Download - Simon Anatol Weber
Transcript
Vertrauen auch nicht von jener Akzeptanz isoliert und als eigenständiges Vertrauen stabilisiert werden; und darum kann es auch nicht als frühere Vertrauenserfahrung mit in den neuen Personenkreis hinübergenommen werden, nicht in den neuen Personenkreis hinübergetragen und integriert werden, so dass das Vertrauen zu den vorherigen Personen neben dem Vertrauen zu den neuen Personen fortbestehen würde; denn auch die Kontakte im neuen Personenkreis sind ja wiederum nur durch die Akzeptanz hergestellt worden. Die ehemals akzeptierten Kontakte darum werden wieder genauso fremd, wie es waren, bevor sie einst akzeptiert wurden. In ihrem Innern empfindet die betreffende Frau sehr wohl stets noch das Verlangen nach dem Vertrauen in den vorherigen Kontakt, was man zuerkennend allein schon daran beobachten kann, dass bei der Begegnung mit ehemaligen Kollegen im Grüßen stets ein Rest von Sehnsucht nach der positiven Erfahrung von Vertrauen bleibt, ein Rest der Erinnerung an den individuellen Erfolg des im vorherigen Kreis erfahrenen Vertrauens : jenes Frauen mit einem weiteren so gerne bedienten Klischee nachgesagte reservierte Lächeln ist nichts anderes als der emotionale Rest des Bedürfnis nach Angenommensein, das in jenen Blicken überlebt und zugleich durch den Zwang zur Abwehr des ehemaligen Kontaktes aus ihnen verdrängt werden muss: das Lächeln selbst wäre der emotionale Rest, die vermeintliche Reserviertheit der Blicke entspräche dem Zwang zur Abwehr. Jener emotionale Rest wäre danach der Rest an Akzeptanz der aufgegebenen Akzeptanz. Das Lächeln