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6.4 Feingliederung
6.4.1.6 Vergleich der Standardisierungsmethoden
Nachdem beide Methoden theoretisch erläutert wurden, muss jetzt ein Vergleich aufgestellt werden, um zu ermitteln, welche der Methoden für das Textkonzept dieser Arbeit
geeignet ist.
• Information Mapping® standardisiert auf Absatzebene, während Funktionsdesign® bis
auf Wortebene standardisiert.
• Information Mapping® gibt Regeln vor, wie ein Dokument aufgebaut sein soll, wohingegen ein Funktionsdesign-Entwickler seine eigenen Regeln in Bezug auf Funktionale Einheiten, deren Gestaltung und Sequenzmuster aufstellt.
• Bei der Methode Information Mapping® müssen Übersichtsmaps erstellt werden, die alle beinhalteten Maps tabellarisch auflisten, Funktionsdesign® gibt hierzu keine Vorgaben.
• Maps dürfen nach Information Mapping® nicht mehr als drei Seiten beinhalten, wohingegen Funktionsdesign® keine Einschränkungen bzgl. der Dokumentenlänge kennt.
• Durch die vorgegebenen Werkzeuge der Methode Information Mapping® werden Dokumente immer nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Durch diese einheitliche Darstellung kann Qualität erzielt werden. Bei Anwendung der Methode Funktionsdesign® muss
erst ein Funktionsdesign entwickelt werden. Die Qualität der Dokumentation hängt
demnach von der Qualität des jeweils entwickelten Funktionsdesigns ab.
6.4.1.7 Auswahl der Standardisierungsmethoden
Aus dem Vergleich ergibt sich, dass für die Bedienungsanleitung des 3D USCT II aufgrund
ihrer besonderen Eignung die Methode Funktionsdesign® gewählt wird, die Gründe sind:
• Standardisierung auf Wortebene
⇒ Da die Bedienungsanleitung des 3D USCT II nicht vollständig erstellt werden kann,
müssen die Kapitel, die noch in Bearbeitung sind, kenntlich gemacht werden. Dies
kann durch den einheitlichen Vermerk „in Bearbeitung“ erreicht werden, dessen
konsistente Gestaltung durch eine eigene Zeichen-Formatvorlage sichergestellt werden kann.
• Standardisierung auf Satzebene
⇒ Ein Leser gewöhnt sich unbewusst an Formulierungsmuster. Dadurch kann er sich
besser auf den Inhalt des Textes anstatt auf die Formulierung konzentrieren und diesen somit schneller erfassen.
• Keine Layoutvorgaben
⇒ Die Übersichtsmaps der Methode Information Mapping® unterstützen nicht die Bildung von Hierarchien, d.h. von verschachtelten Maps. Die Methode wird deshalb einem komplexen Produkt, wie z.B. einem Kraftwerk, nicht gerecht. Bei der Methode
Funktionsdesign® ist eine Übersicht bzw. deren Gestaltung nicht vorgeschrieben.
Ein konventionelles Inhaltsverzeichnis mit allen beinhalteten Kapitelebenen kann
daher angewendet werden.
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