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Parametrie Sie können zwar ihre Position und Ausrichtung ändern, aber sie werden es immer gemeinsam als Gruppe auf dieser gedachten Trägerlinie tun. Die ursprüngliche Lage (waagrecht, senkrecht oder geneigt) ist dabei bedeutungslos, entscheidend ist alleine ihre Kolinearität. * Diese Regel gilt nicht für Einzelkreise mit einer Radius - oder Durchmesserbemaßung . Sie werden auch berechnet, wenn keine senkrechte oder waagrechte Linie existiert. Regel 6 Es muß in einer parametrischen Konstruktion mindestens eine waagrechte oder senkrechte Linie, oder alternativ eine waagrechte oder senkrechte Bemaßung geben.* Normalerweise muß man sich über diese Regel kaum Gedanken machen, da in einer parametrische Zeichnung fast immer eine senkrechte oder waagrechte Linie oder Bemaßung existiert. Diese Regel benötigt die Parametrie, um die Orientierung der Gesamtkonstruktion in Relation zur generellen Zeichnungs-Senkrechten oder Waagrechten zu bestimmen. Wenn diese eine senkrechte oder waagrechte Linie oder Bemaßung fehlt, kann die Parametrie nicht einmal mit der Analyse beginnen, da sie nicht in der Lage ist, die Ausrichtung der Konstruktion im kartesischen Koordinatensystem zu erkennen. Zusammenfassung Jede dieser sechs Regeln ist für sich gesehen nicht sehr kompliziert. Alle Regeln miteinander kombiniert bei der Konstruktion und Fehleranalyse anzuwenden, erfordert dagegen etwas Übung und Erfahrung. Bis jetzt haben wir erfahren, daß die Parametrie punktbezogen arbeitet, wir haben gelernt, wie wir Konstruktionspunkte eindeutig identifizieren können und nach welchen Regeln diese Konstruktionspunkte gesetzt und Geometrie erstellt und platziert werden muß. Im nächsten Schritt müssen wir uns mit dem eigentlichen parametrischen Berechnungsprozeß beschäftigen, herausfinden wie die Parametrie „denkt“. Dies erlaubt uns zwei Dinge. Erstens Berechnungen vor der eigentlichen Durchführung im Kopf durchzuspielen und zweitens die Berechnung Schritt für Schritt zurückzuverfolgen, wenn sie fehl schlägt. Berechnungsprozeß Sobald Sie den Befehl Variante berechnen aufrufen, überprüft die Parametrie in der Zeichnung zwei Dinge: Ersten identifiziert sie die Position jedes einzelnen Punktes in der Zeichnung und zweitens zeichnet sie zwischen diesen Punkten die entsprechende Geometrie. Beide Vorgänge erfolgen innerhalb der sechs bekannten Regeln. Im Detail sieht das wie folgt aus: Untersuchung des Layouts Sobald der Befehl Variante berechnen initiiert wurde, untersucht die Parametrie die parametrische Konstruktion und sieht ungefähr dasselbe wie sie auch, wenn Sie die Konstruktion betrachten. Sie erkennt alle Linien, Kreise und Kreisbögen, sie erkennt, daß einige der Linien waagrecht oder senkrecht liegen, sie identifiziert alle Bemaßungen, einige mit Variablen, andere mit konstanten numerischen Werten. Sie registriert Tangentialpunkte und wo Punkte auf einer Geometrie liegen. Was von der Parametrie nicht erkannt werden kann, sind alle Geometrieattribute, die im Dialogfenster Objekte bearbeiten von einem markierten Objekt aufgeführt werden, wie die Länge, Breite, der Winkel, Radius oder die Anfangs- und Endkoordinaten eines Objekts. Dazu gehören natürlich auch weitergehende Attribute wie Layer, Farbe oder ob ein Objekt gesperrt ist oder nicht. Generell erfaßt die Parametrie das generelle Layout der Konstruktion, nicht jedoch ihre Größe oder Position. Überprüfung der Bemaßungen Für die Größenbestimmung wertet die Parametrie die einzelnen Bemaßungen aus. Dabei ist es gleichgültig, ob diese Bemaßungen konstante numerische Werte enthalten oder Variablen, deren Werte vom Anwender zugewiesen werden. Dies zeigt die Bedeutung der einzelnen Bemaßungen. Sie definieren letztendlich eine parametrische Konstruktion. 344