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1 Einführung
STM konnte dank VMware Infrastructure die Kosten um 30 % senken. Virtualisierung ist die
Zukunft für eine optimierte IT-Infrastruktur.
(Mike Stefanakis - Concepteur Principale / System-Administrator, Societe de transport de
Montreal [vm0 06])
Moderne Rechenzentren stehen heutzutage einer Vielzahl von Aufgaben und Problemen gegenüber, die in den
letzten Jahren vermehrt zugenommen haben. Durch fallende Kosten für die Anschaffung von Servern entstehen schnell wachsende Rechnerstrukturen. Dies hat aber auch zur Folge, dass der Aufwand an Betreuung und
Überwachung der Server rapide steigt, je größer und in der Konsequenz komplexer ein Rechenzentrum wird.
So entstehen Kosten, die um ein Vielfaches höher sind, da wesentlich mehr sogenannte Manpower” benötigt
”
wird, um die Infrastruktur zu pflegen und zu betreuen. Zusätzlich benötigen Server Strom, entsprechende Verkabelung, Klimatisierung und Platz. Aus diesen Gründen sind in den letzten Jahren virtuelle Maschinen immer
populärer geworden. In diesem Zusammenhang ist vor allem das Schlagwort Virtualisierung” stark verbrei”
tet worden, das aber viele Bereiche umfasst. Meist bezieht sich der Begriff auf die Hostvirtualisierung, die
es mit einer Software erlaubt, auf einer einzigen Hardware mehrere Rechner nachzubilden, um darin jeweils
unabhängige Betriebssysteme laufen zu lassen. Die Vorteile dieser Technik liegen auf der Hand: Es müssen
nicht neue Rechner gekauft, aufgebaut und eingerichtet werden, sondern es kann auf eine virtuelle Maschine
zurückgegriffen werden. Der Einsatz kann in den unterschiedlichsten IT Abteilungen von Nutzen sein und
ermöglicht beispielsweise das Erstellen von Testumgebungen mit unterschiedlichen Betriebssystemen, eine
bessere Ressourcenverteilung anhand der vorliegenden Bedürfnisse sowie Kosteneinsparung durch eine geringere Serveranzahl. Ist ein Einsatz der virtuellen Maschine nicht mehr von Nöten, kann diese gelöscht werden
und die Ressourcen stehen wieder zur Verfügung. Die daraus resultierenden Vorteile, wie Zeit- und Geldersparnis, spielen bei der Umsetzung eine wichtige, wenn nicht die wichtigste Rolle. Mit der Virtualisierung hält aber
auch eine neue Technologie in das Rechenzentrum Einzug, die eigene Anforderungen mit sich bringt. Gerade
bei der Virtualisierung von vorhandenen Maschinen müssen mehrere Punkte beachtet werden, da ansonsten
die Vorteile schnell verschwinden können. Deshalb ist ein strukturiertes und geplantes Vorgehen anhand eines
Konzeptes notwendig, um die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten voll ausnutzen zu können.
Daher wird im ersten Schritt dieser Arbeit eine heutzutage gebräuchliche IT Infrastruktur vorgestellt und gezeigt, mit welchen Aufgaben und Problemen ein Administrator dabei zu kämpfen hat. Ein Teil dieser Aufgaben
kann mit Hilfe von Virtualisierung gelöst werden. Im Kapitel 3 werden die Grundlagen der Virtualisierung geklärt. Es geht dabei sowohl um die theoretischen Konzepte, die hinter der Virtualisierung stehen, als auch die
Produkte, die diese einsetzen. So müssen mehrere Punkte beachtet und besprochen werden, die durch diese
neue Technik entstehen. Das hier ermittelte Wissen dient als Basis für die Anforderungsanalyse in Kapitel
4. Dabei entsteht ein Katalog von priorisierten Anforderungen, die an die Virtualisierung und auch an das
Konzept gestellt werden. Den theoretischen Rahmen für das Konzept in Kapitel 5 bietet die IT Infrastructure
Library, kurz ITIL. Hier werden Abläufe und Vorgehensweisen in strukturierten Prozessen abgebildet, die sich
auch auf eine Virtualisierung anwenden lassen. Mit dem vorgestellten Konzept lassen sich dann bestimmte
Infrastrukturen virtualisieren, wenn sie die Vorbedingungen erfüllen. Beispielhaft für die Umsetzung des Konzeptes in Kapitel 6 wird die Virtualisierung bestimmter Bereiche bei der Firma Astrium GmbH gezeigt. Hier
sind die Vorbedingungen erfüllt und ermöglichen dadurch eine Durchführung. Sodann erfolgt eine Bewertung
und Analyse in Kapitel 7 für diesen speziellen Fall. Der zuvor erstelle Anforderungskatalog muss sich an
der praktischen Umsetzung messen, in wieweit die neue Infrastruktur diesen erfüllt. Zusätzlich wird das Leistungsverhalten der virtuellen Maschinen betrachtet. So erfolgen mehrere Benchmarktests in unterschiedlichen
Konstellationen, wobei vor allem der Vergleich zwischen einem physikalischem Server und einer virtuellen
Maschine interessant ist. Diese Werte fließen in eine abschließende Bewertung ein. Mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick auf weitere interessante Fragestellungen endet die Arbeit.
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