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SPS
5.4.9 B : BAUDRATE
Mit dieser Funktion kann die Baudrate der seriellen Schnittstelle der
Steuereinheit eingestellt werden.
Die Standardeinstellung für die Schnittstelle beträgt 9600 Bit/s.
Nach einem Reset (Aus-/Einschalten der Betriebsspannung) ist die
Voreinstellung wieder gültig. Die Voreinstellung kann mit PROCON
verändert werden.
Mit Hilfe der Taste <1> wird die Schnittstelle (Port 1) der Steuereinheit
gewählt und dann die Baudrate mit den Tasten <+ / -> verändert.
Alternativ kann mit <ALT+S> das Setup-Menü aufgerufen werden.
Darin wird mit den Cursortasten <auf / ab> die Funktion markiert und
mit der Leertaste die Baudrate eingestellt. Die Einstellung hat keinen
Einfluß auf Funktionsbausteine, die die seriellen Schnittstellen
verwenden, denn diese richten sich die Schnittstelle selbst ein. Die
Baudrateneinstellung ist also nur sinnvoll für die
Programmiergeräteschnittstelle oder für Bediengeräte, die die IWSTreiberfunktion nutzen und andere Baudraten ermöglichen (Baudraten
von 110 Bit/s bis 38.400 Bit/s).
5.4.10
G : COMPILE ALL
Die Funktion schaltet die Steuereinheit in die STOP-Betriebsart und
startet den integrierten Compiler des Betriebssystem. Dieser übersetzt
dann alle Programmbausteine neu. Während der Übersetzung werden
die Programmbausteine und eventuelle Fehlermeldungen
ausgegeben. Nach Abschluß der Funktion erfolgt die Rückkehr zum
Hauptmenü.
5.4.11
T : TIME/DATE
Einstellen der internen Echtzeit-Uhr der Steuereinheit.
5.4.12
? : ERROR-PAGE
Das Betriebssystem der Steuereinheit verwaltet zwei interne Listen
mit Fehlermeldungen:
Aktiv-Errorbuffer
Log-Book
Im Aktiv-Errorbuffer sind die aktiven Fehlermeldungen der Steuerung
eingetragen. Die aktiven Fehlermeldungen werden von dem
Betriebssystem der Steuereinheit oder vom SPS-Anwenderprogramm
mit dem Funktionsbaustein F90 erzeugt. In den Aktiv-Errorbuffer
werden die Fehlermeldungen mit ihren Parametern und dem Zeitpunkt
der Aktivierung nur für die Dauer ihrer Aktivität eingetragen. Ist der
Fehler beseitigt, wird die Eintragung im Aktiv-Errorbuffer automatisch
nach 2 Sekunden gelöscht.
Das Log-Book protokolliert alle Veränderungen des Aktiv-Errorbuffers. Eintragungen und Austragungen von Fehlermeldungen im
Aktiv-Errorbuffer können dadurch auch nach der Beseitigung der
Fehlerursache erkannt werden.
Im Aktiv-Errorbuffer werden maximal 16 Fehlermeldungen gleichzeitig
eingetragen. Neue Fehlermeldungen werden vom Betriebssystem an
einer beliebigen freien Stelle des Aktiv-Errorbuffer eingetragen. Die
Eintragungen im Aktiv-Errorbuffer sind somit nicht sortiert.
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microLine Betriebsanleitung Version 12/99