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15 Wichtig bei der Vermittlung von Informationen im Allgemeinen und bei der Unterstützung eines diskursiven Prozesses im Speziellen ist die Vertrauenswürdigkeit der Informationsquellen. In diesem Zusammenhang ist es mit Blick auf das EUS wichtig, Informationen aus verschiedenen, unabhängigen Quellen zur Verfügung zu stellen oder, wie vom IPCC praktiziert, Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenzufassen, dabei aber Herkunft und Unterschiedlichkeit transparent zu machen. So wichtig es ist, zwecks Erringung von Aufmerksamkeit und zur Erhöhung der Bereitschaft, sich mit dem Thema Klimaanpassung auseinanderzusetzen, die Risiken besonders herauszustellen, so wichtig ist es auch, diesen Effekt nicht überzustrapazieren. Stattdessen sollten im weiteren Verlauf des Prozesses ggf. auch die Chancen hervorgehoben werden, da sie die Bereitschaft erhöhen, sich auch längerfristig mit dem Thema zu beschäftigen. Grundsätzlich sollte, um die Nutzung des EUS möglichst effizient zu gestalten, das Informationsangebot auch an die Perspektive und den Wissensstand der Adressaten angepasst sein. Es sollte bei der Gestaltung des EUS daher darüber nachgedacht werden, zwischen verschiedenen Vorgehensweisen auswählen oder Schritte überspringen zu können. 2.2 Identifizierung von Risiken und Chancen des Klimawandels Ausgangspunkt für das Auftreten eines Risikos oder einer Chance ist nach Stock (2005, Kap. 3), dass ein Individuum oder eine Organisation veränderten physischen Rahmenbedingungen ausgesetzt sind (=Exposition), die sich negativ (im Falle des Risikos) oder positiv (im Falle der Chance) auf das Wohlergehen oder die Leistungsfähigkeit der Betroffenen auswirken (=Sensitivität). Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC 2007a) verwendet eine sehr ähnliche Definition, wobei speziell auf den Klimawandel als Ursache abgehoben wird. Andererseits werden nicht nur Menschen und Organisationen, sondern alle Arten von Systemen (auch natürliche) als potenziell betroffen eingeschlossen. Die Exposition könnte sich bspw. in einer Erhöhung der Umgebungstemperatur ausdrücken, der Menschen oder die Natur ausgesetzt sind, während die Sensitivität dann dem daraus resultierenden Anstieg der Häufigkeit von Kreislaufproblemen bzw. dem verstärkten Auftreten von Hitzestress entspräche. Im Gegensatz zur Sensitivität zielt das Konzept der Vulnerabilität auf Fälle negativer Sensitivität ab. Der Definition des IPCC (2007a) zufolge bezeichnet Vulnerabilität das Ausmaß, in dem ein System anfällig für die negativen Wirkungen des Klimawandels ist und Schwierigkeiten hat, mit diesen Wirkungen zurechtzukommen. Die Vulnerabilität ist dabei eine Funktion von Art, Umfang und Geschwindigkeit des Klimawandels und der Veränderungen, denen ein System ausgesetzt ist, sowie dessen Anpassungsfähigkeit