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Warum eine Wärmepumpe?
Der hohe Anteil fossiler Energieträger an unserer Energieversorgung hat schwerwiegende Folgen für unsere Umwelt. Bei der
Verbrennung werden Schadstoffe, wie Schwefeldioxid und Stickoxide, in großen Mengen freigesetzt.
Die Raumheizung mit fossilen Energieträgern trägt erheblich
zum Schadstoffausstoß bei, da aufwändige Abgasreinigungsmaßnahmen – wie in modernen Kraftwerken – nicht durchgeführt
werden können. Aufgrund der begrenzten Vorräte an Öl und Gas
ist der hohe Anteil der fossilen Energieträger an unserer Energieversorgung problematisch.
Die Art der Produktion von Elektroenergie wird sich in Zukunft in
Richtung zu mehr regenerativen bzw. neuentwickelten Erzeugungsmethoden verändern. Nehmen Sie automatisch an dieser
Entwicklung teil, denn Strom ist die zukunftsorientierte Antriebsenergie einer Wärmepumpe.
Was macht die Wärmepumpe?
Die Wärmepumpe ist ein „Transportgerät“, das die kostenlos zur
Verfügung stehende Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau bringt.
Wie wandelt die Wärmepumpe Wärme niedriger
Temperatur in Wärme hoher Temperatur um?
Sie entzieht der Umgebung – Erdreich, Wasser (z.B. Grundwasser) und Luft (z.B. Außenluft) – gespeicherte Sonnenwärme und
gibt diese zusätzlich zur Antriebsenergie in Form von Wärme an
den Heiz- und Warmwasserkreislauf ab.
Wärme kann nicht von selbst von einem kälteren auf einen wärmeren Körper übergehen. Sie fließt immer von einem Körper
hoher Temperatur zu einem Körper mit niedrigerer Temperatur
(Zweiter Hauptsatz der Wärmelehre). Daher muss die Wärmepumpe die aufgenommene Wärmeenergie aus der Umgebung
unter Einsatz von hochwertiger Energie – z. B. Strom für den Antriebsmotor – auf ein zum Heizen und Warmwasserbereiten notwendiges Temperaturniveau bringen.
Eigentlich arbeitet die Wärmepumpe wie ein Kühlschrank. D. h.
mit gleicher Technik, aber mit umgekehrtem Nutzen. Sie entzieht
einer kalten Umgebung Wärme, die zum Heizen und Warmwasserbereiten genutzt werden kann.
Begriffe
Abtauung
EnEV
Regelroutine zur Beseitigung von Reif und Eis an Verdampfern
von Luft/Wasser-Wärmepumpen durch Wärmezufuhr. Luft/Wasser-Wärmepumpen mit Kreislaufumkehrung zeichnen sich durch
eine bedarfsgerechte, schnelle und energieeffiziente Abtauung
aus.
Seit dem 1.Februar 2002 ist in Deutschland die 'Verordnung über
energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung EnEV)' in
Kraft getreten. Sie löst die Wärmeschutz- und HeizungsanlagenVerordnung ab. Neben grundsätzlichen Anforderungen an neu
zu errichtende Gebäude, werden auch Fristen für den Austausch
veralteter Heiztechnik festgelegt.
Bivalent-paralleler Betrieb
Die bivalente Betriebsweise (heute üblicherweise der bivalentparallele Betrieb) funktioniert mit zwei Wärmeerzeugern (zwei
Energieträger), d.h. die Wärmepumpe deckt den Wärmeleistungsbedarf bis zur ermittelten Grenztemperatur und wird dann
parallel durch einen zweiten Energieträger unterstützt.
Bivalent/regenerativer Betrieb
Die bivalent regenerative Betriebsweise ermöglicht die Einbindung regenerativer Wärmeerzeuger wie Holz oder thermische
Solarenergie. Steht Energie aus erneuerbaren Energien zur Verfügung, so wird die Wärmepumpe gesperrt und die aktuelle Heizungs-, Warmwasser- oder Schwimmbadanforderung aus dem
regenerativen Speicher bedient.
Carnot-Leistungszahl
Der ideale Vergleichsprozess aller Wärme-Arbeitsprozesse ist
der Carnot-Prozess. Für diesen idealen (gedachten) Prozess ergibt sich der theoretische Wirkungsgrad bzw. im Vergleich mit
der Wärmepumpe die theoretisch größte Leistungszahl. Die Carnot-Leistungszahl setzt nur die reine Temperaturdifferenz zwischen der warmen und der kalten Seite an.
EVU-Sperrzeiten
Die Nutzung von Wärmepumpen-Sondertarifen der jeweiligen
örtlichen EVU bedingt eine vom EVU abschaltbare Lieferung von
Elektroenergie. Die Stromzufuhr kann z. B. für 3 x 2 Stunden innerhalb von 24 Stunden unterbrochen werden. Daher muss die
Tagesheizarbeit (Tageswärmemenge) innerhalb jener Zeit, in
welcher elektrische Energie verfügbar ist, aufgebracht werden.
Expansionsventil
Bauteil der Wärmepumpe zwischen Verflüssiger und Verdampfer zur Absenkung des Verflüssigungsdruckes auf den der Verdampfungstemperatur entsprechenden Verdampfungsdruck. Zusätzlich regelt das Expansionsventil die Einspritzmenge des
Kältemittels in Abhängigkeit von der Verdampferleistung.
Grenztemperatur / Bivalenzpunkt
Außentemperatur, bei der der 2. Wärmeerzeuger im monoenergetischen (Elektroheizstab) und bivalenten Parallelbetrieb (z.B.
Heizkessel) bedarfsabhängig zugeschaltet wird und die Wärmeanforderung des Hauses gemeinsam bedienen.
D-A-CH Gütesiegel
Jahresarbeitszahl
Zertifikat für Wärmepumpen in Deutschland, Österreich und der
Schweiz, die bestimmte technische Anforderungen erfüllen, eine
Garantie von 2 Jahren haben, eine Verfügbarkeit der Ersatzteile
von 10 Jahren gewährleisten und deren Hersteller über ein flächendeckendes Kundendienstnetz verfügt. Außerdem wird mit
dem Gütesiegel die Serienmäßigkeit einer Wärmepumpenbaureihe bescheinigt.
Das Verhältnis zwischen der von der Wärmepumpenanlage abgegebenen Wärmemenge und der in einem Jahr zugeführten
elektrischen Arbeit entspricht der Jahresarbeitszahl. Sie bezieht
sich auf eine bestimmte Anlage unter Berücksichtigung der Auslegung der Heizungsanlage (Temperatur-Niveau und -Differenz)
und darf nicht der Leistungszahl gleichgesetzt werden.
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