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INTERVIEW
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Elizabeth Mitchell
Millionen von Fans der Erfolgsserie "Lost"
werden dem 09. April entgegenfiebern. Denn
an diesem Tag wird die 4. Staffel der Erfolgs­
serie in den Handel kommen. Die amerikani­
sche Schauspielerin Elizabeth Mitchell hat
bereits in unzähligen TV­ und Kinoproduktio­
nen mitgewirkt. In ihrer Filmbiographie fin­
den sich Fanlieblinge und Evergreens von
Emergency Room bis Chaos City (mit Michael
J. Fox) von Boston Legal, über CSI: Crime
Scene Investigation bis hin zu Dr. House,
doch die meisten dürften die 39­jährige
vor allem durch ihre Rolle der Dr. Juliet
Burke in der ABC­Hitserie "Lost" ken­
nen. Anlässlich des anstehenden Re­
lease der 4. Staffel der Insel­Mystery
auf DVD und erstmals auf Blu­ray
Disc, bevor Disney Home Enter­
tainment im Juni diesen Jahres
die ersten beiden Staffeln der
grandiosen
Schnitzeljagd
ebenfalls in High­Definition
Blu­ray veröffentlichen
wird, hat sich "Dr. Juliet
Burke" einem Interview
gestellt. Dieses wollen
wir Ihnen natürlich
nicht vorenthalten.
Wenn Du, wie dein
Charakter in der Serie, auf einer einsa­
men Insel stranden würdest, denkst Du,
dass Du ähnlich handeln würdest wie
Juliet?
Elizabeth Mitchell:
Das ist eine gute Frage. Ich glaube
nicht, dass ich alles so handhaben
würde, wie Juliet. Sie hat sich sicher­
lich sehr schnell der Gruppe ange­
passt, für mich steht ihre moralische
Intention daher zur Diskussion. Im
Gegensatz zu Juliet würde ich ver­
suchen zu überleben und von der
Insel zu entkommen, ich hätte nicht
mit meinem Leben abgeschlossen
oder würde denken, dass ich alles
war, was ich im Leben sein wollte.
Also ja, es gibt eine menge Unter­
schiede zwischen dem Charakter und
mir als Person. Es macht mehr Spaß
sie zu spielen, als mich selbst, dass
kann ich mit Sicherheit sagen.
Denkst Du, dass Du auf einer Insel, wie
man sie in Lost sieht, überleben könn­
test?
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Elizabeth Mitchell:
Ich könnte im Survivor Camp (Reality Format
in den USA ähnlich dem Dschungelcamp)
überleben. Es ist ein ziemlich nettes Lager,
denn dort gibt es Vorräte und so weiter. Es
wäre definitiv eine Herausforderung, aber ich
glaube, dass ist auch der Grund, wieso so viele
Leute verrückt nach der Sendung “Survivor“
sind. Jeder ist gespannt zu sehen, wie Men­
schen unter schwierigen Umständen zurecht­
kommen.
Wie kommst Du mit den physischen Aspek­
ten deiner Rolle klar, wenn Du bei Stürmen
mitten in der Nacht quer über die Insel ren­
nen musst?
Elizabeth Mitchell:
Das Gute ist, dass ich ziemlich stark bin. Ich
bin sehr köperbewusst und es macht mir tat­
sächlich Spaß mitten in der Nacht bei Wind
und Regen für 14 Stunden durch den Dschun­
gel zu laufen. Ich habe eine großartige Zeit
beim Dreh. Letzte Nacht liefen wir zum Bei­
spiel auch in dieser Weise und dieses eine
neue Crewmitglied fragte mich: “Ist das wirk­
lich, was ihr den ganzen Tag macht?“ Und ich
antwortete: “Ja.“
Lebst Du mittlerweile auf Hawaii?
Elizabeth Mitchell:
Ich bin hier nun schon das halbe Jahr und
werde hier sein bis ich in der Serie sterbe. Ich
lebe hier derzeit mit meinem Mann und mei­
nem kleinen Sohn CJ. Es macht Spaß. Man hat
hier ein tolles Leben, ich meine es ist wirklich
prächtig hier.
Gefällt deinem Sohn das sonnige Leben auf
Hawaii?
Elizabeth Mitchell:
Nun er ist erst 2 Jahre alt und muss daher
nicht zur Schule oder etwas in dieser Art, aber
natürlich ist es für ihn wie im Himmel. Wir
brauchen nur zwei Minuten zum Strand mit
diesem wunderschönen weißen Sand. Ich
gehe mit ihm dort hin und er ist glücklich. Der
Mond geht auf und man ist auf Hawaii in der
Nähe des Meeres und alles sieht toll aus. Man
meint nur die Hand ausstrecken zu müssen
und ihn berühren zu können. Es ist großartig.
Wie denkst Du darüber, dass die Macher
einen Endzeitpunkt für die Serie bekannt ge­
geben haben?
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e · 01/2009
INTERVIEW
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Elizabeth Mitchell:
Ich liebe es. Ich denke es ist großartig, dass
eine Gruppe von Menschen, welche ein sol­
ches Glück hatten, eine solche Show zu ma­
chen, an einem gewissen Punkt sagen, dass
man die Serie enden lassen möchte und somit
die Integrität der Serie zu bewahren. Ich
glaube nicht, dass man einen solchen Schritt
sehr oft in diesem Business beobachten kann
und ich finde es großartig.
Stört Dich eigentlich, dass die Serie nicht alle
Fragen beantwortet, welche immer wieder
aufgeworfen wurden?
Elizabeth Mitchell:
Der Spaß an Lost ist für mich, dass es wie ein
gutes Puzzle ist und ich liebe ein gutes Puzzle.
Es gibt all diese kleinen Fragen, die einem be­
schäftigen und plötzlich, nach 10 weiteren
Episoden wird die eine Frage beantwortet.
Die Macher zielen darauf ab jede Frage zu be­
antworten, die sie aufgebracht haben. Aller­
dings stellen sie auch immer neue Fragen, also
ist man dennoch immer wieder “verloren“. So
funktioniert die Show nun mal.
Als dein Charakter in Staffel 2 eingeführt
wurde, war dieser zumindest fragwürdig…
Elizabeth Mitchell:
Ja sie war etwas zwielichtig, oder?
Wusstest Du von Anfang an, dass sie mit fort­
schreitender Ausstrahlung der Show sympa­
thischer und zuschauerfreundlicher werden
würde?
Elizabeth Mitchell:
Nein, ich dachte nicht, dass Juliet durch ir­
gendjemanden wachsen würde. Ich betrach­
tete die Rolle nicht aus diesem Blickwinkel. Ich
finde “zuschauerfreundlich“ ist eine gute Aus­
drucksweise, denn ich denke, dass ist es was
auf sie zutrifft. Ich denke die Verantwortlichen
entwarfen einen ziemlich komplexen Charak­
ter und ich wusste nicht, was sie mit ihr vor­
hatten, aber ich bin sehr begeistert von dieser
Seite der Rolle.
Weißt Du, was Juliet antreibt zu tun, was sie
tut und wie sie handelt?
Elizabeth Mitchell:
Ihre Motivation bestand immer daraus, die
Insel zu verlassen und zu ihrer Schwester zu­
rückzukehren. Wie auch immer, ich habe mitt­
lerweile bemerkt, dass sie sehr, sehr durch­
einander ist, da so viele Dinge geschehen, was
wirklich sehr viel Spaß macht, aber all dies nur
um ihr Ziel zu erreichen und nicht stehen zu
bleiben.
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Wie hart ist es an einer solch intensiven
Show wie “Lost“ zu arbeiten?
Elizabeth Mitchell:
Es ist großartig und wahnsinnig. Ich genieße
es all diese verrücken Dinge zu tun. Zum Bei­
spiel als ich ein Episode drehte, in deren Mit­
telpunkt Juliet stand, erinnere ich mich, bis
morgens um 4 Uhr im strömenden Regen zu
stehen und wurde die ganze Zeit von Jack
durchgeschüttelt. Wie seltsam ist das?
Hat es tatsächlich geregnet?
Elizabeth Mitchell:
Nun, sie haben den Regen für uns eingeschal­
tet. Sie hatten diese Industriesprenkelanlagen
und plötzlich saßen wir tropfend nass vor der
Kamera. Ich erinnere mich, zu Matthew Fox
hoch zu schauen und dachte mir, dass es
großartig ist, nicht nur den psychologischen
sondern auch den physischen Aspekt in der
Serie zu haben.
Hast Du die Serie zuhause auf DVD?
Elizabeth Mitchell:
Ja habe ich. Ich habe die ganze Serie auf DVD
angesehen. Nachdem ich zum Cast gehörte,
hatte ich die erste Staffel bereits gesehen und
schaute die Zweite vollständig innerhalb einer
Woche. Diesen Aspekt liebe ich an DVDs. Ich
habe mir auch eine vollständige Staffel von
“24“ innerhalb einer Woche angeschaut und
erinnere mich, wie erleichtert ich war, es
überstanden zu haben.
Daher war es eine interessante Erfahrung je­
manden zu verkörpern, der fragwürdige Ent­
scheidungen fällt und nicht immer so handelt,
wie man es als menschliches Wesen tun sollte.
Ich mag es, wie dies alles von einem sehr of­
fenen und ehrlichen Standpunkt heraus auf­
gebaut wird. Ich halte diesen Punkt für sehr
wichtig, denn wir sind alle in der Lage schreck­
liche und böse Dinge zu tun, bei dem Versuch
etwas Gutes zu vollbringen. Dass Juliet mehr
Sympathieträger werden würde, hatte ich je­
doch nicht erwartet und mir gedacht, dass
man mich für diese Rolle lange hassen wird.
Was denkst Du über deinen Charakter? Ist sie
gut? Ist sie böse? Weißt Du es?
Elizabeth Mitchell:
Ich denke sie ist eine Überlebende, die alles
tut, um am Leben zu bleiben. Das war es was
ich von Anfang an von ihr dachte und von die­
sem Punkt heraus habe ich die Rolle von Be­
ginn an betrachtet und aufgebaut. Ich denke
sie ist sehr zielstrebig bei allem was sie will
und braucht – die Dinge ergeben sich, so wie
mit Jack (Matthew Fox). Ich glaube nicht, dass
sie erwartet hätte ihn zu mögen, sondern ihn
in erster Linie benutzen wollte, um ihre Ziele
zu erreichen, aber es kam anders. Aber letzt­
endlich befindet sie sich definitiv auf einem
bestimmten Pfad, auch wenn sie hier und da
Rückschläge hinnehmen muss. Sie wurde be­
lastbarer und besonnener, was mir gefällt. Ich
werde mit Juliet jedenfalls ihren Weg soweit
gehen, wie es mir möglich ist.
(ma)
Erinnern sich Leute noch an Dich in
deiner Rolle der Dr. Kim Legaspi bei
“Emergency Room“?
Elizabeth Mitchell:
Ja die Leute erinnern sich, aber sie ken­
nen mich nun doch eher durch “Lost“.
Es gibt auch sehr viele Leute, die kaum
Fernseh schauen und mich aus einem
TV­Film namens “Gia“ mit Angelina
Jolie und Faye Dunaway kennen. Der
Film war eine HBO­Produktion und
ziemlich erfolgreich auf DVD. Doch
“Lost“ ist so groß, dass mich die meis­
ten Menschen mittlerweile damit in
Verbindung bringen, und ich finde es
toll.
Wie unterscheidet sich die Rolle der
Dr. Juliet Burke zu früheren Rollen,
die Du gespielt hast?
Elizabeth Mitchell:
Ich habe so viele Charaktere gespielt,
die sympathisch und beliebt waren.
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