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NL 02-09 Kern
06.02.2009
Holzart (Laubholz)
14:15 Uhr
Seite 47
Rohdichte
bei 12-15%
Holzfeuchte
[g/cm³]
Elastizitätsmodul
(Biegung)
N/mm²
Härte
(BRINELL)
[N/mm²]
Schwindung
tangential
[%]
Dauerhaftigkeit
nach
DIN EN 350-2
Verarbeitungsrelevante
Hinweise
Bangkirai
0,65 – 0,93 –1,16
18.700
26 – 38
9,3 –10,2
2
Bangkirai enthält Gerbstoffe, die
mit Eisen reagieren (Verfärbungen)
Bilinga
0,63 – 0,75– 0,78
12.500
25 –35
~ 8,1
1
Starker Wechseldrehwuchs kann bei
Bilinga zu Faserausrissen führen
Cumarú*
1,00 –1,10 –1,20
21.500
45 –57
7,2 –7,9
1**
Die Bearbeitung des Holzes ist wegen
der großen Härte erschwert
Garapa*
0,72– 0,79– 0,81
15.900
35 – 55
~ 7,5
1–2**
Einlagerungen von Silica führen
zu Werkzeugabstumpfungen
Gerutu
0,60–0,72–0,85
13.000
~ 21
6,6–10,3
2–3
Die Sortimente zeigen hohe
Schwankungen in der Rohdichte
Iroko
0,60 – 0,66– 0,73
13.000
~ 30
~ 5,5
1–2
Wechseldrehwuchs beeinträchtigt
die Oberflächenqualität
Itaúba*
0,75– 0,83– 0,95
15.000
23–31
6,6–8,3
1–2**
Hohe Schwindungsanisotropie
beim Trocknen führt zu Verformungen
Massaranduba*
0,90 –1,04 –1,11
24.700
38 –54
9,0 –10,2
1**
Massaranduba trocknet langsam
und neigt zur Rissbildung
Robinie
0,72– 0,79 – 0,85
13.600
27– 42
10,2–11,8
1–2
Robinie ist zumeist nur in geringen
(Stamm-) Abmessungen verfügbar
Tatajuba*
0,75– 0,80 – 0,90
17.300
–
~ 5,2
1**
Tatajuba enthält Gerbstoffe, die mit
Eisen reagieren (Verfärbungen)
Teak
0,60 – 0,68 – 0,75
13.000
~ 31
~ 2,5
1 (3)
Plantagen-Teak erreicht z.T. nur
die Dauerhaftigkeitsklasse 3
Weißeiche
0,67– 0,72– 0,77
13.000
~ 34
7,8 –10,0
2
Weisseiche enthält Gerbstoffe, die mit
Eisen reagieren (Verfärbungen)
Douglasie
0,46 – 0,52– 0,57
12.000
~ 20
~ 4,0
3
Aus Europa stammende Bäume zeigen
meist großen Anteil an
grobjährigem Holz
Kiefer
0,44– 0,52– 0,60
11.000
~ 19
~ 4,5
3– 4
Große und lose Äste können zu
Problemen bei der Bearbeitung
führen; z.T. hohe Harzgehalte
Lärche
0,47– 0,57– 0,62
13.800
~ 19
~ 4,5
3– 4
Astholz und Qualitäten mit
unregelmäßigem Faserverlauf
bewirken eine erhöhte Gefahr
der Rissbildung
Holzart (Nadelholz)
* Für die Hölzer Cumarú, Garapa, Itaúba, Maçaranduba und Tatajuba liegen noch keine normierten Kennwerte nach DIN 68364 „Kennwerte von Holzarten – Festigkeit, Elastizität“ vor
** entspricht der Dauerhaftigkeitsklasse nach DIN EN 350-2, dort nicht aufgeführt
werden durch nachträgliche Rissbildungen
im Holzgewebe verursacht, die bei starker
Ausprägung nicht nur einen optischen Mangel darstellen, sondern auch zu Brüchen
führen können oder als „Eindringpforten“
für Mikroorganismen dienen. Risse im Holzgewebe entstehen grundsätzlich durch die
Freisetzung von Spannungen, die entweder wuchsbedingt angelegt werden, z.B. infolge von Dreh- oder Wechseldrehwuchs
oder bei der natürlichen oder technischen
Trocknung des Holzes auftreten. In der Praxis der Holzbe- und -verarbeitung müssen
ausgeprägte Rissbildungen in den häufigsten Fällen auf eine unzureichende Trocknung der verwendeten Bauteile zurückgeführt werden.
Insbesondere bei der Verwendung als
Terrassendielen, die zumeist der direkten
Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, können infolge von starken Trocknungsspannungen Verformungen und Risse entstehen, wenn die Hölzer mit einer zu hohen
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Feuchte verbaut werden. Für den maßhaltigen (= dimensionsstabilen) Gebrauch müssen die Hölzer unterhalb des Fasersättigungsbereiches getrocknet werden, um Verformungen und Rissbildungen zu vermeiden.
Bei der Verarbeitung von Hölzern mit hoher Rohdichte wie z. B. Bangkirai, Itauba,
Massaranduba oder Robinie muss berücksichtigt werden, dass die natürliche oder
technische Trocknung des Holzes aufgrund
des hohen Zellwandanteils und der Einlagerung von Holzinhaltsstoffen sehr langsam erfolgt. Nadelhölzer wie z. B. Douglasie
oder Lärche lassen sich schneller spannungsfrei trocknen und neigen zu geringerer Verformung und Rissbildung. Probleme treten jedoch dann auf, wenn Hölzer
mit starkem Astanteil und dadurch bedingten Faserabweichungen verarbeitet
werden. Bei genauer Kenntnis der holzartenspezifischen Gebrauchs- und Verarbeitungseigenschaften lassen sich die be-
schriebenen Qualitätsminderungen durch
Verfärbungen und Rissbildungen vermeiden.
LITERATUR
KOCH, G. (2006): Die wichtigsten Hölzer für den
GaLABau. DEGA – Deutscher Gartenbau 60, Heft 27,
14-16.
KOCH, G. (2006): Hölzer für den Garten- und
Landschaftsbau. Holz-Zentralblatt 132 (30), 873.
KOCH, G. (2007): Bauen mit Holz – Was tun gegen
Risse und Verfärbungen? DEGA – Deutscher Gartenbau
61, Heft 28, 12–13.
KOCH, G.; REHBEIN, M.; LENZ, M (2007): Natürliche
Dauerhaftigkeit Sibirischer Lärche. Holz-Zentralblatt 133
(22), 593–594.
REHBEIN, M.; KOCH, G. (2007): Eignung von
Massaranduba für die Außenverwendung. HolzZentralblatt 133 (28), 784–785.
WEBER, M.; KOCH G. (2007): Eignung von Garapa für
den GaLaBau. Holz-Zentralblatt 133 (49), 1388–1389.
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