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7.1 Die PRIME-Gesamtarchitektur onalität ergänzt werden. PRIME bringt bereits eine Reihe von vorgefertigten Erweiterungen der Frameworkkomponenten zu lauffähigen und allgemein verwendbaren Anwendungen mit, die jeder PRIME-basierten Umgebung zur Verfügung stehen. Diese sind als hellgraue Architekturbausteine dargestellt. Die weiß dargestellten Architekturanteile markieren Platzhalter für spezifische Umgebungskomponenten, die in einer konkreten Modellierungsumgebung erst noch als Framework-Erweiterungen zu entwickeln bzw. zu integrieren sind. 7.1.2.1 Werkzeuge der Durchführungsdomäne In der Durchführungsdomäne sind die Entwicklerwerkzeuge angesiedelt, deren Grundlage das GARPIT-Framework darstellt. Die wesentlichen Aufgaben des GARPIT-Frameworks (in Abb. 34 durch die dunkelgrauen Anteile der einzelnen Werkzeugsymbole repräsentiert) sind die Koordination der Interaktion mit der Prozessmaschine sowie die Interpretation und Ausführung der werkzeugrelevanten Anteile des Umgebungs- und Werkzeugmodells. Die Anwendung des GARPIT-Framework zur Entwicklung spezifischer Werkzeuge wird in Abb. 34 durch die Werkzeuge W1,...,Wn repräsentiert. Die interne Architektur des GARPIT-Frameworks und die Schnittstellen zur Anbindung spezifischer Werkzeugfunktionalität werden in Abschnitt 7.3 im Detail behandelt. Als „Grundausstattung“ sind in PRIME bereits eine Reihe voll funktionsfähiger, GARPIT-basierter Werkzeuge enthalten, die sich unabhängig vom konkreten Anwendungsbereich für unterschiedliche Modellierungsumgebungen als sehr nützlich erwiesen haben und daher allgemein verwendbar sind. Diese Werkzeuge sind ebenso wie jedes andere PRIME-Werkzeug innerhalb des Werkzeugmodells modelliert, erben vom GARPIT-Framework eine entsprechende Interpreterkomponente und die Schnittstelle zur Prozessmaschine und sind somit vollständig prozessintegrierbar. Im Folgenden skizzieren wir kurz die Funktionalität dieser Werkzeuge (siehe Abb. 35). Hypertext-Editor Für die Erfassung und Strukturierung von textuellen Dokumenten wie informal notierten Anforderungen und Spezifikationen, Sitzungsprotokollen oder Modellund Softwaredokumentationen steht in PRIME ein Hypertext-Editor zur Verfügung (siehe Abb. 35, oben links). Hypertexte lassen sich in einzelne Textknoten zerlegen, die disjunkte Teilstücke des Textes beinhalten. Gruppen von (nicht notwendigerweise zusammenhängenden) Hypertext-Knoten können zu Hypertext-Sichten zusammengefasst werden. Der Hypertext-Editor stellt grundlegende Funktionalitäten zur Edierung von Hypertext-Dokumenten und deren Strukturierung in Knoten und Sichten bereit. Innerhalb des dem Hypertext-Editor zugrunde liegenden Produktmodells können komplette Hypertext-Dokumente ebenso wie Sichten oder einzelne Knoten als individuelle Produkte referenziert werden. Einzelheiten zu den formalen Grundlagen des verwendeten Hypertextmodells sowie zum Hypertext-Editor selbst können [PoHa95; Pohl96] entnommen werden. Entscheidungseditor Der Entscheidungseditor dient der strukturierten Erfassung und Darstellung von Entwurfsentscheidungen und Begründungshistorien (siehe Abb. 35, oben rechts). 171
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