Download Das hintere Augensegment - Elektronische Dissertationen der LMU

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Grund wird davon ausgegangen, dass die diagnostizierten Deformationen des Augenfächers
in keinem der Fälle Auswirkungen auf die Funktion dieses Organs hatten.
Degeneration des Pecten oculi
In der Literatur fehlen Beschreibungen bezüglich der Gestalt von degenerierten
Augenfächern im sonographischen Bild bisher vollständig. Die Veränderungen der
betroffenen Augenfächer in der vorliegenden Arbeit waren sowohl in den Einzelschnittbildern
als auch im dreidimensionalen Volumen gut nachvollziehbar.
In der Farbdoppler - Untersuchung war der Blutfluss im Gegensatz zu den Angaben bei
STROBEL et al. (2012) noch erhalten, jedoch konnte lediglich eine sehr geringgradige
Durchblutung festgestellt werden.
Hämorrhagien des Augenfächers
Die sonographische Darstellung von Hämorrhagien des Augenfächers entsprach den
Beschreibungen in der Literatur für die konventionelle Sonographie (GUMPENBERGER &
KOLM 2006; STROBEL 2010).
Auch in diesem Fall war die dreidimensionale Ultraschalluntersuchung hilfreich beim
Ausschluss möglicher Anheftungsstellen der Blutungen zum Augenhintergrund und trug zu
einem besseren Verständnis für das Ausmaß der Veränderungen bei.
Verlaufskontrollen waren insbesondere in Fällen bedeutend, bei denen ophthalmoskopisch
aufgrund der Blutung nicht abgeklärt werden konnte, ob eine Netzhautablösung vorlag oder
nicht. Dank der vielen zweidimensionalen Einzelschnittbilder, welche durchgesehen wurden,
konnte die Lokalisation der Veränderungen sehr schnell erneut aufgesucht werden. Damit
waren Verlaufskontrollen im Vergleich zur konventionellen Sonographie einfacher möglich.
Diese Beobachtung deckt sich mit den Aussagen von DOWNEY et al. (2000), welche der
Meinung sind, dass mittels der konventionellen Sonographie dieselbe Schnittebene im
Vergleich zur vorangegangenen Untersuchung nie mehr exakt reproduziert werden kann.
Dank der Farbdoppler - Untersuchung konnte gezeigt werden, dass die Durchblutung in
keinem der vorliegenden Fälle verändert war. Lediglich bei einem Mäusebussard konnte
beobachtet werden, dass sich die Farbsignale vom Augenfächer ausgehend in die Blutung
hinein fortsetzten. STROBEL et al. (2012) berichten in ihren Untersuchungen ebenfalls von
diesem Phänomen. Auch in der vorliegenden Arbeit wird das Auftreten von Farbsignalen,
welche scheinbar in die Blutungen ziehen, auf Artefakte zurückgeführt.
Chorioretinitis
Bisher war es nicht möglich, eine Chorioretinitis mittels der konventionellen Sonographie
beim Vogel darzustellen (GUMPENBERGER & KOLM 2006; STROBEL 2010). Auch in