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Zusammenfassung und Ausblick
Ganz grundsätzlich wurde in dieser Arbeit die Frage aufgeworfen, inwiefern sich im Umgang mit der
Thematik der Fehlbenutzung in den letzten 15 Jahren Erfolge nachweisen lassen. Der Vergleich
einzelner Feldstudien zeigt, dass die Misusequote nicht oder nur geringfügig zurückgegangen ist, die
Fehlerschwere ist eher gestiegen. Gleichzeitig ist die Zahl der verletzten und getöteten Kinder als
Insasse
im
Pkw
im gleichen
Maß
zurückgegangen,
wie
das
bei den
erwachsenen
Verkehrsteilnehmern zu beobachten ist. Offensichtlich gab es seitens der Kindersitze
Verbesserungen, die trotz gleichbleibend hoher Misusequote zu einem verbesserten Schutz der
Insassen führt. Das zur Misusereduktion nachweislich effiziente Lösungskonzept ISOFIX konnte sich
seit seiner Markteinführung bisher kaum durchsetzen. Dass das System beim Verbraucher nur wenig
Akzeptanz findet hat vielfältige Ursachen. Neben dem im Verglich zum herkömmlichen Kindersitz
hohen Preis sind eine geringe Bekanntheit und die nicht vorhandene Universalzulassung wesentliche
Gründe.
Detailliert wurden die Möglichkeiten und Grenzen der Unfallrekonstruktion zur Forschung im
Bereich Kindersicherheit diskutiert. Dabei zeigte sich, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt,
um anhand der vorhandenen Unfalldaten ein relativ genaues Bild von der Sicherungssituation des
Kindes während des Unfalls zu erhalten. Dennoch gilt es die Grenzen zwischen gesichertem Wissen
über den Unfallhergang und Annahmen darüber zu berücksichtigen, um in Abhängigkeit davon über
den jeweiligen Sinn eines Rekonstruktionsversuchs zu entscheiden.
Die nach wie vor hohe Fehlbenutzungsquote von Kindersitzen zeigt den Bedarf nach weiteren
Aktivitäten zu dessen Senkung an. Hier müssen alle Beteiligten kritisch ihr Tun hinterfragen und
zukünftig gemeinsam Anstrengungen unternehmen, um einfach zu bedienende Sitze auf den Markt
zu bringen, die die Fehlbenutzung im Idealfall ganz verhindern, zumindest aber unwahrscheinlicher
und weniger gravierend machen. Wie ein solches Vorgehen aussehen kann und dass dem
Gesetzgeber dabei eine ganz zentrale Rolle zukommt, wurde in dieser Arbeit abschließend
dargestellt.
Zukünftige Aktivitäten sollten von vornherein hinsichtlich ihres Potentials und dessen
Überprüfbarkeit bewertet werden. Das kann anhand der bisher gesammelten Erkenntnisse auf dem
Gebiet der Kindersicherheit im Fahrzeug geschehen, wozu auch diese Arbeit einen Beitrag leistet.
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