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Handbuch VIPA CPU 928 - Band 2
Teil 12 Integrierte Sonderfunktionen
OB 122: "Alarme gemeinsam verzögern" ein-/ausschalten
Einleitung
Ein Anwender-Programm kann an Baustein- oder Befehlsgrenzen von
Programmen höherer Priorität unterbrochen werden. Zu diesen höherprioren Programmbearbeitungsebenen gehören die Prozess- und alle
Weckalarme (zyklische Weckalarme, uhrzeitgesteuerter Weckalarm und
Verzögerungsalarm).
Die Laufzeit des unterbrochenen Programms verlängert sich dabei jeweils
um die Laufzeit der eingeschachtelten Programme.
Mit Hilfe des OB 122 können Sie das Einschachteln von höherprioren
Programmbearbeitungsebenen an einer oder an mehreren aufeinanderfolgenden Baustein- oder Befehlsgrenzen (je nach Einstellung im
DX0) verhindern.
Funktion
Der OB 122 hat Auswirkung auf die Reaktion auf Alarme:
"Alarme verzögern" einschalten heißt, es werden weiterhin alle aufgetretenen Alarme registriert und bereits anstehenden Alarme bleiben
registriert. Die registrierten Alarme werden nicht weiter bearbeitet.
Vorübergehend werden alle Befehls- bzw. Bausteingrenzen für die
Bearbeitung von Alarmen unwirksam gemacht. Nur falls der OB 2
(Prozessalarm) oder ein OB für die Weckalarmbearbeitung bereits
begonnen wurde, wird dieser vollständig bearbeitet.
"Alarme verzögern" ausschalten heißt, es werden alle registrierten Alarme
an der nächsten Baustein- oder Befehlsgrenzen eingeschachtelt und
bearbeitet.
Hinweis!
Wird innerhalb der "Alarme verzögern"- Phase ein bestimmter WeckalarmOB zum zweiten Mal aufgerufen, kommt es zum Weckfehler.
Rev. 00/27
12-15