Download und Informationssysteme in der Medizin

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Kapitel 3. Konzept zur Generierung fallbasierter Trainingssysteme
Die Aktionen werden in einem zeitlichen Wechselspiel notwendig, so müssen nach der Anforderung neuer Informationen (2) diese in der Fallpräsentation (1) erscheinen, wobei sie zur Bestätigung der Verdachtsdiagnosen (4)
dienen und manche Merkmale erst aus einem Bild erkannt werden müssen
(3). Alle möglichen Aktionen des Studenten sollten kritisierbar sein, wobei
diese Kritik durch Erklärungen plausibel gemacht werden kann.
Zum besseren Verständnis des D3T RAINERS wird im Folgenden eine typische Fallbearbeitung durch einen Studenten in einer medizinischen Anwendung beschrieben.
3.2 Typischer Ablauf einer Fallbearbeitung
Beim Start eines Falles in einem Trainingssystem, das mit dem D3T RAINER
generiert wurde, muß zuerst der zu bearbeitende Fall ausgewählt werden.
Dies kann entweder nach Namen oder per Zufall erfolgen, sowie durch
eine Auswahl nach bestimmten Kriterien, die ungefähr der allgemeinen
Fallsuche in der Dialogumgebung des Expertensystems D3 entspricht.
Nach der Auswahl eines Falles werden dem Studenten die Grunddaten
des Falles, bei dem Beispielfall die allgemeinen Patientendaten (Alter, Geschlecht usw. ) in einer dynamischen Hierarchie präsentiert. Dieses Fenster
(Abb. 3.9 ) bleibt für die ganze Fallbearbeitung der zentrale Mittelpunkt,
in dem alle neuen Informationen eingetragen werden und aus dem heraus
alle anderen Aktionen aufgerufen werden. Durch das selektive Auf– und
Zuklappen von Frageklassen und Folgefragen kann der Student alle für
ihn relevanten Symptome gleichzeitig sehen. Ein durchschnittlicher medizinischer Fall in der Rheumatologie besitzt schließlich etwa 80 Symptome,
die unmöglich alle gleichzeitig angezeigt werden können. Für einen besseren Überblick über die Vielzahl an Symptomen sind diese in abnorm und
normal eingeteilt und in der Fallpräsentation farbig unterschieden.
Gleichzeitig zum Präsentationsfenster erscheint ein Fenster, in dem einige informelle Daten des Falles beschrieben werden (siehe Abb. 3.10), aus
denen auch Folgebilder oder –texte aufgerufen werden können. Diese informelle Beschreibung dient dazu, den Fall realistischer zu gestalten und
den Patienten zusätzlich zu beschreiben.
Der Student kann sich nun die bisherigen Falldaten ansehen und sich
weitere Informationen zu allen Symptomen aufrufen. Grundsätzlich ist es
möglich, Erklärungen anzuzeigen, Symptome, wenn möglich, bildlich darzustellen, und begleitendes Lehrmaterial anzubieten (siehe Abb. 3.11). Der
Student kann sich so ein besseres Bild von dem momentanen Stand des
Patienten machen.
In der Standardumgebung kann der Student immer zwischen zwei mög-