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2.5 Pharmazeutische Entwicklung
Tabelle 2.5.1 Das Biopharmazeutische Klassifizierungssystem (BCS).
Klasse
Löslichkeit
Permeabilität
Absorption im Menschen
I
hoch
hoch
II
niedrig
hoch
III
hoch
niedrig
IV
niedrig
niedrig
weitgehend unabhängig von der Freisetzungsrate aus der Arzneiform, wird durch Magenentleerung kontrolliert *
wird durch die Freisetzungsrate aus der Arzneiform bestimmt
ist von der Freisetzungsrate aus der Arzneiform
unabhängig
kann, muss aber nicht durch die Freisetzungsrate aus der Arzneiform bestimmt werden
*)
Diese Angabe bezieht sich nur auf schnell-freisetzende Arzneiformen im engeren Sinne.
Tabelle 2.5.2 Rule of Five.
Moleküleigenschaften
Kriterium
H-Brücken-Donatoren (z.ªB. –NH, –OH)
H-Brücken-Akzeptoren (z.ªB. =O, =NH)
Molekularmasse
Log P
5
10 (2·5)
500
5
zielen. Die Erhöhung der Permeabilität von Substanzen der Klasse 3 ist demgegenüber nur in Ausnahmefällen mit Methoden der pharmazeutischen Technologie zu erreichen. Hier bleibt oft nur die chemische Derivatisierung der Substanz selbst.
Anhand der „Rule of Five“ (Tabelle 2.5.2), die Vorhersagen zur Löslichkeit
und Permeabilität von potenziellen Arzneistoffen ermöglichen soll, wird häufig
versucht, eine Vorauswahl von potenziellen Entwicklungskandidaten zu treffen.
Nur solche Substanzen, die in ein bestimmtes Schema passen, kommen prinzipiell als Entwicklungskandidaten in Frage. Verbindungen, dir längere und aufwändigere Entwicklungsarbeiten mit ungewissem Ausgang erwarten lassen, sollen so frühzeitig ausgeschlossen werden.
2.5.3
Formulierungsentwicklung
2.5.3.1 Entwicklung von Versuchsformulierungen
Basierend auf den im Rahmen der Charakterisierung des Wirkstoffes gewonnenen Erkenntnissen wird unter Berücksichtigung von Marketingaspekten (beispielsweise Form, Farbe, Größe) und regulatorischen Anforderungen (behördliche Zulässigkeit von Hilfsstoffen) ein erster Designentwurf erstellt. Es schließen sich praktische Herstellversuche mit unterschiedlichen Technologien im
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