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158 KAPITEL 11. PLANUNGSKONZEPTE AM BEISPIEL VON MOLGEN Freiheit Vorgabe Abstrakter Plan Detail Abbildung 11.10: Ansätze für die Simulation eines Labors - Zwischen Freiheit und Vorgabe, abstrakter Planung und Details der menschlichen angepaßter wäre (vergleiche das Einleitungskapitel). Räumt man dem Anwender größere Freiheiten ein, könnte man ihm eine virtuelle Laborumgebung präsentieren, die nur konkrete Objekte enthält. Der Anwender müßte sich selbst einen geeignete abstrakten Plan überlegen, der von dem Programm nicht überprüft würde. Der Anwender müßte von Beginn an mit konkreten Objekte arbeiten. Es bliebe seinem Verstand überlassen, ob er den abstrakten Plan umsetzen kann. Das Programm kann ihn dabei entweder völlig alleine lassen und nur das erreichte Ergebnis mit dem gewünschten Ziel vergleichen. Es konnte dem Anwender aber in einer Stocksituation auch eine Hilfe anbieten. Bei dieser wären verschiedene Ausprägungen denkbar. Die Möglichkeiten reichen von einer reinen Lösungsvorgabe bis hin zu einer kontextsensitiven Hilfe, die dem Anwender Ratschläge und Tips zur Lösungsfindung gibt. Eine kontextsensitive Hilfe ist auch als Planungssystem vorstellbar, das versucht, von der Situation, in der der Anwender Hilfe ersucht, einen Lösungsweg zu finden und daraufhin bestimmte Tips gibt. Wenn man dem Anwender die Möglichkeit bietet, auch seinen abstrakten Plan in das Programm einzugeben, stellt sich nicht nur die Frage nach der Repräsentation. Ebenso ist zu überlegen, ob und ggf. wie man diesen abstrakten Plan überprüft. Man müßte auch in diesem Fall ein Planungsprogramm wie MOLGEN mitlaufen lassen, daß den abstrakten Plan versucht zu verfeinern und durch einen Vergleich mit einem eigenen abstrakten Plan auch Hinweise gibt oder Korrekturen vornimmt. Das ist allerdings ein sehr großer Aufwand. Der Ansatz, dem Anwender eine größere Freiheit zu lassen, ihn aber nur mit den konkreten Objekten zu konfrontieren und ihm selbst die abstrakte Planung zu überlassen, scheint am effektivsten. Man kann dem Anwender, sofern ein vorgegebenes Ziel zu erreichen ist, eine kontextabhängige Hilfe bieten. Diese Hilfe läßt sich mehr oder weniger aufwendig gestalten. Sie kann sich dem Anwender anpassen und die Hilfe auf ihn und seine Bedürfnisse abstimmen, oder einfach eine Standardhilfe, die, wenn der Anwender es will, ihm einen Lösungsschritt vorgibt. Ein weitere Vorteil ist, daß der Anwender auch ohne Ziel experimentieren kann. Er kann mit den