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Bootstrap (Framework)
„[…] eine sehr kleine Gruppe von Entwicklern und ich haben sich zusammengesetzt, um ein neues
internes Werkzeug zu gestalten und sahen dabei die Möglichkeit, mehr daraus zu machen. Während des
Prozesses stellten wir fest, dass wir dabei waren, etwas zu erschaffen, was wesentlich weitreichender
war als nur ein weiteres internes Werkzeug. Monate später hielten wir eine frühe Version von Bootstrap
in den Händen, welche allgemeine Entwurfsmuster und Erkenntnisse innerhalb der Firma
dokumentierte.“
– Mark Otto: In seinem persönlichen Blog zur Entwicklung von Bootstrap.
Dabei spielt laut Aussage von Otto die Idee, Designer und Entwickler zusammenzubringen, eine elementare Rolle
bei der Entwicklung: „From whiteboarding ideas to coding rough prototypes, collaborating across disciplines is what
made Bootstrap successful for internal use at Twitter.“, („Vom Skizzieren von Ideen bis hin zur Programmierung
grober Prototypen war es die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Bootstrap für die interne Nutzung bei Twitter so
erfolgreich gemacht hat“).
Den ersten Einsatz unter realen Bedingungen erfuhr Bootstrap auf Twitters erster Hackweek[1]. Otto zeigte einigen
Kollegen, wie sie die Entwicklung ihrer Projekte mit Hilfe des Toolkits beschleunigen können. Bei der Präsentation
der Ergebnisse zeigte sich, dass Dutzende Teams auf das Framework zurückgegriffen hatten. Auf diese Weise trug
Bootstrap nicht nur dazu bei, die Entwicklungszeit zu verkürzen, sondern auch ohne Hilfestellung eines dedizierten
Designers ein einheitliches Look-and-Feel für die in der Hackweek entstandenen Anwendungen zu erzeugen.
Im August 2011 entschloss sich Twitter, die Ergebnisse der Öffentlichkeit als Open-Source-Projekt zur Verfügung
zu stellen. Seitdem hat sich Bootstrap in kürzester Zeit mit fast 12.000 Forks und über 45.000 Beobachtern zum
populärsten GitHub-Projekt entwickelt (Stand: Februar 2013).
Eigenschaften
Bootstrap wurde mit Unterstützung für das relativ junge HTML5 und CSS 3 entwickelt. Da Bootstrap ab Version 3
weder Firefox 3.6 noch den Internet Explorer 7 unterstützt, wird in einem Übergangszeitraum weiterhin auch
Version 2 aktualisiert. Der Gewährleistung der Browser-Kompatibilität dient das Konzept der progressiven
Verbesserung. Das bedeutet, dass die grundlegenden Informationen der Webseite oder -anwendung für alle Geräte
und Browser zugänglich sind, erweiterte Funktionalitäten jedoch nur den Geräten und Browsern zur Verfügung
stehen, die diese unterstützen. Deutlich wird dies beispielsweise bei den in CSS 3 eingeführten Eigenschaften für
abgerundete Ecken, Farbverläufe und Schatten. Diese werden von Bootstrap trotz der mangelnden Unterstützung
durch ältere Webbrowser intensiv eingesetzt. Dabei gewährleistet der semantische Einsatz von HTML und die
Implementierung von alternativen Stildefinitionen in den Stylesheets, dass die Informationen und Funktionen der
Webseite trotz der fehlenden Funktionalitäten bei älteren Browsern zur Verfügung stehen. Gleiches gilt für die
mitgelieferten JavaScript-Komponenten. Diese erweitern den Funktionsumfang des Toolkits, sind jedoch keine
Voraussetzung für dessen Einsatz.
Seit Version 2.0 unterstützt Bootstrap zudem die Gestaltung im Sinne des Responsive Webdesigns. Das bedeutet, der
grafische Aufbau von Webseiten erfolgt dynamisch und unter Berücksichtigung der Eigenschaften, die das
verwendete Gerät (PC, Tablet, Mobiltelefon) mit sich bringt. So passen sich das Grid-Layout und die
Oberflächenelemente automatisch der jeweiligen Bildschirmauflösung bzw. Fenstergröße an.
Bootstrap wird als Open-Source angeboten und über GitHub bereitgestellt. Entwickler sind aufgerufen, sich an dem
Projekt zu beteiligen, und können auf der Plattform eigene Beiträge leisten.
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