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Gefahren aus dem Internet
2 – Malware
April 2010
bis zur Verbreitung von Malware reichen. Gemäss Statistiken von Organisationen, die den
Mailverkehr beobachten, macht Spam ca. 90% des gesamten E-Mail Verkehrs aus.
Der Name Spam ist übrigens keine Abkürzung, sondern stammt aus einem Sketch der
englischen Komikertruppe Monty Python aus dem Jahre 1970 und bezeichnet eine Art
Dosenfleisch.
Auswirkungen
Wie bereits oben erwähnt, kann Malware auf unserem Computer dazu führen, dass wir in
unserer Arbeit am Computer behindert werden, dass Dateien verändert oder gelöscht
werden oder dass unsere Internetverbindung plötzlich sehr langsam wird. Ebenfalls
erwähnt wurde, dass private Informationen von unserem Computer gesammelt und an
einen Angreifer übermittelt werden können. Während diese Gefahren direkt die
Benutzerin des Computers betreffen, können andere weiter reichende Auswirkungen
haben. Sobald es einem Angreifer gelingt, ein bösartiges Programm auf unserem
Computer zu platzieren, das eine Hintertür zum Internet öffnet, hat der Angreifer eine
gewisse, wenn nicht gar die volle Kontrolle über unseren Computer. Eine mögliche Folge
davon ist, dass er unseren Computer in ein von ihm kontrolliertes Botnet einbindet. Es
können aber auch schwerwiegendere Folgen auftreten, beispielsweise, wenn ein Angreifer
unseren Computer als Webserver für illegale Inhalte missbraucht.
Botnets
Wenn Ihr Computer einem Angreifer eine Hintertür öffnet, so kann er diese dazu nutzen,
um einen so genannten Bot (Kurzversion für Software Robot) auf Ihrem Computer zu
installieren. Dabei handelt es sich um kleine Programme, die eigenständig und
automatisch im Hintergrund laufen und über die der Angreifer Ihren Computer nach
belieben steuern kann. Ihr Computer wird so zu einem Zombie Computer. Das Ziel des
Angreifers ist dabei in der Regel, so viele Computer wie möglich unter seine Kontrolle zu
bringen. Der Angreifer, Bot Master, kann nun sein Botnet gezielt einsetzen. Er kann
beispielsweise allen Bots befehlen, Spam E-Mails zu verschicken oder gleichzeitig alle
Bots auf denselben Webserver zugreifen zu lassen und diesen so blockieren (Denial of
Service Angriff).
Botnets können einige Tausend bis mehrere Millionen Computer umfassen.
Beispielsweise wurde Anfang 2010 in Spanien eine Hackergruppe verhaftet, die ein
Botnet von 13 Millionen Computern primär für Angriffe auf grosse Unternehmen benutzt
haben.
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