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CHIPDRIVE & KartenZwerg BENUTZERHANDBUCH Kapitel 1 Kapitel 2 Kapitel 3 Kurzbeschreibung Installation Der ChipCard-Editor Anhang OEM Anwendungen © 1997 TOWITOKO electronics GmbH, München CHIPDRIVE Alle Teile dieser Bedienungsanleitung und der mitgelieferten Software unterliegen dem Urheberrecht (Copyright). Vervielfältigung oder Verbreitung, ganz oder in Auszügen, ist nur mit schriftlicher Genehmigung der TOWITOKO electronics GmbH gestattet. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz. IBM, PC/XT/AT sind eingetragene Warenzeichen der International Business Machines Corporation. MS-WINDOWS und MS-DOS sind eingetragene Warenzeichen der Microsoft Corporation. TURBO PASCAL ist eingetragenes Warenzeichen von Borland. Weitere u.U. genannte Warenzeichen dienen ausschließlich Erkennungszwecken und implizieren keine freie Verwendbarkeit. 1997 TOWITOKO electronics GmbH, München 2 CHIPDRIVE 1. KURZBESCHREIBUNG............................................................... 4 2. INSTALLATION............................................................................ 5 2.1 Installation CHIPDRIVE intern .............................................. 5 2.2 Installation CHIPDRIVE extern / KartenZwerg...................... 6 2.3 Die Schnittstellen unter DOS ................................................ 6 2.4 Die Schnittstellen unter Windows ......................................... 7 2.5 Installation der Software ....................................................... 8 3. DER CHIPCARD-EDITOR............................................................ 9 3.1 Das Hauptmenü .................................................................... 9 3.1.1 Chipcard Semiconductors .................................................. 9 3.1.2 Sample Applikation Mask................................................. 10 3.1.3 German Insurance / Telekom Debit Card ........................ 11 3.2 Allgemeine Funktionen / Menüs.......................................... 11 3.3 Chipspezifische Funktionen / Menüs .................................. 13 3.3.1 SLE4404 .................................................................... 13 3.3.2 SLE4406 / PCF7960 .................................................. 19 3.3.3 SLE4418 .................................................................... 21 3.3.4 SLE4428 .................................................................... 22 3.3.5 SLE4432 / PCF2032 .................................................. 24 3.3.6 SLE4442 / PCF2042 .................................................. 25 3.3.7 PCF8582E, MCM2814(ATR), I2C .............................. 27 ANHANG - OEM ANWENDUNGEN............................................... 29 3 CHIPDRIVE 1. KURZBESCHREIBUNG TOWITOKO-Chipkartenterminals unterstützen nahezu alle Chipkartenprotokolle. CHIPDRIVE extern und KartenZwerg sind für den Anschluß an die serielle Schnittstelle eines PC konzipiert. Die Stromversorgung erfolgt direkt aus der Schnittstelle. CHIPDRIVE intern wird als 3,5“ (8,89 cm) Laufwerk zum Einbau in den Rechner geliefert. Die Verbindung zum PC erfolgt über die mitgelieferte ISA-Einsteckkarte. Eine genaue Beschreibung der Leistungsmerkmale finden Sie auf der Produktverpackung. Es ist zu beachten, daß viele Chipkarten irreversible Befehle unterstützen, die den Chip u.U. bei inkorrekter Verwendung permanent sperren! Die Einhaltung aller rechtlichen Bestimmungen und Auflagen bezüglich des Lesens und Schreibens von Chipkarten aus Fremdapplikationen obliegt alleinig dem Anwender! 4 CHIPDRIVE 2. INSTALLATION 2.1 Installation CHIPDRIVE intern Zum Einbau von CHIPDRIVE intern benötigen Sie einen freien 3,5” (8,89 cm) Laufwerksschacht und einen 8 Bit ISASteckplatz. Ihr PC muß über einen freien COM-Port (1, 2, 3 oder 4) und eine freie Unterbrechungsanforderung (IRQ 3, 4, 5 oder 7) verfügen. Gehen Sie wie folgt vor: 1. Schalten Sie den Rechner und alle Peripheriegeräte aus und öffnen die Gehäuseabdeckung. Verbinden Sie das sechspolige Kabel mit dem Laufwerk. Montieren Sie dann das Laufwerk und befestigen den Kunststoffrahmen mit den mitgelieferten Schrauben im Laufwerksschacht. 2. Konfigurieren Sie die Interfacekarte vor dem Einbau mittels der DIP-Schalter gemäß der aufgedruckten Tabelle auf einen in Ihrem PC noch freien COM-Port und eine noch nicht vergebene Unterbrechungsanforderung. 3. Stecken Sie den Stecker des Verbindungskabels zum Laufwerk in die passende Buchse auf der Interfacekarte und montieren Sie dann die Interfacekarte im PC. 5 CHIPDRIVE 4. Befestigen Sie die Gehäuseabdeckung und starten den Rechner. Sollte der Rechner nicht ordnungsgemäß starten, prüfen Sie nochmals den korrekten Einbau der Interfacekarte und des Laufwerks. 2.2 Installation CHIPDRIVE extern / KartenZwerg Zur Inbetriebnahme wird das Gerät an einen freien COMPort des PC angeschlossen. Verbinden Sie dazu den 9-poligen Stecker mit der entsprechenden Schnittstelle des PCs. Schalten Sie den PC aus, bevor Sie die Verbindung herstellen. 2.3 Die Schnittstellen unter DOS Beachten Sie bitte, daß die DOS-Gerätetabelle zur Aufnahme der installierten COM-Ports stets fortlaufend numeriert ist. Um Probleme bei der Numerierung der COM-Ports zu verhindern, stellen Sie die Interfacekarte unbedingt auf den nächsten freien COM-Port ein. Vermeiden Sie ‘Lücken’ in der Numerierung der COMPorts. 6 CHIPDRIVE 2.4 Die Schnittstellen unter Windows Sollten Sie CHIPDRIVE zusammen mit einer WindowsSoftware einsetzen (z.B. SIM-Surf) ist insbesondere auf die Einstellungen der Schnittstellen zu achten. Häufig sind die COM-Ports unter Windows nicht ordnungsgemäß konfiguriert. Bei Problemen mit der Kommunikation kontrollieren Sie bitte zuerst unter ‘Systemeinstellungen – Anschlüsse’ die Einstellungen des verwendeten Ports. Gehen Sie dazu wie folgt vor: 1. Starten Sie im Programm Manager die ‘Systemsteuerung’ 2. Wählen Sie unter ‘Anschlüsse’ den COM-Port, an dem CHIPDRIVE installiert werden soll. 3. Aktivieren Sie das Feld ‘Weitere Einstellungen’ 4. Für CHIPDRIVE intern: Stellen Sie die ‘Ein- Ausgabe-Adresse’ entsprechend der Konfiguration Ihrer Interfacekarte ein (vgl. 2.1). Hierzu gilt folgende Zuordnung der Adresse und der Einstellung an der Interfacekarte: COM1=3F8, COM2=2F8, COM3=3E8, COM4=2E8 7 CHIPDRIVE Für CHIPDRIVE extern: Die ‘Ein- Ausgabe-Adresse’ muß entsprechend der Konfiguration Ihres Rechners eingestellt werden. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren PC-Techniker oder Fachhändler. 5. Stellen Sie die ‘Unterbrechungsanforderung’ ebenfalls entsprechend Punkt 4 ein. 6. Führen Sie einen Neustart von Windows durch. 2.5 Installation der Software Rufen Sie das auf der beiliegenden CD-ROM befindliche Programm START.EXE auf und folgen Sie den Anweisungen des Installationsprogramms. 8 CHIPDRIVE 3. DER CHIPCARD-EDITOR 3.1 Das Hauptmenü Nach dem Start des ChipCard-Editor erscheint das Hauptmenü. Hier wählen Sie die Grundfunktion der Software aus. Sollte beim Start eine Fehlermeldung erscheinen prüfen Sie bitte den korrekten Anschluß von CHIPDRIVE, sowie die Einstellung unter dem Menüpunkt ‘COM-Port Select’. Häufig treten Probleme mit den COM Ports 3 und 4 auf, da diese oft nicht korrekt installiert sind oder keine eindeutige Unterbrechungsanforderungen verwenden. Benutzen Sie in diesem Fall COM1 bzw. COM2. 3.1.1 Chipcard Semiconductors Unter diesem Menüpunkt finden Sie eine Liste der verschiedenen Hersteller von Memorycard-ICs. Wählen Sie zuerst den Hersteller, dann den entsprechenden Chiptyp (vgl. Kap. 3.3). Die Protokolle der verschiedenen Chipcard-ICs sind leider nicht genormt und selbst bei den unterschiedlichen Typen eines Herstellers zum Teil grundverschieden. Sie müssen 9 CHIPDRIVE daher auf jeden Fall genau den Chiptyp angeben, den Sie bearbeiten möchten. Nach der Auswahl des Chiptyps wird ein Pufferspeicher eingerichtet und angezeigt, der in Größe und Aufteilung der Datenstruktur des gewählten Chiptyps entspricht. Auskunft über Chiptyp bzw. Chiphersteller von Chipkarten kann nur der Hersteller dieser Karten erteilen. ACHTUNG: Die Verwendung eines falschen Protokolls / Programmieralgorithmus kann insbesondere bei Schreibzugriffen zur irreversiblen Zerstörung des Chips führen! 3.1.2 Sample Applikation Mask Dieser Programmteil stellt eine Eingabemaske diverser Datenfelder zur Verfügung, die auf einer Chipkarte gespeichert und von einer Chipkarte gelesen werden können. Beachten Sie bitte, daß hierzu eine Karte vom Typ SLE4428 (8KBit) benötigt wird. Andere Karten können in dieser Maske nicht beschrieben werden! Der PIN-Code der Karte muß auf 0000 voreingestellt sein (vgl. 3.3.4 SLE4428)! 10 CHIPDRIVE 3.1.3 German Insurance / Telekom Debit Card Der Programmteil ermöglicht die dekodierte Anzeige der Daten einer Versicherten- bzw. Telefonwertkarte. 3.2 Allgemeine Funktionen / Menüs In der Statusleiste am unteren Bildschirmrand finden Sie jeweils eine Auflistung der momentan möglichen Tastaturkommandos, zusammen mit einer kurzen Erklärung. Sie können den ChipCard-Editor auch über die Maus bedienen. Folgende Funktionen stehen Ihnen nach der Auswahl des Herstellers und Chiptyps zur Verfügung: ¢ £ ¤ ¥ Schreibmarke bewegen © Zwischen hexadezimalen, binären bzw. ASCII Editorfeld wechseln ’ “ aktuellen Datensatz speichern gespeicherten Datensatz laden 11 CHIPDRIVE ” Menü mit folgenden Editorfunktionen: Insert: Die angegebene Anzahl von Zeichen wird an der Schreibmarke eingefügt. Die nachfolgenden Zeichen verschieben sich damit nach hinten. Delete: Die angegebene Anzahl von Zeichen wird ab der Schreibmarke gelöscht. Die nachfolgenden Zeichen rücken damit nach vorne. Copy: Der Speicherbereich, beginnend mit der Adresse ‘Copy From’ und mit der Länge ’Copy Len’, wird an die Adresse ‘Copy To’ kopiert. Fill: Der Speicherbereich, beginnend an der Adresse ‘Fill From’ mit der Länge ‘Fill Len’, wird mit dem Hexadezimalwert ‘Fill Data’ überschrieben. • ˜ Schreibschutzbit im Pufferspeicher setzen / zurücksetzen. Diese Option wird nur bei Chiptypen mit entsprechender Sicherheitslogik angezeigt. Dateninhalt der Chipkarte lesen und in den Puffer übertragen. 12 CHIPDRIVE š Menü chiptypspezifischer Funktionen. Die verfügbaren Befehle sind in den folgenden Kapitel beschrieben. 3.3 Chipspezifische Funktionen / Menüs 3.3.1 SLE4404 Kurzbeschreibung des Chiptyps: • Intelligentes EEPROM (416 Bit) • 208 Bit Anwendungsspeicher als ROM, PROM, zugriffsgeschütztes ROM / PROM konfigurierbar. • Zugriffsschutz mit 16 Bit Paßwort • Sicherheitslogik mit nicht flüchtigem Fehlerzähler sperrt den Chip nach 4 aufeinanderfolgenden ungültigen Passworteingaben • Anwendungsspeicher maximal 64 mal löschbar und neu konfigurierbar. • Datenerhalt > 10 Jahre 4 • mindestens 10 Schreibzyklen 13 CHIPDRIVE Die Speicheraufteilung: Bit 000-00F 16 Bit Masken-ROM Code Bit 010-03F 48 Bit Application ROM Bit 040-04F 16 Bit User-Key Bit 050-053 4 Bit Error-Counter Bit 054-05F Scratch Pad Memory 1. Dieser Bereich kann immer gelesen und beschrieben werden. Nach jeder gültigen User-Key Eingabe werden alle Bits auf 1 gesetzt. Die Bits können beim Schreiben nur von 1 auf 0 gesetzt werden. Bit 060-06F Scratch Pad Memory 2. Dieser 16 Bit Bereich kann immer gelesen werden. Mit gültigem User-Key kann dieser Bereich frei beschrieben / gelöscht werden. Bit 070 Write Enable Bit. Bit 071 Read Enable Bit. Bit 072-13F Application Memory. Der Bereich kann nach Eingabe eines gültigen User-Key jedenfalls gelesen werden. Das Write Enable Bit ermöglicht das Beschreiben (1 nach 0). Das Read Enable Bit gibt Lesezugriffe auch ohne User-Key frei. 14 CHIPDRIVE Bit 140-15F 32 Bit Issuer Key. Dieser Schlüssel ist zum Löschen des Application Memory erforderlich. Bit 160-19F Erase Counter. Jedes der 64 Bits kann nur einmalig von 1 auf 0 gesetzt werden. Um das Application Memory zu löschen, muß zuvor mindestens ein Bit aus diesem Bereich geschrieben werden. Damit ist die Anzahl der Application Memory Löschvorgänge auf max. 64 beschränkt. Das Funktionsmenü enthält folgende Befehle: Read Card Data liest den gesamten Speicher des Chips in den Pufferspeicher. Die zugriffsgeschützten Bereiche und der User- bzw. Issuer-Key können grundsätzlich nicht gelesen werden und werden mit ‘FF’ angezeigt. Das Application Memory kann mit diesem Befehl nur dann gelesen werden, wenn der Zugriffsschutz (Read Enable Bit) nicht aktiv ist. Read Card Data (Key) erfordert die Eingabe des UserKeys, um auch das zugriffsgeschützte Application Memory lesen zu können. 15 CHIPDRIVE Achtung: Die Sicherheitslogik des SLE4404 zählt aufeinanderfolgende Fehlversuche bei der User-Key Eingabe und sperrt den Chip irreversibel nach dem vierten Fehler! Bei richtiger User-Key Eingabe wird der Fehlerzähler zurückgesetzt, und der gesamte Speicher bis auf User- und Issuer-Key wird gelesen. Access Counter zeigt die Anzahl der noch möglichen UserKey Eingabeversuche an. Der Zähler wird durch eine richtige User-Key Eingabe auf vier Versuche zurückgesetzt und mit jedem Fehlversuch um eins reduziert. Erreicht der Zähler den Wert null, ist die Karte irreversibel für weitere User-Key Eingaben gesperrt und damit unbrauchbar. AppMem Reloads zeigt die noch maximal mögliche Anzahl von Löschvorgängen des Application Memory an. Erase AppMem setzt alle Bits des Application Memory auf ‘1’. Zur Ausführung des Befehls ist der User-Key und der Issuer Key sowie mindestens ein Bit des Erase Counters erforderlich; daher ist dieser Befehl max. 64 mal pro Chip ausführbar. 16 CHIPDRIVE Write App Mem aktualisiert das Application Memory des Chips mit den entsprechenden Daten im Pufferspeicher. Dieser Befehl erfordert den gültigen User-Key. Alle Bits können nur von ‘1’ nach ‘0’ geschrieben werden. Write WP Bit aktiviert den Schreibschutz für die gesamte Application Area. Das Bit kann nur gemeinsam mit dem Application Memory gelöscht werden. Write RP Bit aktiviert den Zugriffsschutz für die Application Area, d.h. die Daten können nur noch mit gültigem User-Key gelesen werden. Das Bit kann nur gemeinsam mit dem Application Memory gelöscht werden. Write Area1 aktualisiert den entsprechenden Bereich des Chips mit den Daten des Pufferspeichers. Die zwölf Bit können nur von ‘1’ nach ‘0’ geschrieben werden. Bei der nächsten gültigen User-Key Eingabe werden diese Bits wieder auf ‘1’ gesetzt. Für diesen Befehl ist keine Eingabe des User-Keys erforderlich. Write Area2 schreibt die entsprechenden Daten im Pufferspeicher auf den Chip. Alle Bits können sowohl geschrieben als auch gelöscht werden. Für diesen Befehl ist die Eingabe des gültigen User-Keys erforderlich. 17 CHIPDRIVE Write New Key erlaubt es, den Wert des User-Keys zu ändern. Es ist die Eingabe des bisherigen sowie des neuen User-Keys erforderlich. Verify Card Data, AppMem, Area1/2. Diese Befehle vergleichen die jeweils angegebenen Speicherbereiche mit dem entsprechenden Inhalt des Pufferspeichers. Eventuelle Unterschiede werden im Pufferspeicher angezeigt. 18 CHIPDRIVE 3.3.2 SLE4406 / PCF7960 Kurzbeschreibung des Chiptyps: • Intelligentes EEPROM (104 Bit) • Drei Speicherbereiche mit speziellen Eigenschaften (ROM, PROM, EEPROM) • Bis zu 20.480 Zählereinheiten • Integrierte Sicherheitsfunktionen • Mindestens 104 Schreib-/Löschzyklen • Datenerhalt > 10 Jahre Die Speicheraufteilung: Bit 00-17 Unveränderbarer ROM Code Bit 18-3F User Data. Dieser Bereich ist nach abgeschlossener Personalisierung nicht mehr änderbar. Bit 40 Solange das Bit auf 1 gesetzt ist, kann die Karte personalisiert werden. Durch Löschen des Bits (irreversibel) wird die Sicherheitslogik aktiviert, und die Karte arbeitet als Zählerkarte. Bit 41-67 Counter Area. Dieser Bereich enthält die Zählerdaten, die den jeweiligen Wert der Karte bestimmen. 19 CHIPDRIVE Das Funktionsmenü enthält folgende Befehle: Read Card Data liest die gesamten 104 Bit in den Pufferspeicher. Verify Card Data vergleicht die 104 Bit des Chips mit dem Pufferspeicher und zeigt eventuelle Unterschiede an. Read Counter Value liest und decodiert den Zählerstand des Chips und zeigt ihn als Dezimalzahl an. Set Counter Value setzt den Zählerstand des Chips auf den angegebenen Wert. Devaluate Counter verringert den Zählerstand des Chips um den angegebenen Wert. 20 CHIPDRIVE 3.3.3 SLE4418 Kurzbeschreibung des Chiptyps: • EEPROM (1024 Byte) • irreversibler, für jedes Byte einzeln aktivierbarer Schreibschutz für 4 • mindestens 10 Schreibzyklen • Datenerhalt > 10 Jahre Die Speicheraufteilung: User Memory. Die Daten können beliebig ge000-3FF ändert werden, solange kein Schreibschutz aktiviert ist. Das Funktionsmenü enthält folgende Befehle: Read Card Data liest 1024 Byte Daten und die Schreibschutzinformation in den Pufferspeicher. Write Card Data schreibt den Dateninhalt und die Schreibschutzinformation des Pufferspeichers auf den Chip. Verify Card Data vergleicht die Daten- und Schreibschutzinformation des Chips mit dem Pufferspeicher und zeigt eventuelle Unterschiede an. 21 CHIPDRIVE 3.3.4 SLE4428 Kurzbeschreibung des Chiptyps: • EEPROM (1024 Byte) • irreversibler, für jedes Byte einzeln aktivierbarer Schreibschutz • Programmierbarer Sicherheitscode (PSC) für Schreibzugriffe (16 Bit) • Sicherheitslogik mit Fehlerzähler 4 • mindestens 10 Schreibzyklen • Datenerhalt > 10 Jahre Die Speicheraufteilung: ROM Code 000-001 002-3FC User Memory. Die Daten können beliebig geändert werden, solange kein Schreibschutz aktiviert ist. Das Funktionsmenü enthält folgende Befehle: Read Card Data liest 1024 Byte Daten und die Schreibschutzinformation in den Pufferspeicher. 22 CHIPDRIVE Access Counter zeigt die Anzahl der noch möglichen Codeeingaben an. Der Zähler wird mit einer richtigen Codeeingabe auf den Maximalwert acht gesetzt und bei jeder falschen Eingabe um eins verringert. Erreicht der Zählerstand den Wert null, ist der Chip irreversibel für Schreibzugriffe gesperrt. Write Card Data erfordert den richtigen Sicherheitscode und schreibt den Dateninhalt sowie die Schreibschutzinformation des Pufferspeichers auf den Chip. Verify Card Data vergleicht die Daten- und Schreibschutzinformation des Chips mit dem Pufferspeicher und zeigt eventuelle Unterschiede an. Adress erlaubt die Eingabe der Startadresse für die Befehle Read, Write und Verify. Length erlaubt die Eingabe der Blocklänge für die Befehle Read, Write und Verify. Write New Key erfordert den bisherigen Sicherheitscode und ersetzt ihn mit einem neuen, vom Benutzer wählbaren, 16-Bit Wert. 23 CHIPDRIVE 3.3.5 SLE4432 / PCF2032 Kurzbeschreibung des Chiptyps: • EEPROM (256 Byte) • Irreversibler, für die ersten 32 Byte einzeln aktivierbar Schreibschutz 4 • mindestens 10 Schreibzyklen • Datenerhalt > 10 Jahre Die Speicheraufteilung: Schreibschützbarer EEPROM Bereich 000-01F Datenbereich ohne Schreibschutz 020-0FF Das Funktionsmenü enthält folgende Befehle: Read Card Data liest 256 Byte Daten und die Schreibschutzinformation in den Pufferspeicher. Write Card Data schreibt den Dateninhalt und die Schreibschutzinformation des Pufferspeichers auf den Chip. Verify Card Data vergleicht die Daten- und Schreibschutzinformation des Chips mit dem Pufferspeicher und zeigt eventuelle Unterschiede an. 24 CHIPDRIVE 3.3.6 SLE4442 / PCF2042 Kurzbeschreibung des Chiptyps: • EEPROM (256 Byte) • Byteweise adressierbar • Irreversibler, für jedes der ersten 32 Byte einzeln aktivierbar Schreibschutz • Programmierbarer Sicherheitscode (PSC) für alle Schreibzugriffe (24-Bit) • Sicherheitslogik mit Fehlerzähler 4 • mindestens 10 Schreibzyklen • Datenerhalt > 10 Jahre Die Speicheraufteilung: Schreibschützbarer EEPROM Bereich 000-01F Datenbereich ohne Schreibschutz 020-0FF Das Funktionsmenü enthält folgende Befehle: Read Card Data liest 256 Byte Daten und die Schreibschutzinformation in den Pufferspeicher. 25 CHIPDRIVE Access Counter zeigt die Anzahl der noch möglichen Codeeingaben an. Der Zähler wird mit einer richtigen Codeeingabe auf den Maximalwert von drei gesetzt und bei jeder falschen Eingabe um eins verringert. Erreicht der Zählerstand den Wert null, ist der Chip irreversibel für Schreibzugriffe gesperrt. Write Card Data erfordert den richtigen Sicherheitscode und schreibt den Dateninhalt sowie die Schreibschutzinformation des Pufferspeichers auf den Chip. Verify Card Data vergleicht die Daten- und Schreibschutzinformation des Chips mit dem Pufferspeicher und zeigt eventuelle Unterschiede an. Adress erlaubt die Eingabe der Startadresse für die Befehle Read, Write und Verify. Length erlaubt die Eingabe der Blocklänge für die Befehle Read, Write und Verify. 26 CHIPDRIVE 3.3.7 PCF8582E, MCM2814(ATR), I2C Kurzbeschreibung des Chiptyps: Bei den Speicherkarten ICs MCM2814, MCM2814-ATR, handelt es sich um 256 Byte EEPROM Speicherbausteine mit seriellem I2C Interface ohne zusätzliche Sicherheitsfunktionen. Der Pufferspeicher entspricht direkt dem 256 Byte Dateninhalt der Speicherchips. Die Auswahl an I2C Speicherbausteinen erstreckt sich von 1KBit bis 64KBit. Der entsprechende ‘PAGE’-Modus zum beschreiben der Karte ist vom Typ der Karte abhängig, und nicht von Außen erkennbar. Im Zweifelsfall sollte unbedingt die ‘1-BYTE-PAGE’ gewählt werden, um ein einwandfreies Beschreiben der Karten zu ermöglichen. Größere PageModi ermöglichen u.U. eine signifikante Geschwindigkeitssteigerung der Schreibzugriffe. 27 CHIPDRIVE Das Funktionsmenü enthält folgende Befehle: Read Buffer liest den Datenbereich des Chips in den Pufferspeicher. Write Buffer beschreibt den Chip mit den Daten des Pufferspeichers. Verify Card Data vergleicht die Daten des Chips mit dem Pufferspeicher und zeigt eventuelle Unterschiede an. Adress erlaubt die Eingabe der Startadresse für die Befehle Read, Write und Verify. Length erlaubt die Eingabe der Blocklänge für die Befehle Read, Write und Verify. 28 CHIPDRIVE ANHANG - OEM ANWENDUNGEN CHIPDRIVE läßt sich mit Hilfe diverser Treibersoftwarepakete in OEM Anwendungen integrieren. Die Software wird als Device innerhalb der CONFIG.SYS unter DOS in das System eingebunden, oder als DLL unter Windows installiert. Die Treiber stellen jeweils alle chipkartenspezifischen Funktionen über einfache Interrupt- bzw. Funktionsaufrufe zur Verfügung. Eine Beispielapplikation sowie eine ausführliche Dokumentation liegen den entsprechenden Treibersoftwarepaketen bei. Für nähere Angaben und Preisinformationen zu den Treibern wenden Sie sich bitte an die: TOWITOKO electronics GmbH Rotwandweg 3 • 82024 Taufkirchen Fax (089) 66 68 32 22 http://www.towitoko.de 29 CHIPDRIVE GARANTIEVERPFLICHTUNG Die Garantie von zwölf Monaten beginnt mit dem Tag des Kaufes beim Händler, der die Garantieleistung übernimmt. Der original Kaufbeleg muß zur Inanspruchnahme von Garantieleistungen vorweisbar sein. Während der Garantiezeit werden Fabrikations- und Materialfehler kostenlos behoben. Alle weitergehenden Ansprüche sind ausgeschlossen. Fehler aufgrund falscher Bedienung, unsachgemäßer Anwendung oder eigenmächtiger Eingriffe unterliegen nicht der Garantie. Im Falle einer Beanstandung senden Sie uns bitte eine genaue Fehlerbeschreibung! Sie erleichtern uns damit die Instandsetzung Ihres Geräts sowie eine schnelle Rückgabe. HAFTUNGSBESCHRÄNKUNG Eine Haftung für Schäden oder Folgeschäden im Zusammenhang mit diesem Produkt, insbesondere Schäden an Chipkarten jeglicher Art, ist grundsätzlich ausgeschlossen. Die Verantwortung für die Verwendung von Chipkarten sowie Wahrung der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen bezüglich Chipkarten aus Fremdapplikationen obliegt ausschließlich dem Benutzer dieses Produkts. 30 CHIPDRIVE SOFTWARE LIZENZVEREINBARUNG Mit dem Kauf dieses Produkts haben Sie ein nicht ausschließliches und nicht übertragbares Nutzungsrecht an der mitgelieferten Software, bestehend aus Programmdiskette(n) und Dokumentation, erworben. Die ausschließliche Verfügung über alle Urheber- und Nutzungsrechte verbleiben bei der TOWITOKO electronics GmbH. Jegliche unautorisierte Vervielfältigung der Software und der Dokumentation, auch auszugsweise, verpflichtet zu Schadensersatz und kann straf- und zivilrechtlich verfolgt werden. Die Garantieverpflichtung der TOWITOKO electronics GmbH ist auf Material-, und Herstellungsmängel beschränkt. Die Software wird in vorliegender Form geliefert, ohne Zusicherungen für die Einsatzfähigkeit für einen bestimmten Zweck, weder in ausdrücklicher noch in impliziter Form. Eine Haftung für Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Datenverluste oder sonstige Schäden im Zusammenhang mit der Verwendung der mitgelieferten Software ist grundsätzlich ausgeschlossen. Mit dem Öffnen der Verpackung erklären Sie sich mit dieser Lizenzvereinbarung einverstanden. Andernfalls haben Sie das Recht, das komplette, unbeschädigte Produkt gegen Rückerstattung des Kaufpreises zurückzugeben. 31 CHIPDRIVE 32