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Stand der Technik
2-5
Orientierung. Für den Bodenstationsstandort Berlin ist dieses Verfahren vor allem
für den Sommer geeignet (siehe Abbildung 2.1), da ansonsten der Blickwinkel zu
flach wird.
-Z
So
n
im n en li
c
Wi
nt e ht
r
+X
Nordpol
Berlin
53°
Äquator
Abbildung 2-2: Vorstabilisierung im Winter, +X zur Sonne [1]
Für das zweite Verfahren wird im ersten Schritt die +X Achse des Satelliten zur Sonne ausgerichtet. Anschließend wird der Satellit um die X-Achse in Rotation versetzt.
Die Rotation wird gestoppt, wenn die Stärke des S-Band-Videosignals ein Maximum
erreicht hat. Das S-Band-Signal kann jedoch nur dann als Kriterium herangezogen
werden, wenn das Ziel der Vorausrichtung die eigene Bodenstation sein soll. Bei diesem Verfahren ist der Blickwinkel im Winter steiler und somit das Maximum der SBand Feldstärke deutlicher zu erkennen als im Sommer, daher ist es eher für den
Winter geeignet.
Anstelle des S-Band-Signals wurden nach Abschluss der Forschungen zu [1] an der
TU-Berlin noch andere Kriterien für die Ausrichtung der zweiten Achse untersucht:
So wurde z.B. die +Z Seite auf ein Erdalbedo-Maximum geregelt, oder es wurde versucht, direkt anhand des Live-Bildes zu entscheiden, ob das Zielgebiet bereits erreicht wurde.
Alle beschriebenen Verfahren basieren, wie oben bereits erwähnt, auf der Auswertung der Solarzellenströme. Diese Möglichkeit besteht bei Nachtüberflügen nicht. An
die Stelle der Solarzellen muss folglich ein anderer externer Sensor treten. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wurde daher die Nutzlastkamera durch die Entwicklung einer speziellen Software zu einem Sternsensor erweitert, dessen Beschreibung
im nächsten Kapitel folgt.