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288 Online-Buchhandel in Deutschland auch exklusiv haben.“ Ob und wann diese Option ausgeübt wird, entscheidet sich im Einzelfall. In diesem Moment liegt aber eine Verlagsfunktion, die sich künftig entwickeln könnte. Und in diesem Exklusivrecht drückt sich eine originäre verlegerische Selektionsleistung aus.145 Dass sich für eine solche zusätzliche Edition nur wenige Titel eignen dürften, zeigt ein Blick auf das Titelspektrum, das sehr weit und sehr heterogen ist. Hier wird deutlich, dass es nur in wenigen Segmenten um „richtige Literatur“ (fachlicher oder belletristischer Art) geht; es gibt die Erinnerungen für die Enkel, die Festschrift der Firma, das Kochbuch für die Kindertagesgruppe (800 mal verkauft). Aber es gibt auch ein Angebot für Wissenschaftssparten oder die Möglichkeit, Dissertationen als BoD aufzulegen, und es gibt bekannte Autoren und Autorinnen, die bei BoD publizieren (wie der Herausgeber des PMMagazins, Peter Moosleitner). Deshalb ist diese Produktionsweise eine Art von, wie es im o.g. Artikel zurecht heißt, „Versuchslabor“, ein Testfeld für die Branche, auf einem unbeackerten, relativ 145 Im Sommer 2001 hat sich BoD an dem E-BookDienstleister Dibi mit 75 Prozent beteiligt, ein Indiz dafür, dass diese E-Book-Option weiterhin ernst genommen wird (vgl. zu Dibi Abschnitt 5.4).