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Lindan Schon etwa drei Gramm dieses Wirkstoffs reichen aus, um eine Tonne Heuschrecken zu töten. Die Giftigkeit für den Menschen ist umstritten und zum Teil noch unerforscht. Beobachtet werden in erster Linie Schädigungen des Nervensystems. Chlornaphtaline In hohen Konzentrationen reizend. Symptome sind tränende Augen, Reizungen der Nasenschleimhaut, Kratzen im Hals, entzündliche Erkrankungen der oberen Atemwege, vereinzelt vorübergehende Störung des Geruchsinns, Kopfschmerzen, Benommenheits- und Taubheitsgefühle. Vor allem bei lang anhaltender Belastung können diese Stoffe eine Chlorakne hervorrufen. Endosulfan Hohe akute Giftigkeit, besonders beim Einatmen (Inhalation). Mögliche Auswirkungen einer Endosulfanvergiftung sind Kopfschmerzen, Benommenheit, Desorientierung, Störung der Bewegungskoordination sowie Schäden an Haut, Augen, Atemwegen und Schleimhäuten, Krämpfe, Erbrechen und Durchfall. In Tierversuchen traten als langfristige Folgen bei chronischer Belastung Schädigungen der roten Blutkörperchen, der Nieren und des zentralen Nervensystems auf. Es gibt Verdachtsmomente auf eine fruchtschädigende Wirkung. Karbolineum Stark krebserzeugende Wirkung Messmöglichkeiten Organische Holzschutzmittel können durch die Auswertung von Staubanalysen nicht eindeutig identifiziert werden. Es bedarf der chemischen Analyse von Holzproben, um über das Vorkommen von Holzschutzmitteln und deren Herkunft eine eindeutige Aussage zu machen. Vorbeugung In Innenräumen kann heute nach dem Stand der Technik auf chemische Holzschutzmittel verzichtet werden. Konstruktive Holzschutzmaßnahmen ermöglichen es, eine Gefährdung des Holzes so weit wie möglich zu vermeiden. Bei Fenstern und Außenbauteilen ist die Gefährdung des Holzes durch tierische oder pflanzliche Schädlinge deutlich höher. Hier werden durch die Norm DIN 68800-3 Vorgaben gemacht, in welcher Form ein besonderer Holzschutz erforderlich ist. Nähere Informationen dazu können im Bereich Schreiner > Materialien > Holzschutz nachgelesen werden. Durch konstruktive Maßnahmen und eine geeignete Auswahl des Holzes kann die Gefährdung verringert und der Einsatz von Holzschutzmitteln minimiert werden. Sanierung Falls festgestellt wird, dass eine Sanierung erforderlich ist, sollten die betroffenen Verkleidungen und Balkenteile so weit wie möglich entfernt werden. Auch die Sekundärquellen sind zu entfernen, denn sie tragen selbst zu einer Belastung des Raumes bei. Bei Holzteilen, die nicht entfernt werden können, bietet es sich an, sie zu maskieren. Damit ist ein Schutzanstrich gemeint, der weitestgehend dampfdicht ist und das Entgasen der Holzschutzmittel in den Raum verhindert. Dieser basiert auf ungefährlichen Stoffen wie Schelllack und Ethanol. Den gleichen Effekt können auch aluminiumbeschichtete Folien erzielen, die die betroffenen Holzbalken vollflächig und dicht abdecken müssen. Der Einsatz von PUR-Lacken ist hingegen nicht zu empfehlen. Bei PCP-Belastung kann es durch einen erneuten Anstrich mit lösemittelhaltigen PUR-Lacken zu Aktivierung der PCP-Moleküle kommen, die sich im Lösemittel lösen. 439 von 458