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von realer und virtueller Welt. Sie ist eine, auf den ersten Blick dem Menschen dienende, auf den zweiten Blick, eine ihn überwachende Technik.94 Dieser Diskurs wird nicht weitergeführt, kann jedoch als Anregung für eine weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema gedacht werden. Um in der Arbeit näher an das Thema heranzukommen, wird nun auf das Interface der Benutzeroberfläche eingegangen, die das Interaktionselement darstellt, über das die UserIn mit dem Computer kommuniziert. 2. Die Benutzeroberfläche "Warum die Bildschirmoberfläche so wichtig ist, wird deutlich, wenn wir uns einmal klar machen, dass sie die Eintrittstür in den Datenraum darstellt: Es gibt kaum noch Informationen, die nicht über ein sogenanntes Interface zu erschließen sind, seien es die Daten eines Bibliothekskatalogs, die Programmier‐Vorgaben für den Videorecorder auf dem Fernsehbildschirm, die Bedienungshinweise auf dem Mobiltelefon oder aber die aktuellen Informationen auf der Druckseite einer Tageszeitung,[...]“95 Ein Teil der Diplomarbeit besteht darin, der Forschungsthese nachzugehen, ob Apps als Weiterführung von Icons der Grafischen Benutzeroberfläche angesehen werden können. Dieses Kapitel führt in den historischen Kontext der Interaktionsmodelle ein und bietet einen Überblick dazu. Zur vollständigen Beantwortung der Forschungsfrage müssen jedoch weitere Kapitel zu den Themen „Haptik“ und „Mobile Interfaces“ (in denen die Benutzeroberfläche auf heutigen mobilen Endgeräten erörtert wird) herangezogen werden. 2.1. Entwicklung der Benutzeroberfläche in der Mensch‐Computer‐ Interaktion Die Benutzeroberfläche gestaltete sich in der Nutzung des Computers recht unterschiedlich, eine historische Aufarbeitung der bisherigen Interaktionsmodelle ist daher aufschlussreich. Entwicklungen, die zur Grafischen Benutzeroberfläche (die hier im Mittelpunkt stehen soll) geführt haben, sollen im Folgenden beschrieben werden. 94 95 Vgl. Ebda, S.287 Hans Jürgen Bucher, Online‐Interaktivität – Ein hybrider Begriff für eine hybride Kommunikationsform, In: Christoph Bieber, Interaktivität, ein transdisziplinärer Schlüsselbegriff, Frankfurt a.M.: Campus Verlag 2004, S.132f 35