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Potential des vorgestellten Modells eines szenariogesteuerten Innovationsmanagements 177 unterstützt die Strategiegestaltung und -implementierung durch eine besser abgestimmte Ausrichtung der optimalen Taktiken. Erfolgreiche Innovationsprojekte verfügen in der Regel über eine starke, visionäre Projektführung mit einer eindeutigen und weitreichenden Verantwortlichkeit, der die Vorgabe und effektive Kommunikation der konzeptionellen Richtung sowie die Stimulation und Pflege der Projektintegration auf Management- und Arbeitsebene obliegt. Der Notwendigkeit einer klaren Verantwortung und Aufgabenverteilung sowie einer effektiven Kommunikation über Bereichsgrenzen hinweg stehen in vielen Unternehmen noch eher traditionelle Organisationsstrukturen gegenüber, mit vertikalem Kommunikationsschwerpunkt und im Vergleich zu den erforderlichen Prozessen eher arbiträren Bereichsgrenzen sowie Informationssystemen, welche die horizontale Form der Zusammenarbeit bzw. teamorientierte Kommunikation nur suboptimal unterstützen. Projekte mit begrenzt oder unklar zugeordneten Verantwortlichkeiten, denen eine kohärente, gemeinsame Vision eines Projektkonzeptes fehlt, unterliegen der erhöhten Gefahr einer insgesamt suboptimalen Projektausrichtung, in der wiederholt auf falsche Lösungsansätze gesetzt wird und Projektaktivitäten in Sackgassen geraten. Die Präsenz einer starken Projektführung ist entsprechend über den gesamten Projektverlauf erforderlich, von der Entwicklung der Produktkonzepte bis hin zu deren konkreter Umsetzung, direkt unterstützt durch ein Team von technischen Mitarbeitern mit breitem Fähigkeitsspektrum und unter eingehender Beratung aus dem Marketing und der Produktion. Hierzu müssen im Innovationsmanagement die Kommunikationsflüsse die organisatorische Infrastruktur sowohl vertikal als auch horizontal ungehindert durchqueren können. Dieser Aspekt der Kommunikationsanforderungen und Strukturen wird auch dadurch unterstrichen, daß in Organisationen im Rahmen von Reengineering-Programmen die noch aus der industriellen Revolution stammende Tendenz zur Überspezialisierung des Personals langsam aufgehoben wird und eine neue Generation von Generalisten entsteht, die immer weniger den Zwängen starrer und undurchlässiger Abteilungsgrenzen unterliegen sondern in erweiterten Arbeitsgemeinschaften zusammenarbeiten, die sich über strukturelle, geographische und politische Gegebenheiten hinwegsetzen. Diese Mitarbeiter sind weniger Prozeßkomponenten als Prozeßeigentümer und parallel in zunehmendem Maße auch Geschäftseigentümer über Aktienoptionen und andere Beteiligungen, wie z.B. bei United Airlines, wodurch der Erfolg der Mitarbeiter, wie bisher eher in kleineren Betrieben, enger an den Erfolg des Gesamtunternehmens geknüpft wird. Obwohl der Motivationseinfluß des Eigentums auf diesem Niveau nicht unbedingt von großem Ausmaß sein muß, ist es doch ein klares Anzeichen dafür, daß ein zunehmender Schwerpunkt auf das Eigentum der relevanten Prozesse durch die Prozeßbeteiligten gelegt wird. Diese erweiterten Arbeitsgemeinschaften mit Mitarbeitern, die ihr Engagement und