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Bachelorthesis Bachelorthesis Matthias Lübbe Matthias Lübbe Neuentwicklung eines automatisierten MotorenprüfNeuentwicklung eines automatisierten standes zur Endprüfung der Motorenprüfstandes zurAsynchronmotoren Endprüfung der in Radargeräten Asynchronmotoren in Radargeräten Fakultät Technik und Informatik Fakultät Technik und Informatik Department Informationsund Department Informations- und Elektrotechnik Elektrotechnik Faculty of Engineering and Computer Science Faculty of Engineering and Computer Science Department of Information and Department of Information and Electrical Engineering Electrical Engineering Matthias Lübbe Neuentwicklung eines automatisierten Motorenprüfstandes zur Endprüfung der Asynchronmotoren in Radargeräten Bachelorthesis eingereicht im Rahmen der Bachelorprüfung im Studiengang Informations- und Elektrotechnik am Department Informations- und Elektrotechnik der Fakultät Technik und Informatik der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg Betreuender Prüfer: Prof. Dr. Gustav Vaupel Zweitgutachter: Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Jörg Dahlkemper Abgegeben am 25. August 2010 Matthias Lübbe Thema der Bachelorthesis Neuentwicklung eines automatisierten Motorenprüfstandes zur Endprüfung der Asynchronmotoren in Radargeräten Stichworte Oberschwingung, Asynchronmotor, Netzrückwirkung, Nutzwertanalyse, Simplorer, LOGO!Soft Comfort, Frequenzumrichter Kurzzusammenfassung Die Bachelorthesis behandelt die Neuentwicklung eines automatisierten Prüfplatzes für 14 verschiedene Asynchronmotoren. Die zu prüfenden Motoren befinden sich in einer Leistungsklasse von 70W bis 1000W und werden in Radaren verbaut. Mit der Prüfung soll sicher gestellt werden, dass die in Radaren eingebauten Motoren funktionsfähig und bereit für den Betrieb sind. Zur Festlegung der Realisierungsform des Prüfplatzes werden unterschiedliche Lösungsansätze erarbeitet und einer Nutzwertanalyse unterzogen. Die Variante mit dem besten Nutzwertergebnis wird umgesetzt und hinsichtlich des Einflusses auf die Motoren hin untersucht. Anschließend erfolgt ein Test des Prüfplatzes. Matthias Lübbe Title of the paper New development of an automated engine test stand for the final testing of asynchronous motors in radar equipment Keywords harmonic, asynchron motor, system perturbation, benefit analysis, Simplorer, LOGO!Soft Comfort, frequency converter Abstract The bachelor thesis deals with the development of a new automated test station for 14 different motors. The engines are tested in a performance from 70W to 1000W and are built in radars. The test is to ensure, that the motors built in radars are operational and ready for operation. To determine the realization form of the test station, will be developed solution options and to subject a benefit analysis. The variant with the best benefit result is implemented and in terms of influence on the engines examined. A check of the test station follows. Danksagung Ich bedanke mich bei Herrn Prof. Dr. Gustav Vaupel für die Betreuung meiner Arbeit. Die mir gewährten Freiheiten ermöglichten ein selbstständiges und interessantes Arbeiten. Gleichfalls möchte ich mich bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Jörg Dahlkemper für die freundliche Übernahme der Zweitkorrektur bedanken, Herrn Dipl.-Ing. Sönke Mier der mich mit viel Engagement als betrieblicher Betreuer unterstützte. Des Weiteren danke ich Katharina Flemming und Dipl.-Wirt.-Ing. Haiko Fries für das Korrekturlesen der Arbeit. Nicht vergessen werden dürfen meine Kollegen in der Arbeitsvorbereitung, die mir mit einer angenehmen und netten Arbeitsumgebung halfen die Arbeit fertig zu stellen. Meinen zahlreichen Kollegen, die mir unterstützend mit Fachwissen zur Seite standen und mir somit die Einarbeitung in die Thematik erleichterten. Mein besonderer Dank gilt meiner Familie und meinen Freunden, deren Unterstützung ich mir während meines gesamten Studiums sicher sein konnte und die besondere Rücksicht, in der entscheidenden Phase der Thesis, auf mich nahmen. Diese Arbeit möchte ich meiner vor vier Jahren plötzlich verstorbenen Schwester Anna Lübbe widmen. Sie hat mir somit erst dieses Studium ermöglicht. III Verwendete Symbole Formelzeichen A b Cw d f F h I l L m M n N p P r t T U v Z η λ π ρ ω cos ϕ Beschreibung Amplitude Breite Widerstandsbeiwert Durchmesser Frequenz Kraft Höhe Stromstärke Länge Induktivität Masse Drehmoment Drehzahl Windungszahl Polpaarzahl Leistung Radius Zeit Temperatur Spannung Geschwindigkeit Impedanz Wirkungsgrad Wellenlänge Kreiszahl Massendichte Kreisfrequenz Phasenverschiebungswinkel Einheit [m] [m] [Hz] [N] [m] [A] [m] [H] [kg] [Nm] [1/s] [W] [m] [s] [K] [V] [m/s] [Ω] [m] 3,14159... [kg/m3 ] [1/s] IV Verwendete Abkürzungen Abkürzung BRT CPU CW-Wert DIN EMV EN ESD FFT FU GTO-Thyristor HA HM IGBT IP ISO ITU MOSFET PELF PWM Radar RCD RMS ROT 1 ROT 2 SELF SIPN TCU THD USB VA VDE Beschreibung Bruttoregistertonne central processing unit (Hauptprozessor) Strömungswiderstandsbeiwert Deutsches Institut für Normung Elektromagnetische Verträglichkeit Europäische Norm electro-static discharge (elektrostatische Entladung) Fast Fourier Transform (Schnelle Fourier-Transformation) Frequenzumrichter Gate Turn-Off Thyristor (durch das Gate abschaltbarer Thyristor) Halbautomatisch Headmarker (Impuls des Radars nach jeder vollen Umdrehung) Insulated Gate Bipolar Transistor (Bipolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode ) International Protection (Schutzart) International Organization for Standardization (Internationale Organisation für Normung) International Telecommunication Union (Internationale Fernmeldeunion) Metal Oxide Semiconductor Field-Effect Transistor (Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor ) Protective Extra Low Voltage (Funktionskleinspannung mit sicherer Trennung) Pulsweitenmodulation Radio Detection and Ranging (Funkortung und Funkabstandsmessung) Residual Current protective Device (Fehlerstromschutzeinrichtung) Root Mean Square (Effektivwert) Rotationsgeschwindigkeit 1 Rotationsgeschwindigkeit 2 Safety Extra Low Voltage (Sicherheitskleinspannung) Steuerungstechnisch interpretiertes Petrinetz Transmission Control Unit (elektronische Getriebesteuerung) Total Harmonic Distortion (Gesamte harmonische Verzerrung) Universal Serial Bus (Bussystem für Computer) Vollautomatisch Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik Inhaltsverzeichnis 1 2 3 Einleitung 1 1.1 Motivation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 1.2 Zielsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 1.3 Aufbau der Arbeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 1.4 Rahmenbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Analyse der Anforderungen 5 2.1 Technische Anforderungen an den Motorenprüfstand . . . . . . . . . . . . 5 2.2 Anforderungsliste an den Motorenprüfstand für die 14 Motoren . . . . . . . 7 2.3 Betriebliche Vorgaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 2.4 Ist-Zustand der momentanen Prüfvorrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Realisierungsvarianten des Motorenprüfstandes 3.1 3.2 10 Vollautomatische Realisierungsvariante . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 3.1.1 Vollautomatische Variante 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 3.1.2 Vollautomatische Variante 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 3.1.3 Vollautomatische Variante 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 Halbautomatische Realisierungsvariante . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 3.2.1 Halbautomatische Variante 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 3.2.2 Halbautomatische Variante 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 3.2.3 Halbautomatische Variante 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 3.3 Zusammenfassung der unterschiedlichen Varianten . . . . . . . . . . . . . 26 3.4 Nutzwertanalyse der vorgestellten Varianten . . . . . . . . . . . . . . . . . 26 3.5 Auswertung der gewonnenen Ergebnisse aus der durchgeführten Nutzwertanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27 V INHALTSVERZEICHNIS VI 4 32 5 Realisierung des Motorenprüfstandes 4.1 Technische Umsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32 4.2 Notwendigkeit der Simulation beim Einsatz eines Frequenzumrichters . . . 33 4.3 Simulation der Auswirkungen des Frequenzumrichters auf die Motoren . . 36 4.4 Auswertung der Simulationssrgebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40 4.5 Schlussfolgerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 4.6 Erstellung der technischen Unterlagen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 Funktionsprüfung des Motorenprüfstandes 5.1 6 7 8 58 Inbetriebnahme des Aufbaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 5.1.1 Besichtigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60 5.1.2 Erprobung und Messung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 5.1.3 Funktionsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 Exemplarischer Test einer Radaranlage 62 6.1 Testergebnisse der X-Bandradaranlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 6.2 Auswirkungen des Frequenzumrichters auf die Messergebnisse . . . . . . . 65 Verbesserungsvorschlag zum Radar 1100 74 7.1 Ausarbeitung des Verbesserungsvorschlages . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 7.2 Motorendimensionierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 7.3 Berechnungen zur Motorendimensionierung . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 7.4 Auswertung der Berechnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 7.5 Klärung der Randbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 7.6 Betrachtung der Kosteneffizienz des Umbaus . . . . . . . . . . . . . . . . 82 Zusammenfassung 8.1 84 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 A Zusätzliche Informationen 87 A.1 Informationen zu S-Band und X-Band . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 INHALTSVERZEICHNIS VII A.2 Informationen zu Dahlandermotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 A.3 Entstehende Problematik beim Einsatz von Frequenzumrichtern . . . . . . 90 A.3.1 Allgemeine Problematik des Frequenzumrichters . . . . . . . . . . 90 A.3.2 EMV-Problematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 A.4 Eigenkonstruktion eines Transportwagens . . . . . . . . . . . . . . . . . . 92 B Zeichnungen 93 B.1 LOGO!-Steuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 B.2 Stromlaufpläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 B.3 Konstruktionszeichnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106 B.4 Liste der eingestellten Parametern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 Abbildungsverzeichnis 1.1 S-Bandradaranlage und X-Bandradaranlage . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 1.2 Liste der verbauten S- und X-Bandmotoren . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 2.1 Auswahl der verbauten Motoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 2.2 momentane Prüfvorrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 3.1 Hauptkomponenten der VA Variante 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13 3.2 Hauptkomponenten der VA Variante 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 3.3 Hauptkomponenten der HA Variante 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 4.1 Grundschwingung und die dazugehörigen Harmonischen . . . . . . . . . . 36 4.2 Simplorermodell für einen Frequenzumrichter . . . . . . . . . . . . . . . . 38 4.3 Simplorersimulationsergebnisse des Frequenzumrichters . . . . . . . . . . 39 4.4 Signale aus der Simulation des Frequenzumrichters . . . . . . . . . . . . . 41 4.5 Effektivwert und Amplitude vom PWM-Signal des Frequenzumrichters . . 41 4.6 FFT-Analyse des Eingangsstromes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 4.7 FFT-Analyse der Lastspannung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 4.8 Flussdiagramm des Prüfablaufs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 4.9 Flussdiagramm der Motorenauswahl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46 4.10 SIPN der Logosteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 4.11 grobe Übersicht eines Teils der Logosteuerung . . . . . . . . . . . . . . . . 54 4.12 Stromlaufpläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56 4.13 AutoCad-Zeichnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57 5.1 Neu entwickelter Motorenprüfstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58 5.2 Schaltkasten des neu entwickelten Motorenprüfstandes . . . . . . . . . . . 59 VIII ABBILDUNGSVERZEICHNIS IX 6.1 X-Bandradaranlage ohne Antenne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 6.2 Prüfergebnisse der X-Bandradaranlage Teil A . . . . . . . . . . . . . . . . 63 6.3 Prüfergebnisse der X-Bandradaranlage Teil B . . . . . . . . . . . . . . . . 64 6.4 Anlaufströme der X-Bandradaranlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 6.5 Strom am Motor des Motorenprüfstandes . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68 6.6 Spannung am Motor des Motorenprüfstandes . . . . . . . . . . . . . . . . 69 6.7 Strom Netzseitig des Motorenprüfstandes . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70 6.8 Spannung Netzseitig des Motorenprüfstandes . . . . . . . . . . . . . . . . 71 6.9 Strom am Motor der alten Prüfvorrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . . . 72 6.10 Spannung am Motor der alten Prüfvorrichtung . . . . . . . . . . . . . . . . 73 7.1 horizontale Windströmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76 7.2 vertikale Windströmung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 77 7.3 Drehmoment an der Antennenachse über den Antennenwinkel . . . . . . . 79 7.4 Nenndrehmoment an der Motorachse über den Antennenwinkel . . . . . . 80 7.5 Motorantriebsleistung über den Antennenwinkel . . . . . . . . . . . . . . . 80 A.1 Prinzipaufbau einer Radaranlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 A.2 Polumschaltbarer Motor mit Dahlanderwicklung . . . . . . . . . . . . . . 89 Tabellenverzeichnis 3.1 Kostenaufstellung für VA Variante 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14 3.2 Kostenaufstellung für VA Variante 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16 3.3 Kostenaufstellung für VA Variante 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 3.4 Kostenaufstellung für HA Variante 1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 3.5 Kostenaufstellung für HA Variante 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 3.6 Kostenaufstellung für HA Variante 3 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23 3.7 Zusammenfassung von Vor- und Nachteilen der vollautomatischen Varianten 24 3.8 Zusammenfassung von Vor- und Nachteilen der halbautomatischen Varianten 25 3.9 Nutzwertanalyse der möglichen Realisierungsformen . . . . . . . . . . . . 28 3.10 Stückliste des Motorenprüfstandes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 4.1 Verträglichkeitspegel für Oberschwingungen der Geräteklasse A, bei einem Eingangsstrom < 16A nach VDE 0838 Teil 2 . . . . . . . . . . . . . . 35 4.2 Verträglichkeitspegel für Oberschwingungen der Spannung in Niederspannungsnetzen nach VDE 0839 Teil 2 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 6.1 Stromwerte für den X-Bandradarmotor dreiphasig 400V/50Hz . . . . . . . 66 7.1 Gewichtsänderung der X-Bandradaranlage . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 7.2 Kostenaufstellung des Verbesserungsvorschlages . . . . . . . . . . . . . . 82 7.3 Gewinn des Verbesserungsvorschlages . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83 A.1 Frequenzbänder von S- und X-Band . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 A.2 Stückliste für die Fertigung des Transportwagens . . . . . . . . . . . . . . 92 B.1 veränderte Parameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 X Kapitel 1 Einleitung 1.1 Motivation Die momentane Prüfung der Radaranlagen findet mit einer etwa 20 Jahre alten Vorrichtung statt. Auf Grund des technischen Alters der Prüfvorrichtung und fehlender Dokumentation, besteht die Notwendigkeit eines Neubaus. Falls die Prüfvorrichtung einen Schaden erleidet oder anderweitig ausfällt, kann niemand anhand von technischen Unterlagen eine Reparatur oder Fehlersuche betreiben. Aus diesen Gründen wird eine neue Vorrichtung entworfen, die den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht und einen sicheren Prüfablauf ermöglicht. Jeder Mitarbeiter soll anhand einer kurzen Einführung die Prüfung der Radaranlagen nach der vorhanden Prüfanweisung durchführen können. Darüber hinaus ist SAM Electronics GmbH nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Dadurch verpflichtet sich das Unternehmen an einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess teilzunehmen. Dies beinhaltet alle Prozesse an denen das Unternehmen beteiligt ist. Angefangen von organisatorischen Prozessen und Abläufen bis hin zu Geräten und Werkzeugen. Zu letzterem gehört unter anderem ein Motorenprüfstand. 1 KAPITEL 1. EINLEITUNG 1.2 2 Zielsetzung Das von SAM Electronics vertriebene Produkt “Radar 1100” dient zur Navigationshilfe in der Schifffahrt. Je nach Größe des Schiffes, muss jedes Schiff ein oder mehrere Radaranlagen besitzen. So brauchen Schiffe ab einer Größe von 300 Bruttoregistertonnen (BRT) mindestens eine X-Bandradaranlage1 . Schiffe über 3000 BRT benötigen zusätzlich eine S-Bandradaranlage[18]. Je nach Klassifizierungsgesellschaft müssen dann die Radaranlagen redundant ausgelegt sein. Auf Grund der unterschiedlichen Frequenzbänder und damit verbundenen Wellenlänge, sind die Antennen (auch Scanner genannt) der Radaranlagen unterschiedliche dimensioniert. Dadurch bedingt wird für die S-Bandradaranlagen eine höhere Motorleistung benötigt, um die Antenne anzutreiben. Des Weiteren kann der Kunde je nach seinen Bordnetzanforderungen einen passenden Motor auswählen. Insgesamt sind das sieben verschiedene Motortypen für X-Bandradaranlagen und sieben verschiedene Motortypen für S-Bandradaranlagen. Insgesamt müssen somit 14 verschiedene Motoren(siehe Abbildung 1.2) mit dem Motorenprüfstand geprüft werden können. Eine Prüfung der Motoren soll möglich sein, bevor die Motoren verbaut wurden und im eingebauten Zustand, also in Verbindung mit dem Getriebe. Die Prüfung dient der Endkontrolle und hilft fehlerhafte Motoren zu erkennen. Zu den Fehlern zählen zum Beispiel, Beschädigungen der Isolation, Wicklungsfehler oder falsch angeklemmte Wicklungen. Mit Hilfe des Motorenprüfstandes können kostspielige Serviceeinsätze an Bord des Schiffes vermieden und eine Qualitätsverbesserung der Produkte gewährleistet werden. Nachfolgend ist eine Abbildung der S-Bandradaranlagen und X-Bandradaranlagen zu sehen. Danach folgt eine Abbildung der verfügbaren Motoren. Die 115V-Motoren sind aus dem Sortiment genommen. Abbildung 1.1: S-Bandradaranlage (große Antennen) und X-Bandradaranlage (kleine Antennen) 1 nähere Informationen zu S- und X-Band im Anhang A1 KAPITEL 1. EINLEITUNG 3 RADARPILOT 1000 8 Repair/Maintenance Technical Manual 8.8 Fuses Antenna Motor (F1...F3), Heating (F4) X-Band 1) Mains supply Nom. current /A Power/W Fuse F1...F3/A (slow blow) F4/A (slow blow) rpm (nom.) 1-ph/115 V 50 Hz 1.6 100 6.3 2 1430 Asynchronous motor (1X14PD2511550) 1-ph/115 V 60Hz 1.5 100 6.3 2 1730 Asynchronous motor (2X14PD2511560) 1-ph/230 V 50 Hz 0.8 70 4 2 1430 Asynchronous motor (3X14PD2523050) 1-ph/230 V 60 Hz 0.8 70 4 2 1730 Asynchronous motor (4X14PD2523060) 3-ph/230 V 50 Hz 1.15/0.55 180/70 6.3 2 2700/ 1450 Dahlander Asynchr. motor (5X32/4PD2523050) 3-ph/230 V 60 Hz 1.05/0.52 180/70 6.3 2 3330/ 1750 Dahlander Asynchr. Motor (6X32/4PD2523060) 3-ph/400 V 50 Hz 1) 0.65/0.32 180/70 4 2 2700/ 1450 Dahlander Asynchr. motor (7X32/4PD2540050) 3-ph/400 V 60 Hz 0.60/0.30 180/70 4 2 3330/ 1750 Dahlander Asynchr. motor (8X32/4PD2540060) Motor Motor also 3-ph/440 V, 60 Hz S-Band 1) 278 Mains supply Nom. current/ A Power/W Fuse F1...F3/A (slow blow) F4 (slow blow) rpm (sync.) 1-ph/115 V 50 Hz 11 900 16 2 1430 Asynchronous motor (1S14PD2911550) 1-ph/115 V 60 Hz 11 900 16 2 1740 Asynchronous motor (2S14PD2911560) 1-ph/230 V 50 Hz 5.5 900 10 2 1430 Asynchronous motor (3S14PD2923050) 1-ph/230 V 60 Hz 5.5 900 10 2 1730 Asynchronous motor (4S14PD2923060) 3-ph/230 V 50 Hz 4.2/3.2 1000/750 10 2 2890/ 1450 Dahlander Asynchr. motor (5S32/4PD2923050) 3-ph/230 V 60 Hz 3.8/3.1 1000/750 10 2 3520/ 1760 Dahlander Asynchr. motor (6S32/4PD2923060) 3-ph/400 V 50 Hz 1) 2.4/1.9 1000/750 6.3 2 2890/ 1450 Dahlander Asynchr. motor (7S32/4PD2940050) 3-ph/400 V 60 Hz 2.2/1.75 1000/750 6.3 2 3510/ 1760 Dahlander Asynchr. motor (8S32/4PD2940060) also 3-ph/440 V, 60 Hz ED3038G342 / 11 (2004-10) t_r1_e08.fm / 29.09.04 Abbildung 1.2: Liste der verbauten S- und X-Bandmotoren aus dem Technical Manual RADARPILOT 1000 KAPITEL 1. EINLEITUNG 1.3 4 Aufbau der Arbeit In Kapitel 2 findet eine Analyse der Anforderungen statt. Dort ist der Funktionsumfang des Motorenprüfstandes definiert. Das Kapitel 3 beinhaltet eine Vorstellung der möglichen Lösungsvarianten, um den Motorenprüfstand zu realisieren. Dafür werden Komponenten exemplarisch vorgeschlagen und die dazugehörigen Marktpreise ermittelt. Unter Berücksichtigung der zuvor erstellten Anforderungen wird eine Nutzwertanalyse durchgeführt. Im Kapitel 4 ist die Realisierung des Motorenprüfstandes behandelt. Dies beinhaltet die Erstellung von Stromlaufplänen, Konstruktionszeichnungen, der Steuerungsentwurf und die Umsetzung. Das Kapitel 5 beinhaltet die Funktionsprüfung des Motorenprüfstandes. Darin ist zusätzlich eine Simulation enthalten, in welcher der Einfluss des Motorenprüfstandes auf die Motoren simuliert wird. Danach folgen die messtechnische Überprüfung der Simulationsergebnisse sowie ein exemplarischer Test einer Radaranlage in Kapitel 6. Das folgende Kapitel 7 beschäftigt sich mit einer Verbesserungsmöglichkeit der Radaranlage. Dies ermöglicht es, den Motorenprüfstand zu vereinfachen. Abschließend ist im Kapitel 8 eine Zusammenfassung zu finden, in der die gewonnen Ergebnisse sowie ein Ausblick aufgeführt sind. 1.4 Rahmenbedingungen Das Motorenprüfgerät wird im Produktionsbereich der SAM zum Einsatz kommen. Dort herrschen klimatisierte und saubere Arbeitsbedingungen. Somit bestehen keine besonderen Anforderungen an den Schutzart (IP). Das Spannungsnetz in der Fertigung ist ein 400V TN-C-S Drehstromsystem. Von einer 16A Drehstromsteckdose kann die benötigte Versorgungsspannung für den Motorenprüfstand entnommen werden. Es existiert kein definierter Endtermin, bis wann der Motorenprüfstand einsatzbereit sein sollte. Diese Situation ermöglicht eine gründlichere und intensivere Einarbeitung in das Thema. Die Lösungsansätze können besser ausgearbeitet werden und es nimmt den Druck auf eine zeitnahe Fertigstellung des Motorenprüfstandes. Die benötigten Komponenten und Materialien sowie das vorhandene Budget zur Beschaffung der Komponenten werden nach Fertigstellung der Nutzwertanalyse bestimmt. Kapitel 2 Analyse der Anforderungen 2.1 Technische Anforderungen an den Motorenprüfstand An das neu zu entwerfende Motorenprüfgerät werden verschiedenartige Anforderungen gestellt. Zunächst soll es alle Prüfanforderungen der existierenden Prüfanweisung für Getriebe GR3040PA1 und GR3041PA2 erfüllen. Der Motorenprüfstand soll die in der Produktion verwendeten Motoren prüfen. Dazu zählt die Prüfung der Motoren bevor sie in das Getriebe eingebaut werden und im bereits eingebauten Zustand in der Radaranlage, wenn die Motoren mit dem Getriebe verbunden sind. Darunter fallen nach der Auswahl des verbauten Motortyps die Prüfung des Anlaufstromes sowie der Strom bei Betriebsart ROT1 (Stufe 1) und ROT2 (Stufe 2 nur für dreiphasige Motoren). Bei dreiphasigen Motoren ist zusätzlich auf Schieflast im Anlauf sowie im Betrieb des Motors zu achten. Die Sollwerte für die jeweiligen Motorströme sind vom Hersteller der Dahlandermotoren bekannt. Die Abkürzung ROT1 und ROT2 steht dafür, dass damit der verwendete Dahlandermotor, mit Hilfe von Schützen, in seinen Wicklungen umgeschaltet wird. Wobei ROT1 für den langsam laufenden Betrieb steht und ROT2 für den schnell laufenden Betrieb. Des Weiteren werden vom Getriebe zwei Sensorsignal zurückgegeben, welche ausgewertet werden müssen. Ein Headmarker-Impuls wird einmal pro Umdrehung der Radarantenne von einer Lichtschranke geliefert. Die Azimut-/Pulsersignale kommen bei S-Bandradaranlagen von einem induktiven Sensor, welcher die Zähne der Zahnräder abtastet. Pro Umdrehung sind es 72 Flankenwechsel. Bei X-Bandradaranlagen hingegen liefert die Pulse eine Lichtschranke, welche eine Lochscheibe abtastet. Es sind 415 Pulse pro Umdrehung[14]. Die vorgegebene Antennendrehzahl bei S-Bandradaranlagen und bei X-Bandradaranlagen beträgt bei ROT1 24U/min und bei ROT2 48U/min[13]. Diese Drehzahl wird durch ein jeweils unterschiedliches Übersetzungsverhältnis erreicht. Wenn 50Hz-Motoren eingesetzt werden ist diese kleiner als wenn 60Hz-Motoren eingesetzt werden. Wünschenswert wäre eine Kontrolle der Umdrehungszahl. Zumindest muss die Überprüfung der beiden Signale erfolgen, ob die Impulse geliefert werden. Außerdem wird vom Motorenprüfstand erwartet, dass dieser leicht und einfach zu den Radaranlagen zu transportieren ist. Die momentane Prüfvorrichtung wiegt 80kg und ist mit schwergängigen Transportrollen zu bewegen. 1 Prüfanweisung 2 Prüfanweisung für X-Bandradaranlagen für S-Bandradaranlagen 5 KAPITEL 2. ANALYSE DER ANFORDERUNGEN 6 Da das zu entwerfende Motorprüfgerät mobil sein soll, muss generell auf die elektromagnetische Verträglichkeit geachtet werden. Elektrostatische Entladungen dürfen zum Schutz elektronischer Bauteile und Personen nicht auftreten. Diese könnte durch walken der Gummibereifung der Räder an den Lagern beim Schieben des Motorenprüfstandes, auftreten. Eine technisch unwichtige Anforderung ist das Design des Motorprüfstandes. Allerdings es sollte nicht nur allen technischen Anforderungen genügen, sondern auch den repräsentativen Erscheinungsbild eines modernen und technisch fortschrittlichen Unternehmens gerecht werden. Abbildung 2.1: Auswahl der verbauten Motoren: links X-Bandmotor (70W) 1x230V/50Hz; mitte X-Bandmotor (180W) 3x400V/50Hz; rechts S-Bandmotor (1000W) 3x400V/50Hz KAPITEL 2. ANALYSE DER ANFORDERUNGEN 2.2 7 Anforderungsliste an den Motorenprüfstand für die 14 Motoren Nachfolgende Anforderungen bestehen an den Motorenprüfstand. • Anlaufströme messen und überprüfen, • Betriebsströme für ROT1 und ROT2 messen und überprüfen, • Headmarker-Impuls überprüfen, • Azimut-/ Pulsersignal und die Umdrehungszahl überprüfen. 2.3 Betriebliche Vorgaben Für die Realisierung der in Kapitel 2.2 genannten Anforderungen sind keine Einschränkungen vorhanden. Es kann frei aus dem Angebot diverser Hersteller zurückgegriffen werden. Dies ist notwendig, da unterschiedliche Lösungsansätze ausgearbeitet werden sollen, die der Entscheidungsfindung dienen. Die spätere technische Lösung sowie Nutzwertanalyse bestimmt welches Konzept zu favorisieren ist. Eine weitere Vorgabe ist es die Kosten gering zu halten. Des Weiteren wird ein automatisierter Prüfablauf angestrebt, um Bedienfehler und Prüfzeiten zu minimieren. Ein vorher zu erstellender Prüfablaufplan wird bei den Entwicklungsarbeiten helfen. KAPITEL 2. ANALYSE DER ANFORDERUNGEN 2.4 8 Ist-Zustand der momentanen Prüfvorrichtung Abbildung 2.2: momentane Prüfvorrichtung Pro Jahr werden zwischen 400 und 800 S-Bandradaranlagen und X-Bandradaranlagen gefertigt und geprüft. Dies geschieht, wie in Kapitel 1.1 erwähnt, mit einer zirka 20 Jahre alten Prüfvorrichtung. Die Prüfvorrichtung kann die Phasenströme im Betrieb des Motors messen. Dazu verbindet der Prüfer zwei Stecker mit dem Anschlussterminal der Radaranlage. Das ist zum einem die Versorgungsspannung, je nach Modell einphasig oder dreiphasig und die Steuerleitungen für die jeweiligen Funktionen der Radaranlage. Nachdem der Prüfer die jeweils erforderliche Versorgungsspannung über einen Stelltrafo eingestellt und diesen Wert auf einem analogen Spannungsmessgerät überprüft hat, kann er die jeweiligen Betriebsströme ablesen. In einem nächsten Schritt werden die gemessen Daten mit den Herstellerangaben verglichen. Die Ströme werden für jede Phase mit jeweils einem analogen Strommessgerät für die S-Bandradaranlagen und X-Bandradaranlagen gemessen. Dies ist notwendig, da die Messbereiche für die Ströme unterschiedlich groß sind, um eine möglichst hohe Auflösung zu liefern. Bei X-Bandradaranlagen betragen die Ströme maximal 0,8A und bei S-Bandradaranlagen 5,5A. 2 Angaben aus der Datenbank von SAP KAPITEL 2. ANALYSE DER ANFORDERUNGEN 9 Gefordert wird auch die Prüfung des Anlaufstromes. Dieser ist nur bedingt mit den analogen Messgeräten darstellbar. Hingegen ist die Ermittlung der Ströme für die Geschwindigkeiten ROT1 sowie ROT2 ausreichend. Die Umschaltung zwischen den beiden Geschwindigkeitsstufen erfolgt mittels Kippschalter. Auf einem Oszilloskopbildschirm wird auf zwei Kanälen jeweils der Headmarker-Impuls und das Azimut-/Pulsersignal dargestellt. Dadurch wird die Kurvenform der beiden Signale deutlich. Auf die geforderte Umdrehungszahl von 24U/min bei ROT1 und 48U/min bei ROT2 kann nur bedingt geschlossen werden. Es wird nur überprüft, ob die beiden Signale anliegen und die Sensoren Signale liefern. Vorhandene Probleme, die durch den neuen Motorenprüfstand erkannt werden sollen, sind: • Ablesefehler bei den analogen Messgeräten, • unzureichende Bestimmung des Anlaufstromes, • Ablesefehler in der Tabelle, ob der zulässige Strom eingehalten wird, • HM-Impuls kann zwar erkannt werden, aber nicht die Umdrehungszahl, • Azimut-/Pulsersignal kann erkannt werden, eine Drehzahlbestimmung ist nicht möglich. Die momentane Prüfzeit pro Radaranlage beträgt 2,5 Minuten. Dies beinhaltet die Verbindungsherstellung mit den notwendigen Steckverbindungen zwischen Radaranlage und Prüfgerät, das Einstellen der jeweiligen Versorgungsspannung laut Tabelle3 , die Auswahl des zu prüfenden Motortyps, das Kontrollieren der einzuhaltenden Phasenströme und das Ablesen des Oszilloskopbildschirmes. 3 Tabelle befindet sich in GR3040PA und GR3041PA Kapitel 3 Realisierungsvarianten des Motorenprüfstandes Um eine Auswahl über mögliche Realisierungsformen treffen zu können, muss aus der Anforderungsliste1 und den Rahmenbedingungen2 , eine minimale Systemvoraussetzungsliste der Komponenten erstellt werden. Damit eine Prüfung der Radaranlagen durchgeführt werden kann, wird eine Betriebsspannung von dreiphasen Drehstrom mit 400V/50Hz benötigt. Diese Spannung ist ausreichend, um alle Motorenspannungen zu erzeugen. Es werden zukünftig digitale Anzeigeelemente für Strom und Spannung verwendet, damit mögliche Ablesefehler durch einen falschen Blinkwinkel auf die Anzeigen vermieden werden. Viele Stromversorgungsgeräte können mit einer externen Steuerung bedient werden. So kann zum Beispiel die Ausgangsspannung des Stromversorgungsgerätes mit einem Analogwert eingestellt werden. Um die unterschiedlichen Motorenspannungen vorzugeben, benötigt die Steuerung einen analogen Ausgang. Der Forderung das Azimut-/Pulsersignal und den HM-Impuls zu überprüfen, kann mit zwei digitalen Eingängen, welche mit einer Frequenz von mindestens 332Hz abtasten [14], nach gekommen werden. Das Azimut/Pulsersignal tritt häufiger auf. Nach folgender Formel wird die Abtastrate berechnet. u 48 min. Pulse Pulse · 415 = 332 60s u sec. 1 siehe 2 siehe Kapitel 2.2 Kapitel 1.4 10 (3.1) KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 11 Die Anzahl der digitalen Eingänge kann sich je nach Steuerungsprinzip erhöhen. Dies wird bei der Vorstellung der möglichen Realisierungsmöglichkeiten in den nächsten Abschnitten deutlich. Dies ist der Fall wenn zum Beispiel zusätzliche externe Taster angeschlossen werden wie Ein- oder Austaster. Mit diesen könnte die Steuerung Ein- oder Ausgeschaltet werden. Die Steuerung der Radaranlage benötigt ein 24V Startsignal (“24V für TCU”) und eine Geschwindigkeitsvorgabe, ob auf ROT1 oder ROT2 geschaltet werden soll. Mit diesem Signal wird die Polumschaltung im Dahlandermotor gesteuert. Um diese drei Funktionen zu realisieren, werden mindestens drei digitale Ausgänge benötigt. Insgesamt ergeben sich daraus folgende Minimalanforderungen: • eins analoger Ausgang, • zwei digitale Eingänge (Abtastrate mindestens 332Hz), • drei digitale Ausgänge. Unter Berücksichtigung der minimalen Systemvoraussetzungen werden nun Varianten zur Realisierung eines Motorenprüfstandes erarbeitet. Anschließend folgt eine Nutzwertanalyse, um abzuwägen welche Variante sich am besten für die Umsetzung eignet und alle Anforderungen erfüllt. Die folgenden Kostenaufstellungen sind zirka Nettopreise ohne Berücksichtigung von Firmenrabatten. Zusätzlich werden noch Kleinteile, Leitungen und Sicherheitselemente wie Not-Aus, Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) benötigt, welche nicht detailliert aufgelistet werden. KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 3.1 12 Vollautomatische Realisierungsvariante Eine vollautomatische Variante hat den Vorteil, dass die gesamte Prüfung ohne externes menschliches Eingreifen erfolgt. Dies reduziert Fehlerquellen erheblich. Um die gewünschte Spannungsversorgung für den Motor bereitzustellen wird ein programmierbares Stromversorgungsgerät verwendet. Damit können sowohl Frequenzen wie auch die benötigten Spannungen variabel eingestellt werden. Gleichzeitig ermöglichen Stromversorgungsgeräte einen vorprogrammierten Prüfablauf zu implementieren. Die Messung von Phasenspannungen, Phasenströmen sowie Leistungen ist bereits integriert. Ein weiterer Vorteil des Stromversorgungsgerätes ist der integrierte Überlastschutz sowie die Kurzschlussfestigkeit. Dies erlaubt es, bis auf Leitungsschutzschalter, auf zusätzlich Absicherungen zu verzichten. Für die Steuerung und Visualisierung des Motorenprüfstandes dient ein Laptop mit dem Betriebssystem Windows XP. Dieses Betriebssystem ist weit verbreitet und wird von vielen Softwareanwendungen unterstützt. Insbesondere das vorgesehene Steuerungsprogramm LabView ist unter XP lauffähig. Mit dem Laptop können die Bedienung des Prüfstandes sowie die Programmierung der Steuerungssoftware realisiert werden. Die Radaranlage benötigt Steuerbefehle und gibt wie in Kapitel 2.1 erwähnt zwei Sensorsignale aus, welche überprüft werden müssen. Dafür wird ein Interface verwendet, welches als ein USB Optokoppler Relaismodul ausgeführt sein kann. Es dient als Verbindungsstück zwischen der Radaranlage und der Steuerung. Dieses ist notwendig, um die Steuerung von Kurzschlüssen und ähnlichen unerlaubten Betriebszuständen zu schützen und die notwendige Steuerspannung von 24V für die Radaranlage bereit zu schalten. Für die Erzeugung der Steuerspannung von 24V, wird ein Labornetzgerät verwendet. Dieses ist kurzschlussfest und benötigt keine zusätzliche Absicherung. Alternativ ist auch die Verwendung eines Festspannungsnetzgerätes möglich. Mit der vollautomatischen Variante sind somit Bedienungs- und Handhabungsfehler auf ein Minimum reduziert. Die einzige Fehlerquelle ist nun das fehlerhafte Einstellen des Motorentyps. Dies würde jedoch zu einer ungültigen Prüfung führen. Somit sind alle Fehlerursachen durch den Bediener beseitigt. In Kapitel 3.2.1, 3.2.2 und 3.2.3 folgen verschiedene Ausführungen eines vollautomatisierten Prüfablaufes. Im Internet sind Hersteller ausfindig gemacht, die die in Kapitel 2.2 genannten Anforderrungen erfüllen. Preise für die Komponenten wurden beim jeweiligen Hersteller erfragt oder auf Websites von Händlern übernommen. KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 3.1.1 13 Vollautomatische Variante 1 Das Stromversorgungsgerät ist bei gleichem Leistungsangebot im Vergleich zu anderen Herstellen am günstigsten. Die maximale Leistung der zu prüfenden Motoren beträgt 1kW. Ein Anlaufstrom von 10A3 ist dabei durchaus möglich[1]. Dafür ist die Leistung des Stromversorgungsgerätes mit 4,5kW ausreichend. Das Labornetzgerät hat einen großen einstellbaren Spannungsbereich und kann einen für die Anforderung ausreichend großen Strom liefern. Dies ist sinnvoll, falls es zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Erweiterung der Anlage kommt. Der Laptop ist für Industrieeinsätze geeignet und ist für die in der Produktion gegeben Arbeitsbedingungen ausgelegt. Andere Hersteller liefern ähnliche Geräte in der gleichen Preiskategorie. Daher gibt es keine besonderen Gründe, für die Entscheidung, zu einem bestimmten Hersteller zu tendieren. Das Interface ist das Einzige, welches die Anforderung erfüllt und in dem Relais verbaut sind. Diese können einen größeren Strom schalten als Transistoren. Sind aufgrund des mechanischen Aufbaus aber langsamer, was die Schaltzeiten betrifft. Da die notwendigen Schaltzeiten vernachlässigbar lang sind, ist dies kein Nachteil. Ein Transportwagen, um den Ansprüchen der Mobilität gerecht zu werden, kann von einer Hamburger Firma geliefert werden. Dieser ist variabel anpassbar und besitzt Rollen die auf elektrostatische Entladung (ESD) geprüfte sind. Somit sind ausreichende Ablagefächer für die verwendeten Komponenten vorhanden. Abbildung 3.1: Hauptkomponenten der VA Variante 1, links Stromversorgungsgerät; mitte Laptop; rechts Interface 3 laut Tabellenbuch[1] kann der Anlaufstrom von Asynchronmotoren 7 · IN betragen Preis in e 17.182,00 Merkmale 3x1500VA/ 3x270VAC/11,1A VLP-1405 PRO 201,11 3 Laptop DELL Vostro V1520 359,00 4 5 Interface Trans-portwagen QUANCOM USBOPTOREL8 TRESTON WTR 140 Universalwagen Summe:4 2 Ausgänge 0-40 V/DC 0-5A 3-6V/DC max. 2A Intel Celeron Processor 900 (2.20GHz, 800MHz FSB,1MB L2 cache), 1024 MB Arbeitsspeicher mit 800 MHz DDR2,15,4Zoll-WXGA-LED-Display mit reflexionsarmer Beschichtung, 160-GB-Serial ATA-Festplatte (5.400 1/min),Integrierte GMA X4500 HDGrafikkarte 8 Eingängen und 8 Relais,12V-30V TxBxH: 650 x 650 x 1415; 150 kg 308,21 999,99 19.050,31 Tabelle 3.1: Kostenaufstellung für VA Variante 1 Stand 06.05.2010 14 4 Preise: KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Hersteller California Instruments Voltcraft Typ 4500Ls-400 2 Gerät Stromversorgungsgerät Labornetzgerät Lfd.-Nr. 1 KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 3.1.2 15 Vollautomatische Variante 2 Die Variante 2 ist günstiger als Variante 1. Dies liegt vor allem daran, dass das Stromversorgungsgerät eine geringere Leistung besitzt und somit einen geringeren Strom treiben kann. Dieser liegt unter dem möglichen Anlaufstrom des leistungsstärksten Motors von 1kW. Dies ist jedoch nicht problematisch, da das Stromversorgungsgerät für eine Sekunde, eine erhöhte Stromabgabe von bis zu 15A ermöglicht5 . Das Festspannungsnetzgerät ist ebenso leistungsschwächer. Statt einem fertigen Transportwagen, wird eine Eigenentwicklungung aus Aluminiumprofilen verwendet. Damit ist die Konstruktion des Motorenprüfstandes flexibler und günstiger als der Fertigbau. Durch zusätzlichen Fertigungsaufwand würde die Realisierung mehr Zeit in Anspruch nehmen. Unten folgt die Kostenaufstellung. 5 Angabe aus dem Datenblatt Typ 2253i/iX Preis in e 11.069,00 Merkmale 2250VA/ 300V/3,25A FSP 2410 98,71 24 - 29 V/DC Ausgangsstrom max. 10 A DELL Vostro V1520 359,00 4 5 Interface Transportwagen QUANCOM USBOPTOREL8 SMT Eigenbau Summe:6 Intel Celeron Processor 900 (2.20GHz, 800MHz FSB,1MB L2 cache), 1024 MB Arbeitsspeicher mit 800 MHz DDR2,15,4Zoll-WXGA-LED-Display mit reflexionsarmer Beschichtung, 160-GB-Serial ATA-Festplatte (5.400 1/min),Integrierte GMA X4500 HDGrafikkarte 8 Eingängen und 8 Relais,12V-30V siehe Anhang A4 2 308,21 419,29 12.254,21 Tabelle 3.2: Kostenaufstellung für VA Variante 2 Stand 06.05.2010 16 6 Preise: KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Hersteller California Instruments Voltcraft 3 Gerät Stromversorgungsgerät Festspannungsnetzgerät Laptop Lfd.-Nr. 1 KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 3.1.3 17 Vollautomatische Variante 3 Die Variante 3 stellt ein völlig anderes Konzept dar. Als Stromversorgung wird ein Frequenzumrichter verwendet. Dieser kann auf die jeweilige Motorenspannung eingestellt werden. Die Steuerung übernimmt nun nicht mehr der Laptop, sondern eine LOGO!. Die LOGO! ist eine reduzierte Variante einer speicherprogrammierbaren Steuerung. Reduziert sind dabei der Hauptprozessor (CPU), der Speicher und die Ein- sowie Ausgänge. Andere Hersteller bieten ähnliche Produkte an. Die Vorteile der LOGO! gegenüber dem Laptop sind die schnellere Einsatzbereitschaft und ein zuverlässigerer Programmablauf. Ein Laptop benötigt durch den Bootvorgang mehr Zeit, um Bereit für eine Prüfung zu sein. Des Weiteren sind Betriebssysteme fehleranfällig und können abstürzen. Da nun die Ströme nicht vom Stromversorgungsgerät gemessen werden können, sind Stromwächter notwendig. Diese liefern einen analogen Messwert in Form von normierten Signalen. Dies kann ein Strom von 4...20mA oder eine Spannung von 0...10V sein. Die Hersteller unterscheiden sich nicht stark in Preis/Leistung. Ebenso gut kann auch ein Stromwächter verwendet werden. Um die Ströme überwachen zu können, werden zusätzlich zu den zwei digitalen Eingängen, drei analoge Eingänge benötigt. Dies ist mit der LOGO! möglich da Standardmäßig von den acht Eingängen, vier als analoge verwendet werden können. Die digitalen Eingänge können mit 5kHz abtasten was der Forderung nachkommt, das Azimut-/Pulsersignal zu kontrollieren. Für den analogen Ausgang ist ein Erweiterungsmodul nötig, standardmäßig sind keine analogen Ausgänge vorhanden. Der analoge Ausgang ist notwendig, um einen Steuersollwert für den Frequenzumrichter vorzugeben. Dadurch kann die benötigte Motorenspannung eingestellt werden. Statt der LOGO! könnte auch ebenso die Easy verwendet werden. Das Paket mit Software und LOGO! wird jedoch günstiger angeboten. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Klärungsbedarf besteht, ob der Frequenzumrichter jeweils mit einem dreiphasigen Motor und einem einphasigen Motor betrieben werden kann. Wenn der Frequenzumrichter dies nicht kann, muss ein zweiter verbaut werden, der nur für Einphasenmotoren verwendet wird. Viele Hersteller weisen in den technischen Handbüchern darauf hin, dass ihre Frequenzumrichter keine stark ausgeprägte unsymmetrische Belastungen der Phasen vertragen. Dies wäre der Fall, wenn nur eine Phase am Ausgang des Frequenzumrichters angeschlossen wird, statt drei. Abbildung 3.2: Hauptkomponenten der VA Variante 3, links Frequenzumrichter; mitte LOGO! mit Textdisplay; rechts Stromwächter Typ SD25309 Preis in e 500,00 FSP 2410 98,71 Merkmale Volt:400 (3Ph); Amp.:9,0; KW:4,0;mit Netzfilter 24 - 29 V/DC Ausgangsstrom max. 10 A 8 Eingänge davon 4 Analog; 4 Relaisausgänge 74,97 4 Eingänge; 4 Relaisausgänge 126,00 2 analoge Ausgänge 6 3 · 161, 00 7 Transportwagen SMT TD NEWS BOX 12/24V 0BA6 DE digitale Erweiterung analoge Erweiterung WAZ1 CMA 1/5/10A ac Eigenbau Summe:7 296,31 Steuerungserweiterung Steuerungserweiterung Stromwächter SIEMENS LOGO! SIEMENS LOGO! SIEMENS LOGO! Weidmüller transformatorisch;Ie=0...10A AC; Ausgang:0(4)...20 mA; =0...10 V siehe Anhang A4 2 3 4 5 Gerät Frequenzumrichter Festspannungsnetzgerät Steuerung 419,29 1998,28 Tabelle 3.3: Kostenaufstellung für VA Variante 3 Stand 06.05.2010 18 7 Preise: KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Hersteller California Instruments Voltcraft Lfd.-Nr. 1 KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 3.2 19 Halbautomatische Realisierungsvariante Ein anderer Lösungsansatz stellt ein halbautomatischer Prüfablauf dar. Der wesentliche Unterschied besteht in der Bereitstellung der Motorenspannung. Diese wird mit einem Stelltransformator realisiert. Dafür muss die notwendige Spannung mit einem Handrad eingestellt werden. Der Nachteil ist, die fehlende Einstellungsmöglichkeit einer Frequenz von 60Hz für die Motoren. Dies könnte durch Umrechnung kompensiert werden. Zum Beispiel: 440V 60Hz = 366,67V 50Hz (eine Erklärung folgt unten) Eine halbautomatische Variante verringert den Automationsgrad und verlangt somit für den Prüfvorgang zusätzliches Eingreifen von extern. Dadurch werden zusätzliche Fehlerquellen geschaffen. Aus diesen Gründen ist ein halbautomatischer Prüfablauf in vielen Anwendungsfällen unerwünscht. An dieser Stelle wird er dennoch in die Betrachtung miteinbezogen. Für die Steuerung wird eine LOGO! mit zusätzlichem, vergrößertem Bedien- und Anzeigeelement verwendet. Die Steuerspannung von 24V, wird wie zuvor von einem Labornetzgerät oder Festspannungsnetzgerät geliefert. Alternativ kann zur LOGO! auch ein Laptop mit dem Optokoppler Relaismodul benutzt werden. Die Nachteile sind aus Kapitel 3.3.3 bekannt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass mögliche Bedienfehler vorhanden bleiben. Zum Beispiel falsche Einstellung der Betriebsspannung der Motoren. Eine Auswahl des Prüfprogramms ist mit der LOGO! nur bedingt möglich. Ergänzung zum Beispiel von oben: Die prozentuale Spannungsdifferenz bei dem Beispiel von oben beträgt 16, 67% gegenüber der eigentlichen Motorenspannung bei 60Hz. Diese = 83, 33% und 100% − 83, 33% = 16, 67% erklärt könnte einfacherweise durch 50·100% 60 werden. Besser hingegen ist, dass die Spannung bei einem 50Hz-Netz verringert werden muss, wenn daran ein für 60Hz-Netze ausgelegter Motor betrieben wird. Der im Motor fließende Strom wird somit begrenzt, was notwendig ist um die Wicklungen des Motors nicht zu überlasten. Folgende Formel erklärt den Zusammenhang der mechanischen Leistung. M= 1000 · P n 2π · 60 Weil f von 60Hz auf 50Hz sinkt, folgt bedingt durch n = Formel 3.2 nach P umgestellt wird, n M · 2π · 60 P= 1000 (3.2) f ·60 p y n ↓ y M ↑ . Wenn die (3.3) ist folgender Zusammenhang ersichtlich. M ↑ y P ↑ . Aus P = U · I · cos(ϕ) folgt, wenn P ↑ y I ↑ . Durch U = I · Z wird deutlich, wenn I ↑ muss U ↓ um den Strom zu begrenzen. KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 3.2.1 20 Halbautomatische Variante 1 Für die Bereitstellung der Motorenspannung dient ein Stelltransformator. Dieser ist Wartungsarm und äußerst zuverlässig. Nachteil ist sein hohes Gewicht von zirka 85 kg bedingt durch die Kupferwicklungen. Dies führt dazu, dass die gesamte Prüfvorrichtung sperrig und schwerfällig zu transportieren ist. Als Steuerung kommt hier wie bei Variante VA 1 in Kapitel 3.3.1 erwähnt, ein Laptop zum Einsatz. Zusätzlich muss zur Spannungsbestimmung, ein Spannungsmessumformer verwendet werden, um die eingestellte Spannung des Stelltransformators zu überprüfen. Eine Kostenaufstellung folgt in Tabelle 3.4. Abbildung 3.3: Hauptkomponenten der HA Variante 1, links Stelltransformator; mitte Laptop; mitte oben Stromwächter; rechts Interface 3.2.2 Halbautomatische Variante 2 Die halbautomatische Variante 2 ist eine weitere Möglichkeit für einen halbautomatischen Motorenprüfstand. Der Unterschied zur Variante 1 ist, dass anstatt des Laptops eine LOGO als Steuerung eingesetzt wird. Vorteile und Nachteile der LOGO! sind in der Variante VA 3 in Kapitel 3.3.3 behandelt worden. Durch Verwendung der LOGO! fällt das Interface weg. Des Weiteren wird ein anderes Labornetzgerät verbaut sowie der Transportwagen selbst gefertigt. Dadurch wird die Anlage wesentlich günstiger. Die Kostenaufstellung folgt in Tabelle 3.5. 3.2.3 Halbautomatische Variante 3 In der Variante 3 wird wie zuvor in Variante 1, das günstigere Netzgerät für die 24V Steuerspannung verwendet. Außerdem wird ein wesentlich leichterer Stelltransformator verbaut. Dieser kann einen kleineren Strom von 12A liefern. Dadurch werden die Querschnitte der Kupferleitungen kleiner und es kommt somit zu einer Gewichtsreduzierung. Der Strom von 12A ist dennoch ausreichend für die Anlaufströme des stärksten Motors. Eine Kostenaufstellung folgt in Tabelle 3.6. Typ CMV20-E3 20A Preis in e 1000,05 FSP 2410 98,71 DELL Vostro V1520 359,00 4 5 Interface Stromwächter 6 Transportwagen 7 Spannungsmessumformer QUANCOM USBOPTOREL8 308,21 Weidmüller WAZ1 CMA 3 · 161, 00 1/5/10A ac TRESTON WTR 140 Uni- 999,99 versalwagen Phoenix MCR-VAC-UI-0- 99,00 Ue=0-370VAC; Ausgang:0(4)...20mA; 0...10V Contact DC Summe:8 3347,96 Tabelle 3.4: Kostenaufstellung für HA Variante 1 2 Stand 06.05.2010 Intel Celeron Processor 900 (2.20GHz, 800MHz FSB,1MB L2 cache), 1024 MB Arbeitsspeicher mit 800 MHz DDR2,15,4Zoll-WXGA-LED-Display mit reflexionsarmer Beschichtung, 160-GB-Serial ATA-Festplatte (5.400 1/min),Integrierte GMA X4500 HDGrafikkarte 8 Eingängen und 8 Relais, 12V-30V transformatorisch;Ie=0...10A AC; Ausgang:0(4)...20mA; 0...10 V TxBxH: 650 x 650 x 1415; 150 kg 21 8 Preise: Merkmale 4800VA; Ue=400V; Ua=0-112%; Ia=20A; Gewicht=85kg 24 - 29 V/DC Ausgangsstrom max. 10 A KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Hersteller Caroroll & Meynell Voltcraft 3 Gerät Stelltransformator Festspannungsnetzgerät Laptop Lfd.-Nr. 1 2 3 4 5 6 7 Typ TD NEWS BOX 12/24V 0BA6DE Digitale Erweiterung VLP-1405 PRO Preis in e 296,31 Merkmale 8 Eingänge davon 4 analog; 4 Relaisausgänge Steuerungserweiterung Labornetzgerät Hersteller SIEMENS LOGO! SIEMENS LOGO! Voltcraft 74,97 4 Eingänge; 4 Relaisausgänge 201,11 Stelltransformator Stromwächter Caroroll & Meynell Weidmüller CMV20-E3 20A 1000,05 3 · 161, 00 Transportwagen Spannungsmessumformer SMT Phoenix Contact WAZ1 CMA 1/5/10A ac Eigenbau MCR-VAC-UI-0DC Summe:9 2 Ausgänge 0-40 V/DC 0-5A 3-6V/DC max. 2A 4800VA; Ue=400V; Ua=0-112%; Ia=20A; Gewicht=85kg transformatorisch;Ie=0..10 A AC; Ausgang:0(4)..20mA; 0...10V siehe Anhang A4 Ue=0-370VAC; Ausgang:0(4)...20mA; 0...10V Gerät Steuerung 419,29 99,00 2573,73 Tabelle 3.5: Kostenaufstellung für HA Variante 2 Stand 06.05.2010 22 9 Preise: KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Lfd.-Nr. 1 2 3 4 5 6 7 Gerät Steuerung Steuerungserweiterung Festspannungsnetzgerät Stelltransformator Stromwächter Transportwagen Spannungsmessumformer Hersteller SIEMENS LOGO! SIEMENS LOGO! Voltcraft Typ TD NEWS BOX 12/24V 0BA6DE Digitale Erweiterung FSP 2410 Preis in e 296,31 Merkmale 8 Eingänge davon 4 analog; 4 Relaisausgänge 74,97 4 Eingänge; 4 Relaisausgänge 98,71 24 - 29 V/DC Ausgangsstrom max. 10A Tufassons OITA 15 863,10 Weidmüller WAZ1 CMA 1/5/10A ac Eigenbau MCR-VAC-UI-0DC Summe:10 3 · 161, 00 Ue=400 VAC; Ua=0...450VAC; Ia=12A; Gewicht=4kg transformatorisch;Ie=0...10A AC; Ausgang:0(4)...20mA; 0...10V siehe Anhang A4 Ue=0-370VAC; Ausgang:0(4)...20mA; 0...10V SMT Phoenix Contact 419,29 99,00 2334,38 Tabelle 3.6: Kostenaufstellung für HA Variante 3 Stand 06.05.2010 23 10 Preise: KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Lfd.-Nr. 1 Variante VA 1 - VA 2 - VA 3 - Vorteile schnelle Inbetriebnahme des Motorenprüfstandes durch wenig Konstruktions- und Programmieraufwand universell und erweiterungsfähig durch die verwendeten Komponenten geringes Gewicht gute Visualisierung des Prüfablaufes mit Hilfe des Laptops möglich sehr Leistungsfähige Einzelkomponenten fehlerhafter Prüfvorgang durch automatischen Prüfablauf sehr unwahrscheinlich Nachteile späte Einsatzbereitschaft für eine Prüfung der Radaranlagen aufgrund des Bootvorgangs vom Laptop - sehr hohe Kosten durch das Stromversorgungsgerät - fehleranfällige Anlage aufgrund des Laptops - zügige Inbetriebnahme des Motorenprüfstandes durch leicht erhöhten Konstruktions- und Programmieraufwand universell und erweiterungsfähig durch die verwendeten Komponenten geringes Gewicht gute Visualisierung des Prüfablaufes mit Hilfe des Laptops möglich leistungsfähige Einzelkomponenten fehlerhafter Prüfvorgang durch automatischen Prüfablauf sehr unwahrscheinlich - späte Einsatzbereitschaft für eine Prüfung der Radaranlagen aufgrund des Bootvorgangs vom Laptop - hohe Kosten durch das Stromversorgungsgerät - fehleranfällige Anlage aufgrund des Laptops schnell für eine Prüfung der Radaranlagen bereit - bedingt erweiterungsfähig aufgrund der speziellen Komponenten - längere Inbetriebnahmezeit durch Konstruktions- und Programmieraufwand fehlerhafter Prüfvorgang durch automatischen Prüfablauf unwahrscheinlich - geringes Gewicht - sehr geringe Kosten der Komponenten Tabelle 3.7: Zusammenfassung von Vor- und Nachteilen der vollautomatischen Varianten hohen KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES In Tabelle 3.7 findet eine Zusammenfassung von Vor- und Nachteile der vollautomatischen Varianten statt. Die Tabelle 3.8 zeigt Vor- und Nachteile der halbautomatischen Varianten. 24 Vorteile - schnelle Inbetriebnahme des Motorenprüfstandes durch wenig Konstruktions- und Programmieraufwand - geringe Kosten der Komponenten - gute Visualisierung des Prüfablaufes mit Hilfe des Laptops möglich - HA 2 - schnell für eine Prüfung der Radaranlagen bereit sehr geringe Kosten der Komponenten zuverlässig - HA 3 - schnell für eine Prüfung der Radaranlagen bereit sehr geringe Kosten der Komponenten zuverlässig - Nachteile späte Einsatzbereitschaft für eine Prüfung der Radaranlagen aufgrund des Bootvorgangs vom Laptop sehr hohes Gewicht und sehr sperrig aufgrund des Transformators fehlerhafter Prüfvorgang aufgrund eines nicht automatisierten Prüfablaufs wahrscheinlich bedingt erweiterungsfähig aufgrund der speziellen Komponenten fehleranfällige Anlage aufgrund des Laptops sehr hohes Gewicht und sehr sperrig aufgrund des Transformators schlecht erweiterungsfähig aufgrund der speziellen Komponenten längere Inbetriebnahmezeit durch hohen Konstruktions- und Programmieraufwand - fehlerhafter Prüfvorgang aufgrund eines nicht automatisierten Prüfablaufs wahrscheinlich hohes Gewicht und sperrig aufgrund des Transformators schlecht erweiterungsfähig aufgrund der speziellen Komponenten längere Inbetriebnahmezeit durch hohen Konstruktions- und Programmieraufwand - fehlerhafter Prüfvorgang aufgrund eines nicht automatisierten Prüfablaufs wahrscheinlich Tabelle 3.8: Zusammenfassung von Vor- und Nachteilen der halbautomatischen Varianten KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Variante HA 1 25 KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 3.3 26 Zusammenfassung der unterschiedlichen Varianten Die Betriebs- und Wartungskosten liegen bei allen Varianten im gleichen Kostenbereich und können daher als Entscheidungsfaktor vernachlässigt werden. Ebenso sind Kosten für Leitungen, Kleinteile, Taster und Leitungsschutzschaltern bei allen Varianten nicht zu berücksichtigen. Die Kosten unterscheiden sich nur unwesentlich. Die angegebenen Preise, sind Preisangaben die durch Nachfrage bei Lieferanten zustande kamen und dienen lediglich als Richtwert. Teilweise wurden auch Preisangaben auf Internetseiten der jeweiligen Vertriebspartner ermittelt. Aus der Kostenaufstellung ist zu entnehmen, dass die Variante 3 im vollautomatischen Betrieb die Preiswerteste ist. Daher wird sie von den Entscheidungsträgern favorisiert. 3.4 Nutzwertanalyse der vorgestellten Varianten Mit dem Instrument der Nutzwertanalyse wird die Entscheidungsfindung nachvollziehbar ermöglicht. Dabei werden folgende Kriterien berücksichtigt: • die Auswahl zwischen mehreren Alternativen durch eine Systematisierung der Einzelbewertungen zu erleichtern, • unterschiedliche Kriterien in ihrer Komplexität zu strukturieren, • gleichzeitige Berücksichtigung qualitativer und quantitativer Kriterien, • teilweise subjektive Wertvorstellungen zu objektivieren, • Bewertungen und Auswahlentscheidungen transparenter zu gestalten[15]. Die Methode der Nutzwertanalyse wird immer dann angewendet, wenn Investitionsentscheidungen zwischen mehreren Alternativen vorliegen, bei denen die objektiven wie subjektiven Kosten-Nutzen-Kriterien unterschiedlich gewichtet bzw. ausgeprägt sind. Wenn zusätzlich mehrere Bewertungskriterien vorliegen, d.h. wenn zwischen komplex zusammengesetzten Entscheidungsalternativen die optimale Variante auszuwählen ist, ist die Nutzwertanalyse das zu wählende Mittel. Die Anwendung dieser Methode erfolgt nicht nur, wie hier bei der Auswahl und Bewertung mehrer Realisierungsalternativen, sondern auch in der Bewertung von Kunden oder Lieferanten, aber auch in der Personalauswahl und anderen vergleichbaren Bewertungs-/Entscheidungssituationen[10]. Zur Durchführung der Nutzwertanalyse werden Entscheidungskriterien ermittelt und unter einem gegebenen Zielsystem entsprechend bewertet. Folgend ist die Vorgehensweise in Stichpunkten aufgeführt, nach der die Nutzwertanalyse durchgeführt wird. KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES 27 Vorgehensweise: 1. Entscheidungsziel, Bewertungskriterien festlegen 2. Bestimmung der zu untersuchenden Alternativen 3. Gewichtungsfaktoren der Zielkriterien bestimmen 4. Nutzwert-(Punkte-) Skala mit Minimal-, Zwischen- und Maximalwerten festlegen 5. Teilnutzen je Alternative und Kriterium bestimmen 6. Teilnutzen je Alternative und Kriterium auf Punktwerte (Scores) übertragen 7. Gesamtnutzen der Alternativen durch Addition der Punktwerte ermitteln 8. Auswahl der optimalen (gesamtnutzenmaximale) Alternative[10] Um die unterschiedlichen Varianten bewerten zu können, wird eine Nutzwertanalyse durchgeführt. Anhand der Auswahlkriterien wird ein Gewichtungsgrad festgelegt. Automatisierungsgrad, Bediensicherheit und Kosten sind wichtige Entscheidungsfaktoren und bekommen die höchste Gewichtung. Die Summe der Gewichtung muss eins sein. Der Zielertrag gibt Auskunft in wie weit die Vorgaben erfüllt sind. Die Zahl zehn stellt dabei die maximale Erfüllung der Anforderung dar. Das aus der Nutzwertanalyse gewonnene Ergebnis entscheidet darüber, welche Variante zu favorisieren ist. Die endgültige Entscheidung liegt allerdings beim Bereichsleiter. Die Ergebnisse der durchgeführten Nutzwertanalyse folgen in Tabelle 3.9. 3.5 Auswertung der gewonnenen Ergebnisse aus der durchgeführten Nutzwertanalyse Aus der Nutzwertanalyse geht hervor, dass Variante 3 in der vollautomatischen Ausführung den größten Nutzwert besitzt. Die Nutzwerte der halbautomatischen Ausführungen sind wesentlich geringer als die der Variante 3 VA. Dies liegt daran, dass der Grad der Automatisierung zu gering ist und sich dadurch das Gesamtergebnis verschlechtert. Die Varianten 1 VA und 2 VA sind zu kostspielig und verhindern somit ein besseres Gesamtergebnis. Als Realisierungsvorschlag gegenüber den Entscheidungsträgern wird daher die Variante 3 VA vorgestellt. Um die endgültigen Kosten ermitteln zu können, werden erste Konstruktionszeichnungen und Stromlaufpläne erstellt. Auf dieser Grundlage aufbauend können die Kosten für alle Komponenten ermittelt werden. Anhand erster Zeichnungen und Rücksprache mit Lieferanten wurde die nachfolgende Stückliste erstellt. Nach Rücksprache mit dem Hersteller des Frequenzumrichters für die dreiphasigen Motoren wurde bestätigt, dass dieser keine unsymmetrische Belastung verträgt und sich abschaltet. Somit wird ein zusätzlicher Frequenzumrichter zur Bereitstellung der Motorenspannung der einphasigen Motoren notwendig. In der Tabelle 3.10 werden die benötigten Komponenten des Motorenprüfstandes aufgeführt. Kriterien Grad der Automatisierung Zeit der Einsatzbereitschaft Bedienfehlersicherheit Zuverlässigkeit Erweiterungsfähigkeit Zeit für Umsetzung Kosten Gewichtung 0,3 0,1 0,2 0,1 0,05 0,05 0,2 VA Variante 1 Zielertrag Teilnutzen 10 3 3 0,3 9 1,8 5 0,5 9 0,45 4 0,2 2 0,4 6,65 VA Variante 2 Zielertrag Teilnutzen 10 3 3 0,3 9 1,8 5 0,5 8 0,4 4 0,2 3 0,6 6,8 VA Variante 3 Zielertrag Teilnutzen 8 2,4 7 0,7 7 1,4 8 0,8 6 0,3 7 0,35 8 1,6 7,55 Gewichtung 0,3 0,1 0,2 0,1 0,05 0,05 0,2 HA Variante 1 Zielertrag Teilnutzen 3 0,9 8 0,8 5 1 8 0,8 6 0,3 7 0,35 7 1,4 5,55 HA Variante 2 Zielertrag Teilnutzen 3 0,9 8 0,8 5 1 8 0,8 5 0,25 7 0,35 8 1,6 5,7 HA Variante 3 Zielertrag Teilnutzen 5 1,5 4 0,4 7 1,4 6 0,6 6 0,3 4 0,2 7 1,4 5,8 Tabelle 3.9: Nutzwertanalyse der möglichen Realisierungsformen KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Kriterien Grad der Automatisierung Zeit der Einsatzbereitschaft Bedienfehlersicherheit Zuverlässigkeit Erweiterungsfähigkeit Zeit für Umsetzung Kosten 28 Menge 1St Preis in e 500,00 ODE1-12075-DE 1St 250,00 LOGO! TD Starter Box 6ED1 057-3BA10-0AA0 Digitale Erweiterung DM8 12 / 24R LOGO! AM2 AQ 1St 300,00 1St 75,00 4 Eingänge; 4 Relaisausgänge 1St 126,00 2 analoge Ausgänge 3St 161,00 Krauss Naimer Krauss Naimer WAZ1 CMA 1/5/10A ac CG4 A220-600 E CG4 A220-600 E 1St 1St 16,00 16,00 Umschalter Krauss Naimer CG4 A220-600 E 1St 16,00 10 Stufenschalter Krauss Naimer CG4 A230-600 E 1St 22,00 11 12 13 Ausschalter Not Aus-Schalter Ausschalter Krauss Naimer Krauss Naimer Krauss Naimer KG10A T202/04 E P SN-PV-K01 CG4 A290-600 E 1St 1St 1St 26,00 22,00 16,00 transformatorisch;Ie=0..10A AC; Ausgang:0(4)...20mA; 0...10V Schalterstellung 1-2; Schild: 1P-3P Schalterstellung 1-2; Schild: SBand/X-Band Schalterstellung 1-2; Schild: 50Hz60Hz Schalterstellung 1-2-3; Schild: 230V-400V-440V 3-polig Rückstellung durch ziehen Schalterstellung 0-1; Schild: Steuerung AUS-EIN weiter auf der nächsten Seite Gerät Frequenzumrichter Frequenzumrichter Steuerung Hersteller Power Electronics POPHOF Antriebstechnik SIEMENS LOGO! 4 Steuerungserweiterung SIEMENS LOGO! 5 6 Steuerungserweiterung Stromwächter SIEMENS LOGO! Weidmüller 7 8 Umschalter Umschalter 9 2 3 Merkmal Volt:400 (3Ph); Amp.:9,0; KW:4,0; mit Netzfilter Volt:230 (1Ph); Amp.:4,3; KW:0,37; 8 Eingänge davon 4 Analog; 4 Relaisausgänge; 200 Logikblöcke 29 Typ SD25309 Pos. 1 KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Resultierende Stückliste des Motorenprüfstandes Preis in e 15,00 15,00 30,00 110,00 30,50 Merkmal Ein-Taster grün Aus-Taster rot 40A/30mA/4-polig Türmasse:478 x 598 Art.Nr. 276845 Contactor, 5,5kW/400V, AC-operated 2St 130,00 12m 1,76 Art.Nr. 2811116; ±0...10V/0...20mA 8 schwarz, 2m SMT SMT SMT SMT S208NSOS6 S208NSMS8 S208NSMS5 S208MV 10St 10St 10St 1St 0,25 0,24 0,24 1,24 8, ohne Steg, M6 8, mit Steg, M8 8, mit Steg, M5 8 PA SMT SMT SMT SMT SMT SMT SMT SMT SMT S208HG160PA S208SCHPAR S208GW S208WAK40 S208L75A S208LDF75A S208HS830 S208HS816 S1084040L 1St 4St 2St 12St 2St 2St 30St 10St 12St 1St 2,25 1,62 2,59 0,37 12,32 14,82 0,25 0,20 9,48 136,00 8 PA 160 8 PA rechts 8 40x40 Gerät Drucktaster flach Drucktaster flach RCD Schaltkasten Schütz Hersteller Krauss Naimer Krauss Naimer ABB Lentz Moeller 19 DC/DC-Wandler Phoenix Contact 20 Abdeck- u. Einfassprofil Nutenstein Nutenstein Nutenstein Magnetverschluss Handgriff Scharnier Gelenkwinkel Abdeckkappe Lenkrolle Lenkrolle Halbrundschraube Halbrundschraube Profil Stromversorgung 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 D75 antistatisch D75 Doppelfeststeller antistatisch M8x30 M8x16 8 40x40 leicht 240VAC/24VDC/10 weiter auf der nächsten Seite KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Menge 1St 1St 1St 1St 1St SMT Typ P SN-WD0001 P SN-WD0002 F204 A-40/0,03 GH60-210 DILM12-10 (400V50HZ, 440V60HZ) MCR-VDC-UI-BDC S208AEPSCHW Pos. 14 15 16 17 18 30 36 37 38 Gerät Hersteller Leitungsschutzschalter Leitungen, Hutschienen und Kabelkanal aus fertigungsnaher Lagerung Relais Sicherungsklemme Typ Menge 1St Preis in e 14,00 1St 50,00 5St 8,11 5St 1,82 Summe: 2803,70 Tabelle 3.10: Stückliste des Motorenprüfstandes Merkmal FAZ; B16A;3 pol 24V AC/DC 20mm KAPITEL 3. REALISIERUNGSVARIANTEN DES MOTORENPRÜFSTANDES Pos. 35 31 Kapitel 4 Realisierung des Motorenprüfstandes 4.1 Technische Umsetzung Nachdem die Form der Realisierung festgelegt und eine Stückliste erstellt wurde, kann die Umsetzung des Motorenprüfstandes beginnen. Dafür werden endgültige Konstruktionszeichnungen in AutoCad 2006 erstellt1 . Mit deren Hilfe können Mitarbeiter der Fertigung den Schaltkasten für den Motorenprüfstand bauen. Die Positionen der Durchbrüche und die Positionen der Komponenten werden in einer weiteren Zeichnung festgelegt. Um die elektrischen Komponenten miteinander zu verbinden, werden in Eplan 5.7 Stromlaufpläne erstellt2 . Das Steuerungsprogramm wird in einer LOGO implementiert. Dafür existiert eine eigene Software des Herstellers. In LOGO!Soft Comfort V6.1 wird die Steuerung erstellt3 . Dies erfolgt mit Hilfe von Funktionsblöcken. Abschließend werden diverse Parameter an den zwei Frequenzumrichtern, Stromwandlern und der Steuerung parametriert4 . Bevor mit allen Arbeiten begonnen werden kann, wird eine Simulation zu den Einflüssen der Frequenzumrichter auf die Motoren durchgeführt. Es soll vermieden werden, dass der Motorenprüfstand, Motoren als defekt erkennt, welche jedoch keinen Defekt aufweisen. Auf die entstehenden negativen Auswirkungen, während des Einsatzes von Frequenzumrichtern und die damit verbundene Problematik, wird im Anhang A3 näher eingegangen. Durch den Einsatz von Frequenzumrichtern entstehen Netzrückwirkungen sowie damit verbundene EMV-Einflüsse[16]. An dieser Stelle wird davon ausgegangen, dass diese Problematik bekannt ist. Aufgrund der im Anhang A3 aufgeführten Probleme, wie den Schaltvorgängen und der Netzrückwirkung, werden Simulationen in Simplorer durchgeführt. Dies verdeutlicht die EMV-Auswirkungen auf die Motoren und das Spannungsnetz in der Produktion. Zusätzlich werden die Harmonischen untersucht. Diese Untersuchung klärt, ob der Einsatz eines Frequenzumrichters negative Auswirkungen auf den Motor haben könnte. Bedingt durch Harmonische überlagern sich Frequenzspektren. Diese Überlagerung führt zu einem Stromanstieg. Dieser erhöhte Strom führt allmählich zu Isolationsschäden, welche sich negativ auf die Lebensdauer der Motoren auswirken könnte, wenn der Motor nicht für diese Ströme ausgelegt ist. 1 Konstruktionszeichnungen im Anhang B3 im Anhang B2 3 Steuerung im Anhang B1 4 Liste der Parameter im Anhang B4 2 Stromlaufpläne 32 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 4.2 33 Notwendigkeit der Simulation beim Einsatz eines Frequenzumrichters Wie in Kapitel 4.1 erwähnt führen Netzrückwirkungen zu großen Problemen in den Energieversorgungsnetzen und den daran angeschlossenen Geräten. Die Auswirkungen auf Geräte und deren Komponenten sind vielfältig und können nicht allgemein betrachtet werden. Es kommt zu Abweichungen der Kenngrößen von Spannungsamplitude, Frequenz sowie Spannungs- und Stromform. Aufgrund der unterschiedlichen Auswirkungen, sind Lösungsmöglichkeiten auch immer separat zu betrachten. Maßnahmen um die Auswirkungen von Oberschwingungen innerhalb der Anlage zu reduzieren, müssen nicht unbedingt die im Netz verursachten Verzerrungen reduzieren. Es gibt mehrere verbreitete Probleme die durch Oberschwingungen verursacht werden. Einige sind hier stichpunktartig aufgeführt[16]. Durch Oberschwingungsströme in Anlagen verursachte Probleme: • Überlastung von Neutralleitern, • Fehlauslösung von Leitungsschutzschaltern / Leistungsschaltern, • Skineffekte, • Überbeanspruchung von Kompensations-Kondensatoren, • Verstärkung der Probleme mit magnetischen Wechselfeldern die durch nicht EMVgerechte Elektroinstallationen entstehen. Durch Oberschwingungsspannungen verursachte Probleme: • Spannungsverzerrungen, • Überhitzung und Hochlaufschwierigkeiten von Drehfeldmotoren, • Nulldurchgangsstörungen (bei elektronischen Betriebsmitteln, die sich an den Nulldurchgängen orientieren). Die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) beschreibt das Verhältnis zwischen der maximal auftretenden Störung und dem maximal tolerierbaren Störpegel zur Wahrung der Funktion eines Gerätes. Im Bereich des Elektroenergienetzes werden Störgrößen bis zu einer Frequenz von 2kHz nach VDE 0838 betrachtet. Einige der im EMVG92 geregelten Einflussgrößen für die EMV sind hier stichpunktartig aufgeführt. KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 34 Einige Einflussgrößen für die EMV: • Netzrückwirkungen, • Blitzeinwirkungen, • Elektrische Felder, • Korona-Entladungen, • Magnetische Felder, • Elektrostatische Entladung, • Elektromagnetische Felder. • Elektrische Korrosion. Bei dem Motorenprüfstand treten bedingt durch den Frequenzumrichter und Asynchronmotor überwiegend Harmonische auf. Diese werden durch nichtlineare Verbraucher wie Induktivitäten hervorgerufen. Wenn das Signal periodisch ist, besteht es aus Sinusschwingungen, deren Frequenzen ganzzahlige Vielfache (n = 0, 1, 2, ...) der Grundfrequenz f1 sind. Die Grundfrequenz hat die gleiche Periodendauer wie das Gesamtsignal (Abbildung 4.1). Diese Komponenten bezeichnet man als Harmonische mit der Ordnungszahl n. Durch leistungselektronische Geräte wie Frequenzumrichter entstehen überwiegend Transiente. Dies sind Störimpulse, die beim Abschalten von induktiven Lasten entstehen. Da sich Schaltkontakte von elektronischen Bauelementen, wie zum Beispiel IGBT’s, nur endlich schnell öffnen können, erzeugt die induzierte Spannung in der Induktivität einen Funkenüberschlag über dem geöffneten Schaltkontakt. Nachdem der Stromfluss durch Erlöschen des Funkens zusammengebrochen ist, bildet sich über dem Kontakt wiederum eine Spannung, die erneut zu einem Funkenüberschlag führt. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis die Energie der Induktivität nicht mehr ausreicht. Durch Harmonische und Transiente treten Überströme auf, die zur Zerstörung von Kondensatoren im Frequenzumrichter führen können. Durch die Überlagerung von Grund- und Oberschwingungen können Sicherungen und Schutzrelais, bedingt durch Überhitzung ausgelöst werden. Nach DIN VDE 0839 kann der Motorenprüfstand in die Umgebungsklasse 1 eingeordnet werden. Dazu zählen geschützte Versorgungen mit niedrigeren Pegeln wie im öffentlichen Versorgungsnetz (Labore, Schutzeinrichtungen, Datenverarbeitung). Dies bedeutet das Spannungsschwankungen nicht größer als ±8% auftreten dürfen. Nach der VDE 0838 Teil 2 wird der Motorenprüfstand zusätzlich in die Geräteklasse A eingestuft, die für symmetrische dreiphasige Betriebsmittel gilt. In der VDE 0838 Teil 2 ist festgelegt, wie hoch die zulässigen Oberschwingungsströme in Niederspannungsnetzen für Betriebsmittel mit einem Eingangsstrom ≤ 16A maximal sein dürfen. Die zulässigen Stromoberschwingungen sind in Tabelle 4.1 dargestellt. Des Weiteren ist die VDE 0839 Teil 2 wichtig. Darin enthalten sind in Tabelle 4.2 die zulässigen relativen Grenzwerte für Spannungsoberschwingungen in Niederspannungsnetzen. KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES Ordnung n Max Ungerade 3 5 7 9 11 13 15...39 35 Oberschwingungsstrom in A Klasse A 2,3 1,14 0,77 0,40 0,33 0,21 0,15· 15/n Gerade Klasse A 2 1,08 4 0,43 6 0,3 8..40. 0,23· 8/n Tabelle 4.1: Verträglichkeitspegel für Oberschwingungen der Geräteklasse A, bei einem Eingangsstrom < 16A nach VDE 0838 Teil 2 Ordnungszahl n Verträglichkeitspegel in % ungeradzahlige, nicht durch 3 teilbare Werte von n 5 6,0 7 5,0 11 3,5 13 3,0 17 ≤ n ≤ 49 2, 27 · (17/n) − 0, 27 ungeradzahlige, durch 3 teilbare Werte von n 3 5,0 9 1,5 15 0,4 21 0,3 21 < n ≤ 45 0,2 geradzahlige Werte von n 2 2,0 4 1,0 6 0,5 8 0,5 10 0,5 10 < n < 50 0, 25 · (10/n) + 0, 25 Gesamtverzerrung der Spannung THD(%) 8 Tabelle 4.2: Verträglichkeitspegel für Oberschwingungen der Spannung in Niederspannungsnetzen nach VDE 0839 Teil 2 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 36 Abbildung 4.1: Grundschwingung und die dazugehörigen Harmonischen 4.3 Simulation der Auswirkungen des Frequenzumrichters auf die Motoren In der Simulation mit dem Programm Simplorer 5.0 wird ein Frequenzumrichtermodell aufgebaut. Das Modell kann variabel an den jeweiligen Frequenzumrichter angepasst werden. Weiterhin besteht das Modell aus einem Versorgungsnetz in dem die Impedanzen und Spannungen angepasst werden können sowie eine veränderbare ohmsche-induktive Last. Auf Grund fehlender Parameter der verwendeten Motoren wie Statorwiderstand, Rotorwiderstand, Statorstreuinduktivität, Rotorstreuinduktivität und Trägheitsmoment kann kein Model einer Asynchronmaschine verwendet werden, welches realitätsnäher ist als die ohmsche-induktive Last. Aus dem Datenblatt des Frequenzumrichters (SD250) ist bekannt, dass die Pulsweitenmodulation (PWM) mit einer Pulsfrequenz von 3kHz getaktet wird. Das Signal wird mittels Sinus-Dreieck-Vergleich erzeugt. Dabei hat der Sinus die Netzfrequenz von 50Hz und das Dreiecksignal die Pulsfrequenz. Je höher diese Pulsfrequenz ist, umso geringer wird der Einfluss der Unsymmetrie, welche bedingt durch die Gegentaktung der Wechselrichterzweige auftritt. Ab einer Frequenz von 2kHz ist diese praktisch nicht mehr nachweisbar [16]. Die Ansteuerung des Gates der IGBT’s erfolgt mit Hilfe von Petrinetzen. Der Frequenzumrichter an sich ist aus einer ungesteuerten B6-Gleichrichterbrückenschaltung, einem Zwischenkreis mit Glättungskondensator sowie einem selbstgeführten Stromrichter aufgebaut. Ob der Stromrichter aus den hier verwendeten IGBT’s besteht ist nicht bekannt. Dies ist für eine Simulation nicht relevant, da sich MOSFET’s, GTO’s oder IGBT’s nur in der Schaltzeit und der Mindestpausenzeit, bevor die Bauteile wieder schalten dürfen, unterscheiden. Dies kann mit einer Pausenzeit in den Petrinetzen berücksichtigt werden. Die Halbleiterbauelemente könnten mit Hilfe von Exponentialkennlinien an die realen Bauteile angepasst werden, wenn die Charakteristik der Bauteile bekannt ist. Für die Nachbildung aller relevanten elektrischen Größen wird KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 37 in der Simulation ein 3x400V/50Hz-Motor mit einer Leistung von 180W verwendet. Dieser wird ebenso in den späteren Messungen und der Fast-Fourier-Transform-Analyse (FFT-Analyse) verwendet. Nach VDE 0838 Teil 3, EN61000-3-3, dürfen Impedanzen im Stromversorgungsnetz Werte in L1,L2 und L3 von 0, 16Ω/0, 318mH nicht überschreiten. Im N-Leiter sind es 0, 24Ω/0, 478mH. Auf dieser Grundlage werden die Netzimpedanzen wie in Abbildung 4.2 gewählt. Die ohmschen und induktiven Werte der Last werden am Motor gemessen und dann errechnet. Mit dem Multimeter Fluke 177 (SAM Prüfnummer: 1808605216) wird ein Gesamtwiderstand von 165Ω ermittelt. Aufgrund der Dreieckschaltung beträgt der Strangwiderstand 247, 5Ω5 . Dieser ist an allen drei Strängen gleich. Daraus resultierend wird unter Angaben des Herstellers die Induktivität der Motorwicklungen bestimmt. Der Motor nimmt einen Strom von 0,32A bei 400V in ROT1 auf. Dies sind Aufgrund von ILL = IStr = √ 3 XL durch 0,32A √ 3 = 0, 185A pro Phase. Da Z = U IStr = 400V 0,185A = 2162, 2Ω ergibt, kann p Z = R2 + (XL − XC )2 ermittelt werden. XC ist bedingt durch die Wicklungen beim Motor gegenüber XL vernachlässigbar klein. Somit kann der Einfachheit halber XL durch XL = p √ Z 2 − R2 = 2162, 22 Ω − 247, 52 Ω = 2148Ω bestimmt werden. Die Induktivität kann durch L = XL 2π f = 2148Ω 2π·50Hz = 6, 837H ermittelt werden. In der folgenden Abbildung 4.2 ist das Netzwerk in Simplorer zu sehen, mit dem der Frequenzumrichter nachgebildet wird. Alle eingestellten Parameter sind an den jeweiligen Symbolen zu sehen. Die Spannungsquellen weisen eine Phasenverschiebung von jeweils 120◦ auf. Diese Spannung wird mit der B6-Brücke gleichgerichtet und mit einem Kondensator geglättet. Je größer diese Kapazität ist, desto geringer wird die Welligkeit der erzeugten Gleichspannung. Dadurch würde sich jedoch die Mittelkreisspannung erhöhen und langsamer auf den Wert von 563V absinken. Mit den Volt- und Amperemetern werden die wichtigsten Größen überprüft. Der Stromrichter wird durch das Petrinetz gesteuert. Die Weiterschaltbedingungen werden an den Transitionen dargestellt. Der Modulationsgrad aus dem Dreieck- und Sinussignal bestimmt die Höhe der Ausgangsspannung des Stromrichters. Je größer der Modulationsgrad, umso größer wird Spannung an der Last. Auf das Verfahren der PWM mittels Sinus-Dreieckvergleich wird nicht näher eingegangen, da dies detailliert in diversen Fachbüchern und Artikeln nachzulesen ist[5]. Wichtig bei der Erzeugung der PWM ist, dass die Sinusträgersignale eine Phasenverschiebung von 120◦ aufweisen müssen. In Abbildung 4.3 ist das Ergebnis der Simulation zu sehen. Dargestellt sind die Amplituden. Angegeben sind die Effektivwerte. Die Zwischenkreisspannung (VG_Kreis.V) mit 563V, die Spannung an der Last (VL_L1L2.V) zwischen den Phasen L1 und L2 wo deutlich das PWM-Muster zu erkennen ist, die Spannung eingangsseitig (VN_L1.V) an L1 mit 230V, der relativ sinusförmige Laststrom (AL_L1.I) an L1 mit 294mA und der Strom eingangsseitig (AN_L1.I) an L1 von 60mA der Transiente aufweist. in Kapitel 4.4 werden die Signale detailliert ausgewertet. 5 Berechnung siehe Anhang A2 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES Abbildung 4.2: Simplorermodell für einen Frequenzumrichter 38 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES Abbildung 4.3: Simplorersimulationsergebnisse des Frequenzumrichters 39 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 4.4 40 Auswertung der Simulationssrgebnisse Die Simulation wurde im DAY Post Prozessor näher untersucht. In Abbildung 4.4 sind fünf Signale abgebildet. Die Zwischenkreisspannung VG_Kreis.V weist eine leichte Welligkeit auf. Diese entsteht durch die B6-Brücke. Dadurch sind pro Periode sechs Wellen zu sehen. Der Spannungswert von 563,4V kommt durch uˆ = √ √ 6 ·UStr = 6 · 230V = 563, 4V zustande. Die Netzspannung VN_L1.V beträgt u = uˆ = 324, 8V . Dies ist eine der drei Phasenspannungen von 229,67V, welche sich durch √uˆ2 = 229, 67V ergibt. Auf der Lastseite ist das Signal VL_L1L2.V abgebildet. Deutlich ist das PWMSpannungssignal zu erkennen, dessen Maximalwert den der Zwischenkreisspannung entspricht. Der zugehörige Strom an der Last ist AL_L1.I und hat einen Wert von iˆ = 416mA. Der ˆ Effektivwert wird durch i = √i2 = 294mA bestimmt. Zu sehen ist ein nahe zu sinusför√ miger Strom. Dadurch kann der Effektivwert mit 2 berechnet werden. Je höher die PWM-Frequenz ist, umso sinusförmiger wird das Signal. Zur besseren Darstellung ist das Signal skaliert um einen Faktor von 1000. Das zweite Stromsignal ist der Eingangsstrom AN_L1.I und ebenfalls um 1000 skaliert. Deutlich zu sehen sind die Transienten, die durch abschalten von Induktivitäten entstehen. Das Signal hat einen Effektivwert von 60mA. Der Wert wird in Simplorer bestimmt, da die Ermittlung des Effektivwertes schwieriger als zuvor ist. Zu sehen sind einige Stromspitzen mit Werten bis zu 981mA. Diese Spitzen sind die Transienten und treten periodisch auf, bedingt durch das Abschalten der induktiven Lasten durch die IGBT’s. Je größer der Kondensator im Zwischenkreis dimensioniert ist, desto geringer werden diese Stromspitzen. Dies liegt an der größer werdenden Zeitkonstante und der größeren Kapazität, die Energie der Induktivitäten speichert. In Abbildung 4.5 sind der Übersicht halber alle Spannungen nochmals dargestellt. Zusätzlich ist nun der Effektivwert von Um_PWM dargestellt. Dieser berechnet sich durch ma V G_Kreis.V · = 228, 9V . Um_PW M = √ 2 2 Die zugehörige Amplitude ist in um_PWM dargestellt und hat einen Wert von uˆ = 338V . Dieses Signal wird mit Hilfe von um_PW M = ma · V G_Kreis.V · sin(2π · f · t) gebildet, wobei 2 ma der Modulationsgrad ma = uˆsin uˆ4 = 1 0,87 = 1, 15 ist. KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 41 Abbildung 4.4: Signale aus der Simulation des Frequenzumrichters Abbildung 4.5: Effektivwert und Amplitude vom PWM-Signal des Frequenzumrichters KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 42 In Abbildung 4.6 ist eine FFT-Analyse des Stromes auf der Netzeingangsseite AN_L1.I durchgeführt. Zu sehen sind die Oberschwingungsanteile der Amplitude. Bedingt durch die Transienten sind die Anteile der 5., 7., 11., 13., 17. und 19. stark ausgebildet. Die Berechnung des THD in Simplorer ergab einen Wert von 2,4%. Dieser ist hoch, jedoch im Rahmen der erlaubten Toleranz nach Tabelle 4.2. Verbessert werden könnte dieser Wert mit einem größeren Glättungskondensator im Zwischenkreis. Was die Messung in der Realität ergibt, wird sich in Kapitel 6.2 zeigen. Der Gesamte harmonische Verzerrung (THD-Wert) gibt Auskunft darüber wie hoch die nichtlinearen Anteile in einem Signal sind. Also die Verzerrungen eines elektrischen Signals. Dies hat Ähnlichkeit mit dem üblichen Klirrfaktor. Der THD definiert sich wie folgt: T HD(%) = q x22 + x32 + x42 + ... · 100% x1 (4.1) Dabei ist x durch das jeweilige Signal zu ersetzen. Zum Beispiel, wenn das Spannungssignal untersucht werden soll, wird x durch U ersetzt. Nach VDE 0838 wird die Berechnung bis zur 40. Ordnung durchgeführt, wie in der Formel 4.2 dargestellt. s 40 ∑ ·Un2 T HDU (%) = n=2 U1 · 100% (4.2) In Abbildung 4.7 ist eine FFT-Analyse der Ausgangsspannung VL_L1L2.V durchgeführt. Diese ergab einen THD von 0,0106%, was einen sehr guten Wert darstellt und auf sehr wenige Oberschwingungsanteile hindeutet. Das das PWM-Signal mit einer Trägerfrequenz von 3kHz erzeugt wird, ist gut zu erkennen. Bei jeweils 2,9kHz und 3,1kHz treten Störsignale auf. Diese Wiederholen sich mit kleiner werdenden Amplitude bei 5,9kHz und 6,1kHz. Bedingt durch die Modulation, wie das PWM-Signal erzeugt wird, treten diese Störungen bei den markanten Frequenzen auf. Der THD ist so gut, weil er bis zu einer Frequenz von 2kHz errechnet wird. Bis zu dieser Frequenz sind fast keine Oberschwingungsanteile zu finden. Die anderen Signale sind für die FFT-Analyse weniger wichtig. KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES Abbildung 4.6: FFT-Analyse des Eingangsstromes Abbildung 4.7: FFT-Analyse der Lastspannung 43 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 4.5 44 Schlussfolgerung Die Analyse der Signale ergab, dass keine Verletzung der Vorschriften und Normen vorliegt. Der Motorenprüfstand kann bedenkenlos zur Prüfung der Motoren gefertigt werden und für die spätere Prüfung der Motoren verwendet werden. Was jedoch die anschließende Inbetriebnahme für Ergebnisse liefert, ist an dieser Stelle noch unklar. 4.6 Erstellung der technischen Unterlagen Entwurf der Steuerung Nachdem die Form der Realisierung feststeht, kann mit dem Steuerungsentwurf begonnen werden. Um den Entwurf zu vereinfachen wird ein Flussdiagramm6 erstellt, welches den ungefähren späteren Prüfablauf wiedergibt. Aufbauend auf dem Flussdiagramm wird eine Entwicklungsmethodik für die Steuerung ausgewählt. Neben Ablaufsteuerungen und Automaten wie Mealy und Moore, ist aufgrund von praktischer Erfahrung, die Entscheidung für “Steuerungstechnisch interpretierte Petrinetze” (SIPN) gefallen. Diese sind aus der Vorlesung Steuerungstechnik bekannt und eignen sich gut, um daraus späteren Code zu generieren. Aus der Analyse der Anforderungen in Kapitel 2, sind die notwendigen Programminhalte bekannt. Darauf hin kann mit der Erstellung des SIPN’s begonnen werden. In jeder Steuerung ist ein Programmkopf notwendig, in dem die Initialisierung sowie sicherheitsrelevante Funktionen wie Not-Aus untergebracht sind. Danach erfolgt die Auswahl des zu prüfenden Motors. Ist dies geschehen, kann die Prüfung der Motoren beginnen. Aus Kapitel 2.2 sind die Anforderungen bekannt und es wird nach folgendem Ablauf die Prüfung durchgeführt, 1. der Anlaufstrom ist in Ordnung, 2. der Betriebsstrom bei ROT1 ist in Ordnung, 3. das Headmarkersignal und Azimut-/Pulsersignal ist in Ordnung, 4. der Betriebsstrom bei ROT2 ist in Ordnung. Nach Erfüllung der Testbedingungen wird die Prüfung beendet und alle Ergebnisse werden auf dem Display ausgegeben7 . Auf den kommenden Seiten folgen zwei Flussdiagramme. In der Abbildung 4.8 ist der Prüfablauf dargestellt und in Abbildung 4.9 die Motorenauswahl. Danach folgt in Abbildung 4.10 das SIPN der Logosteuerung. 6 siehe 7 siehe Abbildung 4.8 Abbildung 6.2 und 6.3 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 45 Start Anlage Einschalten Hauptschalter einschalten Steuerung Einschalten 24V Steuerspannung einschalten Motorart auswählen per Stufenschalter Prüfung starten Taster für Prüfung Prüfergebnisse anzeigen Prüfung erfolgreich? Ja Auf dem Textdisplay Nein Fehlermeldung Auf dem Textdisplay Ende Abbildung 4.8: Flussdiagramm des Prüfablaufs 3Ph 50Hz 3Ph 230V satz laden 60Hz 1Ph 230V 50Hz 1Ph 230V Abbildung 4.9: Flussdiagramm der Motorenauswahl 3Ph 3Ph 3Ph 400V 60Hz satz laden Parameter- 3Ph 3Ph 440V 60Hz satz laden Parameter- 440V/60Hz 1Ph 1Ph 230V 50Hz satz laden Parameter- 230V/50Hz 1Ph 1Ph 230V 60Hz satz laden Parameter- 230V/60Hz 3Ph Ja Betriebsstrom i.O.? ROT2 Ja 24 u/min i.O.? Ja Betriebsstrom i.O.? Ja Anlaufstrom i.O.? ROT1 3Ph 230V 50Hz satz laden Parameter- 230V/50Hz Ende *bei X-Band 60Hz 3Ph 400V/60Hz S-Band Ende Fehlermeldung Fehlermeldung Fehlermeldung Fehlermeldung 3Ph 400V 50Hz satz laden Parameter- 400V/50Hz Radarart Prüfung erfolgreich Nein Nein Nein Nein 3Ph 230V 60Hz satz laden Parameter- 230V/60Hz X-Band Start Prüfung erfolgreich Ja Betriebsstrom i.O.? ROT2 Ja 24/29* u/min i.O.? Ja Betriebsstrom i.O.? Ja Anlaufstrom i.O.? ROT1 satz laden Parameter- Parameter- satz laden 230V/50Hz Parameter- 1Ph 230V/60Hz 230V/50Hz 1Ph Flussdiagramm Motorenauswahl 3Ph Nein Nein Nein Nein 3Ph 3Ph 400V 50Hz satz laden Parameter- 400V/50Hz Fehlermeldung Fehlermeldung Fehlermeldung Fehlermeldung 3Ph 230V 60Hz satz laden Parameter- 230V/60Hz 3Ph 3Ph 400V 60Hz satz laden Parameter- 400V/60Hz 3Ph 3Ph 440V 60Hz satz laden Parameter- 440V/60Hz KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 46 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 47 0.0 MB1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 T0 0.3 0.1 T2 Steuerung Ein ≥1 T1 NotAus Stopp 0.2 1.0 T3 1.1 1.2 S-Band X-Band T4 weiter auf S.2 T5 weiter auf S.4 S. 6.1 1 Abbildung 4.10: SIPN der Logosteuerung KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 48 S-Band 2.0 1Phase 3Phasen T6 T12 2.7 2.1 230V 230V T13 T14 T15 weiter auf der nächsten Seite 2.2 50Hz 60Hz T8 2.3 T9 2.5 Start Start T10 Prüfung beginnt SV1 440V 400V T7 2.4 T11 2.6 Prüfung beginnt SV2 2 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 49 2.7 230V 440V 400V T13 3.0 3.5 50Hz 60Hz T16 3.1 50Hz T20 3.3 3.6 Start T18 3.2 60Hz T17 Start Prüfung beginnt SV3 T15 T14 4.0 Start Start T19 3.4 T21 Prüfung Prüfung beginnt beginnt SV4 SV5 T22 3.7 T23 4.1 Prüfung beginnt SV6 60Hz T24 4.2 Start T25 Prüfung beginnt SV7 4.3 3 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 50 X-Band 5.0 1Phase 3Phasen T26 T32 5.7 5.1 230V 230V 440V 400V T27 T33 T34 T35 weiter auf der nächsten Seite 5.2 50Hz 60Hz T28 5.3 T29 5.5 Start Start T30 Prüfung beginnt XV1 5.4 T31 5.6 Prüfung beginnt XV2 4 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 51 5.7 230V 440V 400V T33 6.0 6.5 50Hz 60Hz T36 6.1 50Hz T40 6.3 6.6 Start T37 6.2 60Hz T38 Start Prüfung beginnt XV3 T35 T34 7.0 Start Start T39 6.4 T42 Prüfung Prüfung beginnt beginnt XV4 XV5 T41 6.7 T43 7.1 Prüfung beginnt XV6 60Hz T44 7.2 Start T45 Prüfung beginnt XV7 7.3 5 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 52 Start Prüfablauf exemplarisch für X-Bandradaranlage Variante 1 (XV1), ist für jede der 14 Auswahlmöglichkeiten gleich. Unterschiedlich sind die Parameter. T46 Prüfung beginnt XV1 (für jede Auswahl gleich) 5.4 ROT1 eingeschaltet T47 ROT 1 Anlaufstrom Anzeigen 8.0 Anlaufstrom O.K. n.i.O T48 T54 Betriebsstrom anzeigen 8.1 Betriebsstrom OK T49 8.6 Fehlermeldung quittieren T55 Drehzahl anzeigen 8.2 Drehzahl O.K. T50 8.3 ROT 2 ROT2 eingeschaltet T51 8.4 Betriebsstrom anzeigen Betriebsstrom O.K. S. 1.1 T52 8.5 Prüfung beendet quittieren T53 6 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 53 Nach Fertigstellung der Flussdiagramme und des Petrinetzes wird mit der Programmierung begonnen. Für die LOGO! existiert eine eigene Software mit der das Steuerungsprogramm erstellt werden kann. Die Bedienung ist intuitiv gehalten und somit selbsterklärend. Das negative an der LOGO! sind die begrenzten Ressourcen. Dadurch ist eine strikte Optimierung notwendig sowie ein Umdenken während des Steuerungsentwurfes. Es stehen in der Steuerung 200 Funktionsblöcke, 27 Merker zur Verfügung und jedes logische Gatter besitzt vier Eingänge. Damit sind die Programmressourcen schnell erschöpft. Die Auswahl des jeweiligen Motors und somit die Parameterfestlegung wird mit Und- sowie Oder-Gattern realisiert. In Differenzschwellwertschaltern können die jeweiligen Werte für die Anlaufströme sowie den Betriebsströmen bei ROT1 und ROT2 abgelegt werden. Wenn die Messwerte der Stromwächter in den zuvor abgelegtem Wertebereich der Differenzschwellwertschaltern liegen, schalten diese Funktionsblöcke und können weiter ausgewertet werden. Die Messwerte liefern Stromwächter, welche an den Analogeingängen der Steuerung I1, I7 und I8 liegen. Die Frequenzumrichter werden mit jeweils einem Analogausgang angesteuert. Als Signal dient dabei ein Spannungspegel von 0V...10V. Darauf hin stellt sich am Frequenzumrichter die gewünschte Motorenspannung ein. Die Ansteuerung der jeweiligen analogen Ausgänge erfolgt mit einem Multiplexer, welche zuvor durch Und- und OderGattern den jeweiligen Wert für die Motorenspannung laden. Die internen Steuerungswerte von 1000 entsprechen dabei einer Ausgangsspannung von 10V. Die Überprüfung des Azimut-/Pulsersignals bzw. HM-Signal erfolgt mit Zählern. Diese zählen während eines bestimmten Zeitfensters von 2,5 sec. die Pulse und vergleichen diese mit den Vorgaben aus der GR3040PA und GR3041PA. Die Zeit von 2,5 sec. wurde gewählt, weil dies genau einer Umdrehung der Antenne bei ROT1 entspricht. Die Prüfung des Anlaufstromes erweist sich mit der LOGO! als schwierig. Dafür wurde ein Schaltungsaufbau aus Multiplexern, Komparatoren sowie Zählern gewählt, deren Funktionsweise im Zusammenspiel nicht sofort zu erkennen ist. Die momentanen Ströme werden mit einem Komparator überprüft. Dieser entscheidet, ob der Aktualwert größer oder kleiner ist, als der zuvor ermittelte Wert. Ein Zähler wird so lange erhöht, bis der Aktualwert mit dem Zählerwert übereinstimmt. Ist der momentane Wert hingegen kleiner als der Zählerwert, behält der Zähler diesen Wert. Somit ist in dem Zähler der maximale Wert dauerhaft hinterlegt. Dieser Wert entspricht gleichzeitig dem maximalen Strom, welcher mit dem Anlaufstrom gleich zu setzen ist. Bei Betätigung des Austasters werden alle Zähler gelöscht. Ist das Programm der Steuerung bereit, wird der Programmmerker M8 gesetzt und ausgewertet. Danach wird ein Meldetext (“Motorenprüfstand bereit AUS drücken”) an das Display übertragen und die Prüfung der Motoren kann beginnen. Alle anderen Werte werden für den Bediener mit Hilfe eines Meldetextes auf einem Textdisplay angezeigt8 . Erst nachdem die jeweilige Prüfung bestanden ist, wird mit der nächsten Prüfung begonnen. Der Bediener muss die jeweiligen Messwerte auf dem Bedienerpanel quittieren, bevor mit einer erneuten Prüfung begonnen werden kann. Dies soll sicherstellen, dass die ermittelten Werte zur Kenntnis genommen wurden. In Abbildung 4.11 folgt eine grobe Teilübersicht der gesamten Steuerung. 8 siehe Abbildung 6.2 und 6.3 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES M10 B186 >1 M16 B028 Q ROT2 B029 M3 RS M R B141/1 B187 I >1 B023/R Q3 (24V TCU) R RS Q 5/B163/2 Rem = off & M13 Par B051 Trg Ax Par B046/R B191/4 5/B163/4 ROT1 I2 (EIN) B108/4 Q4 (FU1 Starten) B057/4 B188 I Q5 (FU2 Starten) 1 Q Par R B032 M4 RS M M13 >1 Gain=1.0 Offset=0 On=50 Delta=15 Point0 Ax B025 M16 Auswahl des jeweiligen Motors B016 & A B190/2 Par B197/3 I9 (S-Band/X-Band) M P Par Prio = 125 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled A Par I6 (1P/3P) B033/1 En T Rem = off 08:00s+ I6 B009 Ax B186/1 M P Q1 (ROT1) Q M10 En nach zu langer Prüfung, Fehlermeldung B057 Betriebsstrom ROT1 1P n.I.O B052 & Trg B059 M14 Par Rem = off B033 M10 B058 >1 Par Prio = 117 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled B063/3 B184 S/X_HM/R B185 S_AZI/R Betriebsstrom ROT1 1P OK B011 & S B195 X_AZI/R Q 5/B102/4 I B015 Gain=1.0 Offset=0 On=30 Delta=15 Point0 B065/2 B150/Trg B065/4 A A V1=B22+ V2=0 V3=0 V4=0 Point=2 ((B22+0)+0)+0 5/B096/3 B143/1 B056 T Rem = off 06:00s+ 5/B102/2 B038/R Rem = off Strom prüfen ob Sollwert erreicht wird B054 AI6 En 5/B157/3 5/M18 S Analogwert der Phase 1 auswerten B053 S B030 Par Betriebsstrom für einphasige Motoren überprüfen Dauer der Stromprüfung Q2 (ROT2) & M7 I5 (AUS) Eingeschaltet 54 B001 XV1 I Gain=1.0 Offset=0 On=290 Delta=20 Point0 Ax B055 B103/1 & B113/3 B031 & A Par B146/1 B002 XV2 I10 (50Hz/60Hz) Gain=1.0 Offset=0 On=290 Delta=20 Point0 & I B114/3 B097/1 & 5/B098/3 B003 XV3 B070/2 & I11 (230V) B060 Anlaufstrom für einphasige Motoren überprüfen 5/B159/3 I 5/B121/2 B198/1 B004 XV4 B105 B097/2 Trg B106 AI6 En 5/B164/3 Ax Rem = off 03:00s+ B071/2 Par B142/1 B148/1 B074/2 B149/1 B006 XV6 & A V1=B23+ V2=0 V3=0 V4=0 Point=2 ((B23+0)+0)+0 5/B166/3 & I B111 T 5/B123/3 B199/1 B005 XV5 I12 (400V) B085 & & A Par Gain=1.0 Offset=0 On=120 Delta=60 Point0 Anlaufstrom ROT1 1P OK B115 & B109 >1 B108 Trg B110 M15 En T 5/B126/3 I6 & B008 XV7 B057/3 Anlaufstrom ROT1 1P n.I.O B086 & B078/2 B076/2 B192/1 M P 5/B168/3 B007 M13 En Par Prio = 119 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled 5/B125/3 B142/2 Ax B114 Gain=1.0 Offset=0 On=260 Delta=70 B117 Point0 Ax B103/4 & B116/3 B002 XV2 M Par Prio = 127 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled A Par B140/1 P Rem = off 05:00s+ B112 5/B169/3 & B010 SV1 B053/3 B113 B001 XV1 & A Par B012 SV2 B116 Gain=1.0 Offset=0 On=500 Delta=200 B118 Point0 Ax B146/4 & B119/3 B010 SV1 & A B013 SV3 B097/3 5/B128/3 B080/2 & 5/B171/3 B014 SV4 B198/4 5/B131/3 5/B174/3 B082/2 B199/4 B012 SV2 & Betriebsstrom für dreiphasige Motoren überprüfen ROT1 Analogwerte der 3 Phasen auswerten 5/B175/3 5/B132/3 B084/2 B063 B149/4 B142/3 M4 B018 SV6 B119 B097/4 & B017 SV5 & Par Gain=1.0 Offset=0 On=500 Delta=200 Point0 B148/4 5/B135/3 5/M11 5/B178/3 & B142/4 B087/2 B019 B089/2 & & B061 Trg B064 AI6 En B068 T Par Rem = off V1=B22+ 06:00s+ V2=B37 V3=B45 V4=3 Point=2 ((B22+B37)+B45)/3 Ax A A Par Gain=1.0 Offset=0 On=30 Delta=15 Point0 B070 B003 XV3 Betriebsstrom ROT1 3P OK B072 & B066 >1 5/B180/3 & M4 B140/4 B065 & B067 M P Rem = off 08:00s+ Par Prio = 124 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled A Par Gain=1.0 Offset=0 On=40 Delta=15 Point0 M17 En T I6 B033/4 5/B163/3 Betriebsstrom ROT1 3P n.I.O B062 Trg 5/M11 B069 Ax B186/3 M P 5/B137/3 B020 SV7 5/B157/4 M16 En Par Prio = 118 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled B071 B004 XV4 & Analogwertvorgabe der jeweiligen FU´s B198 B003 XV3 B073 Ax >1 B189 V1 =0+ V2=500 V3=575 V4=0 Point =2 >1 B140 B008 XV7 B144 En >1 S2 >1 B017 SV5 Ax AQ1 (Sollwert FU1) AQ A Par V1 =B189+ V2=B151 V3=925 V4=0 B005 XV5 Point =2 B142 B151 AM2 En S2 B149 >1 B018 SV6 B003 XV3 B187 A B093 & >1 B008 XV7 & B079 A Par V1 =0+ V2=850 V3=1000 V4=0 Point =2 Gain=1.0 Offset=0 B013 SV3 On=200 Delta=25 Point0 B081 Ax & B080 & A Par Gain=1.0 Offset=0 On=220 Delta=30 Point0 >1 B103 B001 XV1 B076 B078 Ax Par B143 B097 B013 SV3 Gain=1.0 Offset=0 On=20 Delta=8 Point0 AM S1 B004 XV4 Par Gain=1.0 Offset=0 B006 XV6 On=20 Delta=8 B077 Point0 Ax Par B148 B017 SV5 B006 XV6 & A A >1 B018 SV6 B074 B075 S1 B020 SV7 A Par B199 B004 XV4 B014 SV4 B005 XV5 AM S1 S2 B006 XV6 Gain=1.0 Offset=0 B005 XV5 On=20 Delta=5 Point0 AM1 En B141 & A Par B013 SV3 B187 B014 SV4 >1 B010 SV1 B082 B014 SV4 & B094 >1 B083 B145 B002 XV2 Ax AQ2 (Sollwert FU2) En B146 AQ S1 >1 S2 A Par Gain=1.0 Offset=0 On=125 Delta=15 Point0 Par B012 SV2 A V1 =0+ V2=870 V3=1000 V4=0 Point =2 B084 B017 SV5 & Motorenprüfplatz bereit B039 Gain=1.0 Offset=0 On=130 Delta=25 Point0 HM und Azimutsignal überprüfen I I2 & Maximalen Stromwert ermitteln, dieser tritt in der Regel im Anlauf auf R En Dir P Par Par Prio = 115 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled B034 Trg & M8 (Anlaufmerker) M Ax B193 Cnt B087 B018 SV6 B090 Headmaker-Signal OK B184 S/X_HM Rem = off On=1+ Off=3 Start=0 M20 Par M Gain=1.0 Offset=0 On=10 Delta=5 Point0 AI1 (Strom Phase 1) B089 B020 SV7 Ax High Ay B024 En A S2 I MAX-Wert 1 B107 I2 B185 S_AZI R I9 B047 & B194 Cnt Trg B197 P Par Prio = 114 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled & M Azimut-Signal X-Band OK I2 B195 X_AZI B196 Cnt ständige Prüfung mit der Zykluszeit der Logo B026 P Par Prio = 113 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled M & B037 AI M Ax High hi M6 B042 A Ax Par Ay Gain =1.0+ Offset=0 Point =2 B041 Ref.B038 En A S2 A MAX-Wert 2 Par On =0 Off =0 Gain =1.0+ Offset =0 Point=0 B035 B152 M7 Trg Rem = off 02:00s+ 01:00s M S Anzeigen der Phasenströme B036 hi & R Par RS RS Rem = off 5/M18 En P & Prio = 121 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled B050 A Ax Par X1 X Par High hi Ay Gain =1.0+ Offset=0 Point =2 B049 Ref.B046 En S1 S2 A M9 A MAX-Wert 3 Par On =0 Off =0 Gain =1.0+ Offset =0 Point=0 B044 & Ersteller: Erstellt/Geändert: B046 I5 M9 R Cnt M B048/4 Dir Par Rem = on On=B45+ Off=0 Start=0 Par V1 =B46+ V2=0 V3=0 V4=0 Point =1 Matthias Lübbe Projekt: Motorprüfgerät Kunde: 29.04.10 09:17/03.08.10 11:02 Anlage: Datei: Steuerrung_final_auf_LOGO.lsc Zeichen-Nr.: Seite: Geprüft: B040/4 B048 B045 Ax Phasenströme B147 M Dir Par AI3 (Strom Phase 3) AI High B028/3 M6 R Cnt Rem = on On=B37+ Off=0 Start=0 V1 =B38+ V2=0 V3=0 V4=0 Point =1 1xlang wenn ohne ROT2 B150 Par B038 I5 & Par Trg B027/4 M1 1 S1 I2 M Dir Par AI2 (Strom Phase 2) M22 En Dir Par Rem = off On=10+ Off=75 Start=0 Auswahl ob Prüfung mit ROT1 und ROT2 statfinden soll oder nur ROT1; notwendig wenn Motor ohne Getriebe gestestet wird M2 R Cnt Rem = on On=B22+ Off=0 Start=0 B040 R I9 M21 En Dir Par Rem = off On=100+ Off=420 Start=0 T B023 I5 & Par Rem = off 03:60s+ Max-Wert zurücksetzen On =0 Off =0 Gain =1.0+ Offset =0 Point=0 V1 =B23+ V2=0 V3=0 V4=0 Point =1 Azimut-Signal S-Band OK & M2 A Par S1 B190 & M4 B021 A I4 (Azimut) B191 >1 Ax Par Gain =1.0+ Offset=0 Point =2 hi B192 M13 5/M11 B022 AI & B027 aktuellen Wert mit vorherigen Wert auf maximum vergleichen A T Rem = off 03:00s+ M P A Par I3 (Head-Maker) B043 M23 En Par Prio = 123 Quit = off Text1: ISO8859_1 Text2: disabled B088 Ax 1 / 16 Abbildung 4.11: grobe Übersicht eines Teils der Logosteuerung, detailiertere Zeichnungen sind im Anhang B1 KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 55 Entwurf der Stromlaufpläne Das Zeichnen der Stromlaufpläne erfolgt mit Eplan 5.7. Dies ist ein gängiges Tool, um unter Einhaltung von DIN-Normen Schaltpläne zu erstellen. DIN 40712 für Allgemeine Schaltzeichen, DIN 40719 für Beschriftung von Betriebsmittel oder DIN 40717 für Schaltzeichen für Installationspläne sind nur einige Beispiele. Das Programm beinhaltet vorgefertigte Bauteilbibliotheken und Symbole. Somit sind die gefertigten Unterlagen entsprechend der Norm und können von jeder Fachkraft umgesetzt werden. Die Reihenfolge und Anordnung der Bauteile der benötigten Komponenten werden nach Herstellerangaben, IEC 364-4-1 (Schutzeinrichtung und Abschaltbedingungen) und weiteren Vorschriften durchgeführt. Dabei sind Leitungsquerschnitte, Selektivität und Sicherheitsvorschriften zu beachten. Die Werte der Sicherungselemente sind vom jeweiligen Hersteller und der Norm vorgeschrieben[3]. Unten folgen in Abbildung 4.12 die Stromlaufpläne. Entwurf der Konstruktionszeichnungen Konstruktionszeichnungen werden mit dem Programm AutoCad 2008 angefertigt. Dieses Programm unterstützt den Konstrukteur bei der Zeichenarbeit und erleichtert ihm die Einhaltung der nötigen DIN-Normen, die für technische Zeichnungen gelten. Einige Normen wie die DIN 406 für Maßeintragungen, DIN 1356 für Darstellung von Linien und Schraffuren in Bauzeichnungen oder DIN 6771 für Zeichenblattformate seien hier exemplarisch erwähnt. Bauteile können aus vorhandenen Bauteilbibliotheken genommen werden und in der Zeichnung abgelegt werden. Durch variable Anordnung der Bauteile kann die Größe des Schaltkastens bestimmt werden und der Bauteilplatz optimal ausgenutzt werden. In Abbildung 4.13 folgen die Konstruktionszeichnungen. KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 1 2 3 4 5 1 3 5 2 4 6 1 3 5 2 4 6 R S 6 7 8 9 26.07.10 CAD 56 1F2 16A 1A0 EMV-Filter U V W L1 L2 L3 1K1 OBSERVE COPYRIGHT DIN ISO 16016 .3 1F1 A-40/0,03 T1 T2 T3 L1 L2 L3 1 1S1 2 T 1T1 Schutzvermerk DIN ISO 16016 beachten U V W 3 4 PE L2 L3 N PE A 12.07.10 nderung Datum Name Luebbe Gepr. Luebbe 1B3 6 7 8 9 V W L1 N Urspr. Ers.f. M 14 L+ M 4.0 4.0 = Frequenzumrichter Hauptverteilung Norm N 2 L+ 11 Stromw„chter 1B2 1K9 4.4 U 24.03.10 Bearb. V 14 5 SPANNUNG 400V/50Hz LuebbeDatum 1T3 24V Netzteil U 11 SPANNUNG 2 L1 Stromw„chter 1B1 1 EINSPEISUNG X1 Stromw„chter A2 L1 FU2+ /4.6 FU2- /4.7 1 FU2 MOTOR 3P A1 1K1 N 1T2 1K8 4.2 PE L1 FU1+ /4.6 FU1- /4.6 3 FU1 26.07.10 NOT AUS MOTOR 1P 1S0 + Bl. 271.xxx xxx.STR Ers.d. 4 3 Bl. (a) Energieverteilung9 CAD 1 2 3 4 5 6 7 9 8 26.07.10 24V DC M 1 3 1 1 1 4 2 2 2 I7 I8 1S6 50Hz/60Hz 3 1 1K5 .1 1A2 I1 I2 I3 I4 I5 I6 M Q2 M Q3 M Q4 M I9 Q5 M 1 1F5 1F6 1F7 1F8 1F9 0,5A 0,5A 0,5A 0,5A 0,5A I10 Q6 2 1 I11 Q7 2 1 I12 DMS 12/24R L+ M Q8 A1 A1 12 A1 1K6 A2 1K7 A2 2 1 2 V1+ 1B4 A1 A1 1K8 A2 L+ 7 M1 8 V2+ .8 A 11 14 13 14 12.07.10 nderung Datum .8 .8 11 14 13 14 LuebbeDatum Name .8 .8 3.5 11 1B5 L+ 7 8 DC M L+ M A2 Luebbe Gepr. Luebbe Norm 11 14 3.7 11 3.5 FU2 FU2 + 3.7 15 16 17 18 19 20 HMA SYNA ROT1 ROT2 24V TCU 24V GND 14 Hauptverteilung Urspr. Ers.f. Ers.d. (b) Logosteuerung Abbildung 4.12: Stromlaufpläne 9 detailiertere 14 3.7 14 24.03.10 Bearb. 14 1K9 A2 3.5 .8 11 M2 HM/AZIMUT- M 3.9 1K7 .2 DC DC FU1 FU1 + L+ 14 M 13 3.9 11 AM2 AQ DC 1K5 1K6 .1 1A3 L+ LOGO Q1 14 Zeichnungen sind im Anhang B2 LOGO STEUERUNG 26.07.10 M 11 ROT1/ROT2 L+ SIGNAL 1S2 230V/400V/440V 1B3 1S5 1S4 1B2 1A1 Steu. EIN OBSERVE COPYRIGHT DIN ISO 16016 1B1 S-Band/X-Band 1S3 AUS 2A Schutzvermerk DIN ISO 16016 beachten 4 1S8 2 EIN 1P/3P 1S7 1F10 = + 271.xxx xxx.STR Bl. 4 4 Bl. KAPITEL 4. REALISIERUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES (a) Zeichnung der Bauteilanordnug10 (b) Zeichnung der Durchbrüche Abbildung 4.13: AutoCad-Zeichnungen 10 detailiertere Zeichnungen sind im Anhang B3 57 Kapitel 5 Funktionsprüfung des Motorenprüfstandes Nach dem der Motorenprüfstand fertig gestellt wurde, erfolgt wie bei jeder anderen elektrischen Anlage eine Funktionsprüfung. Diese soll klären, ob alle geforderten Funktionen gegeben sind und alle Geräte einwandfrei funktionieren. Um dies sicher zu stellen wird eine Inbetriebnahme sowie Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 durchgeführt. Anschließend erfolgt ein exemplarischer Test des Motorenprüfstandes mit einer geprüften Radaranlage aus der Fertigung. Danach werden die Auswirkungen des Motorenprüfstandes auf die Motoren sowie Messergebnisse untersucht. Abbildung 5.1: Neu entwickelter Motorenprüfstand 58 KAPITEL 5. FUNKTIONSPRÜFUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 5.1 59 Inbetriebnahme des Aufbaus Die Inbetriebnahme des Aufbaus dient zur Sicherstellung, dass der Motorenprüfstand ordnungsgemäß funktioniert und den gängigen Sicherheitsvorschriften entspricht. Diese soll Verdrahtungsfehler und fehlerhafte Bauteile erkennen. Besonders wichtig ist hierbei, dass der Motorenprüfstand alle elektrotechnischen Sicherheitsanforderungen, wie zum Beispiel Fehlerspannung und Berührungsspannung, Potentialausgleich, Schutzleiter, Leitungsschutzschalter erfüllt. Dabei wird sich nach der DIN VDE 0100-600 gerichtet, welche für die Erstprüfung von elektrischen Anlagen gilt. Diese ist in drei Punkte unterteilt: • Besichtigung, • Erprobung und Messung, • Funktionsprüfung. Weitere Details sind in der Norm nachzulesen. Hier seien nur wesentliche Punkte erwähnt. Abbildung 5.2: Schaltkasten des neu entwickelten Motorenprüfstandes KAPITEL 5. FUNKTIONSPRÜFUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 5.1.1 60 Besichtigung Bei der Besichtigung der Anlage wird darauf geachtet, dass diese bei abgeschalteter Anlage durchgeführt wird. Dies sollte besonders sorgfältig erfolgen. Dabei sind zu überprüfen dass: • alle fest angeschlossenen Betriebsmittel den Sicherheitsanforderungen entsprechend ausgewählt wurden (Dimensionierung von Leitungsschutzschaltern passen zu den Leitungsquerschnitten) und entsprechend installiert wurden (Niederspannung getrennt von Steuerspannung, Abstand der Bauteile untereinander), • Betriebsmittel ohne erkennbare Schäden (geplatzte Gehäuse in Folge zu fest angezogener Schrauben) sind, • der Schutz gegen elektrischen Schlag erfüllt ist, • wärmeerzeugende Betriebsmittel nicht stören, • Schutz gegen direktes Berühren gegeben ist, • Schutzisolierung vorhanden ist, • Zielbezeichnung der Leitungen im Verteiler sowie Leitungsverlegung in Ordnung ist, • Hauptpotentialausgleich vorhanden ist. Nach DIN VDE 0100-410 muss eine Schutzeinrichtung immer aus zwei unabhängigen Schutzvorkehrungen bestehen. Diese sollte einen Basisschutz und einen Fehlerschutz beinhalten. Zu dem Basisschutz gehören Isolierungen, Abdeckungen und Umhüllungen, die das Berühren aktiver Teile verhindern. Deshalb sind Isolierungen nicht zu beschädigen (kein Anschneiden der Aderisolation), abisolierte Adern sind so weit in die Klemmen einzuführen, dass kein Leitermaterial berührt werden kann und Abdeckungen oder Umhüllungen müssen fest angebracht sein, so dass diese nur mit Werkzeug geöffnet oder entfernt werden können. Da bei der Netzform des TN-Systemes (Sternpunkt des speisenden Transformators ist geerdet) die gefährliche Berührungsspannung schon direkt gegen Erde entsteht, ist bei diesen Systemen ein Schutzpotentialausgleich Voraussetzung für ein Funktionieren der Abschaltung im Fehlerfall. Beim Besichtigen muss vorab die Sicherheit durch Abschaltung überprüft werden. Dabei kommt es auf die Zuordnung der Abschaltorgane, Leitungsquerschnitte, Leitungslängen, Potentialausgleich und so weiter an[9]. Zu dem Fehlerschutz zählt eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen mit einem Bemessungsdifferenzstrom ≤ 30mA. Diese ist durch Betätigen des Testtasters zu überprüfen. Zusätzlich gehören zum Fehlerschutz auch Überstromschutzeinrichtungen, welche in der DIN VDE 0100-430 festgelegt sind. Darin enthalten sind Kabel und Leitungen mit Überstromschutzeinrichtungen, die gegen zu hohe Erwärmung geschützt werden müssen, die sowohl durch betriebsmäßige Überlast als auch bei vollkommenem Kurzschluss auftreten können. Jeder Stromkreis ist mit einer eigenen Sicherung am Anfang des Stromkreises abzusichern. Die Größe der Sicherung richtet sich nach der Belastung des Stromkreises, dem Leiterquerschnitt, der Verlegeart der Leitung und der Häufung. Bei der Besichtigung ist zu überprüfen, ob die Überstromschutzeinrichtungen vorhanden und richtig dimensioniert bzw. eingestellt sind. KAPITEL 5. FUNKTIONSPRÜFUNG DES MOTORENPRÜFSTANDES 5.1.2 61 Erprobung und Messung Nach DIN VDE 0100-600 ist das Erproben und Messen vorzugsweise in nachfolgender Reihenfolge durch zu führen. Dies erfolgt nun bei eingeschalteter Anlage und somit ist besondere Sorgfalt gefordert, • Durchgängigkeit der Schutzleiter und der Verbindungen des Hauptpotentialausgleichs, • Isolationswiderstand der elektrischen Anlage, • Schutz durch sichere Trennung der Stromkreise bei SELV, PELV und Schutztrennung, • Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung (Leitungsschutzschalter), • zusätzlicher Schutz (RCD, NOT-AUS), • Spannungspolarität, • Spannungsfestigkeit, • Phasenfolge der Außenleiter (beeinflusst Drehrichtung des Motors). Im Falle eines festgestellten Fehlers sind Erprobungen und Messungen, die durch diesen Fehler möglicherweise beeinflusst wurden, nachdem dieser Fehler behoben wurde, zu wiederholen. Die einzelnen Messmethoden seien nicht näher erläutert. Durchgeführt wurden die Messungen mit dem Metratester 5+ (SAM Prüfnummer: 271189465). 5.1.3 Funktionsprüfung In der Funktionsprüfung wird nun die Anlage eingeschaltet und auf alle Funktionen hin überprüft. Dazu muss mit dem Einstellen der Knebelschalter, auch die richtige Auswahl des Motorentypes durch die Steuerung erfolgen und sich daraufhin die benötigte Motorenspannung am Ausgang des jeweiligen Frequenzumrichters einstellen. Es wird überprüft, ob die Steuersignale korrekt an die Radaranlage von ROT1, ROT2 sowie der 24V für TCU übergeben werden und ob die Signale vom HM und Azimut/Pulser bei der Steuerung ankommen. Die Signale und Spannungen werden mit dem Multimeter Fluke 177 überprüft. Ob die Steuerung korrekt arbeitet wird mit Hilfe eines Laptops kontrolliert, welcher an die LOGO! mit einem Kabel angeschlossen ist und die momentanen Betriebszustände der Funktionsblöcke, den Zustand von Merkern, Eingängen und Ausgängen wiedergibt. Nach dem alle Prüfungen erfolgreich bestanden und einige Verdrahtungsfehler beseitigt wurden, erfolgt ein exemplarischer Test einer Radaranlage. Kapitel 6 Exemplarischer Test einer Radaranlage Für den Funktionstest des Motorenprüfstandes wurde eine aus der laufenden Produktion stammende Radaranlage gewählt. Die Motordaten der X-Bandradaranlage sind 3x400V/50Hz. Nach der Prüfanweisung GR3040PA werden die Steckverbinder im ausgeschalteten Zustand des Motorenprüfstandes angeschlossen. Der Motorentyp wird mit Hilfe der Knebelschalter eingestellt und die Prüfung mit dem Starttaster begonnen. Nachstehend folgen Abbildungen des Prüfablaufes mit den gemessenen Werten. Abbildung 6.1: X-Bandradaranlage ohne Antenne 62 KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE 6.1 63 Testergebnisse der X-Bandradaranlage (a) Startbild nach Einschalten (b) Anzeige der Phasenströme (c) Anzeige des Anlaufstromes (d) Anzeige des Betriebsstromes bei ROT1 Abbildung 6.2: Prüfergebnisse der X-Bandradaranlage Teil A Nach dem Einschalten des Hauptschalters sowie der Steuerspannung, laufen die Steuerung sowie die Frequenzumrichter hoch. Danach ist die Steuerung betriebsbereit und es wird eine Textmeldung auf dem Display ausgegeben, dass mit der Prüfung begonnen werden kann (Abbildung 6.2a). Nachdem diese Meldung mit “OK” quittiert ist, werden die Phasenströme dauerhaft angezeigt (Abbildung 6.2b) so dass eine Schifflast des Motors erkennbar wird. Nach Testbeginn wird während den ersten drei Sekunden der maximale Strom ermittelt und als Anlaufstrom ausgegeben (Abbildung 6.2c). Ist dieser nicht in Ordnung, erfolgt nach weiteren zwei Sekunden eine Fehlermeldung. Ist der Anlaufstrom in Ordnung, wird innerhalb von sechs Sekunden der Betriebsstrom ermittelt und gleichzeitig erfolgt die Überprüfung des Azimut-/Pulsersignals sowie des HM-Impuls. Nach diesen sechs Sekunden erfolgt die Ausgabe des Betriebsstromes (Abbildung 6.2d). Ist dieser nicht in Ordnung, wird nach weiteren zwei Sekunden eine Fehlermeldung ausgegeben. Ist jedoch die Messung erfolgreich, wird auf ROT2 umgeschaltet und es beginnt die gleiche Messung wie bei ROT1. Dies ist in Abbildung 6.3 zu sehen. KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE (a) Anzeige des Betriebsstromes bei ROT2 64 (b) Anzeige des Azimut-/Pulserimpulse pro Umdrehung (c) Anzeige des HM Abbildung 6.3: Prüfergebnisse der X-Bandradaranlage Teil B Innerhalb von drei Sekunden wird der Betriebsstrom für ROT2 ermittelt (Abbildung 6.3a). Ist dieser Wert OK, wird die Prüfung beendet, die Radaranlage wird abgeschaltet und es erfolgt die Ausgabe der ermittelten Werte auf dem Textdisplay. Ist die Messung nicht in Ordnung, erfolgt nach weiteren zwei Sekunden eine Fehlermeldung. Somit dauert der gesamte Messvorgang maximal zwölf Sekunden, wenn die Radaranlage keinen Fehler aufweist. Die Anzahl der Azimut-/Pulsersignale (Abbildung 6.3b) kann sich mit Betätigung der Cursortasten “nach unten” angezeigt werden. Ebenso kann so sich das HM-Signal angezeigt werden lassen (Abbildung 6.3c). Folgend wird eine Fehlerbetrachtung der gewonnen Messergebnisse betrieben. KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE 6.2 65 Auswirkungen des Frequenzumrichters auf die Messergebnisse In diesem Abschnitt werden die Auswirkungen des Frequenzumrichters auf die Messergebnisse untersucht. Dafür werden Messwerte mit dem alten Prüfgerät, dem neuen Motorenprüfstand, einem Oszilloskop und einem Multimeter aufgenommen. Die aufgenommenen Messwerte werden diskutiert und auf Abweichungen hin untersucht. Dafür wird die gleiche Radaranlage benutzt, welche auch im exemplarischen Test verwendet wurde. Die Phasenströme werden mit dem Multimeter Fluke 177 gemessen. Dieses Messgerät besitzt die True RMS-Fähigkeit (Effektivwertmessung). Mit dem Oszilloskop TDS 3032 von Tektronix (SAM Prüfnummer: 271189406) und einer Stromzange 1146A AC/DC Current Probe von Agilent (SAM Prüfnummer: 271189647) wird das Stromsignal dargestellt. Die Stromzange eignet sich besonders gut zur Messung von Oberschwingungen, da sie einen linearen Frequenzverlauf von 0Hz bis 2kHz bei einer Verstärkung von 100mV/A aufweist[19]. Dies ist wie in Kapitel 4.2 erwähnt das Frequenzband, welches nach der DIN VDE 0847 Teil 4-7 auf Harmonische hin untersucht werden muss. Der Messfehler der Stromzange beträgt ±3% vom Messwert[19]. Vom Oszilloskop beträgt der Messfehler bei Mittelwertbildung, welche für das alte Prüfgerät verwendet wird[20] ±0, 023 · Messwert + 0, 1division. Bei normaler Samplinganwendung, welche für den Motorenprüfstand verwendet wird, beträgt der Messfehler[20] ±0, 023 · Messwert + 0, 15division + 1, 2mV . Alle Messwerte wurden am Außenleiter L1 aufgenommen. Fehler der Stromzange bei Betriebsstrom ROT1 ±3% · 608mA = ±18, 24mA ±3% · 620mA = ±18, 6mA altes Prüfgerät neues Prüfgerät Fehler des Oszilloskops bei Betriebsstrom ROT1 ±0, 023 · 608mA(±18, 24mA) + 0, 1 · 200mA = ±20mA ±0, 023 · 620mA(±18, 6mA) + 0, 15 · 200mA + 12mA = ±42mA altes Prüfgerät neues Prüfgerät Fehler der Stromzange beim Anlaufstrom ±3% · 3500mA = ±105mA ±3% · 3200mA = ±96mA altes Prüfgerät neues Prüfgerät Fehler des Oszilloskops beim Analufstrom ±0, 023 · 3500mA(±105mA) + 0, 1 · 500mA = ±50mA ±0, 023 · 3200mA(±96mA) + 0, 15 · 500mA + 12mA = ±87mA altes Prüfgerät neues Prüfgerät KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE 66 Das Multimeter kann einen Effektivwechselstrom im Bereich von 45Hz bis 1kHz messen. Dabei beträgt der Messfehler ±1, 5% + 3 vom Messwert. Fehler des Multimeters beim Betriebsstrom ROT1 ±1, 5% · 218mA + 3 = ±6, 27mA ±1, 5% · 209mA + 3 = ±6, 14mA altes Prüfgerät neues Prüfgerät In folgender Tabelle 6.1 werden die gemessenen Werte der Prüfvorrichtungen, mit den Messergebnissen des Oszilloskops gegenüber gestellt. Es wird ersichtlich, dass die Mesgemessene Werte vom Messwerte des Oszilloskops vom alten neuen alten neuen Prüfgerät Motoren- Prüfgerät Motorenprüfstand prüfstand Anlaufstrom nicht 0,42A 1,24A±0,05A 1,15A-±0,09A bestimmbar Betriebsstrom bei ROT1 0,23A 0,20A 0,21A±0,02A 0,22A±0,04A Betriebsstrom bei ROT2 0,16A 0,14A nicht erforderlich Tabelle 6.1: Stromwerte für den X-Bandradarmotor dreiphasig 400V/50Hz sung der Phasenströme mit beiden Prüfvorrichtungen ausreichend genau ist. Beide weisen zwar eine Differenz von 30mA auf, diese liegt jedoch im Bereich der Messungenauigkeit. Der Hersteller der Motoren schreibt eine Abweichung von ±10% bei einem Nennstrom von 0,32A vor[14]. Da die Prüfung bei Leerlauf statt findet, kann dieser Wert nicht erreicht werden. Als bester Referenzwert für die Strommessung bei ROT1, dient der Stromwert des Multimeters. Dies ist durch die True RMS-Fähigkeit am genauesten. Die Messergebnisse sind: 218mA ± 6, 27mA für das altes Prüfgerät und 209mA ± 6, 14mA für das neues Prüfgerät. Die Bestimmung des Anlaufstromes bei dem neuen Motorenprüfstand ist ungenau und stimmt nicht mit den Angaben des Herstellers überein (0,8A...1,2A). Hauptgrund für die Messungenauigkeit ist die langsame Datenerfassung. Die Analogwerte der LOGO! sowie der Stromwächter sind nicht für die Bestimmung kurzer Stromspitzen wie Anlaufströme ausgelegt. Nach der Definition ist der Anlaufstrom der höchste Stromwert der während einer Periode ermittelt werden kann. Der Stromverlauf ist in Abbildung 6.4 dargestellt. In den Abbildungen 6.5a und 6.7a ist die Stromverzerrung, hervorgerufen durch die Leistungselektronik des Frequenzumrichters, deutlich zu sehen. Eine Messung der Harmonischen hat ergeben, dass die Stromverzerrungen keine negativen Einflüsse auf den Motor haben und zu keiner nennenswerten zusätzlichen Belastung der Wicklungen führen. Die Messdaten liegen in der Toleranz nach DIN VDE 0838 Teil 2. Die Stromwerte aus Tabelle 4.1 werden zu keiner Zeit überschritten. Wenn die Messung mit einem größeren S-Bandmotor durchgeführt worden wäre, kann die prozentuale Abweichung der 5.Ober1,14 16A = 4,81% . Danach wäre schwingung zur Grundschwingung errechnet werden durch 100% der Anteil der 5.Oberschwingung mit 1,74% von der Grundschwingung (Abbildung 6.5d) innerhalb der Norm. Im direkten Vergleich zwischen alten Prüfgerät und neuen Motorenprüfstand wird ebenfalls ersichtlich, dass die Anteile der Oberschwingung mit dem Einsatz des Frequenzumrichters zunehmen (Abbildung 6.5a und 6.9a), jedoch nicht viel größer werden als beim direkten Betrieb am Netz (Abbildung 6.5d mit 35,2dB und 6.9 mit KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE (a) Anlaufstrom des neuen Motorenprüfstandes 67 (b) Anlaufstrom der alten Prüfvorrichtung Abbildung 6.4: Anlaufströme der X-Bandradaranlage 37,8dB). Wesentlich kritischer zu betrachten ist die mangelnde Kühlung des Motors durch den Lüfter in der Radaranlage. Die Radaranlage ist luftdicht verschlossen und verhindert somit Frischluftzufuhr. Diese Auswirkungen können nicht betrachtet werden, wirken sich an warmen Sommertagen gravierend auf die Erwärmung der Motorenwicklungen aus. Die folgenden Oszilloskopabbildungen werden mit einem Tektronix Oszilloskop TDS 3032, einer Stromzange 1146A AC/DC Current Probe von Agilent mit einem Teilerverhältnis von 100mV/A und einem Tastkopf von TESTEC TT-HV 250 mit der Teilung 1:100 aufgenommen. Der Tastkopf wurde vor der Messung abgeglichen. Für die FFT-Analyse wird ein Erweiterungsmodul für das TDS 3032 verwendet. Die Einstellungen dafür sind, • ein Signalerfassungsmodus Normal für einen niedrigen Rauschuntergrund und eine bessere Frequenzauflösung als Signale im Fast Triggermodus, • eine AC-Kopplung um DC-Anteile, die zu einer falschen Betragsdarstellung der Signale führen können, zu unterdrücken, • eine Mittelung mit 32 Abtastwerten um unkorreliertes Rauschen und Aliaskomponenten zu unterdrücken, • ein Blackman-Harries-Fenster, da die Auflösung der Beträge sehr gut ist und die Frequenzen schwächer dargestellt werden. Die Frequenzen sind weniger relevant. Diese Darstellung eignet sich jedoch sehr gut um Oberwellen zu untersuchen1 . 1 Empfehlungen aus der Bedienungsanleitung des FFT-Moduls KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE (a) Strom durch L1 bei ROT1 mit FFT bis 25kHz (b) Strom durch L1 bei ROT1 mit FFT bis 5kHz (c) FFT in logarithmischer Darstellung bis 1,25kHz (d) FFT in linearer Darstellung bis 12,5kHz 68 Abbildung 6.5: Strom am Motor des Motorenprüfstandes In Abbildung 6.5a ist die Stromamplitude und die dazugehörige FFT-Analyse abgebildet. Zu sehen ist an der Amplitude deutlich die Stromverzerrung, hervorgerufen durch die Leistungselektronik des Frequenzumrichters. Durch die FFT-Analyse wird deutlich, dass die Störungen über einen großen Frequenzbereich von 25kHz auftreten. Eine größere Auflösung bis 5kHz ist in Abbildung 6.5b zu sehen. Für die Bestimmung der Oberschwingungsanteile bis zu einem Frequenzbereich von 2kHz ist die Abbildung 6.5c hilfreich. Die 3., 5., 11. und 13. Oberschwingung sowie die 17. und 19. sind auffällig groß. Der Wert der 17. und 19. Oberschwingung beträgt 1,74%. Dies entspricht 5,4mA und ist sehr klein. Die Abbildung 6.5d zeigt eine lineare Darstellung der FFT-Analyse. Diese stellt das “wahre” Verhältnis besser dar. KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE 69 (a) Spannung an L1 und N bei ROT1 mit FFT bis (b) FFT in logarithmischer Darstellung bis 12,5kHz 25kHz (c) FFT in logarithmischer Darstellung bis 5kHz (d) FFT in linearer Darstellung bis 12,5kHz Abbildung 6.6: Spannung am Motor des Motorenprüfstandes Die Abbildung 6.6a zeigt die Spannungsamplitude an der Motorseite. Diese weist die Charakteristika eines PWM-Modellierten Signals auf. Zusätzlich ist eine FFT-Analyse bis zu einer Frequenz von 25kHz abgebildet. Auffällig sind die vielen und starken Spannungsverzerrungen. Eine bessere Darstellung der FFT-Analyse ist in Abbildung 6.6b zu sehen. Deutlich erkennbar sind die durch die Modulation hervorgerufen Störungen bei 3kHz, 6kHz, 9kHz und so weiter. Die Beträge der Werte nehmen kontinuierlich ab. Die Störungen sind sehr stark und bei der Simulation in Abbildung 4.7 schon aufgefallen. Wichtig für die Bestimmung des THD ist das Frequenzband bis 2kHz. Bis zu dieser Frequenz treten keine nennenswerten Störungen auf. Bei 3kHz beträgt der Oberschwingungsanteil 35,48% von der Grundschwingung. Die lineare Darstellung in Abbildung 6.6d der FFT-Analyse macht dies deutlich. KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE 70 (a) Strom durch L1 bei ROT1 mit FFT bis 25kHz (b) FFT in logarithmischer Darstellung bis 12,5kHz (c) FFT in logarithmischer Darstellung bis 2,5kHz (d) FFT in linearer Darstellung bis 5kHz Abbildung 6.7: Strom Netzseitig des Motorenprüfstandes Durch den Frequenzumrichter treten Netzrückwirkungen auf. Diese sind in Abbildung 6.7a zu erkennen. Markant sind die Transienten des Stroms. Zusätzlich ist eine FFT-Analyse bis 25kHz des Eingangsstromes dargestellt. Diese stellt die hohen Oberschwingungsanteile dar, was aus der linearen Darstellung in Abbildung 6.7d deutlich wird. Dort ist das “wahre” Verhältnis dargestellt. Bis 1kHz sind starke Störungen erkennbar. Diese gehen allmählich zurück. In Bild 6.7c sind die Anteile der 3., 5., 7., bis hin zur 31. Oberschwingung sehr deutlich zu erkennen. Die 7. Oberschwingung hat von der Grundschwingung den größten Anteil mit 42,66%. Dies entspricht einem Strom von 117,64mA und liegt noch weit unter dem zulässigen Strom von 770mA nach Tabelle 4.1. An dieser Stelle besteht jedoch Handlungsbedarf und eine Netzdrossel ist notwendig um die Oberschwingungsanteile zu reduzieren. Deutlich werden die Auswirkungen einer nicht EMV-Gerechten Verdrahtung des Frequenzumrichters. Leitungen der Eingangsseite und der Ausgangsseite des Frequenzumrichters liegen nebeneinander. Dies verzerrt zusätzlich den netzeingangseitigen Strom. Bei der Prüfung der Motoren muss unbedingt der Schutzleiter vom Motorenprüfstand mit der der Radaranlage verbunden werden. Auch dies verringert die Stromoberschwingungen. KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE 71 (a) Spannung an L1 und N bei ROT1 mit FFT bis (b) FFT in logarithmischer Darstellung bis 2,5kHz 12,5kHz (c) FFT in linearer Darstellung bis 2,5kHz Abbildung 6.8: Spannung Netzseitig des Motorenprüfstandes Die Spannung wird von dem Frequenzumrichter sehr wenig verzerrt. Die Amplitude ist nahezu sinusförmig. In der Abbildung 6.8a ist dies zu erkennen. Zusätzlich ist eine FFTAnalyse bis 12,5kHz durchgeführt. Diese ist in Abbildung 6.8b besser dargestellt und zeigt eine markante 5. Oberschwingung von 1,95%. Dies liegt in der Toleranz nach Tabelle 4.2. Abbildung 6.8c zeigt eine lineare Darstellung der FFT-Analyse. KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE (a) Strom durch L1 bei ROT1 mit FFT bis 25kHz 72 (b) FFT in logarithmischer Darstellung bis 1,25kHz (c) FFT in linearer Darstellung bis 1,25kHz Abbildung 6.9: Strom am Motor der alten Prüfvorrichtung In Abbildung 6.9a ist der Strom der alten Prüfvorrichtung dargestellt. Dieser hat einen sinusförmigen Verlauf und ist frei von Störungen. Die 5.Oberschwingung weist einen Anteil von 1,29% der Grundschwingung auf. Dies entspricht 3,92mA und die dazugehörige FFT-Analyse bis 1,25kHz ist in Abbildung 6.9b dargestellt. Abbildung 6.9d zeigt eine lineare Darstellung der FFT-Analyse. Interessant ist der Vergleich der Abbildungen 6.9a und 6.5a. Das Signal in Abbildung 6.9a weist nahezu keine Verzerrungen auf. Hingegen sind die Verzerrungen in Abbildung 6.5a deutlich zu sehen. Die Stromverzerrung der 5.Oberschwingung beträgt bei beiden unter 2%. Daraus folgt die Schlussfolgerung, dass der Frequenzumrichter den Motor nicht zusätzlich belastet. Lediglich das Versorgungsnetz wird durch den Einsatz des Frequenzumrichters mit zusätzlichen Oberschwingungen belastet. KAPITEL 6. EXEMPLARISCHER TEST EINER RADARANLAGE 73 (a) Spannung an L1 und N bei ROT1 mit FFT bis 50kHz (b) FFT in logarithmischer Darstellung bis 5kHz (c) FFT in logarithmischer Darstellung bis 1,25kHz (d) FFT in linearer Darstellung bis 2,5kHz Abbildung 6.10: Spannung am Motor der alten Prüfvorrichtung Die Spannung an der alten Prüfvorrichtung ist in Abbildung 6.10a dargestellt. Eine leichte Verzerrung der Spannungsamplitude ist zu erkennen. Zusätzlich ist eine FFT-Analyse bis 50kHz dargestellt. Diese zeigt bei der 5., 7. und 17. Spannungsoberschwingungen wie in Abbildung 6.10c dargestellt. Abbildung 6.10b zeigt eine FFT-Analyse bis 5kHz mit allen markanten Oberschwingungen. Abbildung 6.10d zeigt die lineare Darstellung der FFTAnalyse bis 2,5kHz. Auffällig ist die 5. Oberschwingung mit 1,86%, die 7. Oberschwingung mit 1,23% und die 17. Oberschwingung mit 0,45% der Grundschwingung. Alle Werte liegen nach Tabelle 4.2 in der Toleranz. Ein Vergleich der Versorgungsspannung vom alten Prüfgerät und neuen Motorenprüfstand in den Abbildungen 6.10a und 6.8a zeigt keine markanten Unterschiede. Die 3. und 9. Oberschwingung in Abbildung 6.8b fallen leicht auf, da diese in Abbildung 6.10c nicht vorhanden sind. Daraus resultiert die Schlussfolgerung, dass die Netzspannung nicht vom Frequenzumrichter beeinflusst wird und keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen das Spannungssignal zu verbessern. Kapitel 7 Verbesserungsvorschlag zum Radar 1100 Während der Entwicklung und der Realisierung des Motorenprüfstandes, wurde nach einer Möglichkeit gesucht, die Prüfung der Radaranlagen zu vereinfachen. So wie das “Radar 1100” von der SAM momentan angeboten wird, gibt es keine Möglichkeit die Prüfung zu vereinfachen. Die Prüfung wäre einfacher, wenn von den 14 Motoren einige Motoren eingespart werden könnten. Es wäre möglich, für die 230V-Variante nur einen Motor zu verwenden, statt den acht verschiedenen wie es Momentan der Fall ist. Die zur Verfügung stehende Versorgungsspannung an Bord des Schiffes wäre für die Radaranlagen unwichtig. Es kann eine Spannungsversorgung von einphasig oder dreiphasig, 50Hz oder 60Hz, vorhanden sein. Die benötigte Motorenspannung wird von einem Frequenzumrichter angepasst. Für die 400V-Variante wird dasselbe Konzept verwendet. Statt den sechs unterschiedlichen Motoren, wird einer verwendet. So wird ein Frequenzumrichter für den unteren Spannungsbereich von 230V und einer für den oberen Spannungsbereich von 400V des Bordnetzes verwendet. Die notwendigen Motoren werden auf zwei reduziert. Dies können die bisher verwendeten Motoren für dreiphasig 230V/50Hz und dreiphasig 400V/50Hz sein. Dafür kommen die leistungsstärkeren S-Bandmotoren in Frage. Diese sind in beiden Radarvarianten verwendbar. Bevor dieser Verbesserungsvorschlag weiter betrachtet werden kann, müssen zuvor einige Fragen geklärt werden. • Sind die Umgebungsbedingungen für Frequenzumrichter nach IEC 60945 zu widrig? • Lassen sich die größeren S-Bandmotoren in die kleineren X-Bandgehäuse einbauen? • Ist der Umbau kosteneffizient? 74 KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 7.1 75 Ausarbeitung des Verbesserungsvorschlages Die Vorteile dieses Konzeptes sind vielfältig. Es werden Lagerkosten eingespart, da zwei Motoren verwendet werden statt 14 Motoren. Damit schnell auf Kundennachfrage reagiert werden kann, sind einige Motoren laufend im Lager. Wird die Anzahl der verwendeten Motoren reduziert, müssen weniger Motoren bevorratet werden. Die Stückzahlen sind pro Typ größer. Dies hat zur Folge, dass zusätzliche Rabatte ausgehandelt werden können. Das Risiko einer fehlerhaften Lieferung wird vermindert, da der Kunde zwei Motoren zur Auswahl hat. Es kommt häufiger vor, dass der Kunde eine Radaranlage bestellt und die falschen Motordaten angibt1 . An Bord des Schiffes kann dadurch die Radaranlage nicht in Betrieb genommen werden und somit keine Abnahme der Klassifizierungsgesellschaft erfolgen. Abschließend werden die Vorteile zusammengefasst: • Einsparung von Lagerkosten der Motoren; • höhere Rabatte bei den Motoren durch größere Mengenabnahme; • flexibler in der Lieferung der Radaranlagen durch Universalität; • servicefreundlicherer Austausch defekter Motoren durch Minimierung der auszutauschenden Elemente; Damit die in Kapitel 7 erwähnten Fragen beantwortet werden können, wird eine Berechnung der erforderlichen Motorenleistung durchgeführt. Dies soll klären, welche Leistung der Motor abgeben muss, um eine S-Bandradaranlage anzutreiben. Es werden Hersteller gesucht, die passende Frequenzumrichter anbieten die der IEC 60945 entsprechen. Der Frequenzumrichter benötigt zusätzlichen Platz im Radargehäuse. Unter Umständen reicht der vorhandene Freiraum nicht aus und es wird ein größeres Gehäuse benötigt. Notwendige Änderungen des Gehäuses werden dahin gehend bewertet. 1 bekannt aus Reklamationsberichten KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 7.2 76 Motorendimensionierung In diesem Abschnitt wird die elektrische Leistung berechnet, die benötigt wird, so dass die Antenne unter Windlast noch andreht. Diese muss ausreichend sein, um die Antenne mit der vorgegebenen Umdrehungszahl von bis zu 48U/min bei einer Windgeschwindigkeit von 100kn anzudrehen. Die Vorgabe der Windgeschwindigkeit, bei der die Radaranlage noch andrehen muss, ist in der IEC 60936 Radar Performance Standard zu finden[11]. Die Umdrehungszahl von 48U/min ist eine Vorgabe der SAM Electronics GmbH für ihr Produkt[13]. Erforderliche Berechnungen werden mit dem Tool MathCad durchgeführt. In den Berechnungen besteht die Schwierigkeit daran, den Widerstandsbeiwert der Antennenfläche realistisch abzuschätzen und den Anteil der Verwirbelungen um die Antenne mit einzubeziehen. Des Weiteren ändert sich die Windlast in Abhängigkeit des Winkels, in der die Antenne sich zum Wind befindet. Die Form der Antenne ist nicht gleich. Somit ist das Strahlerprofil der Antennenfront aerodynamisch ungünstig. Das Profil der Antennenrückfläche hingegen ist strömungstechnisch günstiger. Dies verdeutlichen die Abbildungen 7.1 und 7.2. (a) Strömung an einer S-Bandradaranlage (b) Strömung an einer X-Bandradaranlage Abbildung 7.1: horizontale Windströmung KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 77 Abbildung 7.2: vertikale Windströmung Die folgenden Berechnungen werden unter der Annahme getätigt, dass die Strömung des Windes laminar ist. Verwirbelungen und Strömungsabrisse werden nicht berücksichtigt. Diese könnten dazu führen, dass die benötigte Motorenleistung größer werden muss, um die Antenne noch anzudrehen. Dieses Risiko wird mit einem Sicherheitsfaktor berücksichtigt. 7.3 Berechnungen zur Motorendimensionierung Alle Berechnungen wurden in Mathcad 14.0 durchgeführt und sind am Beispiel der SBandradaranlage dargestellt. Diese besitzt die größere Antenne und den leistungsstärkeren Motor. Die technischen Daten sind: R = 2, 11m H = 0, 36m T = 0, 51m m = 70kg n= 48 60 · 1s ω = 2·π ·n t= 1 n Cws1 = 0, 75 Cws2 = 0, 60 Cws3 = 1, 1 2 CW-Werte halbe Antennenlänge Höhe der Antennenfläche Tiefe der Antennenfläche Masse der Antenne[13] Antennendrehzahl Winkeldrehgeschwindigkeit der Antenne Umdrehung pro Sekunde Widerstandsbeiwert für die Strahlerfläche2 Widerstandsbeiwert für die Strahlerrückfläche Widerstandsbeiwert für die Antennenendfläche sind eine Abschätzung aus der Zusammensetzung von Grundkörpern[7] KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 ρ = 1, 29 · mkg3 Luftdichte bei 0◦ C vw = 50 · ms Windgeschwindigkeit[11] η = 0, 90 I = 62, 5 Wirkungsgrad des Getriebes3 Übersetzungsverhältnis des Getriebes 78 Zur Berechnung der Kraft, die auf die Antenne wirkt, wird F = m · ω2 · R (7.1) berechnet. Daraus lässt sich die Motorenleistung berechnen, die im Leerlauf benötigt wird. P0 = F · ω ·R I (7.2) Der Laufindex No dient zur Wertepaarberechnung und hilft die Graphen in Abbildung 7.3, 7.4 und 7.5 zu zeichnen. ϕ(k) = 360 No = 99 k = 0...No α(k) = 2 · Nπo · k No · k In Abhängigkeit der Stellung der Antenne im Winkel zum Wind ändert sich die Windkraft. So werden zwei Formeln verwendet. Eine für die Antennenfront und eine für den Antennenrücken. Für die Antennenfront gilt somit dF2(r, k) = [r · ω +Vw · cos(α(k))] · [r · ω +Vw · cos(α(k))] (7.3) und für den Antennenrücken gilt. dF2(r, k) = [r · ω −Vw · cos(α(k))] · [r · ω −Vw · cos(α(k))] (7.4) Um das Drehmoment zu bestimmen, müssen alle Momente der Antennenfläche integriert werden. Z R Z R Cws1 Cws2 ·H · ·H · Ms (k) = ρ · r · (dF1(r, k))dr + ρ · r · (dF2(r, k))dr (7.5) 2 2 0m 0m Das Drehmoment an der Antennenendfläche ergibt sich dann wie folgt: M f (k) = R · cos(α(k)) · (Vw + R · ω · cos(α(k)))2 · ρ · Cws3 · H · T · sin(α(k)) 2 (7.6) Die Summe beider Drehmomente ist (siehe Abbildung 7.3). Mw (k) = Ms (k) + M f (k) 3 Abschätzung aus Erfahrungswerten für Zahnriemenantriebe (7.7) KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 79 Das Nenndrehmoment an der Motorachse lässt sich somit wie folgt berechnen (siehe Abbildung 7.4). Mw (k) (7.8) Mn (k) = I ·η Entscheidender für die Auswahl des notwendigen Motors ist jedoch die momentane Motorabtriebsleistung (siehe Abbildung 7.5). Pe (k) = Po + ω · Mn (k) (7.9) Um die Dauerbelastung zu kennen, wird die mittlere Motorabtriebsleistung wie folgt berechnet. No 1 Pav = · ∑ Pe (k) (7.10) No + 1 k=0 Aufgetragen ist das Drehmoment an der Antennenachse. Dieses ist notwendig, um die mechanischen Komponenten für die Radaranlage zu dimensionieren. Abbildung 7.3: Drehmoment[Nm] an der Antennenachse über den Antennenwinkel α KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 80 Wichtig für die Festlegung des Motors, ist das benötigte abgegebene Drehmoment um die Antenne bei maximaler Windlast von 50 ms anzudrehen. Aufgetragen ist das Drehmoment in Abhängigkeit der Antenne zum Wind. Abbildung 7.4: Nenndrehmoment[Nm] an der Motorachse über den Antennenwinkel α Weiterhin von Bedeutung, ist die Höhe der elektrischen Leistung, um die Antenne anzudrehen. Aufgetragen ist die Motorenleistung in Abhängigkeit der Antennenstellung zum Wind. Zusätzlich ist die mittlere benötigte Leistung dargestellt. Abbildung 7.5: Motorantriebsleistung Pe[Watt] über den Antennenwinkel α KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 7.4 81 Auswertung der Berechnungen Die Berechnungen haben ergeben, dass der bisher verwendete Motor weiterhin verbaut werden kann. Der Sicherheitsfaktor bezüglich der Leistung beträgt 1,39. Dieser ergibt sich aus der vom Motor abgegebenen Leistung von 1000W und der benötigten mittleren Leistung von 720W. Der Sicherheitsfaktor von 1,39 hat sich als ausreichend erwiesen. 7.5 Klärung der Randbedingungen Aus den Berechnungen geht hervor, dass der zu verwendende Frequenzumrichter eine maximale Leistung von 1000W liefern muss, um den verwendeten Motor zu versorgen. Daraufhin werden Hersteller ausfindig gemacht, die den Anforderungen nach IEC 60945 genügen und diese Leistung erbringen können. In der IEC 60945 sind die Prüfvorschriften der Umweltprüfung festgelegt. Diese besagen, dass Geräte im geschützten Einbau bei einer Temperatur von -15◦ C bis 55◦ C funktionsfähig sein müssen. Diese Anforderungen werden von diversen Herstellern und Geräten erfüllt. Die Modelle Micromaster, ACS55, L200 oder SD100 sind nur einige Beispiele. Die Abmaße aller Frequenzumrichter sind klein genug, damit diese zusammen mit dem Motor in das Radargehäuse der größeren S-Bandradaranlage passen. Für die X-Bandradaranlage müssen statt den bisher verwendeten X-Bandradargehäusen, die der S-Bandradaranlage verwendet werden. Das X-Bandradargehäuse ist für die 1kW Motoren und den Frequenzumrichter zu klein. Das Gewicht des Gehäuses beträgt statt 11kg nun 31,5kg[13]. Dies bedeutet eine Gewichtserhöhung von 20,5kg. Damit ergibt sich ein Kompletgewicht der X-Bandradaranlage von 63,5kg. Dies ist eine Gewichtserhöhung von 47,7%. Nach dieser Gewichtserhöhung müssen eventuell die X-Bandradarmasten stärker ausgelegt werden. neue X-Bandradaranlage mit Gehäuse 63,5kg alte X-Bandradaranlage mit Gehäuse 43kg Tabelle 7.1: Gewichtsänderung der X-Bandradaranlage KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 7.6 82 Betrachtung der Kosteneffizienz des Umbaus Wenn dieser Verbesserungsvorschlag umgesetzt werden würde, werden nun statt den 14 verschiedenen Motoren und der drei Schütze für die Dahlanderumschaltung folgende Komponenten benötigt: • 2 Frequenzumrichter mit 1kW Ausgangsleistung vom Typ Hitachi L200-011 NFE (230V) 186,00e Hitachi L200-015 HFE (400V) 290,00e • 2 Motoren mit 1kW Leistung vom Typ Leroy Somer 4PD2923050 (3x230V/50Hz) 198e Leroy Somer 4PD2940050 (3x400V/50Hz) 156e Ein verwendetes Schütz kostet zirka 8e. Die würde eine Kosteneinsparung von 24e bedeuten. Dem gegenüber stehen zusätzliche Kosten von 186,00e und 290,00e. Diese würden durch Aushandlungen von Rabatten um zirka 30% sinken auf 130,20e und 203,00e für die Frequenzumrichter. Die angebotenen Motoren würden bis zu 25% günstiger werden und 148,50e sowie 117e kosten. Wie groß die Einsparungen an Lagerkosten wären, kann nicht genau bestimmt werden. Diese sind geringfügig im Vergleich zu den Preisnachlassen. Viel entscheidender wären die Einsparungen von unnötigen Lieferungen und Serviceeinsätzen auf Grund von falschen Bestellungen. Diese Kosten sind subjektiv zu bewerten. Zum einen liegt dies an den mangelnden Zahlen, wie viele Lieferungen und Serviceeinsätze unnötig waren sowie was für zusätzliche Kosten dadurch entstanden sind. In folgender Tabelle 7.2 sind die Kosten der bisherigen Variante und der neuen Variante gegenüber gestellt. 230V 400V Variante 230V 400V neue Variante für alle Radaranlagen Motor Frequenzumrichter Gesamtsumme 148,50e 130e 278,50e 117e 203e 320e Motor 147e 117e bisherige X-Bandradaranlage Schütze Gesamtsumme 24e 171e 24e 141e bisherige S-Bandradaranlage Motor Schütze Gesamtsumme 198e 24e 222e 156e 24e 180e Tabelle 7.2: Kostenaufstellung des Verbesserungsvorschlages KAPITEL 7. VERBESSERUNGSVORSCHLAG ZUM RADAR 1100 83 Das Einsparpotential wird in Tabelle 7.3 dargestellt. 230V 400V Gewinn X-Bandradaranlage S-Bandradaranlage -107,50e -56,50e -179e -140e Tabelle 7.3: Gewinn des Verbesserungsvorschlages Zu erkennen ist das keine Materialkosteneingespart werden können. Die Radaranlagen sind nun fehleranfälliger durch zusätzliche Elektronik. Schütze mit dem passenden Motor sind Wartungsärmer und robuster als Leistungselektronik bei schwierigen Umweltbedingungen. Als abschließendes Fazit steht fest, dass dieser Verbesserungsvorschlag zu keiner Kosteneinsparung führen würde. Es kommt zur Verringerung von Produktionszeiten für die Radaranlagen. Dies verringert die Grenzkosten und erhöht den Gewinn, aufgrund von Reduzierung der Variantenvielfalt. Des Weiteren werden Serviceeinsätze verringert. Die Mitarbeiter stünden ohne diese unnötigen Einsätze für andere Aufträge zur Verfügung und könnten gewinnbringendere Einsätze durchführen. Es ist von dem neuen Konzept aus den genannten Gründen abzuraten und das bisherige Konzept beizubehalten. Kapitel 8 Zusammenfassung Aufgabe der Bachelorthesis war die Neuentwicklung eines automatisierten Motorenprüfstandes zur Endprüfung der Asynchronmotoren in Radargeräten. Dafür wurden auf Grundlage der vorhandenen Prüfanweisung GR3040PA und GR3041PA diverse Anforderungen an den zu entwerfenden Motorenprüfstand gestellt. Auf dieser Grundlage sind unterschiedliche Realisierungsvarianten erarbeitet worden und einer Nutzwertanalyse unterzogen worden. Die Variante mit dem besten Nutzwert wurde für die Realisierung des Motorenprüfstandes umgesetzt. Für die Realisierung sind technische Zeichnungen erstellt und notwendige Programme für die Steuerung entwickelt worden. Nach der Fertigstellung des Motorenprüfstandes wurde ein exemplarischer Test durchgeführt. In diesem wurde eine XBandradaranlage einer Prüfung unterzogen und die Parameter sowie die Stromwerte abschließend angepasst. Es folgte eine Untersuchung, ob die erhaltenen Messergebnisse und der Motorenprüfstand für die Endprüfung verwendbar sind. Zusätzlich wurde ein Verbesserungsvorschlag erarbeitet, wie die Prüfung der Radaranlagen zukünftig vereinfacht werden kann. Zusammenfassend ist die Arbeit sehr erfolgreich verlaufen und der Motorenprüfstand kann für die Endprüfung der Radaranlagen verwendet werden. Es sind drei Radaranlagen sowie die dazugehörigen einzelnen Motoren erfolgreich geprüft worden. Nach der Inbetriebnahme des Motorenprüfstandes, ist der Frequenzumrichter für die einphasigen Motoren ausgefallen und es konnten keine einphasigen Radaranlagen einer Prüfung unterzogen werden. Bis jetzt hat der Hersteller des Frequenzumrichters nicht mitgeteilt, was den defekt verursacht hat. Es sprechen jedoch keine Gründe gegen eine spätere erfolgreiche Prüfung der einphasigen Radaranlagen. Eine Prüfung aller Radarvarianten wurde aufgrund des Ausfalls des Frequenzumrichters nicht durchgeführt. Des Weiteren sind bis zu diesem Zeitpunkt nicht alle Radarvarianten produziert und somit nicht einem Test unterzogen worden. 8.1 Ausblick Aufgrund der knappen Ressourcen des Motorenprüfstandes besteht wenig Raum für eine spätere Weiterentwicklung oder Verbesserung, wenn sich die Anforderungen an eine Prüfung der Radaranlagen ändern. Bis zu diesem Zeitpunkt sind keine Fehler oder Probleme aufgetreten. Die Verdrahtung sollte geändert werden damit sich die Netzrückwirkungen reduzieren. Abschließend kann der entwickelte Motorenprüfstand für die Endprüfung der Radaranlagen verwendet werden und benötigt keine technischen Änderungen. 84 Literaturverzeichnis [1] B RÖDEL, Anton: Tabellenbuch Mechatronik. Verlag Gehlen, 2004. – ISBN 3–441– 92120–8 [2] http://www.meteo.physik.uni-muenchen.de/~crewell/vorles/radarmet/ radarmet_ss04_einfuehrung.pdf [3] http://www.moeller.net/binary/schabu/f0200-004de.pdf [4] FARTSCHI, Ali: Elektromaschinen in Theorie und Praxis. VDE Verlag, 2001. – ISBN 3–8007–2563–0 [5] http://www.pe.tu-berlin.de/lehrbetrieb/simulationsverfahren/pdf/ le_sim_script_v2.1.pdf [6] H ÄBERLE, Gregor D. ; H ÄBERLE, Heinz O. ; S CHONARD, Armin: Elektrische Antriebe und Energieverteilung. Verlag Europa-Lehrmittel, 2006 [7] J IRKA, Gerhard H.: Einführung in die Hydromechanik. 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VDE Verlag GmbH, 2004. – ISBN 3–8007–2757–9 [17] S ENDLINGER, Dr. A.: Universal Grosswörterbuch Englisch-Deutsch/DeutschEnglisch. Compact Verlag München, 2006. – ISBN 3–8174–7637–X 85 LITERATURVERZEICHNIS 86 [18] SOLAS: SOLAS Carriage Requirements, 2004-05. http://www. theradarreflectorsite.org/StandardsAndRequirements.htm [19] T ECHNOLOGIES, Agilent: User’s Guide, 2005-05. agilent.com/litweb/pdf/01146-92003.pdf http://cp.literature. [20] T EKTRONIX: Serie TDS3000C Benutzerhandbuch, 2009-01. http://www2.tek. com/cmswpt/madetails.lotr?ct=MA&cs=mur&ci=15579&lc=DEf [21] T KOTZ, Klaus: Fachkunde Elektrotechnik. Verlag Europa-Lehrmitte, 1999. – ISBN 3–8085–3162–2 Anhang A Zusätzliche Informationen 87 ANHANG A. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN A.1 88 Informationen zu S-Band und X-Band λ= Typ S-Band X-Band Frequenzband nach ITU 2 − 4GHz 8 − 12GHz c f Frequenzbereich f von SAM 3, 05GHz ± 10MHz 9, 375GHz ± 30MHz (A.1) Wellenlänge λ 9, 836cm ± 0, 0641cm 3, 2cm ± 0, 0205cm Tabelle A.1: Frequenzbänder von S- und X-Band Die S-Bandradaranlage wird auch als “Schlecht-Wetter-Radar” bezeichnet[8]. Durch die größere Wellenlänge, gegenüber der X-Bandradaranlage, kann das Radarkeul durch Wolken dringen und ermöglicht auch bei bedecktem Himmel das Erkennen von Objekten durch Wolkenschichten. Nachteil gegenüber der X-Bandradaranlage ist die geringere Auflösung der erfassten Objekte. Die X-Bandradaranlage kann durch die kürze Wellenlänge eine bessere Auflösung liefern. So können zum Beispiel Küstenumrisse und die Größe, der sich auf dem Gewässer befindlichen Objekte, wesentlich besser bestimmt werden. Eine größere Wellenlänge, bedeutet einen größeren Hohlleiter. Aufgrund der mechanischen Ausmaße muss auch die Mechanik stabiler und somit schwerer ausfallen. Die logische Schlussfolgerung ist, dass der Antriebsmotor der S-Bandradaranlage leistungsstärker ausfallen muss, als bei der X-Bandradaranlage. Abbildung A.1: Prinzipaufbau einer Radaranlage[2] ANHANG A. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN A.2 89 Informationen zu Dahlandermotoren Abbildung A.2: Polumschaltbarer Motor mit Dahlanderwicklung[21] Nach ihrem Erfinder benannt, ist bei der Dahlanderschaltung jeder Strang der Ständerwicklung in zwei Wicklungsteile unterteilt. Durch Umschalten aus der Reihenschaltung in die Parallelschaltung wird die Polzahl halbiert und somit die Drehfelddrehzahl verdoppelt. Das Klemmbrett dieser Motoren besitzt für jede Polzahl drei Klemmen, weil die Wicklungsteile meist in der Ständerwicklung zusammengeschaltet sind. Damit kann der Motor nur an einer Netzspannung betrieben werden. Die Klemmen 1U, 1V, 1W werden für die niedrige Drehzahl gekennzeichnet. 2U, 2V, 2W hingegen steht für die hohe Drehzahl. Übliche Ausführungen sind 4 / . Die Strangwiderstände können durch die Zusammenschaltung der Wicklungen nicht direkt gemessen werden, sondern müssen sich aus dem Messwert errechnet werden. Dazu wird zwischen den Strängen 1U und 1V der Widerstand der gesamten Motorenwicklungen gemessen. Durch die vorhandene Parallelschaltung kann der Strangwiderstand nach Formel A.4 berechnet werden, vorausgesetzt der Widerstand aller Wicklungen ist gleich. 1 1 1 = + Rges R R + R (A.2) Nach der Erweiterung mit R ergibt sich R 1 = 1+ Rges 2 (A.3) Die Umstellung nach R führt zu folgender Formel R= 3 · Rges 2 (A.4) ANHANG A. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN 90 A.3 Entstehende Problematik beim Einsatz von Frequenzumrichtern A.3.1 Allgemeine Problematik des Frequenzumrichters Frequenzumrichter werden insbesondere an Drehstrommotoren eingesetzt, um deren Anlauf- und Drehzahlverhalten zu verbessern[6]. Der Frequenzumrichter generiert aus einem Wechsel- oder Drehstrom, mit einer bestimmten Spannung und Frequenz, eine in Amplitude und Frequenz veränderbare Spannung. Mit dieser umgerichteten Spannung wird dann die Maschine betrieben. Frequenzumrichter bestehen aus einem Gleichrichter, der einen Gleichstrom- oder Gleichspannungszwischenkreis speist und aus einem Wechselrichter. Die Gleichrichter werden dabei als ungesteuerte, wie auch gesteuerte B6-Brücken, ausgeführt. Nach Stand der heutigen Technik besitzen Wechselrichter einen Gleichspannungszwischenkreis mit einer Induktivität und einem Kondensator zur Entstörung und Glättung. Der Wechselrichter arbeitet ausschließlich mit leistungselektronischen Schaltern. Üblich sind je nach benötigter Ausgangsleistung MOSFET’s oder IGBT’s. Letztere kommen zum Einsatz, wenn hohe Leistungen im Bereich von mehreren 100KW benötigt werden. Dabei geht allerdings die Entwicklung ständig weiter. Mit einer Pulsweitenmodulation erzeugt der Wechselrichter eine veränderliche Spannung. Die Höhe der resultierenden Ausgangsspannung und deren Frequenz können in weiten Bereichen eingestellt werden. Frequenzumrichter erzeugen durch ihre Elektronik starke elektrische Störsignale. Diese treten sowohl auf der Motorzuleitung, wie auch auf der Netzzuleitung auf. Diese Störungen können nicht nur andere Verbraucher stören, sondern auch im Motor zu einer erhöhten Isolierstoffbelastung führen[4]. Die Motorzuleitung muss zur Vermeidung von Störabstrahlungen geschirmt werden. Dafür werden Sinusfilter zwischen Umrichter und Motor eingesetzt. ANHANG A. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN A.3.2 91 EMV-Problematik Bedingt durch die hohen Wirkungsgrade arbeiten Frequenzumrichter mit steilen Schaltflanken. Dadurch wird die Verlustleistung minimiert und die hohen Wirkungsgrade von 98% erzielt1 . Durch das schnelle Umschalten der IGBTs in einer Größenordnung von wenigen 100ns kommt es, bedingt durch den Kapazitätsbelag der Motorzuleitung, zu Umladeströmen[12]. Diese summieren sich bei langen Motorleitungen und erreichen mehre Ampere. Umladeströme treten auch bei Frequenzumrichtern mit geringen Leistungen auf und belasten den Frequenzumrichter erheblich. Wie in Kapitel A3.1 erwähnt besteht ein Frequenzumrichter netzseitig aus einem ungesteuerten Gleichrichter und einem Gleichspannungs-Zwischenkreis mit Elektrolytkondensatoren als Energiespeicher und zur Glättung der Zwischenkreisspannung. Bedingt durch den Gleichrichter werden das Spannungsnetz und der Zwischenkreis aufeinander geschaltet. Dies führt zu impulsartigen Ladeströmen, die das Netz stark belasten können. Die Ladeströme hängen von der Leistung des Frequenzumrichters ab. Durch das Vorschalten von Netzdrosseln lassen sich Netzrückwirkungen verringern. Wird der Frequenzumrichter direkt an das Netz angeschlossen, führt dies zu einer starken Belastung von Netz und Zwischenkreis und reduziert somit die Lebensdauer des Frequenzumrichters[21]. Die zulässigen Netzrückwirkungen für Frequenzumrichter sind in EN61000-3-2 festgelegt. 1 Herstellerangabe aus dem Manual vom Frequenzumrichter SD250 der Firma Power Electronics ANHANG A. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN A.4 92 Eigenkonstruktion eines Transportwagens Es besteht auch die Möglichkeit einen selbst konstruierten Transportwagen zu fertigen. Dies hat eine längere Fertigungszeit zur Folge, ermöglicht aber eine Anpassung an die Bedürfnisse des Motorenprüfstandes. Der Transportwagen wird zum einem günstiger und zum anderen ist er an die notwendigen Bedürfnisse angepasst. Darunter fallen die optimale Anbringung der Bedien- und Steuerelemente für den Prüfer und die Vermeidung einer eventuellen Kopflastigkeit der Konstruktion. Um einen Transportwagen zu fertigen, werden folgende Komponenten benötigt: Lfd.-Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Menge Preis in e Merkmale 14m 1,76 8 schwarz, 2m 2 4m 47,35 Stärke 6mm farblos 10St 0,25 8, ohne Steg, M6 10St 0,24 8, mit Steg, M8 1St 1,24 8 PA 1St 2,25 8 PA 160 2St 1,62 8 PA rechts 2St 2,59 8 6St 0,37 8 40x40 4St 11,50 D75 Doppelfeststeller 30St 0,25 M8x30 14m 9,48 8 40x40 leicht Summe: 419,29 Tabelle A.2: Stückliste für die Fertigung des Transportwagens Gerät Abdeck- u. Einfassprofil Acrylglas XT Nutenstein Nutenstein Magnetverschluss Handgriff Scharnier Gelenkwinkel Abdeckkappe Lenkrolle Halbrundschraube Profil Anhang B Zeichnungen Alle Anhänge befinden sich auf der beigelegten CD unter CD:/Anhang. 93 , ANHANG B. ZEICHNUNGEN B.1 94 LOGO!-Steuerung B186 2/M10 >1 7/M16 B028 Q2 (ROT2) & Q ROT2 11/M7 B029 M3 RS M S R I5 (AUS) 6/B141/1 Eingeschaltet B187 S R RS B030 I Q3 (24V TCU) >1 12/B023/R 17/B163/2 Par Rem = off 17/B157/3 17/M18 Q 16/B102/2 12/B038/R Par 16/B096/3 Rem = off 12/B046/R 6/B143/1 11/B191/4 17/B163/4 ROT1 I2 (EIN) 2/B108/4 2/B057/4 7/B065/2 11/B150/Trg 7/B065/4 I Q4 (FU1 Starten) Q 16/B102/4 B188 1 B032 M4 RS M S R 11/B195 X_AZI/R Q5 (FU2 Starten) Par Rem = off 11/B184 S/X_HM/R Q 11/B185 S_AZI/R Q1 (ROT1) Q 2/M10 B033 >1 7/M16 I6 (1P/3P) I Auswahl des jeweiligen Motors 11/B190/2 I9 (S-Band/X-Band) 11/B197/3 B001 XV1 I 6/B103/1 & 2/B113/3 B002 XV2 I10 (50Hz/60Hz) 6/B146/1 & I 2/B114/3 6/B097/1 B003 XV3 16/B098/3 7/B070/2 & I11 (230V) 17/B159/3 I B004 XV4 16/B121/2 6/B097/2 6/B198/1 & 17/B164/3 7/B071/2 B005 XV5 16/B123/3 6/B199/1 17/B166/3 & I12 (400V) 6/B142/1 6/B148/1 I B006 XV6 & 7/B074/2 6/B149/1 16/B125/3 6/B142/2 17/B168/3 7/B078/2 7/B076/2 B007 16/B126/3 & B008 XV7 17/B169/3 & 6/B140/1 B010 SV1 6/B103/4 & 2/B116/3 Ersteller: Geprüft: Erstellt/Geändert: Matthias Lübbe 29.04.10 09:17/18.08.10 22:05 7/B063/3 Projekt: Anlage: Datei: Motorprüfgerät Steuerrung_final_auf_LOGO_A3.lsc Kunde: Zeichen-Nr.: Seite: 1 / 35 ANHANG B. ZEICHNUNGEN 95 Betriebsstrom für einphasige Motoren überprüfen Dauer der Stromprüfung Analogwert der Phase 1 auswerten B053 B051 & Trg M13 T Strom prüfen ob Sollwert erreicht wird B054 AI6 Rem = off 06:00s+ En B056 Ax A A Par V1=B22+ V2=0 V3=0 V4=0 Point=2 ((B22+0)+0)+0 Par B015 Gain=1.0 Offset=0 On=30 Delta=15 Point0 Betriebsstrom ROT1 1P OK B011 & B058 >1 M10 En 1/B186/1 M P Par Prio = 117 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled 1/B033/1 nach zu langer Prüfung erfolgt Fehlermeldung B057 & Betriebsstrom ROT1 1P n.I.O B052 Trg M13 B059 M14 En B009 Ax A T 1/I6 Rem = off 08:00s+ Par Gain=1.0 Offset=0 On=50 Delta=15 B025 Point0 Ax M P Par Prio = 125 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled B016 & A Par Gain=1.0 Offset=0 On=290 Delta=20 B055 Point0 Ax B031 & A B060 Par Gain=1.0 Offset=0 On=290 Delta=20 Point0 & Anlaufstrom für einphasige Motoren überprüfen B105 & B085 Trg B111 Ax B106 AI6 En T Rem = off 03:00s+ A B053/3 B113 Par Par A Gain=1.0 Offset=0 On=120 Delta=60 Point0 V1=B23+ V2=0 V3=0 V4=0 Point=2 ((B23+0)+0)+0 B115 & 1/B001 XV1 Anlaufstrom ROT1 1P OK B109 >1 Par Prio = 119 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled B086 & A T 1/I6 Par Gain=1.0 Offset=0 On=260 Delta=70 B117 Point0 Ax B114 1/B002 XV2 M15 En Rem = off 05:00s+ M P Par Prio = 127 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled & A Par Gain=1.0 Offset=0 On=500 Delta=200 B118 Point0 Ax B116 1/B010 SV1 & A Par Gain=1.0 Offset=0 On=500 Delta=200 Point0 B119 6/B012 SV2 & Ersteller: Geprüft: Matthias Lübbe Projekt: Anlage: Motorprüfgerät Kunde: Zeichen-Nr.: Erstellt/Geändert: 29.04.10 09:17/18.08.10 22:05 Datei: Steuerrung_final_auf_LOGO_A3.lsc Seite: 11/B192/1 B057/3 Anlaufstrom ROT1 1P n.I.O Trg B110 Ax M P B108 B112 M13 En 2 / 35 ANHANG B. ZEICHNUNGEN 96 B012 SV2 B146/4 & 2/B119/3 B013 SV3 16/B128/3 B097/3 7/B080/2 & 17/B171/3 B198/4 B014 SV4 16/B131/3 B097/4 17/B174/3 & 7/B082/2 B199/4 B017 SV5 17/B175/3 16/B132/3 7/B084/2 & B149/4 B142/3 B018 SV6 B148/4 16/B135/3 17/B178/3 & B142/4 B019 7/B087/2 7/B089/2 & B020 SV7 & 16/B137/3 17/B180/3 B140/4 1/B003 XV3 B198 Analogwertvorgabe der jeweiligen FU´s >1 B013 SV3 B189 1/B187 S1 A S2 & V1 =0+ V2=500 V3=575 V4=0 Point =2 >1 B140 1/B008 XV7 B144 En >1 1/B006 XV6 B017 SV5 AQ1 (Sollwert FU1) AQ S1 S2 B020 SV7 AM Par 1/B004 XV4 B199 B014 SV4 1/B005 XV5 AM1 En B141 A Par V1 =B189+ V2=B151 V3=925 V4=0 1/B005 XV5 B148 Point =2 B142 >1 >1 B018 SV6 B017 SV5 B151 AM2 En S1 S2 1/B006 XV6 B149 1/B003 XV3 >1 1/B004 XV4 B013 SV3 1/B187 B143 B018 SV6 & B097 >1 1/B001 XV1 B103 A Par V1 =0+ V2=850 V3=1000 V4=0 Point =2 B014 SV4 >1 1/B010 SV1 B145 1/B002 XV2 AQ2 (Sollwert FU2) En B146 AQ S1 >1 S2 A Par B012 SV2 V1 =0+ V2=870 V3=1000 V4=0 Point =2 Ersteller: Geprüft: Matthias Lübbe Projekt: Anlage: Motorprüfgerät Kunde: Zeichen-Nr.: Erstellt/Geändert: 29.04.10 09:17/18.08.10 22:05 Datei: Steuerrung_final_auf_LOGO_A3.lsc Seite: 6 / 35 AM ANHANG B. ZEICHNUNGEN 97 Betriebsstrom für dreiphasige Motoren überprüfen Analogwerte der 3 Phasen auswerten B063 1/M4 16/M11 & B061 B064 AI6 Trg En T Par Rem V1=B22+ = off 06:00s+ V2=B37 V3=B45 V4=3 Point=2 ((B22+B37)+B45)/3 1/B186/3 B068 Ax A A Betriebsstrom ROT1 3P OK Par Gain=1.0 Offset=0 On=30 Delta=15 Point0 B070 1/B003 XV3 B066 & P >1 B065 1/M4 B062 & 1/B033/4 17/B163/3 Betriebsstrom ROT1 3P n.I.O Trg B067 M17 En T 1/I6 M P Rem = off 08:00s+ B069 Par Prio = 124 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled A Par Gain=1.0 Offset=0 1/B004 XV4 On=40 Delta=15 B073 Ax A Point0 M Par Prio = 118 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled 16/M11 Ax B071 & Par Gain=1.0 Offset=0 1/B005 XV5 On=20 Delta=5 B075 Point0 Ax B074 & A Par Gain=1.0 Offset=0 1/B006 XV6 On=20 Delta=8 B077 Point0 Ax B076 B093 & >1 A Par Gain=1.0 Offset=0 On=20 Delta=8 Point0 B078 1/B008 XV7 & B079 Ax A Par Gain=1.0 Offset=0 6/B013 SV3 On=200 Delta=25 B081 Ax A Point0 B080 & Par Gain=1.0 Offset=0 6/B014 SV4 On=220 Delta=30 B083 Point0 Ax B082 & B094 >1 A Par Gain=1.0 Offset=0 6/B017 SV5 On=125 Delta=15 B088 Point0 Ax B084 & A Par Gain=1.0 Offset=0 6/B018 SV6 On=130 Delta=25 B090 Point0 Ax B087 & A Par Gain=1.0 Offset=0 6/B020 SV7 On=10 Delta=5 Point0 17/B157/4 M16 En B072 B089 & Ersteller: Geprüft: Matthias Lübbe Projekt: Anlage: Motorprüfgerät Kunde: Zeichen-Nr.: Erstellt/Geändert: 29.04.10 09:17/18.08.10 22:05 Datei: Steuerrung_final_auf_LOGO_A3.lsc Seite: 7 / 35 ANHANG B. ZEICHNUNGEN 98 HM und Azimutsignal überprüfen I3 (Head-Maker) B043 I 1/I2 B184 S/X_HM B034 B193 Cnt En Dir P Par Par Prio = 115 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled Rem = off On=1+ Off=3 Start=0 Trg Headmaker-Signal OK R & M20 M T Rem = off 03:00s+ I4 (Azimut) I B192 2/M13 B190 B191 >1 & 16/M11 1/I2 B185 S_AZI & En Dir P Par Par Prio = 114 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled Rem = off On=100+ Off=420 Start=0 T Rem = off 03:60s+ B197 B194 Cnt Trg 1/M4 Azimut-Signal S-Band OK R 1/I9 B047 1/I2 B195 X_AZI B196 Cnt Rem = off On=10+ Off=75 Start=0 M P Prio = 113 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled Par Auswahl ob Prüfung mit ROT1 und ROT2 stattfinden soll oder nur ROT1; notwendig wenn Motor ohne Getriebe getestet wird 1/I2 1xlang wenn Prüfung ohne ROT2 B150 Trg B152 M7 Trg Par Rem = off 02:00s+ 01:00s 1/B028/3 M S R Par RS RS Rem = off Anzeigen der Phasenströme High B036 hi & 17/M18 Phasenströme B147 X1 En X P M22 En Dir Par M Azimut-Signal X-Band OK R & 1/I9 M21 Par Prio = 121 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled Ersteller: Geprüft: Matthias Lübbe Projekt: Anlage: Motorprüfgerät Kunde: Zeichen-Nr.: Erstellt/Geändert: 29.04.10 09:17/18.08.10 22:05 Datei: Steuerrung_final_auf_LOGO_A3.lsc Seite: 11 / 35 ANHANG B. ZEICHNUNGEN 99 Motorenprüfplatz bereit B039 M23 En M P Par Prio = 123 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled Maximalen Stromwert ermitteln, dieser tritt in der Regel im Anlauf auf M8 (Anlaufmerker) M aktuellen Wert mit vorherigen Wert auf Maximum vergleichen AI1 (Strom Phase 1) B022 AI Ax B021 A Ax Par High Ay Gain =1.0+ Offset=0 Point =2 & M2 Max-Wert zurücksetzen A MAX-Wert 1 Par B024 hi B027 En S1 A S2 On =0 Off =0 Gain =1.0+ Offset =0 Point=0 B107 B023 1/I5 & M2 R M Cnt B027/4 Dir Par Par Rem = on On=B22+ Off=0 Start=0 ständige Prüfung mit der Zykluszeit der Logo V1 =B23+ V2=0 V3=0 V4=0 Point =1 B026 M1 1 M B040 & AI2 (Strom Phase 2) B037 AI Ax A Ax Par High hi Ay Gain =1.0+ Offset=0 Point =2 B041 Ref.B038 En S1 A S2 M6 B042 A MAX-Wert 2 Par On =0 Off =0 Gain =1.0+ Offset =0 Point=0 B035 & M Cnt B040/4 Dir Rem = on On=B37+ Off=0 Start=0 V1 =B38+ V2=0 V3=0 V4=0 Point =1 B048 & AI3 (Strom Phase 3) B045 AI Ax B050 A Ax Par hi M6 R Par Par High B038 1/I5 Ay Gain =1.0+ Offset=0 Point =2 B049 Ref.B046 En S1 S2 A M9 A MAX-Wert 3 Par On =0 Off =0 Gain =1.0+ Offset =0 Point=0 B044 & B046 1/I5 M9 R M Cnt Dir Par Rem = on On=B45+ Off=0 Start=0 Par V1 =B46+ V2=0 V3=0 V4=0 Point =1 Ersteller: Geprüft: Matthias Lübbe Projekt: Anlage: Motorprüfgerät Kunde: Zeichen-Nr.: Erstellt/Geändert: 29.04.10 09:17/18.08.10 22:05 Datei: Steuerrung_final_auf_LOGO_A3.lsc Seite: 12 / 35 B048/4 ANHANG B. ZEICHNUNGEN 100 Anlaufstrom für dreiphasige Motoren überprüfen B096 & B101 Trg B092 AI6 En 1/M4 Ax Rem = off V1=B23+ 03:00s+ V2=B38 V3=B46 V4=3 Point=2 ((B23+B38)+B46)/3 Par 7/B063/4 B099 T A A Par 11/B192/4 B098 Gain=1.0 Offset=0 On=170 Delta=60 Point0 1/B003 XV3 B104 & >1 B100 B102 A 1/M4 & B095 Trg Anlaufstrom 3P n.I.O T Rem = off 05:00s+ B121 Par Prio = 120 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled M12 1/I6 & B122 Ax M P Par Gain=1.0 Offset=0 On=270 1/B004 XV4 Delta=60 Point0 B091 En P Par Prio = 126 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled A Par Gain=1.0 Offset=0 1/B005 XV5 On=40 Delta=7 Point2 Ax B124 B123 & A Par Gain=1.0 1/B006 XV6 Offset=0 On=25 Delta=10 Point0 Ax B127 B125 B138 & >1 A Par Gain=1.0 Offset=0 On=70 Delta=60 Point0 B126 1/B008 XV7 & B129 Ax A Par Gain=1.0 6/B013 SV3 Offset=0 On=500 Delta=200 B130 Ax A Point0 Par Gain=1.0 Offset=0 6/B014 SV4 On=500 Delta=200 B133 Point0 Ax B128 & B131 & B139 >1 A Par Gain=1.0 6/B017 SV5 Offset=0 On=128 Delta=15 Point0 Ax B134 B132 & A Par Gain=1.0 6/B018 SV6 Offset=0 On=500 Delta=200 B136 Ax A Point0 B135 & Par Gain=1.0 Offset=0 On=500 Delta=200 Point0 B137 6/B020 SV7 M11 En B120 Ax Anlaufstrom 3P OK & Ersteller: Geprüft: Matthias Lübbe Projekt: Anlage: Motorprüfgerät Kunde: Zeichen-Nr.: Erstellt/Geändert: 29.04.10 09:17/18.08.10 22:05 Datei: Steuerrung_final_auf_LOGO_A3.lsc Seite: 16 / 35 M 7/B065/3 ANHANG B. ZEICHNUNGEN 101 Betriebsstrom für ROT2 überprüfen B157 & 1/M3 7/M16 B162 11/B036/4 Trg T Rem = off 03:00s+ B155 AI6 En 1/B030/4 B160 Ax Par A V1=B22+ V2=B37 V3=B45 V4=3 Point=2 ((B22+B37)+B45)/3 A Par Gain=1.0 Offset=0 1/B003 XV3 On=28 Delta=4 Point0 1/M3 B163 7/M16 Betriebsstrom ROT2 OK B159 B183 & Betriebsstrom ROT2 n.I.O Trg B154 T P M Par Prio = 122 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled A B164 1/B004 XV4 M19 En Rem = off 05:00s+ Par Gain=1.0 Offset=0 On=38 Delta=4 Point0 M Par Prio = 116 Quit = on Text1: ISO8859_1 Text2: disabled B156 & B158 M18 En P 1/I6 Ax B161 >1 & B165 Ax A Par Gain=1.0 1/B005 XV5 Offset=0 On=11 Delta=4 B167 Point0 Ax B166 & A Par Gain=1.0 1/B006 XV6 Offset=0 On=18 Delta=4 B170 Point0 Ax B168 B181 & >1 A Par Gain=1.0 Offset=0 On=18 Delta=4 Point0 B169 1/B008 XV7 & B172 Ax A Par Gain=1.0 6/B013 SV3 Offset=0 On=260 Delta=30 B173 Ax A Point0 Par Gain=1.0 6/B014 SV4 Offset=0 On=290 Delta=20 B176 Point0 Ax B171 & B174 B182 & >1 A Par Gain=1.0 6/B017 SV5 Offset=0 On=140 Delta=12 B177 Ax A Point0 Par Gain=1.0 6/B018 SV6 Offset=0 On=90 Delta=20 B179 Ax A Point0 B175 & B178 & Par Gain=1.0 Offset=0 On=17 Delta=2 Point0 B180 6/B020 SV7 & Ersteller: Geprüft: Matthias Lübbe Projekt: Anlage: Motorprüfgerät Kunde: Zeichen-Nr.: Erstellt/Geändert: 29.04.10 09:17/18.08.10 22:05 Datei: Steuerrung_final_auf_LOGO_A3.lsc Seite: 17 / 35 'DWXP 1DPH .XQGH /XHEEH /XHEEH 'DWXP %HDUE *HSU 1RUP 8UVSU (UVI 9 :HUIW6FKLII (3/$1 .ODVVLILNDWLRQ (UVG HUVWHOOWZRUGHQ 9HUELQGXQJ]XU 6WHXHUOHLWXQJ 'HFNEODWW 6WHXHUVSDQQXQJ 9'& 1HW]VSDQQXQJ $&+]9 (OHNWULVFKH'DWHQ %HDUEHLWHU /XHEEH 3URMHNW1DPH 3IDG [[[[[[675 6WURPODXISODQ 6$0(OHFWURQLFVYRUJHQRPPHQZHUGHQ pQGHUXQJHQGcUIHQQXUYRQ 3URMHNWGDWHQ 6FKLHQH 'LHVH3OfQHVLQGDXIHLQHP&$(6\VWHP +DXSWYHUWHLOXQJ %O %O ANHANG B. ZEICHNUNGEN pQGHUXQJ 6FKXW]YHUPHUN',1,62EHDFKWHQ2%6(59(&23<5,*+7',1,62 B.2 &$' , 102 Stromlaufpläne $/7(5 6FKXW]YHUPHUN',1,62EHDFKWHQ2%6(59(&23<5,*+7',1,62 '$7( 1$0( /XHEEH 67'5' /XHEEH &+(&. /2*267(8(581* )UHTXHQ]XPULFKWHU '$7( ,QKDOWVYHU]HLFKQLV 352& 'HFNEODWW 6HLWH %HQHQQXQJ 25,*,1 5(3/)25 )HOG 6HLWHQcEHUVLFKW 5(3/:,7+ ,QKDOWVYHU]HLFKQLV +DXSWYHUWHLOXQJ $/XHEEH $/XHEEH [[[[[[675 6+ 6+ &$' ANHANG B. ZEICHNUNGEN 103 6 ; / / / 7 / 7 9 / 8 pQGHUXQJ 'DWXP 1DPH : 1 / /XHEEH 1RUP /XHEEH *HSU 3( 3( 3( / 7 / %HDUE 'DWXP $/XHEEH 6FKXW]YHUPHUN',1,62EHDFKWHQ2%6(59(&23<5,*+7',1,62 / 9+] 6 8UVSU . 127$86 $ $ ) (UVI $ )8 7 . $ ) % $ 8 5 8 9 6 7 : % : 9 (UVG % 6WURPZfFKWHU 027253 (09)LOWHU (,163(,681* 6WURPZfFKWHU 63$1181* 6WURPZfFKWHU )8 7 / 8 / 027253 +DXSWYHUWHLOXQJ . )8 )8 63$1181* 1 9 1 7 91HW]WHLO / 0 / 0 1 / [[[[[[675 )UHTXHQ]XPULFKWHU . )8 )8 %O %O &$' ANHANG B. ZEICHNUNGEN 104 $ 6 0 / $ pQGHUXQJ 'DWXP 1DPH /XHEEH *HSU 1RUP /XHEEH %HDUE $ 4 , . $ . $ . ) 0 $ 4 , $ 0 4 , ) 0 / $ $ % (,1 6 ) 0 9'& 'DWXP $/XHEEH 6FKXW]YHUPHUN',1,62EHDFKWHQ2%6(59(&23<5,*+7',1,62 ) 6WHX(,1 33 $ $ 0 6 8UVSU $ 4 . $ $ , /2*2 ) 0 , $86 6 , , % (UVI , % / 0 4 . $ ) $ 6 6%DQG;%DQG (UVG $ $ +]+] 6 4 , , 6 , 999 4 4 / / 0 '& 0 +0$=,087 6<1$ +0$ . /2*267(8(581* '& 0 0 / % 9 $0$4 / )8 )8 '& 0 0 )8 )8 '& 9 $ % '065 +DXSWYHUWHLOXQJ , 6,*1$/ . . 527 9 9 7&8 *1' [[[[[[675 527 527527 %O %O &$' ANHANG B. ZEICHNUNGEN 105 , ANHANG B. ZEICHNUNGEN B.3 Konstruktionszeichnungen 106 ANHANG B. ZEICHNUNGEN 107 ANHANG B. ZEICHNUNGEN B.4 108 Liste der eingestellten Parametern Folgend ist eine Tabelle mit allen veränderten Parametern aufgeführt. Nicht genannte Parameter sind entsprechend der Werkseinstellungen unverändert. einphasiger FU: P-03 P-04 P-11 P-15 dreiphasiger FU: F21 F24 F25 F26 Frq H31 H72 H73 I50 Beschleunigungsrampenzeit Bremsrampenzeit Startspannung Motorenspannung 0 für 0 sec. Maximalfrequenz Auswahl Minimal- und Maximalfrequenz oberes Frequenzlimit unteres Frequenzlimit Sollwertquelle Anzahl der Polpaare Anzeige beim Einschalten 60 für 60Hz 1 um Parameter F25 und F26 zu aktivieren 60 für 60Hz 0 für 0Hz 3 für Analog 0...10V 2 11 für Benutzeranzeige des Parameter H73 0 für Ausgangsspannung Auswahl der Monitoranzeige Modus Analogausgang 2 für 2 sec. 0 für 0% 230 für 230V 2 für Ausgangsspannung Messumformer: Jumper J2/J3 auf 1 für 0...10V am Ausgang Stromwächter: Dippschalter SW1 SW2 SW3 SW4 SW5 SW6 SW7 SW8 1 0 0 1 0 1 1 1 für Messbereich 10A AC für Ausgangssignal 0...10V Tabelle B.1: veränderte Parameter Versicherung über die Selbstständigkeit Hiermit versichere ich, dass ich die vorliegende Arbeit im Sinne der Prüfungsordnung nach §16(5) ohne fremde Hilfe selbstständig verfasst und nur die angegebenen Hilfsmittel benutzt habe. Wörtlich oder dem Sinn nach aus anderen Werken entnommene Stellen habe ich unter Angabe der Quellen kenntlich gemacht. Hamburg, 25. August 2010 Ort, Datum Unterschrift 109