Download Mischcomputer CAS PDF Handbuch

Transcript
Die Installation fester VCA-Gruppen macht nur Sinn, wenn bei der überwiegenden Anzahl der
durchzuführenden Mischungen identische Gruppenkonstellationen eingerichtet sein sollten.
Wie die Laufzeit-Gruppen können auch die konfigurierten Gruppen während der laufenden
Mischung gelöscht und geändert werden.
Wenn Sie in der Konfigurationsroutine Gruppendefinitionen geändert haben, werden diese erst
dann wirksam, wenn Sie den Speicher mit NEW neu formatiert haben! Die vorherigen
Gruppendefinitionen bleiben im CMOS-RAM der Slave-CPU solange erhalten, bis Sie NEW
durchführen.
5.3.5 Statische und Dynamische Master
Das System macht einen wesentlichen Unterschied zwischen statischen und dynamischen
Mastern. Die Master, die nicht als statische Master in der Konfiguration eingerichtet werden werden
als dynamische Master behandelt.
Bei dynamischen Mastern entspricht der 0dB-Punkt des Masters nicht dem 0 dB-Punkt
der Skala, sondern der Stellung des Gruppen-Masters vor dem Aufruf der KonfigurationsRoutine.
Erst dadurch wird eine sinnvolle Benutzung von Gruppen möglich, mit denen in der laufenden
Mischung Regler zu Gruppen zusammengefaßt werden sollen. In diesem Verfahren werden die
Verhältnisse der Regler in der Gruppe zueinandern nicht verändert, wogegen die Festlegung des 0 dB-Punktes auf den Skalennull die gesamte um den Betrag verschieben würde,
um den der gewählte Master (zufällig) von 0dB abweichend eingestellt ist.
Bei Reglern, die ausschließlich als Gruppenregler verwendet werden ist dieses Verfahren eher
unübersichtlich. Hier ist die Fixierung des 0 dB-Punktes auf den Skalennullpunkt sinnvoller. Das
CAS-System ermöglicht beide Arbeitsweisen. Hierzu müssen die statischen Master dem System
mitgeteilt werden. Dies geschieht durch eine Liste im Konfigurationsprogramm in der die statischen
Master eingetragen werden müssen.
5.3.5.2 Einschränkungen in der Arbeitsweise
Die Bildung von dynamischen Gruppen bei der Laufzeit des Programms ermöglicht es Ihnen,
beliebige Regler zu Gruppen zusammenzufassen, ohne die Verhältnisse in der Gruppe zu
verändern. Um eine sinnvolle Regelung zu ermöglichen, ist es nicht sinnvoll einen Regler als
Master zu wählen, dessen momentaner Wert unterhalb von -20 dB und oberhalb von +5 dB steht.
In diesem Fall arbeitet die Gruppenroutine zwar einwandfrei, aber die Regelung über den Master
hat nur noch einen eingeschränkten Stellbereich. Steht der Master z. B. bei +5dB, so ist nur noch
eine geringe Pegelerhöhung möglich. Steht der Master weit unterhalb von 0 dB, so wird eine
Regelung durch den Skalenknick im Blendbereich des Regler sehr erschwert. Wählen Sie daher
einen Masterregler, dessen Momentanwert nahe 0 dB steht.
Eine Limitierung für die Gruppendefinition abhängig von dem Skalenwert des Masters haben wir
nicht eingebaut.
64