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3.8 Nachhallzeit RT60
Die Kenntnis der Nachhallzeit von Räumen ist für viele akustische Anwendungen
von Bedeutung, zum Beispiel zur Bestimmung der Schalleistung einer Schallquelle.
In herkömmlicher Art wird die Nachhallzeit mit Hilfe eines Schallpegelschreibers
bestimmt. Mittels einer Schallquelle (Pistole oder Lautsprecher) wird der Raum
akustisch angeregt. Nach Abschalten der Schallquelle wird der Pegelabfall
registriert.
Akustische Anregung
60 dB
Grundgeräusche
Nachhallzeit
Die abfallende Pegelkurve wird durch eine Ausgleichsgerade interpoliert. Danach
extrapoliert man die Gerade auf 60 dB Pegeldifferenz. Die Abklingzeit über diese 60
dB Pegeldifferenz ist die gesuchte Nachhallzeit (RT60) des Raumes.
Da die Nachhallzeit frequenzabhängig ist, muß eine Nachhallzeitmessung stets
frequenzselektiv durchgeführt werden. Eine Messung mit Sinustönen ist allerdings
nur sehr eingeschränkt möglich, weil Stehwelleneffekte die Meßergebnisse
verfälschen. Das Digitale Audio Analyse System verwendet daher grundsätzlich
Oktave-Rauschen mit wählbarer Mittenfrequenz.
Wählen Sie die Nachhallzeitmessung über [F5] im Hauptmenü an. Mit [F5] kann der
Eingangspegelbereich gewählt werden (###2 Pa oder ###8 Pa), und mit [F10] der
Ausgangspegel.
Positionieren Sie das Meßmikrophon und den Lautsprecher, der das
Anregungssignal abgibt, nicht zu dicht beieinander. Der Abstand zwischen
Lautsprecher und Meßmikrophon sollte deutlich größer als der Hallradius sein.
Achten Sie auf einen guten Signal/Rausch-Abstand!
adm engineering Nordhorn
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