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Technik Wirtschaftlichkeit durch moderne Schweißtechnik Edgar A. Berthold Die derzeitige Lage in der Bauindustrie mahnt zur Sparsamkeit. Investitionen in eine kostspielige Neuanschaffung von Gerät und Ausrüstung sind nicht finanzierbar. Somit lautet die Devise – Werterhaltung durch eine wirtschaftliche Instandhaltung, besser noch – Werteschaffung, aber wie? D ie moderne Schweißtechnik bietet hierzu langjährige Erfahrungen, technisch interessante Ideen und Möglichkeiten sowie realistische Strategien. Instandhaltungsstrategien Gemäß geltender Norm zum Thema Instandhaltung, DIN 31051, sind zur strategischen Vorgehensweise drei Schwerpunkte vorgegeben: – Wartung: Maßnahmen zur Erhaltung des Soll-Zustandes – Inspektion: Maßnahmen zur Feststellung des Ist-Zustandes – Instandsetzung: Maßnahmen zur Wiederherstellung des Soll-Zustandes Bereits in früheren Veröffentlichungen hat der Verfasser darauf hingewiesen, dass der Schwerpunkt Instandsetzung (Reparatur) nicht ausreichend ist, heutige Möglichkeiten auszuschöpfen. Unter der Firmenflagge Castolin wurden drei zeitgemäße Strategien entwickelt für den technisch und kostenmäßig Verantwortlichen in der Bauindustrie – Instandsetzung, geplante Instandsetzung und vorbeugende Instandhaltung. Instandsetzung (Reparatur) In der Praxis heißt das, der Schadensfall ist bereits eingetreten. Ein Austausch des verschlissenen Bauteils gegen ein Neuteil steht an als schnelle aber teure Maßnahme – oder eine schnelle und dabei auch wirtschaftliche Reparatur kann ausgeführt werden. Aus schweißtechnischer Sicht kein Problem, denn die Palette mo- 22 INFORMATION 1·04 derner Schweißzusatzwerkstoffe ist weit gefächert und exzellente Schweißstromquellen sind verfügbar. Allerdings ist erfahrenes Fachpersonal mit Ideen und handwerklichem Können erforderlich. Nun rächen sich die Fehler der Vergangenheit, als die Maxime galt: Wegwerfen ist besser als reparieren. Doch auch hier bietet der Markt Abhilfe durch gezieltes Intensivtraining eigener Mitarbeiter bis hin zur Problemlösung durch Service auf Lohnbasis. selbst bestimmt unter Anwendung von Warnmarken und geplanter Inspektionsintervalle. Es lohnt sich als Strategie der Werterhaltung. Vorbeugende Instandhaltung Hier bietet sich sogar der lohnenswerte Weg zur Werteschaffung. Sobald eine systematische Inspektion betrieben wird, fallen statistisch auswertbare Informationen an, die unabhängig von jeglicher Branche zu folgendem verblüffenden Ergebnis führen: Weniger als 10 % der als Verschleißteile erkannten Bauteile verursachen mehr als 70 % aller Störungen und Ausfälle. Fazit: Eine relativ kleine, überschaubare Gruppe von Bauteilen kann durch vor- Tragbare Plasmaschneidgeräte zur Fugenvorbereitung und zum Schneiden auch an nicht brennschneidbaren Werkstoffen. Geplante Instandsetzung Die strategisch bessere Variante ist es, aufgrund gezielter Inspektion einzugreifen, bevor der Ausfall des Verschleißteils eingetreten ist. Der Bauingenieur wird nunmehr nicht zu einer Notreparatur ad hoc gezwungen, weil er den Zeitpunkt der Instandsetzung beugende Maßnahmen einer Oberflächenverbesserung, z.B. durch gezieltes Auftragschweißen, den tatsächlich vorherrschenden Betriebs- und Verschleißbedingungen erheblich besser angepasst werden mit dem wirtschaftlichen Resultat einer deutlichen Standzeitverbesserung.