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Sonstige Themen den Absender jedoch trotzdem ab, sendet er eine Mail mit dem Subject ****SPAM**** an den Absender. Der W/B-Filter fängt diese Mail ab und verschiebt dann die Adresse von der Whitelist auf die Blacklist. Eingehende Mails der Blacklist werden verworfen beziehungsweise automatisch beantwortet. Es gibt noch weitere Registrierungsmöglichkeiten im W/B-FilterVerfahren, z. B. über einen URL mit ID (z. B. http://www.example. com/mail.php?ID=20032311-021). Systeme der Art, die die Reaktion des Sendenden erfordert, werden auch als Challenge-Response-System bezeichnet. Viele Anwender und (vor allem) Administratoren sehen sie jedoch als »kein zweckdienliches System« zur UBE-Vermeidung an, und zwar aus folgenden Gründen: ■ Die Absenderadresse einer UBE wird im günstigsten Fall mit einer ungültigen Adresse, im Normalfall mit der Adresse eines Unbeteiligten versehen. Im Falle einer ungültigen Adresse führt der Versuch der Zustellung der Challenge-Mail zu einem Bounce, damit also zu einer Ressourcenverschwendung. Ist die Adresse gültig, so wird diese vom Challenge-Response-System »belästigt«, womit der Benutzer des Systems technisch selbst zum Täter wird. ■ Versendet der Benutzer eines Challenge-Response-Systems selbst eine Mail an ein Challenge-Response-System (z. B. eine Mailingliste mit Confirmed Opt-in), kommt es zu dem Effekt, dass beide Systeme jeweils auf die Antwort des anderen Systems warten (die Mailliste auf die explizite Bestätigung, dass die E-Mail-Adresse in die Liste aufgenommen werden soll, das System des Benutzers, dass sich die Mailliste als »regulärer« Benutzer authentifiziert). Die Aufnahme eines solchen Benutzers erfolgt dann meist durch manuelles Bearbeiten des Maillistenbetreibers, was für diesen einen entsprechenden Mehraufwand bei der Administration zur Folge hat. ■ Ein Benutzer eines CR-Systems, der an einer Mailliste teilnimmt, verursacht im Allgemeinen eine Vielzahl von Challenge-Mails, da die Absenderadresse bei Mails an die Mailliste meist nicht verändert wird. Dies hat zur Folge, dass sich jeder Maillistenbeteiligte bei jedem einzelnen Benutzer eines solchen Systems authentifizieren muss, damit dieser die jeweilige Mail von der Mailliste erhalten kann. Da dies ab einer gewissen Anzahl von Benutzern von CR-Systemen innerhalb einer Mailliste die Akzeptanzschwelle vieler Benutzer überschreitet, führt dies im Allgemeinen dazu, dass sich die Benutzer solcher Systeme früher oder später aus den Diskussionen ausschließen. 98 Spam Spambekämpfung – Derzeit wird Spam hauptsächlich durch Spam-Filter bekämpft. Neuere Verfahren schlagen vor, Spam durch Korrekturen im Simple Mail Transfer Protocol zu bekämpfen. Vereinzelt finden sich mittlerweile auch Vorschläge, Spammern das Sammeln der Empfängeradressen zu erschweren. Filter – Inzwischen gibt es eine Vielzahl verschiedener Techniken zur automatischen Erkennung und Entfernung von Spam im Postfach. Einige E-Mail-Clients (Programme zum Schreiben/Senden/Empfangen einer E-Mail), wie der Mozilla Thunderbird, haben integrierte, auf dem Bayesschen Filter basierende, selbstlernende ➨Spamfilter, die Werbemails von vornherein aussortieren. Allerdings leiden die Filter unter ihren Fehlerraten: So werden häufig Spam-Mails nicht zuverlässig erkannt und gelangen trotzdem in den Posteingang, man spricht von false negatives. Auch der andere Fehler ist möglich: Erwünschte Mails können durch zu strenge Filter als Spam eingestuft (so genannte false positives) werden und erreichen so den Empfänger nicht oder nur verzögert. Lediglich gut konfigurierte Spamfilter, die der Benutzer auf sich persönlich zugeschnitten hat, haben hohe Erfolgsquoten. In solchen Fällen lassen sich False Positives fast ganz ausschließen und False Negatives auf unter 1 % drücken. Allerdings ist der Einmalaufwand für den Benutzer hoch und erfordert eine gewisse Erfahrung. Zudem ist durch immer neue Methoden der Filter ständig zu verbessern und zu erweitern. Außerdem haben Filter durch die besprochenen Fehlerraten (die immer vorhanden sind) das Manko, dass der Benutzer die E-Mails, die herrausgefiltert wurden, im Zweifelsfall noch einmal nachkontrolieren muss und der eigentliche Zweck des Filters sich lediglich darauf beschränkt, eine Vorauswahl für den Benutzer zu treffen. Zudem ist Filtern unter Umständen rechtlich kritisch: Filtert der Provider oder Arbeitgeber ohne Einwilligung des Nutzers, kann er unter Umständen einen Straftatbestand verwirklichen. Schwarze und graue Listen (RBL und Greylisting) – RBL-Server sind Server, auf den die Adressen bekannter Spamversender in Echtzeit gesammelt werden (Realtime Blackhole List). Der Server für eingehende Mail kann diese Server anfragen, bevor er eine Mail annimmt. Wenn der Absender als Spammer registriert ist, wird die Annahme verweigert. Ein bekannter, frei zugänglicher RBL-Server ist spamhaus.org. 99