Download computerspiele - Fakultät Gestaltung

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Umherirren in der Welt“84, so kommentieren es die Autoren, die mit ihrer Arbeit
einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des Computerspiels geleistet haben. Aktuelle Hardware gewährleistet mittlerweile einen permanenten Bildaufbau auch
bei komplexen Detailstrukturen. Nebel ist nun zu einem planbaren und korrekt
simulierbaren Bestandteil geworden.
Nach dem Exkurs über den Nebeleffekt im Gebrauch der Laterna magica
möchte ich meinen Rückblick fortsetzen und nach weiteren möglichen Verbindungen von Geschichte und Gegenwart fragen. Sven Pipers Untersuchungen zur
Geschichte der magischen Laterne führten zu ersten Hinweisen in den Schriften
von Roger Bacon im 13. Jahrhundert. Auch Leonardo da Vinci experimentierte,
wie oben mit den Schattenbildern bereits angeführt, im 15. Jahrhundert auf dem
Gebiet der Projektion. „Als Erfinder der Laterna magica wird heute allgemein
der holländische Physiker Christian Huygens (1629-1695) angesehen, der 1659
einen Apparat zur Projektion von Glasbildern konstruierte, wahrscheinlich bereits mit einer Verstärkerlinse zur Aufhellung des projizierten Bildes versehen.“85 Die Laterna magica erreichte im 17. Jahrhundert ihre Vollendung, so äußert sich Breidbach86 zu dem Hilfsmittel zur Bildprojektion. Hrabalek
verdeutlicht die Funktion der Bildlampe: „Das Grundprinzip der Laterna magica
beruht auf der Verwendung eines Hohlspiegels, zweier konvexer Linsen, einer
Lichtquelle und eines zwischen Lichtquelle und den Linsen angebrachten Glasbildes [...]. Als Lichtquelle diente anfangs eine Öllampe, später Kalklicht, Petroleumlampen und schließlich elektrische Beleuchtung, um die Qualität der Projektion zu verbessern.“87 Im Grunde ist das alte Prinzip im modernen Beamer
beibehalten, der beispielsweise digitale Bilder auf eine (Lein-)Wand projiziert.
Die Laterna magica diente der Unterhaltung und als lehrreiche Informationsquelle. Die emittierten Bilder, so Pieper, zeigen biblische Motive wie das
Paradies oder Kreuzigungsszenen, es finden sich auch Darstellungen ländlichen
Lebens, etwa der Feldarbeit, Militärisches, Historisches, Alltagsszenen und Ku-
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EBD., S. 170 f.
SVEN PIEPER: Handgemalte Laterna magica-Bilder aus der Zeit um 1800. Im Internet:
http://www.schlossmuseum.de/objekt/objekt25.html.
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BREIDBACH: Natur der Ästhetik – Ästhetik der Natur (wie Anm. 80), S. 74.
87
HRABALEK: Laterna Magica (wie Anm. 79), S. 17 f.
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