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KAPITEL 8. RECHNERSCHNITTSTELLEN
von mehreren Megabyte voll ist und dann erst das BUSY–Signal setzen. Danach setzt der Drucker wieder
ACKNLG und empfängt weiter Daten.
DATA 0 bis 7
zum Drucker
gueltiges Zeichen
DATA STROBE
zum Drucker
1 usec < t < 500 usec
1 usec min
1 usec min
0 bis 20 usec
BUSY
vom Drucker
0-20 usec
1-10 usec
0 bis 5 usec
ACKNOWLEDGE
vom Drucker
Abbildung 8.3: Centronics–Timing mit BUSY nach c’t 1/84.
Die Kabellängen der Centronics–Schnittstelle liegen im Bereich von ein bis drei Metern und maximal von
8 Metern. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt bei 1000 Zeichen pro Sekunde. Weiteres entnehme man
der Literatur (z.B. [c’t 1/84] , [c’t 10/86] , [c’t 8/90]).
8.3
Die V.24–Schnittstelle
Um den Namen V.24 gibt es immer ein paar Verunsicherungen, da auch der Name RS–232–C verwendet
wird, der jedoch etwas anderes bedeutet. V.24 ist eine Norm der CCITT (Comité Consultatif International Télégraphique et Téléfonique) und RS–232–C ist eine amerikanische Norm und entspricht der
ISO–Norm 2110 und der DIN 60020. Die RS–232–C–Norm beschreibt neben dem funktionellen Ablauf
auch die elektrischen Eigenschaften, V.24 standardisiert nur den funktionellen Ablauf einer asynchronen
bitseriellen Übertragung sowie deren Bepinnung. Die elektrischen Anforderungen sind in der V.28–Norm
festgelegt, so daß erst V.24 und V.28 der RS–232–C entsprechen. Wir wollen in diesem Abschnitt die
V.24–Norm kurz erläutern.
Die Übertragung mit einer V.24–Schnittstelle erfolgt seriell im asynchronen Datenformat (siehe nächster
Abschnitt) und kann auf Halb- oder Vollduplex eingestellt werden. Zunächst wollen wir den Einsatzbereich
der V.24–Schnittstelle beschreiben. Der wichtigste Einsatz liegt im Bereich der Terminals, der Computer
↔ Computer–Kommunikation, Modems, Drucker, Mäuse und grafischen Tabletts. Die Konfiguration von
V.24–Schnittstellen ist wegen der Vielfalt der Einstellungsmöglichkeiten und der unterschiedlichen Formate und Verbindungsmöglichkeiten der Schnittstelle nicht einfach.
Mit der asynchronen Übertragung eines Zeichens wird, ausgehend von einem Ruhezustand, zu irgendeinem beliebigen Zeitpunkt begonnen. Die Norm definiert als Ruhezustand den MARK–Zustand (logisch
’1’) der Sender–Ausgangsleitung. Dieser Zustand liegt nach dem Einschalten vor und wird nach jeder
Übertragung wieder eingenommen. Bevor das erste Bit eines Zeichens ausgegeben werden darf, ist der
Empfänger in geeigneter Weise vorzuwarnen, da dieser, falls das erste Bit den Wert ’1’ hat, keinen Unterschied zum Ruhezustand bemerken würde. Dazu dient das Startbit: für die Dauer eines Bits gibt der