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6.2 Fehlerzustände, Ursachen und Abhilfe Die Tabelle in diesem Abschnitt dient als Hilfe, um den Grund eines Fehlers und eine Lösung zu finden. Der Umrichter ist meist nur ein kleiner Teil eines kompletten Antriebs. Manchmal ist es schwer, den Grund für einen Fehler herauszufinden, obwohl der Umrichter bestimmte Fehlermeldungen anzeigt. Gute Kenntnis des gesamten Antriebs ist daher notwendig. Bei Fragen setzen Sie sich bitte mit ihrem Lieferanten in Verbindung. Der Umrichter ist so ausgelegt, dass er versucht, durch Begrenzung von Drehmoment, Überspannung usw. Ausfälle zu vermeiden. Fehler, die bei der Inbetriebnahme oder wenig später auftreten, werden meist durch falsche Einstellungen oder fehlerhafte Anschlüsse verursacht. Fehler, die nach längerem, fehlerfreiem Betrieb auftreten, können von Änderungen in der Anlage verursacht werden (z. B. Verschleiß). Fehler, die oft und ohne ersichtlichen Grund auftreten, werden meist durch elektromagnetische Störungen verursacht. Stellen Sie sicher, dass ihre Installation die Anforderungen der EMV-Richtlinie erfüllt, siehe Kap 3. Seite 16. Manchmal hilft die "Trial-and-Error"-Methode, die Fehlerursache schneller zu finden. Sie kann auf jeder Ebene angewandt werden, vom Ändern der Einstellungen über das Abklemmen einzelner Kabel bis hin zum Wechseln des kompletten Umrichters. Überlegen Sie aber, ob der Aufwand für einen Umrichtertausch lohnt! Der Fehlerspeicher [700] Kap. 5.8, Seite 58 kann sehr nützlich sein, wenn in bestimmten Situationen immer wieder bestimmte Fehler auftreten. Der Fehlerspeicher speichert auch die Zeit, zu der ein Fehler auftritt, bezogen auf die Betriebsstunden [6E0]. GEFAHR! Wenn es notwendig ist, den Umrichter oder irgend einen Teil ihrer Anlage für eine Inspektion oder Messung zu öffnen (Motorklemmkasten, Kabelkanäle, Schalttafeln, Schaltschränke usw), ist es unbedingt notwendig, die folgenden Sicherheitsanweisungen und ebenso die Sicherheitsanweisungen auf Seite 2 sorgfältig zu lesen. 6.2.1 Technisch qualifiziertes Personal Installation, Inbetriebnahme, Demontage, Messungen usw. vom oder am Umrichter dürfen nur von für diese Aufgaben ausgebildetem und qualifiziertem Personal durchgeführt werden. 68 FEHLERANZEIGE, DIAGNOSE UND WARTUNG 6.2.2 Öffnen des Frequenzumrichters GEFAHR! Vor Öffnen des Umrichters diesen IMMER von der Netzspannung trennen und mindestens 5 Minuten warten, damit die Zwischenkreiskondensatoren sich entladen können. Muss der Umrichter geöffnet werden, z. B. um Kabel anzuschließen oder die Position von Jumper zu ändern, trennen Sie den Umrichter immer von der Netzspannung und warten mindestens 5 Minuten, damit die Zwischenkreiskondensatoren sich entladen können. Die Anschlüsse der Steuersignale und die Jumper sind zwar galvanisch von der Netzspannung getrennt, aber vor dem Öffnen des Umrichters müssen Sie trotzdem angemessene Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. 6.2.3 Vorsichtsmaßnahmen bei angeschlossenem Motor Müssen Arbeiten am angeschlossenen Motor oder der angetriebenen Anlage durchgeführt werden, muss immer zuerst der Umrichter von der Netzspannung getrennt werden. Warten Sie dann mindestens 5 Minuten, bevor Sie mit den Arbeiten beginnen. 6.2.4 Autoreset-Fehler Ist die maximale Fehleranzahl bei Autoreset erreicht, wird die Zeitangabe der Fehlermeldung mit "A" gekennzeichnet, siehe Kap. 5.8.1, Seite 58 und Kap. 5.3.26, Seite 33). 730 ÜBERSPANN G Fhl A Abb. 66 Autoreset-Fehler Abb. 66 zeigt den 3. Fehler im Fenster 730 des Fehlerspeichers: ein “Überspannung G”-Alarm trat nach Erreichen der maximal zulässigen Autoreset-Fehleranzahl auf beim Stand des Betriebsstundenzählers von 345 Stunden und 45 Minuten.