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4 Einleitung „Die Experimentalphysik gewinnt durch exakte Beobachtung des Naturgeschehens (...) Kenntnis über die qualitativen und quantitativen Zusammenhänge der Meßgrößen.“ 1 Die ursprünglichste Art dieser Beobachtung ist sicherlich das einfache Hinschauen. Dadurch können - besonders bei Bewegungsvorgängen - oftmals Vermutungen über zugrundeliegende Naturgesetze getroffen werden. Um diese Vermutungen zu bestätigen und letztendlich zu physikalischen Gesetzen zu gelangen, eignet sich diese natürliche Meßmethode jedoch kaum. Durch ein ‘technisches Auge’, also einen Fotoapparat oder eine Videokamera, läßt sich die Position eines bewegten Körpers und der dazugehörige Zeitpunkt sehr genau bestimmen. So kann eine Bewegung gefilmt und auf einem Fernseher in Zeitlupe dargestellt werden. Auf einer Klarsichtfolie, die auf den Bildschirm gelegt wird, könnte so die Position verfolgt werden. Eine mitgefilmte Demonstrationsuhr liefert die jeweilige Zeit. Da dieses Verfahren für die Schule sehr zeitraubend und ungenau ist, erscheint eine andere Auswertung des erzeugten Videomaterials sinnvoll zu sein. Neue technische Entwicklungen im Computerbereich lassen die Digitalisierung von Videofilmen in sehr guter Qualität zu. In dieser digitalen Form ist eine komfortable Darstellung und Untersuchung der Bildinformationen möglich. Dazu existieren Programme wie Diva, Galileo u.a., die speziell zur Positionserfassung eines Objektes in digitalen Videos entwickelt wurden. Bei diesen Programmen muß der Anwender die Position jedoch in jedem Bild selbst angeben. Wenige Sekunden eines Videofilmes können bereits aus über 100 Einzelbildern bestehen, eine Auswertung von Filmen dieser Länge erweist sich als sehr aufwendig. Da sich nach der Digitalisierung eines Filmes alle Informationen über die Objektposition schon im Rechner befinden, liegt es nahe, den Computer selbständig nach dieser Position suchen zu lassen. Dazu ist ein Programm erforder- 1 Meyers großes Taschenlexikon