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8 Grundlagen und Leitlinien Die Berufsschulstufe Die abschließende Schulstufe im Förderzentrum, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, bisher „Werkstufe“ genannt, erhält die Bezeichnung „Berufsschulstufe“. Die ehemaligen Bezeichnungen „Unter-, Mittel- und Oberstufe“ wurden bereits der allgemeinen Schule angepasst. An die neuen Begriffe „Grundschulstufe“ und „Hauptschulstufe“ schließt „Berufsschulstufe“ konsequent und auch für Außenstehende nachvollziehbar an. Dort erfüllen die Schülerinnen und Schüler ihre Berufsschulpflicht. Durch die Parallelität der Benennungen werden auch die Gleichwertigkeit der Schularten und die grundsätzliche Offenheit schulischer Wege ausgedrückt. Dies entspricht der Intention, dass der am besten geeignete Förderort für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufgrund der individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten zu bestimmen ist. Die Werkstufe hat bereits vor mehreren Jahren einen Weiterentwicklungsprozess begonnen, wie dies im Schreiben des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (IV.7-8641-4.62728 vom 09.07.2003) gefordert war. Viele Schulen haben inzwischen erhebliche inhaltliche und strukturelle Veränderungen vollzogen. Wichtige Erkenntnisse und Innovationen flossen in den Lehrplan für die Berufsschulstufe ein, der nun verbindliche Grundlagen schafft und weitere Impulse in die Schulen trägt. Pädagogischer Auftrag ist es, Schülerinnen und Schüler auf das Leben als Erwachsene mit größtmöglicher Teilhabe am Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Er umfasst alle Lebensbereiche insbesondere auch die Arbeitswelt. Ziel ist hier, eine berufliche Tätigkeit zu finden, in der die eigenen Fähigkeiten verwirklicht werden können. Voraussetzung dafür ist, Selbstbestimmung und Selbstständigkeit der jungen Menschen zu stärken und sie zu befähigen, selbst auszuwählen, zu entscheiden und eigenverantwortlich zu handeln. Damit werden ein verändertes, nämlich stärkenorientiertes Bild vom Menschen und vielfältige gesellschaftliche Entwicklungen aufgegriffen, die sich unter dem Schlagwort „Empowerment“ zusammenfassen lassen. Die Umbenennung ist Signal und hebt die Wandlung der bisherigen Werkstufe hervor. Sie markiert eine weitere Öffnung hin zur Gesellschaft sowie den Vorrang der Entwicklung individueller Lebenswege und Chancen. Schlagwortartig lässt sich die Veränderung dreifach zum Ausdruck bringen: • Erwachsene Schülerinnen und Schüler statt Kinder • Empowerment statt Behütung • Arbeit statt „Werkeln“ Daher: Berufsschulstufe statt Werkstufe.