Download Dokument 1 - Dokumentenserverhosting der SUB

Transcript
4.2. Basen
Als Basen werden Stoffe bezeichnet, die bei einer Reaktion Protonen aufnehmen. Während
der Reaktion wird die Base zu ihrer konjungierten Säure2.
Auch hier gilt, dass die Basenstärke mit der Tenzenz Protonen aufzunehmen zunimmt. Wie
stark die Base ist, lässt sich an Hand der Bestimmung des pH-Werts ermitteln. Eine Base
färbt das Lakmuspapier dunkelblau/lila. (pH-Wert zwischen 8-14)
Auf molekularer Ebene ist eine Base ein Stoff, der Hydroxidionen (OH-) bildet. Hier steht im
Gegensatz zur Säure immer ein Metallatom vorne, gefolgt von einem oder mehreren
Hydroxidionen3.
Ein Beispiel hierfür ist die Reaktion von Calciumhydroxid (Ca(OH)2)mit Wasser:
Ca(OH)2  Ca2+ + 2 OH-
(Gärtner et al, 2004)
Laugen sind in Bezug auf die Schädlichkeit im Organismus schlimmer als Säuren. Basen
greifen im Gegensatz zu Säuren viele natürlich vorkommende Stoffe extrem an. Haut, Haare
oder Nägel werden viel schneller und nachhaltiger geschädigt als bei Säuren. Deswegen ist
der Einsatz von Laugen als Rohrreinigungsmittel auch so beliebt: Metalle bleiben verschont,
natürliche Stoffe werden angegriffen und schnell zersetzt.
4.3. Säure-Basen-Reaktionen3
Eine Reaktion gleichstarker Säuren und Basen führt bei gleicher Konzentration zur
Neutralisation. Die Möglichkeit der Säuren-Basen-Reaktion ist somit nur unter
Laborbedingungen gegeben und keine Lösung für die Dekontamination an Einsatzstellen.
3
Definition nach Brönstedt
20