Download Das hintere Augensegment - Elektronische Dissertationen der LMU
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Diskussion 153 Grund wird davon ausgegangen, dass die diagnostizierten Deformationen des Augenfächers in keinem der Fälle Auswirkungen auf die Funktion dieses Organs hatten. Degeneration des Pecten oculi In der Literatur fehlen Beschreibungen bezüglich der Gestalt von degenerierten Augenfächern im sonographischen Bild bisher vollständig. Die Veränderungen der betroffenen Augenfächer in der vorliegenden Arbeit waren sowohl in den Einzelschnittbildern als auch im dreidimensionalen Volumen gut nachvollziehbar. In der Farbdoppler - Untersuchung war der Blutfluss im Gegensatz zu den Angaben bei STROBEL et al. (2012) noch erhalten, jedoch konnte lediglich eine sehr geringgradige Durchblutung festgestellt werden. Hämorrhagien des Augenfächers Die sonographische Darstellung von Hämorrhagien des Augenfächers entsprach den Beschreibungen in der Literatur für die konventionelle Sonographie (GUMPENBERGER & KOLM 2006; STROBEL 2010). Auch in diesem Fall war die dreidimensionale Ultraschalluntersuchung hilfreich beim Ausschluss möglicher Anheftungsstellen der Blutungen zum Augenhintergrund und trug zu einem besseren Verständnis für das Ausmaß der Veränderungen bei. Verlaufskontrollen waren insbesondere in Fällen bedeutend, bei denen ophthalmoskopisch aufgrund der Blutung nicht abgeklärt werden konnte, ob eine Netzhautablösung vorlag oder nicht. Dank der vielen zweidimensionalen Einzelschnittbilder, welche durchgesehen wurden, konnte die Lokalisation der Veränderungen sehr schnell erneut aufgesucht werden. Damit waren Verlaufskontrollen im Vergleich zur konventionellen Sonographie einfacher möglich. Diese Beobachtung deckt sich mit den Aussagen von DOWNEY et al. (2000), welche der Meinung sind, dass mittels der konventionellen Sonographie dieselbe Schnittebene im Vergleich zur vorangegangenen Untersuchung nie mehr exakt reproduziert werden kann. Dank der Farbdoppler - Untersuchung konnte gezeigt werden, dass die Durchblutung in keinem der vorliegenden Fälle verändert war. Lediglich bei einem Mäusebussard konnte beobachtet werden, dass sich die Farbsignale vom Augenfächer ausgehend in die Blutung hinein fortsetzten. STROBEL et al. (2012) berichten in ihren Untersuchungen ebenfalls von diesem Phänomen. Auch in der vorliegenden Arbeit wird das Auftreten von Farbsignalen, welche scheinbar in die Blutungen ziehen, auf Artefakte zurückgeführt. Chorioretinitis Bisher war es nicht möglich, eine Chorioretinitis mittels der konventionellen Sonographie beim Vogel darzustellen (GUMPENBERGER & KOLM 2006; STROBEL 2010). Auch in