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5.2 Definition eines Anforderungskataloges an die Methodik
Die formalen Anforderungen, die an den Einsatz und die Ergebnisqualität der Methodik zu
richten sind, werden in Tabelle 5.2-1 in Form von Zielformulierungen dargestellt, die nach
Forderungen (F) und Wünschen (W) unterschieden werden.
Tabelle 5.2-1: Formale Anforderungen an die Methodik und Zielformulierungen
Nr.
1
2
3
4
Anforderung
Zielformulierung
F/W
1.1
Die Methodik soll zu Ergebnissen führen, die ein direktes
Ableiten von praktischem Handlungswissen ermöglichen
(z.B. durch das Benennen von Gestaltungsdefiziten,
Anforderungen o.ä.)
1.2
Die Anwendung muss sich an den realen Arbeitsabläufen
und Arbeitsbedingungen orientieren
1.3
Durch ein schrittweises Vorgehen müssen die operativen
Anforderungen in Teilergebnissen erreicht werden (vgl.
operative Anforderungen, Tab. 5.2-2 und Tab. 5.2-3)
W
1.4
Die Methodik muss in bestehende Produktentwicklungsbzw. Entscheidungsfindungsprozesse zu integrieren sein
W
2.1
Die Anwendung der Methodik muss ohne zusätzliches
Expertenwissen möglich sein (interdisziplinär
verständlich)
F
2.2
Der Bearbeitungsfortschritt und das Vorgehen muss
transparent und nachvollziehbar sein
W
3.1
Vorgehen und Ergebnis der Methodik müssen
unabhängig vom Bearbeiter sein (Objektivität)
F
3.2
Bei einem wiederholtem Einsatz der Methodik müssen im
gleichen Kontext gleiche Ergebnisse erzielt werden
(Reliabilität)
F
3.3
Der Einsatz der Methodik darf nicht zu falschen oder
unvollständigen Ergebnissen führen (Validität)
F
4.1
Das Vorgehen und Handeln innerhalb der Methodik darf
die Würde des Patienten nicht verletzen
4.2
Das Vorgehen und Handeln innerhalb der Methodik darf
ein medizinisches Vorgehen und Handeln nicht behindern
Utilität
Verständlichkeit
Testgüte
F
W
F
Ethik
W
5.2.2 Operative Anforderungen zur funktionalen Prozessunterstützung
Die operativen Anforderungen hinsichtlich der funktionalen Prozessunterstützung ergeben
sich aus der arbeitswissenschaftliche Analyse und Bewertung von Arbeitsprozessen in
medizinischen Arbeitssystemen.
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