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MF-Meßsystem: Beispiele
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werden müssen, wobei man dann die Ergebnisse entsprechend kritisch begutachten und
möglichst eine ganze Reihe von Messungen mit verschiedenen Ausrichtungen des
Lautsprechers machen sollte. Das verwendete Mikrophon sollte natürlich auch eine
Kugelcharakteristik aufweisen.
8.13.2 Meßmenu
Die eigentliche Messung der Impulsantwort mit MF kann in bekannter Form mit einer
Frequenzgangmessung aus dem AD/DA Menu erfolgen. Der kleine Umweg über den
Frequenzbereich wird immer dann erforderlich, wenn eine Kompensationsdatei
verwendet wird. Wird zur Anregung ein irgendwie gefärbtes Rauschsignal benutzt, so ist
auch hier vorher eine Referenzmessung zu machen, welche die Übertragungsfunktion der
gesamten Meßstrecke erfaßt und später aus der Messung herausrechnet, so daß
ausschließlich das Verhalten des eigentlichen Meßobjektes übrig bleibt. Der einfachste
Weg dürfte damit über die bekannte Lautsprecher Messfunktion LS sensitivity
gehen. In der Einstellung Build imp. resp. = post comp und Delay shift = no liefert diese
Funktion die komplett kompensierte Impulsantwort. Als Anregungssignale können alle
Varianten von Rauschfolgen und Sweepsignalen benutzt werden. Zu beachten ist
lediglich, daß die Länge entsprechend der zur erwartenden Nachhallzeit gewählt wird.
Eine Rauschfolge vom Grad 16 z.B. ergibt bei einer Abtastrate von 44,1 kHz eine
Impulsantwortlänge von 216/44100=1,48 Sekunden. Reicht die Länge nicht aus, so sollte
immer die Anzahl der Samples erhöht und niemals die Abtastrate reduziert werden, da
ansonsten keine Kompatibilität mehr zum 44,1 kHz Standard besteht. Das Vorgehen
entspricht im Detail damit einer Lautsprechermessung, wie sie bereits in 8.3 erläutert
wurde. Ebenso kann hier auch die Mikrokompensation benutzt werden, soweit eine
Meßdatei des Mikrophons vorliegt. Ein Fenster darf im Gegensatz zu einer
Lautsprechermessung natürlich nicht eingeschaltet werden, da man hier ja die
Raumreflexionen unbedingt sehen möchte und nicht als störende Element ausblenden.
8.13.3 Referenzmessung
Eine weitere zu diskutierende Frage ist diejenige, was bei der Referenzmessung in die
Meßschleife mit einbezogen wird. Noch einmal vom Idealfall eines Lautsprechers mit
dem Verhalten einer Punktschallquelle und eines Mikrophons mit Kugelcharakteristik
ausgehend, wäre so vorzugehen, daß die Anordnung Lautsprecher und Mikrophon in
reflexionsfreier Umgebung mit in die Referenzmessung einbezogen wird. Sodann wäre
die gesamte Meßschleife mit wirklich allen Komponenten einschließlich der Lautsprecher
und Mikrophonfrequenzgänge erfaßt. Raumeinflüsse gäbe es aus der reflexionsfreien
Umgebung zunächst keine. Sodann würde dieser Aufbau im zu messenden Raum
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