grünen Reisebüros, das Verankern von
Nachhaltigkeitsstrategien in Reiserichtlinien, grünes Reporting – viel kann heutzutage unternommen werden, wenn
es um nachhaltiges Travel Management geht. Anton Lill, Vice President Sales & Account Management bei American
Express Business Travel, und Lisa Piehler, Studentin „International Tourism & Travel Management“ an der FH Worms,
mit einer Analyse, Tipps und Strategien zum Thema grünes Travel Management.
Das Engagement von Unternehmen im Bereich Corporate Social Responsibility ist
heutzutage keine Ausnahmeerscheinung mehr. Viele Firmen haben Programme
entwickelt, um dem Ruf nach nachhaltigem Wirtschaften Rechnung zu tragen.
Auch im Bereich Geschäftsreisen spielt das Thema Nachhaltigkeit eine immer
wichtigere Rolle. Zwar werden die Bereiche Prozessoptimierung, Online- und
Offline-Serviceleistungen sowie Kostenoptimierung weiterhin im Fokus des Travel Managements stehen – das zeigen uns aktuelle Marktforschungsergebnisse
von VDR (Geschäftsreiseanalyse 2010) und AMADEUS (Studie zur Ermittlung der
Zielgruppenanforderungen im Business Travel). Doch wird man zunehmend über
Prozesse und Kosten hinaus denken und Nachhaltigkeitsaspekte bei Geschäftsreisen analysieren und berücksichtigen. Dies ist nicht nur auf große Unternehmen
beschränkt, sondern gilt gleichermaßen für kleine und mittlere Firmen. Grünes
Denken beginnt bereits bei der Beschaffung (pre-trip) und endet bei der Auswertung (post-trip). Um langfristig einen positiven Effekt für die Umwelt zu erzielen,
ist es wichtig, Nachhaltigkeitsaspekte möglichst in allen Entscheidungsstufen der
Prozesskette einzuplanen.
Ökologisches Handeln beginnt schon beim Einkauf. Zu einem entscheidenden
Kriterium bei der Auswahl eines Leistungsträgers wird dessen eigene Nachhaltigkeit; dieser Aspekt wird bereits bei den Ausschreibungen im Leistungsverzeichnis
berücksichtigt. Infolgedessen sollten auch die Reiserichtlinien angepasst und die
Buchungsprozesse optimiert werden. Der Reisende sollte zum einen die Möglichkeiten einer umweltverträglichen Reise aufgezeigt bekommen und zum anderen
bei der Entscheidung unterstützt werden, diese für sich zu wählen. Ferner sollten
in den Kontrollprozess Nachhaltigkeitskennzahlen eingebaut und mit deren Hilfe
die weitere grüne Entwicklung der Reiseaktivitäten gesteuert und optimiert werden. Nicht zuletzt könnte eine positive Entwicklung mithilfe der Zusammenarbeit
mit Experten – wie etwa unabhängigen Umweltberatern oder Advisory-Einheiten
der Travel Management Companies (TMCs) – gefördert werden.
Flottenmanagement 2/2011
Um ein genaueres Bild zu vermitteln, was nachhaltiges Travel Management bedeuten und bewirken kann, werden im Folgenden neun grüne Aspekte näher
betrachtet:
¾Grüne Reiserichtlinien: In den Reiserichtlinien sollte generell festgelegt sein, inwieweit Geschäftsreisen mit dem Fokus auf Ökologie den
ökonomisch vorteilhaften Reisen vorzuziehen sind. Entsprechend könnte
zum Beispiel bei Flugreisen vereinbart werden, dass der Reisende bis
zu einer bestimmten Kostendifferenz einen Flug mit geringerem CO2Ausstoß wählen soll. Außerdem sollten Regelungen formuliert sein, die
genau festlegen, ab welcher Entfernung das Transportmittel Flugzeug
überhaupt genutzt werden kann. Das bedeutet auch, dass bei Reisezielen, die mit ICE, TGV, Thalys oder ähnlichen Schnellzügen zu erreichen sind, der Bahn Vorrang gegeben werden sollte. Ist eine Fahrt mit
dem Mietwagen notwendig, kann vorgeschrieben werden, dass vorrangig Fahrzeuge mit Hybrid-, Erdgas- oder Flüssiggasantrieb zu wählen
sind; sollten diese nicht verfügbar sein oder in keinem angemessenen
Preis-Leistungs-Verhältnis stehen, ist das Fahrzeug mit dem geringsten
Schadstoffausstoß und/oder Verbrauch zu nutzen. Bei der Hotelauswahl
könnte wahlweise die Öko-Bilanz des Hotels oder die Länge der notwendigen Transfers durch die Lage des Hotels berücksichtigt werden. Nicht
zuletzt könnte – ähnlich wie bei den bekannten Hinweisen in E-Mails
– vorgeschrieben werden, dass möglichst auf jede Art von Dokumentendruck zu verzichten ist. Stattdessen sind Anwendungen so genannter
Smart Phones eine mögliche Alternative (etix, Bordkarte online beziehungsweise Buchungsbestätigungen generell). Der VDR beispielsweise
arbeitet bereits gemeinsam mit Partnern an der Entwicklung von Standards für grüne Reiserichtlinien.
¾Grüne Ausschreibungen: Zu diesem Thema hat der VDR ein Standardinstrument entwickelt: RFP Nachhaltigkeit. Dieses Instrument
listet konkrete Fragestellungen bezüglich Ökologie und Nachhaltigkeit
auf. Diese können den Ausschreibungsdokumenten für Airlines, Bahn,
Mietwagen, Hotels und TMCs beigefügt und so abgefragt werden.
¾Grüne Buchung: Bei der Auswahl einer Online-Buchungsmaschine
(OBE) sollten solche bevorzugt werden, die bereits während der Buchungsabfrage den so genannten ökologischen Fußabdruck (siehe
Grünes Reporting) jeder Reisealternative auch in Kombination unterschiedlicher Verkehrsträger aufzeigen. Dies kann bedeuten, dass sowohl bei Flügen als auch bei Bahn, Mietwagen und Hotels die ökologischsten Buchungsalternativen eindeutig gekennzeichnet werden,
zum Beispiel durch ein Symbol oder die Angabe des CO2-Verbrauchs bei
den Verkehrsträgern. Aktuell besteht beispielsweise bei eTravel, Cytric
und cliqBook die Möglichkeit, sich bei der Buchungsabfrage anzeigen
zu lassen, wie viel CO2-Emission der einzelne Flug erzeugt; weitere Angaben sind in Planung. Darüber hinaus könnte eine Funktion interessant
sein, die bei jeder Buchung abfragt, ob die Reise wirklich notwendig ist
und die eine Begründung fordert, weshalb eine Alternative zur Reise
(wie beispielsweise eine Telefon- oder Webkonferenz) nicht in Frage
kommt. Auf diese Weise wird der Mitarbeiter angehalten, noch stärker
über Notwendigkeit und Nutzen einer Geschäftsreise nachzudenken.
¾Grünes Fliegen: Bei der Auswahl der Airlines sollte geprüft werden,
ob diese Nachhaltigkeitsprogramme in einen Nachhaltigkeitsindex aufgenommen sind. Des Weiteren können Maßnahmen der Airline in Bezug auf Recycling, Abfallvermeidung, Lärmminderung und die Nutzung
regenerativer Energien berücksichtigt werden. Besonders wichtig zur
Beurteilung einer Airline auf deren Umweltverträglichkeit hin ist zusätzlich der CO2-Ausstoß, beispielsweise pro angebotenem Sitzkilometer. So können Airlines bei der Buchungssteuerung der Unternehmen
bevorzugt oder auch gemieden werden. Zusätzlich interessant ist, ob
die Airline detaillierte Emissionsdaten abhängig von Flugzeugtyp, Streckenführung etc. an die OBE weitergibt, damit der Nutzer so buchungsrelevante Informationen erhält.
¾Grüne Bahnreisen: Auf dem deutschen Markt gibt es insbesondere für den Fernverkehr kaum Alternativen zur Deutschen Bahn. Daher stellt sich hier nicht die Frage, welches der am besten geeignete
Leistungsträger ist, den es auszuwählen gilt, sondern es geht darum,
umweltorientierte Optimierungspotenziale zu erkennen. Interessant für
grünes Travel Management ist dabei die Teilnahme am Umwelt PlusProgramm der Deutschen Bahn, bei dem CO2-Emissionen vermieden
werden. Dabei wird zuerst die für Bahnreisen benötigte Strommenge
eines Unternehmens prognostiziert, um anschließend für diese errechnete Menge regenerativen Strom einzukaufen. Dieser wird dann in das
Bahnstromnetz eingespeist. Auf diese Weise werden Emissionen nicht
nur kompensiert, sondern komplett vermieden. Für Unternehmen entstehen dabei zusätzliche Kosten in Höhe von rund einem Prozent des
Fahrpreises.
¾Grünes Fahren: Bei der Entscheidung für einen Mietwagenanbieter
sollten zumindest diejenigen Anbieter bevorzugt werden, die Hybrid-,
Erdgas- oder Flüssiggasfahrzeuge bereitstellen und bei der Fahrzeugbeschreibung Kraftstoffverbrauch und Emissionswerte nennen. So
kann innerhalb einer Fahrzeugklasse jeweils das umweltfreundlichste
Fahrzeug gewählt werden. Hierbei kommt es auch darauf an, inwiefern
die Mietwagenanbieter diese Informationen transparent und entscheidungsorientiert in den Buchungssystemen darstellen können. Dieselben
Kriterien sollten bei der Auswahl von Dienstwagen eine Rolle spielen: Es
sollten bewusst Fahrzeuge mit niedrigen Emissions- und Verbrauchswerten gewählt werden, beispielsweise mit innovativen Antrieben wie
EfficientDynamics (BMW), BlueEFFICIENCY, BlueTEC (Mercedes Benz)
oder BlueMotion (VW).
¾Grüne Übernachtungen: Die Umweltkonzepte von Hotels gehen mittlerweile über Aufkleber im Bad mit dem Hinweis, Handtuchwechsel
nur dann vorzunehmen, wenn diese wirklich notwendig sind, und über
Wassersparappelle beim Betätigen der Toilettenspülung hinaus. Ganz-
Ein voller Erfolg.
Wenn alles passt:
maßgeschneiderte Angebote, entspannte
Anreise und viele Extras inklusive.
www.intercityhotel.com
92
DienstReise
heitliche Umweltkonzepte werden insbesondere im Bereich der Hotellerie sehr gut mithilfe von Zertifizierungen dargestellt. Zu den wichtigsten
und aussagekräftigsten Zertifizierungen gehören ISO 14001 (weltweit)
und EMAS (europäisch), die unter anderem Themen wie Energieeffizienz, Wasser, Abfall oder Emissionen abdecken. Ferner gibt es zahlreiche
regionale Eco-Labels. Diese Zertifizierungen und Eco-Labels sollten wiederum in den genutzten Hotelreservierungssystemen aufzufinden sein
und könnten zum Ausschluss nicht-zertifizierter Hotels bei Dienstreisen
führen.
¾Grünes Reporting: Um Nachhaltigkeit beurteilen zu können, sind klare
Kennzahlen notwendig. Mittlerweile hat sich der so genannte ökologische Fußabdruck beziehungsweise der Carbon Footprint, also der Ausstoß von CO2, der direkt oder indirekt durch die Reiseaktivitäten produziert wird, als zentrale Messgröße etabliert. Aufgabe des Travel Managements ist es, den Carbon Footprint jeder einzelnen Reise zu erfassen.
So lassen sich sowohl die Entwicklung der Nachhaltigkeit anhand des
Periodenvergleichs darstellen als auch Möglichkeiten ableiten, wie diese
optimiert werden kann. Um benchmarkfähige Daten zu erhalten, sollten
Unternehmen mit Travel Management Companies, Kreditkartenanbietern
oder Online-Buchungssystemen zusammenarbeiten, die ein grünes Reporting anbieten. Auch das Kennzahlensystem des VDR nennt hier entsprechende Referenz- und Zielwerte.
¾Grüne Travel Management Company: Ein Geschäftsreisebüro, das
möglichst alle diese Aspekte für seine Kunden analysieren und anwenden kann, ist eine wichtige Voraussetzung, um grünes Travel Management zu realisieren. Den Nachweis darüber zu erbringen, ist Aufgabe der
TMCs selbst und dürfte in Zukunft ein immer wichtigeres Kriterium bei
deren Auswahl werden.
Die Beispiele zeigen, dass Travel Manager schon heute viele Möglichkeiten haben, nachhaltiges Travel Management zu realisieren. Wie dieses im Detail gestaltet und vor allem gelebt wird, ist vom jeweiligen Unternehmen abhängig und
wird dadurch beeinflusst, in welchem Ausmaß das jeweilige Unternehmen grünes
Denken und Handeln schon in anderen Bereichen anwendet. Insgesamt muss ein
grünes Travel Management sicher mehr leisten, als nur die Umweltbelastung von
Geschäftsreisen so gering wie möglich halten. Es muss auch die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsreisen sowie eine ausreichende Mobilität im Sinne der Unternehmensziele sicherstellen. Die Bereitschaft, hierbei eine sinnvolle Balance zu
halten, hängt auch davon ab, wie diese Balance schon in anderen Bereichen des
Unternehmens praktiziert wird.
Im Travel Management ist ein Umdenken erforderlich. Nicht nur aufgrund der
Notwendigkeit, dem fortschreitenden Klimawandel und der Umweltbelastung
Rechnung zu tragen. Es geht auch darum, in einem Umfeld, das zunehmend auf
Flottenmanagement 2/2011
Umweltaspekte achtet, als Gesamt-Unternehmen zukunftsfähig zu bleiben. So
ändern sich die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für Geschäftsreisen. Beispiele hierfür sind Emissionshandelsabkommen im Luftverkehr, KfzSteuern oder Umweltzonen in Städten. Darüber hinaus fordert auch die Öffentlichkeit nachhaltiges Handeln von Unternehmen. Eine konsequente Umsetzung
von umweltbewusstem Handeln auch bei Reisen, die häufig einen nicht unerheblichen Teil an CO2-Emissionen ausmachen, ist für eine langfristige Glaubwürdigkeit des Umweltengagements notwendig. Damit sollte auch die Geschäftsreisetätigkeit zu einem festen Bestandteil im Nachhaltigkeitsbericht von Unternehmen
werden. Hinzu kommt ein wachsendes Umweltbewusstsein der Mitarbeiter. So
kann grünes Travel Management Image und Attraktivität des Unternehmens auch
bei seinen Mitarbeitern steigern. Denn grünes Travel Management als reines Lippenbekenntnis wird schnell entlarvt und macht das Unternehmen unglaubwürdig.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Grünes Travel Management kann und muss
verstärkt umgesetzt werden. Durch gezielte Nachfrage nach ökologischen Leistungen und Produkten können Unternehmen die weitere Entwicklung der Geschäftsreisebranche zu mehr Nachhaltigkeit hin forcieren. Auf Unternehmensebene kann es einen erheblichen Teil dazu beitragen, die Nachhaltigkeits- beziehungsweise CSR-Strategie wirksam und sichtbar zu unterstützen.
Anton Lill, Vice President Sales & Account
Management bei American Express Business
Travel in Frankfurt und Mitglied im VDR
Fachausschuss Nachhaltigkeit
Lisa Piehler, Studentin der FH Worms in
„International Tourism & Travel Management“;
sie wird ihre Abschlussarbeit (Masterthesis) zu
dem Themenkomplex BTM und CSR schreiben
DienstReise
93
Grün
ausgezeichnet
Wer als Geschäftsreiseplaner mit Dienstleistern kooperieren
möchte, die Wert auf Umweltschutz legen, dem dienen Zertifizierungen als wichtige Orientierungspunkte für die richtige
Wahl des Anbieters. Zunehmend mehr Unternehmen nehmen
selbst an Zertifizierungsverfahren teil, um so auch nach außen
hin zu zeigen, dass sie aktives Umweltmanagement betreiben.
Wer sich zu diesem Schritt entscheidet, hat klare Vorgaben dahingehend zu befolgen, wie genau dieses Umweltmanagement
auszusehen hat. Strenge Kriterien müssen eingehalten werden; die Abgabe einer Umwelterklärung, regelmäßige Überprüfungen und eine Optimierung der Prozesse gehören genauso
zum Procedere wie Glaubwürdigkeit und Transparenz.
Green Globe
• Die Green Globe Certification ist eine 1993 gegründete,
in 187 Staaten anerkannte und in 50 Ländern tätige
Zertifizierungseinrichtung für Nachhaltigkeit in Unternehmen
• Bisher wurden über 1.000 Unternehmen zertifiziert, über 2.000
Unternehmen nehmen am Green Globe-Programm teil
• 248 auf wissenschaftlicher Forschung basierende Kriterien gibt es
insgesamt, mindestens 51 Prozent der Kriterien müssen erfüllt werden,
um eine Auszeichnung zu erhalten; überprüft wird dies durch einen
unabhängigen Auditor
• Die Kriterien umfassen soziale, ökologische und ökonomische Aspekte
des Nachhaltigkeitsprinzips
• Das Zertifizierungs-System von Green Globe/EVVC ist ausschließlich
Internet basiert
• Die Ergebnisse werden in einer Datenbank hinterlegt und sind somit
jederzeit abrufbar
• Die Auditierung wird alle 2 Jahre erneut durchgeführt, sodass die Teilnehmer sich in der Zwischenzeit den bisher nicht erfüllten Kriterien
widmen können
• Die teilnehmenden Häuser erhalten so durch das System nicht nur ein
Zertifikat, sondern arbeiten permanent daran, Prozesse zum Thema
Nachhaltigkeit zu optimieren
Hier drei wichtige Zertifizierungen, die sich europa- oder
sogar weltweit einen Namen gemacht haben:
EMAS
•
ISO 14001
• Ist eine internationale Umweltmanagementnorm, die über die EU hinausgehende Akzeptanz erfährt und als weltweit bedeutendste
Vorgabe dafür gilt, wie Umweltmanagement in Unternehmen und
anderen Organisationen aussehen, was es beinhalten und leisten sollte
• Ziel der Norm ist es, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess nach
dem Schema Planen-Ausführen-Kontrollieren-Optimieren in Bezug auf
die Umweltleistung einer Organisation zu erzielen
• Planen: Festlegung der Zielsetzungen und Prozesse, die dazu führen
sollen, die geplante Umweltpolitik zu erreichen; Ausführen: Prozessumsetzung; Kontrollieren: Überwachen der Prozesse hinsichtlich der
gestellten Anforderungen und Ziele; Optimieren: Anpassen der Prozesse, sofern erforderlich
• Bei ISO 14001 erfolgen die Zertifizierungen nach dem EAC-Code, dem
Branchencode der European Accreditation of Certification
• Mehr als 4.000 Unternehmen in Deutschland sind mittlerweile nach der
Norm ISO 14001 zertifiziert
• Die Anforderungen der ISO 14001 sind auch Kernbestandteil von EMAS
• Ein ISO-Zertifikat wird von privaten Zertifizierungsgesellschaften mit
Akkreditierung bei der Trägergemeinschaft für Akkreditierung (TGA)
ausgestellt; unter anderem zertifizieren in Deutschland das Bureau
Veritas und der TÜV
•
•
•
•
•
• Kurzbezeichnung für Eco-Management and Audit
Scheme, auch EU Öko-Audit genannt
• Ist die höchste europäische, staatlich privilegierte Auszeichnung für systematisches Umweltmanagement
• Das System ist ein Gemeinschaftssystem für freiwilliges Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung für Unternehmen, die ihre Umweltleistung verbessern wollen
EMAS wurde 1993 entwickelt und 1998 erstmals überarbeitet; die aktuelle Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EG) Nr. 1221/2009, die am
11. Januar in Kraft getreten ist
Im Gegensatz zum ISO-Zertifikat basiert EMAS auf einer gesetzlichen
EG-Verordnung und wird nach deutschem Umweltauditgesetz von
staat lich zugelassenen und beaufsichtigten Umweltgutachtern geprüft
Bei EMAS erfolgt die Zertifizierung nach dem NACE-Code, dem Branchencode gemäß der EG-Verordnung Nr. 3037190, die statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft betreffend
EMAS fordert die Erfüllung der an ein Umweltmanagementsystem
gestellten Anforderungen gemäß ISO 14001, geht aber über diese Kriterien hinaus und verlangt von den Unternehmen zudem eine so genannte
Umwelterklärung (mit genauer Stellungnahme zu Umweltleistung und
Umweltzielen) sowie besondere Anstrengungen bezüglich der Einhaltung von Rechtsvorschriften, Umweltleistung, externer Kommunikation
und Beziehungen, Einbeziehung der Arbeitnehmer
Ein unabhängiger Umweltgutachter überprüft die Umwelterklärung,
die einmal jährlich zu aktualisieren ist
Verläuft die Überprüfung durch den Umweltgutachter positiv, werden
Unternehmen und Organisationen, die EMAS-zertifiziert sind, in das
nationale EMAS-Register eingetragen, dürfen das EMAS-Logo verwenden und ihre Umwelterklärung in das EMAS Environmental Statement
Library-Verzeichnis aufnehmen lassen
Flottenmanagement 2/2011
94
Test
1
BigBusiness
Der komplett neu entwickelte Audi A6 rollt mit
moderat angefasster Optik und im Vergleich
zum Vorgänger leicht veränderten Proportionen zu den Händlern – Komfort und Performance nahmen deutlich zu. Dank forciertem
Einsatz verschiedener Leichtbau-Werkstoffe
konnte das Gewicht trotz verbesserter Gesamteigenschaften gar gesenkt werden. Erster Test.
2
E
in neues Auto ist ja immer aufregend und
zieht Blicke auf sich: Die der Interessenten
freilich ebenso wie jene der Nachbarn. Beim
Audi A6 müssen sie schon Kenner sein, um den
Frischling zu identifizieren, denn die Ingolstädter setzten mit ihrer jüngsten Kreation ganz auf
Evolution – warum sollte man von Gutem auch
abkehren. Aber man kann es verbessern: Dezente
Retuschen an den Abmessungen (- 1,2 mm Länge, + 1,9 mm Breite und - 0,4 mm Höhe) lassen
den oberen Mittelklässler geringfügig stämmiger
auftreten als früher; filigrane, zackig gezeichnete
Scheinwerfer bilden den Auftakt einer unauffällig daherkommenden Limousine mit sanfter Linienführung. Dass die Gestalter den A6 äußerst
behutsam weiterentwickelten, wird vor allem bei
Betrachtung der Seitenansicht klar. Umso mehr
baggern die markant-charakteristischen Schlussleuchten mit LED-Technik (je nach Ausstattung)
und attraktivem Nachtdesign – hier findet sich
außerdem ein Schuss A8 wieder, schließlich muss
man sich ja zur Familie sowie Generation bekennen.
Der deutlich längere Randstand verändert die
oberbayrische Erscheinung ebenso wie die Verbreiterung – vor allem aber wächst der Abstand
zwischen Rückbank und Vordersitzlehnen, ein
Flottenmanagement 2/2011
Vorteil, den sämtliche Hinterbänkler auf langen Routen zu spüren
bekommen. Immerhin war auch das verflossene
Modell nicht gerade ein Maßanzug, doch das
Raumangebot hier fällt üppig aus. Egal, ob vorn
oder hinten großgewachsene Personen einsteigen oder vielleicht sogar beide Reihen belegen
– den A6 hier an die Grenzen zu bringen, ist anspruchsvoll. Dabei machen auch die Sessel eine
gute Figur und glänzen mit sportiv-straffer Ausrichtung – ideal für weite Reisen. Vorn findet man
eine breite Mittelkonsole, die den Eindruck üppiger Raumressourcen verstärkt. Dabei entsprechen
die Oberflächen der neuen Bediener-Generation,
welche mit den beiden Flaggschiffen A7 und A8
bekannt gemacht wurden. Insbesondere das neuartige Touchpad sticht hervor, mit dem man seine
Eingaben auch handschriftlich tätigen kann.
Interessant auch, dass der riesenformatige Navigationsbildschirm (ab 2.000 Euro netto) gegen
einen weiteren Aufpreis von netto 731 Euro sämtliche Straßendaten nicht nur schematisch, sondern ebenso als Fotografie – bezogen von Google
Earth – zeigt. Naturgemäß platzierten die Verantwortlichen eine Menge Knöpfchen auf die wertig
verarbeiteten Armaturen – gegen eine kurze Einführung dürfte so mancher Neukunde nichts ein-
zuwenden haben, allerdings kann die Anleitung
zumeist im Handschuhfach verweilen, da sich
sämtliche Funktionalitäten intuitiv erschließen.
Dieses ist übrigens nicht nur geräumig, sondern
kann auch belüftet werden – hierzu muss der
Käufer die Vierzonen-Klimaautomatik bestellen
– gegen 546 Euro netto. Unempfindliche Dinge
finden auch in zwei Schubladen unter den Sitzen
Platz – für Getränke stehen selbstredend Cupholder zur Verfügung. Wer auch im Fond welche haben möchte, muss sie für 80 Euro extra bestellen.
Und wer den hier behandelten 3,0 TDI in der 204
PS starken Basisversion bestellt, darf wählen,
ob er lieber eine oder zwei angetriebene Achsen
mag. Der Fronttriebler (Testwagen) wechselt das
Übersetzungsverhältnis ausschließlich stufenlos;
demnach harmoniert das Multitronic genannte
CVT-Getriebe ausgezeichnet mit der komfortablen Limousine – denn es gibt keine Schaltrucke.
Auch die Problematik der Schaltzeiten entfällt,
und so reagiert der V6 auf Kickdown-Betätigung
mit spontanem Vortrieb, weil die Box unverzüglich auf eine kurze Übersetzung schwenkt. Etwas
Gummiband-Effekt ist natürlich mit von der Partie: Bei Vollgas verharrt der Motor auf einer Drehzahlposition, während das Getriebe die Einstel-
Test
Audi A6 3.0 TDI
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb / Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0-100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen (VDA)
Sechszylinder-Diesel
2.967
150 (204) bei 3.700-4.500
400 bei 1.250-3.500
EURO 5
stufenlose Automatik
240
7,2
5,2 l auf 100 km
1.250 km
6,5 l auf 100 km
137 g/km
65 Liter
505 kg
530 Liter
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP / VK / TK
319 Euro
18 / 24 / 27
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
2 Jahre
3 Jahre
12 Jahre
Sicherheit / Komfort
Klimaautomatik
Radioanlage mit CD
Tempomat
Bordcomputer
Xenon Plus
Schlüsselloses Schließsystem
Pre Sense Basic
LED-Scheinwerfer
Elektr. verstellb. Vordersitze
Luftfederung
Headup-Display
Nachtsichtassistent
Serie
Serie
Serie
Serie
991 Euro
546 Euro
Serie
2.310 Euro
1.050 Euro
1.638 Euro
1.158 Euro
1.680 Euro
5. Der A6-Fond bietet dank Radstand-Verlängerung
verschwenderischen Platz
Kommunikation
Telefonmodul
Bildschirm-Navigation
411 Euro
ab 2.000 Euro
6. Hier passt was rein – über 500 Liter schluckt
der Gepäckraum
Basispreis netto
Audi A6 3.0 TDI
3
4
5
1. Gelungener Auftritt am Tor zur Oberklasse
2. Von hinten kann man den neuen A6 bestens
identifizieren – die Heckleuchten verraten ihn
3. Eleganter Businessliner mit gestreckter Silhouette
4. Sauber verarbeitete Materialien und ein
aufgeräumtes Tastenlayout erfreuen das Auge
6
lung in Richtung lang verändert. In diesem Fall
stört das akustisch wenig, hält sich der geschmeidige Commonrail doch unter 5.000 Touren auf.
Das Triebwerk gehört wahrlich zu einer feinen
Sorte und bleibt in punkto Geräuschentwicklung
meist im Hintergrund. Kein Wunder – hohe Kurbelwellenumdrehungen nämlich sind obsolet.
Schon ab 1.250 Umdrehungen müssen die Zahnräder satte 400 Nm Drehmoment verarbeiten.
Traktionsprobleme bleiben dennoch aus, selbst
bei forciertem Einsatz. Der Selbstzünder lädt zu
gelassener Fahrweise ein, beschleunigt nicht
hektisch, aber mit Nachdruck. Die Power reicht
völlig aus, das gilt für jede Disziplin: Ob zügig
über die Landstraße oder schnelle Runden auf
der Autobahn. Dabei pflegt der Businessklässler
die leise Gangart und ermöglicht bei nahezu jedem Tempo Unterhaltungen in Zimmerlautstärke. Ebenfalls als Komfort spendend erweisen
sich die serienmäßig verbauten Stahlfedern.
Selbst über Querfugen fließt der Audi sämig;
lange Wellen eliminiert er ohnehin gekonnt. Um
den Technik-Anspruch zu untermauern, gibt es
neuerdings auch Features wie Headup-Display
oder Unfall-Früherkennung, um eine Kollision
womöglich abzumildern. Mit Hilfe radarbasierter Vorauserkennung wird bei drohendem Crash
eine entsprechende Notbremsung eingeleitet
(2.319 Euro netto).
Frei Haus steht allerdings auch schon ein Teil
des Systems (Pre Sense Basic) zur Verfügung
und strafft vor dem Eintreten des potenziellen
Unfalls Gurte oder schließt die Fenster. Zudem spendierten die Entwickler dem Audi eine
elektromechanische Servolenkung mit semiaktiver Eingriffsmöglichkeit bei dynamischen
Patzern. Um in der City Kraftstoff (und damit
CO2) zu sparen, ruht der Motor an der Ampel
und springt beim Loslassen der Bremse prompt
wieder an – das funktioniert sogar in Verbindung mit automatischem Getriebe. Das Energie
durch Verzögern zurückgewonnen wird, gehört
in dieser Klasse heute zu den Selbstverständlichkeiten. Ab 39.109 Euro netto wird der A6 3,0
TDI Multitronic geliefert und verlässt das Haus
nicht ohne Klimaautomatik sowie Tempomat.
Dass man über die volle Airbag-Ausrüstung,
elektrische Fensterheber, Radio und elektronisches Stabilitätsprogramm kaum diskutieren
muss, leuchtet ein. Unbedingt an Bord sollten
Bluetooth-Freisprechanlage (411 Euro) wie Xenonscheinwerfer (991 Euro Netto).
38.109 Euro
(alle Preise netto)
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km noch nicht kalkulierbar
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km noch nicht kalkulierbar
Fullservice Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km noch nicht kalkulierbar
Fullservice Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km noch nicht kalkulierbar
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k. A.
k. A.
Bewertung
+
• niedrige Fahrgeräusche
• ausgewogenes Fahrwerk
• großzügige Raumverhältnisse in der
zweiten Reihe
• viele praktische Details aufpreispflichtig
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 2/2011
95
96
Test
Der Peugeot 508 sorgt für frischen Wind in der Mittelklasse. Das
407-Nachfolgemodell ist in allen Dimensionen gewachsen und ein durchaus wohlfeiles Angebot im umkämpften Markt. Mit einigen für das Label
neuen Features baggert der Franzose
kräftig um neue Kundschaft. Flottenmanagement testete die Topvariante
mit dem 2,2-Liter-Commonrail-Diesel.
Ganz
große Nummer
1
GT
steht für Gran Turismo, das ist vielen bekannt. Aber was heißt
das? Es handelt sich um große, schwere Fahrzeuge mit starker
Motorisierung und sportlicher Ausrichtung. Okay, der hier behandelte Peugeot ist nicht unbedingt sportlich, sondern eher im höchsten Maße nützlich. Dennoch verpassten die Marketing-Spezialisten dem
stärksten 508-Vertreter den Beinamen “GT”. Sie schienen der Meinung,
dass diese Bezeichnung wohl ganz gut passt für einen solchen ExpressKombi, und da ist etwas Wahres dran. Mit 204 Pferdchen steht der attraktive 508 HDI205 gut im Futter und leistet – obwohl er zwei Zylinder
weniger besitzt – so viel wie einst der verflossene 407 V6 HDI, den man
allerdings kaum mit unter fünf Litern Diesel pro 100 km fahren konnte –
hier funktioniert das mit einem disziplinierten Gasfuß schon. Aber der
Reihe nach, denn die Nummer 508 ist nicht nur sparsamer geworden, sondern man hat an ganz wesentlichen Punkten gearbeitet, die sich in der
Praxis gravierend auswirken – vor allem für nutzwertorientierte Kunden.
So kann der Neue ordentlich einpacken, denn das Kofferraumvolumen erhöhte sich um über 200 Liter auf deren 1.598. Das ist ein Machtwort – aber
auch die Fahrgastzelle ist deutlich luftiger, denn die Mittelklasse legte
um rund fünf Zentimeter in der Länge und sogar mehr als neun Zentimeter im Randstand zu, was eine andere Dimension für den Fond bedeutet.
Wer sich selbst als groß, lang oder füllig bezeichnet – bitte unbedingt
ausprobieren. Um mit den Knien an die vorderen Lehnen zu stoßen, muss
man sich schon anstrengen. Ausladende Sessel mit viel Technik (beispielsweise einer Massagefunktion) sorgen für grinsende Mienen auch
nach langer Fahrt. Eine ganze Armada von Tasten erhalten das Grinsen
darüber hinaus – unter der Prämisse freilich, dass man Fan vollgepackter
Armaturen-Landschaften ist. PSA, bekannt für eine ausgeprägte Vorliebe
vieler Knöpfchen, macht es zumindest Bestandskunden leicht, da sich
Flottenmanagement 2/2011
2
sämtliche Nachfolger-Fahrzeuge in puncto Bedienung meist evolutionär
weiterentwickeln, so im Grunde auch hier.
Doch halt, beim Einsteigen in den 508 GT fällt prompt ein Unterschied auf:
Zum Motorstart nämlich darf der Schlüssel getrost in der Hosentasche
verbleiben, es wird stattdessen auf den Knopf gedrückt. Nur befindet sich
dieser links vom Lenkrad – Porsche-Fahrer wissen jetzt bescheid, andere werden sich schnell daran gewöhnen. Nun gut, jetzt aber auf in den
Straßenverkehr mit der ausladenden Fuhre. Der wohlbekannte Commonrail verrichtet seine Arbeit weitgehend unauffällig, wobei die kräftigste Ausbaustufe unter Last etwas kernigere Töne von sich gibt, die indes
zur drahtigen Motorleistung passen. Nach einer kleinen Anfahrschwäche
stürmt der Selbstzünder los und erreicht flugs die 100 km/h-Marke – das
Werk spricht von 8,4 Sekunden. Ab 2.000 Touren stehen satte 450 Nm
Drehmoment zur Verfügung, dennoch scheinen die standardmäßigen
18-Zöller keine Probleme damit zu haben, die Kraft auf den Asphalt zu
bringen, denn Traktionsmängel sind dem Fronttriebler unter griffigen
Voraussetzungen völlig fremd.
Das Felgenformat ist ein gutes Stichwort: Zwar sehen große Räder schick
aus, schmälern den Fahrkomfort in der Regel jedoch drastisch. Doch die
Peugeot-Techniker beherrschen diese zweiseitige Medaille offenbar; es
gelang ihnen, die Dämpfung so auszurichten, dass der Kombi selbst hartnäckige Fugen geschmeidig nimmt, ohne an dynamischen Fähigkeiten
einzubüßen. Demnach machen auch Ausflüge in kurvige Gefilde Spaß.
Dank präziser elektrohydraulischer Servolenkung zirkelt der Mittelklässler willig durch Kehren, um durch typisches Untersteuern anzuzeigen,
wann er genug hat. Die sanft eingreifende Stabilitätskontrolle tut ihr
Übriges, um den Kombi im Zaum zu halten. Wer es ruhig angehen lässt,
Test
1. Die sichtbaren Endrohre zeigen: Hier sind über 200
Pferde am Werk
2. Das serienmäßige Panoramadach sorgt für einen
lichtdurchfluteten Innenraum
3. Cupholder und viel Platz – die Reise kann beginnen
4. Mit 1.598 Litern hat der Laderaum im Vergleich zum
Vorgänger mächtig zugelegt
5. Das 508-Cockpit strotzt vor Schaltern, aber die Bedienung ist übersichtlich
3
6. Der 508 SW geht als eleganter Tourer durch
4
merkt plötzlich, dass er es mit einem ausgesprochen leisen Gleiter zu tun hat – jetzt kommt der
GT-Begriff wieder ins Spiel. Einen feinen Tourer
hat Peugeot hier auf die Räder gestellt, mit dem
Reisen zum Erste-Klasse-Vergnügen avanciert.
Das Topmodell wird ausschließlich mit Sechsgang-Wandlerautomatik ausgeliefert – sie verrichtet ordentliche Arbeit.
Ordentlich fällt auch die Qualitätsanmutung aus
– hier ist dem Hersteller ein mächtiger Sprung
nach vorn geglückt. So macht das Interieur einen außergewöhnlich soliden Eindruck; sowohl
Material als auch die Art und Weise dessen Verarbeitung muss den Vergleich mit hiesigem
Premium-Stoff keineswegs scheuen. Und sonst?
Zahlreiche Ablagen plus Cupholder vorn und
hinten gestalten den Autofahrer-Alltag mit dem
Peugeot einfacher. Hinzu kommen übersichtliche
Instrumente – wenn auch für heimische Nutzer
ungünstig skaliert – mit großem Infofeld in der
Mitte für die üblichen Daten des Bordcomputers
inklusive Routenführung. Wem das zu profan ist,
richte seinen Blick gen Windschutzscheibe, denn
die wichtigsten Daten liefert schließlich auch das
Headup-Display (Serie beim GT). Bekanntermaßen sind Importeure im Gegensatz zu deutschen
6
Peugeot 508 SW GT HDI FAP 205
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb / Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0-100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen (VDA)
Vierzylinder-Diesel
2.179
150 (204) bei 3.500
450 bei 2.000
EURO 5
6-Gang-Wandlerautomatik
232
8,4
5,9 l auf 100 km
1.220 km
7,5 l auf 100 km
154 g/km
72 Liter
500 kg
560-1.598 Liter
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP / VK / TK
277 Euro
20 / 26 / 24
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
2 Jahre
Jahre
Jahre
Sicherheit / Komfort
Klimaautomatik
Radioanlage mit CD
Tempomat
Bordcomputer
Bi-Xenon-Scheinwerfer
Schlüsselloses Schließsystem
Panorama-Glasdach
Parksensor
Regensensor
Elektr. verstellb. Vordersitze
Headup-Display
Sitzheizung
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
Kommunikation
Telefonmodul (nur in
Verbindung mit MMI Plus)
Bildschirm-Navigation
Serie
Serie
Basispreis netto
Peugeot 508 SW
GT HDI FAP 205
32.857 Euro
(alle Preise netto)
5
Herstellern Meister der Ausstattungspakete, was
beim GT zur reichhaltigen Kost führt. Sonderausstattungen sind demnach fast kein Thema.
Den Grundpreis beziffert Peugeot mit 32.857 Euro
netto und führt damit eine schlagkräftig-günstige Offerte im Programm. Serienmäßig bietet der
GT Antiblockiersystem, Front-, Kopf- und Seitenairbags, elektrisch verstell- wie beheizbare Außenspiegel, Bluetooth-Freisprechanlage, Bordcomputer, elektrische Fensterheber rundherum,
automatisches Fernlicht, Klimaautomatik, Navigationssystem, Panorama-Glasdach, Parksensor,
schlüsselloses Schließsystem, Sitzheizung, elektronische Stabilitätskontrolle, Tempomat und BiXenonscheinwerfer samt Kurvenlicht-Funktion.
Langstrecken-Nutzer sollten über das 1.302 Euro
(netto) teure Vollleder-Paket nachdenken, welches nicht nur die Stühle mit Rindshaut versorgt,
sondern gleich die ganze Mittelkonsole samt
Türbelägen. Außerdem gibt es elektrisch verstellbare Sitze mit Memory dazu – viel voller geht es
nun wirklich nicht. Ach ja, ein kleines optisches
Merkmal – gar nicht uninteressant – gibt es ausschließlich für den GT: Zwei potent wirkende
Endrohr-Blenden. So hat auch der Nachbar etwas
davon.
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km nicht kalkulierbar
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km nicht kalkulierbar
Fullservice Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km nicht kalkulierbar
Fullservice Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km nicht kalkulierbar
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k. A.
81 %
Bewertung
+
• zeitloses Design
• üppige Serienausstattung
• sattes Raumangebot
• Start-Stopp-System nicht in Verbindung mit
Automatik lieferbar
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 2/2011
97
98
Test
M
it den Modellbezeichnungen ist das heute
so eine Sache: Beim 525d beispielsweise
vermutet man gemäß Schriftzug 2,5 Liter Hubraum – aber weit gefehlt. Es sind füllige
drei Liter, welche mit Kraftstoff gefüllt werden
wollen, die Leistungsreduktion gegenüber dem
kräftigeren 530d erfolgt lediglich per Komponententuning. Gut für den Neidfaktor, denn der
Nachbar muss ja schließlich nicht immer alles
Wissen. Erkennungsmerkmale gibt es ebenfalls
keine – von 520d bis 530d trägt man Doppelrohr,
und zwar runde Endstücke im Zweierpack auf der
linken Seite. Erst das Selbstzünder-Topmodell
535d tanzt mit jeweils einem Rohr pro Seite aus
der Reihe. Doch zurück zum Thema: Mit satten
450 Nm Drehmoment baggert der Fünfzwofünf
und tröstet mithin über die Trauer hinweg, die
die silbernen Ziffern am Heckdeckel mit sich
bringen. Von wegen Mittelmaß, dieses Vorurteil
fegt der Reihensechser nach den ersten Metern
Praxiserfahrung förmlich weg.
Der Testwagen rollt mit dem Achtstufen-Wandlerautomaten an – so passt es besser zum kommoden Tourer. Die letzte Fahrstufe ist so lang
ausgelegt, dass man bei Richtgeschwindigkeit
mit unter 2.000 Touren dahinplätschert, was
nicht nur dem Spritkonsum, sondern auch der
Geräuschkulisse entgegenkommt. Aber der Reihe nach. Erstmal platznehmen in der noblen
Business-Klasse, die basismäßig schon so gutes
Mobiliar bietet, dass lange Strecken tatsächlich
zum Lustfaktor avancieren. Aber jetzt rasch
zur Maschinenkunde: Nach kurzem Knopfdruck
springt der Sechszylinder an und verfällt in einen
ruhigen Lauf; klar, man hört den Diesel natürlich
heraus – bei akribischem Hinhorchen ohne Lüftung und Lautsprecherklängen. Von kernig indes
kann selbst während der Warmlaufphase keine
Rede sein. Fahrstufe D eingelegt und losgerollt.
Ein Handbremshebel entfällt inzwischen, da sich
im Zeitalter der Tipptasten die elektrische Parkbremse breitgemacht hat.
4
5
In Verbindung mit automatischem Getriebe beinhaltet diese zusätzlich eine Hold-Funktion,
mit deren Hilfe man den Hecktriebler an kurzen
Ampelphasen gegen Kriechneigung schützen
kann, ohne den Fuß permanent auf der Bremse
Mitteschön
Wenn der Dienstwagen sechs Zylinder haben, das Budget aber dennoch
nicht über Gebühr beanspruchen soll,
ist die feine Mitte gefragt. Bei BMW
heißt die im Falle der oberen Mittelklasse 525d, bietet noch immer stattliche 204 Pferdchen und damit durchaus Fahrfreude.
1
Flottenmanagement 2/2011
2
3
Test
BMW 525d Touring
6
1. Doppelrohr kommt immer gut an, so tragen es inzwischen auch die Basismodelle
2. Fein verarbeitetes Interieur mit fahrerorientierter
Konsole
3. Ist die Ladefläche eben, passen über 1.600 Liter in
das Abteil
4. Der zweigeteilte Heckdeckel ist legendär bei BMW
5. Der neue Fünfer gefällt durch schlichte Eleganz
6. Fünfer-Seite ist Schokoladenseite – die frische
Businessklasse aus München baggert mit schnörkelloser
Design-Kunst
7. Viel Platz im Fond gibt es selbst für großgewachsene
Fahrgäste
abzustellen. Doch jetzt wird gefahren, nach Erreichen der Hauptstraße sinkt das rechte Pedal
tiefer gen Bodenblech und erzeugt nachdrückliche Beschleunigung. Schnell wird klar, dass
der Einstiegs-Sechszylinder keinesfalls als Behelfslösung angesehen werden muss. Drehfreudig witscht die Nadel des Tourenzählers über die
Skala, eine Disziplin, die BMW-Dieseltriebwerke
schon lange beherrschen. Ohne störende mechanische Vibrationen stößt die Kurbelwelle an ihre
Rotationsgrenze und entlässt dabei ein drahtiges
Timbre in Richtung Fahrgastzelle. Jawohl, auch
sparsame Selbstzünder müssen in punkto Akustik keine Schreckgespenster sein – und das Performance-Verbrauch-Verhältnis fällt eindrucksvoll aus.
Und sonst? Zu einem feinen Motor gehört freilich
ebenso ein leistungsfähiges Fahrwerk. Zusammen mit diesem und der präzisen Servolenkung
– inzwischen auch im Segment der oberen Mittelklasse elektromechanisch – mausert sich der
schwere Kombi zum flinken Kurvenjäger, ohne
seine Passagiere bei alltäglichen Fahrten mit
besonderer Härte zu bestrafen. Optional (1.092
Euro netto) lässt sich die Dämpferhärte per Menü
verstellen, und wer besonders dynamisch auf den
Fernstraßen des Landes unterwegs ist, bekommt
gegen 1.470 Euro netto gar mitlenkende Hinterräder. Obendrein präsentiert sich der Bayer als
flexibler Kerl mit ordentlich Stauraum (1.670 Liter bei umgeklappter Rücksitzlehne) und fast 600
kg Zuladung – ganz schön ansehnlich. Und falls
der 525d-Eigner mal auf die Idee kommt, diese
auch zu nutzen, hat das keine unangenehmen
ästhetischen Folgen, denn jeder Touring-Fünfer
verfügt ab Werk über Niveauregulierung an der
Hinterachse.
Und selbstredend über ein ausgezeichnet verarbeitetes Interieur; die Münchener haben zudem
7
ein gutes Händchen für ergonomische Feinheiten
– so trafen sie exakt den richtigen Grat zwischen
einer knöpfchenarmen Instrumentenlandschaft
einerseits und einem Menüsystem andererseits,
das inzwischen intuitiv und schnell beherrschbar ist – iDrive ist heute mehr Segen denn Fluch.
Endlich auferstanden aus dem Reich der historischen Nützlichkeiten: Die zum Fahrer geneigte Konsole, jedoch in einer Weise, dass auch die
Hände des rechts platzierten Insassen locker an
das Tastenfeld für die Innenraum-Klimatisierung
heranreichen. Klare Linien dominieren bei den
Rundskalen für Drehzahl- und Geschwindigkeitsmesser – elektronische Spielereien halten sich
hier in Grenzen, denn sämtliche Anzeigefunktionen, die über den klassischen Fundus hinausgehen, werden auf den Multifunktionsmonitor oder
das optionale Head-Up Display (1.168 Euro netto)
übertragen.
Wer möchte, kann den oberen Mittelklässler zum
richtigen High-Tech-Cruiser ausbauen mit Nachtsichtgerät zur Fußgängererkennung (1.680 Euro
netto), Parkassistenten, der den Lademeister völlig selbsttätig in die Lücke manövriert (462 Euro
netto), Verkehrszeichen-Erkennung (268 Euro
netto) oder Surround View (588 Euro netto) mit
einer Vielzahl an Kameraperspektiven und den
entsprechenden Bildern, die auf den AllzweckMonitor geschickt werden. Genauso wie übrigens
die Farbkarte des Navigationssystems, für das der
Kunde mindestens 1.546 Euro netto hinblättern
muss. Dafür bietet der 39.957 Euro (netto) kostende 525d Touring die wichtigsten Dinge bereits
ab Werk, zu denen zweifellos die volle AirbagAusrüstung gehört, Klimaautomatik, Radio und
ein Tempomat, damit das Fahrzeug auf der großen Reise keinen Verdruss bereitet. Ach ja, in
den Genuss der Automatikversion kommt man
gegen einen Extrabetrag von 1.848 Euro netto,
aber sie ist jeden Cent wert, ganz ehrlich.
Motor
Hubraum in ccm
kW (PS) bei U/min
Nm bei U/min
Abgasnorm
Antrieb / Getriebe
Höchstgeschw. km/h
Beschleunigung 0-100/h
EU-Verbrauch
EU-Reichweite
Testverbrauch
CO2-Ausstoß
Tankinhalt
Zuladung
Laderaumvolumen
Sechszylinder-Diesel
2.993
150 (204) bei 4.000
450 bei 1.750-2.500
EURO 5
8-Gang-Wandlerautomatik
230
7,3
6,2 l auf 100 km
1.129 km
7,1 l auf 100 km
162 g/km
70 Liter
575 kg
560-1.670 Liter
Kosten
Steuer pro Jahr
Typklassen HP / VK / TK
369 Euro
19 / 25 / 28
Garantie
Fahrzeug
Lack
Rost
2 Jahre
3 Jahre
12 Jahre
Sicherheit / Komfort
Kopfairbag vorn/hinten
Regensensor
Klimaautomatik
Tempomat
Bordcomputer
Einpark-Automatik
Parksensoren
inkl. Rückfahrkamera
Xenon Plus inkl. Kurvenlicht
Lederpolster
Elektr. Kofferraumklappe
Elektr. verstellb. Vordersitze
Schlüsselloses Schließsystem
Sitzbelüftung vorn
1.033 Euro
1.008 Euro
ab 1.689 Euro
470 Euro
ab 924 Euro
663 Euro
680 Euro
Kommunikation
Telefonmodul
Bildschirm-Navigation
630 Euro
ab 1.546 Euro
Basispreis netto
BMW 525d Touring
Automatic
41.806 Euro
(alle Preise netto)
Serie
Serie
Serie
Serie
Serie
462 Euro
Betriebskosten Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km 811,79/952,95/1.201,64
Betriebskosten Automatik
20.000/30.000/50.000 km 804,19/946,18/1.195,36
Fullservice Leasingrate Schaltgetriebe
20.000/30.000/50.000 km 663,74/730,87/831,51
Fullservice Leasingrate Automatik
20.000/30.000/50.000 km 658,39/727,63/831,11
Firmenfahrzeuganteil
Dieselanteil
k. A.
83 %
Bewertung
+
• hoher Fahrkomfort
• günstiger Verbrauch für die Performance
• gute Flexibilität
• üppiger Preis
Die ALD-Full-Service-Raten enthalten:
Finanzrate, Wartung und Reparatur, Kfz-Steuer, Tankkarte
und GEZ für eine Laufzeit von 36 Monaten
Flottenmanagement 2/2011
99
100
Fahrbericht
Multi-Talent-Show
An den neu gestalteten Schlussleuchten erkennt man den
aktuellen Jahrgang
Kommode und variable Sitze sorgen für viel Reisekomfort
und Praxistauglichkeit
Die Mercedes R-Klasse ist so etwas wie die Quadratur des Kreises: Ein Lifestyle-Beau mit praktischen Eigenschaften, einer Menge Fahrkomfort und, je
nach Triebwerk, sogar sparsamen Tugenden. Auf den Einsteiger-Diesel R 300
CDI mit Heck- statt Allradantrieb trifft sogar exakt das zu. Ein Fahrbericht.
Zugegeben, wir europäischen Automobil-Liebhaber haben nicht besonders viel übrig für
Generalisten. Entweder bevorzugen wir Sportwagen für die forcierte Gangart, einen Van für
Familienausflüge oder große Limousinen, um
Reisen so entspannt wie nur eben möglich zurücklegen zu können. Die R-Klasse kann bis
hin zum Allradantrieb sogar alles auf einmal.
Stimmt das wirklich? Kraxelkünste entfallen
beim hier besprochenen Testwagen jedenfalls,
weil sich die Basis namens R 300 CDI BlueEfficiency mit reinem Heckantrieb anschleicht.
Leise und kultiviert läuft der Commonrail demnach, der mit drei Litern Hubraum für bullige
Zugkraft sorgt und elektronisch bei 190 Pferdchen begrenzt ist. Und Sparsamkeit hat er sich
auf die Fahnen geschrieben, das ist viel wichtiger als fiktive Waldwege zu beschreiten, für
die hierzulande ohnehin meist die Einfahrerlaubnis fehlt.
Mit 4,92 Längenmetern bereits in der Kurzversion stellt der R ein imposantes Auto dar – dass
Platzmangel im Innenraum nicht wirklich zu
den Minuspunkten gehört, leuchtet ein. Nein,
das Gegenteil ist der Fall, es geht geradezu verschwenderisch zu in der R-Klasse. Den FondGästen spendiert man exklusiv anmutende Einzelsitze – im O-Ton “Executive Chairs” genannt,
die mit ihrer üppigen und gleichermaßen geFlottenmanagement 2/2011
schmeidigen Polsterung Freude auf langen
Fahrten bereiten; nach dem gleichen Muster
gestalten sich die Sessel der ersten Reihe. Dazu
gesellt sich feine Innenarchitektur mit edlen
Materialien, die dem Anspruch der Nobelmarke
und Oberklasse-Maßstäben obendrein gerecht
werden. Eignet sich der große Gleiter auch für
niedere Transport-Aufgaben? Zumindest ist das
mächtige Mobiliar umklappbar.
Übrig bleibt eine recht zerklüftete Landschaft
– also bitte ein anderes Fahrzeug für die Baumarkt-Plünderung einsetzen. Gepäck schluckt
der Alleskönner jedoch in rauen Mengen, außerdem sind 655 kg Zuladung ein deutliches
Wort. Das maximale Ladevolumen kann sich
mit 1.950 Litern wahrlich sehen lassen. Die
luxuriöse Botschaft des großen, praktischen
Mercedes übrigens schwingt freilich auch im
Grundpreis mit: Ab 43.300 Euro netto ist der
Basis-Diesel zu haben, dann aber wenigstens
schon mit ordentlicher Ausstattung, die neben
den Selbstverständlichkeiten wie der vollen
Sicherheitsausrüstung und Klimaautomatik
auch eine Radioanlage samt CD-Wechsler sowie
Sitze mit teilelektrischer Verstellung umfasst.
Unbedingt bestellt werden sollten Navigationssystem (ab 1.660 Euro netto) und Xenonlicht
(1.420 Euro netto), so viel Oberklasse muss sein.
Viele Tasten lassen das Cockpit zur Kommandozentrale
avancieren
Länge läuft, auch der kurze R ist alles andere als kompakt
Mercedes R 300 CDI BE
Motor / Hubraum in ccm:
Sechszyl.-Diesel / 2.987
kW/PS bei U/min:
140/190 bei 3.800
Drehmoment bei U/min:
440 Nm bei 1.400-2.800
Getriebe:
7-Gang-Automatik
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß: Euro 5 / 199 g/km
0-100 in sek / V-max. in km/h:
9,5 / 215
EU-Verbrauch / Reichweite km:
7,6 L / 1.053 (80 l)
Zuladung kg/ Ladevolumen L:
655 / 550-1.950
Typklasse HP / VK / TK:
22 / 28 / 27
Firmenfahrzeuganteil gesamt*: –
Dieselanteil:
–
Basispreis (netto):
43.300 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 1.203,17 / 0,48Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Fahrtelegramm
Design im
Der neue Ford Focus ist letztlich auch für den europäischen
Geschmack ein schicker Kompaktklässler geworden, obwohl er
120 Nationen gefallen muss. Mit einem Gleichteile-Anteil von
80 Prozent möchten die Entwickler bei möglichst geringen
Kosten möglichst viele Geschmäcker treffen. Ob das gelingt?
Focus
Wenn in Deutschland ein neuer Kompakter an
den Start geht, ist die Spannung immer recht
groß. Schließlich handelt es sich um ein volumenträchtiges Segment – und folglich wecken
Neulinge in dieser Kategorie das Interesse besonders vieler Menschen. So langsam gewöhnt
man sich an die Außenhaut des neuen Focus,
der recht dynamisch anrollt, nur von hinten eine
gewisse Beliebigkeit ausstrahlt – vielleicht ein
Zugeständnis an die zahlreichen potenziellen USKäufer? Nach der ersten Proberunde jedenfalls ist
es mit der Beliebigkeit vorbei, dann machen sich
handfeste Vorteile breit: So setzt sich der Fronttriebler für seine Klasse recht leise in Bewegung,
man fühlt sich regelrecht abgeschottet von der
Außenwelt. Der kultivierte Commonrail meldet
sich erst jenseits der 3.500 Touren lautstark zu
Wort, und dann ist das Drehzahlende bekanntermaßen fast schon erreicht.
Die neue InnenraumGeneration des Ford
Focus kommt gut an
(re.)
Überhaupt – wann dreht man einen Diesel schon
bis in diese Sphären? Schließlich setzt der für
erste Ausfahrten eingesetzte 163 PS-Vertreter bereits ab 2.000 Umdrehungen satte 340 Nm Drehmoment frei, was eine äußerst schaltfaule Fortbewegung ermöglicht. Das Interieur entspricht
der neuen Generation, die mit dem C-Max debütierte – neues Tastenlayout und teilweise glänzend lackierte Flächen sorgen für Freude oder
eben auch nicht, je nach Gusto. Zumindest lassen sich die Funktionalitäten mit dem neuen Bediensystem recht schnell entdecken; darüber hinaus machen die Materialien des Fahrgastraumes
einen wertigen Eindruck, damit wird jener Trend
fortgesetzt, der schon mit dem Focus-Vorgänger
begann. Ab exakt 15.000 Euro netto ist der neue
untere Mittelklässler aus Köln zu haben – im Falle der dann relevanten Ambiente-Ausführung ist
die Klimaanlage mit 966 Euro extra zu bezahlen.
Der landläufig als Rucksack-Golf bekannte Volkswagen
Jetta wird eigenständiger als bisher und ist nicht mehr
wirklich an den Golf gekoppelt. Zudem wird das Modell
höherwertig und flirtet so mit Mittelklasse-Fans, denen
der Passat eigentlich eine Spur zu viel ist. Fahrbericht.
Der Jetta, also der Stufenheck-Golf, hat hier in
Deutschland vermutlich eine
lebendigere Geschichte als
er selbst ist: Mal hieß er
Vento oder Bora, dann wieder Jetta. Klar, kleine Limousinen findet man hierzulande nicht wirklich attraktiv. Das könnte sich bald
vielleicht wieder ändern, wenn es nach den
Marketing-Spezialisten geht, nicht umsonst ist
künftig auch mit einem Audi A3-Stufenheck zu
rechnen. Wie dem auch sei, der neue VW Jetta
stellt ein schickes Stückchen Automobil dar,
mit aktuellem Markengesicht und durchaus
athletischen Elementen. Das Grundgerüst basiert auf der Golf VI-Plattform und noch nicht
auf dem künftigen modularen Quer-Baukasten;
die Optik des Interieurs entspricht dem neuesten Volkswagen-Stand und baggert mit seiner
Schlichtheit und der feinen Verarbeitungsqualität.
Erste Runden mit der Diesel-Riege bescheinigen
den Commonrail-Kandidaten exakt den erwarteten Eindruck: Sie laufen genau so kultiviert
wie in den bisher bekannten Modellen; das gilt
101
Ford Focus 2.0 TDCI
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/ 1.997
kW/PS bei U/min:
120 / 163 bei 3.750
Drehmoment bei U/min:
340 Nm bei 2.000-3.250
Getriebe:
6-Gang-Doppelkupplung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
Euro 5 / 129 g/km
0-100 in sek / V-max. in km/h:
8,4 / 218
EU-Verbrauch / Reichweite:
5,0 L / 1.200 km
629 / 277-1.148
Zuladung kg / Ladevolumen L:
Typklasse HP/VK/TK:
17 / 20 / 23
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
40 %
Dieselanteil:
80 %
Basispreis (netto):
23.353 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 595,04 / 0,24 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Golf-Bag
auch für die Fahrleistungen und das Getriebe – der
105 PS-Vertreter mit 1,6 Litern Hubraum reicht
für die allermeisten Anforderungen völlig, während die 140 PS-Stufe mit 400 Kubikzentimetern
mehr eine spürbare Nummer giftiger von dannen
zieht. Ein richtiger Aha-Effekt bewirkt der Blick
in den Fond, wo geradezu fürstliche Platzverhältnisse vorherrschen. Wer also häufig zu dritt oder
viert reist, sollte sich vielleicht doch überlegen,
ob der Jetta zumindest in Frage kommen könnte,
denn dann macht sich der 7,3 Zentimeter üppigere Radstand positiv bemerkbar. Außerdem ist
das 510 Liter große Kofferraumvolumen keineswegs von schlechten Eltern. Ab 19.390 Euro netto
kosten die Selbstzünder-Ausgaben – dann in der
Trendline-Version mit den kompletten Sicherheitsfeatures sowie Klimaanlage.
Der neue Jetta offenbart typische VW-Architektur (li.)
Volkswagen Jetta 1.6 TDI
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/ 1.598
kW/PS bei U/min:
77 / 105 bei 4.400
Drehmoment bei U/min:
250 Nm bei 1.500-2.500
Getriebe:
7-Gang-Doppelkupplung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
Euro 5 / 123 g/km
0-100 in sek / V-max. in km/h:
11,7 / 190
EU-Verbrauch / Reichweite:
4,7 L / 1.170 km
593 / 510
Zuladung kg / Ladevolumen L:
Typklasse HP/VK/TK:
18 / 18 / 21
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
–
Dieselanteil:
–
Basispreis (netto):
21.218 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 589,86 / 0,23 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Flottenmanagement 2/2011
102
Fahrtelegramm
Frischer Wind aus Richtung Mercedes: Die volumenstarke C-Klasse
geht mit modifiziertem Design und
erneuerter Technik an den Start. Optimierte Motoren helfen dabei, bis
zu 31 Prozent Kraftstoff zu sparen,
es gibt eine Fülle von Assistenzsystemen und freilich ein Start-StoppSystem, das ab sofort – und hier
steckt ein bisschen Revolution – in
Verbindung mit der Wandlerautomatik funktioniert. Ein Fahrbericht.
tig nicht mehr verzichten. Für den C 220 CDI
werden 30.975 Euro netto aufgerufen – darin
sind neben der vollen Sicherheitsrüstung auch
Freisprech-Einrichtung, Klimaautomatik, Radio
mit CD-Player und ein teilelektrisch verstellbarer Sitz enthalten.
Gesichts- & Geschichtspflege
Sprit ist ein kostbares und teures Gut
Gut, daher ist
entscheidend (und das gilt für Fuhrparkbetreiber umso mehr), dass der Liter so gut als möglich genutzt wird. In der Mittelklasse gelingt
das inzwischen hervorragend – beispielsweise
mit dem Mercedes C 220 CDI. Hier sorgen stämmige 400 Nm und 170 PS für kräftigen Durchzug
– selbst mit der angepassten Gesamtauslegung
für gedämpften Durst klappt das wunderbar, wie
erste praktische Runden gezeigt haben. Der gemittelte 100-Kilometer-Wert fällt mit 4,4 l nun
deutlicher unter die Fünfliter-Marke als bisher,
das ist ein gewaltiges Wort. Dabei ist die nach
wie vor kommod ausgelegte C-Klasse alles andere als Magerkost. Der aktuelle Jahrgang glänzt
außerdem mit neuen Assistenzsystemen, die
man bisher allein aus höheren Sphären kannte.
Nach runden sieben Jahren ist es so weit:
Der knuffige Nissan Micra wird ausgetauscht. Und obwohl das Kleinwagensegment in der Tendenz nicht ganz so technikrelevant ist, punktet der Japaner mit Downsizing und Leichtbau. Ein Fahrbericht.
Unter tausend Kilogramm Leergewicht? Anno
2011 so gut wie unmöglich, selbst sicherheitsund komfortverwöhnte Kleinwagen wuchten
mit Airbags und Schutzstreben, aber auch immer mehr Elektromotoren für Servofunktionen
nicht selten bis zu 1,3 Tonnen auf die Waage.
Das muss nicht sein, der neue Micra macht es
vor: Nur 940 kg wiegt das Basismodell. Dessen
1,2-Liter kommt nun mit drei statt vier Zylindern aus, läuft aber keineswegs unkultivierter.
Der Vortrieb geht für einen Stadtwagen völlig
in Ordnung – sicher, besondere Fahrleistungen
darf man nicht erwarten. Dafür liegt der Schalthebel satt in der Hand und lässt sich leichtgängig bewegen. Gewachsene Abmessungen sowie
der größere Radstand sorgen dafür, dass auch
mal längere Strecken ohne Verdruss abgespult
werden können, sogar auf der Rückbank.
Dennoch kratzt der Fronttriebler noch lange
nicht an der Viermeter-Grenze – er misst kompakte 3,78 m, was ihn ideal für die City macht.
Ordentliche Stühle wahren ein Mindestmaß an
Komfort; freilich verfügt auch der jüngste Nissan-Spross über zahlreiche Features, die selbst
in mancher oberen Mittelklasse fehlen – dazu
Flottenmanagement 2/2011
Da gehört die bis zum Stillstand herunterbremsende Distronic Plus sicher zu den angenehmen
Features, vor allem im stockenden Berufsverkehr.
Kein klappbarer Bildschirm mehr für die C-Klasse – die
neue Lösung wirkt wertiger
Vom Grundcharakter hat sich der Mittelklässler aus Schwaben nicht verändert – er ist ganz
Komfort-Oase mit der markentypisch präzisen
Servolenkung. Die Dämpfer-Ausrichtung entspricht eher sanften als drahtigen Kriterien, so
soll es sein. Ordentlich Platz verdirbt auch fülligeren Insassen die Freude an langen Fahrten
kaum; Pre-Safe wacht jetzt außerdem über die
Passagiere, es gibt den aus der E-Klasse bekannten Müdigkeitssensor, ein Warnsystem für
missachtete Fahrzeuge im toten Winkel sowie
einen aktiven Spurhalte-Assistenten. Auch auf
Internet-Zugang müssen C-Klasse-Kunden künf-
Motor / Hubraum in ccm:
Vierzyl.-Diesel/ 2.143
kW/PS bei U/min:
125 / 170 bei 3.000-4.200
Drehmoment bei U/min:
400 Nm bei 1.400-2.800
Getriebe:
7-Gang-Wandlerautomatik
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
Euro 5 / 125 g/km
0-100 in sek / V-max. in km/h:
8,1 / 231
EU-Verbrauch / Reichweite:
4,8 L / 1.229 km
Zuladung kg / Ladevolumen L:
515 / 475
Typklasse HP/VK/TK:
17 / 22 / 25
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
60 %
Dieselanteil:
50 %
Basispreis (netto):
33.075 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 835,59 / 0,33 Euro
Mercedes C 220 CDI BE
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Auf die
leichte
Schulter
Start-Stopp ist
längst beim Micra
angekommen
gehören beispielsweise Freisprechanlage oder
schlüsselloses Schließsystem. Außerdem gibt
es neuerdings auch ein integrales BildschirmNavigationssystem, das dem Kleinwagen gut zu
Gesicht steht. Ach ja, derzeit liefert das Basismodell 80 PS – eine 98 PS-Variante wird demnächst folgen, aber statt mehr Hubraum und
Zylinder wird die Power über einen Kompressor
und Direkteinspritzung generiert – ganz im
Sinne der CO2 -Bilanz. Ab 9.025 Euro netto ist
der schicke Stadtflitzer zu haben.
Nissan Micra 1.2
Motor / Hubraum in ccm:
Dreizyl.-Benziner/ 1.598
kW/PS bei U/min:
59 / 80 bei 6.000
Drehmoment bei U/min:
110 Nm bei 4.000
Getriebe:
5-Gang-Schaltung
Schadstoffklasse / CO2-Ausstoß:
Euro 5 / 115 g/km
0-100 in sek / V-max. in km/h:
13,7 / 170
EU-Verbrauch / Reichweite:
5,0 L / 820 km
515 / 265
Zuladung kg / Ladevolumen L:
Typklasse HP/VK/TK:
16 / 19 / 18
Firmenfahrzeuganteil gesamt*:
k. A.
Dieselanteil:
kein Diesel
Basispreis (netto):
9.025 Euro
Betriebskosten pro Monat / km**: 405,35 / 0,16 Euro
*o. Autovermieter u. o. Tageszulassungen **bei 30.000 km p.a., 36 Monate
Marktübersicht
103
103
Iveco ja, aber welche?
Marktübersicht flottenrelevanter
Fahrzeuge von Iveco
Der Name des italienischen Nutzfahrzeugherstellers Iveco entstand als Akronym für Industrial Vehicles Corporation. Von leichten, über
mittelschwere bis hin zu schweren Nutzfahrzeugen bietet das Turiner Unternehmen – in
Deutschland in Ulm ansässig – eine Vielfalt
an modernen, technisch gut ausgestatteten
Fahrzeugen, die motorenseitig neueste Antriebstechnologien für die Ansprüche der Flottenkunden bieten. Darüber hinaus produziert
Iveco auch Fahrzeuge für den besonderen Einsatz: Personentransport-, Spezialfahrzeuge für
Verteidigung sowie für Zivilschutz und Brandschutzbekämpfung.
Mit dieser breiten Fahrzeugpalette bietet Iveco
ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie
innovative, fortschrittliche Antriebstechnologien, die auch für einen modernen Fuhrpark
interessant sind. Ganz vorne stellt sich der
Kleintransporter Iveco Daily an, der ein Gesamtgewicht von 3,2 bis sieben Tonnen hat und
seit 2008 auch als Allradvariante erhältlich ist.
Flottenkunden wie die Deutsche Post setzen
den Iveco Daily heute nicht nur als gängiges
Eco Daily CNG
Transportermodell auf Liefertouren ein, sondern greifen auch auf die Varianten mit alternativem Antrieb Iveco Eco Daily oder den Iveco
Electric Daily zu; nicht zuletzt aus Umweltgründen und Sparmaßnahmen. Der Eco Daily Kastenwagen soll insbesondere für leichte
Transportaufgaben ideal sein. Er meistert seine
Aufgaben mit acht Leistungsvarianten (78 kW/
116 PS bis 130 kW/ 167 PS), sechs Gewichtsklassen (3,2 bis maximal sieben Tonnen) und
einer Zuladung von bis zu 4,7 Tonnen, was laut
Hersteller die höchste seiner Klasse ist. Durch
die Kombination aller Produktvarianten kann
der Kunde praktisch seinen maßgeschneiderten Eco Daily Kastenwagen entwerfen. Es genügt die Führerscheinklasse B, sofern die 3,5
Tonnen zulässiges Gesamtgewicht nicht überschritten werden. In der teilverglasten Version
finden bis zu sechs Personen zusätzlich zur Ladung genügend Platz. Die Variante optionales
Fahrgestell ist der Unterbau für Pritschen und
Kipper, für Kofferaufbauten oder Kühlaufbauten sowie jede Art von Spezialanwendungen
wie beispielsweise Abfallsammelfahrzeug,
Rettungsfahrzeug oder Reisemobil. Besonders
für Bauunternehmen von Nutzen: die Version
mit Doppelkabine für bis zu fünf Beifahrer.
Der Easy Daily Kastenwagen 29 L 10 V mit 71
kW/ 96 PS verzeichnet bei einem Netto-Listenpreis von 17.990 Euro mit monatlicher Full-Service-Leasing-Rate von 500,18 Euro bei 30.000
Kilometer/ Jahr Gesamtkosten von 781,83 Euro
im Monat und erreicht nach drei Jahren einen
Restwert von 10.347 Euro oder fast 58 Prozent.
Das gleichwertige Pritschenmodell kostet netto 15.690 Euro, liegt in der Full-Service-Leasing-Rate bei 478,40 Euro im Monat und erzielt
einen Restwert von 9.023 Euro.
Weitere nützliche Informationen entnehmen
Sie bitte der Tabelle auf den folgenden Seiten.
Eco Daily
Flottenrelevante Fakten
Marktanteil im deutschen Flottenmarkt* in Prozent: von 3,5 – 6,7 to. ca. 12 %
Anteil Flottengeschäft am Gesamtmarkt:
Key Account Anteil in Prozent: ca. 45 % (darin enthalten ist der Post-Auftrag)
Anzahl Partnerbetriebe (gesamt): 369
Bedingungen für Großkunden: Kunden, die international tätig sind, werden von einem zentralen Key
Account betreut. Iveco entscheidet darüber, ob der
Kunde vom Handel vom „regionalen Key Account“ (der
dem Handel angeschlossen ist) oder vom zentralen Key
Account betreut wird.
Aktuelle Businesspakete: Aufgrund der reichhaltigen
Optionsliste konfiguriert Iveco die Fahrzeuge immer
im Kundengespräch genau so, daß der Kunde seine
Ideallösung findet. Diese Vorgehensweise unterscheidet den Nutzfahrzeughersteller vom PKW-abgeleiteten
Vertrieb. Im LKW Bereich ist – auch wenn der Daily in
vielen Fällen einem PKW nahekommt – die Bedarfsanalyse ein zentrales Element, das die Großkundenbetreuung von Iveco auszeichnet.
* relev. Flottenmarkt ab 10 Transporter im Bestand
Flottenmanagement 2/2011
104
Marktübersicht
Flottenfahr
Modelle
(Full Service-Leasingrate,
Quelle LeasePlan,
Laufzeit 36 Monate ohne Anzahlung)
Kastenwagen Easy Daily
Modelle
(Full Service-Leasingrate, Quelle ALD,
Laufzeit 36 Monate ohne Anzahlung)
Radstand/
Stehhöhe in mm
Motorart
Leistung
kW/PS
Listenpreis
Euro
(netto)
Finanz
Leasingrate
20.000 km
Full
Service
20.000 km
Treibstoffkosten*
20.000 km
Gesamtkosten
20.000 km
Restwert
20.000 km
Finanz
Leasingrate
30.000 km
29 L 10 V
3.000/1.900
Diesel-4Z
71/96
17.990
325,17
454,82
187,77
642,59
10.549
366,55
29 L 12 V
3.000/1.900
Diesel-4Z
85/116
18.480
333,99
478,81
189,18
667,99
10.837
345,63
35 S 10 V
3.000/1.900
Diesel-4Z
71/96
18.800
341,39
488,81
187,77
676,58
11.071
353,28
35 S 12 V
3.000/1.900
Diesel-4Z
85/116
19.370
350,22
497,64
189,18
686,82
11.359
362,36
Finanz
Leasingrate
20.000 km
Full
Service
20.000 km
Treibstoffkosten*
20.000 km
Gesamtkosten
20.000 km
Restwert
kW/PS
Listenpreis
Euro
(netto)
20.000 km
Finanz
Leasingrate
30.000 km
428,81
187,77
616,58
9.200
293,52
Pritschenwagen Easy Daily
Modelle
(Full Service-Leasingrate, Quelle ALD,
Laufzeit 36 Monate ohne Anzahlung)
29 L 10
Radstand/
Stehhöhe in mm
Motorart
Leistung
3.450/–
Diesel-4Z
71/96
15.690
283,66
29 L 12
3.450/–
Diesel-4Z
85/116
16.180
292,49
437,64
189,18
626,82
9.488
302,61
29 L 10 D
3.450/–
Diesel-4Z
71/96
17.180
310,61
448,07
187,77
635,84
10.074
321,49
29 L 12 D
3.450/–
Diesel-4Z
85/116
17.670
319,44
457,9
189,18
647,08
10.362
330,57
35 S 10
3.450/–
Diesel-4Z
71/96
17.680
319,68
467,1
187,77
654,87
10.368
330,81
35 S 12
3.450/–
Diesel-4Z
85/116
18.170
305,49
452,91
189,18
642,09
10.655
316,87
35 S 10 D
3.450/–
Diesel-4Z
71/96
19.170
346,64
494,06
187,77
681,83
8.857
358,78
35 S 12 D
3.450/–
Diesel-4Z
85/116
19.660
355,47
502,89
189,18
692,07
9.083
367,86
Finanz
Leasingrate
20.000 km
Full
Service
20.000 km
Treibstoffkosten*
20.000 km
Gesamtkosten
20.000 km
Restwert
kW/PS
Listenpreis
Euro
(netto)
20.000 km
Finanz
Leasingrate
30.000 km
Kastenwagen Eco Daily
Modelle
(Full Service-Leasingrate, Quelle ALD,
Laufzeit 36 Monate ohne Anzahlung)
Radstand/
Stehhöhe in mm
Motorart
Leistung
35 S 13 V
3.300/1.900
Diesel-
93/126
30.790
455,37
602,79
200,93
803,72
14.225
474,85
35 S 14 V
3.300/1.900
Diesel-
100/136
31.540
466,44
613,86
188,00
801,86
14.571
486,42
35 S 14 V
3.950/1.900
Diesel-4Z
100/136
32.970
504,35
651,77
188,00
839,77
15.232
525,08
35 S 14 V EEV
3.950/1.900
Diesel-4Z
103/140
33.680
515,21
662,63
207,98
870,61
15.560
536,45
35 S 18 V
3.950/1.900
Diesel-4Z
130/176
34.310
524,89
672,31
211,03
883,34
15.851
546,65
35 S 17 V EEV
3.950/1.900
Diesel-4Z
125/170
35.020
535,75
683,17
207,98
891,15
16.179
557,76
35 S 14 V CNG
3.950/1.900
Otto/CNG
100/136
38.460
588,41
735,83
136,50**
872,33
17.769
612,69
Listenpreis
Euro
(netto)
Finanz
Leasingrate
20.000 km
Full
Service
20.000 km
Treibstoffkosten*
20.000 km
Gesamtkosten
20.000 km
Restwert
20.000 km
Finanz
Leasingrate
30.000 km
Pritschenwagen Eco Daily
Modelle
(Full Service-Leasingrate, Quelle ALD,
Laufzeit 36 Monate ohne Anzahlung)
Radstand/
Stehhöhe in mm
Motorart
Leistung
kW/PS
35 S 14
3.450/–
Diesel-4Z
100/136
29.120
445,3
592,72
188,00
780,72
13.453
463,77
35 S 14 EEV
3.450/–
Diesel-4Z
103/140
29.830
456,16
603,58
207,98
811,56
13.781
475,14
35 S 18
3.750/–
Diesel-4Z
130/176
30.930
473,18
620,6
211,03
831,63
14.290
492,66
35 S 14 D
3.750/–
Diesel-4Z
100/136
31.350
479,55
626,97
188,00
814,97
14.484
499,29
35 S 17 EEV
3.750/–
Diesel-4Z
125/170
31.640
484,04
631,46
207,98
839,44
14.618
504,03
35 S 14 D EEV
3.750/–
Diesel-4Z
103/140
32.060
490,41
637,83
207,98
845,81
14.812
510,66
35 S 18 D
3.750/–
Diesel-4Z
130/176
32.690
500,09
647,51
211,03
858,54
15.103
520,84
35 S 17 D EEV
3.750/–
Diesel-4Z
125/170
33.400
510,96
658,38
207,98
866,36
15.431
531,95
35 S 14 CNG
3.450/–
Otto/CNG
100/136
34.610
529,37
676,79
136,50**
813,29
15.990
551,38
35 C 14 D CNG
4.100/–
Otto/CNG
100/136
39.070
597,61
720,37
136,50**
856,87
18.050
622,4
Flottenmanagement 2/2011
Marktübsericht
zeuge Iveco
Full
Service
3 0.000 km
Treibstoffkosten*
30.000 km
Gesamtkosten
30.000 km
Restwert
30.000 km
Finanz
Leasingrate
50.000 km
*Zu diesen Preisen wurden die Kraftstoffkosten errechnet (Brutto-Preise):
Diesel = 1,41 €, CNG = 0,65 €. (Stand: Februar 2011)
** nur CNG-Werte
Full
Service
50.000 km
Treibstoffkosten*
50.000 km
Gesamtkosten
50.000 km
Restwert
Reichweite
CO2-Ausstoß
50.000 km
km
g / km
Höchstgeschw.
km/h
Durchschnittsverbrauch, L
Tankbehälter,
L
500,18
281,65
781,83
10.347
367,16
600,72
469,41
1070,13
9.941
876
212
144
7,99
70
530,01
283,76
813,77
10.628
376,99
636,39
472,94
1109,33
10.212
870
213
155
8,05
70
540,43
281,65
822,08
10.858
385,16
647,65
469,41
1117,06
10.433
876
212
144
7,99
70
549,51
283,76
833,27
11.140
395,25
657,74
472,94
1130,68
10.704
870
213
155
8,05
70
Full
Service
3 0.000 km
Treibstoffkosten*
30.000 km
Gesamtkosten
30.000 km
Restwert
Full
Service
50.000 km
Treibstoffkosten*
50.000 km
Gesamtkosten
50.000 km
Restwert
Reichweite
CO2-Ausstoß
30.000 km
Finanz
Leasingrate
50.000 km
50.000 km
km
g / km
Höchstgeschw.
km/h
Durchschnittsverbrauch, L
Tankbehälter,
L
478,40
281,65
760,05
9.023
320,09
580,31
469,41
1049,72
8.670
876
212
131
7,99
70
487,49
283,76
771,25
9.305
330,18
590,40
472,94
1063,34
8.941
870
213
140
8,05
70
495,26
281,65
776,91
9.880
350,58
596,53
469,41
1065,94
9.495
876
212
131
7,99
70
505,59
283,76
789,35
10.162
360,42
607,62
472,94
1080,56
9.764
870
213
140
8,05
70
517,96
281,65
799,61
10.168
360,66
623,15
469,41
1092,56
9.770
876
212
131
7,99
70
504,02
283,76
787,78
10.450
347,73
610,22
472,94
1083,16
10.041
870
213
140
8,05
70
545,93
281,65
827,58
8.699
391,16
653,65
469,41
1123,06
8.381
876
212
131
7,99
70
555,01
283,76
838,77
8.922
401,25
663,74
472,94
1136,68
8.595
870
213
140
8,05
70
Full
Service
3 0.000 km
Treibstoffkosten*
30.000 km
Gesamtkosten
30.000 km
Restwert
Full
Service
50.000 km
Treibstoffkosten*
50.000 km
Gesamtkosten
50.000 km
Restwert
Reichweite
CO2-Ausstoß
30.000 km
Finanz
Leasingrate
50.000 km
50.000 km
km
g / km
Höchstgeschw.
km/h
Durchschnittsverbrauch, L
Tankbehälter,
L
662,00
301,39
963,39
13.972
526,97
789,46
502,31
1291,77
13.461
819
225
152
8,55
70
673,57
282,00
955,57
14.313
539,80
802,29
470,00
1272,29
13.789
875
214
155
8,00
70
712,23
282,00
994,23
14.962
581,00
843,49
470,00
1313,49
14.414
875
214
160
8,00
70
723,60
311,96
1035,56
15.284
593,63
856,12
519,94
1376,06
14.725
791
232
160
8,85
70
733,80
316,55
1050,35
15.570
604,58
867,07
527,58
1394,65
15.000
780
237
160
8,98
70
744,91
311,96
1056,87
15.892
617,22
879,71
519,94
1399,65
15.311
791
232
160
8,85
70
799,84
204,75**
1004,59
17.453
677,96
940,45
341,25**
1281,70
16.815
251
222
155
12,60**
31,6**
Full
Service
3 0.000 km
Treibstoffkosten*
30.000 km
Gesamtkosten
30.000 km
Restwert
Finanz
Leasingrate
50.000 km
Full
Service
50.000 km
Treibstoffkosten*
50.000 km
Gesamtkosten
50.000 km
Restwert
Reichweite
CO2-Ausstoß
50.000 km
km
g / km
Höchstgeschw.
km/h
Durchschnittsverbrauch, L
Tankbehälter,
L
650,92
282,00
932,92
13.215
513,11
775,60
470,00
1245,60
12.731
875
214
148
8,00
70
662,29
311,96
974,25
13.537
525,73
788,22
519,94
1308,16
13.042
791
232
151
8,85
70
679,81
316,55
996,36
14.036
545,03
807,52
527,58
1335,10
13.523
780
237
159
8,98
70
686,44
282,00
968,44
14.277
552,41
814,90
470,00
1284,90
13.706
875
214
148
8,00
70
691,18
311,96
1003,14
14.358
557,66
820,15
519,94
1340,09
13.833
791
232
155
8,85
70
30.000 km
105
105
679,81
311,96
991,77
14.549
565,05
827,54
519,94
1347,48
14.017
791
232
151
8,85
70
707,99
316,55
1024,54
14.835
576,24
838,73
527,58
1366,31
14.292
780
237
159
8,98
70
719,10
311,96
1031,06
15.157
588,62
851,11
519,94
1371,05
14.602
791
232
155
8,85
70
738,53
204,75**
943,28
15.706
610,07
872,56
341,25**
1213,81
15.131
251
222
144
12,60**
31,6**
775,80
204,75**
980,55
17.730
688,68
908,26
341,25**
1249,51
17.081
282
222
144
12,60**
35,5**
Flottenmanagement 2/2011
106
Reifen
Der gute alte Ersatzreifen ist vermutlich in Zukunft
ein nostalgisches Stück, das immer häufiger ersetzt
wird – sei es mittels Reparaturkits, neuartiger Runflat-Technologien, Notlaufsystemen oder aber auch
Reifendruckkontrollsystemen. Immer mehr Stimmen
der Branche und Autofahrer sprechen sich gegen das
fünfte Rad im Wagen aus.
Ade
fünftes Rad?
Nun einmal ehrlich: Wann haben Sie zuletzt nach dem fünften Rad, dem
Ersatzrad - meist in einer Mulde im Kofferraum liegend –, gesehen und
den Luftdruck kontrolliert? Mittlerweile verzichten viele Autohersteller
aber auch Autofahrer auf den Pneu und rüsten sich alternativ mit Reparatursets und anderen Alternativen aus. Anfang des 20. Jahrhunderts
zerstörte das Ersatzrad häufig die Optik schöner Fahrzeuge, die Begeisterung der Ingenieure für dieses Zusatzrad hielt und hält sich bis heute in
Grenzen. Später wurde der Reifen – so ist es bis heute geblieben – einfach
in die Kofferraumwanne gesetzt. Dessen zusätzliches Gewicht ist de facto
ein Missstand für effektiven Kraftstoffverbrauch. Dabei ist das Ersatzrad vom Gesetzgeber nicht einmal vorgeschrieben. In der Regel ist das
Ersatzrad ein Sommerreifen, häufig handelt es sich dabei um ein - aus
Platz-, Gewichts- und Preisgründen – Spar- beziehungsweise Notrad, das
nur für die Fahrt zur nächsten Werkstatt bei maximal 80 km/h genutzt
werden sollte. Wer schon einmal eine Reifenpanne auf der Autobahn oder
Landstraße – womöglich auch noch in der Nacht – hatte, weiß nur zu
gut, wie mühselig und vor allem gefährlich ein Reifenwechsel bei fließendem Straßenverkehr werden kann. Eine Reifenpanne im Winter stellt
sicht als besonders problematisch dar, denn das Reserverad, sofern es
sich dabei um einen Sommerreifen handelt, hat auf einer mit schneebedeckten Fahrbahn eine verringerte Haftung. Aufgrund der neuen Gesetzesregelung zum Thema Winterreifen, sind Fahrzeuge mit diesem Notrad
eigentlich nicht mehr verkehrstauglich.
Ersatz für das Ersatzrad
Immer weniger Autos werden heute mit einem Ersatzrad ausgestattet.
Reifen mit Notlaufeigenschaften kommen zunehmend zum Einsatz. Im
Falle einer Reifenpanne kommen dann oft so genannte Runflat-Reifen
zum Zuge. Die Hersteller haben dafür unterschiedliche Modelle mit Kürzeln wie ROF (Run On Flat), RFT (Run Flat Tire), EMT (Extended Mobility Tire), RSC (Runflat System Component), SSR (Self-Supporting Runflat
Tire), ZP (Zero Pressure), DSST (Dunlop Self Supporting Technology), BSR
(Bridgestone Support Ring) oder PAX (Michelin Stützring) auf den Markt
gebracht. Die Funktion: Durch verstärkte Seitenwände oder einen StützFlottenmanagement 2/2011
ring, der auf der Felge sitzt, wird eine Notlaufeigenschaft erzielt, die bei
plötzlichem Druckverlust das Abplatten des Reifens verhindern kann. Da
Fahrer den Unterschied zwischen drucklosen und normalen Reifen nicht
oder kaum bemerken, ist hier in der Regel ein Reifendruckkontroll-System vorgeschrieben und notwendig.
Neben Vorteilen wie Gewichts- oder Platzersparnis fällt auch der gefährliche Reifenwechsel am dunklen Straßenrand gänzlich weg. Nachteile können an dieser Stelle kaum erwähnt werden. So fährt sich das Auto durch
die harten Seitenwände möglicherweise eine Spur härter als gewöhnlich.
Der Hersteller BMW stellte als erster auf die Runflat-Technologie um. Auch
Winterreifen sind längst als Runflat-Reifen erhältlich. Bei Mercedes-Benz
gibt es diese Technologie beispielsweise als Option.
Garantierte Luft
Bereits seit einigen Jahren haben Reifenhersteller ideale Lösungen in
punkto Runflat-Technologie geschaffen. So bietet Continental mit dem
ContiSupportRing CSR und dem Continental SSR zwei Pannenlaufsysteme
Reifen
Der Reifenwechsel am Fahrbahnrand ist nicht nur mühselig, sondern auch gefährlich (li.)
Vor dem Antritt einer längeren Reise sollte der Reifenluftdruck gemessen werden – dabei
sollte der Fahrer auch an das Ersatzrad denken (re.o.)
Ein komfortables Pannenset, das die Mobilität bei Reifenschäden schnell und sicher wieder herstellen soll, bietet Continental mit dem ContiComfortKit (re.u.)
für unterschiedliche Einsatzgebiete an. Das System SSR (Self-Supporting
Runflat Tire) verzeichnet in den Seitenwänden eine spezielle Gummiverstärkung, welche das Gewicht des PKWs bei Druckverlust aufnimmt – dieser wird wiederum mittels Reifendruckkontroll-System gemeldet. In der
Erstausrüstung setzt beispielsweise BMW auf SSR. Da sich die Pannenlaufsysteme von Continental für konventionelle Reifen eignen, entfallen
branchenweite Investitionen für Spezialräder- und Montagegeräte. Das
System CSR ist wiederum ein Metallring mit flexibler Lagerung, der direkt
auf der Felge montiert ist. Bei Luftdruckverlust stützt sich der Reifen auf
dem Ring ab – das Auto ist konstant manövrierfähig. Bis zu 200 Kilometer könne man damit maximal 80 km/h fahren. Das System kann auf alle
handelsüblichen PKW-Felgen in Kombination mit allen Reifen eingesetzt
werden.
Der Reifenhersteller Pirelli bietet das Produktionsverfahren MIRS™ als
modulares, integriertes robotergestütztes Produktionssystem. Die Pirelli
Produktpalette umfasst Sommer-, Ganzjahres- sowie Winterreifen in einer Run-Flat-Ausrüstung – auch für SUVs.
Goodyear bietet hier ebenfalls RunOnFlat-Modelle, wie das Modell Eagle
F1 Asymmetric mit verstärkter Seitenwand ab Werk, die Hersteller wie
Mercedes-Benz als Sicherheitsoption für die E-Klasse bereits vor zwei
Jahren gewählt hat. Die Markierungen MOE (Mercedes Original Extended)
sowie ROF für RunOnFlat sollen ein beherrschbares Fahrverhalten auch im
Pannenfall symbolisieren und garantieren.
Michelin bietet ein so genanntes PAX-System an. Dabei handelt es sich
um einen abwurfsichereren Hochleistungsreifen mit niedrigen, stabilen Flanken und asymmetrischem Aufbau. Letzteres ist wichtig, um den
107
107
Stützring auf der Felge befestigen zu können. Dank dieses Stützringes wird
das Fahrzeuggewicht bei Druckverlust getragen; er sorgt für ein sicheres
Fahrverhalten. Bereits seit Herbst 2001 ist der Renault Scénic als erstes Serienfahrzeug auf Wunsch mit diesem PAX System erhältlich. Weitere Zulassungen betreffen die Modelle der Mittelklasse Audi A4, Audi A6, die Oberklasse mit dem Audi A8, so genannte Guard- oder Sonderschutzfahrzeuge,
wie auch BMW Serie 7, Mercedes-Benz C-Klasse, Volkswagen Phaeton und
andere.
Mobilität trotz klassischem Plattfuß
In der Frühzeit der Mobilität gehörte ein ‚Plattfuss’ noch zum mobilen Alltag. Heutzutage ist eine Reifenpanne eher selten – dennoch kommt sie
meist unerwartet und plötzlich. Die modernste Lösung neben Pannensets
und dem vielleicht bald ausgedienten Ersatzrad sind scheinbar Run-FlatModelle.
Dies bestätigt auch das Werkstattunternehmen A. T. U, denn Tests haben
ergeben, dass Run-Flat-Reifen trotz Panne Strecken bis zu 150 Kilometer
zurücklegen können. Das entspricht in jedem Falle der Fahrt bis zur nächsten Werkstatt. Nachteile wie ein um 40 Prozent höheres Gewicht sowie ein
verringerter Fahrkomfort dürften im Pannenfall mit Runflat-Technologie
kaum auffallen. Doch Kosten und Montage seien auch höher als bei Standardreifen. Das klassische Reparatur-Set kann als Alternative auch manchmal wahre Wunder bewirken, sind diese Sets doch leicht und platzsparend.
Wie dem auch sei: Das Reserverad aus Kosten-, Platz- und Gewichtsgründen
zu rationalisieren hat manchmal – heutzutage in jedem Falle gegenwärtig –
ein ganz anderes Problem. Der Gedanke, man fahre ohne ‚das fünfte Rad am
Wagen’, löst bei vielen Fahrern unangebrachte Panik aus. Reine Kopf- oder
reine Luftsache? Es kann hier nie verkehrt sein, alternativ für eine Reifenpanne ausgerüstet zu sein. Ganz gleich, ob Reparatur-Set, Run-Flat-Reifen
oder klassisches Reserverad: Eine Ausrüstung für den Pannenfall sollte immer vorhanden sein und bei entsprechender Vorbereitung vor Reiseantritt –
sprich der klassischen wie auch wichtigen Luftdruckkontrolle – sollte auch
der letzte Fahrer beruhigt seine Reise antreten können.
Flottenmanagement 2/2011
Reifen
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
108
Wiederverkaufs-Tool
November 2010 startete die neue Plattform von point S zur
regionalen Wiedervermarktung, basierend auf dem point Seigenen Handelsportal point S 24 für angeschlossene Gesellschafter. Mittlerweile nutzen über 100 point S-Gesellschafter
die Plattform sowie rund 1.600 registrierte Kunden. Den
Schwerpunkt stellen freie Kfz-Werkstätten sowie Autohäuser
dar. Das Beratungstool, welches ein eigenes Preiskonzept ermöglicht, wird bei den Kunden geschätzt. Somit können diese das Tool für den eigenen Vertrieb zur Endkundenberatung
oder als Wiederverkäufer verwenden.
Applikationsneuheit
Ab sofort steht den Kunden vom Reifenfachhändlerverbund
Top Service Team eine neue Applikation, kurz App, gratis zum
Download im App-Store zur Verfügung. Der Verbund aus 18 Inhaber-geführten, herstellerunabhängigen Reifenfachhandelsunternehmen zeigt mit der Umsetzung einer mobilen Web-Site
ein gutes Gespür für ein geändertes Informations- und Kaufverhalten. Nutzer von Smartphones haben damit uneingeschränkt
die Möglichkeit, auf das Online-Angebot von Top Service Team
zuzugreifen. Mit dem App-Schwerpunkt Felgen können Interessierte sämtliche dort hinterlegte Felgen aus dem umfangreichen
Sortiment an einem Foto des eigenen Autos ausprobieren. Die
generierten Bilder können auf Facebook veröffentlicht und Favoriten direkt beim Händler abgefragt werden.
Nachfolger
Goodyear stellt zur Sommerreifen-Saison 2011 den Eagle F1 Asymmetric 2 mit revolutionärer ActivBraking-Technologie vor. Der Ultra-HighPerformance-Sommerreifen soll mittels ActiveBraking-Technologie
verbesserten Straßenkontakt beim Bremsen erzielen und sorgt so
für einen verkürzten
Bremsweg auf trockenem sowie nassem Straßenbelag. Aufbauend
auf dem Erfolg seines
Vorgängers setzt der
neue Goodyear Eagle F1
Asymmetric 2 mit der
ActiveBraking-Technologie, einer KarkassenStruktur mit gekreuzten Kordlagen sowie spezieller Silica-Laufflächenmischung im UHPSegment neue Standards in Sachen Handling und Bremsleistung. Die
FuelSaving-Technologie macht sich beim geringeren Benzinverbrauch
und bei der CO2-Reduktion bemerkbar. Er ist in den Dimensionen Serie
50, 45, 40, 35 und 30 erhältlich; ab 2012 wird dieses Angebot um 21
Größen erweitert.
Black-Hot-Chili
Auch der Reifenhersteller Continental bringt einen neuen Reifen für
sportliche PKW und SUV auf den Markt. Der neue ContiSportContact 5 soll neben verkürzten Bremswegen auf nasser und trockener
Fahrbahn auch einen um zehn Prozent verringerten Rollwiderstand
sowie eine um 13 Prozent erhöhte Laufleistung erzielen können.
Mittels einer neuartigen Mischung, die auf die maximale Kraftübertragung beim Bremsen ausgelegt ist, und einer „BlackChili“ genannten Gummimischung werden unterschiedliche Schwingungen
des Reifens genutzt. Ab sofort erhältlich ist das Modell in den Größen zwischen 17 und 18 Zoll für PKW und 18, 19 und 20 Zoll für SUV.
Flottenmanagement 2/2011
Premium-Neuzugang
Mit dem brandneuen Ventus Prime2 präsentiert
Hankook die nächste Generation seines PremiumKomfort-Reifens für Vielfahrer mit hohem Sicherheitsbewusstsein und maximalen Ansprüchen. Neueste Materialien in Verbindung mit einer ausgefeilten
Mischungstechnologie sorgen für optimale Kontrolle
auf nasser Strecke und eine maximierte Bremsleistung. Die Laufflächenkontur des Venus Prime2 folgt
dem Prinzip der Multi-Tread-Radius-Technologie.
Dabei gewährleisten sechs über die Laufflächenbreite verteilte unterschiedliche Radien eine stets
ausgewogene Bodendruckverteilung und somit maximalen Straßenkontakt der Lauffläche unter allen
Bedingungen. Auf nasser Fahrbahn greift der neue
Hochleistungsreifen durch seine Voll-Silica-Laufflächenmischung mit Nano-Partikeln und optimierten
Molekülketten-Enden. Damit ist laut Hersteller eine
hohe Bremsleistung, niedrigerer Rollwiderstand und
eine hohe Laufleistung gewährt.
Allerlei
Auf dem Genfer Salon 2011 präsentierte der Reifenhersteller Pirelli seine leistungsstarken und umweltfreundlichen
Reifen – vom Cinturato P7 bis zum Scorpion, von der Winterreifen- bis zur P-Zero-Reihe. Der Cinturato P7 ist der erste Öko-Reifen für Mittel- und Oberklassewagen, von Audi,
BMW und Mercedes-Benz freigegeben, der Scorpion Verde
soll als Öko-Reifen für SUV auch zur Standardausrüstung
des VW Touareg gehören. Absolute Neuheit aus dem Hause
Pirelli ist der Snowcontrol Serie 3. Mit neugestalteten Laufflächenprofilen, Strukturen und Mischungen erweitert der
Winterreifen die Leistungen seines Vorgängers Snowcontrol
Serie II nochmals. Er soll eine höhere Traktion bei schwierigen Bodenverhältnissen garantieren und er kommt dieses
Jahr im Herbst auf den Markt.
Strom-Box
Nfz-Arbeitskreis
Die Sortimo International GmbH bietet für Handwerker,
die in Rohbauten
tätig sind, bevor die
Stromverteilung im
Haus installiert ist,
die L-BOXX-StromVerteiler 230V und
400V. Die L-BOXXen
passen in das Globelyst Fahrzeugeinrichtungssystem von Sortimo.
Dabei besteht die L-BOXX-Familie aus vier unterschiedlich großen
Kunststoffkoffern, die übersichtlich mit individuell benötigten
Werkzeugen, Materialien oder Unterlagen bestückt werden können.
Neu ist nun die Funktion der L-BOXX als Verteiler von Baustrom. Bei
Bedarf ist ein passendes zehn Meter langes CEE-Kabel verfügbar. Die
in der Box eingebaute Verkabelung belegt lediglich ein Drittel des
Gesamtvolumens; somit ist der restliche, mit einer berührungsgeschützten Abtrennung versehene Stauraum für das individuell benötigte Werkzeug verfügbar.
Der Bundesverband Fuhrparkmanagement unterstützt
nun auch das Thema Nutzfahrzeuge. Für das Management von Nutzfahrzeugen sei ein spezielles Know how
erforderlich. Nach einem Beschluss des Vorstandes in
seiner letzten Sitzung erfolgt die Gründung des Arbeitskreises „Nutzfahrzeuge“, der vom Vorstandsmitglied
Torsten Sievert und den Verbandsmitgliedern Christian
Reiter und Thomas Diwersi begleitet wird.
Spar-Siebensitzer
Volkswagen Nutzfahrzeuge präsentierte in Genf seinen neuen Multivan
BlueMotion. Der Siebensitzer soll sparsamer als sein herkömmliches
Pendant der Serie und nur noch 6,4 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Der 2.0l-TDI-Motor im Multivan BlueMotion leistet 84 kW/ 114 PS
und verfügt über ein maximales Drehmoment von 250 Newtonmetern
bereits ab 1.500 U/
Min sowie ein StartStopp-System. Optisch hebt sich der
VW Multivan BlueMotion durch die für
dieses Modell exklusive Lackierung
in der Farbe Glacier
Blue Metallic von
der Modellpalette
ab. Serienmäßig ist
er mit 16-Zoll-Rädern sowie optional
mit Nebelscheinwerfern erhältlich. Zur
Serienausstattung gehören weiterhin die Reifenkontroll-Anzeige, die
Klimaanlage „Climatic“, die Multifunktionsanzeige „Plus“ sowie eine
Geschwindigkeitsregelanlage und Teppichboden im Fahrerhaus und
Fahrgastraum. Die Preise für den VW Multivan BlueMotion, der ab Mitte
April bestellbar ist, standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Master-Plan
Renault rundet mit zwei neuen Varianten die Palette Renault Master ab. Der vielseitige Transporter ist ab sofort als Kastenwagen mit
Basisradstand von 3,18 Metern und 5,05 Meter Länge sowie Frontantrieb verfügbar. Das Modell Renault Master Combi ist in drei Gewichtsklassen von 3,0 bis 3,5 Tonnen und mit drei, sechs oder neun
Sitzen lieferbar. Serienmäßig ist er mit zwei Sitzbänken im Fond
ausgestattet. Als Motorisierungen stehen drei Common-Rail-Turbodiesel dCi 100 FAP (74 kW/ 100 PS), dCi 125 FAP (92 kw/125 PS)
und dCi 150 FAP (107 kW/ 146 PS) mit automatisiertem QuickshiftGetriebe zur Wahl. Die Preise für den Master Combi beginnen bei
25.350 Euro netto.
Sicherheits-Komfort
Mit der neuen bott vario Generation hat der Spezialist für
Fahrzeugeinrichtungen zeitsparende Lösungen zum Thema
Ladungssicherung entwickelt. „Grundlage war hierbei die
Feststellung, dass trotz des Bewusstseins über die sachliche
und gesetzliche Notwendigkeit auf die ordnungsgemäße
Fixierung des Transportgutes aus Zeitnot häufig verzichtet wird“, so Bernhard Teuffel, Marketingleiter bei bott.
Die formschlüssige Aufnahme von Transportbehältern, wie
der varioBox, verhindert das Rutschen der Ladung. Neue
Halterungen für Servicekoffer ermöglichen deren Positionierung direkt
im Bereich der
Fahrzeugtüren.
Außerdem werden mehr Befestigungspunkte
für Spanngurte
zur Verfügung
gestellt.
Kraftpaket
Im Pickup-Segment bietet Toyota das Modell Hilux ab sofort
auch als Single Cab Variante mit Allradantrieb an. Bislang war
dieser Aufbau des Pickups ausschließlich mit Hinterradantrieb
verfügbar. Kunden, die ihr Gut in anspruchsvollem Gelände
transportieren möchten, profitieren von der neuen Alternative
mit einer Ladeflächenlänge von 2,3 Metern. Der 2,5-Liter-D-4D
Dieselmotor hat eine Leistung von 106 kW/ 144 PS und verfügt
über einen manuell wählbaren Zwei- und Vierradantrieb. Im
Zuge der Modellüberarbeitung hat Toyota die freigegebene Anhängerlast für die 4x4-Versionen des Hilux von 2.250 auf 2.500
Kilogramm angehoben. Es besteht die Möglichkeit, diese auf
2.800 Kilogramm zu erhöhen. Die serienmäßige Ausstattung
Life ist nun mit dem CD-Radio TAS 200, USB-Anschluss für die
iPod-Einbindung sowie optional Bluetooth-Freisprecheinrichtung erhältlich. Die Preise für den Toyota Hilux beginnen bei
17.300 Euro netto.
109
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
Transporter
Flottenmanagement 2/2011
Kommunikation
+++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++ Nachrichten +++
110
Klangerlebnis
Die Modelle Mégane 5-Türer, Mégane Grandtour, Mégane Coupé, Scénic und Grand Scénic, Koleos sowie Laguna Grandtour der Bose® Edition rüstet Renault mit der
Bose® Energy Efficient Series aus. Das neu entwickelte
Audiosystem benötigt 30 Prozent weniger Platz und 50
Prozent weniger Energie als herkömmliche Systeme.
Zum Lieferumfang zählen neun Hochleistungslautsprecher, darunter vier Neodym-Hochtöner und drei
Neodym-Tieftöner. Für den Megané Grandtour Bose®
Edition stehen die Motorisierungen TCe 130, dCi 110
FAP EDC eco2 und dCi 130 FAP eco2 bei einem Preisvorteil von 1.470 Euro zur Wahl. Beim Sondermodell
Mégane 5-Türer liegt dieser sogar gegenüber einem
vergleichbar ausgestatteten Mégane bei 1.570 Euro.
Zertifiziert
Die ostwestfälische Firma BURY bietet drei leistungsstarke elektronische Fahrtenbücher der Time-Serie – CL 1010 Time, CC 9060 Time und
UNI CarTalk Time – an, die jetzt auch TÜV-zertifiziert sind. Firmen, die
eine eigene Fahrzeugflotte besitzen, können diese Systeme zur Verwaltung einsetzen und profitieren von der mitgelieferten Software BURY
Time Suite. Jede gefahrene Route wird mit genauer Start- und Zieladresse angezeigt. Fehlende Daten wie Firmenname, Ansprechpartner
oder der Fahrzweck können schnell und bequem am PC hinzugefügt
werden. Eine Import-Funktion erlaubt beispielsweise sogar das Nutzen
der Kontaktdaten aus MS Outlook.
Connection
Die Audi Fahrzeugvernetzungs-Strategie steht nun unter dem Namen Audi
connect. Der Hersteller aus Ingolstadt zielt darauf ab, alle Anwendungen
und Entwicklungen mit den heutigen und künftigen Modellen mit dem
Internet, dem Besitzer und der Infrastruktur zu verbinden. Damit setzt
Audi auf revolutionäre Infotainment- und Entertainment-Funktionen. Die
Modelle A8, A7 Sportback, der neue A6 und demnächst auch der A1 sollen damit ausgestattet werden können. Auf Wunsch kann sich der Kunde
per UMTS-Modul mit der Online-Welt vernetzen. Anwendungen, wie die
uneingeschränkte Einbindung von Google Earth als Kartendarstellung im
Navigationssystem oder ein integrierter Informationsdienst, sind mit Audi
connect möglich. Dank des integrierten W-LAN-Hotspots könne man laut
Hersteller bis zu acht mobile Endgeräte mit dem Internet koppeln.
Multimedia
Web-to-go
Toyota hat ein neues Multimedia-System vorgestellt, das durch die Einbindung von Smartphones zahlreiche neue Funktionen und Dienste in das Automobil bringt. Mit Toyota Entune hat der Nutzer Zugriff auf komplett integrierte und aktualisierbare Unterhaltungs-, Navigations- und Informationsdienste. Der Fahrer kann durch Bluetooth-Verbindung, Sprachsteuerung
und die Steuerung via Bedienelemente des Fahrzeugs alle Services nutzen,
ohne das Mobiltelefon in die Hand nehmen zu müssen. Er muss dafür die
App Toyota Entune herunterladen und die Bluetooth-Verbindung zwischen
Handy und Fahrzeugsystem herstellen. Das System gibt es erstmalig für den
Prius ab diesem Frühjahr.
Die Daimler AG erweitert ihr mobiles Internet-Angebot.
Die Konzern-Website für mobile Endgeräte ist komplett
überarbeitet worden und mit zusätzlichen Inhalten ab
sofort mobil abrufbar. Mit dem anwender-freundlichen
„Look and Feel“ ist eine einfache Navigation auf Smartphones möglich. Sämtliche aktuelle Informationen zum
Konzern, zu den einzelnen Konzern-Marken und –Produkten sowie zu Technologie- und Innovationsthemen können schnell und bequem unter www.daimler.mobi unterwegs via Smartphone abgerufen werden.
Flottenmanagement 2/2011
Lausch-Rausch
Jabra präsentiert zwei Produktneuheiten, das Jabra Freeway als erste Freisprecheinrichtung mit drei Lautsprechern, Virtual Surround Sound, HD
Voice und Bewegungssensor sowie das neue Design-Headset Jabra Stone2
mit Sprachsteuerung, verbesserten Gelkissen in vier verschiedenen Ausführungen, speziellen, weichen Materialien und einer Oberfläche in Lederoptik. Neben den jüngst präsentierten Produktneuheiten senkt der Hersteller
noch bis zum 30. Juni die Preise für die schnurlosen Headsets der Jabra
GN9300e-Serie um bis zu 20 Prozent. Das Jabra GN9330e kostet dann 229
Euro netto. Den Preis für das Spitzenmodell Jabra GN9350e senkt der Hersteller dauerhaft von 369 auf 349 Euro netto.
Kommunikation
111
Flottenmanagement: Vor über 20 Jahren begann Securysat mit der Installation, dem Vertrieb und der Entwicklung von Systemen zur
Sicherheit und zum Schutz im Straßenverkehr.
Bitte erläutern Sie doch einmal, was Securysat
dem deutschen Flottenmarkt seit 2010 anbietet. Welche Mission wollen Sie an dieser Stelle
erfüllen?
Spiess: Securysat produziert und entwickelt
seine Produkte seit Firmengründung komplett selbstständig und ist dabei ein etabliertes Unternehmen im Bereich Fahrzeugsicherheitssysteme. Wir haben aufgrund unserer
langen Erfahrungen den Vorteil, dass bei uns
alle Produkte sowie Innovationen unter einem
Dach entstehen und optimal aufeinander abgestimmte Komponenten daraus resultieren.
Beim Thema Telematik sprechen wir über Investitionsgüter, und dabei erwartet der Kunde
ein Return of Investment, das heißt, wir müssen dem Kunden entsprechend seinen Bedürf-
Interview mit Dietmar T. Spiess, Geschäftsführer von Securysat Deutschland
Erfahrung zahlt sich aus!
nissen darstellen, ab wann sich welches System
für ihn rechnet. Unsere Mission setzt sich aus
den Komponenten Prozessoptimierung, Reduktion von Risiken, verbesserter Sicherheit und
Fahrkostensenkung zusammen. Anhand unserer langjährigen Praxiserfahrungen können
wir dies auch nachweisen. In Deutschland haben wir seit Sommer 2010 bereits viele Kunden
gewonnen und das zeigt, dass unsere Lösungen
zur Prozessoptimierung zu vielen Unternehmen passt.
Flottenmanagement: Warum haben Sie sich
persönlich nach Konzerntätigkeiten und vierjähriger Beratertätigkeit dazu entschieden, die
deutsche Niederlassung von Securysat zu leiten? Mit welchen Argumenten wollen Sie den
deutschen Flottenkunden überzeugen?
Spiess: Das Unternehmen Securysat und ich
passen aufgrund unserer identischen Sichtweise im Hinblick auf die Telematik-Technologie
und die dahinter steckende Professionalität im
Umgang mit dem Kunden gut zusammen. Denn
nur durch erstklassigen Kunden-Service, aber
auch durch innovative, zuverlässige Produktlösungen kann ein Telematikanbieter Kunden
erfolgreich überzeugen. Während meiner Beratertätigkeit fiel mir auf, dass viele Kunden oft
nur mit 50 Prozent-Lösungen in ihrer Flotte arbeiten. Die nahezu 100-Prozent-Lösungen von
Securysat passen daher gut in den deutschen
Markt. Schnelle Reaktionszeiten, professionelles Know how und das Gesamtpaket sind die
Mittel, mit denen wir überzeugen. Dafür bieten
wir ein qualifiziertes Netzwerk – aktuell zirka
25 qualifizierte Fachhändler in Deutschland –,
mit dem wir erfolgreich zusammen arbeiten.
Flottenmanagement: Mit Ihrem Angebot ‚Pay
As You Drive’ offerieren Sie Ihren Kunden Lösungen, die in allen Verkehrsbereichen mit den
neuesten technischen Errungenschaften einsetzbar sein sollen. Wie darf sich ein Flottenbetreiber diesen Service explizit vorstellen?
Spiess: ‚Pay As You Drive’ ist derzeit ein Thema,
das in Deutschland leider noch nicht so ganz
greift. Die Idee wurde ursprünglich von Versicherungsunternehmen ins Leben gerufen. Dabei geht es um Versicherungsprämien, die sich
je nach Fahrverhalten rechnen können. In den
Benelux-Staaten haben wir das System bereits
erfolgreich in der Anwendung. Damit straffen
wir Prozesse im Fuhrpark. Das beginnt an dieser Stelle bei der Kostenoptimierung, die auf
den Fuhrpark zugeschnitten ist.
Flottenmanagement: Ihr Spezialistenteam
konzipiert und entwickelt intern Lösungen
mit neuesten Technologien wie beispielsweise
digitale Kartografien, Plattformen und Internetserver, GSM/GPRS-Kommunikation. Worin
besteht im Flottenmarkt starker Nachfragebedarf?
Spiess: Ich denke, dass das Thema Optimierung
der Flottensteuerung, die einen effizienteren
und kostengünstigerer Einsatz der Flotte bewirkt, stark nachgefragt sein wird. Themen
wie Diebstahlschutz mit Wegfahrsperren und
Überwachung spielen selbstverständlich eine
ähnliche Rolle; ebenso das Thema Emergency
Call. Nachbarländer nutzen unsere Lösungen
sehr erfolgreich, sie haben bereits heute große
Vorteile damit erzielen können.
Flottenmanagement: Wie sieht Ihr Angebots- und Lösungsprofil für 2011 aus? Welche
Schwerpunkte unterstreichen Ihren Service,
mit welchen aktuellen Komponenten sind Sie
konkurrenzfähig?
Spiess: 2011 möchten wir natürlich einen gewissen Marktanteil erhaschen. Wenn europaweit
nicht einmal zehn Prozent der Flotten mit Telematik ausgestattet sind, dann ist hier der Spielraum nach oben hin noch recht groß. Mit unserer Plattform und unseren Hardware-Lösungen
sind wir durchaus konkurrenzfähig, können auf
komplexe Wünsche gezielt eingehen und dem
Kunden Lösungen offerieren, die seinem Fuhrparksystem ideal entsprechen. Da unsere Lösungen intuitiv bedienbar und einstellbar sind,
dies aber zu keinem Verlust der Vielschichtigkeit
führt, unterscheidet uns genau das von unseren
Wettbewerbern. Viele Auswertungsmechanismen
sollen das tägliche Disponieren, Kontrollieren
und Nachbearbeiten unterstützen. Dazu gehört
auch ein gesetzlich anerkanntes, elektronisches
Fahrtenbuch. Wir bieten reine Blackbox-Lösungen, die in ihrer Zusammensetzung sehr offen
sind. Selbst Fahreridentifikations-Systeme, die
den idealen Fahrzeugschutz kompakt beinhalten, gehören zu unserem Angebot. Im Gegenzug
zu den Mitbewerbern bieten wir ein Komplettpaket, das alle Services für den Flottenkunden
beinhaltet und dennoch in einem fairen PreisLeistungs-Verhältnis steht. Optional bieten wir
Bewegungssensoren für Diebstahlschutz und
Überwachung. Es gibt keine versteckten Kosten,
denn bei uns ist schon im Standard alles für die
optimale Flottensteuerung enthalten. Zudem
können die Systeme rückstandslos wieder ausgebaut werden.
Flottenmanagement 2/2011
Kolumne
Der Streifen an der Seite
Erfolgreiche Maßnahme: Die temporäre Seitenstreifenfreigabe steigert die Kapazität auf hessischen
Autobahnen um bis zu 25%
Er hat das Zeug zu einem richtigen Medienstar: Kaum ein Verkehrspolitiker in
Deutschland hat sich nicht seiner Dienste als Geheimwaffe zur Staubekämpfung
(und natürlich der eigenen Profilierung!) bedienen wollen, ja man kann mit ihm
sogar Preise gewinnen (siehe Hessen) und trotzdem weiß kaum ein Autofahrer so
ganz genau, wie er mit ihm umgehen soll: die Rede ist vom Seitenstreifen.
Wunderdinge werden von ihm berichtet, es
wird gar von erheblich weniger Staus und deutlich gestiegener Verkehrssicherheit bei seiner
Freigabe gesprochen. Wie das „Ei des Kolumbus“ wird die Entdeckung dieses zusätzlichen
„Verkehrsraumes“ gehandelt. Wohlgemerkt,
man erinnere sich: Kolumbus hatte ja immerhin Amerika entdeckt und behauptet, es sei ein
Leichtes gewesen, was jeder andere auch hätte
vollführen können. Daraufhin verlangte er bekanntlich dieses Ei und von den Anwesenden
zu versuchen, es auf die Spitze zu stellen. Keiner schaffte es, nur am Ende er selbst, indem
er die Spitze auf dem Tisch eindrückte, so dass
es stand (man sollte bei einem Versuch der Wiederholung dieser Großtat darauf achten, dass
es sich um ein gekochtes Ei handelt …).
So wurde denn Anfang Februar 2011 das neue
Anti-Stau-Programm von Minister Ramsauer
mit dem Titel „Projektplan Straßenverkehrstelematik 2015“ medienwirksam vorgestellt.
Neben dem Dauerbrenner „Streckenbeeinflussung“ fanden sich „Netzbeeinflussung“, „ZuFlottenmanagement 2/2011
flussregelung“,
„Verkehrsrechnerzentralen“,
aber eben auch die „temporäre Seitenstreifenfreigabe“ als einer von fünf bahnbrechenden
Schwerpunkten.
Das Jahr 2015 scheint eine magische Anziehungskraft auf Verkehrsprojekte zu haben,
denn schon seit einiger Zeit propagiert Hessen das Programm „Staufreies Hessen 2015“.
Auf eine Nachfrage von mir in Hessen, wie das
denn mit dem „staufrei“ gemeint sei (so etwas
wird es nie geben, außer man verbietet den Verkehr komplett!), entgegnete man, dies sei als
„Provokation“ gemeint. Bis heute ist mir leider
nicht klar, wer denn da eigentlich provoziert
werden soll(te).
Tatsächlich gibt es in Deutschland momentan
wohl 210 (Strecken-)Kilometer mit temporärer
Seitenstreifennutzung, davon 80 Kilometer
in Hessen. Der Plan des Ministers sieht eine
Ausweitung auf bundesweit 350 Kilometer vor.
Hessen plant langfristig selbst sogar 300 Kilometer. Auf einfache Art gewinnt man so eine
ganze Spur hinzu, ohne sie tatsächlich bauen
zu müssen.
Dieser Griff in die Trickkiste scheint tatsächlich so nahe liegend zu sein, dass man sich
wundert, wieso man erst jetzt darauf kommt.
Und hat man erstmal einen Schluck von dieser
Wunderdroge genommen, möchte man natürlich mehr. Warum also nicht einfach alle Seitenstreifen temporär nutzen?
Doch an dieser Stelle muss man erstmal ein wenig zurückrudern und die Umstände genauer
betrachten. Alleine schon der Begriff „Seitenstreifen“ erfreut sich auffälliger Vielschichtigkeit. Da ist dann häufig von „Standspur“
oder „Notspur“ die Rede. In Österreich und der
Schweiz wird offiziell vom „Pannenstreifen“
gesprochen. (In Österreich darf man dort nur
anhalten bei einem Notfall oder einem „technischen Gebrechen“ (!)). Im Übrigen gibt es genügend weitere Streifen auf und an den Straßen:
natürlich die Fahrstreifen (früher „Fahrspur“),
Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen,
Randstreifen, Trennstreifen, Kriechstreifen,
Mehrzweckstreifen, Sonderfahrstreifen,… Die
„Standspur“ ist als spezieller Seitenstreifen
auf Autobahnen anzusehen, nur um die Verwirrung komplett zu machen. Seitenstreifen
können aber jenseits der Autobahnen auch als
Parkstreifen, Schutzstreifen, Bankette und so
weiter daherkommen.
Quelle: Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung
112
Kolumne
Einige vielleicht weniger bekannte, aber interessante Anmerkungen sind zum Seitenstreifen,
sorry, zur Standspur, zu machen. Zuallererst
gehört die Arme zwar zur Autobahn, nicht aber
jedoch zur Fahrbahn, abgetrennt durch eine
durchgehende, dicke weiße Linie. Das hat weit
reichende Konsequenzen. Sie darf daher normalerweise nicht befahren werden, auch nicht
von langsamen Fahrzeugen, auch nicht als Verlängerung des Beschleunigungs- oder Verzögerungsstreifens.
Was auf jeden Fall nicht geht, ist auf der Standspur anzuhalten und mal kurz auszutreten.
Kein Verständnis zeigt die Autobahnpolizei
auch, wenn man mit leerem Tank angetroffen
wird, auf der Überholspur sowieso nicht, aber
eben auch nicht auf der Standspur. Sie darf
eben nur in Not- oder Unglücksfällen oder auf
polizeiliche Weisung hin benutzt werden. Wie
das mal mit Elektroautos wird, die sich auf die
Autobahn verirrt haben und denen im Stau der
Akku in die Knie gegangen ist, bleibt einmal
abzuwarten (siehe Kolumne in Flottenmanagement 6/2009). Vielleicht werden dann noch
weitere „Elektrofahrstreifen“ hinzugefügt …
Allerdings: fährt man verbotswidrig auf der
Standspur, so verstößt man zwar gegen die
Fahrbahnbenutzungspflicht, das Rechtsüberholverbot ist aber aufgehoben, da sich dies nur
für Fahrzeuge auf „derselben Fahrbahn“ (nicht
Fahrspur!) bezieht. Dies trifft hier dann aber
wohl nicht zu.
Verworren ist auch die Lage bei Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen. Sie gehören nach gängiger Meinung nicht zur Hauptfahrbahn der Autobahn, sondern gelten als
selbständige Fahrbahnen, abgetrennt von der
Hauptfahrbahn durch eine dicke unterbrochene weiße Leitlinie. Während man hier beim
Auffahren durchaus rechts überholen darf (ja
sogar häufig soll), ist die Lage beim Abbremsen
relativ unklar. Laut Straßenverkehrsordnung
ist dort das Rechtsüberholen eigentlich verboten. Es gibt aber anders lautende Gerichtsurteile. Karikiert wird das Ganze schließlich durch
die Kombination von Beschleunigungs- und
Verzögerungsstreifen, wie sie flächendeckend
in Mode gekommen ist. Das Ende des Einen und
der Anfang des Anderen ist dann nicht klar ersichtlich. Am Ende läuft es wie so häufig auf
eine Verständigung der Fahrer untereinander
hinaus. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie
Fahrer dies auch ohne Verständigung versuchen (sogar Fahrschulen!).
Das Ausfahren ist sowieso eine schwierige Aufgabe. Die Standspur darf nicht vorher benutzt
werden, aber auch das langsam Fahren oder sogar Anhalten auf der linken oder mittleren Spur
zwecks Einfädelung vor Ausfahrten ist verboten (weiterfahren bis zur nächsten Ausfahrt!).
Ein weiteres Beispiel für die Entfremdung von
Straßenverkehrsordnung und Realität. Denn
dieses ist zu einer Art Sport (gerade morgens
im Berufsverkehr) geworden: ein langer Stau
vor einer Ausfahrt auf der rechten Spur und
die Frage: wer hält am längsten durch und findet doch noch eine Lücke, wer hat die besten
Professor Michael Schreckenberg, geboren 1956 in Düsseldorf, studierte Theoretische Physik an der Universität zu Köln, an
der er 1985 in Statistischer Physik promovierte. 1994 wechselte er zur Universität
Duisburg-Essen, wo er 1997 die erste deutsche Professur für Physik von Transport und
Verkehr erhielt. Seit mehr als 15 Jahren
arbeitet er an der Modellierung, Simulation und Optimierung von Transportsystemen
in großen Netzwerken, besonders im Straßenverkehr, und dem Einfluss von menschlichem Verhalten darauf.
Seine aktuellen Aktivitäten umfassen Online-Verkehrsprognosen für das Autobahnnetzwerk von Nordrhein-Westfalen, die Reaktion von Autofahrern auf Verkehrsinformationen und die Analyse von Menschenmengen bei Evakuierungen.
Nerven (?) und wechselt am rücksichtslosesten. Wenn da jetzt noch Mega-LKW von 25,25
Meter Länge hinzukommen würden, wären die
Spurwechsel bestimmt noch von einer anderen
Qualität.
Man muss an dieser Stelle auch fair sein. Die
(Autobahn-) Berufspendler sind beim Einfädeln äußerst geübt und daher effizient. Sie
kennen die Strecken genau und wissen im Normalfall, was sie erwartet. Problematischer ist
es bei „Ortsunerfahrenen“, die sich genau auf
diese Ausfahrt festgelegt haben (oder hat das
Navi das Kommando übernommen?). Das Ergebnis ist davon unabhängig. Wir messen in NRW
ständig Staus auf drei Spuren, obwohl nur eine
die Abbiegespur ist. Das wäre nicht nötig.
Das Gesamtthema kann man aber noch weiter
fassen. Das „normale“ Befahren des Seitenstreifens ist ja nur eine Möglichkeit. Eine Steigerung dazu ist das Rückwärtsfahren oder sogar Wenden. Hier gibt es eine besondere Staffelung der Bußgelder, gerade nochmals angehoben durch den Gesetzgeber. Erstaunlicherweise
kommt man bei den Ein- und Ausfahrten am
günstigsten weg mit „nur“ 75 EUR (allerdings
4 Punkte), der Seitenstreifen schlägt mit 130
EUR (4 Punkte) zu Buche. Bei Rückwärtsfahren oder Wenden auf der durchgehenden Fahrbahn ist man mit 200 EUR, 4 Punkten und einem Monat öffentlicher Verkehr oder Fahrrad
dabei. Das Parken auf Autobahnen hat nur 70
EUR und 2 Punkte zur Folge, den Seitenstreifen zum schon erwähnten rechts Überholen zu
missbrauchen 75 EUR (2 Punkte).
Natürlich hat die Standspur auf Autobahnen im
Wesentlichen die Aufgabe der Steigerung der
Sicherheit. Insbesondere die Nutzung durch
Rettungsfahrzeuge ist ein Ziel, neben der Möglichkeit, defekte Fahrzeuge dort sicher abstellen zu können.
Autobahnen mit Seitenstreifen sind daher
deutlich sicherer. Ohne Standspur soll das Sicherheitsrisiko um bis zu 30% steigen. Dort
sind zumindest Nothaltebuchten in gewissen
Abständen vorgesehen (und hoffentlich vorhanden). Insbesondere in Baustellenbereichen
ohne Seitenstreifen ist dies von Bedeutung.
Eine temporäre Seitenstreifenfreigabe muss
aber gut vorbereitet sein. Alles muss mit Videokameras überwacht sein, um bei der Freigabe sicher zu sein, dass dort nicht Fahrzeuge
stehen. Und auch während der Freigabe muss
ständig überwacht werden. Zur Freigabe gibt
es mittlerweile eigene Verkehrszeichen (223.1223.3), die dies regeln.
Allerdings muss man sich im Klaren darüber
sein, dass die Standstreifen für einen Dauerbetrieb eigentlich nicht ausgelegt sind, weder
von der Belastbarkeit (insbesondere mit LKW)
noch von der Auslegung, also der Breite. Eine
Freischaltung darf deshalb auch nur bei überdurchschnittlicher Belastung, entsprechender
Videoüberwachung und ein Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erfolgen. Die Meldungen über die Erfolge wurden schon erwähnt.
Allerdings ergeben sich gewisse Widersprüchlichkeiten über die Auswirkungen, da eine
Autobahn mit Seitenstreifen deutlich sicherer
sein soll. Vielleicht liegt es nur an den speziellen Bedingungen der Freigabe, also der hohen
Belastung (schneller als 120 km/h kann man
dann sowieso nicht fahren).
Es gibt ja auch noch abschließend angesprochen, das Rechtsfahrgebot. Vielen Verkehrsteilnehmern gar nicht mehr so präsent, insbesondere bei dreistreifigen Autobahnen, wo man
sich in der Mitte am Besten aufgehoben fühlt.
Links kann überholt werden und rechts können
schließlich die LKW fahren. Die Verletzung des
Rechtsfahrgebotes ist im Übrigen eine recht
teure Angelegenheit: 80 EUR und mindestens 1
Punkt. In unseren schönen neuen einspurigen
Kreisverkehren mit abgeböschter, also überfahrbarer Mitte (eigentlich für zu lange LKW),
ist das Überfahren der Mitte für PKW verboten:
das Rechtsfahrgebot wird dabei verletzt.
Zuallerletzt fällt mir da noch ein Witz zu dem
Thema aus meiner Studentenzeit ein. Im Radio
kommt die Durchsage: „Auf dem Seitenstreifen
kommt Ihnen ein LKW entgegen. Bitte überholen sie nicht und fahren Sie äußerst rechts“. Wie
das mit dem „äußerst rechts“ gemeint ist, lässt
der Witz (?) offen. Haben wir doch gesehen,
dass der Seitenstreifen normalerweise tabu ist.
Ich hoffe nicht, dass Ihnen so etwas mal passiert und wünsche zu Ostern gute Fahrt!
Flottenmanagement 2/2011
113
114
Gastkommentar
G A S T K O M M E N T A R
„Heute schon getwittert?“
Sie sind einfach in aller Munde: Social Communities, Blogs oder Wikis. Und dabei geht es nicht
nur darum, private Informationen über die großen
und kleinen Dinge des Alltags auszutauschen,
sondern diese Foren sinnvoll und effektiv für
Geschäftskontakte einzusetzen. Plattformen wie
Facebook, Twitter oder Xing haben dem globalen
Zusammenleben durch Just-in-time Kommunikation eine ganz neue Dimension gegeben.
Das Erfolgsrezept von Twitter & Co.
Vernetzung – so einfach und banal es auch klingen mag. Ob für Marketing- oder PR-Zwecke, zur
Kundenbindung oder Personalsuche – die Zahl der
Unternehmen, die sich präsentieren, innerhalb der
verschiedenen Themen in Foren zu den eigenen
Produkten mitdiskutieren oder ihr Personal rekrutieren, wächst täglich. Wir sehen, dass sich das
Thema der Vernetzung auch auf andere Bereiche
übertragen lässt.
Fuhrparks, Leasinggesellschaften und Autohändler – auch zu vernetzen?
Das Jahr 2010 war geprägt von großen Umwälzungen: die Nachwirkungen der Abwrackprämie,
zahlreiche Fusionen und Insolvenzen im Autohandel sowie die langsame Erholung des gesamten
Leasingmarktes. Und auf der Agenda der Fuhrpark-Verantwortlichen finden sich Schlagworte
wie E-Mobility, Green Fleet oder Downsizing. Die
jeweiligen Marktteilnehmer brauchen jetzt eigene,
innovative Konzepte um die Herausforderungen
auch konsequent und nachhaltig umsetzen zu
können. Geschäftsprozesse schlank zu gestalten
ist nicht nur innerhalb eines Unternehmens
(Enterprise Application Integration (EAI)) zunehmend wichtig, um wettbewerbsfähig zu bleiben,
sondern inzwischen auch ein unternehmensübergreifend kritischer Erfolgsfaktor.
Fuhrpark 2.0 mit Cloud Services
Das Thema des Supply-Chain- Management hat die
Unternehmen vor ein paar Jahren dazu gebracht,
neue Software-gestützte Systeme einzuführen.
So ist die Zeit jetzt reif, sich auch im FuhrparkManagement mit Dienstleistern, Herstellern und
Händlern mittels neuer, moderner Technologien
zu vernetzen. Der Trend geht eindeutig zum
Cloud Computing. Der große Vorteil von Lösungen, mit denen man in der Wolke arbeitet besteht
darin, dass Unternehmen keine umfangreichen
Hardware-Investitionen tätigen müssen und
neue Geschäftsmodelle zeitnah umsetzbar sind.
So verkürzt sich das Time-to-Market wesentlich.
Tempomat bereits in der Angebotsphase
Je schneller zum Beispiel ein Angebot zum Kunden
kommt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit,
dass der Kunde dieses Angebot auch annimmt.
Bei der Beschaffung von Fahrzeugen sind meistens
mehrere Beteiligte im Spiel. So sind die Geschäfte
Flottenmanagement 2/2011
IMPRESSUM
Herausgeber, Verlag und Redaktion:
Flottenmanagement-Verlag GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 14, 53859 Niederkassel
Telefon: 0228 / 45 95 47-0, Fax: 02 28 / 45 95 47-9
eMail: post@flotte.de
Internet: www.flotte.de
Verlagsleitung: Bernd Franke, Dipl. Kfm.
Chefredakteur: Ralph Wuttke (V.i.S.d.P)
eMail: rw@flotte.de
Redaktionsbeirat: Stephan Faut, Claus-Peter Gotta,
Detlef Irmscher, Burkhardt Langen, Dieter Prohaska,
Christian Scholz, Sven Schulze, Hans-Joachim Schwandt,
Peter Stamm, Bernd Wickel
hier zwischen Fuhrpark, Leasinggesellschaft und
Autohandel unternehmensübergreifend abzuwickeln. Digitale Prozessketten aber, die Extended
Enterprise Integration (EEI) oder auch elektronische B2B-Marktplätze implementieren, sind
in diesem Zusammenspiel noch nicht etabliert.
Gerade aber die Komplexität der Beschaffungsprozesse für das Produkt Automobil ermöglicht
hier größte Einsparpotenziale und einen Zugewinn
an Tempo. Zudem kann durch die Vermeidung
von Doppeleingaben und die Automatisierung
von unternehmensübergreifenden Prozessen die
Effizienz massiv gesteigert werden.
Ausblick – Vernetzte Welten –
Es wird zunehmend zu einem Wettbewerbsvorteil,
wie gut das digitale Miteinander zwischen Fuhrpark, Leasing- oder Finanzierungsgesellschaft und
Autohandel letztlich funktioniert. Hier besteht
echter Nachholbedarf, die Supply-Chain zu automatisieren. Besonders vorteilhaft sind vernetzte
Lösungen, wenn es um verteilte Standorte geht
– national oder auch über die Grenzen hinaus.
Dabei stehen die Faktoren Nutzerfreundlichkeit
und Time-to-Service auf der obersten Stufe der
Anforderungen. An dieser Stelle sind die Hersteller
von Software-Systemen gefragt, ihre Systeme zu
öffnen und über Standards nachzudenken, die die
digitale Kommunikation für die genannten Bereiche optimieren können. Was für den Herstellungsprozess von Fahrzeugen schon Gang und Gebe ist,
funktioniert im Sales Cycle der Fahrzeuge noch
nicht. Die Auslagerung von Unternehmensabläufen in die Cloud eröffnet hier die Chance über
Web-Services, die Geschäftsprozesse der drei Player
näher zusammenzubringen. Schließlich werden
alle Beteiligten durch schlankere und schnellere
Prozesse profitieren.
P.S.: Getwittert habe ich heute dennoch nicht.
Matthias von Tippelskirch,
Geschäftsführer Carano Software Solutions GmbH
Redaktion:
Erich Kahnt (Ressort Fuhrparkmanagement),
Julia Rose, Patrizia Kaluza, Patrick Broich,
Christian Löffler
DienstReise: Judith Kadach
eMail: post@flotte.de
Layout:
Lisa Görner, eMail: lg@flotte.de
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Natalia Ermakova, Lutz Fischer,
Prof. Michael Schreckenberg
Fotos: Erich Kahnt, Patrick Broich, Judith Kadach,
Patrizia Kaluza; Sabine Vielmo / Greenpeace Energy eG;
Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung; Airberlin;
Avis Autovermietung; billiger-mietwagen.de; MARITIM
Hotelgesellschaft; Best Western Hotels Deutschland
GmbH; International SOS Emergency Services
(Deutschland) GmbH; Europcar Germany; DH Fotostudio
Köln; Lufthansa; Ben Chams, Kabby, scusi/Fotolia.com
Anzeigen:
Bernd Franke (Leitung),
Telefon: 02 28 / 45 95 47-1
eMail: bf@flotte.de
Sekretariat und Leserservice:
Nathalie Anhäuser
eMail: na@flotte.de
Druckauflage
29.000 Exemplare
(1. Quartal 2011)
Erscheinungsweise:
Flottenmanagement erscheint 6 x jährlich
Bezugspreise 2011: Einzelheft 4,- Euro
Inland jährlich 20,- Euro (inkl. MwSt.)
Auslandspreise auf Anfrage.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine
Haftung übernommen. Sie werden nur zurückversandt, wenn Porto
beigefügt ist. Beiträge, die mit Namen gekennzeichnet sind, stellen
nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Alle Rechte, soweit
nicht anders gekennzeichnet, liegen beim Verlag. Eine Verwertung
ist nur im Rahmen der gesetzlich zugelassenen Fälle möglich, eine
weitere Verwertung ohne Einwilligung ist strafbar. Alle Rechte
vorbehalten. © by Flottenmanagement-Verlag GmbH, Niederkassel
Gerichtsstand ist Bonn.
Ausgezeichnet: Ventus S1 evo
Erster Platz in der Gesamtwertung unter zehn internationalen
Reifenmarken. Bestleistung in den Kategorien Performance/
Handling, Bremseigenschaften unter nassen und trockenen
Bedingungen, Komfort und Fahrsicherheit.
Wert.
Qualität.
Service.
Besonders in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sollte man sich seine Geschäftspartner gut
aussuchen. Wir bei Hankook erfüllen Ihren Anspruch nach Top-Qualität und hoher Leistungsfähigkeit.
Denn das ist unser Antrieb und unsere Leidenschaft. Ergänzt durch unseren proaktiven Service wird es die
Formel für Ihren Erfolg. Hankook. Bessere Reifen, besserer Service.
Hankook Reifen Deutschland GmbH: Siemensstrasse 5a, 63263 Neu-Isenburg, Germany T. +49-(0)6102-599-82-00 F. +49-(0)6102-599-82-49
Ein Audi. Als Standard.
Die Audi Flottenfahrzeuge.
Eine Limousine muss sich an den Ansprüchen Ihrer Kunden messen lassen – und an Ihren eigenen. Dazu zählen höchster
Komfort, ein exklusiver Auftritt und zuverlässige Sicherheit. Wirtschaftliche Effizienz inklusive. Gehen Sie deshalb keine
Kompromisse ein: Mit der Audi A61) oder der Audi A82) Limousine entscheiden Sie sich für ein großzügiges Raumangebot
und effiziente Motorentechnologie, für ausdrucksstarkes Design, hervorragende Fahrstabilität und -dynamik. Gute
Gründe, weshalb der Audi A6 und der Audi A8 Deutschlands beliebteste Chefautos in den Kategorien obere Mittelklasse
und Luxusklasse sind.3) Überzeugen Sie sich persönlich – bei Ihrem Audi Partner.
1)
Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 8,2–4,9; CO2-Emission in g/km: kombiniert 190–129.
Kraftstoffverbrauch in l/100 km: kombiniert 9,5–6,6; CO2-Emission in g/km: kombiniert 219–174.
3)
Führungskräfte-Umfrage des Wirtschaftsmagazins Impulse.
2)