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ifm Programmierhandbuch ecomatmobile SafetyController (CR7132) Laufzeitsystem V01.00.05 Fehler-Codes und Diagnoseinformationen 2014-12-16 CAN / CANopen: Fehler und Fehlerbehandlung > 7.6.1 CAN-Fehler 8589 > Fehlertelegramm 1172 Erkennt ein Busteilnehmer eine Fehlerbedingung, so sendet er sofort ein Fehlertelegramm und veranlasst damit den Abbruch der Übertragung bzw. das Verwerfen der von anderen Teilnehmern schon empfangenen fehlerfreien Nachrichten. Dadurch wird sichergestellt, dass allen Teilnehmern fehlerfreie und einheitliche Daten zur Verfügung stehen. Da das Fehlertelegramm unmittelbar übertragen wird, kann im Gegensatz zu anderen Feldbussystemen (diese warten eine festgelegte Quittierungszeit ab) sofort mit der Wiederholung der gestörten Nachricht durch den Absender begonnen werden. Dies ist eines der wichtigsten Merkmale von CAN. Eine der grundsätzlichen Problematiken der seriellen Datenübertragung ist, dass ein dauerhaft gestörter oder defekter Busteilnehmer das gesamte System blockieren kann. Gerade die Fehlerbehandlung bei CAN würde solche Gefahr fördern. Um diesen Fall auszuschließen, ist ein Mechanismus erforderlich, welcher den Defekt eines Teilnehmers erkennt und diesen Teilnehmer gegebenenfalls vom Bus abschaltet. > Fehlerzähler 1173 Dazu sind im CAN-Controller ein Sende- und ein Empfangsfehlerzähler enthalten. Diese werden bei jedem fehlerhaften Sende- oder Empfangsvorgang heraufgezählt (inkrementiert). War eine Übertragung fehlerfrei, werden diese Zähler wieder heruntergezählt (dekrementiert). Die Fehlerzähler werden jedoch im Fehlerfall stärker inkrementiert, als sie im Erfolgsfalle dekrementiert werden. Über eine bestimmte Zeitspanne kann dies zu einem merklichen Anstieg der Zählerstände führen, selbst wenn die Anzahl der ungestörten Nachrichten größer ist, als die Anzahl der gestörten Nachrichten. Längere fehlerfreie Zeitspannen bauen die Zählerstände langsam wieder ab. Die Zählerstände sind somit ein Maß für die relative Häufigkeit von gestörten Nachrichten. Werden Fehler von einem Teilnehmer selbst als erster erkannt (= selbstverschuldete Fehler), wird bei diesem Teilnehmer der Fehler stärker "bestraft" als bei den anderen Busteilnehmern. Dazu wird der Zähler um einen höheren Betrag inkrementiert. Übersteigt nun der Zählerstand eines Teilnehmers einen bestimmten Wert, kann davon ausgegangen werden, dass dieser Teilnehmer defekt ist. Damit dieser Teilnehmer den folgenden Busverkehr nicht weiter durch aktive Fehlermeldungen (error active) stört, wird er "fehlerpassiv" geschaltet (error passiv). error active → Teilnehmer fehleraktiv (→ Seite 411) error passive → Teilnehmer fehlerpassiv (→ Seite 411) bus off → Teilnehmer bus-off (→ Seite 411) CAN Restart → Teilnehmer bus-off Grafik: Mechanismus des Fehlerzählers 410
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