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10.06.2005 15:53 Uhr
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Elbe
Die Elbe tangiert im äußersten Südwesten bei Mühlberg und im Nordwesten unterhalb der Havelmündung das Land Brandenburg.
Aufgrund der hohen Wasserbilanzdefizite im Abflussjahr 2003 lagen die Abflüsse der Elbe am Pegel Wittenberge im November und Dezember 2003 im Bereich der mittleren Niedrigwasserabflüsse (Abb. 7).
Mit Ausnahme des Februars blieben die monatlichen
Abflüsse z.T. deutlich unter den mehrjährigen Vergleichswerten. Erst zum Ende des Kalenderjahres
2004 wurden die mittleren Abflussverhältnisse wieder
annähernd erreicht. Mit einem mittleren Abfluss von
473 m3/s wurden im Abflussjahr 2004 nur 70 % des
langjährigen Mittelwertes erreicht. Die Abflussspitze
trat am Pegel Wittenberge am 13.02.2004 mit 1.380
m3/s ein und lag damit deutlich unter dem mittleren
Hochwasserabfluss von 1.910 m3/s. Danach setzte
bis Anfang September ein deutlicher Abflussrückgang ein. In diesem Zeitraum lagen die mittleren Monatsabflüsse am Pegel Wittenberge deutlich unter
den mehrjährigen Vergleichswerten. Im September
unterschritten die Abflüsse die mehrjährigen mittleren
Niedrigwasserabflüsse (MNQ). Zum Ende des Kalenderjahres stiegen die Abflüsse wieder an und es
bildete sich im November aufgrund von starken Nie-
derschlägen eine zweite Hochwasserwelle aus, die
mit einem Scheitelwert von 1.130 m3/s am 30.11.2004
den Scheitelwert vom Februar nicht erreichte.
Oder
Die Oder entspringt im Odergebirge der tschechischen Ostsudeten und mündet nach einer Fließstrecke von 854 km in das Stettiner Haff. Die Bundesrepublik besitzt nur einen Anteil von 5 % am insgesamt 118.861 km2 großen Odereinzugsgebiet.
Zum Beginn des Abflussjahres 2004 lagen die Abflüsse der Oder deutlich unter den mehrjährigen Mittelwerten (Abb. 8). Erst im Februar kam es zu einem
deutlichen Anstieg der Abflüsse. Der Scheitelwert des
Frühjahrhochwassers wurde am Pegel Hohensaaten/Finow am 8.04.2004 mit 963 m3/s registriert. Von
Mai bis Anfang September stellte sich dann ein kontinuierlicher Abflussrückgang ein, wobei die mehrjährigen monatlichen Vergleichswerte deutlich unterschritten wurden. Am 16.08.2004 wurde mit 161 m3/s
am Pegel Hohensaaten/Finow der niedrigste Abflusswert im betrachteten Zeitraum registriert, der identisch mit dem niedrigsten Abfluss aus dem Trockenjahr 2003 war. Bis zum Kalenderjahresende war nur
ein geringer Anstieg der Abflüsse zu verzeichnen. Die
monatlichen Mittelwerte lagen deutlich unter den
mehrjährigen Vergleichswerten. Ganzjährig lag der
mittlere Abfluss der Oder am Pegel Hohensaaten/Finow mit 356 m3/s nur bei 68 % des mehrjährigen Mittelwertes und damit noch unter dem Mittelwert des
Vorjahres.
4.1.2 Gewässerbewirtschaftung im
Jahr 2004
Abb. 7: Abflussganglinie der Elbe am Pegel Wittenberge
Das Jahr 2004 war für das Elbeeinzugsgebiet kein
Hochwasserjahr wie das Jahr 2002 und kein Trockenjahr wie das Jahr 2003 für Deutschland. Nach einem
relativ trockenen Frühjahr folgte ein regenreicher
Sommer. Dadurch war der Bedarf der Landwirtschaft
an Bewässerungswasser geringer als sonst. Zum
Aufhöhen von Niedrigwasser und für die Bewässerung stehen im Land Brandenburg drei größere Speichersysteme zur Verfügung. Die Besonderheiten der
Speicherbewirtschaftung in den einzelnen Flussgebieten werden im Folgenden dargestellt:
• Talsperre Spremberg
Abb. 8: Abflussganglinie der Oder am Pegel Hohensaaten-Finow
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Die Talsperre Spremberg ist als größte Talsperre im
Land Brandenburg eine bedeutsame Anlage für die
Wasserbewirtschaftung im Spreegebiet. Neben dem
Hochwasserschutz besteht die Hauptaufgabe der
Talsperre in der Niedrigwasseraufhöhung der Spree,
der Wasserbereitstellung für den Spreewald und der
Stützung des ökologisch bedingten Mindestabflusses
im mittleren und unteren Spreegebiet.
GEWÄSSERSCHUTZ UND WASSERWIRTSCHAFT