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3.6 Vollständigkeitsprüfung führt. Es gibt zwei Formen der Determinierung. Zum einen kann ein Signal vollständig determiniert sein, was bedeutet, dass der Wert zu jeden Zeitpunkt bestimmt ist. Dies wird durch die Zeile determined ( Signalname ) , end_offset=Verz ö gerung ; ausgedrückt. Die Angabe end_offset kennzeichnet eine verschobene Determinierung, gegenüber den Grenzen der Eigenschaft. Bei der Modellierung von Pipelines vereinfacht diese Angabe die Durchführung des Determinierungstests. Die zweite Form der Determinierung kommt zum Einsatz, wenn der Wert eines Ausgangssignals nur von Bedeutung ist, wenn eine bestimmte Bedingung eintritt. So hängt beispielsweise die Determiniertheit des Datenausgangs eines Speichers evtl. von der Aktivierung eines Lesesignals ab. Die Syntax dieser Form wird mit dem Schlüsselwort if eingeleitet und sieht wie folgt aus: i f ( Bedingung ) then determined ( Signalname ) ; end i f , end_offset=Verz ö gerung ; 3.6.5 Resettests Zusätzlich zu diesen drei Tests müssen für den Resetfall abgewandelte Formen der anderen Tests genutzt werden. Diese als Resettests bezeichneten Prüfungen beweisen somit die entsprechenden Fragestellungen vor dem Hintergrund der speziellen Gegebenheiten der Reseteigenschaft. 3.6.6 Trivialdesign Die Beweisführung der Tests hängt nicht von einem tatsächlichen Hardwareentwurf ab. Sie werden vielmehr auf einem ”trivialen” Design durchgeführt, welches zwar alle Signale und deren Datentypen kennt, jedoch kein weiteres Verhalten implementiert. Die Ausgänge und internen Signale besitzen im Trivialdesign keinen Treiber, d.h. sie können zu jedem Zeitpunkt einen der Werte ihres Wertebereichs frei auswählen. Demnach kann eine Menge von Eigenschaften auf Vollständigkeit geprüft werden kann, ohne dass bereits eine Implementierung vorliegt. Dies hilft dabei Fehler zu vermeiden und ermöglicht ein schnelleres Auffinden von noch nicht beschriebener Funktionalität während des Entwurfs der Eigenschaften. Bei der formalen Verifikation der Eigenschaften vor Erstellung oder automatisierten Generierung einer Implementierung muss jedoch das Trivialdesign 69
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