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Abfall (Englisch: waste) "Teilmenge verbrauchter Fertigungsstoffe, die nicht Bestandteil des fertigen Produkts wird. Anmerkung: Fertigungsstoffe sind als Bestandteil des Produkts geplant, Fertigungshilfsstoffe hingegen nicht." (DIN 55350-11, August 1995, Nr. 17; Grunddefinition identisch mit DGQ 11-04, S. 56, Nr. 1.8) Die DIN 55350-11 liefert unter den Nummern 17.1 bis 17.2 noch Definitionen zu den Begriffen "unvermeidbarer Abfall, qualitätsbedingter Abfall und vermeidbarer Abfall". Der Anmerkungsdefinition, dass Fertigungshilfsstoffe nicht geplant werden und damit kein Abfall im Sinne dieser Definition sind, kann aus umweltrechtlichen Gründen heute nicht mehr gefolgt werden. Der Begriff "Abfall" wird durch die Beschreibung bestimmter Eigenschaften und Vorgabe des Entledigungswillens beschrieben. Abfälle sind nach der Abfallrahmenrichtlinie alle Stoffe oder Gegenstände, die unter die in Anhang I aufgeführten Gruppen fallen und deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muß. Abfälle sollen in einem Abfallverzeichnis aufgeführt werden. Dieses Verzeichnis, der sogenannte EWC (European Waste Catalog) , wurde am 20. Dezember 1993 von der Kommission als Entscheidung (ABl. L 5/15 vom 7.1.1994) bekanntgegeben. Über den Abfallbegriff wird eine Entscheidung getroffen, in welchem Umfang Stoffe abfallrechtlichen Vorschriften unterfallen. Auch verwertbare und für die Verwertung bestimmte Stoffe werden als Abfälle bezeichnet. Dies gilt sogar für den Fall, dass bei der Verwertung ein Verkaufserlös erzielt wird. (up-0) Abfälle im Sinne des Transportrechts Straße sind "Stoffe, Lösungen, Gemische oder Gegenstände, Für die keine unmittelbare Verwendung vorgesehen ist, die aber befördert werden zur Aufarbeitung, zur Deponie oder zur Beseitigung durch Verbrennung oder durch sonstige Entsorgungsverfahren." (ADR 2003, Ziffer 1.2.1A) Im Transportrecht See lautet die Definition für Abfälle: "Stoffe, Lösungen, Gemische und Gegenstände, die einen oder mehrere Bestandteile, die unter die Vorschriften dieses Codes fallen, enthalten oder durch diese verunreinigt sind und für die keine direkte Verwendung vorgesehen ist, die jedoch zum Zwecke der Deponierung, der Verbrennung oder Entsorgung durch sonstige Verfahren befördert werden." (IMDG 2001, Kapitel 1.2.1) Abfall und REACH: „Die neue europäische Chemikalienverordnung REACH enthält eine Reihe von Schnittstellen zum Abfallrecht. Abfall im Sinne der Abfallrahmenrichtlinie ist dabei von vielen REACH-Pflichten ausgenommen. Nebenprodukte oder Sekundärstoffe aus Herstellungs- und Recyclingprozessen die nicht mehr dem Abfallrecht unterliegen, müssen die vollen Anforderungen der REACH-VO erfüllen.“ (http://www.reach-info.de/abfall.htm, IH 30.6.2010) „Diese Verordnung gilt nicht für: ... (2) Abfall im Sinne der Richtlinie 2006/12/EG des Europäischen Parlaments und des Rates (2) gilt nicht als Stoff, Zubereitung oder Erzeugnis im Sinne des Artikels 3 der vorliegenden Verordnung.“ (ABl. L 136 vom 29.5.2007, S. 18) Abfallgesetz (AbfG) Gesetz über die Vermeidung und Entsorgung von Abfall vom 27. August 1986 Der Bundesrat hat am 8.7.94 das Artikelgesetz "Gesetz zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen" (5. Abfallnovelle) verabschiedet. Es trat 1996 in Kraft. Einer der Kernpunkte ist der Artikel 1: "Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen" mit zahlreichen Verordnungsermächtigungen (Schnelldienst, IHK Düsseldorf, nr. 33/94, Ziffer 3). Die 5. Novellierung legte Erleichterungen bzw. Freistellung von der Überwachungsbürokratie (Entsorgungsnachweispflicht) fest, wenn qualifizierte QM-griffbereit Stand 18.05.2012 Seite 5