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2.2 Ausbildung und Qualitätsmanagement 2.2 Ausbildung und Qualitätsmanagement Der Nutzen der Koloskopie wird optimiert, indem Probleme wie hohe Kosten sowie unangenehme und gefährliche Untersuchungen minimiert werden. Noch sind viele Endoskopiker Autodidakten (vgl. Teague 2000). Daher ist es für Verbesserungen sinnvoll, den Hebel bei der Ausbildung anzusetzten. „We must realize that the groundwork for a strong future lies in educating today’s residents and practicing surgeons“ (Pearl und Marks 2006). In der Ausbildung sollen folglich Methoden eingesetzt werden, die zum einen kostensenkend sind, zum anderen dafür sorgen, dass erfahrene Ärzte zur Verfügung stehen, die in der Lage sind, Untersuchungen für den Patienten angenehmer und mit weniger Risiko auszuführen. 2.2.1 Ausbildung Empfehlungen und Durchführung des praktischen Trainings In Deutschland gibt es keinen einheitlichen Standard zur Ausbildung, jedoch die Richtlinie „Gastroenterologie-Ausbildung – Training Endoskopie“ (GATE 2002), die den Zweck der Fortbildungskurse folgendermaßen festlegt: „ 1. Vermittlung von aktuellen Standards in der Endoskopie (Theorie) . . . 2. Gezielte Vermittlung von diagnostischen und therapeutischen endoskopischen Techniken an Phantommodellen (Praxis) ergänzt durch Videodemonstrationen und spezielle methodenbezogene Lehrinhalte.“ Der Ausbildungsrichtlinie der American Society for Gastrointestinal Endoscopy (1999) ist zu entnehmen, dass Auszubildende erfolgreich in der Magen-DarmEndoskopie ausgebildet werden, indem sie ihre Fähigkeiten durch ein praktisches Training erhalten, bei dem sie unter Aufsicht eines erfahrenen Endoskopikers über eine längere Zeitdauer Erfahrung sammeln. Das Trainieren der diagnostischen und therapeutischen Endoskopie ist wesentlich und erfordert viel prakische Übung (vgl. Thomas-Gibson und Williams 2005). Nach Messmann (2006) erfolgt diese in zwei Stufen: 19