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Erstellung einer Sachbilanz-Studie und Modellierung des Lebensweges von Operationstextilien
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niedrigeren Energieverbrauch besitzen. Grund dafür ist die Kreislaufführung mit der
Wäscherei, in welcher weniger Energie verbraucht wird, als die Herstellung eines neuen
Einwegmantels benötigt. Die Herstellung des günstigsten Einwegmantels D als HighPerformance Model benötigt 12,96 MJ und damit 10,24 MJ mehr als die Reinigung des HPMantels B.
Als Zwischenfazit lässt sich festhalten, dass die Mehrwegmäntel weniger oder maximal gleich
viele Stoffströme verursachen wie die Einwegmäntel. Die Standard-Performance Mäntel
liegen unabhängig von der Stoffart rund 10 bis 20 Prozent unter den High-Performance
Mänteln.
Ein letzter Vergleich zwischen den verschiedenen Mänteln befasst sich mit dem
Wasserverbrauch. Hier lässt sich ein Vorteil für die Einwegmäntel vermuten, da diese nicht
gewaschen werden müssen und damit der Wasserverbrauch geringer ist. Abbildung 22 zeigt
den Wasserverbrauch der Textilien über den gesamten Lebensweg.
7000
6640,20
Wasserverbrauch (l)
6000
5000
4000
2740,58
3000
2237,70
2000
1344,68
2030,80
1986,30
2034,97
1501,21
1153,50
1462,66
1050,38
1000
0
Kittel D
HP
Kittel D
SP
Kittel E
HP
Kit tel E
SP
Kit tel F
HP
Kittel F
SP
Kittel A
HP
Kittel A
SP
Kittel B
HP
Kittel C Kittel B,
HP
C SP
Mantel
Abb. 22: Vergleich der Wasserverbräuche
(Quelle: Eigene Darstellung)
Es zeigt sich, dass der Einwegmantel D bei den HP-Mänteln, sowie die Mehrwegmäntel B, C
bei den Standard-Performance Mänteln den geringsten Wasserverbrauch besitzen. Den nahezu
sechsfachen Wasserverbrauch verursacht der Kittel A in der HP-Version. Dies kann dadurch
begründet werden, dass die Modelle A einen Baumwollanteil besitzen und für die Herstellung
von Baumwolle eine sehr große Menge Wasser benötigt wird. In der Prozesssachbilanz wird
ein durchschnittlicher Wasserbedarf für die Erzeugung von einem Kilogramm Baumwolle von
13.800 Liter bilanziert. Alle baumwollfreien Mehrwegprodukte liegen auf vergleichbarem
Niveau mit den Einwegprodukten.
Damit lässt sich als Fazit am Ende der Sachbilanz festhalten, dass die Mehrweg-OP-Mäntel B
und C sowohl bei den SP, wie auch bei den HP-Ausführungen die geringsten Stoff- und
Energieflüsse verursachen. Der andere bilanzierte Mehrwegmantel A liegt etwa gleich auf mit
dem besten Einwegmantel D. Die größten Stoff- und Energieflüsse verursacht der Kittel E.