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4.3. Exemplarische Darstellung von Fortbildungsveranstaltungen Hierbei musste ebenso berücksichtigt werden, dass die Teilnehmer über stark unterschiedliche Vorerfahrungen mit dem praktischen Durchführen von Experimenten verfügen, im Extremfall keinerlei Vorerfahrungen vorliegen. Es kam im Anschluss an das Referat zu einem regen Gedanken- und Erfahrungsaustausch, so dass aufgetretene Fragen geklärt, bzw. ergänzende Informationen gegeben werden konnten. Anschließend stellte Herr Barth kurz einige theoretische Grundlagen zu den chemiebezogenen Lehrplaninhalten der Jahrgangsstufen 7 und 8 dar. Da Hauptschullehrkräfte oftmals Chemie unterrichten (müssen) obwohl sie dies nicht studiert haben und aus der eigenen Schulzeit zum Teil nur über sehr fragmentarisches Grundwissen verfügen, setzte die Darlegung der Theorie bei elementaren Grundlagen an und beschränkte sich im Wesentlichen auf die für den Hauptschulstoff wesentlichen Fakten. Dennoch ergaben sich für einige Teilnehmer hier Verständnisschwierigkeiten, die in der Kürze der Zeit auch nicht völlig geklärt werden konnten. Diese kurze theoretische Einführung sollte nicht die Beschäftigung der Teilnehmer mit einschlägiger Literatur ersetzen, sie sollte lediglich das für die Durchführung und Durchdringung der Experimente notwendige Wissen reaktivieren. Nach der Kaffeepause bereiteten die Teilnehmer in Zweiergruppen folgende Experimente zu Lehrplaninhalten der 7. und 8. Jahrgansstufe vor: 1. Glimmspanprobe 2. Entstehung von saurem Regen 3. Kalkwasserprobe 4. Blaukrautindikator 5. Verbrennung mit Katalysator 6. Neutralisation konzentrierter Salzsäure 7. Brennstoffzelle 8. Flammenfärbung durch Salze Diese Experimente wurden im Anschluss von den jeweiligen Teilnehmern dem Plenum vorgestellt und der chemische Hintergrund diskutiert. Dieses methodische Vorgehen stieß bei den Teilnehmern durchweg auf positive Resonanz, während der Vorstellung der Experimente entwickelte sich ein zwangloses Gespräch zu den Inhalten der Experimente, Alternativen wurden bedacht, Fragen geklärt. Die Lehramtsanwärter experimentierten motiviert und stellten ihre Experimente versiert im Plenum vor. In der Phase des selbsttätigen Experimentierens erwies es sich als durchaus positiv, dass die Teilnehmer zum Teil über sehr unterschiedlich ausgeprägte Vorerfahrungen mit Experimenten und auch über ein sehr unterschiedliches theoretisches Grundwissen im Bereich der Schulchemie verfügten. 176