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Framework-Projekte
den Benutzern erstmals eine intensive Diskussion über die Semantik dieser
Formulare aus. Dies bezog sich auf den Zusammenhang der einzelnen Daten, die auf
dem Formular erfaßt wurden. Erstaunlich ist dabei, daß die Mitarbeiter schon lange
Zeit mit den Formularen in Papierform gearbeitet haben.
Der dritte Prototyp wurde von den Entwicklern mit dem Ziel erstellt, ihn als
Pilotsystem einzusetzen. Es konnten jedoch keine Benutzer für den Piloteinsatz des
Systems gefunden werden. Dies wurde gräßenteils mit Zeitmangel begründet.
Um die Flexibilität und die Erweiterbarkeit des Systems zu verbessern, entstand
durch ein tiefgreifendes fachliches und technisches Redesign ein weiterer vierter
Prototyp. Für ihn gibt es innerhalb der Firma vier Pilotinterssenten. Eine erste
Installation bei einem Benutzer war für Ende 1992 geplant.
Bei der Entwicklung des Systems war von Anfang an eine externe Firma integriert.
Die erste Zusammenarbeit fand auf der Basis von konkreten Teilaufträgen statt.
Mitarbeiter des externen Partners nahmen auch am technischen und fachlichen
Redesign des Systems teil, weil in der Firma selbst das System nicht vermarktet und
gewartet werden konnte. Dieses sollte der externe Partner tun. Der potentielle
Kundenstamm für das Produkt ist derzeit aber nur firmenintern. An einer
Vermarktung des Produkts außerhalb der Firma wird derzeit noch nicht gedacht.
Der Aufwand, der bis jetzt von der externen Firma innerhalb des Projekts geleistet
wurde, beträgt ca. vier Personenmonate.
Um die Oberfläche der Werkzeuge zu gestalten, wurden keine Designer oder
Grafiker eingesetzt. Die Entwickler entwarfen sie aufgrund der Erfahrungen aus
früheren Tätigkeiten. Weiterhin wurde die Gestaltung der Oberfläche von anderen
Systemen wie dem Macintosh beeinflußt. Speziell die Oberfläche des ersten
Prototyps lehnte sich stark an ein regeltechnische Simulationswerkzeug an, das
bereits innerhalb der Firma entwickelt wurde.
Derzeit sind nur Teile des Systems dokumentiert. Es existiert eine
Entwurfsspezifikation für den zweiten Prototyp sowie für Teile des dritten
Prototyps. Für den vierten Prototyp ist die Spezifikation in Arbeit.
Entwurfsdokumente und ein Benutzungshandbuch sind noch nicht vorhanden.
Ausführlich wurden nur die Aufträge an die externe Firma beschrieben. Allerdings
ist sich die Entwicklungsmannschaft bewußt, daß eine bessere Dokumentation des
Systems erforderlich ist.
Die konstruierten Prototypen
Prototyp I: Dieser Prototyp wurde in ca. 1/2 jähriger Arbeit fertiggestellt und kann als
horizontales Labormuster bezeichnet werden. Er wurde von einem Entwickler ohne
Einbeziehung der Benutzer erstellt. Er besteht funktional aus einem Werkzeug, mit
dem interaktiv mechatronische Systeme modelliert werden kännen. Die
Klassenbibliotheken NEDT und VICK wurden dabei verwendet und auf die
speziellen Bedürfnisse für das Projekt angepaßt. Der Aufwand betrug ca. vier
Personenmonate. Der Prototyp besteht aus ca. 10-15 Klassen.