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Online-Buchhandel in Deutschland
auch exklusiv haben.“ Ob und wann diese Option
ausgeübt wird, entscheidet sich im Einzelfall. In
diesem Moment liegt aber eine Verlagsfunktion,
die sich künftig entwickeln könnte. Und in diesem Exklusivrecht drückt sich eine originäre verlegerische Selektionsleistung aus.145
Dass sich für eine solche zusätzliche Edition
nur wenige Titel eignen dürften, zeigt ein Blick
auf das Titelspektrum, das sehr weit und sehr heterogen ist. Hier wird deutlich, dass es nur in
wenigen Segmenten um „richtige Literatur“
(fachlicher oder belletristischer Art) geht; es gibt
die Erinnerungen für die Enkel, die Festschrift
der Firma, das Kochbuch für die Kindertagesgruppe (800 mal verkauft). Aber es gibt auch ein
Angebot für Wissenschaftssparten oder die Möglichkeit, Dissertationen als BoD aufzulegen, und
es gibt bekannte Autoren und Autorinnen, die bei
BoD publizieren (wie der Herausgeber des PMMagazins, Peter Moosleitner). Deshalb ist diese
Produktionsweise eine Art von, wie es im o.g. Artikel zurecht heißt, „Versuchslabor“, ein Testfeld
für die Branche, auf einem unbeackerten, relativ
145 Im Sommer 2001 hat sich BoD an dem E-BookDienstleister Dibi mit 75 Prozent beteiligt, ein Indiz dafür, dass diese E-Book-Option weiterhin
ernst genommen wird (vgl. zu Dibi Abschnitt
5.4).