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w e r k s tat t Starker Anstieg der globalen Energienachfrage I sich 2011 bereits zum 60. Mal jährt. Bei diem Jahr 2010 avancierte China zum weltgrößsem Bericht handelt es sich um die am längsten Energieverbraucher und überholte daten bestehende, objektive und konsistente mit die USA in einem Jahr, in dem die globale Zusammenstellung globaler Konjunkturerholung den Energiekon Energiedaten, die von Unsum auf bisher beispiellose Spitzenternehmen, Akademikern werte trieb. Und dies zu Steigerungsund Regierungen zur Entraten wie zuletzt direkt nach dem Ölscheidungsfindung und popreisschock von 1973. litischen Weichenstellung 2010 kam es damit nicht nur zu eigenutzt wird. nem starken Nachfrageschub nach „2010 kamen sowohl strukjeglicher Art von Energie, sondern turelle als auch konjunktuauch zum schnellsten Anstieg der relle Faktoren zum Tragen“, weltweiten Kohlendioxidemissionen sagte jüngst Bob Dudley, CEO seit 1969, gemessen am Verbrauch fosvon BP, bei der Präsentation siler Energiequellen. Der Konsumanim Juni in Wien. „Der konstieg betraf alle Weltregionen gleiBob Dudley, CEO von BP Foto: BP junkturelle Einfluss zeigte chermaßen: Nicht nur die entwickelsich in der schnellen Erhoten OECD-Nationen, sondern auch die lung der Industrieproduktion angesichts des Schwellenländer verzeichneten überdurchglobalen Aufschwungs nach der Rezession. schnittlich hohe Wachstumsraten. Auf struktureller Ebene spiegelt der steigende Diese Zahlen und Fakten stammen aus Verbrauch das kontinuierliche, rapide Wirtdem kürzlich veröffentlichten Statistical Reschaftswachstum der Schwellenländer wider. view of World Energy, dessen Erscheinen Vor einigen Wochen besuchte ich China, und dabei wurde mir klar, wie konsequent sich dieses Land mit diesen energiepolitischen Aspekten auseinandersetzt. Dabei geht es nicht nur um Wachstum. Der soziale Zusammenhalt soll gestützt und das Wachstum nachhaltiger werden. Grundsätzlich sorgt man sich vor allem um Energiesicherheit und Klimawandel – also genauso wie bei uns. In diesem Sinne können wir Marktmechanismen, politische Mittel, technischen Fortschritt und nicht zuletzt den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien nutzen, um diesen Herausforderungen zu begegnen“, erklärte Dudley. „Im laufenden Jahr haben die globalen Energiemärkte bereits ihre Belastbarkeit bewiesen. Trotz bedeutender Ausfälle im weltweiten Energiesystem durch die Ereignisse in Japan und Libyen konnte die Nachfrage bedient werden. Die Märkte funktionieren – und sie funktionieren besonders gut, wenn sie offen und transparent sind.“ ◆ Turbolader-Schäden D er Turbolader ist ein verhältnismäßig einfaches, aber sehr präzise konzipiertes und gefertigtes Bauteil. Grund dafür sind die Betriebsbedingungen, die nicht zu den einfachsten gehören. Bei den hohen Drehzahlen des Turbinensystems (über 200.000 U/min) angefangen, über die häufig wechselnden dynamischen Belastungen, bis hin zu den hohen Temperaturen der komprimierten Abgase (die in Verbrennungsmotoren über 1.000° C erreichen). Bei richtiger Nutzung sind die entsprechenden Betriebsbedingungen gewährleistet, um den Fahrzeughalter vor größeren Problemen zu verschonen. Frühzeitige Defekte können sich nur durch äußere Einwirkungen ergeben. Die Experten von Turbo-tec geben einen Überblick über die häufigsten Schäden an Turboladern und ihre Ursachen. Schäden an den Verdichterschaufeln. Diese entstehen infolge des Auftreffens von über das Ansaugsystem des Motors eingedrungenen Verunreinigungen auf die mit hohen Drehzahlen rotierenden Schaufeln. Abhängig von der Größe und Härte dieser Verunreinigungen können unterschiedliche Arten von Beschädigungen an den Verdichterschaufeln auftreten (Materialverluste, verbogene Schaufel). Bei derartig hohen Turbinendrehzahlen stellen sogar kleine Verunreinigungen, wie zum Beispiel Sandkörner, eine ernste Gefahr für den Turbolader dar. Infolge einer beschädigten Verdichterschaufel wird das Rotorsystem unwuchtig, was wie- 38 l w w w. f i r me n f l o t t e .a t Charakteristisch für Schäden an den Turbinen schaufeln sind mechanische Schäden an jenen Stellen, an denen die Turbinenschaufeln mit dem aus dem Auspuffkrümmer austretenden Abgas in Kontakt kommen Foto: Turbo-tec derum zu einem Anstieg des Spiels der Turbine und zu schweren Schäden am ganzen Bauteil führt. Um dieses Risiko einzuschränken, sollte vor allem der Luftfilter regelmäßig gewechselt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass Verunreinigungen aus dem Filter und dessen Gehäuse nicht in das Ansaugsystem des Motors gelangen. Auch die Dichtheit und Sauberkeit des Ansaugsystems ist zu kontrollieren. Schäden an den Turbinenschaufeln. Sie werden meistens von im Abgas befindlichen Elementen des Motors verursacht. Das können Fragmente von Ventilen, Zündkerzen, Kolben oder Kolbenringen, aber auch Partikel von Kohlenstoffablagerungen aus den Brennkammern oder Rost aus dem Auslasskrümmer sein. Die charakteristischen Merk- male sind mechanische Schäden an jenen Stellen der Turbinenschaufeln, an denen sie mit dem aus dem Auspuffkrümmer austretenden Abgas in Kontakt kommen. Die Turbinenschaufeln können auch durch Einwirkung zu hoher Abgastemperaturen oder zu hohen Abgasdruckes Schaden nehmen. Störungen bei der Festlegung der Kraftstoffdosierung oder dessen Ausfall, ein sich bis zum Ausstoßtakt verlängernder Gemischverbrennungsprozess, defekte oder falsch eingestellte Ventile sind die Ursachen. In Verbindung mit der hohen Drehzahl des Rotors führt dies zur Deformation oder Abbrechen von Fragmenten an einer oder mehreren Schaufeln. Die erwähnten Schäden führen (ähnlich wie im Fall des Verdichters) zur Unwucht des Rotationssystems, was im Endeffekt zu schweren Defekten am Turbolader führt. Schäden an der Turboladerwelle. Sie sind die Folge nachlassender Schmiereigenschaften des Öls, niedrigen Öldrucks oder Ölmangels im Schmiersystem oder fehlender Ölförderung zu den Lagern des Turboladers. Die Verwendung von minderwertigem Motoröl und Ölfilter, zu seltener Ölwechsel, Verunreinigungen durch Treibstoff oder Kühlflüssigkeit sind die Ursachen für verringerte Schmiereigenschaften des Öls. Diese beeinträchtigen die Belastbarkeit des Ölfilms, also die effektive Trennung der zusammenarbeitenden Elemente. Dies führt zu erhöhtem Abrieb der Welle in den Lagern und infolAUTO Service 4 2011