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3. Wie komme ich verlässlich an Informationen und wie gebe ich sie weiter? 17 typische Fälle und noch mehr Antworten
Fall 4: Schutz vor Schadsoftware
e) Checkliste
»» Informieren Sie sich über aktuelle Bedrohungen. Gerade bei Schadsoftware ist Wissen Macht,
und über Bedrohungen wird auch außerhalb von Fachpublikationen berichtet. Falls gerade
ein gefährlicher Wurm im Umlauf ist, leiten Sie Schritte ein, um Ihren Rechner zu schützen.
»» Nutzen Sie Ihren Verstand, handeln Sie vorausschauend. Auch wenn gerade kein Megawurm
Millionen Rechner infiziert – Risiken lauern überall. Meiden Sie Angebote, die zu gut sind, um
wahr zu sein. Dazu gehören Sites mit Spielecracks, kostenloser Musik und aktuellen Kinofilmen. Verlassen Sie sich auf keinen Fall auf den Virenscanner und warnen Sie ebenfalls Ihre
Kinder.
»» Aktualisieren Sie zeitnah Ihr Betriebssystem. Ist eine Sicherheitslücke bekannt, wird sie
in der Regel binnen Stunden ausgenutzt. Dies gilt vor allem dann, wenn Microsoft ein
Sicherheits-Update veröffentlicht – spätestens dann weiß jeder Malware-Autor, wo die Lücke
wartet. Der große Patch-Tag für Windows ist immer der zweite Dienstag im Monat – ab 19
Uhr deutscher Zeit stehen dann wichtige „Sicherheitsflicken“ zur Installation bereit.
»» Halten Sie andere Programme aktuell. Gerade Windows ist in den letzten Jahren deutlich si-
cherer geworden. Viele Malware-Autoren sind daher auf andere Programme ausgewichen, um
Zugriff auf ein System zu erhalten. Besonders gefährdet sind Adobe Reader, der Adobe Flash
Player und Oracles Java. Installieren Sie für diese Software immer zeitnah neue Updates. Unser zusätzlicher Tipp: Sollten Sie ein Programm nicht benötigen, entfernen Sie es von Ihrem
Rechner. Wo keine Installation, da keine Sicherheitslücke.
»» Benutzen Sie unter Windows immer Sicherheitssoftware. Achten Sie darauf, dass Ihr Be-
triebssystem stets von einer Software-Firewall und aktueller Antivirensoftware geschützt
ist. Aufschluss darüber gibt das Sicherheitscenter. In der Regel genügen die eingebaute
Windows-Firewall und kostenlose Schutzsoftware, z. B. Microsoft Security Essentials oder
Avira Free Antivirus.