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JUGEND IN AKTION - Programmhandbuch
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Partizipation ist sowohl Lernprozess als auch Resultat
ein Ansatz und eine bestimmte Haltung sind wertvoller als spezifische fachliche Fertigkeiten.
Partizipatorische Ansätze heben Verhaltensprinzipien hervor. Dazu gehören:
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die traditionellen Rollen der außenstehenden „Fachleute“ umkehren (eine Umkehr des Lernens – vom
extrahierenden Lernen zum fördernden Lernen)
jungen Menschen ihre eigene Analyse ermöglichen (den Stab übergeben)
selbstkritisches Bewusstsein durch Moderatoren
Ideen und Informationen miteinander teilen.
Partizipatorische Techniken sind nicht einfach Werkzeuge. Der partizipatorische Ansatz ist auch eine Denkweise,
eine innere Einstellung.
In umfassendem Sinn sollte diese Priorität als Schlüsselmethode betrachtet werden, die junge Menschen in die
Lage versetzt, sich aktiv an beliebigen JUGEND IN AKTION Projekten in allen Entwicklungsphasen zu
beteiligen. Mit anderen Worten, junge Menschen sollten hinzugezogen werden und Teil des
Entscheidungsprozesses sein, der ihre Projekte möglicherweise beeinflusst.
Darüber hinaus ermutigt das Programm JUGEND IN AKTION junge Menschen, sich für Projekte zu engagieren,
die eine positive Wirkung auf die Gemeinschaft im Allgemeinen haben.
Kulturelle Vielfalt
Die Achtung der kulturellen Vielfalt in Verbindung mit dem Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind
Prioritäten des Programms JUGEND IN AKTION. Indem das Programm gemeinsame Aktivitäten junger
Menschen mit unterschiedlichem kulturellen, ethnischen und religiösen Hintergrund ermöglicht, zielt es darauf ab,
das interkulturelle Lernen junger Menschen zu entwickeln.
Hinsichtlich der Ausarbeitung und Umsetzung von Projekten bedeutet dies, dass sich junge Menschen, die an
einem Projekt teilnehmen, seiner interkulturellen Dimension bewusst werden sollten. Das Projekt sollte das
Bewusstsein und das Nachdenken über die Unterschiede in den Werten anregen. Junge Menschen sollten dabei
unterstützt werden, respektvoll und sensibel solche Standpunkte zu hinterfragen, die Ungleichheit und
Diskriminierung weiter fortbestehen lassen. Außerdem sollten interkulturelle Arbeitsmethoden eingesetzt werden,
damit die Projektteilnehmer auf gleichberechtigter Basis teilnehmen können.
Einbeziehung junger Menschen mit erhöhtem Förderbedarf
Es ist eine wichtige Priorität für die Europäische Union, allen jungen Menschen, auch jungen Menschen mit
erhöhtem Förderbedarf, Zugang zum Programm JUGEND IN AKTION zu gewähren.
Junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf sind junge Menschen, die im Vergleich zu Gleichaltrigen im Nachteil
sind, weil sie mit einem/r oder mehreren der in der untenstehenden, unvollständigen Liste aufgeführten
Situationen oder Hindernisse konfrontiert sind. In bestimmten Zusammenhängen hindern diese Situationen oder
Hindernisse junge Menschen am tatsächlichen Zugang zu formaler und Nicht-formaler Bildung, an
grenzüberschreitender Mobilität und Partizipation, aktiver Bürgerschaft sowie an der Teilnahme und Einbeziehung
in die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit.
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Soziale Hindernisse: junge Menschen, die auf Grund von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion,
sexueller Orientierung, Behinderung etc. diskriminiert werden; junge Menschen mit eingeschränkten sozialen
Fähigkeiten oder unsozialen oder riskanten sexuellen Verhaltensweisen; junge Menschen in einer prekären
Situation; (ehemalige) Straftäter, (ehemalige) Drogen- oder Alkoholabhängige; junge und/oder
alleinerziehende Eltern; Waisen; junge Menschen aus zerrütteten Familien.
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Wirtschaftliche Hindernisse: junge Menschen mit niedrigem Lebensstandard, geringem Einkommen, junge
Menschen, die vom Sozialhilfesystem abhängig oder lange arbeitslos sind oder in Armut leben; obdachlose
junge Menschen; verschuldete junge Menschen oder junge Menschen mit finanziellen Problemen.
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Behinderung: junge Menschen mit geistigen
sensorischen oder anderen Behinderungen.
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Bildungsbezogene Schwierigkeiten: junge Menschen mit Lernproblemen; Schulabgänger ohne Abschluss und
Schulabbrecher; gering qualifizierte Personen; junge Menschen mit schlechten Schulleistungen.
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Kulturelle Unterschiede: junge Immigranten oder Flüchtlinge oder Nachkommen von Immigranten- oder
Flüchtlingsfamilien; junge Menschen, die Angehörige einer nationalen oder ethnischen Minderheit sind; junge
Menschen mit Problemen bei der sprachlichen Anpassung und der kulturellen Integration.
(intellektuell,
kognitiv,
Lernschwäche),
körperlichen,
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